Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den „vierten Sonntag nach Epiphanias“

Schlosskirche Weimar um 1660 - Wirkungsstätte von J.S. Bach ab Juli 1708 Hoforganist in Weimar
Liebe Bach-Freunde/innen !
Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:
Link: BWV als PDF-Download im Blog
stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 29.01.2012
begehen wir den 4. Sonntag nach “Epiphanias“
Am 4. Sonntag nach Epiphanias steht Gottes Macht über die Naturmächte im Vordergrund. Jesu Sturmstillung, die Sintflut, die Worte Gottes durch den Propheten – alles führt uns vor Augen, dass Gott den Weltenlauf mit Leichtigkeit verändern. Doch während die Sintflut dazu diente, den „Versuch“ mit der Menschheit noch einmal neu anzufangen, zielen die anderen Geschichten schon eher darauf ab, dass der Mensch sich ändern soll, um solche Katastrophen abzuwenden. In der Sturmstillung tadelt Jesus den kleinen Glauben der Jünger. Der Prophet rät dem Volk Israel, Gott zu fürchten und nicht die Menschen, deren Macht ja doch sehr begrenzt ist. Die Epistellesungen gehen in die gleiche Richtung.
Am 4. Sonntag nach Epiphanias werden wir daran erinnert, dass Gott die Macht über alle Naturgewalten hat, und hören die Erzählung von der Sturmstillung. Durch Jesus sollen wir teilhaben an dieser Macht, aber oft reicht unser Vertrauen nicht aus, so dass wir hoffnungslos verzagen wollen. Allein der Glaube an die Kraft dessen, der der Sintflut ein Ende setzte, der das Schilfmeer zerteilte, der Petrus zu sich auf das Wasser rief, gibt uns neue Zuversicht.
(Textauszüge: © Martin Senftleben)
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Bach-Kantaten für den 4. Sonntag nach “Epiphanias“
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BWV 14 - Wär Gott nicht mit uns diese Zeit
BWV 81 - Jesus schläft – was soll ich hoffen
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„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik
Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr
WDR3 - Livestream-Link:
http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html
Allgemein Link:
Programm: Link:
http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0
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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:
Geistliche Musik
Johann Sebastian Bach
BWV 124 „Meinen Jesum lass’ ich nicht“ – Kantate für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;
Yukari Nonoshita, Sopran; Robin Blaze, Countertenor; Andreas Weller, Tenor; Peter Kooij, Bass; Bach Collegium Japan,
Leitung: Masaaki Suzuki
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NDRkultur – (Kantate)
Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr
Livestream - Link:
http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html
Programm - Link:
http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html
Archiv zum Nachhören:
http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html
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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:
Geistliche Musik
Johann Sebastian Bach:
Kantate BWV 81 - Jesus schläft, was soll ich hoffen,
Pascal Bertin, Altus / Jan Kobow, Tenor
Stephan MacLeod, Bass
Ensemble “Gli Angeli Geneve”
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SWR2
Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr
Programm:
http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html
Webradio:
http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html
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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:
Kantate:
Christoph Graupner:
„Herr, die Wasserströme erheben sich“
Collegium Vocale
Leitung: Philippe Herreweghe
Johann Sebastian Bach:
„Jesu, meine Freude“ BWV Anh. II 59
Gerhard Weinberger (Orgel)
Johann Sebastian Bach:
Arie aus der Kantate „Jesus schläft, was soll ich hoffen“
BWV 81 - “Schweig, aufgetürmtes Meer“
Siegmund Nimsgern (Bass)
Bach-Collegium Stuttgart
Leitung: Helmuth Rilling
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rbb kulturradio
Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr
Programm: http://www.kulturradio.de/programm/index.html
Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html
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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:
Johann Sebastian Bach
Kantate BWV 14 - am letzten Sonntag nach Epiphanias
Joanne Lunn, Sopran
Paul Agnew, Tenor
Peter Harvey, Bass
Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner
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/ YouTube: BWV 14 - „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“ - (Interpret: Leonhardt)
BWV 14 - “ Wär Gott nicht mit uns diese Zeit„
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./ YouTube: BWV 81 – „Jesus schläft – was soll ich hoffen“ Part eins
(Interpret: Harnoncourt-Leonhardt)
BWV 81 - „Jesus schläft – was soll ich hoffen„
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/ YouTube: BWV 81 – “ Jesus schläft – was soll ich hoffen„ Part zwei
- (Interpret: Harnoncourt)
BWV 81 - „Jesus schläft – was soll ich hoffen„
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Kantaten-Beschreibung
zum BWV 81 - „ Jesus schläft – was soll ich hoffen„
Kantaten für den 4. Sonntag nach Epiphanias -
Aufführungsort: Abteikirche St. Mary und St. Ethelflaeda, Romsey
am 30. Januar 2000
Wenn man mich fragte, welche Art Opern Bach komponiert hätte, würde ich sofort BWV 81 Jesus schläft, was soll ich hoffen? nennen. Denn mir scheint, nichts in seinen weltlichen Kantaten, trotz ihrer Bezeichnungen als dramma per musica, ist annähernd so lebendiges Theater oder tatsächlich Oper wie dieses erstaunliche Werk, das am 30. Januar 1724 in Leipzig uraufgeführt wurde. Es gehört zu jener Handvoll Kantaten, in denen Bach ein dramatisches Ereignis aus dem Tagesevangelium aufgreift – hier Matthäus’ Bericht, wie Jesus den Sturm beruhigt, der auf dem See Genezareth tobt, und das Boot, in dem er sich mit seinen Jüngern befindet, zu kentern droht – und als Basis für eine Metapher nimmt, die den Christen seiner Zeit gegenwärtig war: das Leben als Seereise.
Jesu Schlaf auf dem Schiff gibt den Einstieg in eine gespenstische Meditation über die Schrecknisse des Verlassenseins in einer gottlosen Welt – Stichwort für ein Paar altmodischer Blockflöten, die in Bachs Musik häufig mit Tod und Schlaf assoziiert werden und sich zu den Streichern zu gesellen. Es ist auch keine Überraschung, dass Bach diese einleitende Arie einem Alt gibt, der Stimme, der er das Spektrum von Reue, Furcht und Klagen anzuvertrauen pflegte. Hier unterwirft er den Sänger dem strengen technischen (und symbolischen) Ausdauertest, ein tiefes B über zehn langsame Taktschläge zu halten (zweimal!), ohne dass die Stimme zittert, und dann den klaffenden Abgrund des nahenden Todes heraufzubeschwören.
Es gibt auch ein Problem der Klangbalance zu lösen: bei der Einbindung der beiden, in ihrer Lautstärke unflexiblen Blockflöten, die eine Oktave über den dynamisch flexiblen Streichern spielen, eine möglichst große Expressivität beizubehalten. Das Leben ohne Jesus (sein schläfriges Schweigen dauert die ersten drei Nummern hindurch an) verursacht seinen Jüngern und späteren Generationen schlimme Qualen und gibt ihnen ein Gefühl der Verlassenheit, das im Tenorrezitativ (Nr. 2) mit verlagerten, dissonanten Harmonien an die Oberfläche kommt. Wir denken an Psalm 13: ‚Wie lange, Herr, willst du mich so ganz vergessen? Wie lange noch verbirgst du dein Antlitz vor mir?’, und den Leitstern, der von allen Seeleuten und den Weisen aus dem Morgenland so geschätzt wurde.
Plötzlich bricht der Sturm los. Es ist erstaunlich, welch eine lebendige scena Bach aus einem schlichten 3/8-Allegro nur für Streicher in G-dur zu gestalten vermag. Eine heftig aufschäumende Gischt aus Zweiunddreißigstelnoten in den ersten Violinen, gegen ein dumpfes Pulsieren in den übrigen Instrumenten gesetzt, schwillt zu einem ohrenbetäubenden Lärmen auf den 7/6/4/2-Mollakkorden an, um ‚Belials Bäche’ zu schildern, die gegen das winzige Boot schlagen. In ihrem Gesamteindruck ähnelt diese Arie, die von Tenor und Violinen ein gleichermaßen virtuoses Passagenwerk verlangt, das jedoch von einer sehr viel größeren harmonischen Spannung durchdrungen ist, einer der mächtigeren ‚Zornesarien’ aus Händels Opern. Dreimal gebietet Bach unvermittelt dem Unwetter Einhalt, als wolle er von dem sturmgepeitschten Seemann, über zwei Takte hin, ‚Nahaufnahmen’ machen. Obwohl der Sturm außerordentlich real geschildert wird, steht er auch als Symbol für die gottlosen Kräfte, die den einsamen Christen zu verschlingen drohen, wenn er sich gegen seine Spötter erhebt.
Jesus, nun wach (wie hat er überhaupt schlafen können bei all dem Lärm?), rügt seine Jünger wegen ihres mangelnden Glaubens. In einem Arioso mit geradliniger Continuobegleitung (es ist fast eine zweistimmige Invention) übernimmt der Bass-Solist die Rolle der vox Christi. Nach dem farbenreichen Drama der vorangegangenen scena verwundert die Dürre und Eintönigkeit der Musik. Man fragt sich, ob das hier dramatischer Realismus ist – die Störung aus dem Schlaf und die Zurechtweisung (das vielfach wiederholte ‚warum’) – oder gar eine sanfte Satire? Es ist vielleicht eine jener Gelegenheiten für Bach, auf Kosten seiner Leipziger Zuchtmeister ein bisschen Spaß zu haben?
Dann folgt ein zweites Seestück, ebenso ungewöhnlich wie der vorangegangene Sturm, in Form einer Arie für Bass, zwei Oboen d’amore und Streicher. Die im Oktavabstand geführten Streicher lassen an den Sog der Gezeiten und das Auftürmen der Wellen denken, denen Jesus Einhalt gebietet, bevor sie auslenken: ‚Schweig! Schweig!’ und ‚Verstumme!’. Weder Bachs autographe Partitur noch die originalen Parts enthalten in irgendeiner Art hilfreiche Angaben zur Artikulation (was natürlich ihre Aufnahme in seine Aufführungen nicht notwendigerweise ausschließt). Wir haben mit verschiedenen Varianten von Verschleifungen und örtlich begrenzten Crescendi experimentiert, die einen Schlag früher als ihr natürlicher Wellenkamm beendet werden. Dies schien idiomatisch und auf das Bild bezogen zu funktionieren, ebenso das abschließende Ritornell, das geschmeidig und weich gespielt wurde, als gehorche es nun Christi Befehlen. Dass der Sturm gestillt ist, kommt in dem Rezitativ des Alt-Solisten (Nr. 6) zum Ausdruck, ebenso in dem abschließenden Choral, der siebten Strophe von Johann Francks Lied ‚Jesu, meine Freude’ – ein hervorragender Abschluss für dieses ungewöhnliche und echte dramma per musica.
Als Binnenländer mag Bach nie einen richtigen Sturm auf dem Meer erlebt haben, bei einem seiner Lieblingsautoren, Heinrich Müller, einem Theologe aus dem 17. Jahrhundert, ist es eher wahrscheinlich: Müller lebte an der Ostsee, in Rostock, und kommentierte wortgewandt den Vorfall aus dem Matthäus-Evangelium. Für einen wirklich gläubigen Menschen bedeutet die Reise in ‚Christi Schifflein’, dass er die Unbilden des Lebens und Wetters erfährt, jedoch unversehrt aus ihnen hervorgeht: ‚ein paradoxum mitten in der Unruhe voller Ruhe’. Eine tropologische Interpretation, möchte man hoffen, war für Bach Rechtfertigung genug, die biblische Geschichte so wunderbar originell und, ja, dramatisch auszugestalten, ein Vorgeschmack auf seine Johannis-Passion, deren Uraufführung gerade einmal gut zwei Monate fern lag. Doch wir können ziemlich sicher sein, dass Leipziger Ratsherren wie Dr. Steger, der neun Monate zuvor unter dem Vorbehalt ‚und hätte der solche Compositiones zu machen, die nicht theatralisch wären’ für Bach als Kantor gestimmt hatte, die Haare zu Berge gestanden haben.
© John Eliot Gardiner 2006
Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch
Übersetzung: Gudrun Meier
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Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 4. Sonntag nach Epiphanias
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Künstler-Beitrag –
Link: Künstler-Meinungen; Maya Homburger-Violine
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BWV 81– Jesus schläft, was soll ich hoffen
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !
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Grüße
Volker
Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den „dritten Sonntag nach Epiphanias“

Compenius-Orgel in der ehemaligen Schloss-Kirche und Bach-Wirkungsstätte "Himmelsburg Schloss Weimar"
Liebe Bach-Freunde/innen !
Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:
Link: BWV als PDF-Download im Blog
stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von
„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“
eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.
Am 22.01.2012
begehen wir den 3. Sonntag nach “Epiphanias“
Der 3. Sonntag nach Epiphanias geht auf Jesu Zuwendung zu den Heiden, den Nicht-Juden, ein. So wie selten sind die Predigttexte diesem Thema eindeutig zugeordnet, auch wenn der alttestmanetliche Text natürlich nicht von Jesus reden kann. Dafür spricht aber auch dieser Text davon, wie Gott sich den Heiden zuwendet. Dabei müssen wir uns vor Pauschalisierungen hüten: der Umstand, dass der heidnische Hauptmann im Evangelium gelobt wird für seinen Glauben, rechtfertigt nicht die Verdammung der jüdischen Mitmenschen, denn sie bleiben Glieder des Volkes Gottes.
Am 3. Sonntag nach Epiphanias werden wir durch die Erzählung vom Hauptmann zu Kapernaum darauf aufmerksam gemacht, wie Gott nicht nur in seinem Volk, sondern auch unter den Heiden wunderbare Dinge tut. Wir erkennen, dass wir selbst nicht zum jüdischen Volk gehören, und danken Gott, dass er uns durch Jesus zu Miterben seines Volkes berufen hat.
(Textauszüge: © Martin Senftleben)
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Bach-Kantaten für den 3. Sonntag nach “Epiphanias“
BWV 72 - Alles nur nach Gottes Willen
BWV 73 - Herr, wie du willt, so schicks mit mir
BWV 111 – Was mein Gott will, das gscheh allzeit
BWV 156 - Ich steh mit einem Fuß im Grabe
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„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik
Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr
WDR3 - Livestream-Link:
http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html
Allgemein Link:
Programm: Link:
http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0
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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:
Geistliche Musik
Carl Philipp Emanuel Bach
In Krankheit, geistliches Lied für Singstimme und Klavier;
Dorothee Mields, Sopran; Ludger Rémy, Klavier
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Johann Sebastian Bach
BWV 156 „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ Kantate zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Soli, Chor, Oboe, Streicher und Basso continuo;
Bogna Bartosz, Alt; Klaus Mertens, Bass;
Amsterdam Baroque Choir and Orchestra,
Leitung: Ton Koopman
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Johann Sebastian Bach
BWV 191 „Gloria in excelsis Deo“ für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;
Claron McFadden, Sopran; Christoph Genz, Tenor; Monteverdi Choir; English Baroque Soloists,
Leitung: John Eliot Gardiner
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NDRkultur – (Kantate)
Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr
Livestream - Link:
http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html
Programm - Link:
http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html
Archiv zum Nachhören:
http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html
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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:
Geistliche Musik
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Wer nur den lieben Gott last walten, Choralkantate
Sabine Ritterbusch, Sopran / Kammerchor Stuttgart
Stuttgarter Kammerorchester / Ltg.: Frieder Bernius
Johann Sebastian Bach:
Alles nur nach Gottes Willen, Kantate BWV 72
Joanne Lunn, Sopran / Sara Mingardo, Alt
Stephen Varcoe, Bass / Monteverdi Choir London English Baroque Soloists /
Ltg.: John Eliot Gardiner
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SWR2
Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr
Programm:
http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html
Webradio:
http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html
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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:
Kantate:
Johann Sebastian Bach
„Was mein Gott will, das gscheh allzeit“ BWV 111
Edith Mathis (Sopran)
Anna Reynolds (Alt)
Peter Schreier (Tenor)
Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton)
Münchner Bach-Chor und Orchester
Leitung: Karl Richter
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rbb kulturradio
Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr
Programm: http://www.kulturradio.de/programm/index.html
Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html
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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:
Johann Sebastian Bach
Kantate BWV 73 am 3. Sonntag nach Epiphanias
Yukari Nonoshita, Sopran
Gerd Türk, Tenor
Peter Kooij, Bass
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki
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Annette Markert, Alt; Christoph Prégardien, Tenor; Klaus Mertens, Bass;
/ YouTube: BWV 72 – „Alles nur nach Gottes Willen“ - (Interpret: Harnoncourt )
BWV 72 - „ Alles nur nach Gottes Willen“
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./ YouTube: BWV 73 - „Herr, wie du willt, so schicks mit mir“ - (Interpret: Leonhardt)
BWV 73 - „Herr, wie du willt, so schicks mit mir“
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/ YouTube: BWV 111 - „Was mein Gott will, das gscheh allzeit “ - (Interpret: Harnoncourt)
BWV 1111 - „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“
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/ YouTube: BWV 156 – „ Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ Part eins - (Interpret: Harnoncourt )
BWV 156 - „Ich steh mit einem Fuß im Grabe„
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/ YouTube: BWV 156 – „ Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ Part zwei - (Interpret: Harnoncourt )
BWV 156 - „Ich steh mit einem Fuß im Grabe„
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/ YouTube: BWV 111 - „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“
- komplette Kantate - (Interpret: Lutheran Chor, Leiter Kamp Salamon, Budapest-Ungarn )
BWV 111 - „Was mein Gott will, das gscheh allzeit„
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Kantaten-Beschreibung
zum BWV 111 - „ Was mein Gott will, das gscheh allzeit„
Kantaten für den 3. Sonntag nach Epiphanias -
Satz 1 Der großangelegte Eingangschor trägt die typische Form zahlreicher Choralchorsätze des Bachschen Jahrgangs: Die Choralmelodie wird zeilenweise in langen Notenwerten vom Sopran vorgetragen, gestützt von den übrigen Singstimmen. Dieser thematisch einheitliche Satz ist eingebettet in einen Instrumentalsatz von eigener Thematik: 2 Oboen und Streicher konzertieren im Wechsel miteinander und auch der Continuo wird immer wieder in die Thematik einbezogen.
Satz 2 ist als Continuosatz gestaltet. Besonders hervorgehoben, durch eine fast ariose Gestaltung, sind die Textzeilen: „Gott ist dein Trost und Zuversicht und deiner Seele Leben“. Auf Satz 3, ein einfaches Rezitativ, folgt ein klangvolles, tänzerisches Duett, dessen ausgedehnter Streichersatz in seinem punktierten Rhythmus die „beherzten Schritte“ erkennen lässt, von denen der Text spricht. Gelegentliche harmonische Eintrübungen auf Worte wie „zum Grabe“ oder „des Todes Bitterkeit“ lösen sich schnell wieder auf und verstärken dadurch nur noch den Eindruck freudiger Entschlossenheit.
Der 5. Satz schließlich wendet den Blick auf den Tod als das „selige, gewünschte Ende“. Ganz in barocker Denkart: Der Tod wird erwünscht und ersehnt, denn der Tod bedeutet die Vereinigung mit Christus. Also: Grund zur Freude! Bach wählt zur Darstellung dieser Freude, den mit 2 Oboen ausinstrumentierten Rezitativsatz mit ariosem Ausklang.
Auch diese Kantate lässt Bach mit einem einfachen Choralsatz enden.
Der Gottesdienst erfüllte zur Zeit Bachs die Funktion eines geistlichen, kommunalen und kulturellen Zentrums. Gerade in kommunaler Hinsicht bedeuteten diese Gottesdienste in einer Zeit der noch fehlenden Medien eine wesentliche Informationsquelle. Warnungen vor herumstreunenden Diebesbanden, aber auch die zweimal im Jahr zur Verlesung kommende Eheordnung waren fester Bestandteil des Gottesdienstes. Und daher ist es kaum verwunderlich, dass die Kirchen Sonntag für Sonntag gut gefüllt waren und Bach seine Kantaten regelmäßig – wie man heute sagen würde – vor „vollem Haus“ musizierte.
Textquelle: (© Literatur: Alfred Dürr: Die Kantaten Johann Sebastian Bachs. Bärenreiter, 1995)
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Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 3. So Nach Epiphanias
(Eine Reisetagebuch von Sir J.E. Gardiner für den 3. So. nach Epiphanias liegt nicht vor, da die Aufnahmen außerhalb der Bach-Cantata-Pilgrimage-2000 von der DG-ARCHIV aufgenommen wurden und dort die Rechte der CD-Aufnahmen liegen..!!
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Künstler-Beitrag –
Link: Künstler-Meinungen; Maya Homburger-Violine
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Cover: DG-ARCHIV Bach-Kantaten BWV 72-73-111-156
CD – DG-Archiv – Aufnahmen ausserhalb der SDG-Reihe..!!
Nr.: 463 582-2
(aus dem Kalenderjahr 2000)
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BWV 72 – Alles nur nach Gottes Willen
BWV 73 – Herr, wie du willt, so schicks mit mir
BWV 111 – Was mein Gott will, das gscheh allzeit
BWV 156 – Ich steh mit einem Fuß im Grabe
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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !
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Grüße
Volker
News aus der Klassikszene im Kalenderjahr 2012
Klassik-News mit Stand: 26. Januar 2012
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Sir John Eliot Gardiner - englischer Dirigent
Meldung vom 16.01. 2012
Aufgrund einer Schulterverletzung musste Sir John Eliot Gardiner seine Konzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks am 26. und 27. Januar 2012 im Münchner Herkulessaal und am 29. Januar 2012 im Rahmen der Salzburger Mozartwoche leider absagen.
(Textquelle:http://mozarteum.at/)
Eine Anfrage von mir bei SDG am 26.01.2012 enthielt folgende Auskunft:
……zum Glück ist er gut erholt und wird wieder im Februar seine nächsten Projekte durchführen wie geplant.
An dieser Stelle wünsche ich Sir John Eliot Gardiner alsbald eine vollständige Genesung..!!
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Anne Sophie Mutter kritisiert Musikförderung in Deutschland
Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter kritisiert eine mangelhafte Förderung der klassischen Musik in Deutschland. „Wir haben den Anschluss tatsächlich schon verpasst an den Spitzenstreichernachwuchs – einfach weil zu spät und nicht flächendeckend gefördert wird“, sagte Mutter in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Sie sei sehr beeindruckt vom hohen Niveau des Musikunterrichts an den Gymnasien. Es gebe aber einen zu großen Unterschied zwischen dem Unterricht an Gymnasien und dem an Grund-, Haupt- und Realschulen, bemängelte die 48-Jährige.
(Textquelle: www.br.de/)
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Seit 1992 ein Fünftel der deutschen Orchester verschwunden
In den vergangenen zwanzig Jahren ist in Deutschland fast jedes fünfte Orchester geschlossen worden. Von 168 öffentlich finanzierten Ensembles, die noch 1992 spielten, sei die Zahl auf nun 132 gesunken. „36 Kulturorchester sind faktisch von der Landkarte verschwunden“, erklärte die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) am Dienstag, 24. Januar in Berlin. Damit drohe die Bundesrepublik ihre einmalig dichte Musiklandschaft zu verlieren, sagte der Vorsitzende der Orchester-Gewerkschaft, Hartmut Karmeier.
(Textquelle: www.br.de/)
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Eine Programmänderung zum Bachfest 2012 in Leipzig..!!
Das BachArchiv gibt bekannt:
Liebe Bach-Freunde,
seit 2003 wird jährlich im Bachfest einer herausragenden Musikerpersönlichkeit die aus Meißner Porzellan gefertigte Bach-Medaille der Stadt Leipzig verliehen. Als erster nahm vor neun Jahren der niederländische Bachspezialist Gustav Leonhardt die Auszeichnung entgegen. Der prominente Cembalist und Dirigent gehörte zu den führenden Wegbereitern einer historisch-orientierten Aufführungspraxis. Er verstarb am vergangenen Montag nach schwerer Erkrankung im Alter von 83 Jahren.
Ihm zu Ehren haben das Management des Bachfestes Leipzig und der niederländische Dirigent Ton Koopman, Meisterschüler Gustav Leonhardts, beschlossen, das am 9. Juni 2012 um 20 Uhr in der Nikolaikirche stattfindende Bachfest-Konzert No. 29 dem Gedächtnis des bedeutenden Musikers und Pädagogen zu widmen. Gemeinsam mit der Sopranistin Dorothee Mields und dem Amsterdam Baroque Orchestra wird Koopman die Kantaten BWV 51, 199 und 202 sowie die Orchestersuite BWV 1066 aufführen.
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Ein Dokumentarfilm über J.S.Bach.
Hochgeladen YouTube für pädagogische Zwecke.
Cembalo – Gustav Leonhardt. Para legendas em português Clique em CC.
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J.S. Bach-Projekt in den USA als Konzert-Serie !
Eine interessantes Bach-Projekt erscheint in einem Artikel aus den USA in englisch verfasst. Ich zitiere daraus einen Auszug in einer Google-Übersetzung aus dem englischen ins deutsche.
Director’s Notes: My Approach to the Performance of Bach’s Music
Der ganze Artikel kann unter dem nachstehenden Link eingesehen werden.
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.T. Herbert Dimmock
.Gründer und musikalischer Leiter
.„Bach Concert Series“
.Durch meine Konzert-Ansatz, ist mein Ziel, dem Publikum das Verständnis und die Wertschätzung der großen Musik Bachs mehr als nur das Hören der Musik allein zu vertiefen.
Ich beeile mich hinzuzufügen, dass für mich die Freude, Anerkennung und Bewunderung von Bachs Musik auf vielen Ebenen existiert. Diese Ebenen sind Bachs Meisterschaft des Kontrapunkts, seine phantasievolle Verwendung von Formen, seine wunderbar ausdrucksstarken Melodien und seine unübertroffene Fähigkeit, eine emotionale Reaktion aus dem Hörer hervorzurufen. Dennoch, die Bach nur für diese Qualitäten zu schätzen ist wohl das überzeugendste Teil des Ganzen zu verpassen: “.Mehr tun, als zu unterhalten“ Bachs insgesamt Umarmung der gesamtenBeschäftigung der Reformation-Ära Musiker, die ihre Musik (Paraphrasevon Händel) Vielmehr suchten sie geistliche Musik, die offen fürPredigt-wie Interpretation, die transformative dem Hörer würde war zu konstruieren.
In meinem Urteil, gelang es Bach in dieser herausfordernden Aufgabebesser als jeder andere in der Geschichte der Musik.
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Gustav Leonhardt (1928-2012)
Der Bach-Interpret „Gustav Leonhardt ist verstorben!
Amsterdam – Der niederländische Cembalist, Organist und Dirigent Gustav Leonhardt ist tot. Er sei am Montag im Alter von 83 Jahren in Amsterdam gestorben, berichtete die holländische Zeitung „De Volkskrant” am Dienstag. Leonardt war weltweit anerkannt als Experte für die Werke von Johann Sebastian Bach. Zusammen mit Nikolaus Harnoncourt hatte er eine Gesamtaufnahme der Kantaten Bachs vorgelegt – das Ergebnis einer wahren Herkulesarbeit der 1970er bis 1990er Jahre.
Insgesamt machte er mehr als 200 Aufnahmen. „Bach war der Größte von allen. Meine Bewunderung für ihn wächst jeden Tag”, sagte er einmal der holländischen Presse.
Gustav Leonhardt * 30. Mai 1928 in ’s-Graveland; † 16. Januar 2012 in Amsterdam war ein niederländischer Dirigent,Cembalist und Organist. Er gründete 1955 das Leonhardt-Consort und wurde als Interpret der Werke von Johann Sebastian Bach bekannt. Zusammen mit Nikolaus Harnoncourt gilt Leonhardt als einer der Pioniere der Historischen Aufführungspraxis.
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YouTube: Gustav Leonhardt spielt das BWV 996 Suite, Aufnahme vom 12.12.2011
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| Sonntag |
Ev._Jesus-Christuskirche_Sennestadt |
| 22. 01. 2012 | Bach-Kantate zum Mitsingen und Mitspielen |
| 10:30 Uhr | Werke von Joh. Seb. Bach (Kantate „Was mein Gott will, das g’scheh allzeit“ BWV 111, Präludium und Fuge a-moll BWV 543. – Susan Kuhlen (Sopran), Julia Husmann (Alt), Lothar Blum (Tenor), Engelbert Schön (Orgel), Ev. Kantorei Sennestadt, Kantoreiorchester Sennestadt. – Leitung: Dmitri Grigoreiv; Predigt: Dr. Manuel Schilling. – |
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Chordirigent - Hans-Christoph Rademann
Stuttgart – Der renommierte Chormusiker Hans-Christoph Rademann übernimmt die Leitung der traditionsreichen Internationalen Bachakademie Stuttgart. Er trete sein Amt zum 1. Juni 2013 an, sagte der Leiter des Vorstands der Bachakademie, Berthold Leibinger, am Montag in Stuttgart. Der gebürtige Dresdner wird Helmuth Rilling als Akademieleiter ablösen. Rademann leitet derzeit den Dresdner Kammerchor und ist Chefdirigent des RIAS Kammerchores in Berlin.
Rilling hatte im Zusammenhang mit der Suche nach einem Nachfolger gedroht, seinen Posten vorzeitig aufzugeben. Nach einem „konstruktiven Gespräch“ am Freitag habe er aber seine Rücktrittsdrohung zurückgezogen und wolle nun bis zum 1. Juni 2013 im Amt bleiben, sagte Leibinger.
(Textquelle: nmz)
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Die Bach-Stiftung St. Gallen hat gestern die Grenze von 10’000 Fans durchbrochen. Als Dankeschön offeriert die Stiftung nächsten
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Sonntag, 15. Januar 2012 den ganzen Tag
.
10% Rabatt
.
auf alle DVDs, CDs und Bücher
im Onlineshop unter
.
www.bachstiftung.ch/shop
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An diesem Sonntag, 15. 01.2012 ab 19:00 Uhr widmet Radio ERF eine ganze Stunde unserer Bach-Stiftung, unter anderem mit einem Interview mit unserem musikwissenschaftlichen Berater Anselm Hartinger. „Musica Sacra – ein grosses Schweizer Bach-Projekt“, ab 19 Uhr.
Bach auf ERF: So, 15.1., ab 19.00 Uhr
ist das christliche Internetportal mit Predigten, christlichen Reisen, Freizeiten und Reiseangebote, Christlichen Veranstaltungen, Gemeindeatlas, Tageslosung, Andachten, Wort zum Tag und vielem mehr.
www.nmz.de/ Essen Der deutsche Bassbariton Thomas Quasthoff verabschiedet sich nach fast 40 Jahren aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne. Seine Gesundheit erlaube es ihm nicht mehr, “dem Anspruch, den ich immer an mich selber und an die Kunst gestellt habe, gerecht werden zu können”, sagte Quasthoff nach Angaben der Philharmonie Essen am Mittwoch. “Ich habe dem Beruf sehr viel zu verdanken und gehe ohne Bitterkeit.” Er freue sich auf “neue Herausforderungen” in seinem Leben.
Quasthoff hatte Ende vergangenen Jahres zahlreiche Konzerte nach einer Kehlkopfentzündung absagen müssen. „Ich habe mir die Sache lang überlegt. Auch mein Arzt hat mir empfohlen, mir mehr Zeit für mich selbst zu nehmen“, sagte Quasthoff “news.at“ weiter.
Thomas Quasthoff, der mit einer Conterganschädigung geboren wurde, zählt international zu den profiliertesten Konzertsängern. Er arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, James Levine und Zubin Mehta zusammen. Zudem unterrichtet er Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Der mit einer Contergan-Schädigung geborene Sänger war auch als Hochschullehrer in OWL tätig und besetzte von 1996 bis 2004 eine Professur an der Musikhochschule Detmold.
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Das Instrument des Jahres 2012 “ F a g o t t „

Instrument des Jahres 2012 "Fagott"
nmz.de
Das jedenfalls ist die Meinung der der Landesmusikräte Schleswig-Holstein und Berlin, die dies am 6. Januar 2012 in der Landesvertretung Schleswig-Holsteins beim Bund verkündeten.
Als Schirmherren für ihre Aktion konnten sie den wohl renommiertesten Fagottisten in Deutschland gewinnen, die Sabine Meyer (Klarinette) - des Fagotts: Klaus Thunemann.
Ein Jahr lang steht das F a g o t t - im besonderen Augenmerk der beiden Musikräte. Eine illustre Reihung von Veranstaltungen wird die Aktion flankieren. Vermutlich wird es zu einem einmaligen rekordverdächtigen Fagotttreffen in Berlin kommen.
Vom 7. bis 10. Juni 2012 sind in Berlin die Fagotte los und der 1. September 2012 wird zum Tag des Fagotts erkoren.
Zur schlagenden Berümtheit hat es allerdings der Ausdruck „Zippelfagottist“ im Chor Johann Sebastian Bach gebracht – Faust gegen Degen.
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PDF Link: “Der Fall J. S. Bach“
- einige Anmerkungen nach heutigem Recht
zu den Arnstädter „Verdrießlichkeiten“ Johann Sebastian Bachs
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Weitere Informationen zum Instrument des Jahres bei nmz - h i e r -
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Der Bekannte Pianist Alexis Weissenberg verstarb am 8. Januar 2012 in Lugano / Schweiz
PIANIST ALEXIS WEISSENBERGHimmelstürmender Freigeist am Klavier
Die Sehnsucht unter dem gläsernen Panzer: Alexis Weissenberg spielte mit Witz und Schönheitssinn. Nun ist der bulgarische Meisterpianist im Alter von 82 Jahren gestorben.
© Hänssler
Foto: Der Pianist „Alexis Weissenberg“ im Jahr 1972
Seine Homepage ist ganz in Schwarz-Weiß gehalten, was erwartet man von einem Pianisten, noch dazu von einem der Großen des 20. Jahrhunderts. Ein grafisch strenger, stiller Internet-Auftritt, in jeder Beziehung ohne Schnörkel, fast spartanisch. Wer aber genau hinschaut (und in Alexis Weissenbergs Plattenaufnahmen genau hinhört!), wird belohnt, denn Witz, Selbstironie und Schönheitssinn funkeln hier oft im Verborgenen, im Detail.
So zeigt die Bilderleiste den kleinen Alexis nicht nur in weißen Kniestrümpfen am Klavier, sondern auch hemmungslos heulend vor der Kamera. Andere Fotografien geraten förmlich zu Metaphern: Wenn der Pianist am Flügel steht und der Lichtkegel mehr den leeren Klavierhocker beleuchtet als ihn; oder jenes Bild eines Rezitals, auf dem der Solist so verloren wirkt, als würde der Publikumsschlund ihn sich im nächsten Augenblick einverleiben. Jonas und der Wal.
Diese Galerie, lässt Weissenberg verlauten, sei Teil einer privaten Sammlung und auf keinen Fall zur Veröffentlichung bestimmt. Auch die, die ihn mit prominenten musikalischen Wegbegleitern zeigen, mit Herbert von Karajan, der ihn liebte, mit Anne-Sophie Mutter, Carlo Maria Giulini und Seiji Ozawa. Viele der Bilder sind winzig wie Briefmarken, die Konterfeis kaum zu identifizieren. Als wäre dieser Teil des Weissenberg’schen Lebens früh entrückt, Teil der Musikgeschichte. Ein Künstler verschwindet.
Alexis Weissenberg wird 1929 im bulgarischen Sofia in eine jüdische Familie hineingeboren, seine erste Klavierlehrerin, mit drei Jahren, ist seine Mutter, ihr folgt, wie er in seinem so amüsant wie bewegend zu lesenden Essay The Award berichtet, ein Zahnarzt. Sein Konzertdebüt gibt er mit zehn, auf dem Programm steht neben Bach und Beethoven eine eigene Etüde. Komponieren wird Weissenberg sein Leben lang, auch darin eine Ausnahmeerscheinung: Jazziges (unter dem Pseudonym „Mister Nobody“), ein Musical für Darmstadt, ein Songspiel……..
Zum ganzen Artikel in DIE ZEIT
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Er spielte wunderbare Werke von Bach ein:
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Grüße
Volker
Bachfestivals in 2012 mit Link-Angaben
Liebe Bachfreunde(innen) !
Das Kalenderjahr 2012 hat begonnen und damit ist es wieder an der Zeit, die Termine der Bach-Festivals für das Kalenderjahr 2012 mit Link-An gaben zu veröffentlichen..!!
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„Bachfeste im Kalenderjahr 2012″
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Bachfest Leipzig (Leipzig, Sachsen, Deutschland)
1.Bachfest Frauenkirche Dresden (Soli Deo Gloria- 1. Bach-Tage)
Köthener Bachfesttage (Köthen, Sachsen-Anhalt, Deutschland)
Bach Biennale Weimar (Weimar, Thüringen, Deutschland)
Bachfestival Arnstadt (Arnstadt, Thüringen, Deutschland)
Thüringer Bachwochen (Thüringen, Deutschland)
Bachwoche Stuttgart (Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland)
Bachwoche Ansbach (Ansbach, Bayern, Deutschland)
Würzburger Bachtage (Würzburg, Bayern, Deutschland)
Greifswalder Bachwoche (Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland)
Lüneburger Bachwoche (Lüneburg, Niedersachsen, Deutschland)
Bachtage Potsdam (Potsdam, Brandenburg, Deutschland)
Aachener Bachtage (Aachen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
Bochumer Bachtage (Bochum, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
Haller Bachtage (Halle/Westfalen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland)
Bachwochen Dill (Dillenburg-Frohnhausen, Hessen, Deutschland)
Wiesbadener Bachwochen (Wiesbaden, Hessen, Deutschland)
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Festival Jean-Sébastien Bach en Combrailles (Combrailles, Frankreich)
Festival Bach en vallée mosane (Liège, Belgien)
Festival Bach de Lausanne (Lausanne, Schweiz)
Internationales Bachfest Schaffhausen (Schaffhausen, Schweiz)
English Bach Festival (London, Großbritannien)
St. Anne’s Bach Festival (London, Großbritannien)
Festiwal Bachowski (Świdnica, Polen)
International Bach Chamber Music Festival (Riga, Lettland)
In der Stadtkirche Bad Salzuflen erklangen im Gottesdienst aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach die Kantaten 5 und 6
Liebe Bachfreunde(innen)
Bad Salzuflen lud ein zu einem Dreikönigs-Treffen in die Evangelisch reformierte Stadtkirche. Im Eingangsbereich empfingen die drei Heiligen aus dem Morgenland die Gottesdienst-Besucher..!! Dazu vortrefflich geeignet – einen „Musikalischen Gottesdienst“ mit den Kantaten 5 & 6 aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, BWV 248 – zu gestalten.

Die Heiligen drei Könige im Eingang der Ev. reform. Stadtkirche von Bad Salzuflen
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Stadtkirche Bad Salzuflen
In der Stadtkirche Bad Salzuflen wurden im Rahmen eines „Musikalischen Gottesdienstes“ die Kantaten fünf und sechs aus dem Weihnachtsoratorium, BWV 248 von J.S. Bach aufgeführt.
Vorangegangen war am Freitag und Samstag ein mehrstündiger Workshop des Kirchenchores, um Gastsängern die Möglichkeit zu bieten, in der Einarbeitung der Kantaten mitzuwirken und den Kirchenchor verstärken zu können.
Sehr gerne sind wir dem Angebot gefolgt und haben die Gastfreundschaft der rührigen Stadtkirchengemeinde und des Kirchenchores sehr genossen und dabei haben sich neue

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Freundschaften entwickeln können.

Kantorin Waltraud Huizing
Faszinierend mitzuerleben, wie die Kantorin „Waltraud Huizing“ die Probenarbeit gestaltete, in ihrer freundlichen Art immer motivierend den Chor anzusprechen und gezielte Feinheiten und Höhepunkte in den Kantaten mit dem Chor zu erarbeiten und umzusetzen. Ihr gelang es vortrefflich, uns immer wieder mitzureißen so dass die Probenarbeit nie langweilig wurde und zu einem reinen Vergnügen wurde. Das machte unwahrscheinlichen Spaß und animiert uns, in Zukunft weitere Projekte als Gastsänger mit ihr wahrzunehmen.

Chor der Stadtkirche Bad Salzuflen und Orchester "Le nuove musiche"
Eine Überraschung war die kurzfristige Verpflichtung eines Lautenisten (im Foto oben rechts) für die Bach-Kantaten der sich mit seinem hinreissenden Spiel und dem unvergleichlichen Klangerlebnis sich zu einem Glanzpunkt gestaltete. Die Besetzung mit drei Trompeten mit Natur-Trompeten spiegelt die filigrane Feinarbeit der Kantorin Waltraud Huizing im Vorfeld wieder, wie sie sich eine Besetzung des Orchesters vorstellt, um ein hinreissendes Klangerlebnis dem Besucher bieten zu können. Die Besetzung des Chores um die 40 Personen – einschließlich der Gastsänger(innen) kann als sehr geglückt angemerkt werden. Ein mittleres Durchschnittsalter im Chor, besetzt mit gut ausgebildeten Sänger(innen) ergab ein sehr abgerundetes Klangbild.

Chor der Stadtkirche Bad Salzuflen und Orchester "Le nuove musiche" besetzt mit Laute
Aus Krankheitsgründen mussten kurzfristig zwei Gesangs-Solisten ersetzt werden aber im Lippischen scheint das für die Kantorin – trotz des großen Mankos – nicht allzu schwer gewesen zu sein, für guten Ersatz zu sorgen, liegt doch Detmold fast vor der Haustür von Bad Salzuflen. Das gelang ihr vortrefflich. Ein Juwel-Gesang purer Freude ist von der Sopranistin „Lara Venghaus“ zu vermelden die in ihren Partien großartig überzeugen konnte. Mechthilt Kerscher , Alt, sang überzeugend. Der kurzfristig neu hinzugekommene Tenor Stefan Deguti aus Detmold – für den erkrankten Johann Penner verpflichtet - ausgestattet mit einem warmen Timbre in seiner Stimmlage und einer großartigen Wortartikulation war ein würdiger Ersatz. Der vorgesehene Bass – Gottfried Meyer musste ebenfalls ersetzt werden durch Andreas Post, der mit seinem großartigen Stimm-Volumen gleichfalls seiner Verpflichtung gerecht werden konnte. Hinreissend stimmig gelang den Gesangs-Solisten in der Kantate sechs in Nr: 63 das Rezitativ: „Was will der Hölle Schrecken nun.“
Das zusammengesetzte Orchester „Le nuove musiche“ wurde 1990 als Ensemble für Alte Musik “Le nuove musiche” von zwei Studenten der Hochschule für Musik, Detmold, Gregor Schwarz und Gregor van den Boom mit dem Ziel gegründet, Musik des 17.-18. Jahrhunderts auch im ostwestfälischen Raum auf Originalinstrumenten aufzuführen. Sehr schnell wurde aus der Duopartnerschaft ein sich ständig erweiternder Klangkörper, der im Laufe der Zeit auch überregionale Anerkennung findet.

Foto: LZ_vom 10_01_2012 WO Kantaten 5 und 6 Stadtkirche Bad Salzuflen am 08.01.2012 - (Fotorechte: Scheulen)
Das Ensemble bestach durch ein harmonisches Zusammenspiel auf historischen Instrumenten und gestalteten die Solopartien im Bc und Violin-Solo ( Gregor van den Boom) – mit einer gekonnten und einer beeindruckenden Spielweise.

Die Bläsergruppe aus Detmold mit Natur-Trompeten
Das Trompeten-Ensemble, bestückt mit Natur-Trompeten, gelang der Bravour-Ritt in der abschließenden Kantate Nr. 6 mit der Eröfnungs-Fanfare: „Herr wenn die stolzen Feinde schnauben“ mehr als beeindruckend, das war hinreissend gespielt und die göttlichen Trompeten geleiteten dann zum Abschluss mit dem Choral: „Nun seid ihr wohlgerochen“ die Aufführung zu einem erhebenden Finale.
Es war ein Genuss für @Wolfgang und mich, in diesem „Musikalischen Gottesdienst“ mitwirken zu dürfen und war ein krönender Abschluss des Weihnachtsfestes. Bach, er lebt in uns weiter und steigert unsere Vorfreude auf die Kantaten in Höxter, wo wir uns wieder einfinden werden…!!
Liebe Bach-Grüße
Volker
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Eine kleine Rezension zum Kantaten-Gottesdienst liegt als PDF bereits vor!
Die Rezension der Lippischen Landeszeitung vom 10.01.2012 nachstehende als PDF
- h i e r - anklicken..!! LZ WO BWV 248 Kantaten 5 & 6 Stadtkirche Bad Salzuflen am 08_01_2012
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Das BACH FESTIVAL ARNSTADT vom 16.3. bis 25.3.2012 gibt das Programm bekannt

Das Bach-Festival in Arnstadt
vom 16. März bis zum 25. März 2012
veröffentlicht das Programm.
Namhafte Solisten konnten wieder verpflichtet werden.
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Programmauszug:
Zur Lautten Compagney:
Die Lautten Compagney feierte 2009 ihr 25-jähriges Bestehen. Sie zählt heute zu den renommiertesten deutschen Barockensembles und musiziert in diversen kammermusikalischen Besetzungen bis hin zum barocken Opernorchester. Ihr Repertoire umfasst ein breites Spektrum an Werken des 16. – 18. Jahrhunderts.
Mit Konzerten und Opernaufführungen gastiert das Ensemble bei namhaften Festivals und Veranstaltern in ganz Deutschland und im Ausland und überrascht dabei immer wieder durch originelle Programmgestaltung und Neu-Entdeckungen unbekannter Werke.
Beachtung fand die CD „Timeless“ mit Kompositionen von Merula und Glass für die LAUTTEN COMPAGNEY mit dem ECHO Klassik 2010 in der Kategorie „Bestes Ensemble – Alte Musik“ ausgezeichnet wurde.
Calmus Ensemble:
Calmus, eine Vokalgruppe aus der Bachstadt Leipzig, diesem Hort musikalischer Talente und Ideen, hat sich in den letzten Jahren ganz nach oben gearbeitet. 1999 waren die Sänger mit ihrem neugegründeten Ensemble zum ersten Mal an die Öffentlichkeit gegangen, und sie hatten Erfolg: Fonoforum begrüßte sie gar als neuen Stern am a-cappella-Himmel. Nach einiger Zeit als reine Boy Group trat ein Sopran an die Spitze, einige Zeit danach wurde die Sechser-Besetzung auf fünf reduziert. 2009 feierten sie ihr zehnjähriges Jubiläum mit einem großen Festkonzert im Gewandhaus zu Leipzig!
Zu diesem Anlaß paßt es natürlich ganz besonders gut, daß die Sänger vor kurzem mit einem „ECHO“ in der Sparte „Klassik ohne Grenzen“ für eine CD mit Deutschen Volksliedern ausgezeichnet wurden. Das ist aber beileibe nicht ihr erster Preis, denn im Laufe der Jahre haben sie eine ganze Anzahl internationaler Wettbewerbe gewonnen. 2010 gaben sie ihr Debüt in der Carnegie Hall in New York.
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Bach-Festival-Arnstadt 2012: Reformation und Musik -
Martin Luther in der Orgel …..
am 18.03.12
Der -deutschsprachige – Gemeindegesang ist seither ein wichtiger Teil des Gottesdienstes und der Liturgie.
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Bach-Festival-Arnstadt 2012:
Johann Sebastian Bach -
Johannes-Passion BWV 245
am 24.03.12
Die Johannes-Passion ist in vielerlei Hinsicht eines der faszinierendsten Werke Bachs. Im Zentrum der Ggeschichte steht …
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Das vollständige Programm kann unter dem nachstehenden PDF-Link aufgerufen werden:
PDF-Link: Bach Festival Arnstadt PDF-Programm 2012
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Weitere Informationen:
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Der offizielle Ticketverkauf
Ansprechpartner für Pauschalreiseangebote:
Tourist-Information Arnstadt
Markt 1 | 99310 Arnstadt
Tel.: 0 36 28/ 60 20 49
Fax: 0 36 28/ 66 18 47
E-mail: information@arnstadt.de
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Seit Dezember 2009 präsentiert sich die Ausstellung „Bach in Arnstadt“ in neuen Räumlichkeiten im Schlossmuseum Arnstadt. Fünf Jahre lang war die Ausstellung im Haus „Zum Palmbaum“ zu sehen, bevor sie nun völlig neu gestaltet ins Schlossmuseum Einzug hielt. Unter Einbeziehung moderner Multimedia-Technik wird ein Bogen zwischen Musik- und Sozialgeschichte gespannt. Die unterschiedlichen Interessen der Besucher berücksichtigend, liegen die Schwerpunkte der Ausstellung im Musikerleben, aber auch in der visuellen Aufnahme von Informationen über Ereignisse zur Stadtgeschichte.
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KMD Gottfried Preller, spielt die Toccata & Fuge d-moll BWV 565; in der J.-S.-Bach-Kirche in Arnstadt!
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Grüße
Volker
Ein begeisterndes Orgelkonzert an Silvester in der Altstädter Kirche Bielefeld

Nicolaikirche Bielefeld Haupt-Orgel von 1965 - Rudolf von Beckerath Hamburg
Hallo Orgel-Blog-Freunde !
Ein uns sehr bekannter Organist und Pianist „Dmitri Grigoriev„ begeisterte am Silvester-Abend (31.12.2011) in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld an der großen Beckerath-Orgel..!! Die Neue Westfälische vom 2.01.2012 hat eine überragende Rezension darüber veröffentlicht und möchte sie einmal zum Besten geben.
Dmitri war als Pianist für das Blog-Treffen im Gemeindehaus „Siemshof “ in Löhne-Mennighüffen im Juni 2011 – für das Konzert mit @Claudia – verpflichtet worden..!!
Zur Erinnerung zum Artikel im Blog - h i e r -
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Rezension der NW:
Märchenhafte Klänge
Silvester-Orgelkonzert in der Nicolaikirche
VON MICHAEL BEUGHOLD

Dmitri Grigoriev im Gemeindehaus Siemshof Löhne-Mennighüffen
Bielefeld. Programmatisch etwas anders, bunter zwischen besinnlich, heiter-beschwingt und zündend hochgestimmt präsentierte sich das Silvester-Orgelkonzert in der stets dicht gefüllten Altstädter Nicolaikirche schon immer. Doch so märchenhaft-exotisch und klangmagisch bestückt wie vom diesjährigen Gastorganisten Dmitri Grigoriev hat man den Traditions-Konzerttermin in drei Jahrzehnten hier noch nicht erlebt.
Der neue hauptamtliche Sennestädter Kirchenmusiker aus St. Petersburg hatte mit Nikolai Rimski-Korsakows „Scheherazade“ und Igor Strawinskys „Feuervogel“-Suite zwei russische Orchester-Klassiker eigenhändig für Orgel bearbeitet und unterstrich die kongeniale Einrichtung (St. Petersburger unter sich) mit ebenso brillanter Umsetzung an der großen Beckerath-Orgel.
Faszinierend, wie er im ersten der vier sinfonisch vertonten Märchen aus tausendundeiner Nacht das Meeresrauschen, den Wellenschlag rund um Sindbads Schiff als ein einziges Naturstimmungsbild vor Ohren zaubert, während er in „Der junge Prinz und die junge Prinzessin“ aparten Klangsinn und anmutigste Melodik zusammenbringt – beides so nuancenreich ausgesponnen wie erzählerisch bezwingend aufgespannt.
In Strawinskys fünfsätziger Ballett-Suite demonstrierte der Organist in denkbar subtilen Klanggewändern für die Gegenwelten des Magischen (voller Chromatik) und Humanen die hohe Kunst des Registrierens. Gleichzeitig blieb er dem rhythmisch-virtuosen Element der Vorlage von den flirrenden Feuervogel-Arabesken über den Prinzessinnen-Reigen bis zum Höllentanz des bösen Zauberers nichts an spielerischer Bravour und Durchdringung schuldig.
Dazwischen zwei Piècen von zwei großen Pariser Orgelmeistern des 20. Jahrhunderts: Sowohl „Cantique?g aus Jean Langlais’ „Suite folklorique?g als auch Pierre Cochereaus „Berceuse?g verströmen jene typisch französische Mischung aus nobler Sanglichkeit und Kolorit und waren in Dmitri Grigorievs Spiel von nicht auslassender atmosphärischer Dichte und meditativer Ruhe erfüllt.
Als Zugabe bekamen die märchenhaft beglückten Hörer noch Bachschen Air-Zauber mit auf den Weg ins neue Jahr.
Textquelle: © 2012 Neue Westfälische
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Grüße
Volker
Label SDG-monteverdi.uk veröffentlicht in Kürze die CD-SDG 706 „Ein deutsches Requiem“ von Brahms

Cover: SDG 706 - Brahms "Ein Deutsches Requiem"
Hallo SDG-Freunde !
Im Februar 2012 erscheint bei dem Label „monteverdi.uk“ von
Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“
unter dem Titel: SDG 706.
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Zwei wichtigen Menschen in Johannes Brahms‘ Leben gilt das „deutsche Requiem“: der Mutter und dem väterlichen Freund Robert Schumann. Brahms hatte mit dem Gedanken gespielt, das Requiem bereits zur Schumann-Gedenkfeier in Bonn aufzuführen. Jedoch bekam er es nicht fertig; außerdem standen dem Unstimmigkeiten mit dem Freund Joseph Joachim im Wege.
Dann starb Brahms’ Mutter, und das führte zu einer Umstellung seiner Kompositionspläne – der nachkomponierte 5. Satz „Ihr habt nun Traurigkeit“ ist das ganz persönliche Totengedenken des liebenden Sohnes. Übrigens fand die Erstaufführung des vollständigen Opus 45 am 18. Februar 1869 in Leipzig statt.

Johannes Brahms (1833-1897)
*) Bis das Requiem zu der Form fand, wie wir sie heute kennen, ging viel Zeit ins Land. Albert Dietrich, mit dem Brahms sein Leben lang befreundet war, verfolgte die Spur des Trauermarschs, der schließlich den Charakter des zweiten Satzes bestimmte, zurück bis zu einem Werk für zwei Klaviere von 1854 (dem Jahr von Schumanns Selbstmordversuch), das zur unvollständigen Skizze einer geplanten Symphonie wurde. Brahms’ Biograph Max Kalbeck behauptete (ohne hinreichende Beweise), ein viersätziges Chorwerk sei bereits 1861 vorhanden gewesen. Die ersten drei Sätze des Werks, das wir kennen, wurden zwar am 1. Dezember 1867 in Wien aufgeführt, hatten jedoch aus verschiedenen Gründen – Unzulänglichkeiten des Vortrags, der lutherische Charakter des Werks – keinen Erfolg. Die eigentliche Premiere war die Aufführung von sechs der später insgesamt sieben Sätze im Bremer Dom am 10. April 1868. Der fehlende fünfte Satz wurde für die vollständige Erstaufführung in Leipzig am 18. Februar 1869 hinzugefügt. Eine zweite Leipziger Aufführung im Jahr 1873 begründete Brahms’ dauerhaftes Ansehen in dieser Stadt, und 1876 war das Requiem an den verschiedensten Orten mindestens neunundsiebzig Mal aufgeführt worden, am 2. April 1873 auch in London. Brahms’ internationaler Ruhm ist in hohem Maße diesem Werk zu verdanken.
Die CD-Einspielung erfolgte im Kalender-Jahr 2008 mit dem „Monteverdi Choir“ und dem „Orchestre Révolutionnaire et Romantique unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner.
Eine PDF-Einleitung zum „Deutschen Requiem“, erstellt von Hugh Wood, füge ich bei.
PDF-Werkbeschreibung : J. Brahms „Ein deutsches Requiem“
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Cover: Brahms Gardiner CD von 1991
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Eine CD-Einspielung von Gardiner aus 1991 kann über mein Partner-Shop bereits bezogen werden..!!
Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B00000413E
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*) Text-Auszug: Hugh Wood, 2011
Übersetzung: Gudrun Meier
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YouTube: Brahms „Ein deutsches Requiem“ KKL Lucerne, 15 March 2008
Krassimira Stoyanova
Michael Volle, Conductor: Mariss Jansons
Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
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Grüße
Volker
News aus der Klassikszene vom 28.12.2011
Heute beginne ich einmal mit einem neuen Thema, das sicherlich auf Interesse stoßen wird.
Titel: „News aus der Klassikszene“
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Artikel von mz-web.de
Mitteldeutscher Rundfunk
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„Wir müssen den Hörgenuss zurückgewinnen“
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«Wir müssen den Hörgenuss zurückgewinnen, Klassikhörer sind sehr anspruchsvoll, sehr bewusst», sagte er. Dieses Klientel lasse Musik nicht an sich vorbeirauschen. Ziel sei es, dem Hörer in Zusammenarbeit mit dem Kulturradio MDR Figaro täglich 16 Stunden klassische Musik anzubieten. «Das nehmen wir uns vor, das ist auch erreichbar», sagte Möller. In den neuen Sendungen im Programm des digitalen Hörfunksenders MDR Klassik sollen sowohl Aufnahmen mit dem Orchester und den Chören des MDR als auch exklusive Konzerte aus der Region der Dreiländeranstalt am Stück gespielt werden. «Wir haben als öffentlich-rechtlicher Sender auch einen Auftrag, das reiche kulturelle Erbe zu vermitteln», sagte Möller…………….
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Zum ganzen Artikel hier der Link:
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1324965830542
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“Day of Song” im Ruhrgebiet im Juni 2012
Oberhausen – Rund 15.000 Sängerinnen und Sänger haben sich bislang für die Chorveranstaltung “Day of Song” im Ruhrgebiet angemeldet. Da sich die Neuauflage der Veranstaltung noch nicht bis in alle Kommunen herumgesprochen habe, werde die Anmeldefrist nun um vier Wochen bis zum 31. Januar verlängert, teilte die Ruhr Tourismus GmbH am Dienstag in Oberhausen mit. Im Juni sollen über 250 Gruppen in 31 Kommunen des Ruhrgebietes gleichzeitig singen.

Hans-Christoph Rademann Fotorechte: @Matthias Heyde
Hans Christoph Rademann soll 2013 als Nachfolger von Helmuth Rilling neuer künstlerischer Leiter der renommierten Internationalen Bachakademie in Stuttgart werden.







































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