9. November 2009
Hallo Bachfreunde,
wie bereits im vergangenen Jahr veröffentliche ich hier eine kleine Auswahl mit Aufführungsterminen vom BWV 248 „Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach für November und Dezember 2009 in Deutschland.
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Eine umfangreiche weitere Link-Sammlung – für Städte in Deutschland mit Reservierung von Eintrittskarten und Terminangaben - über den nachstehenden Link den Suchbegriff – BWV 248 J.S. Bach Weihnachtsoratorium – eingeben, die Stadt freilassen..!!:
http://www.ticketonline.com/de/de/affiliate/NLTO%20NL%20Topic%20Kultur20090911/modul/1030-Suche/
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Hamburg, Staatsoper:

Ballett Weihnachtsoratorium John Neumeier in Hamburg
J.S. Bachs „Weihnachtsoratorium“ setzt das Hamburg Ballett unter Neumeier tänzerisch um.
Termin: ab 23.12.2009 und weitere…
Link: http://www.ticketonline.com/de/de/affiliate/NLTO%20NL%20Topic%20Kultur20090911/eventid/685794-Weihnachtsoratorium/?productionid=1786
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Hamburg St. Michaelis

St. Michaelis Hamburg
Weihnachtsoratorium BWV 248 am 19.12.2009 und 20.12.2009
Karten und Termine nachstehend:
über Ticket-Online
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Hamburg: St. Katharinen
St. Katharinen in Hamburg
am 12.12.2009 – zwei Veranstaltungen:
um 17 Uhr und 19:30 Uhr
J. S. Bach: Weihnachtsoratorium Kantaten I–VI
Leitung: Andreas Fischer
Kantorei und Kantatenorchester St. Katharinen
TICKET
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Potsdam – Nikolaikirche:

Nikolaikirche in Potsdam
Nikolaikirche Potsdam
19. Dezember 2009, 17.00 Uhr
„Jauchzet, frohlocket“
BWV 248 – Joh. Seb. Bach – Weihnachtsoratorium (I-III)
Nikolaichor Potsdam
Kammerorchester der Philharmonischen Gesellschaft
>>> Link zum Online-Vorverkauf…
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Leipzig – Nikolaikirche:

Nikolaikirche Leipzig
Nikolaikirche: Sa 19.12.2009 17.00 Uhr Oratorium J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten 1-3 Bachchor Leipzig Festivalorchester Leipzig Leitung Jürgen Wolf.
Ticket gefunden bei: Ticketonline.de (VVK)
Nikolaikirche: So. 20.12.2009 17:00 Uhr J.S.Bach Weihnachtsoratorium Kantaten 1, 4-6 – Bachchor Leipzig / Festivalorchester Leipzig
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Leipzig – Thomaskirche:

Thomaskirche in Leipzig
Sonntag, 29. November 2009 | 1. Advent | 18:00 Uhr
Thomaskirche
275 Jahre Weihnachtsoratorium“ Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-3,6) Gächinger Kantorei
Bachcollegium Stuttgart Leitung: Helmuth Rilling.
Tickets
Samstag, 5. Dezember 2009 | 19:30 Uhr
Thomaskirche
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-3) Veranstalter: Leipziger Vocalensemble e.V.
Tickets
und am Sonntag, 6. Dezember 2009 | 2. Advent | 15:00 Uhr
Thomaskirche (Kantaten 1-3) Veranstalter: Leipziger Vocalensemble e.V.
Tickets
Konzerte mit „Thomaner – Biller“:
Freitag, 11. Dezember 2009 | 19:00 Uhr
Thomaskirche Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-6)
Dorothee Jansen (Sopran)
Ingeborg Danz (Alt)
Martin Petzold (Tenor)
Panajotis Iconomou (Bass)
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller
Samstag, 12. Dezember 2009 | 17:00 Uhr
Thomaskirche BWV 248 Kantaten 1-6 Biller Thomaner Gewandhaus-Orchester
Sonntag, 13. Dezember 2009 | 3. Advent | 17:00 Uhr
Thomaskirche Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-6)
Dorothee Jansen (Sopran)
Ingeborg Danz (Alt)
Martin Petzold (Tenor)
Panajotis Iconomou (Bass)
Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller
Freier Vorverkauf ab 2. November 2009
Ticketbestellung:
Ticket-Hotline: Telefon: +49 341 12 70-280
Ticket-Online Internet
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Essen: Philharmonie

Essen - Philharmonie
Weihnachtsoratorium BWV 248 -Kantaten 1-3, 6
Samstag, 05.12.2009 – 20:00 Uhr
Leitung: Helmuth Rilling Gächinger Kantorei – Bach-Collegium Stuttgart u.a.
TICKET
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Hannover – Marktkirche:
Marktkirche in Hannover
Alle drei Veranstaltungen in der Marktkirche:
Donnerstag, 17.12.2009 20 Uhr
Konzert: Weihnachtsoratorium: Kantaten 1-3
Bach-Chor und Bachorchester, Ltg.: Jörg Straube
Eintritt: € 6,- bis 34,-
Vorverkauf: Kirche im Blick
Tickets online bestellen
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Freitag, 18.12.2009 20 Uhr
Konzert: Weihnachtsoratorium: Kantaten 4-6
Bach-Chor und Bachorchester, Ltg. : Jörg Straube Eintritt: € 6,- bis 34,- Vorverkauf: Kirche im Blick
Tickets online bestellen
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Samstag, 19.12.2009 20 Uhr
Konzert: Weihnachtsoratorium: Kantaten 1, 3, 6
Bach-Chor und Bachorchester, Ltg.: Jörg Straube Eintritt: € 6,- bis 34,- Vorverkauf: Kirche im Blick
Tickets online bestellen
Einen Bestuhlungsplan der Marktkirche finden Sie hier.
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Terminangaben für OWL – Ostwestfalen-Lippe erfolgt gesondert in den nächsten Tagen. Allen Besuchern des Weihnachtsoratoriums wünsche ich ein schönes und besinnliches Konzert-Erlebnis.
Grüße
Volker




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Verfasst von Volker
8. November 2009
Hallo,
@Iris hat mir ein Highlight für alle Freunde der Vokalmusik für OWL (Ostwestfalen-Lippe) genannt. Die „King’s Singers“ und die WDR-Bigband treten am 29. November 2009 um 17:00 Uhr – in der Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen – auf.

Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

King's Singers aus England
Am Nachmittag des ersten Adventssonntags, am 29.11.2009 um 17.oo Uhr, sind zwei aktuelle „Grammy“ – Preisträger in Bad Oeynhausen zu Gast und gestalten in der Auferstehungskirche am Kurpark ein gemeinsames Konzert: unter der Leitung von Bill Dobbins bringen die „King’s Singers“ aus England und die „WDR Big Band Köln“ das bekannte Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in einem neuen musikalischen Gewand zu Gehör.
„Jauchzet, frohlocket!“ Mit dieser unmissverständlichen Aufforderung beginnt ja dieser Klassiker festlicher Weihnachtsmusik. Das lassen sich „The King’s Singers“ aus England, die nach wie vor als das beste Vokalensemble der Welt gelten, und die „WDR Big Band Köln“, eine der führenden Jazzformationen überhaupt, nicht zwei Mal sagen – und bringen die Musik dieses Oratoriums ganz neu zum Klingen und Swingen: in einem etwa 90-minütigen Streifzug durch das monumentale Kantatenwerk werden Arien, Rezitative und Chöre harmonisch nachgewürzt, rhythmisch zugespitzt und auf groovende Bässe gesetzt – und das Ganze mit tiefem Respekt vor dem großen Komponisten Bach und den Inhalten seines großartigen Oratoriums.
Die Eintrittspreise sollen dabei jedenfalls kein Hindernis sein, denn sie sind für ein Konzert dieser Größenordnung ausgesprochen günstig: die Eintrittskarten kosten in der Platzkategorie I 22,oo € (für Schüler/innen, Auszubildende, Studierende und Erwerbslose ermäßigt: 17,00 €), in der Platzkategorie II 16,00 € (ermäßigt: 12,00 €). Die Karten sind ab Montag, dem 2. November in folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: im Gemeindebüro der Altstadtgemeinde, im Kreiskirchenamt und der „Tourist-Info – Haus des Gastes“ in Bad Oeynhausen sowie im Kulturamt der Stadt Löhne und in der Buchhandlung „Regenwurm“ in Vlotho.
Für Interessierte, die außerhalb des Kirchenkreises Vlotho wohnen, besteht zudem die Möglichkeit des Kartenversandes (Infos dazu unter der Telefonnummer 05731/105301).
Dieses großartige Ereignis werden sich die Vokal-Freunde in OWL nicht entgehen lassen..!!
Grüsse
Volker




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Andere Aufnahmen der Kantaten J.S.Bachs, BWV 248 Weihnachtsoratorium, Bekannte und beliebte Bach-Interpreten, Johann Sebastian Bach, King Singers, Sonstige Konzert-Termine, Vokalmusik | Mit Tag(s) versehen: Auferstehungskirche Bad Oeynhausen, Bad Oeynhausen, Bill Dobbins, J.S.Bach-Weihnachtsoratorium, Kirchenkreis Vlotho, Konzert in OWL-Ostwestfalen-Lippe, WDR-Bigband |
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Verfasst von Volker
7. November 2009
Hallo Bachfreunde,
lange hat es gedauert diese historischen Filme über das Leben und sein Wirken von J.S. Bach zu erwerben. Es sind hervorragend gemachte Filme von 1985 aus der DDR-Produktion an Originalschauplätzen gedreht. Die Sendungen im DDR-Fernsehen waren ein Renner und können nun digitalisiert als DVD im ARD-Shop erworben werden, darauf habe ich lange gewartet und werde sie mir umgehend besorgen. Die Qualität dieser Filme stellt alles bisher da gewesene in den Schatten und wurden von den Kritikern und Besuchern in höchsten Tönen gelobt…!!
DVD von 1985 DDR-Film über J.S. Bach
Erscheinungsdatum: 20.11.2009
DVD GG 25 – Johann Sebastian Bach aus DDR TV-Archiv
EUR 22,95 - für eine Vorab-Bestellung
Laufzeit: ca. 415 Min.
Ausgezeichnet mit dem Kritikerpreis für den besten Fernsehfilm 1985
Das Genie J. S. Bach – ein lebensfroher, sinnenfreudiger und direkter Mann. Bachs Kompositionen sind ein unerschöpflicher Schatz. Seine Überlegenheit und sein freies Spiel riefen bei den Zeitgenossen Begeisterung, aber auch Verwirrung und Neid hervor.
Alle 4 Teile digital restauriert
FSK: ab 6 Jahren
Erschienen bei: ARD ViDEO/SHDM
Produktionsjahr: 1985
Tonformat: Dolby Digital 2.0 Mono
Bildformat: 4:3
Regie: Lothar Bellag
Darsteller: Ferenc Bács, Franziska Troegner, Hans-Jörn Weber, Arno Wyzniewski, Ulrich Thein, Jaroslav Satoransky, Ralf Lehm, Zoltán Gera, Gabor Sárosi, Wolfgang Dehler, Dana Vávrová, Wolfgang Greese, András Kozak, Horst Schulze u.a.
Sprachen: deutsch
Bonusmaterial: Interview mit Darstellerin Franziska Trögner (ca. 10 Min.), Dokumentation über J. S. Bach (ca. 45 Min.), umfangreiches Booklet
Anzahl der Disc: 2
Der Artikel erscheint am 20. November 2009. Es besteht die Möglichkeit der Vorbestellung.
Link zu meiner Partnerseite:
http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/11/dvd-wiederveroffentlichung-leben-und.html
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Grüße
Volker




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Aktuelles zum Thema: J.S. Bach, Auf den Spuren von J.S. Bach, Bach-Kantaten im Kirchenjahr, Barockmusik, CD's - DVD's, J.S. Bach Kantaten, J.S.Bach-Instrumentalwerke, Vokalmusik, Vorstellung und Besprechung von CD's - DVD's | Mit Tag(s) versehen: ARD DVD von 1985 J.S.Bach, Historische Filme DDR 1985 J.S.Bach |
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Verfasst von Volker
5. November 2009
Hallo,
wer nach Königslutter im Kaiserdom das Gardiner-Konzert am 7. Mai 2010 um 20:00 Uhr mit der h-moll Messe von J.S. Bach – besuchen möchte, kann bereits Eintrittskarten erwerben. Die Buchung ist über einen Saalplan direkt möglich. Es gibt zwei Veranstalter, die Eintrittskarten ab s o f o r t vergeben.

Foto: Gardiner im Kaiserdom Königslutter – bei einer Probe…
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Wie bekannt, cm ticket.de (Konzertbüro Reimann in Berlin) mit moderateren Eintrittspreisen – aber ohne Saalplan-Buchung:
Link: http://www.cm-ticket.de/konzert-details.php?kateg=5&k_id=426
Plätze für 85,00 € – 60,00 € – 50,00 € – 30,00 € und 15,00 €
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Eine weitere Bezugsquelle m i t Saalplanbuchung aber höheren Eintrittspreisen über regioactive.de:
Link: http://www.regioactive.de/tickets.html?id=518443
Saalplanbuchung, Plätze für 96,60 € – 69,10 € – 58,10 € – 36,10 € – und 19,70 €
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Gruß
Volker




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Bachfeste im Kalenderjahr 2010, Barockmusik, Bekannte und beliebte Bach-Interpreten, Dirigenten-Orchester-Künstler und Co., Gardiner H-Moll-Messe BWV 232, Gardiner-Konzert-Termine 2010 in Deutschland, Johann Sebastian Bach, Kartenvorverkauf Online, Konzerttermine, Sir John Eliot Gardiner, The English Baroque Soloists, The Monteverdi Choir, Vokalmusik | Mit Tag(s) versehen: Eintrittskarten cm ticket.de, Eintrittskarten regioactive.de, Kaiserdom Königslutter h-Moll Messe, Königslutter am Elm |
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Verfasst von Volker
4. November 2009
Hallo,
ich komme noch einmal auf das bereits abgehandelte Thema „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“ zurück. Ich habe mir das Oratorium von Joseph Haydn „Die Schöpfung“ unter der Leitung von Leonard Bernstein in der Basilika Ottobeuren von 1986 angesehen. Was dort zum Schluss ablief, hat mich sehr nachdenklich gemacht. Nach dem Schluss-Satz des „Amen“ war absolute Stille in der Basilika, der Dirigent und die Besucher verharrten ganz still, kein Applaus, nur die Glocken der Basilika waren zu hören. Danach verließen die Besucher die Kirche und ich war davon tief beeindruckt.
Was mag im Vorfeld abgesprochen sein, dass eine Beifallsbekundung unterblieb? Ich fand diese Art sehr sehr angemessen, es blieb genügend Zeit, alles während der Glockenschläge verinnerlichen zu können, diese Ruhe und Stille war beeindruckend und finde es nachahmenswert…!! Wahrscheinlich stehe ich mit dieser persönlichen Meinung allein auf weitem Feld und Flur…!! Einen Video-Ausschnitt von dem Konzert in der Basilika Ottobeuren von 1986 füge ich bei, hier geht es nur um den angesprochenen Schlussteil des Oratoriums von Joseph Haydn „Die Schöpfung“.
Lasst die Szenen einmal auf euch wirken und sagt mir dann einmal die persönliche Meinung dazu.
done
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Als Konteks dazu Sir John Eliot Gardiner aus seinem Reisetagebuch von SDG 156 Vol. 4 – CD eins -
von der Pilgrimage 2000 -Tour aus der Kirche St Gumbertus, Ansbach wie folgt:

Foto: Frentischer Schluss-Applaus für den Sir in der Nikolaikirche Leipzig beim Bachfest 2007
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Das letzte Mal waren wir 1981 hier in Ansbach, als man uns eingeladen hatte, fünf verschiedene Programme mit Bachs Musik aufzuführen. Der Chor übertraf sich damals selbst, und dies zu einer Zeit, als wir als English Baroque Soloists immer noch damit beschäftigt waren, unseren Weg als ein Ensemble zu finden, das sich der historischen Aufführungspraxis verschrieben hatte.
Neunzehn Jahrespäter wurde das erste Stück in unserem Programm, die Motette ‚Lobet den Herrn’, die mit einem überwältigenden ‚Hallelujah!’ endet, mit völliger Stille quittiert. Plötzlich fiel mir wieder ein, wie bestürzt ich damals war, als der zaghaft einsetzende Beifall mit lauten Pst!-Rufen erstickt wurde, 1981 und auch am Ende unseres ersten Auftritts 1979 hier.
Irgendwie wirkte es so, als würde der ganzen Sache der Reiz genommen – der Ehre, die man vermeintlich uns, den Ausländern, erwiesen hatte, als man uns auserwählte und einlud, an diesem führenden Bach-Fest teilzunehmen, fast einem Mekka (oder Bayreuth) der Bach-Feiern. Einige von uns hatten Mühe, nicht aufgebracht zu reagieren, nicht was die fehlende hörbare Zustimmung betraf, sondern die Einstellung, die hinter diesem kapriziösen Verzicht auf Applaus lag.
Der Grund dafür war nicht so sehr die (mangelnde) Qualität der Aufführung, jedoch vielmehr der pseudo-religiöse Respekt, den ein Publikum, das sich als wahrer Wächter der heiligen Bach-Flamme verstand, dieser Musik entgegenbrachte. Historisch nicht ganz stimmig an dieser exzessiven Bach-Huldigung ist, dass die Musik als ein statischer Gegenstand oder eine heilige Reliquie gesehen wird, während Bach eindeutig sehr großen Wert darauf legte, dass seine Musik aufgeführt wird, wie es uns im Laufe des Jahres immer wieder bestätigt worden war.
In gewisser Weise wird ihre Komposition erst während der Aufführung ‚vollendet’, und das ist der Grund, warum wir als Musiker so achtsam jeder Spur folgen, die uns in der Notation der Kantaten Hinweise auf Bachs eigene Aufführungspraxis gibt.
Wir sind auch bestrebt, ein produktives und dynamisches Dreiecksverhältnis zu schaffen, zwischen dem Komponisten Bach, der sein Werk selbst aufgeführt hat, uns als Musikern, die es neu erschaffen, und schließlich dem Publikum, das an diesem Prozess teilhat. So war es in allen ostdeutschen Städten gewesen, wo wir in diesem Jahr aufgetreten waren.
Doch wenn die Zuhörer als begeisterte Bach-Anhänger zu dem Schluss gelangt sind, das Gelände verteidigen zu müssen, kann diese lebenswichtige chemische Reaktion zwischen ihnen und uns nicht mehr stattfinden, und damit entfällt auch der ‚Auftrieb’, den ein reaktionswilliges Publikum einem auftretenden Ensemble geben könnte.
Diese Überlegungen traten in ein anderes Licht, als eine ältere Dame nach dem Konzert am Morgen nach vorn kam und mir ein Sträußchen mit Blumen aus ihrem Garten überreichte. Die letzte Spur Groll verschwand, als sie am Abend mit einem noch größeren Strauß wiederkam, diesmal aus wilden Wiesenblumen.
- Zitat – Ende -
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In einem Interview mit der NW vom 20.10.2009 nahm der englische Star-Violonist Daniel Hope zu dem Thema Applaus wie folgt Stellung:
Frage:
Herr Hope, ich habe in einem Benimmbuch aus den 50er Jahren gelesen, dass man den Künstler nach einem Konzert nicht mit allzu langem Beifall bedenken sollte, weil er vom Musizieren müde sei. Sagen Sie mir bitte, dass das nicht wahr ist.
DANIEL HOPE:
(lacht) Ich würde sehr traurig sein, wenn das wahr wäre. Natürlich kann man sehr müde sein nach einem Konzert, aber für mich persönlich ist Applaus das schönste Geräusch nach der Musik. Es ist das Signal des Publikums an den Künstler, dass die Botschaft angekommen ist.
Frage:
Sie sind gerade in Aix-en-Provence gemeinsam mit Anne-Sophie von Otter aufgetreten mit Liedern aus dem KZ Theresienstadt. Wenn man um den Hintergrund dieser Musik weiß, kann da Applaus nicht auch fehl am Platze wirken?
HOPE:
Ja, das kann es. Wir haben gerade mit diesem Programm unterschiedlichste Reaktionen erlebt. Bei den Kabarettliedern, die im KZ zur Ablenkung geschrieben wurden, hat sich manches Publikum richtig in den Applaus hinein gesteigert, ein anderes Publikum hat eher zurückhaltend reagiert, weil es spürte, zu viel Applaus wäre fehl am Platz. In Frankreich haben die Leute sehr schnell und sehr stark nach allem applaudiert. Das war für uns Musiker nicht ganz einfach, weil das zum Teil sehr traurige Lieder sind und sich eine gewisse Spannung aufgebaut hat. Man will als Musiker manchmal ein paar Sekunden der Stille genießen, und das ist dann nicht möglich.
- Zitat – Ende -
——————————————-
Die gegensächlichen Aussagen von Daniel Hope und J.E. Gardiner zum Thema „Applaus“ können nicht unterschiedlicher ausfallen. Ich kann mich noch sehr gut an die Aufführung von Sir John Eliot Gardiner – mit der Matthäus-Passion am 6. März 2005 – im Kaiserdom von Königslutter erinnern. In diesem Beitrag hatte ich folgende Aussage zum Konzert getätigt:
Besonders beeindruckend, wie innerlich bewegend die gesamten Solisten, ob Chor oder Orchester sowie J.E. Gardiner, bei den Gesangspartien des Evangelisten, die Augen geschlossen und die Hände gefaltet, den Worten und der Musik lauschend zuhörten.
Das Publikum wurde dermaßen von diesen Passagen des Werkes eingenommen, dass selbst das Husten unterblieb. Nach dem Schluss-Ton geriet man in einen Trancezustand, absolute Stille umgab die Aufführungsstätte, Gardiner verharrte in sich gekehrt und entschwand kurze Zeit später von der Bühne um nicht wieder zurückzukehren.
Mein Umkehrschluss zur Aussage von Sir Gardiner aus dem Jahre 2000 zu Ansbach und zur Aufführung in Königslutter. Es lagen mittlerweile 5 Jahre dazwischen, hat Sir Gardiner eine neue Sicht auf diese Thematik bekommen – dass in einem sakralen Raum beim Erklingen einer Passions-Musik auf eine Beifallsbekundung zu verzichten ist, anders kann ich sein Verhalten in Königslutter nicht deuten und bin der Meinung, dass dieses Verhalten sich als richtig erweist.
Sicherlich vertritt subjektiv jeder eine andere Meinung, aber mir hat diese Schluss-Art von Königslutter und aus der Basilika Ottobeuren – auf Applaus zu verzichten sehr gut gefallen und wünschte, das würde weiterhin Bestand haben…!!
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Link zum alten Beitrag: „Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten“
http://meinhardo.wordpress.com/2008/01/24/sinn-oder-unsinn-der-beifallskundgebung-in-kantaten-konzerten/
——————————————-
Gruß
Volker




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Dirigenten-Orchester-Künstler und Co., Gardiner Reisetagebuch von der Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000, Hörproben, Interview von Künstler, Klassik-Nebenthemen, Label: Soli Deo Gloria - Monteverdi.co.uk, Oratorien, Sir John Eliot Gardiner, Videos Konzertausschnitte, Vokalmusik | Mit Tag(s) versehen: Basilika Ottobeuren, Gardiner Reisetagebuch Applaustextpassage, Glockengeläut als Applaus?, Interview Applaus Daniel Hope, Joseph Haydn, Kirche St Gumbertus Ansbach, Leonard Bernstein, Leonard Bernstein Applaus, Oratoirum Die Schöpfung, SDG 156 Vol. 4, Sir Gardiner zum Applaus, Stiller Schluss-Applaus |
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Verfasst von Volker
1. November 2009
Angeregt durch Wolfgangs Ausführungen zu BWV 80 habe ich beim letzten Durchforsten der Radioprogramme einmal die regelmäßigen Sendungen am Wochenende mit geistlicher Musik der deutschen Radiosender herausgeschrieben. Einige mit Bachkantaten, andere mit immer wieder hoch interessanten, auch unbekannten Stücken. Ob die Aufstellung vollständig ist, weiß ich nicht, ich erhebe auch keinen Anspruch darauf. Vielleicht komme ich im Laufe der Woche dazu auch noch die entsprechenden Links einzufügen, aber ich denke, die meisten habt Ihr Euch inzwischen auch schon abgespeichert. Die ausländischen Sender habe ich nicht mit aufgeführt, das würde zu sonst ausufern.
Link zu den Klassik-Web-Radios im Internet nachstehend:
http://meinhardo.wordpress.com/2008/01/18/web-radios-im-internet/
Deutschlandradio Kultur
Sonntag, 6 – 7 Uhr, Sonntagsmotette, oft mit Bachkantate
NDR kultur
Samstag, 19 – 20 Uhr, Glocken und Chor
Sonntag, 8 – 8:40 Uhr, Geistliche Musik mit Bachkantate
MDR Figaro
Sonntag, 7 – 8 Uhr, Kantate, oft mit Bachkantate
RBB Kulturradio
Sonntag, 7 – 8 Uhr, Musica sacra
Sonntag, 9:30 – 10 Uhr, Bachkantate
WDR3
Samstag 18 – 20 Uhr, Vesper
Sonntag, 9 – 10, Geistliche Musik, mit Bachkantate
nordwest radio Bremen
Samstag, 18 – 19 Uhr, musica sacra
Sonntag, 7 – 8 Uhr, musica sacra, mit Bachkantate
hr2
Sonntag, 6 – 7:30, Geistliche Musik, mit Bachkantate
BR-Klassik
Sonntag, 7 – 8 Uhr, Laudate Dominum
Sonntag, 8 – 8:30 Uhr, Bachkantate
SWR2
Samstag, 19 – 20 Uhr, Geistliche Musik, manchmal mit Bachkantate
Sonntag, 8 – 8:30 Uhr, Kantate, manchmal mit Bachkantate
SR
Sonntag, 8 -9 Uhr, Bachkantate
Barbara
1 Kommentar |
Andere Aufnahmen der Kantaten J.S.Bachs, Bach-Kantaten im Kirchenjahr, Radio-Fernsehen-Tipps mit Klassischer Musik, Web-Radios im Internet mit Klassiischer Musik | Mit Tag(s) versehen: Geistliche Musik Bachkantaten, Radiosendungen |
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Verfasst von barbara57
1. November 2009
Hallo zusammen,
auch wenn die ganzen Kantatensendungen zum reformationstag schon vorbei sind, habe ich doch noch 3 Tipps für Euch:
2.11.
SWR2
20-22
20.03 SWR2 Abendkonzert
RheinVokal 2009
I Fagiolini
Cembalo und
Leitung: Robert Hollingworth
Claudio Monteverdi: Madrigale
Francis Poulenc: Sept Chansons
Luciano Berio: „Cries of London“
(Konzert vom 18. Juli im Schloss Montabaur)
5.11.
13-14
BR Klassik
Musik im Originalklang
Orchestre Révolutionnaire et Romantique: John Eliot Gardiner
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-dur;
Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-moll
Wer diese Werke mit dem ORR und Gardiner auf CD hat, braucht seinen Recorder nicht zu bemühen!
SWR2
20-21
RheinVokal 2009
Klaus Mertens (Bariton)
Ton Koopman (Cembalo, Orgel)
Tini Mathot (Fortepiano, Cembalo)
Kompositionen von Georg Friedrich Händel, Carl Philipp Emanuel Bach,
Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn
(Konzert vom 4. Juli in der Herrnhuter Brüdergemeine, Neuwied)
Eine schöne Woche
Barbara
2 Kommentare |
Radio-Fernsehen-Tipps mit Klassischer Musik | Mit Tag(s) versehen: I Fagiolini, John Eliot Gardiner, Klaus Mertens, Radiotipps, Ton Koopman |
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Verfasst von barbara57
31. Oktober 2009
2 Kommentare |
Aktuelles zum Thema: J.S. Bach, Auf den Spuren von J.S. Bach, Bach-Kantate, Barockmusik, Georg Friedrich Händel, Leipzig, Orgel, Thomaskirche Leipzig, Videos Konzertausschnitte, Vokalmusik, YouTube "Klassische Musik" im Forum hinterlegt | Mit Tag(s) versehen: Arnstadt Bachkirche, Bach-Besuch Hamburg-Lübeck Buxtehude, BBC Video Luther Bach, Ein feste Burg ist unser Gott, Eisenach Georgenkirche, Geistliche Musik der westlichen Welt, Harry Christophers, Heinrich Schütz, Historische Bach-Luther-Orte, Johann Schein, Luther Vermächtnis, Luther Wittenberg Schlosskirche, Monteverdi, Nikolaikirche Leipzig, Prof.Stender Marienkirche Lübeck, Reformations-Tag, Rom Petersdom, Sakrale Musik, Simon Russell Beale, The Sixteen, Thomaner Alumnat, Thomaner Chor |
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Verfasst von Volker
30. Oktober 2009
Hallo Bachfreunde,
dieser Tage wurde folgender Kommentar ins Forum gestellt:
Mir würde es gefallen, wenn wir wieder zu unseren Kantaten zurückkehren und eher nach positiven und heilenden Aspekten suchen. Wie vielen Leuten eröffnen Bach’s Kantaten neue Zugänge…..!!
Greife ich diesen Hinweis einmal auf und beginne mit den anstehenden Reformations-Kantaten.
Welche Kantaten sind dafür von J.S. Bach komponiert worden? Weiss es ein jeder auf Anhieb? Mir fällt spontan das BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ – ein. Ein prächtiges monumentales Werk mit einem großartigen Eingangs-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. Eine eindeutige Zuordnung als ein Bachwerk – in der heutigen Aufführungspraxis – ist nur bedingt aussagefähig und zweifelhaft geblieben. Bach hat eine Erstfassung 1715 in Weimar - BWV 80a „Alles was von Gott geboren“ als Oculi-Kantate – komponiert und aus mangelnden Zeitgründen 1728 / 1731 in Leipzig überarbeitet als Kantate zum Reformationstag: „Ein feste Burg ist unser Gott“ . Man vermutet, dass Wilhelm Friedemann Bach nach dem Tode des Vaters in Halle a.d.Saale Änderungen an dem BWV 80 vorgenommen hat.

Foto: Der Kirchenturm der Schloss-Kirche Wittenberg mit dem Luther-Text: „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Fotorechte: V. Hege)

Dazu ein passendes Foto mit Luthers 95 Thesen an der Kirchentür eingearbeitet
Schloss-Kirche Wittenberg. (Fotorechte: V. Hege)
Bei unserem Besuch 2008 von Wittenberg waren wir beeindruckt von dieser trutzigen Schlosskirche die ehemals zu einer Burg-Schloss-Anlage gehörte. Der in 1768 erneuerten Türflügel wurden zur Erinnerung an den Thesenanschlag 1858 ersetzt durch bronzene Türflügel mit dem Text der 95 Thesen Luthers und mit musizierenden Knaben auf den Türkämpfern.
Schon von weitem ist der beeindruckende Luther-Text am Turm der Schlosskirche zu sehen. Spontan fällt man in das Luther-Lied ein und erlebt einen bewegenden Moment. Wie mag Luther zumute gewesen sein, als er seine Thesen an die Schlosskirchen-Tür anbrachte, er war nicht am Zweifeln, dass es Unrecht war, was er tat. So sehe ich ebenfalls das Kantaten-Werk von Bach und werde immer wieder mit dieser Luther-Tat konfrontiert und eingenommen. Der Cantus firmus in höchster und tiefster Lage ist als Symbol der weltumspannenden Geltung dessen, was gesagt wird zu verstehen: Gottes Machtbereich umfasst den gesamten Kosmos. In Satz sieben ist besonders erwähnenswert die kämpferische Vertonung „Es bleibet unbesiegt und kann die Feinde schlagen“ und wirkt als ein fantastischer Kontrast zu den übrigen anmutigen Abschnitte in dem Duett für Alt und Tenor.
Aufgewühlt und beeindruckt bin ich immer von dem Schluss-Choral „Das Wort sie sollen lassen stahn“ – das lässt sich unmittelbar wunderbar auf die heutige Wirklichkeit der Finanzgebaren und Mauscheleien interpretieren, „lass fahren dahin, sie haben kein’ Gewinn; das Reich muss uns doch bleiben.“
Es ist das erhebende Werk zum Reformationsfest für uns Protestanten, diese Eindringlichkeit der Worte und kraftvollen Musik kann sich keiner entziehen und verinnerlicht es in der Gewissheit – in der festen Burg wohl geborgen zu sein…..!!
Foto: Luther-Relief in der Schlosskirche Wittenberg (Foto: V. Hege)
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Es gibt so hervorragende Einspielungen vom BWV 80, sicherlich ist für mich Gardiner einer der Favoriten, aber verstecken brauchen sich Suzuki, Koopman, Herreweghe, Rilling, Richter, Thomaner unter Rotzsch, Rifkin… etc. nicht, die Auswahl ist gewaltig und das ist das erfreuliche an diesem Bachwerk.
Link: Hörpoben und CD-Einspielungen über diesen Link-Text
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Etwas zu Unrecht im Abseits dazu steht die Bach-Kantate: BWV 79 „Der Herr ist Sonn und Schild“ die ebenfalls durch einen gewaltigen Eingangs-Choral sehr einprägsam imponiert.
Der Eröffnungssatz ist als eine Art feierlicher Aufzug gestaltet – ein bewegendes Bild aufmarschierender Lutheraner. Doch ihr Kampfgeist wirkt in keiner Weise grimmig und verbissen: Die 62-taktige Einleitung schafft eine Atmosphäre geselliger Freude und Gutmütigkeit. Die Fanfaren der hohen Hörner werden von einem beharrlichen Trommelschlag untermauert, der – mit ein bisschen Phantasie interpretiert – das Geräusch des Hammers nachahmt, mit dem Luther seine Thesen an die Eichentür auf der Rückseite der Kirche schlug.
Gardiner sagt dazu in seinem Reisetagebuch:
Gillies Whittaker, der Bachs Kirchenkantaten umfangreiche Analysen gewidmet und alle nach dem Ersten Weltkrieg über mehrere Jahre in Newcastle dirigiert hat, bekannte, er habe „selten eine so überirdische Glückseligkeit empfunden wie beim Dirigieren dieses herrlichen Chores“. Ich selbst erinnere mich, dass ich ungeheuer aufgewühlt war, als ich ihn 1972 dirigierte, aber dieses Mal, hier in Wittenberg, war seine Wirkung überwältigend.“
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Bei der kleinen dreisätzigen Kantate Nun danket alle Gott BWV 192 besteht die Gefahr, dass sie im Schatten der beiden riesigen Reformations-Kantaten (BWV 79 und 80) verkümmert. Mit ihrer bescheidenen Instrumentierung bietet sie jedoch einen reizvollen Kontrast, eine Möglichkeit, das Fest auf eine alternative und weniger bombastische Weise zu feiern….!!
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Alle oben genannten Kantaten sind in CD zwei von SDG 110 enthalten.
Ich bin gespannt auf weitere Wortmeldungen zu diesen einprägsamen Reformations-Kantaten und welcher Interpret mag euer Favorit sein, der diese Werke beispielhaft zu interpretieren weiss.
Dazu passend eine Rundfunkübertragung in BR4 am 31.10.2009
| 07:05 |
bis 08:00 Uhr
Die Bach-Kantate zum Reformationstag
Johann Sebastian Bach: „Ein feste Burg ist unser Gott“, Kantate zum Reformationsfest, BWV 80 (Joanne Lun, Sopran; William Towers, Countertenor; James Gilchrist, Tenor; Peter Harvey, Bass, Monteverdi Choir; English Baroque Soloists: John Eliot Gardiner); Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 5 D-dur – „Reformation“ (Gewandhausorchester Leipzig: Kurt Masur)
Livestream BR4
http://www.br-online.de/br-mediathek/live/br-mediathek-live-streams-ID1200409281985.xml
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Gruß
Volker




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Verfasst von Volker
27. Oktober 2009
Liebe Musikfreunde!

Foto: Gewandhaus Leipzig „Jubiläumskonzert 10 Jahre Calmus-Ensemble“
So hätten wir uns das nicht träumen lassen. Es fing sehr besinnlich an. Eine Hommage an die „Alten“ Schütz und Bach bildete die Einleitung; („Also hat Gott die Welt geliebt“; Dir, Dir Jehova will ich singen“) so hätte es den ganzen Abend weiter gehen können. Lupenreine Intonation, Klangschönheit, ein Dahinschweben, ein sich tragen lassen von diesen exzellenten Stimmen, von der Faszination des Klangbildes. Für mich war`s schon „Jenseits von Eden“.

Foto: Programm: Jubiläumskonzert 10 Jahre Calmus-Ensemble im Gewandhaus mit Autogramm der Calmus-Mitglieder
Doch dann kam alles anders. Das Calmus Ensemble brachte eine Auftragskomposition von Buchberg zu Gehör: „Lobe den Herrn“. Diese Uraufführung war eine tolle Klangwelt; weit weg von unseren „Barockohren“, aber wunderschön. Nach zwei noch sehr moderaten Mozarts trat das Raschèr Saxophone Quartett mit einer „Science-Fiction-Kantate – The Big Rip“ auf. Damit wurde die Geburtstagsfete endzeitlich. Bizarre Klangbilder, Wortmalereien, Klangmalereien stellte der Komponist Mathew Rosenblum – der auch selbst anwesend war – vor. „Kam, kam. Kam ein Wort, kam. Kam durch die Nacht. Wollt leuchten, wollt leuchten. Asche, Asche, Asche.“ Dunkle Energien überziehen die Erde. „Lift up your Eyes up to the heavens, and glance down at the earth below. The heavens will disappear like smoke”.

Foto: Das Calmus-Ensemble im Gewandhaus Leipzig
Wie Ihr seht, mussten wir auch unser etwas verstaubtes Endzeit-Englisch wieder aus der Tasche holen. Es half nur nicht viel. Die Saxofonisten mit ihren wunderschönen Instrumenten und ihren wahnwitzigen Spiel liessen uns die Sprachwelten vergessen. Bei mir blieb zwischendurch kein Auge trocken. Die Urlaute der Saxofone, verwoben mit den Stimmen der fünf Solisten liessen einen Klangteppich erahnen, zu dem nur ein bisschen Mut gehört, ihn zu beschreiten. Ich hab` mir zwischendurch ein Taschentuch vor den Mund gehalten, weil es einfach aberwitzig war und habe mich einfach mitnehmen lassen.

Foto: Mitwirkende im Jubiläumskonzert 10 Jahre Calmus-Ensemble
Mit „den dunklen Energien“ ist das so ein Sache. Ich zitiere aus dem Textheft: „Der Bogen, den der Komponist des Stückes schlägt, ist nun so gewagt wie genial: die metaphorische Brücke führt ihn an dieser Stelle zu einem völlig anderen Thema, das aber ebenfalls sehr viel mit Chaos und Auflösung zu tun hat: zur weltweiten Finanz- und Wirtschaftkrise, unter Benutzung von Zitaten aus einem Internet-Chatroom, in dem sich Opfer jener Krise austauschten…“. Vielleicht gehört so ein Werk wirklich zu einer Geburtstagsfete; und wenn es uns nur erinnert, dass wir „wach“ bleiben sollen.

Foto: Raschèr Saxophone Quartett im Gewandhaus
Im 2. Teil des Konzerts kamen schließlich noch der MDR-Kinderchor, aus dem die Sopranistin Anja Lipfert stammt, das Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium, mit dem die fünf Solisten musikalische Aufbauarbeit leisten und noch drei ehemalige Sänger aus den Gründerzeiten des Calmus Ensembles auf die Bühne.
Leider hatte der Liedermache Hans-Eckardt Wenzel absagen müssen. Das Calmus Ensemble brachte stattdesse die „Galgenlieder“ von Christain Morgenstern zu Gehör. Ich hab` mich vor lachen bald weggerollt – mir sind Tränen gekommen bei soviel perfekt-schwarzem Humor. Es war ein großer bunter Blumenstrauss, ein so aufregender Abend, das mein Herz (unsere Herzen) noch mehr für Calmus schlägt als vorher. Angefangen von der Hotelreservierung, über ein liebevoll vorbereitetes Textheft bis zur Durchführung ist den Fünfen das so gelungen, dass wir drauf und dran sind, am 12. 12. 2009 wieder nach Leipzig – diesmal zum Weihnachtskonzert – dieser excelleten Gruppe zu fahren.
Sie haben übrigens in New York wieder einen Preis ergattert; deshalb waren sie nicht persönlich zur Echo-Verleihung in der Semper-Oper in Dresden anwesend.
… und ab sofort freue ich mich jetzt auf den 5. 12. in Hamburg.
Herzlichen Gruss
Iris




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Verfasst von iris
26. Oktober 2009
Hallo Orgelfreunde,
für wie lange noch können Orgelklänge ungetrübt nach außen dringen um die Nachbarschaft nicht zu stören. Vor dem Landgericht in Verden an der Aller in Niedersachsen klagt ein Familie gegen die ihrer Meinung nach zu lauten Orgelklänge, die Musik sei destruktiv – penetrant und ziehe einen nach unten. Die Klage richtet sich gegen die Domgemeinde in Verden, seit 4 bis 5 Jahren sei ein ungetrübter Gartenaufenthalt nicht mehr möglich trotz Ohropax in den Ohren..!

Video -Beitrag von Radio Bremen-Klage gegen Domgemeinde Verden/Aller
In das obige Video klicken
zum Beitrag von Radio Bremen zu der anhängenden Klage der Familie gegen zu laute Orgelmusik aus dem Dom in Verden a.d.Aller..

Die Idylle am Dom in Verden/Aller

Stein des Anstoßes: Furtwängler&Hammer-Orgel im Dom Verden an der Aller
Eine gleichlautende Klage ist in Köln anhängig……
In Köln lebt seit 1972 ein Ehepaar auf einem Grundstück neben dem Kölner
Dom. Nun klagen sie auf Unterlassung, weil sie Kirchenorgelklänge oder
Chorgesang, der aus dem Dom dringt, als störend empfinden.
- Zitat-Ende -
Mir kräuseln sich die Haare wenn ich so etwas lese. Der Dom in Verden besteht seit dem 14. Jahrhundert, der Kölner Dom seit dem 13. Jahrhundert und die Wohnhäuser wurden später errichtet. Ziehe ich in die Nähe eines Domes, muss ich mit Orgelklängen vorlieb nehmen ebenso mit der Chormusik. Diese Klagen sind für mich eine Farce, wann wird gegen die Gottesdienste-Messen und Glockenklänge geklagt?
Wer dort nicht wohnen möchte, sollte umziehen und mir die Wohnung oder das Haus zur Verfügung stellen ich würde freudig zugreifen und alle Fenster öffnen, um diese herrlichen Klänge verinnerlichen zu können……!!
Wie ist Eure Meinung dazu?
Grüße
Volker




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Verfasst von Volker
26. Oktober 2009
Hallo,
eine weitere Veröffentlichung der Meinungen zur Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000 von der Sopranistin:
Katharine Fuge
veröffentlicht in der CD SDG 159 Vol. 9
Foto: Katharine Fuge – Sopran – England
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Dieser Künstler-Beitrag wurde von © Alexander Behrens für © “ Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ übersetzt. Der Betreiber dieses Blogs Volker Hege erklärt: „Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Reisetagebuches wurde durch Sir John Eliot Gardiner am 15.12.2006 in Braunschweig persönlich dem Inhaltverantwortlichen Volker Hege erteilt! (Alle Quellangaben von www.monteverdi.co.uk).“ Die Veröffentlichung der Künstlerbeiträge auf dieser Seite erfolgt mit Zustimmung von Monteverdi Productions. In den SDG-Booklets sind diese Beiträge nur englisch abgedruckt.
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Meinungsäußerung zu SDG 159 Vol. 9
Katharine Fuge, Sopran
Als wir Dezember 1999 in Weimar unser Auftaktkonzert zu dieser außergewöhnlichen Reise gaben, wusste ich zugegebenermaßen noch nicht sehr viel von Bach und seiner Musik, und so wirkte sich die Erschließung seines Werks im wöchentlichen Rhythmus unmittelbar auf mein Leben aus. Der kirchliche Dienst war mir (zunächst als Tochter eines Vikars, später als Ehefrau eines Organisten) vertraut; entsprechende Faszination hatte es für mich, dem liturgischen Jahreslauf aus dem Blickwinkel des lutheranischen Kirchenmusikers und Thüringers, der Bach war, zu folgen.
Woche für Woche erhielten wir zusammen mit unseren Stimmen auch die Lesung für den betreffenden Sonntag sowie Informationen über den persönlichen Lebenskontext, in dem die betreffenden Kantaten jeweils entstanden waren. So erfuhren wir etwa, dass sich zu einer Zeit ein besonders versierter Trompeter in der Stadt aufhielt, ein anderes Mal hatte Bach gerade den Tod eines seiner Kinder zu verkraften. Als etwas Besonderes fühlte es sich an, in Gebäuden und Städten Musik zu machen, die Bach schon gesehen hatte, und unvergessen blieb unser erster Leipzig-Aufenthalt im Januar 2000, als wir zwei Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium in der Nikolaikirche sangen, genau an jener Stelle, wo Teile hieraus erstmals erklungen waren.
Zum Zeitpunkt unserer Rückkehr nach Leipzig im Oktober hatte die Pilgrimage uns mittlerweile nach Eisenach geführt, wo Bach geboren und getauft wurde, nach Arnstadt, Halle, Mülhausen und schließlich Köthen, wo er als Kapellmeister wirkte. Beim Spazieren durch die Straßen Leipzigs erschien vor meinen Augen das Bild eines tüchtigen Kantors, wie er mit fliegender Robe von Kirche zu Kirche eilt, jemand, der einfach seinen Dienst verrichtet. Besonders ergriffen hat mich der Moment, in dem wir um das Grab des Meister versammelt den Sterbebettchoral sangen. In dem Maße, wie das Jahr voranschritt, wuchs auch unsere Vertrautheit mit der musikalischen Sprache Bachs, mit den Tücken und Freuden, die das Deutsche für uns Sänger bereithielt und mit der tiefen Spiritualität und Menschlichkeit dieses außergewöhnlichen Menschen.
© Übersetzung: Alexander Behrens




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Verfasst von Volker
25. Oktober 2009
Hallo Bach-Liebhaber,
ich habe mir heute in aller Ruhe einmal die CD’s - SDG 707 - vom Label „Soli Deo Gloria“ mit den Brandenburgischen Konzerten 1-6 angehört und bin beeindruckt von der Einspielung aus Frankreich und England.

Cover SDG 707 Brandenburgische Konzerte

Cover-SDG 707 Rückseite Brandenburgische Konzerte 1-6
Auffallend bei dieser Veröffentlichung die hervorragende Cover-Aufmachung mit Textbeiträgen von Sir Gardiner und den Instrumental-Solisten. Eine wahre Fundgrube für Musik-Studenten und sonstigen Klassikliebhabern. Das ist ein neuer Weg von Soli Deo Gloria der beschritten worden ist und sollte in Zukunft weiterhin Bestand haben, wir lechzen förmlich nach solch spannenden Informationen und werden in die Sicht der Instrumentalisten mit einbezogen, das ist toll gemacht und erweitert die Sichtweise auf Johann Sebastian Bach und seinen Brandenburgischen Konzerten…!!
Wer die Textbeiträge von Gardiner und den Solisten nicht zur Verfügung hat, kann im PDF-Format das Textwerk nachstehend auf seinen Rechner laden.

SDG 707 Textbeiträge Brandenburgische Konzerte Gardiner und Instrumentalisten_ger
Die erste CD mit den BWV 1046, 1047 und 1048 wurden in Paris eingespielt – die zweite CD mit den BWV 1049, 1050 und 1051 in London. Bemerkenswert ist hier der klangliche Unterschied von CD eins zu CD zwei, meiner Meinung nach ist die Klangfülle in der CD zwei erheblich imposanter gelungen.
Diese Konzerte live an Historischer Stätte – Spiegelsaal und Bachsaal Köthen zum Bachfest 2008 – miterlebt zu haben, weckt diese wunderbaren Erinnerungen in einem. Wie steril hören sich im Gegensatz dazu die Werke auf einem Tonträger an, ein Live-Erlebnis ist dagegen nicht zu toppen.
Wie das Ensemble die Auslegung Gardiners die Brandenburgischen Konzerte verwirklicht ist rundum gut gelungen. Zum Beispiel im BWV 1046 der Kampf um die Vorherrschaft zwischen den Hörnern auf der einen Seite und den Oboen und Streicher auf der anderen Seite ist schon sehr beeindruckend.
Ebenfalls hervorragend ist die Sensibilität, mit der die Spieler zu Werke gehen einige ungewöhnliche instrumentale Paarungen – zum Beispiel die Trompete und der Oboe im Brandenburgischen Konzert No.2 – ist so faszinierend anzuhören. Neil Brough meistert die schwierigen Höhen in fantastischer Art und deckt mit seinem Trompetenspiel die Oboe – (Michael Niesemann) – nicht zu sondern lässt ein gekonntes Ensemblespiel zu, das ist allerhöchste Klasse..!!
Alle sechs Konzerte sind wirklich prächtig eingespielt, doch bin ich vor allem durch die Wiedergabe des 6. Brandenburgischen Konzertes - BWV 1051 – mit dem vorzüglichen Cello-Part begeistert. Wie die Intimität und Individualität der einzelnen Klangfarben der Instrumente zueinander negieren ist beeindruckend, dadurch entsteht ein fantastischer Sound der Einmaligkeit.
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Drei Video-Einspielungen vom Bachfest 2008 in Köthen mit den Brandenburgischen-Konzerten sind bei YouTube hinterlegt.
Link: http://www.youtube.com/user/sdgrecordings
Hörproben: SDG 707 nachstehend
SDG 707 disc 1 – Bach Brandenburg Concertos
|
1. Concerto No. 1 in F major, BWV 1046
- no. 1 [Allegro] |
Stream Audio |
13. Concerto No. 2 in F major, BWV 1047
- no. 3 Allegro assai |
Stream Audio |
14. Concerto No. 3 in G major, BWV 1048
- no. 1 [Allegro] |
Stream Audio |
| SDG 707 disc 2 – Bach Brandenburg Concertos |
2. Concerto No. 4 in G major, BWV 1049
- no. 2 Andante |
Stream Audio |
6. Concerto No. 5 in D major, BWV 1050
- no. 3 Allegro |
Stream Audio |
9. Concerto No. 6 in B flat major, BWV 1051
- no. 3 Allegro |
Stream Audio
|
© 2009 Soli Deo Gloria, all rights reserved
Link: SDG 707-CD’s zu beziehen über meine Partner-Seite
Schönen Sonntag und Gruß
Volker




3 Kommentare |
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Verfasst von Volker
23. Oktober 2009
Hallo zusammen,
ich habe wieder etwas für Euch. Der Vollständigkeit halber auch das Konzert, was schon erwähnt wurde.
25.10.2009
Rbb
7-8 Uhr
Georg Friedrich Händel:
Gloria für Sopran, Streicher und Basso continuo B-Dur
Gillian Keith
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner
NDRkultur
11-13 Uhr
Barocke Temperamente
Johann Sebastian Bach:
Violinkonzert a-Moll BWV 1041
Konzert d-Moll für 2 Violinen, Streicher und Basso continuo BWV 1043
Konzert d-Moll für Oboe, Violine, Streicher und Basso continuo BWV 1060 R
Violinkonzert E-Dur BWV 1042
Musiker des Festivalorchesters, Violine
Musiker des Festivalorchesters, Oboe
Schleswig-Holstein Festival Kammerorchester
Violine und Ltg.: Frank Peter Zimmermann
Aufzeichnung vom 22. August in der Konzertscheune Salzau
Der Geiger Frank Peter Zimmermann, selbst ein leidenschaftlicher Interpret von Johann Sebastian Bachs Violinwerken, erarbeitete in diesem Sommer mit den jungen Musikern des Schleswig-Holstein Festival Kammerorchesters Instrumentalkonzerte des Thomaskantors. Frank Peter Zimmermann leitete das von Musikern aus acht Nationen gebildete Orchester der Schleswig-Holstein Musik Festival-Akademie und war bei allen Werken des Abends als Solist zu hören.
Er brillierte im Salzauer Konzert unter dem Motto „Barocke Temperamente“ mit den Bachschen Violinkonzerten E-Dur und a-Moll. Gemeinsam mit dem Oboisten Marc Lachat spielte er das aus dem Doppelkonzert für zwei Cembali BWV 1060 rekonstruierte Doppelkonzert für Violine und Oboe.
Außerdem stand Frank Peter Zimmermann bei dem Doppelkonzert für zwei Violinen BWV 1043 mit seinem Sohn, dem jungen Geiger Serge Zimmermann, auf der Bühne. Frank Peter Zimmermann widmet sich neben seinen zahlreichen Orchesterengagements regelmäßig der Kammermusik und ist weltweit auf den großen Bühnen zu hören. Sein Sohn Serge Zimmermann hatte 2007 beim Kissinger Sommer sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern bereits für Aufsehen gesorgt und trat mit dem Münchner Kammerorchester und dem Helsinki Philharmonic Orchestra wiederholte Male auf. Der Franzose Marc Lachat ist ein nicht weniger vielversprechender junger Musiker und zeichnet sich durch einen außergewöhnlich geschmeidigen und weichen, niemals näselnden Oboenton aus.
Dkultur
15-17 Uhr
Interpretationen
»Dialoge im Kaffeehaus«
Johann Sebastian Bachs Konzerte für zwei Klaviere
Gast: Michael Stegemann
Moderation: Olaf Wilhelmer
Dkultur
20-22 Uhr
Konzert
Nachklang Johannische Kirche ,Blankensee/Brandenburg
Aufzeichnung vom 5.9.09
»Mysterium Bach«
Johann Sebastian Bach
Messe in a-moll für Chor und Orchester, BWV Anh. 24
Messe in G-dur für 23 Stimmen in 2 Chören, BWV Anh. 167
Magnificat in C-dur für Soli, 8-stimmigen Doppelchor, Trompeten, Pauken und Streicher, BWV Anh. 30
»Sanctus G-dur, BWV 240 • Sanctus d-moll, BWV 239 • Sanctus C-dur, BWV 237«, drei Sanctus-Vertonungen für Chor und Orchester
ca. 20.50 Konzertpause mit Nachrichten
»Nach dir, Herr, verlanget mich«, Kantate für Soli, Chor undOrchester, BWV 150
»Erschallet, ihr Lieder«, Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 172
Gesualdo Consort
Alsfelder Vokalensemble
Hannoversche Hofkappelle
Leitung: Wolfgang Helbich
Eine schöne Woche
Barbara
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Generell noch einmal der Link, wo eigentliche ALLE Radiostationen mit Websites und Direktlinks zu Livestreams zu finden sind:
Link:
http://www.listenlive.eu/
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1 Kommentar |
Barockmusik, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Radio-Fernsehen-Tipps mit Klassischer Musik, The English Baroque Soloists, Vokalmusik | Mit Tag(s) versehen: Alsfelder Vokalensemble, Frank Peter Zimmermann, Gesualdo Consort, Gillian Keith, Hannoversche Hofkappelle, John Eliot Gardiner, Radiotipps, Wolfgang Helbich |
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Verfasst von barbara57
22. Oktober 2009
Hallo Klassikfreunde,
für alle Fernsehzuschauer die eine ZDF-Live-Übertragung aus der Semperoper Dresden vom Sonntag 18.10.2009 nicht wahrnehmen konnten besteht die Möglichkeit, bis zum kommenden Sonntag, 25. Oktober 2009, in der ZDF-Mediathek diese Sendung nochmals per Internet aufrufen und ansehen zu können.

ZDF - Echo der Stars - Semperoper Dresden 2009

Blick in die Semperoper Dresden 2009
Ich war und bin immer noch begeistert von diesem Querschnitt aus der Musik-Kultur-Szene. Großartige Ensemble und hochrangige Gesangs- und Instrumental-Solisten prägten diese ZDF-Sendung, hautnah sind die Künstler zu erleben, der Ton ist exzellent und die Bildführung genial gelungen, die eineinhalb Stunden sind ein Erlebnis und vollendeter Kunstgenuss. Möchte es nur wärmstens empfehlen, Internet aufrufen, Link anklicken und sich der Musik hingeben – das ist pure Entspannung…!!
Einige Künstler des Abends:

Wolfgang Bauer-Trompete

Elina Garanca-Mezzosopran

Philippe Jaroussky-Countertenor

Pianist David Fray
Angaben zu der ZDF-Sendung „ECHO Klassik“
Die „Sänger des Jahres“ die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca und der deutsche Bariton Christian Gerhaher führen das Feld der Preisträger, die in der Semperoper live aufgetreten sind. Als „Instrumentalisten des Jahres“ wurden ausgezeichnet: der französiche Pianist David Fray, die deutsche Geigerin Anne-Sophie Mutter, der französische Harfenist Xavier de Maistre und der deutsche Trompeter Wolfgang Bauer. Er trat gemeinsam mit dem „Kammermusikensemble des Jahres“ Sax Allemande auf. Das kubanische Quintett in der Besetzung mit der deutschen Flötistin Anette Maiburg, „Classica Cubana„ erhielt einen ECHO in der Kategorie „Klassik ohne Grenzen“, mit dem auch Christina Pluhar und L’Arpeggiata ausgezeichnet wurden.
Der französische Star-Countertenor Philippe Jaroussky begleitet ECHO-Preisträgerin Christina Pluhar.
Die spanische Sopranistin Nuria Rial wurde als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ geehrt, die argentinische Cellistin Sol Gabetta für die „Konzerteinspielung des Jahres“. Der spanische Startenor Plácido Domingo erhielt einen ECHO Klassik für sein Lebenswerk.
Vokalgruppen galten früher in der Konzertszene als ungewöhnlich, fast exotisch. Dass sich das geändert hat, beweist das Calmus Ensemble Leipzig. Für Ihre Einspielung „Lied: gut! - Die schönsten Volkslieder“ wird das fünfköpfige Ensemble von Anja Lipfert (Sopran), Sebastian Krause (Countertenor), Tobias Pöche (Tenor), Ludwig Böhme (Bariton)
und Joe Roesler (Bass) mit einem ECHO belohnt.
Orchester des Jahres
Orchester des Abends ist die „Sächsische Staatskapelle Dresden“ unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Fabio Luisi, die außerdem mit einem ECHO Klassik als „Orchester des Jahres“ ausgezeichnet wurden.
ZDF-Mediathek
Link:
http://echo.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7103031,00.html?dr=1
Viel Spaß und Unterhaltung
Volker




6 Kommentare |
Altus-Counter, Barockmusik, Bekannte und beliebte Bach-Interpreten, Echo-Klassik-Preis, Internet-Fernsehen, Radio-Fernsehen-Tipps mit Klassischer Musik, Videos Konzertausschnitte, Vokalmusik | Mit Tag(s) versehen: Anne Sophie Mutter-Violine, Calmus Ensemble Leipzig, Countertenor Philippe Jaroussky, Echo-Klassik 2009, Elina Garanca - Mezzosopran, Flötistin Anette Maiburg, Harfenist Xavier de Maistre, Klassik der Stars Semperoper Dresden, Nuria Rial-Sopran, Pianist David Fray, Sopranistin Nuria Rial, Tenor Plácido Domingo, Trompeter Wolfgang Bauer, ZDF-Mediathek |
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Verfasst von Volker
21. Oktober 2009
Hallo,
eine weitere Veröffentlichung der Meinungen zur Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000 von der Altistin:
Wilke te Brummelstroete
veröffentlicht in der CD SDG 153 Vol. 20
Foto: Wilke te Brummelstroete – Alt, Niederlande
——————————————————–
Dieser Künstler-Beitrag wurde von © Alexander Behrens für © „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ übersetzt. Der Betreiber dieses Blogs Volker Hege erklärt: „Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Reisetagebuches wurde durch Sir John Eliot Gardiner am 15.12.2006 in Braunschweig persönlich dem Inhaltverantwortlichen Volker Hege erteilt! (Alle Quellangaben von www.monteverdi.co.uk).“ Die Veröffentlichung der Künstlerbeiträge auf dieser Seite erfolgt mit Zustimmung von Monteverdi Productions. In den SDG-Booklets sind diese Beiträge nur englisch abgedruckt.
—————————————————–
Meinungsäußerung zu SDG 153 Vol. 20
Wilke te Brummelstroete, Alt
Meine Gesangskarriere begann im Chor der Niederländischen Bachvereinigung. In der schönen Naarden-Vesting erlebte ich mit ihm meine erste Aufführung der Bach’schen Matthäuspassion als Chor-Alt. Die in der monumentalen Festungsstadt errichtete Grote Kerk mit dem Weihnamen St. Vitus bietet seit 1922 jeden Karfreitag die Kulisse für eine (abgesehen von einer zweistündigen Mittagspause ganztätig zelebrierte) Matthäuspassionsaufführung, zu der traditionell die niederländische Regierung vollzählig anwesend ist.
Die großartige Akustik und die wunderbar heitere Atmosphäre berührten mich tief und weckten in mir den Wunsch, eines Tages hier als Solistin zurückzukehren. Mit der Solokarriere kamen neue Träume; einer von ihnen war, unter John Eliot singen zu können, dessen Arbeit ich so sehr bewunderte. Wie glücklich ich war, als dieser mich zur Bach Cantata Pilgrimage einlud! Plötzlich war es so weit, ich sah mich in Naarden unter seinem inspirierenden Dirigat eine Bachkantate singen. Was für eine Erfahrung!
Die Interpretation von John Eliot fügte sich mit ihrer Tiefe, Intensität, Inspiration und ihrem Traditionsgeist so gut in die Schönheit der Kirche ein. Alles diente dem Text und der Musik. Und als sollte das noch nicht genug sein, erhielten wir für eine weitere Kantatenaufführung im Londoner St. Giles Cripplegate den Gramophone Record of the Year 2005 – für mich wurde ein Traum wahr.
© Übersetzung: Alexander Behrens




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Verfasst von Volker
20. Oktober 2009
Für die Freunde Bachscher Instrumentalmusik möchte ich auf die Übertragung eines Lifemitschnitts vom diesjährigen Schleswig-Holstein Musikfestival hinweisen. NDR-Kultur übertragt am Sonntag, den 25.10. ab 11 Uhr das Konzert aus der Konzertscheune Salzau, in dem an einem Abend alle großen Instrumentalkonzerte Bachs mit Violinbeteiligung zu hören waren (das ist wohl sehr selten in dieser Zusammenstellung). Es spielte das junge Festivalorchester unter der Leitung von Frank-Peter Zimmermann, der auch die meisten Soloparts übernahm. Zimmermann ist ja ein ausgezeichneter Bach-Kenner und Interpret. Wir konnten dem Konzert selbst beiwohnen und waren sowohl von Solisten als auch von der excellenten Begleitung des Orchesters begeistert, obwohl nicht auf Originalinstrumenten gespielt wurde. Einige Passagen der Violinkonzerte hatte ich (selbst Geiger und schon mit Laienorchestern diese Konzerte teilweise solistisch gespielt) so noch nie gehört.
NDR-Kultur ist über ASTRA 1H und 1L deutschlandweit zu empfangen.
Den Link zu einer Konzertkritik sowie die Ankündigung aus dem NDR Kultur Programmheft füge ich an.
Holger
Kieler Nachrichten:
http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/kultur/109132-SHMF-Frank-Peter-Zimmermanns-Salzauer-Bach-Projekt.html
NDR Kultur:
Barocke Temperamente
Johann Sebastian Bach:
Violinkonzert a-Moll BWV 1041
Konzert d-Moll für 2 Violinen, Streicher und Basso continuo BWV 1043
Konzert d-Moll für Oboe, Violine, Streicher und Basso continuo BWV 1060 R
Violinkonzert E-Dur BWV 1042
Schleswig-Holstein Festival Kammerorchester
Violine und Ltg.: Frank Peter Zimmermann
Aufzeichnung vom 22. August 2009 in der Konzertscheune Salzau
Der Geiger Frank Peter Zimmermann, selbst einleidenschaftlicher Interpret von Johann Sebastian Bachs Violinwerken, erarbeitete in diesem Sommer mit den jungen Musikern des Schleswig-Holstein Festival Kammerorchesters Instrumentalkonzerte des Thomaskantors. Frank Peter Zimmermann leitete das von Musikern aus acht Nationen gebildete Orchester der Schleswig-Holstein Musik Festival-Akademie und war bei allen Werken des Abends als Solist zu hören. Er brillierte im Salzauer Konzert unter dem Motto„Barocke Temperamente“ mit den Bachschen Violinkonzerten E-Dur und a-Moll. Gemeinsam mit dem Oboisten Marc Lachat spielte er das aus dem Doppelkonzert für zwei Cembali BWV 1060 rekonstruierte Doppelkonzert für Violine und Oboe. Außerdem stand Frank Peter Zimmermann bei dem Doppelkonzert für zwei Violinen BWV 1043 mit seinem Sohn, dem jungen Geiger Serge Zimmermann, auf der Bühne. Frank Peter Zimmermann widmet sich neben seinen zahlreichen Orchesterengagements regelmäßig der Kammermusik und ist weltweit auf den großen Bühnen zu hören. Sein Sohn Serge Zimmermann hatte 2007 beim Kissinger Sommer sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern bereits für Aufsehen gesorgt und trat mit dem Münchner Kammerorchester und dem Helsinki Philharmonic Orchestra wiederholte Male auf. Der Franzose Marc Lachat ist ein nicht weniger vielversprechender junger Musiker und zeichnet sich durch einen außergewöhnlich geschmeidigen und weichen, niemals näselnden Oboenton aus.
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Verfasst von barockfan
19. Oktober 2009
Hallo,
ein Interview erschien im Monat Oktober 2009 im Rondo-Klassikmagazin mit Sir John Eliot Gardiner, im Gespräch mit Jörg Königsdorf über sein Brahms-Zyklus Projekt.

Interview Gardiner im Rondo-Magazin (Fotorechte: Rondo-Magazin)
Link: PDF gardiner_rondo_Interview_2009
Gruß
Volker




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Verfasst von Volker
16. Oktober 2009
Hallo,
das Thema „Bach-Digital“ hatten wir schon einmal angerissen und möchte es mit dem heutigen Beitrag einmal vertiefen. Ich empfehle allen, sich einmal die Web-Seite in Leipzig anzusehen, es gibt so viel Neues über Johann Sebastian Bach zu entdecken – es ist eine wahre Fundgrube..!!

Johann Sebastian Bach mit Familie
Ich gebe von der Web-Seite „Bach-Digital“ einmal nähere Hinweise zu dem Projekt:
Alle Informationen von: (www.bachdigital.de)
Projektziel
Ziel der verschiedenen Einzelprojekte ist es, Forschern und Musikfreunden auf der ganzen Welt Zugang zu wissenschaftlich fundierten Informationen zu den Werken der Musikerfamilie Bach sowie zur Überlieferung dieses Werkbestandes zu bieten. Wo immer möglich sollen die Informationen dann zusätzlich mit hochauflösenden Scans der beschriebenen Quellen versehen werden.
Den Anfang machen dabei die Autographe und Originalquellen der Werke Johann Sebastian Bachs, denn das Interesse von Musikforschenden und Aufführenden an diesen Handschriften ist ungebrochen. Doch sind die Quellen heute auf der ganzen Welt verstreut – ein Prozess, der direkt nach dem Tode Johann Sebastian Bachs und der Aufteilung seines Erbes unter den Familienangehörigen begann. Das Internet bietet heute die Möglichkeit, die weltweit verstreuten Autographe zumindest virtuell zu einer überall und jederzeit zugänglichen digitalen Bibliothek zusammen zu führen. Die Vorteile einer solchen digitalen Bibliothek liegen auf der Hand: Zusammengehörige, aber heute getrennt aufbewahrte Quellen können „virtuell“ wieder vereint werden. Zugleich werden die besitzenden Bibliotheken entlastet und die Handschrift durch Reduzierung der Nutzung an den Originalen selbst geschont.
Es handelt sich bei den Quellen zudem um einen zentralen Bestand für die musikwissenschaftliche Forschung, an dem seit Generationen musikphilologische Arbeitsweisen entwickelt und erprobt worden sind. Neben den hochauflösenden Scans, die einen intensiven Eindruck des Bachschen Notenbildes vermitteln, ergänzen Metadaten und vielfältige Suchmöglichkeiten das Angebot von Bach Digital.
Aufbauend auf den Göttinger Bach-Quellenkatalog wird Bach Digital die Möglichkeit einer Zusammenschau eröffnen, die die Einordnung vieler durch die Überlieferung versprengter Quellen erlaubt. Es ist zu erwarten, dass davon neue Impulse auf unterschiedliche Bereiche der Bach-Forschung ausgehen werden.
Bis 2011 werden die Autographe und Originalquellen aus den Sammlungen aller am Projekt beteiligten Partner – der Staatsbibliothek zu Berlin, dem Bach-Archiv Leipzig und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden – veröffentlicht und damit immerhin 90 % des weltweit erhaltenen Bestandes erfasst. Die Einbindung der Autographen weiterer Sammlungen soll folgen.
Wenn Sie in der Quellen-Recherchemaske „Bach Digital“ anwählen, erhalten Sie nur Handschriften, zu denen bereits Digitalisate verfügbar sind.
Bach Digital ist ein gemeinsames Projekt der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, des Bach-Archivs Leipzig und des Universitätsrechenzentrums Leipzig.
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Die Allgemeine Startseite für Suchbegriffe wäre folgender Link:
http://vmbach.rz.uni-leipzig.de:8971/content/main/search.xml?XSL.lastPage.SESSION=/content/main/search.xml
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Die Datenbank erlaubt Recherchen zu Werken (nicht mehr nur JSB)
und Quellen. Jedem Werkedatensatz sind links zu den Quellen angehängt;
„(Digitalisat)“ beim Link bedeutet, dass diese Quelle als Bild verfügbar
ist.
In der Quellenmaske können Sie die Suche direkt über die
Projekt-Auswahl (erste Zeile) auf Quellen mit Bildern eingrenzen
(Projekt: „Bach Digital“). Eine Schnellabfrage die über
Werkverzeichnisnummer oder Titel direkt zu digitalisierten Quellen
führt, ist in Vorbereitung.
Zu den Bildern von Partituren gibt eine Bildüberschrift an, welchen
Satz und welche Takte das jeweilige Bild enthält (fehlen teilweise
noch). Dabei werden die mehrsätzigen Werke Satzweise angesteuert (Ausprobieren
und ansehen).
Ich wünsche viel Spaß mit Recherchen über J.S. Bach und der Digitalen-Fundgrube…!!
Grüße
Volker




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Verfasst von Volker
15. Oktober 2009
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Verfasst von Volker