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CD-Vorstellung: Schubert „Die Winterreise“ mit James Gilchrist und Anna Tilbrook


Aller guten Dinge sind drei: nach Die schöne Müllerin und Schwanengesang ist jetzt mit der Winterreise die Aufnahme des dritten großen Liederzyklus von Franz Schubert mit James Gilchrist und Anna Tilbrook bei ORCHID Classics veröffentlicht worden. Und – um es vorweg zu nehmen – diese Aufnahme bietet noch einmal eine Steigerung, und ich möchte meinen Eindruck ganz profan zusammenfassen: Das Beste kommt zum Schluss!

In Winterreise vertonte Franz Schubert, wiederum wie bei Die schöne Müllerin, Gedichte von Wilhelm Müller. Auch hier gibt es ein den ganzen Zyklus durchziehendes Grundgerüst. Ein junger Mann verlässt seine Freundin/Geliebte und die Stadt, in der sie lebt. Im Laufe der folgenden 23 Lieder durchlebt er alles, was ein an der Liebe verzweifelter Mensch aushalten zu müssen glaubt. Die erste Hälfte des Zyklus ist eher von der Flucht aus der Stadt und von dem Blick auf sein Inneres bestimmt, während sich in der zweiten Hälfte, die Schubert ein halbes Jahr später vertonte, der Blick des jungen Mannes eher nach außen richtet und die Todessehnsucht immer mehr wächst. Zum Schluss hat er als Begleitung nur einen alten Leiermann, der an seiner Leier drehend im Nichts entschwindet. Als Schubert seinen Freunden die erste Hälfte des Zyklus vorführte, waren diese über das düstere Wesen der Lieder bestürzt. Schubert jedoch hielt sie für seine besten Werke. Mittlerweile gehört die Winterreise zu den wichtigsten Werken im Bereich des Kunstliedes.

Cover WinterreiseNach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, mich diesem Werk zu nähern, wartete ich gespannt auf diese CD, nachdem ich durch die beiden zuvor erschienen vom Saulus zum Paulus im Bereich Lied bekehrt wurde. Und James Gilchrist ist gemeinsam mit Anna Tilbrook wieder der Sänger, der sich NICHT auf das Podium stellt und den Zuhörer ob seiner großen Kunst in Ehrfurcht erstarren lässt. Nein, er klettert herunter auf Augenhöhe und ist der Erzähler, der mitleidet, der auf alle Distanz verzichtet, der den Zuhörer an die Hand nimmt und ihm dank seiner Eindringlichkeit keine Chance gibt, sich den geballten Emotionen zu entziehen. Da höre ich, wie getrieben sich der junge Mann fühlt, wie hilflos, wie die Zeit stehen bleibt, er wie gelähmt ist oder wie plötzlich das Grauen und der Schmerz mit großer Kraft hervorbricht. Ich höre große Spannungsbögen, ganz fahle, aber auch sehr innige, zarte Töne, sowie Töne, die einfach verschwinden und andere, die wehtun. Ich höre und fühle die Erschöpfung und die Verzweiflung darüber, die ganze Seelenqual und die Aggressivität, die emotionale Berg- und Talfahrt, die Eiseskälte in der Winterlandschaft und im Herzen und das Fragezeichen ganz am Ende. Gilchrist scheut sich nicht, bis an die Grenzen des Singbaren und auch darüber hinaus zu gehen. Dadurch wird es eine ganz besonders berührende Reise, mit einer Spannung, die sich von Lied zu Lied steigert. Ich brauchte eine lange, sehr lange Zeit der Stille, bis ich wieder bei mir selbst war – in der Gewissheit, dass nach jedem Winter ein Frühling kommt, dass es nach jeder Dunkelheit wieder hell wird. Denn auch dies steckt in der Musik. Nicht im Text, aber in der Musik. So habe ich es jedenfalls bei dieser Aufnahme empfunden. Ich lasse es jetzt bei diesem Gesamteindruck und gehe nicht auf einzelne Lieder ein. Denn als ich den Versuch machte, die Lieder mit Text vor den Augen und Stift in der Hand zu hören, packte mich sehr schnell dieser Sog, den beide Künstler entfachen, nämlich sich einfach der Musik zu überlassen und mit auf die Reise zu gehen.

Hilfreich ist dabei natürlich auch die exzellente Aussprache von James Gilchrist, die in kaum einem Punkt den nicht muttersprachlichen Sänger erkennen lässt. Jedenfalls hat mich nichts aus meiner Versenkung während des Hörens herausgeholt. Ganz im Gegenteil – dieser Sänger weiß ganz genau, was er singt und er bezieht das Element Sprache und den Sprachfluss sehr bewusst in seine Interpretation mit ein. Da gibt es z.B. zart hingetupfte, an anderen Stellen explodierende Konsonanten, wie es in dem jeweiligen Kontext einfach nicht anders sein kann. Das ist selbst bei deutschen Sängern, auch bei durchaus sehr bekannten, nicht selbstverständlich. Ganz besonders fiel mir der natürliche Sprachfluss auf. Vielleicht ist es ja auch für einen ausländischen Sänger von Vorteil, unbelastet mit den Unterrichtseinheiten zu Sturm und Drang während der Schulzeit und der in jedem Wunschkonzert anzutreffenden Silcherschen Männerchorversion von Am Brunnen vor dem Tore dieses Werk zu entdecken und somit vielleicht nicht als „Lyrisches Ich“ Distanz halten zu müssen.

Anna Tilbrook und James Gilchrist
A. Tilbrook + J. Gilchrist, © Patrick Allen, operaomnia.co.uk

Man hört, dass James Gilchrist und Anna Tilbrook dieses Werk schon sehr oft gemeinsam aufgeführt haben, wie James Gilchrist in seinem umfangreichen Beitrag zur Winterreise im Allgemeinen und im Besonderen im Booklet (auch wieder in deutscher Übersetzung) ausführt und dass sie sehr, sehr vertraut damit sind. Meiner Meinung nach ist dies die ausgereifteste und am meisten berührende Interpretation, die ich von beiden zusammen bzw. von James Gilchrist im Bereich Lied gehört habe. Fast bedauere ich es etwas, dass Franz Schubert nicht 4 große Liedzyklen vertont hat und diese kleine Reihe hiermit beendet ist.

Dies sind meine ganz persönlichen Eindrücke, die ganz bestimmt nicht jeder teilen wird. Aber hört selbst und bildet Euch Euer eigenes Urteil.

Diese Aufnahme ist vor der renommierten britischen Musikzeitschrift „BBC Music Magazine“ in seiner Weihnachtsausgabe als „Einspielung des Monats“ ausgezeichnet worden. Unter der Überschrift „Eine abschreckende Winterreise“ zeigt sich Michal Tanner beeindruckt von James Gilchrists „verheerender Winterreise“. Ein paar kurze, übersetzte Auszüge zeigen dies deutlich:
[…]Dies ist eine eindrucksvolle, tief beunruhigende Einspielung dieses bedeutendsten Liederzyklus. […]
[…]Gilchrist ist stetig frisch und erfrischend in seinem Annäherungsversuch, ohne jemals gekünstelt zu wirken. Das Gleiche gilt, eigentlich noch mehr, für seine Pianistin Anna Tilbrook. Sie setzt in nahezu jedem Lied neue Glanzlichter […]
[…]Gilchrist und Tilbrook brechen zu der langen Reise mit viel Hoffnung und Erwartung auf, als ob sie eine Chance spüren, dass die Dinge nicht so schlimm sind wie sie scheinen. Dies verstärkt nur das unerträgliche Leiden, das später kommt, wenn dem Wanderer die Hoffnung verloren geht[…]
[…]Natürlich ist die Winterreise so metaphysisch großartig, dass mehr als eine Einspielung einschließlich der verschiedenen „Wilden“ unbedingt erforderlich ist. Ich werde die CD jedoch als eine der unbedingt erforderlichen Interpretationen ebenso wie eine der am besten ausgewogenen zwischen zwei Partnern schätzen. […]

Derzeit ist die CD in Deutschland bei Amazon und JPC zu erhalten. Wer über ein PayPal-Konto verfügt, kann auch direkt beim Label Orchid Classics bestellen. Dank günstigem Kurs und Verzicht auf Versandkosten auch nach Deutschland ist das eine günstige Alternative.

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Link zum BBC Music Magzine Podcast  (Beginn des Beitrages zur Winterreise nach ca. 1 1/2 Minuten)

 

Deutschsprachige Rezensionen

Einsatz aus dem Nichts
KulturSPIEGEL 2/2012, Seite 32/33

Differenzierte Winterreise
Klassik.com, 2.2.2012

 

Andere zum Thema passende Blogartikel: 

Biografie James Gilchrist 

Der Textverfasser des Liederzyklus: „Schubert’s Winterreise“ Johann Ludwig Wilhelm Müller, Dessau 

CD-Vorstellung: „Die Schöne Müllerin“ – James Gilchrist 

CD-Vorstellung: Beethoven „An die ferne Geliebte“ und Schubert „Schwanengesang“ – James Gilchrist und Anna Tilbrook

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CD-Vorstellung: Beethoven „An die ferne Geliebte“ und Schubert „Schwanengesang“ – James Gilchrist und Anna Tilbrook


Vor fast einem Jahr stellte ich Euch die beeindruckende erste CD der Schubert-Reihe von James Gilchrist und Anna Tilbrook bei dem Label ORCHID Classics mit dem Liedzyklus „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert vor.

Vor kurzem ist die zweite CD der beiden Künstler in dieser Reihe erschienen, diesmal mit den beiden Liedzyklen „An die ferne Geliebte“ von Ludwig van Beethoven sowie mit „Schwanengesang“ von Franz Schubert. Auch diese CD ist sehr bewegend. Alles, was ich damals geschrieben habe, wird bestätigt und sogar noch übertroffen. Die regelmäßigen Leser dieses Blogs wissen, dass es von mir keine musikwissenschaftlich fundierte und ausgewogene Rezension gibt, sondern, dass ich meine persönlichen Eindrücke schildere, die bestimmt nicht allgemeingültig zu sehen sind.

 

„An die ferne Geliebte“ von Ludwig van Beethoven wird als der erste Liederzyklus überhaupt angesehen. Orginalzitat James Gilchrist:“ … Das Werk hat etwas besonders Zierliches an sich und eine Leichtigkeit, die fast ehrfürchtig anmutet. Es ist wunderschöne gearbeitet, besitzt durch die sanften Accelerandi zwischen den Sätzen eine ruhelose, jugendliche Aufregung sowie eine besonders befriedigende Symmetrie, die sich dank des ersten und letzten Satzes – die beide in der warmen, angenehmen Tonart Es-Dur stehen – einstellt. …“ Ja, und so singt er es auch, wunderschön, voller Wärme, voller Zuneigung – sehr, sehr innig.

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Anfang April 2011 veröffentlichte ORCHID Classics ein Promotion-Video, in dem es Ausschnitte aus der CD mit ergänzenden Kommentaren von James Gilchrist zu hören und zu sehen gibt.:

 

„Schwanengesang“ (D 957) ist eine Sammlung von Liedern des Komponisten Franz Schubert (1797–1828). Die Lieder entstanden August bis Oktober 1828. Die Werkzusammenstellung beinhaltet vertonte Gedichte von Ludwig Rellstab, Heinrich Heine und eins von Johann Gabriel Seidl. Da es sich um Schuberts letzte größere Komposition handelt, erhielt die postum veröffentlichte Sammlung nachträglich den Namen Schwanengesang, traditionell die Bezeichnung für das letzte Werk eines Künstlers. Dies bedeutet jedoch nicht – wie James Gilchrist in seinem Beitrag im Booklet sehr schön ausdrückt – dass der Zyklus ein Alterswerk, sondern das Werk eines jungen Komponisten und noch jüngerer Dichter darstellt. Die einzelnen Lieder bieten eine sehr große Spannbreite an Emotionen und Intensität. Sie erzählen keine durchgehende Geschichte wie in „Die schöne Müllerin“ oder „Winterreise“. Da gibt es bei den Rellstab Liedern freundliche Lieder wie „Liebesbotschaft“, die James Gilchrist eben auch freundlich und mit sehr viel jugendlichem Enthusiasmus singt. Da gibt es „Kriegers Ahnung“, fast eine kleine Oper, die er hier voller Dramatik den Zuhörer erleben lässt. Was müsste dieser Sänger auf der richtigen Opernbühne lebendig werden lassen? Und natürlich – das von Wunschkonzerten überstrapazierte „Ständchen“: liebevoll, zärtlich, innig – aber nie kitschig. Welch ein Genuss!

Die Heine-Lieder sind stilistisch ganz anders, eine viel größere Bandbreite an Farben und eben auch an Farblosigkeit, die Sänger und Pianistin wirklich alles abverlangen. So wie die Musik wirklich an Grenzen geht, müssen das auch die Interpreten tun. „Der Atlas“: hier interpretieren sie nicht nur den Kampf, sie erleben ihn und machen ihn regelrecht fühlbar, diesen unglaublichen, unmenschlichen, zermürbenden Kampf des Atlas. Und am anderen Ende steht „Der Doppelgänger“. Mit welch fahlen Tönen machen sie die innere Qual so hörbar, dass sich beim Zuhörer unweigerlich Gänsehaut einstellt.
James Gilchrist will erzählen, will, dass man ihm zuhört, will berühren und er tut das auf eine sehr berührende, sehr persönliche Art und Weise und ganz nebenbei – mit einer nahezu perfekten Aussprache. Wie ich bei der letzten CD schon schrieb: eine Deutlichkeit, von der sich so mancher muttersprachliche Sänger eine Scheibe abschneiden kann. Ganz im Gegenteil, es gibt durchaus sehr bekannte deutsche Liedsänger, die immer wieder als Maßstab herangezogen werden, bei denen ich ständig zusammenzucke. Hier sind es mal ein oder zwei Stellen, wo ein wenig Akzent durchschimmert, wie unwichtig in diesem Kontext. Wie gut, dass die CD mit der „Taubenpost“ schließt, das letzte von Franz Schubert komponierte Lied vor seinem plötzlichen Tod mit einem sehr naiven Text, aber mit so wunderschöner Musik und so wunderbar gesungen. Keiner muss am Ende verzweifeln, mit einem Lächeln geht das Leben weiter.

Dies ist für mich ganz persönlich meine CD des Jahres. Normalerweise scheue ich solch eine Aussage, weil ich mich nie entscheiden kann, was wirklich das Beste ist und Oratorien, Instrumentalkonzerte und Lieder wirklich nicht miteinander vergleichbar sind. Hier liegt ein Stapel verschiedenster neuer CDs mit ganz großartiger Musik. Aber diese Cd liegt bei mir ganz oben, wegen ihrer unglaublichen Intensität, dieser starken persönlichen Ansprache, ja ganz einfach, weil sie ganz tief berührt. Mich jedenfalls.

Hier die Links zum Bestellen:
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Es gibt die CD auch als Downloadversion, aber zumindest bei JPC ist nicht das Booklet dabei. Dabei ist dies, da alle erklärenden Texte auch in Deutsch enthalten sind, sehr lesenswert.

Wenn ich schon dabei bin, stelle ich Euch gleich noch eine zweite CD von James Gilchrist und Anna Tilbrook vor, die nahezu zeitgleich mit einem Kontrastprogramm bei Linn Records erschienen ist. Hier sind Werke von Kenneth Leighton (1929-1988) und Benjamin Britten (1913-1976) zu hören. Für unsere Bach-geschulten Ohren ist es etwas schwierige Musik. Aber es lohnt sich, einmal über seinen Horizont herauszuschauen und ein wenig Mühe und Zeit zu investieren. Winter Words von Benjamin Britten ist ein sehr bekannter Zyklus, den Britten für seinen Lebensgefährten Peter Pears geschrieben hat. Sehr interessante Musik, die mich zwar nicht wirklich anspricht, vielleicht, weil ich nicht auf Anhieb den Sinn der Texte verstehe oder da, wo ich verstehe (Choirmasters Burial), ich zutiefst betroffen bin, aber so, WIE sie gesungen wird von Gilchrist, ist sie sehr beeindruckend. Kenneth Leightons „Earth, sweet earth“ dagegen hat mich beim ersten Hören, obwohl auch dies für mich sehr ungewohnte Musik ist, regelrecht in Trance fallen lassen. Es geht, wenn ich es richtig verstanden habe, um die Bewahrung der Schöpfung vor Zerstörung, ein mehr als aktuelles Thema. Sehr bewegende Musik – und sehr bewegend, zu Herzen gehend gesungen.

Auch hier die Links zum Bestellen:
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Ein ganz persönlicher Eindruck von zwei ganz unterschiedlichen CDs – aber beiden gemeinsam ist die unglaublich Intensität, mit der James Gilchrist und Anna Tilbrook Musik lebendig werden lassen. Auf die Winterreise, die sicher folgen wird, bin ich jetzt schon gespannt.
Barbara

CD-Vorstellung: „Die Schöne Müllerin“ – James Gilchrist


Bei dem kleinen, aber feinen Label ORCHID Classics ist im letzten Jahr diese CD mit einem der 3 großen Liedzyklen Franz Schuberts erschienen. Seit kurzem ist sie auch in Deutschland zu erhalten.

Schubert - Die Schöne Müllerin

James Gilchrist und Anna Tilbrook erzählen eine Geschichte, wie sie in dieser Intensität selten zu hören ist. Voller Farben, manchmal leuchtend, manchmal sehr fahl, sehr emotional, aber nie theatralisch nehmen sie den Zuhörer mit und lassen ihn trotz des unglücklichen Ausganges der Geschichte nicht ungetröstet zurück.

Die Geschichte selbst ist schnell erzählt: ein junger Müllergeselle folgt auf seiner Wanderschaft einem Bach, der ihn zu einer Mühle führt, wo er Arbeit findet. Er verliebt sich in die junge Müllerstochter, und – wie das Leben so spielt – wird diese Liebe nicht erwidert. Dies merkt er aber in seiner Ich-Bezogenheit erst nicht und wird dann nicht mit seiner Verzweiflung fertig. So wird der Bach, der ihn bis dahin wie ein Freund begleitet hat, sein Grab.

James Gilchrist

credit Jim Four

James Gilchrist ist den regelmäßigen Lesern dieses Blogs durch die Bach Cantata Pilgrimage wohlbekannt. Neben seinen Auftritten als Oratoriensänger vor allem des barocken Repertoires haben Liederabende, häufig auch mit Kompositionen zeitgenössischer Komponisten einen besonderen Stellenwert.

Anna Tilbrook

Anna Tilbrook ist eine der herausragenden jungen Pianisten Großbritanniens. Sie ist seit vielen Jahren regelmäßige Begleiterin James Gilchrists.

Sehr positiv anzumerken ist auch, dass die Booklet-Texte mit persönlichen Anmerkungen von James Gilchrist und einem Essay von Richard Morrison über Franz Schubert im Hinblick auf diesen Liedzyklus in deutscher Übersetzung enthalten sind, ungewöhnlich für eine in Großbritannien erschienene CD.  Die Liedtexte sind für deutsche Hörer nicht wirklich notwendig – James Gilchrist hat eine exzellente Aussprache, von der sich so mancher muttersprachliche Sänger eine Scheibe abschneiden kann.

Wer die leisen Töne mag, sich berühren lassen möchte von der Musik und zwei herausragenden Künstlern, wird diese CD nicht missen mögen. Hier sind sie u.a. zu bekommen:

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Und beurteilt bitte die Qualität der Aufnahme nicht nach den Bröckchen, die jpc anbietet. Selbst einzelne Lieder zu hören, vermittelt nicht annähernd die Magie, die sich entfaltet, wenn man sich hinsetzt, die Augen schließt und bei Nr.1 Das Wandern beginnt und nach Nr.20 Des Baches Wiegenlied aufhört. So ging es mir jedenfalls.
Barbara