Nicht nur um das “Rheingold” ranken sich Legenden, auch die Geschichte des “schwarzen Goldes” beginnt mit einer Sage: Im Wittener Muttental, der Wiege des Bergbaus an der Ruhr, macht im Mittelalter ein Schweinehirt (Mutten=Säue) morgens die Entdeckung, dass sein Lagerfeuer noch glühende Kohlen enthielt.
Seit 1510 wird die Kohle hier im Tagebau abgebaut, oder besser abgeschürft. Der ausgeschilderte “Bergbaurundweg Muttental” führt in die Geschichte des frühen Bergbaus ein und durch die wunderschöne Landschaft des Muttentals. Zu besichtigen ist u. a. das “Bethaus der Bergleute” und eine abgebrochene Steilwand, die die Sedimente und ihre Aufschichtung des oberen Karbon sichtbar macht.
Impression vom Bergbaurundweg, man sieht deutlich das Flöz unter dem helleren Gestein.
Nach dem Tagebau erfolgte der Abbau zunächst durch waagerechte Stollen, dann von senkrechten Schächten aus. Die Zeche Nachtigall, die am Rundweg liegt, ist eine der ersten Zechen, in denen der Übergang zum Tiefbau erfolgte. 1892 stellte die Zeche die Kohleförderung ein. Die Ausstellung“Zeche Eimerweise” beschreibt das Leben auf Kleinzechen. Entstanden in der Not der Nachkriegsjahre, waren von 1945 bis 1976 über 1000 Klein- und Kleinstzechen in Betrieb. Der für Besucher geöffnete Nachtigall-Stollen zeigt “unter Tage” typische Arbeitssituationen im Kleinbergbau.
Der Rest ist bekannt, kleine Kuhdörfer mutieren zu Großstädten, die Einwohnerzahlen explodieren, ohne sichtbare Ordnung reihen sich Fördertürme, Montankonstrukte und Transporttrassen aneinander, für die benötigten Facharbeiter entstehen Werkssiedlungen, die ehemals ländliche, lockere Bebauung wird buchstäblich zugepflastert. Überall im Ruhrraum schiessen die Zechen wie Pilze aus dem Boden, es qualmen die Schlote. Die Zeche, die zum Symbol für die Umnutzung wurde, von der Unesco 2001 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, ist zum Markenzeichen der Ruhr2010 geworden. Sie ist die Verkörperung der Geschichte des Aufstiegs und Niedergangs einer ganzen Region.
1847 kauft der Duisburger Industrielle Franz Haniel (1779-1868) 13 zusammenhängende Grubenfelder, teufte den ersten Schacht ab und nannte die entstehende Zeche „Zollverein“ nach der 1834 in Kraft getretenen Freihandelszone aus 14 deutschen Staaten. Der Name war Programm, stand der Deutsche Zollverein doch synonym für wirtschaftlichen Aufschwung und Prosperität. Tatsächlich wuchs auch Zollverein kontinuierlich: wurden 1851 im ersten Jahr der Förderung mit 256 Bergleuten 13.000 t Kohle gefördert, hatte sich bis 1890 die Belegschaft verzehnfacht, und die Fördermenge war mit 1 Mio Tonnen auf das 75-fache nahezu explodiert.
Um die Anlagen weiter modernisieren zu können, ging die Familie Haniel, in deren Alleinbesitz Zollverein bislang gewesen war, mit der Phoenix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb eine Interessengemeinschaft ein. 1926 schließlich wurde Zollverein in die neu gegründete „Vereinigte Stahlwerke AG“ integriert. Dadurch konnte finanziell der Plan einer Zentralschachtlange verwirklicht werden.
Die Zusammenlegung von Förderung und Aufbereitung aller Zollverein-Kohle in einer Schachtanlage versprach eine Kapazitätssteigerung auf das Vierfache einer Durchschnitts-Zeche. Die noch jungen Architekten Martin Kremmer und Fritz Schupp entwarfen ab 1927 die neue Zentralschachtanlage XII nach dem Bauhaus-Prinzip „form follows function“: die optimalen Abläufe der Kohleförderung und –aufbereitung waren die Vorgaben für das Arrangement der Übertagebauten. Mit 12.000 t täglicher Kohleförderung war Zollverein die größte Zeche des Ruhrgebiets geworden. Im Vergleich zu den Anfängen wurde nun an einem Tag gefördert, wozu man 1851 ein ganzes Jahr gebraucht hatte.
Blick von Zollverein auf Essen-Katernberg
Zollverein war aber nicht nur die größte Zeche des Reviers, sie wurde auch als die „schönste Zeche der Welt“ bezeichnet (doch, Iris, doch!!!).
Architektonisch im Stil der Neuen Sachlichkeit gehalten, dominieren strenge Symmetrie und Geometrie sowohl die einzelnen kubischen Gebäude wie auch ihre Anordnung auf dem Areal. So verlaufen die Gebäude an parallelen Linien und bilden zwei, sich rechtwinklig kreuzende Achsen. Inmitten der ersten Achse, der Produktionsachse, ragt der 55 Meter hohe Doppelbock, das Fördergerüst, hervor. Am Ende der zweiten Achse, der Versorgungsachse, stand der 106 Meter hohe Kamin des Kesselhauses, der 1979 abgerissen werden musste. Die Formensprache ist sachlich, reduziert, ästhetisch, einheitlich rote Backsteinfassaden im Stahlfachwerk bestimmen das Bild. Schacht XII wird als Gesamtheit begriffen, als Monument. Damit entspricht die Anlage durchaus dem Repräsentationsbedürfnis ihrer Eigentümerin, der Vereinigten Stahlwerke AG, die als Europas größter Montankonzern galt.
Im gleichen Stil wurde 1957 bis 1961 die Kokerei gebaut und am 12. September 1961 in Betrieb genommen. Die räumliche und architektonische Nähe zu Schacht XII symbolisiert auch die funktionale Nähe. Auch die Kokerei schaffte Produktionskapazitäten der Superlative. Nach ihrer Erweiterung in den 70er Jahren „buk“ sie täglich in 304 Öfen bei 1.250 Grad 10.000 t Kohle zu 8.600 t Koks. In Spitzenzeiten hatte die Kokerei 1.000 Mitarbeiter.
Das Ende des Kohle- und Stahlzeitalters machte auch vor Zollverein nicht Halt. Die größte Zeche des Ruhrgebiets konnte trotz aller Rationalisierungsbemühungen dem Kostendruck ausländischer Kohleförderung nicht Stand halten. Am 23. Dezember 1986 fuhr die letzte Schicht nach 135 Jahren Bergbaubetrieb ein. Damit schloss die letzte der Essener Zechen ihre Tore. Am 30.Juni 1993 folgte die Kokerei. Eine Ära ging zu Ende. Heute ist Zollverein Eventlocation, Besuchermagnet und verfügt über ein kleines Gewerbegebiet, wo sich vorrangig Firmen aus der Dienstleitstungsbranche angesiedelt haben. Die Arbeitsplätze allerdings, die so geschaffen wurden, liegen weit unter den Spitzenzahlen der Zeche. Es bleiben so viele Fragen offen. Wo sind all die Arbeitnehmer hin? Wird seither Hartz IV weitervererbt? An einigen Bevölkerungschichten ist der Strukturwandel schlicht vorbei gegangen. Und so endet mein Rundumschlag von den Anfängen bis zum unrühmlichen Ende. Was mich immer wieder aufs neue an dieser Zeche fasziniert, ist die erstarrte Zeit, die die unglaubliche Arbeit und das Ineinandergreifen der einzelnen Prozesse verdeutlichen, mit welchem Aufwand und Opfern unser Wohlstand und eine Industrievormachtstellung geschaffen wurden.
am 7. Februar 2010 hatte Sir Gardiner mit dem LSO und seinem Monteverdi-Choir seinen großen Auftritt mit Beethoven’s 9. Sinfonie in der Barbican Hall, London.
Englischer Dirigent Sir John Eliot Gardiner
Barbican Hall London
Ich zitiere eine Kurz-Resension aus der Google-Übersetzung zu diesem Konzert:
… Das LSO und Gardiner eine besondere belebende Wirkung erzielen, ist unstreitig in ihrem Herangehen an diese neun außergewöhnliche Ergebnisse. Sie begaben sie sich auf den gesamten Zyklus, der LSO / Haitink Zyklus wurde noch in der Erinnerung, aber das war die Übergabe einer neuen Seite, und eine Erforschung der ein Klang und Performance Art, die einen echten Sinn für eine gemeinsame Entdeckungsreise über sie geschrieben hatte, : Fast Vibrato-less strings (mit geteilten Geigen), Hard-Sticks für die Pauken, wunderbar druckvollen Messing spielt, und – nicht gerade eine stilistische Entscheidung – ein herrlich duftendes Spiel von den großartigen Bläsern……!!
Zwei Link-Angaben zum dem Konzert in der Barbican Hall, London füge ich als Google-Übersetzung bei.
auch das ist ein Thema der Zukunft, junge Dirigenten erobern die Orchester der Welt. Uns in OWL sehr gut bekannt ist der ehemalige Leiter der “Nordwestdeutschen Philharmonie, Herford” der 31. jährige Lette Andris Nelsons” der für Furore gesorgt hat. Heute Chefdirigent des City of Birmingham Symphony Orchestra. Eine Generation der gläubigen Individualisten: bodenständig, ehrgeizig, fleißig, neugierig – und demütig.
Der 31-jährige Lette Andris Nelsons ehemals an der NWD Herford angestellt (Foto: DIE ZEIT)
Cornelius Meister aus Hannover ist 29 Jahre alt und wird von September an das Wiener Radio-Symphonieorchester leiten (Foto: DIE ZEIT)
Weitere Namen drängen sich auf und mischen die Dirigentenwelt mit ihrem unbekümmerten Stil auf.
Die Namen:
Großbritanien – Daniel Harding, USA -Alan Gilbert, Kanada – Yannick Nézet-Séguin, Estland – Anu Tali, Finnland – Susanna Mälkki, England – Robin Ticciati, Ossetien – Tugan Sokhiev, Deutschland – Cornelius Meister aus Hannover, Argentinien – Gustavo Dudamel, Lettland – Andris Nelsons.
Dirigentin Susanna Mälkki (40) aus Finnland (Foto: DIE ZEIT)
Schweizer Dirigent Simon Gaudenz
Simon Gaudenz gewann im Februar 2009 mit dem Deutschen Dirigentenpreis die höchstdotierte Auszeichnung für Dirigenten in Europa. Als international gefragter Gastdirigent dirigiert er zahlreiche renommierte Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Orchestre National de France, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Russische National-Philharmonie, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Sinfonieorchester Basel, die Philharmonischen Orchester von Monte Carlo, Lyon, Luxembourg und Strasbourg, das Konzerthausorchester Berlin, die Düsseldorfer, Nürnberger, Bremer und Stuttgarter Philharmoniker, das Beethoven Orchester Bonn, das Tiroler Sinfonieorchester und weitere.
Seine Konzerttätigkeit führte ihn nach Herford:
am Sonntag, 7. Februar 2010 in die St. Marienkirche Stift Berg zum Stifterkonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford mit folgendem Programm:
Schubert Symphonie Nr. 5
Mozart Symphonie Nr. 40
Er leitete die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford im Stifter-Konzert in der St. Marienkirche Herford. Hier erlebten wir einen jungen dynamischen und aufgeweckten Jung-Dirigenten, der souverän das Orchester leitete. Gaudenz verfügt über Kompetenz und weiß sie zu vermitteln. Sein Dirigat erinnert mich ein wenig an Barenboim in seinen Bewegungsabläufen. Er hat Charme und seine Ausstrahlung wirkte sich auf das Orchester aus. Er ist ein hoffnungsvolles Talent unter den Jung-Dirigenten und hat das Zeug, ein ganz Großer seiner Gilde zu werden.
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Hier die Rezension der NW vom 9.2.2010
Stifter-Konzert der NWD in der St. Marienkirche Herford
Zur Vergrößerung in den Artikel klicken..!!
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Eine Vorstellung dieser jungen Garde von Dirigenten erfolgte in der Zeitung “DIE ZEIT” und möchte damit unser allgemeines Wissen zu vertiefen helfen. Klickt den nebenstehenden Artikel in DER ZEIT an und ihr werdet mit dieser Klassik-Neuheit betraut werden.
Na ja, so wie auf dem Bild kann man den Titel natürlich auch verstehen! Ich habe Euch einfach mal einen kleinen Anachronismus gezeichnet. Ob die Jungs sich vom Dialekt wohl verstehen würden? Isch weeß nisch…
Aus aktuellem Anlaß möchte ich Euch zwei musikalische Veranstaltungen vorstellen, die vielleicht Euer Interesse wecken:
Orgellandschaft RUHR – ein Jahr mit der Königin
Die von beiden Kirchen organisierte Zusammenführung der hervorragenden Orgelstandpunkte, Konzertreihen und Festivals des Ruhrgebietes unter der Dachmarke “Orgellandschaft RUHR” wird im Jahr 2010 an über 80 Standorten 480 Konzertveranstaltungen umfassen und ist somit das weltweit größte Orgelfestival.
“Momente der Ewigkeit” -
Ein Zyklus mit Kantaten von Johann Sebastian Bach
als Atempausen zur Kulturhauptstadt Die aufstrebende “Metropole RUHR2010″ hat ihren Ursprung in den christlichen Wurzeln der Region. Um sich dieser Herkunft zu vergewissern, werden auf künstlerisch hohem Niveau 36 Kantaten Johann Sebastian Bachs aufgeführt. Die Aufführungen verstehen sich als “Atempausen”. Sie sind den “Geistlichen Abendmusiken” nachempfunden und werden in einem liturgischen Rahmen aufgeführt. Die inhaltlichen Aussagen von Bachs Kantatenwerk werden für die Gegenwart in einem kurzen Wortbeitrag erschlossen. Dieser Zyklus startet am 07.02.2010 in Essen Steele mit BWV 100 (ich bin dabei!) und wird in verschiedenen Kirchen des Ruhrgebiets, vornehmlich aber Essen, fortgesetzt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten, die Kantaten starten einheitlich um 18.00 Uhr. Über die Ausführenden habe ich leider nichts gefunden, ich hoffe allerdings, dass wir Lokalmatadoren zu hören bekommen.
Link zu den Aufführungsstätten mit Terminangaben nachstehend:
ein Sonderkonzert der Extra-Klasse erklang in der Konzerthalle der HfM – ”Hochschule für Musik” in Detmold. Der Anlass war die Verleihung des “Jahrespreises der Deutschen Schallplattenkritik 2009″ an den Dozent für Kirchen- und Orgelmusik an der HfM in Detmold – und Organist “Professor Gerhard Weinberger”.
Konzerthalle der HfM in Detmold
HfM-Detmold_Sonderkonzert Prof Weinberger
Orgelwerke an der Klais-Orgel im Konzerthaus der HfM Detmold
Das Konzerthaus war leider nur bis zur Hälfte gefüllt, aber das Programm hatte es in sich:
HfM Detmold das Sonderprogramm-Weinberger-Preisverleihung
Ein absoluter Höhepunkt waren die zwei Motetten: “Der Geist hilft unser Schwachheit auf” BWV 226 und “Singet dem Herrn ein neues Lied” BWV 225 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo von J.S. Bach, vorgetragen von dem “Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie der HfM Detmold”. Ein beseelender Vortag gelang den 20 jungen Vokalsolisten/innen, das war eine Freude, ihre ausgefeilte Gesangs-Kultur erleben zu können zumal die Akustik der Thomaskirche Leipzig im Nachhall nachempfunden wurde. Der Leser reibt sich verwundert die Augen, – Thomaskirche-Nachhall? – Aber das ist in der modernsten Konzerthalle weltweit mit der “Wellenfeldsynthese” möglich..!! Die zwei Motetten waren ein konzertanter Genuss, überragend sind die Bässe zu benennen, was für ein stimmlich vollendetes Volumen war da zu hören, so manch bekanntes Vokalensemble würde vor Neid erblassen. Dem Leiter dieser jungen Truppe gehört ein Sonderlob, Prof. Gerhard Weinberger hat sie stimmlich fantastisch zu einem homogenen Vokal-Ensemble ausgebildet, es erklang eine Gesangs-Kultur auf hohem Niveau.
Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger
Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold. Leitung Prof. Gerhard Weinberger.
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Das Konzerthaus der Detmolder HfM verfügt nun über einen weltweit einzigartigen Raumklang: 325 programmierbare Lautsprecher können alle Arten von Raumakustik im Konzerthaus reproduzieren und modifizieren.
Informationen zur Wellenfeldsynthese. Nähere Angaben dazu über PDF nachstehend:
In der Programmfolge wurden drei Orgelwerke von J.S. Bach und Max Reger durch Prof. Gerhard Weinberger an der Klais-Orgel zu Gehör gebracht. Es ist immer ein Genuss, diesem fantastischen Orgel-Professor zuhören zu können, er zelebriert Bach in unnachahmlicher Manier, Das Orgelwerk von Reger: “Phantasie & Fuge über B_A_C_H op.46 – war ebenfalls ein Höhepunkt einer gekonnten Wiedergabe – wieder war die Wellenfeldsynthese ein hilfreicher Partner für die zu hörenden Orgelwerke.
An der Klais-Orgel Prof. Gerhard Weinberger mit dem Orgelwerk von Max Reger "Phantasie und Fuge über BACH op.46" assistiert von seiner Gattin Beatrice-Maria Weinberger
Nun erfolgte die eigentliche Ehrung: Überreichung “Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2009″ durch den Verband der Deutschen Schallplattenkritik – Herrn Ludolf Baucke.
Der Preis wurde aufgrund seiner Gesamt-Einspielungen der Orgelwerke von J.S. Bach verliehen. Diese Einspielungen stehen in nahezu jeder Hinsicht einzigartig da. Sie umfasst zum einen nicht nur den etablierten Werkkanon, sondern stellt auch zahlreiche Kompositionen – “zweifelhafter Echtheit” erstmals zur Diskussion. Zum zweiten sind nahezu ausschließlich Instrumente aus Bachs Wirkungskreis in “Thüringen und Sachsen zu hören – neben den Silbermann-Orgeln in Freiberg und Dresden auch vergessene Kleinode, wie etwa aus Mechterstädt und Büßleben (ergänzt durch Instrumente aus Trondheim, Groningen und Grauhof). Zum dritten ist es die stilistische und aufnahmetechnische Souveränität, mit der Gerhard Weinberger und das Label cpo in mehr als zwölf Jahren eine Referenz-Einspielung für das 21. Jahrhundert geschaffen hat.
Aufgrund der exzellenten Tonqualität der Orgel-CD-Aufnahmen, wurde der Toningenieur Herr Prof. Dr. Werner Czesla ebenfalls mit dem Schallplattenkritik-Preis geehrt.
Auszeichnungen an Prof. Gerhard Weinberger und an den Toningenieur Prof. Dr. Werner Czesla
Professor Tomasz Adam Nowak ehrte den Preisträger im Rahmen des Sonderkonzertes mit einer ausgelassenen Eigen-Orgelimprovisation über das Thema B-A-C-H . Das Publikum war schier aus dem Häuschen und dankte mit frenetischen Applaus dem Orgel-Professor für eine grandiose Vorführung an der Klais-Orgel.
Organist: Professor Tomasz Adam Nowak
Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie HfM Detmold
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Die Gesamt-Einspielungen der Orgelwerke von J.S. Bach sind bei jpc mit Hörproben erhältlich.
22 CD’s für 49,99 EURO
Cover: Gerhard Weinberger Orgel Gesamt-Einspielung J.S.Bach
BWV 225 Bach-Motette “Singet dem Herrn ein neues Lied”
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Es war ein Konzert als Sonntags-Matinee der Extra-Klasse, besetzt mit hervorragenden Organisten und ein profundes Vokal-Ensemble – alles klingt in mir noch prächtig nach, trotz der Schneemassen hat sich der kurze Anfahrtsweg vollends gelohnt und wird nicht der letzte Besuch dieser prächtigen Konzerthalle gewesen sein.
Weitere Fotos sind in meinem Web-Album hinterlegt..!!
Woher hat das “Bergische Land” seinen Namen? Wer die Landschaft sieht, könnte glauben, die Antwort ist einfach, es ist nämlich ziemlich bergig. Aber diese Überlegung ist FALSCH. Nein, die Fürsten von Berg, mit Sitz in Burg bei Solingen sind die Namensgeber.
Ein Sproß aus diesem Adelsgeschlecht, Engelbert I. Erzbischof zu Köln, ist Protagonist eines mittelalterlichen Krimis, der sich am 07.11.1225 bei Gevelsberg ereignet hat.
Im Alter von dreizehn Jahren wurde Engelbert mit kirchlichen Pfründen bedacht als Propst des Georgstifts von Köln, ein Jahr später als Dompropst. Er war weniger dem geistlichen Amt zugetan, als der praktischen und handfesten Politik. In Auseinandersetzungen zwischen Philipp von Schwaben und Otto IV. wurde er wegen falscher Parteinahme seines Amtes enthoben und sogar exkommuniziert.
Romantisierendes Gemälde auf Schloss Burg:
Engelbert tat Buße, unterwarf sich dem Papst, beteiligte sich 1212 am Kreuzzug gegen die Albigenser und wurde 1216 Erzbischof von Köln. Seine politischen und verwaltungstechnischen Erfahrungen nutzte er zum Aufbau und zur Reorganistion des Bistums. Als Reichsverweser für König Friedrich II. übte er die Herrschaft in verschiedenen Gebieten aus, Streitigkeiten um Machtansprüche rheinischer Grafen und von deren Verwandten standen auf der Tagesordnung. Als er 1225 an einem kalten Novembertag von Soest zurück nach Köln ritt, geriet er bei Gevelsberg in einen Hinterhalt und wurde von seinem entfernten Neffen Friedrich von Isenberg, der Klostervogt in Essen war, und seinen Komplizen, durch ca. 50 Verletzungen ermordet.
Denkmal in Gevelsberg für die Ermordung des Erzbischofes Engelbert
Heute vermutet man, dass der Mord nur aus Versehen geschehen ist und der Erzbischof -wie damals üblich- gefangen genommen werden sollte. Friedrich von Isenburg wurde in Köln gerädert und seine Isenburg (auf Essener Stadtgebiet mit traumhaftem Blick ins Ruhrtal nach Hattingen) geschliffen. Dieser Mord zog verschiedene Burgen und Stadtgründungen nach sich, z.B. entstand die Stadt Hamm/Westf. als Folge des Mordes.
Die Isenburg bei Hattingen:
Das archäologische Museum Herne widmet dieser Thematik im Kulturhauptstadtjahr 2010 die umfangreiche Sonderausstellung AufRuhr 1225! vom 27.02.-28.11.2010. Auf der Internetseite der Sonderausstellung sind auch interessante Videos über die Vorbereitung der Sonderausstellung.
Bei dem kleinen, aber feinen Label ORCHID Classics ist im letzten Jahr diese CD mit einem der 3 großen Liedzyklen Franz Schuberts erschienen. Seit kurzem ist sie auch in Deutschland zu erhalten.
James Gilchrist und Anna Tilbrook erzählen eine Geschichte, wie sie in dieser Intensität selten zu hören ist. Voller Farben, manchmal leuchtend, manchmal sehr fahl, sehr emotional, aber nie theatralisch nehmen sie den Zuhörer mit und lassen ihn trotz des unglücklichen Ausganges der Geschichte nicht ungetröstet zurück.
Die Geschichte selbst ist schnell erzählt: ein junger Müllergeselle folgt auf seiner Wanderschaft einem Bach, der ihn zu einer Mühle führt, wo er Arbeit findet. Er verliebt sich in die junge Müllerstochter, und – wie das Leben so spielt – wird diese Liebe nicht erwidert. Dies merkt er aber in seiner Ich-Bezogenheit erst nicht und wird dann nicht mit seiner Verzweiflung fertig. So wird der Bach, der ihn bis dahin wie ein Freund begleitet hat, sein Grab.
credit Jim Four
James Gilchrist ist den regelmäßigen Lesern dieses Blogs durch die Bach Cantata Pilgrimage wohlbekannt. Neben seinen Auftritten als Oratoriensänger vor allem des barocken Repertoires haben Liederabende, häufig auch mit Kompositionen zeitgenössischer Komponisten einen besonderen Stellenwert.
Anna Tilbrook ist eine der herausragenden jungen Pianisten Großbritanniens. Sie ist seit vielen Jahren regelmäßige Begleiterin James Gilchrists.
Sehr positiv anzumerken ist auch, dass die Booklet-Texte mit persönlichen Anmerkungen von James Gilchrist und einem Essay von Richard Morrison über Franz Schubert im Hinblick auf diesen Liedzyklus in deutscher Übersetzung enthalten sind, ungewöhnlich für eine in Großbritannien erschienene CD. Die Liedtexte sind für deutsche Hörer nicht wirklich notwendig – James Gilchrist hat eine exzellente Aussprache, von der sich so mancher muttersprachliche Sänger eine Scheibe abschneiden kann.
Wer die leisen Töne mag, sich berühren lassen möchte von der Musik und zwei herausragenden Künstlern, wird diese CD nicht missen mögen. Hier sind sie u.a. zu bekommen:
Und beurteilt bitte die Qualität der Aufnahme nicht nach den Bröckchen, die jpc anbietet. Selbst einzelne Lieder zu hören, vermittelt nicht annähernd die Magie, die sich entfaltet, wenn man sich hinsetzt, die Augen schließt und bei Nr.1 Das Wandern beginnt und nach Nr.20 Des Baches Wiegenlied aufhört. So ging es mir jedenfalls.
Barbara
1010 legte Bischof Bernward den Grundstein für St. Michael. Nördlich der Alpen gilt der Bau als einzigartig. Heute ist die Kirche Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Anläßlich der Feier 1000 Jahre St. Michaelis findet das zweite Konzert Ring Barock nicht nur in Herrenhausen sondern auch in der Kirche in Hildesheim statt. Zu hören sind Werke von Johann Sebastian Bach, Johann David Heinichen und Jan Dismas Zelenka.
St. Michaelis in Hildesheim
Die NDR Radiophilharmonie ist unter der Leitung von Roy Goodman zu erleben. Seine Arbeit ist geprägt von einem Interesse an historischen Instrumenten und historischer Aufführungspraxis.
Samstag, 20. Februar 2010, 20.00 Uhr
St. Michaelis, Hildesheim
Dirigent: Roy Goodman
Solisten:
Johannette Zomer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
James Gilchrist, Tenor
Peter Harvey, Bass
NDR Radiophilharmonie
NDR Chor
Das Programm:
Johann Sebastian Bach:
“Nun ist das Heil und die Kraft”, für Doppelchor und Orchester BWV 50
“Es erhub sich ein Streit”, Kantate für Soli, Chor und Orchester BWV 19
“Herr Gott, doch loben alle wir”, Kantate für Soli, Chor und Orchester BWV 130
Johann David Heinichen:
Concerto F-Dur Seibel 235
Jan Dismas Zelenka:
Sinfonia a-Moll a 8 concertanti ZWV 189
nun ist es also soweit: Essen ist Kulturhauptstadt 2010. Doch was verbirgt sich dahinter? Die ehemaligen Kathedralen der Arbeit werden zu Kunsttempeln, Konzertsälen oder einfach nur zu stummen Zeugen einer vergangenen Ära, die das Sinnbild der “Knochenmaloche” verkörpern. Damit ihr wisst, auf was ihr euch da einlasst, wenn ihr euch ins Ruhrgebiet begebt, ein kleines Video zum Einstimmen. Frank Goosen ist ein Bochumer Kabarettist und hält in “Mundart” einige Eigenarten seiner Bewohner fest.
Da Volker mich gebeten hat als “Native Speaker” und Anrheiner (Langenberg liegt ca. 10 Autominuten zur Stadtgrenze Essen) Licht in das komplexe Veranstaltungsdunkel zu bringen, komme ich seinem Wunsch gerne nach. In regelmäßigen Abständen werde ich über Veranstaltungen berichten, oder einfach nur sehenswerte, einzigartige Schätze dieser Region vorstellen. Heute möchte ich die Keimzelle der Stadt Essen näherbringen, die mit ihrer Sonderausstellung “Musica enchiriadis” sogar einen musikalischen Bezug hat. Ich möchte Euch den Essener Dom vorstellen, der echte Kunstschätze von Weltrang beherbergt. Er liegt so ein bisschen eingeklemmt zwischen Hauptbahnhof und Fußgängerzone und bietet ein wenig Stille und Einkehr bevor man sich wieder vom kapitalistischen Sog in die Fußgängerzone treiben läßt. Vorher allerdings noch ein wenig geschichtlicher Hintergrund.
Der Dom in Essen
Ersten Erwähnungen noch Astnide (älteste Form: Astnithi) genannt wurde, änderte der Stadtname sich über Astnidum, Astanidum, Asbidi, Asnid, Assinde, Asnida, Assindia, Essendia, Esnede, Essende, Essend zum heutigen Essen. Vermutungen legen nah, dass der Name ursprünglich eine Eschengegend bezeichnete.
Um 845 gründete eine Adelsfamilie um den späteren Bischof von Hildesheim, Altfrid, das Stift Essen für die Töchter des sächsischen Adels. Um etwa 852 begann der Bau der Stiftskirche, welche 870 fertiggestellt wurde. Dieses Damenstift war kein Kloster, sondern eine Art Wohn- und Bildungsstätte für unverheiratete Töchter und Witwen des Hochadels; geleitet wurde es von einer Äbtissin, die als einzige zum Ablegen eines Keuschheitsgelübdes verpflichtet war. Die “Herrschaft” der Frauen währte 1000 Jahre bis im Zuge der Säkularisation 1803 die Gemeinschaft aufgelöst wurde.
Eine der bemerkenswertesten Dame war die Äbtissin Mathilde. Sie war Enkelin des Kaisers Otto I., und übernahm die Stiftsleitung um 973. Sie lenkte die Geschicke des Stifts, und der zugehörigen Ländereien, fast vierzig Jahre. Mathilde vermehrte den Kirchenschatz um seine wertvollsten Stücke, unter anderem die “Goldene Madonna”, die älteste vollplastische Madonnenfigur der Welt. Nachdem Papst Johannes XXIII. Maria 1959 zur Patronin des Bistums Essen erhoben hatte, wurde die Figur vom damaligen Bischof Franz Hengsbach im Dom öffentlich ausgestellt. Seit dieser Zeit ist sie das Ziel zahlreicher Pilger.
Essen sein Schatz: die goldene Madonna
Die Goldene Madonna. Entstanden um 980-Domschatz in Essen
Die Sammlung von Kunstwerken aus dem 10. und 11. Jahrhundert bildet die weltweit wichtigste Sammlung ottonisch-salischer Goldschmiedekunst.
Domschatz-Essen:NRW
Ebenfalls einzigartig und kostbar ist die Gruppe der rund 30 gotischen Kunstwerke des Schatzes: Reliquiare, Kreuze, Monstranzen, Kelche und Handschriften, dazu die berühmten emaillierten Broschen aus der Zeit um 1400. Diese Werke entstanden in der Zeit vom 13. bis zum 15. Jahrhundert im Anschluss an den gotischen Neubau der Kirche und zeugen von der zweiten, langen Blüte des Damenstiftes im späten Mittelalter.
Am spannendsten ist es, die Ausstellung und den Dom im Rahmen einer Führung zu besuchen, was auch noch kurzfristig zu buchen ist, öffentliche Führung gibt es auch. Bei einer persönlichen Führung müßt ihr müsst dann unbedingt nach Hr. Teuber verlangen, der ist wirklich spitze.
Die Sonderausstellung “Musica enchiriadis” ist ab dem 3. Februar 2010 in der Domschatzkammer zu sehen:
Musica enchiriadis. Ältestes Zeugnis der Mehrstimmigkeit im christlichen Abendland
Kopie der mittelalterlichen Handschrift - musica enchiriadis
„Musica enchiriadis“ – dies ist der Name einer frühmittelalterlichen Handschrift, die Musikwissenschaftlern und Musikern vielleicht bekannt, aber für die meisten Laien nur ein unbekannter Zungenbrecher ist. Das wird sich in Essen ab dem 2. Februar vielleicht ändern. Denn mit der Ausstellung „Musica enchiriadis. Ältestes Zeugnis der Mehrstimmigkeit im christlichen Abendland“ eröffnet die Domschatzkammer am Dienstag, dem 2. Februar 2010, eine Sonderausstellung, deren Mittelpunkt genau dieses Musiktraktat sein wird. Zugleich ist sie Auftakt des SING!-Projektes Musica enchiriadis, das eine Konzertreihe zur Entwicklung der geistlichen Musik und begleitende Tagungen umfasst.
es war wieder einmal ein gelungenes Bach-Konzert, dass im Königsberger Dom (Kaliningrad) – vom MDR-Symphonieorchester am 23.1.2010 veranstaltet wurde. In der Sendung vom MDR am Sonntag konnte u.a. die in 2008 neu erbaute große “Schuke-Orgel” im Königsberger Dom bewundert werden.
Teilauszüge von dem Bach-Konzert im Königsberger Dom können in der MDR-Mediathek angesehen werden.
Bach-Konzert aus dem Königsberger Dom am 23.1.2010
Der Dom erhielt zwei neue vom Potsdamer Orgelbauer Schuke erbaute Orgeln, eine Chor- und eine Hauptorgel. Ein richtiges Prachtstück ist die Domorgel, ein Werk der international renommierten deutschen Orgelbaufirma Schuke. Seit ihrer Weihe im Januar 2008 gehört sie zu den großen Sehenswürdigkeiten Kaliningrads. Ein Instrument, verziert mit der Figur eines Phönix – dem Symbol für das Wiederauferstehen aus der Asche. Äußerlich ist die Orgel dem barocken Original von Josua Mosengel nachempfunden. Innen sind Haupt- und Chororgel ein High-Tech-Paket auf der Höhe moderner Orgelbaukunst, gebaut nach dem Vorbild der hochmodernen Erfurter Domorgel.
Die Kaliningrader Orgel ist mit 122 Registern und 8.500 Orgelpfeifen die größte des Landes. “Wer in Russland bedeutende Orgelwerke hören will, der muss nach Kaliningrad.” Denn diese Klangfülle, bestätigt Orgelbauer Vincent Schaper, gebe es definitiv sonst nirgends. Von der Planung bis zur Weihe war der 40-Jährige dabei. Und obwohl er schon viele Orgeln gebaut hat, sei dieser Auftrag ein ganz besonderer gewesen. Auch, weil ihn Elan und Improvisationstalent von Domdirektor Odinzow beeindruckt hätten: “Ohne ihn gäbe es wahrscheinlich weder Dom noch Orgel.” Aber er habe auch gespürt, dass das Hand-in-Hand-Arbeiten an diesem symbolträchtigen Bau und die teils sehr emotionalen Gespräche zwischen Deutschen und Russen nicht selbstverständlich seien. (1)
Die neue Schuke-Haupt-Orgel im Königsberger Dom
Programm:
Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur, daraus: Ouvertüre und Air
Johann Sebastian Bach: Orgel Präludium und Fuge C-Dur
Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll (bearbeitet für Orchester von Leopold Stokowski)
Camille Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 c-Moll “Orgelsinfonie” (dieser Programmpunkt wurde nicht vom MDR übertragen)
Mitwirkende:
MDR SINFONIEORCHESTER
Jun Märkl, Dirigent
Artjom Chatschaturow, Orgel
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Der junge Dom-Organist “Artjom Chatschaturow” spielte Anfangs an der großen Schuke-Orgel das Orgelwerk von J.S. Bach, BWV 547 Toccata und Fuge in C-Dur – Präludium. Leichte Fehler in der Ausführung waren nicht ausgeblieben, aber er ist noch sehr Jung und wird sich sein Rüstzeug an dieser wunderbaren Orgel noch erarbeiten.
YouTube:Eingangs-Satz “Präludium” BWV 547
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Wer sich eine eigene Meinung zu dem Bach-Abend in Königsberg bilden möchte, dem empfehle ich den oben im Beitrag angegebenen Mediathek-Link vom MDR aufzurufen.
Des weiteren stelle ich als Ergänzug zu meiner Kritik zum BWV 547 “Präludium” eine weitere Hörprobe zur Verfügung.
nach meiner Spurensuche vom “Bückeburger-Bach”, Johann Christoph Friedrich Bach, gibt es seit Januar 2010 eine Neuerscheinung seiner Symphonien Nr. 15 & 20, eingespielt vom Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Gottfried von der Goltz.
Cover: Symphonien 15 & 20 Johann Christoph Friedrich Bach
Ich hoffe, dass von diesem Bückeburger-Komponisten weitere Einspielungen folgen werden.
Eine kleine Hörprobe von der Symphonie Nr. 15 stelle ich zur Verfügung.
Konzerte und Sinfonien vom »Bückeburger« Bach
Mit der Einspielung von Werken von Johann Christoph Friedrich Bach, dem unbekanntesten der vier komponierenden Bach-Söhne, schließt das FBO seine mehrfach ausgezeichnete Reihe „Bachs Söhne“ bei Carus ab. Anders als seine prominenten Brüder Carl Philipp oder Johann Christian ist der „Bückeburger Bach“ nie aus der Provinz herausgekommen und diente als Hofmusiker vierzig Jahre lang an der Residenz der Grafen von Schaumburg-Lippe. Seine Musik ist aber alles andere als provinziell. Souverän bewegt sie sich zwischen den Stilen der beiden Brüder, verbindet sie den kunstvollen Anspruch Carl Philipps mit dem leichten italienischen Tonfall des jüngeren Bruders Johann Christian – und passt so in keine musikalische Schublade.
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heute bekam ich ein Interview mit dem Dirigenten “Enoch zu Guttenberg” zu lesen, das ungemein spannend und inhaltsreiche Aussagen zum Weihnachtsoratorium und J.S. Bach’s sonstige Werke – beinhaltet. Die Überschrift dieses Beitrages ist ein Zitat aus dem Interview. Weiterhin gibt es weitere Hinweise allgemeiner Art zu der Aufführungsform von Sakralen Werken in – Konzerthalle – Kirche – und der Zugang der Vermittlung zu dem gehörten Werk. Er äußert sich über Verdi – Haydn – Strauß – Harnoncourt u.s.w. Es ist ein Spitzen-Interview, das mich voll angesprochen hat, dafür danke an “kultiversum” zur Veröffentlichung…!!
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Dirigent: Enoch zu Guttenberg
Dirigent Enoch zu Guttenberg
Oberster Festspieler auf Herrenchiemsee
Er ist verantwortlich für eine der schönsten Festspielorte in Bayern. Mit enthusiastischer Leidenschaft gestaltet er die Musikfestspiele auf Herrrenchiemsee und macht diese zu einem besonderen Erlebnis. Er ist aber nicht nur Festspielleiter, sondern auch Dirigent vom Orchester der Klangverwaltung-Neubeuern (Bayern), mit dem er zusammen im Oktober diesen Jahres einen ECHO Klassik verliehen bekommen hat. (1+)
Enoch zu Guttenberg ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Dirigenten: Als Mitbegründer des BUND, Umweltschützer und Politiker ist er ebenso bekannt wie als Musiker, sein Sohn bekleidet zur Zeit den Ministerposten im Verteidigungsministerium. Dabei machte er durchaus eine „klassische“ Karriere: Nach seinem Kompositions- und Dirigierstudium in München und Salzburg übernahm er 1967 die Leitung der Chorgemeinschaft Neubeuern, die er zu einem weltweit anerkannten Ensemble formte. Auch seine 1997 gegründete KlangVerwaltung zählt inzwischen, mit regelmäßigen Auftritten im Wiener Musikvereinssaal, der Berliner Philharmonie oder dem Festspielhaus Baden-Baden zu den besten deutschen Orchestern. 1999 gründete Guttenberg die Herrenchiemsee Festspiele, wo er für seine Auffassung von Musik ebenso streitet wie in seinen zahlreichen Vorträgen. (+2)
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Link zum Interview mit – Enoch zu Guttenberg – nachstehend:
heute möchte ich mit meinem Bericht einmal über den “Tellerrand der Klassik” schauen aus Anlass des Auftritts von Max Raabe – (studierter Opern-Bariton) – mit seinem Palast Orchester in der Stadthalle Bielefeld.
Max Raabe in der Stadthalle Bielefeld
Max Raabe in Aktion
Max Raabe war mit seinem Palast Orchester in der Stadthalle Bielefeld und ich hatte eine Karte geschenkt bekommen.
Erst wollte ich gar nicht, dann dachte ich: das überlebst Du egal wie. Es war sooooo… schön! Ich hätte nie gedacht, dass ich auf solche Klänge abfahren würde. Bis ins kleinste Detail stimmte wirklich alles. Sein Orchester war einfach genial – wenn alle zwölf Musiker ihre Glöckchen einsetzten und ihren Jokus machten, sind mir vor Lachen die Tränen runtergelaufen. Am Schönsten war die 2. Zugabe: „Mein kleines Saxophon muss schlafen gehen – träum auch du“. Ein Musiker/inn nach dem/der anderen hörte auf zu spielen und verschwand mit seinem Instrument hinter der Bühne – einsam und allein blieb eine D-Trompete, die einen traumhaften Abschied blies.
Raabe hat mir mit seiner minimalistischen Sprache ausgesprochen gut gefallen, soviel versteckter Witz, soviel Charme habe ich selten erlebt. Ihr seht, ich bin immer noch ganz hin und weg. Jederzeit wieder Max Raabe sehen und hören……
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In der Sendung 3nach9 von Radio Bremen am 15. Januar 2010,
sang Max Raabe den Titel “Weißt Du was Du kannst”, begleitet wurde er dabei am Klavier von Christoph Israel.
Zur Sendung "3nach9 RB mit Max Raabe"
Zur Sendung von 3nach9 in das obige Foto klicken..!!
Hallo Prof. Weinberger-Fans in OWL – hier ist ein Highlight…!!
Ein Sonder-Konzert mit Prof. Gerhard Weinberger in der HfM in Detmold – Konzerthaus – am Sonntag, 31. Januar 2010 um11:30 Uhr.
Konzerthaus der HfM in Detmold
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Jahrespreis der Schallplattenkritik an Prof. G. Weinberger / Zur Vergößerung Flyer anklicken!!
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Johann Sebastian Bach: Sämtliche Werke für Orgel
Gerhard Weinberger an 23 historischen Orgeln
CDs bei cpo 777 363-2 (22 CDs; Vertrieb: jpc)
Diese Einspielung der Orgelwerke von Johann Sebastian Bach steht in nahezu jeder Hinsicht einzigartig da. Sie umfasst zum einen nicht nur den etablierten Werkkanon, sondern stellt auch zahlreiche Kompositionen “zweifelhafter Echtheit” erstmals zur Diskussion. Zum zweiten sind nahezu ausschließlich Instrumente aus Bachs Wirkungskreis in Thüringen und Sachsen zu hören – neben den Silbermann-Orgeln in Freiberg und Dresden auch vergessene Kleinode, wie etwa aus Mechterstädt und Büßleben (ergänzt durch Instrumente aus Trondheim, Groningen und Grauhof). Zum dritten ist es die stilistische und aufnahmetechnische Souveränität, mit der Gerhard Weinbergerund das Label cpo in mehr als 12 Jahren eine Referenz-Einspielung für das 21. Jahrhundert geschaffen haben.
Aus diesem Anlass wird Herrn Prof. Gerhard Weinberger der Jahrespreis der “Deutschen Schallplattenkritik 2009″ verliehen.
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Video-YouTube:
Johann Sebastian Bach (1685-1750) Chorale Prelude “Erbarm dich mein, o Herre Gott” BWV 721 Gerhard Weinberger at the Treutmann organ in Grauhof bei Goslar, Germany
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Sonderkonzert anlässlich der Verleihung des Jahrespreises der “Deutschen Schallplattenkritik 2009″ an Prof. Gerhard Weinberger, Detmold am 31. Januar 2010.
Programm:
Johann Sebastian Bach (1685-1750): Motette “Der Geist hilft unser Schwachheit auf” BWV 226 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo – Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie, Leitung: Gerhard Weinberger
Begrüßung des Rektors – Prof. Martin Christian Vogel
Orgelmusik: Johann Sebastian Bach (1685-1750): Pièce d’Orgue G-Dur BWV 572 / Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Choralbearbeitung “Schmücke dich, o liebe Seele” à 2 claviers et pédale BWV 654 (aus den “Leipziger Chorälen”) – Gerhard Weinberger (Orgel)
Max Reger (1873-1916): Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 – Gerhard Weinberger (Orgel
Preis der Deutschen Schallplattenkritik: Überreichung des Jahrespreises 2009 an Prof. Gerhard Weinberger – Ludolf Baucke (Vorsitzender des Jahresausschusses)
Improvisation über das Thema B-A-C-H – Tomasz Adam Nowak (Orgel) / Johann Sebastian Bach (1685-1750)
J.S. Bach – Motette “Singet dem Herrn ein neues Lied” BWV 225 für zwei vierstimmige Chöre und Continuo – Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie, Leitung: Gerhard Weinberger
Eintritt frei
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Anfahrt zum Konzerthaus der HfM Detmold über Google-Maps
Ich hoffe, dass ich Teilnehmer aus OWL am Sonntag, 31.1.2020 um 11:30 Uhr in Detmold für dieses Highlight antreffen werde und wünsche uns ein schönes Konzert mit Werken von J.S. Bach…!!
ein sechsseitiges Interview mit der Violonistin “Anne-Sophie Mutter” ist in “DIE ZEIT” nachzulesen, es ist sehr interessant gehalten und beleuchtet u.a. die Problematik des Künstlers mit seinem Publikum im Konzert und persönliche Unzulänglichkeiten und persönliches aus ihrem Leben.
die Wiedereröffnung der J.S. Bach Dauerausstellung fand am 19. Dezember 2009, im Schlossmuseum Arnstadt, Schlossplatz 1, statt.
Schlossmuseum mit J.S. Bach-Dauerausstellung Arnstadt
“Im Jahre 1703, so schrieb Carl Philipp Emanuel Bach rückblickend über seinen berühmten Vater, erhielt er den Organistendienst an der neuen Kirche in Arnstadt. Hier zeigt er eigentlich die ersten Früchte seines Fleisses in der Kunst des Orgelspielens und in der Composition.”
Was im Laufe seines Lebens aus den ersten Früchten des jungen Johann Sebastian Bach in Arnstadt geworden ist, hat bis in die Gegenwart Generationen von Menschen tief beeindruckt.
In Arnstadt überlagerten sich verschiedene Lebens-, Erfahrungs- und Berufsbereiche des jugendlichen Bachs, die für sein weiteres Leben und Schaffen prägend waren. Johann Sebastian lebte in mitten der weitverzweigten und alteingesessenen Bach-Familie und ihrer Verwandten. In Arnstadt begann seine Berufslaufbahn als Organist. Er hatte an der Neuen Kirche seine erste Anstellung in diesem Amt und er erlebte in Arnstadt seine erste Liebe.
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Schwerpunkte der Ausstellung im “Schlossmuseum Arnstadt” sind:
Biografisches über Johann Sebastian Bach selbst, besonders seine Zeit in Arnstadt
Johann Sebastian Bachs in Arnstadt musikalisch tätigen Verwandte, deren Wohn- und Wirkungsstätten
Johann Sebastian Bachs Dienst in Arnstadt
Johann Sebastian Bachs musikalischen Frühwerke aus seiner Arnstädter Zeit
Die Geschichte der Neuen Kirche und der Kirchenbetrieb in Arnstadt
Eine thüringische Residenz an der Wende zum 18. Jh. und die damit verbundenen Zeitgenossen und Wegbegleiter Johann Sebastian Bachs in Arnstadt: Theologen, Juristen, Naturwissenschaftler, Regierungssekretäre, Bürgermeister, Kapellmeister und Lehrer
Musikleben in Arnstadt im 17. und frühen 18. Jh.
Thüringer Orgelbautradition anhand des Orgelspieltisches der Wenderorgel von 1703 und zweier Nachfolge-Spieltische aus der Neuen Kirche
Literatur zu Johann Sebastian Bach und seiner Arnstädter Zeit
Bachrezeption seit Ende des 19. Jahrhunderts
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Das Schlossmuseum in Arnstadt
Anhand von Faksimiles überlieferter Dokumente aus dem Kreisarchiv Arnstadt, dem Kirchenarchiv Arnstadt, dem Thüringer Staatsarchiv Rudolstadt und den Universitäts- und Forschungsbibliotheken in Gotha, Jena und Erfurt können wichtige Stationen aus dem Leben des jungen Musikers aufgezeigt werden. Ergänzt durch wertvolle Exponate aus dem Schlossmuseum Arnstadt wird das gesellschaftliche Leben der Zeit des 17. und 18. Jh. wieder lebendig. Besonders sehenswert sind zwei Musikinstrumente, die nach historischem Vorbild nachgebaut wurden. Die Meisterwerkstatt für Metallinstrumente Voigt in Markneukirchen fertigte eine Es-Alt-Barockposaune nach dem Vorbild der Nürnberger Instrumentenbauer Ehe aus dem 18. Jahrhundert. Die Posaune war eines der gebräuchlichsten Instrumente der Stadtmusikanten seit dem 16. Jahrhundert. Zu sehen ist auch ein Dulcian, Nachbau der Firma MOECK Musikinstrumente in Celle. Ein Dulcian ist eine Frühform des Fagotts, welches nachweislich Caspar Bach in Arnstadt spielte. (1)
ein so ungezwungen geführtes Interview der FT-FINANCIAL TIME mit “Sir J.E. Gardiner” ist mir nicht bekannt – ich musste oft schmunzeln über die getätigten Aussagen, dafür @Martin, ganz herzlichen Dank.
Sir J.E. Gardiner einmal als Illustration wunderbar gelungen.. (Bildrechte: James Ferguson)
Kurz-Ausschnitt aus dem Interview von Google-Übersetzung in deutsch:
Ein paar Tage, bevor ich den Dirigenten Sir John Eliot Gardiner, eine Kurzmitteilung zu erfüllen gibt mir eine gewisse Vorstellung, was sie erwartet. ”Just zu überprüfen, ob etwas gegen Wild-und / oder der Leber haben?Wird ein ganz hausgemachten Mittagessen und wir haben viele Ersatzteile Gummistiefeln. Sie können Schlamm-freundliche Kleidung zu tragen. “
Der Sender wird seine italienische Frau Isabella, der tätig wird, als Vermittler. Für Gardiner, drückte ein Mittagessen mit dem FT in den nächsten Lauf der Proben in London ist offenbar weniger bequem als er mich besuchen die Farm besitzt er in Südwest-England.
Link nachstehend zur Originalseite als PDF von FT-FINANCIAL TIME:
eines der Highlights dieser Woche hat Volker schon in einem extra Beitrag angekündigt – ich führe es hier noch einmal der Vollständigkeit halber mit auf. Dazu kommt ein zweites Highlight, eine Wiederholung der TV-Sendung über die Arbeit von Rosemary Nalden in Soweto, diverse andere Konzertübertragungen sowie passend zu einem der letzten Beiträge eine Sendung über Bücher und Musik, wobei ein Roman besprochen wird, der MICH sehr zum Nachdenken und Nachhören gebracht hat. Hier kommen meine Tipps in chronologischer Reihenfolge:
17.1.
MDR figaro
19:30-21:30 G. Friedrich Händel: “L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato”, Oratorium HWV 55
J. Sebastian Bach: “Auf, schmetternde Töne der muntern Trompeten” BWV 207a
Angharad Gruffudd Jones, Sopran; Joanne Lunn, Sopran; Katharine Fuge, Sopran;
Margaret Cameron, Mezzosopran;
James Gilchrist, Tenor;
Benjamin Davis, Bass; Michael McCarthy, Bass
Monteverdi Choir London,
English Baroque Soloists,
Leitung: John Eliot Gardiner
(Konzertmitschnitt aus der St. Jakobskirche Köthen, Bachfest Köthen 2002)
Deutschlandfunk
21-23 Georg Friedrich Händel “Israel in Egypt”. Oratorium für Soli, Chor und Orchester HWV 54
Monteverdi Choir English Baroque Soloists Leitung: John Eliot Gardiner
Aufnahme vom 23.8.09 aus der Basilika Kloster Eberbach
TV
BR-Fernsehen
12-13 Soweto strings
Dokumentarfilm, GB 2007
Das Leben der britischen Bratschistin Rosemary Nalden im schwarzrzen Township von Soweto
21.1. SWR2
8:30-9:00 SWR2 Wissen
Die Pianistin als Autorin
Wie Musik und Literatur zusammenspielen
Von Ellinor Krogmann
Das Thema Musik hatte nicht nur in der Literatur des beginnenden 19. Jahrhunderts Konjunktur. Auch in vielen zeitgenössischen Texten finden sich oft musikalische Bezüge. Da werden Musiker zu Romanfiguren, oder Musikstücke charakterisieren Lebensphasen der Protagonisten. Etwa im Roman “Kontrapunkt” der niederländischen Autorin und Pianistin Anna Enquist. Die Hauptfigur – ebenfalls eine Pianistin – beschäftigt sich mit den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Der Freiburger Autor Karl-Heinz Ott ist studierter Musikwissenschaftler und betrachtet den Stil eines Romans wie eine Komposition.
Wie findet eine musikalische Ausbildung ihren Niederschlag im literarischen Schreiben? Nur in der Wahl der Themen – oder auch in Sprache, Rhythmus und Stil?
(Produktion: 2008)
Ö1
10-11:35 Resonanzen 2010
Alte Musik im Konzert. Jordi Savall, Viola da Gamba; Ton Koopman, Cembalo.
“L’ Ange & le Diable”. Marin Marais: Suite d’un gout Étranger
* Jean de Sainte-Colombe: Les Pleurs
*Monsieur de Sainte-Colombe le fils: Fantaisie en Rondeau
* M. Marais: Couplets des Folies d’Espagne
* Louis Couperin: Chaconne C-Dur
* Jacques Duphly: La Forqueray f-Moll (Pièces de Clavecin, Troisième Livre)
* Antoine Forqueray: Portraits Musicaux
(aufgenommen am 16. Jänner im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses).
Präsentation: Bernhard Trebuch
(Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)
Bereits seit den 1970er Jahren verbindet Jordi Savall und Ton Koopman eine innige Freundschaft. In vielen Konzerten traten sie gemeinsam auf, etliche Plattenproduktionen entstanden aus dieser Zusammenarbeit. Mittlerweile sind die gemeinsamen Konzerte rar geworden, gehören doch beide Musiker als Dirigenten und Instrumentalisten zu den absoluten Stars der Musikwelt.
Umso erfreulicher ist es, dass sich Jordi und Ton gerade in Wien treffen, um für Kammermusik des französischen Barock eine Lanze zu brechen: Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden Gambenvirtuosen Marin Marais und Antoine Forqueray.
RBB
20-21
TALENTE UND KARRIEREN
mit Angelika Lucchesi
Das Calmus-Ensemble singt Kompositionen von Mendelssohn Bartholdy, Reger und Distler
22.1. HR2
20-22:30‘ Barockmusik von Purcell und Charpentier
David Blackadder, Trompete / Susan Gilmour Bailey, Sopran / David Allsopp, Alt / Nicholas Mulroy, Countertenor / Mark Dobell, Tenor / Matthew Brook, Bass
Choir of New College, Oxford
Collegium Novum
Leitung: Edward Higginbottom
Purcell: Trompetensonate • Charpentier: Caecilia Virgo et Martyr • Purcell: Chaconne für Streicher • Purcell: Ode for Cecilia’s Day
(Aufnahme vom 20. September 2008 aus dem Kloster Ambronay in den Rhone-Alpes)
Zwei große Cäcilien-Kompositionen stehen heute im Zentrum des Konzerts aus dem Kloster Ambronay in den französischen Alpen, Marc-Antoine Charpentiers (1643-1704) „Caecilia Virgo et Martyr“ von 1677 und Henry Purcells (1659-1695) „Ode for St. Cecilia’s Day“ von 1692. Auch heute noch gehört die Heilige Cäcilia zu den volkstümlichsten Heiligen. Die Märtyrerin des 3. nachchristlichen Jahrhunderts gilt als Schutzpatronin der Kirchenmusik; ihre Attribute sind Orgel, Geige, Schwert und Rose. Zu ihren Ehren wurden besonders im 17. und 18. Jahrhundert zahllose Werke komponiert. Während Charpentier in seinem „Caecilia Virgo et Martyr“ das Martyrium der Cäcilia mit ihrer Grausamkeit und Verlassenheit der Heldin in den Vordergrund stellt, betont Purcell in seiner Ode das Wunder der Musik im Schicksal der Märtyrerin. Die Ausführenden sind allesamt Spezialisten in der Musik des 17. Jahrhunderts. Der Choir des New College Oxford wurde im Jahr 1379 gegründet und zählt bis heute zu den besten Chören Englands. Der Spezialist für Alte Musik Edward Higginbottom hat die Leitung im Jahre 1976 übernommen. hr2-kultur sendet die Aufnahme des Konzerts vom 20. September 2008.
Übersichtshalber stelle ich noch einmal alle Gast-Konzerte in Deutschland für das Kalenjahr 2010 von Sir J.E. Gardiner seinen EBS und Monteverdi Choir hier zusammen.
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Königslutter im Kaiserdom am 7. Mai 2010 um 20:00 Uhr mit der h-moll Messe von J.S. Bach. Die Buchung von Eintrittskarten ist über einen Saalplan direkt möglich. Es gibt zwei Veranstalter, die Eintrittskarten ab s o f o r t vergeben. Des weiteren finden Gardiner-Konzerte in 2010 mit der Messe h-Moll, BWV 242 in Dortmund, Frankfurt und Leipzig statt.
Foto: Gardiner im Kaiserdom Königslutter – bei einer Probe…
Wie bekannt, cm ticket.de (Konzertbüro Reimann in Berlin) mit moderateren Eintrittspreisen – aber ohne Saalplan-Buchung:
Mit dem Stand vom 10. Januar 2010 ist das Abschlusskonzert mit J.E. Gardiner (h-Moll-Messe) für den 20.6.2010 in der Thomaskirche Leipzig restlos ausverkauft…!!
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Köthen Bach Festtage im September 2010
Flyer 23.Köthener Bach Festtage 2010
Gardiner und EBS gastieren am 2. und 3. September 2010 “Instrumental” bei den 23. Köthener Bach Festtage im Köthener Schloss-Bachsaal und in der St. Jakob Kirche.
ein begeisterndes Konzert mit internationalen Trompeten-Größen – Elisa Koehler; Baltimore-USA, Trompete – Reinhard Ehritt, Solotrompeter im WDR-Rundfunkorchester – gab es am 10.01.2010 in der Zionskirche Bielefeld-Bethel zu bewundern. Dieses Konzert wurde vom “Posaunenwerk der evangelischen Kirche Westfalen” veranstaltet. Weitere Mitwirkende waren das Kammerorchester aus Studierenden der Hochschule für Musik aus Detmold.
Trompete: Elisa Koehler; Baltimore-USA, Reinhard Ehritt, Solotrompeter im WDR-Rundfunkorchester
Kammerorchester aus Studierenden der Hochschule für Musik aus Detmold
Sopran: Cosima Henseler
Leitung: Joachim Harder
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Wer kennt schon den Komponisten Johann Wilhelm Hertel?
Hier seine Kurzbiographie:
Johann Wilhelm Hertel (1727-1789) war ein deutscher Komponist. Hertel stammte aus einer Eisenacher Musikerfamilie, erhielt Unterricht in Violine und Klavier durch seinen Vater Johann Christian Hertel. Im Jahr 1742 kam er mit diesem nach Mecklenburg-Strelitz, wo er 1744 als Geiger und Cembalist tätig war. Nach Studien in Zerbst und Berlin kam er 1754 zunächst als Konzertmeister, dann als „Hof- und Capell-Compositeur“ nach Mecklenburg-Schwerin. Unter Herzog Christian Ludwig II. schrieb Hertel insbesondere repräsentative Instrumentalmusik, unter dessen Nachfolger Friedrich verlagerte sich der Schwerpunkt seines Schaffens auf geistliche Musik. Von 1759 bis 1760 war er Organist an der Stralsunder Marienkirche. (aus Wikipedia)
In der Sinfonie D-Dur von Johann Wilhelm Hertel schenkte die Trompeterin Elisa Koehler aus Baltimore/USA – Schliff und Geschmeidigkeit in musizierfroher Auffächerung. Gestische Prägnanz zwischen Empfindsamkeit und Übermut, duftige Largo-Töne und brillante Vivace-Spielfreude zeichneten die Wiedergabe aus.
Als ein Juwel entpuppt sich die junge Sopranistin: Cosima Henseler in der Kantate BWV 51 “Jauchzet Gott in allen Landen”. Die Kiritik der NW dazu:
…..in deren Eingangsarie und Schluss-Halleluja Trompete und Sopran einander an virtuoser Koloraturlust überbieten. Die Detmolder Hochbegabung Cosima Henseler sang den Fünfsätzer technisch absolut makellos und beredt im Bachschen Affetto.
Meinungsaustausch über J.S. Bach die Cantata Pilgrimage 2000 durchgeführt von Sir J.E. Gardiner im Bachjahr 2000 und sonstige Klassik-Themen von der Renaissance bis zur Romantik.
Weiterhin werden die Themen: Orgel, Vokalmusik und Instrumentalmusik, News, CD's, Kritiken, Konzertbesuche-Bewertungen, Biographien von Dirigenten, Orchestern und Solisten im Diskussionsforum behandelt.
Fotos und begleitende Texte zu den Wirkungsstätten und Orgelabnahmen von J.S. Bach stehen zur Verfügung.
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