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J.S. Bach – Kantate BWV 18 „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ – Kantate am Sonntag Sexagesimae!


J.S. Bach – Kantate BWV 18 „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ – Kantate am Sonntag Sexagesimae.

„Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ (BWV 18) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Weimar für Sexagesimae, wahrscheinlich bereits 1713.

Bach arbeitete ab 1708 für den Weimarer Hof. Am 2. März 1714 wurde er zum Konzertmeister ernannt. In dieser Position hatte er unter anderem die Aufgabe, einmal im Monat eine Kirchenkantate zu komponieren, die in der Schloßkirche aufgeführt wurde. Bach schrieb diese Kantate für den Sonntag Sexagesimae, den vorletzten Sonntag vor der Passionszeit. Die vorgeschriebenen Lesungen waren 2 Kor 11,19 LUT – 2 / Kor 12,9 / LUT und Lk 8,4–15 LUT, das Gleichnis vom Sämann.

Bach vertonte einen Text von Erdmann Neumeister, den dieser für den Hof in Eisenach geschrieben und in Gotha 1711 in der Sammlung Geistliches Singen und Spielen veröffentlicht hatte. Georg Philipp Telemann hatte ihn bereits zuvor vertont. Der Text zitiert zunächst Jesaja (Jes 55,10–11 LUT), der die Wirkung von Gottes Wort durch einen Vergleich mit Regen und Schnee veranschaulicht, mit Bezug zum Evangelium. Im folgenden Satz fügt der Dichter eine Warnung vor den Gefahren, die Gottes Wort bedrohen, abschnittsweise Bitten aus der Litanei Martin Luther´s ein. Der Schlusschoral ist die achte Strophe von Lazarus Spenglers Kirchenlied „Durch Adams Fall ist ganz verderbt“ (1524).

Die Kantate ist ein frühes Werk Bachs. Alfred Dürr datiert sie auf spätestens den 24. Februar 1715, wahrscheinlicher ein oder zwei Jahre früher. Christoph Wolff stellt dagegen fest: „Die originalen Aufführungsstimmen haben sich erhalten und erlauben eine Datierung auf das Jahr 1713“. Bach führte die Kantate erneut in Leipzig 1724 auf, mit erweitertem Instrumentarium und in einer anderen Tonart. Das Werk wurde dann wahrscheinlich zusammen mit der neu komponierten Kantate „Leichtgesinnte Flattergeister“ aufgeführt.

Wie andere Kantaten aus der Weimarer Zeit ist das Werk für ein kleines Ensemble gesetzt, drei Solisten, Sopran, Tenor und Bass, vierstimmigen Chor, vier Violen und Basso continuo mit Violoncello und Fagott. In einer Leipziger Fassung von 1724 oktavieren zwei Blockflöten die beiden höchsten Viola-Stimmen. John Eliot Gardiner vergleicht ihren Einsatz mit dem eines Orgel-Vierfußregisters. Die Kantate beginnt in der Weimarer Fassung in g-Moll, in der Leipziger Fassung in a-Moll.

Die Kantate, die mit einer Sinfonia beginnt, enthält fünf Sätze.

1. Sinfonia
2. Recitativo (Bass): Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt
3. Recitativo e chorale (Litanei) (Tenor, Bass, Chor): Mein Gott, hier wird mein Herze sein – Du wollest deinen Geist und Kraft
4. Aria (Sopran): Mein Seelenschatz ist Gottes Wort
5. Choral: Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund

Die Kantate beginnt mit einer Sinfonia in g-Moll, die fallenden Regen und Schnee durch fallende Phrasen veranschaulicht. Sie ist in Da capo-Form und erinnert sowohl an eine Chaconne als auch ein Concerto. Die vier Bratschen und das Continuo mit Fagott und Cello sorgen für ein ungewöhnliches Klangbild.

Das Zitat von Jesaja wird vom Bass, der Vox Christi (Stimme Christi), gesungen als Secco-Rezitativ. Es ist Bachs erste Verwendung eines Rezitativs in einer Kirchenkantate.

Der zentrale Satz ist in Bachs Kantaten einzigartig: Der Chor-Sopran unterbricht viermal das Rezitativ der männlichen Solisten durch eine Bitte, die vom Chor durch den Ruf „Erhör uns, lieber Herre Gott!“ verstärkt wird. Das Rezitativ ist Adagio bezeichnet und steht in Es-Dur, während die eingeschobene Litanei dramatisch erscheint, Allegro in c-Moll.

Die einzige Arie, in Es-Dur, wird von den vier Bratschen unisono begleitet. Die Kantate schließt mit einem schlichten vierstimmigen Satz von Spenglers Lied, dem ersten von Bachs zahlreichen Choralsätzen als Abschluss von Kirchenkantaten.

Ausführende:

Adele Stolte, Sopran; Peter Schreier, Tenor;
Theo Adam, Bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig

Dirigent: Thomaskantor Erhard Mauersberger

Aufnahme von November 1967
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J.S. Bach Cantata BWV 18 „Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ („As rain and snow fall from the sky“) – Cantata on Sunday Sexagesimae.

„Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt“ („Like the rain and snow falling from the sky“) (BWV 18) is a church cantata by Johann Sebastian Bach. He composed them in Weimar for Sexagesimae, probably as early as 1713.

Bach worked from 1708 for the Weimar court. On March 2, 1714, he was appointed concertmaster. In this position he had, among other things, the task of composing a church cantata once a month, which was performed in the castle church. Bach wrote this cantata for Sunday Sexagesimae, the penultimate Sunday before Passion time. The prescribed readings were 2 Cor 11,19 LUT – 2 Cor 12,9 LUT and Lk 8,4-15 LUT, the parable of the sower.

Bach set a text by Erdmann Neumeister, who had written this for the court in Eisenach and published in Gotha in 1711 in the collection of Spiritual Singing and Playing. Georg Philipp Telemann had set it to music before. The text first quotes Isaiah (Isaiah 55: 10-11 LUT), which illustrates the effect of God’s Word through comparison with rain and snow, with reference to the gospel. In the following sentence, the poet inserts a warning of the dangers that threaten the word of God into sections of requests from the litany of Martin Luther. The final chorale is the eighth stanza of Lazarus Spenglers hymn „Through Adam’s Fall is Very Corrupted“ (1524).

The cantata is an early work by Bach. Alfred Dürr dates it no later than February 24, 1715, more likely one or two years earlier. Christoph Wolff, on the other hand, states: „The original performance voices have been preserved and allow dating to the year 1713“. Bach again performed the cantata in Leipzig in 1724, with expanded instruments and in a different key. The work was then probably performed together with the newly composed cantata „Leichtgesinnte Flattergeister“.

Like other cantatas from the Weimar period, the work is set for a small ensemble, three soloists, soprano, tenor and bass, four-part choir, four violas and basso continuo with violoncello and bassoon. In a Leipzig version of 1724 two recorders octave the two highest viola parts. John Eliot Gardiner compares their commitment with that of an organ four-foot register. The cantata begins in the Weimar version in G minor, in the Leipzig version in A minor.

The cantata, which begins with a sinfonia, contains five movements.

1st symphony
2. Recitativo (bass): the same as rain and snow fall from the sky
3. Recitativo e chorale (litany) (tenor, bass, choir): My God, here will be my heart – you want your spirit and strength
4. Aria (soprano): My soul’s treasure is God’s word
5. Chorale: I ask, O Lord, for the sake of the heart

The cantata opens with a Sinfonia in G minor that illustrates falling rain and snow through falling phrases. It is in Da capo form and is reminiscent of both a chaconne and a concerto. The four violas and the continuo with bassoon and cello create an unusual sound.

The quote from Isaiah is sung by the bass, the Vox Christi (voice of Christ), as Secco recitative. It is Bach’s first use of a recitative in a church cantata.

The central movement is unique in Bach’s Cantatas: the choir soprano interrupts four times the recitative of the male soloists by a request, which is reinforced by the chorus by the cry „Listen, dear Lord God!“. The recitative is called Adagio and is in E flat major, while the inserted litany appears dramatic, Allegro in C minor.

The only aria, in E flat major, is accompanied by the four violas in unison. The cantata concludes with a simple four-part movement of Spengler’s Song, the first of Bach’s many choral settings to conclude church cantatas.

Performed by:

Adele Stolte, soprano; Peter Schreier, tenor;
Theo Adam, bass
Thomanerchor Leipzig, Gewandhaus Orchestra Leipzig

Conductor: Thomaskantor Erhard Mauersberger

Recording from November 1967
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J.E. Gardiner veröffentlicht 2 CDs – BWV 244 J.S. Bach – Matthäus-Passion


J.E. Gardiner veröffentlicht 2 CDs – BWV 244 J.S. Bach – Matthäus-Passion

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

CD – Matthäus-Passion BWV 244

James Gilchrist, Stephan Loges, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner

2 CDs – Bestellung!

John Eliot Gardiner und die Matthäus-Passion in Königslutter


Mittwoch, 15. Juni 2016 im Kaiserdom zu Königslutter

Johann Sebastian Bach

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Der Kaiserdom in Königslutter (Foto: mb)

Matthäus-Passion

Mitwirkende:
James Gilchrist, Evangelist
Stephan Loges, Jesus
Hannah Morrison, Sopran
Eleanor Minney, Alt
Reginald Mobley, Countertenor
Andrew Tortise, Gareth Treseder, Tenor
Alex Ashworth, Ashley Riches, Jonathan Sells, Bass
Thomaner Nachwuchschor
Thomaner Anwärter
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

 

Gardiner + Bach + Matthäuspassion

Was soll ich da noch schreiben? Diese drei Begriffe sagen eigentlich alles. Wir erlebten ein unglaublich intensives Konzert. Ich scheue mich eigentlich, diesen Abend Konzert zu nennen, so stark fühlte ich mich in das Geschehen mitten im Kirchenschiff hinein gezogen.

Aber von vorne.

IMG_2371_Kirchenschiff

Die Bühne (Foto: mb)

Die Bühne war wieder in der Mitte des Kirchenschiffes aufgebaut, sodass das Publikum rechts und links davon saß und selbst auf den besten Plätzen zum Teil deutliche Sichteinschränkungen hatten. Einige wenige Plätze gab es auch frontal zum Orchester im Seitenschiff, aber auch dort werden die Säulen die Sicht beschränkt haben. Akustisch war es auch nicht ideal. Die „Turbo“-Turba-Chöre verschwanden dann schon mal wie „Blitze und Donner“ in den Wolken, sprich, manches der sehr filigranen Chöre waren doch etwas verwaschen. Je nachdem, welchem Zuschauerblock die Solisten entgegensangen, waren sie mal intensiver und mal weniger intensiv zu hören. Und manchmal gab es dann auch, je nach unterschiedlichem Schallweg, schwebende Harmonien, die Bach so nicht vorgesehen hatte. Oder hatte er doch? Denn auch das machte für mich einen Teil der Magie dieses Abends aus. Es war kein Konzert, in dem die einzelnen Nummern so gut und so schön wie möglich musiziert wurden, nein, alles war im Schwingen, es wogte hin und her und so entstand etwas jenseits der reinen Schallwellen, was mich zutiefst berührte.

Der Chor und alle Solisten sangen auswendig! Ich denke, das erklärt zum Teil die ungeheure Intensität. Sie hatten das Werk wirklich „in sich“ und konnten es nun „leben“.

Szenenfoto

„Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen“ (Foto: mb)

Dies begann mit dem Evangelisten James Gilchrist, der die Geschichte mit einer solchen Inbrunst erzählte, dass auch mal (gewollt) die Stimme versagte. Er putschte je nach Situation die anderen Mitwirkenden oder wies ihnen mit ganz viel Empfindsamkeit den Weg zur folgenden Musik. Nur eins ließ er nicht zu: unbeteiligt und distanziert zu sein. Ihm gegenüber stand Stephan Loges, der Jesus mit wunderbar warmem Bass sang. Dadurch entstand ein Dialog zwischen beiden Sängern, der fesselte. Überhaupt Dialog: dass das Orchester durchaus kammermusikalisch musiziert und damit einen große Lebendigkeit entstehen lässt, kennen wir von den English Baroque Soloists. Dass Solisten auch im Konzert miteinander agieren, haben wir auch schon gesehen. Aber dass ein Chor, oder wie hier ein Doppelchor sich die Stichworte zusingt, das habe ich so noch nicht gesehen. Dieses Miteinander und aus dem Herzen kommende Musizieren war schon außergewöhnlich. Die Solisten waren durch die Bank weg einfach wunderbar, nun gut mit einer Arie als Ausnahme. Sie haben die Grenzen in alle Richtungen ausgelotet, sei es mit der herzzerreißenden Arie “ Aus Liebe will mein Heiland sterben“ oder dem verzweifelten und auch aggressiven „Gebt mir meinen Jesum wieder“. Da bebte das Dach. Auch wenn ich hier die Solisten nicht einzeln mit ihren Arien vorstelle, möchte ich doch einen Sänger herausstellen. Es ist vielleicht noch bekannt, dass ich nicht gerade bekennender Countertenor-Fan bin. Aber so schön und so zu Herzen gehend wie hier von Reginald Mobley habe ich die Alt-Arien selten gehört. Diesen Namen wird man sich merken müssen. Dem stand auch Eleanor Minney in nichts nach. So intensiv und „gelebt“ habe ich das „Erbarme dich“ noch nie gehört. Dabei dachte ich schon manches Mal, dass es nicht mehr intensiver geht.

Es ist unfassbar, wie John Eliot Gardiner es immer wieder schafft, solche magischen Momente entstehen zu lassen. Besonders die Ausdeutung der Choräle mit der gewaltigen Intensität in alle Richtungen war für mich sehr bewegend. Da bin auch ich als Zuhörer Teil des Ganzen gewesen.

Es war nicht alles perfekt. Aber mir hat es wieder gezeigt, dass mein Credo „Perfektion ist langweilig“ immer noch gilt und Besonderes nur entstehen kann, wenn das Unmögliche gewagt wird. Wir haben wieder eine Sternstunde erleben dürfen. Dafür bin ich zutiefst dankbar.

Und nein, mit Flipflops habe ich niemanden gesehen. Das Publikum war auf meiner Seite auch sehr konzentriert, auf der anderen Seite war das wohl nicht so der Fall. Aber man kann nicht alles haben.

Meine Gedanken, meine Gefühle – ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
Seid gegrüßt
Barbara

Radio-Sendungen mit Klassischer Musik vom 01.12.2014. bis 05.12.2014


Hallo zusammen,

ein wenig Bach, zwei junge Sopranistinnen mit schönen Programmen (je nach persönlichem Geschmack), ein Konzert, welches ich live gehört hatte, auch schon im Sommer gesendet wurde, wo ich aber die Aufnahme, die einen Tag später in London mit dem gleichen Programm, aber anderer Sopranistin entstand, vorziehe, eine erste Einstimmung auf das Weihnachtsoratorium mit einer „Blindverkostung“ und zum Schluss einen wirklichen Leckerbissen – ich denke, das wird eine schöne erste Adventswoche.

Die ich Euch hiermit wünsche

Barbara

Radio-Sendungen Klassische Musik

Radio-Sendungen Klassische Musik

01.12.2014

NDR – Link

20.05 – 22.00 Uhr

Von Bach zu Brahms

Johann Sebastian Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme, Kantate BWV 140 Gloria in excelsis Deo, Kantate BWV 191 Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 Johannette Zomer, Sopran Maximilian Schmitt, Tenor Thomas E. Bauer, Bariton NDR Chor Ltg.: Thomas Hengelbrock Aufzeichnung vom 13. Oktober 2011 in der Laeiszhalle Hamburg

Archiv zum Nachhören: http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html ————————————————————————————-

02.12.2014

Musiq3 (Belgien – Link)

19.00 – 22.00 Uhr

Georg Philipp TELEMANN – Concerto grosso „per il Sigr Pisendel“ en sib majeur. Georg Friedrich HAENDEL – Pugneran con noi le stelle (Rodrigo) – Per dar pregio (Rodrigo). Antonio VIVALDI – Concerto pour luth et cordes RV 93. Georg Friedrich HAENDEL – Salve Regina HWV 241. Antonio VIVALDI – Concerto pour violon et cordes en ré mineur RV 242. Antonio VIVALDI – Zefiri, che sussurrate (Ercole). Georg Friedrich HAENDEL – Un pensiero nemico di pace (Il Trionfo del tempo e del Disinganno) Georg Friedrich HAENDEL – Felicissima quest’alma (Apollo e Daphne). Arcangelo CORELLI – Concerto grosso op. 6/11. Il Pomo d’Oro. Georg Friedrich HAENDEL – Tu del ciel ministro eletto (Il Trionfo del tempo e del Disinganno)

Julia Lezhneva, soprano Luca Pianca, luth Il Pomo d’Oro dir. et violon: Dmitry Sinkovski Théâtre Royal de La Monnaie, 3/11/2014

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MDR figaro – Link

20.05 – 22.00 Uhr

Georg Friedrich Händel: „Let God arise“, Anthem, HWV 256a William Boyce: Solomon, Serenata – u. a. (Lucy Crowe, Sopran) James Gilchrist, Tenor Choir of the Enlightenment, Orchestra of the Age of Enlightenment, Leitung: Steven Devine Aufnahme vom 10.6.2014, Dom zu Halle

Das berühmte Londoner Orchestra of the Age of Enlightenment (OAE), das auf historischen Instrumenten musiziert, arbeitet seit seiner Gründung Mitte der 1980er Jahre ohne festen Dirigenten. In der Presse wird das Ensemble hoch gelobt. So schrieb ein britischer Kritiker: „Das OAE ist ganz einfach eines der feinsten Ensembles, das auf historischen Instrumenten spielt (.) Das Spiel war herrlich raffiniert und übersprudelnd“. Das viel gelobte Orchester tritt gemeinsam mit der jungen Sopranistin Lucy Crowe und dem Tenor James Gilchrist unter der Leitung von Steven Devine, der sich auch als Cembalist einen Namen gemacht hat, auf. Es erklingt u.a. die in Deutschland selten aufgeführte Serenata „Solomon“ von William Boyce, der 1737 von König Georg II zum „Master of the King’s Musick“ berufen wurde.

Anstatt der kurzfristig erkrankten Lucy Crowe singen 2 junge Chorsängerinnen die Sopran-Soli.

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Freitag, 05.12.2014

Radio clásica (Spanien Link)

15.00 – 16:30 Uhr

DOWLAND:

Grand Auditorium
Konzert in der Kirche von San Carlos Borromeo von Antwerpen, 24. August 2013 gehalten Aufnahme der VRT, Belgien.

Flow my tears, Lachrimae Antiquae, Lachrimae Antiquae Novae, The King of Denmark, his Galliard, Can she excuse my wrongs The Earle of Essex, his Galliard. Lachrimae gementes, Forlorn hope fancy. My thoughts are winged with hopes. Sorrow, stay. Sir John Langton’s Pavan. Come again. Lachrimae tristes. In darkness let me dwell. Time stands still. If my complaints. Lachrimae amantis. I saw my lady weep. Mr. Henry Noell his Galliard. Shall I strive with words. Mow o now, I needs must part.

Elin Manahan Thomas (sop.)

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rbb kulturradio – Link

20.03 – 22.00 Uhr

BLINDVERKOSTUNG

Johann Sebastian Bach:

Weihnachtsoratorium BWV 248

Mit Christian Detig und seinem Rateteam: Christine Lemke-Matwey, Kai Luehrs-Kaiser und Andreas Göbel

Im Mittelpunkt steht das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das Gastgeber Christian Detig in verschiedenen Interpretationen vorstellen wird – allerdings ohne zu verraten, wer da spielt. Das müssen Christine Lemke-Matwey, Kai Luehrs-Kaiser und Andreas Göbel diskutierend und ratend selbst herausfinden.

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Freitag, 05.12.2014

MDR figaro – Link

20.05 – 22.30 Uhr

Johannes Brahms:

Begräbnisgesang op. 13

Felix Mendelssohn Bartholdy:

Choral „Mitten wir im Leben sind“ op. 23/3 MWV B 21

Johannes Brahms:

– Schicksalslied op. 54 – Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

The Monteverdi Choir, Gewandhausorchester Leipzig,

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Aufnahme vom 28.11.2014, Gewandhaus, Leipzig Ausstrahlung in Stereo und Surround

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Radiotipp: John Eliot Gardiner in Leipzig


Ein wenig kurzfristig, aber dieses Konzert, das heute Abend live übertragen wird, möchte ich doch noch bekannt geben. Sir John Eliot Gardiner dirigiert live das Gewandhausorchester in Leipzig. Vor einer Woche war er schon einmal dort zu Gast und dirigierte mit Schumanns „Das Paradies und die Peri“ ein sehr berührendes Konzert. Damals war neben hervorragenden Solisten, u.a. James Gilchrist, auch der Monteverdi Choir zu hören, heute Abend ist es reines Orchesterprogramm.

21.2.2014

Deutschlandradio kultur
20.03 – 22.00
Live aus dem Gewandhaus zu Leipzig

Benjamin Britten
Four Sea Interludes op. 33a aus der Oper „Peter Grimes“

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120
(Erstfassung von 1841)

ca. 20.50 Konzertpause mit Nachrichten

Benjamin Britten
Passacaglia op. 33b aus der Oper „Peter Grimes“

Felix Mendelsson Bartholdy
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56
(„Schottische“)

Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Mehr Informationen zu diesem Programm:
http://www.deutschlandradiokultur.de/benjamin-britten-zum-100-geburtstag.1091.de.html?dram:article_id=274638

MDR Figaro sendet dieses Konzert in einer Woche noch einmal. So gibt es  auch für die, für die diese Information zu kurzfristig ist, noch eine Chance.

28.2.2014

MDR Figaro
20.05 – 22.00
Programm s.o.

Radiotipp für den 8.8. und 9.8.2013 – Zweimal Bachwoche Ansbach und John Eliot Gardiner bei den Proms in London


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8.8.13

Deutschlandradio kultur
20.03 – 22.00
Bachwoche Ansbach
Live aus der Kirche St. Johannis Ansbach
Johann Sebastian Bach: Ich habe genug‹, Kantate BWV 82
Johann Sebastian Bach/ George Benjamin: Kanon aus der ›Kunst der Fuge‹
ca. 20.45 Konzertpause mit Nachrichten
Benjamin Britten: Prelude and fugue op. 29
Serenade für Tenor, Horn und Streichorchester op. 31
Ian Bostridge, Tenor
Stefan Dohr, Horn
Ensemble resonanz

Bach hat die Kantate zum Fest Mariae Reinigung immer wieder in anderen Besetzungen aufgeführt – er schätzte die Musik in besonderer Weise. Als Kontrapunkt singt Ian Bostridge, dessen Stimme in der Presse „kostbar“ genannt wird, „mit der fraglosen, geradezu Gänsehaut erregenden Faszination, die er immer erzeugt“, das, was ein britischer Tenor einfach singen muss: Benjamin Brittens meisterliche Serenade auf Texte aus der englischen Renaissance und Romantik.
Das Ensemble Resonanz repräsentiert eine neue Generation von Musikern: Sie spannen den Bogen von Tradition zu Gegenwart und suchen den Kontrast und die Verbindung zwischen alten und zeitgenössischen Meistern. Mit mitreißender Spielfreude und auf höchstem musikalischen Niveau widmen sie sich der Entwicklung neuen Streicherrepertoires und der eigenen und zeitgemäßen Interpretation großer Meister.
So bildet das Ensemble die Schnittstelle zwischen Kammerorchester und Solistenensemble und ist auf den Bühnen der führenden europäischen Konzerthäuser ebenso vertreten wie auf Festivals für Neue Musik. Auf Konzertreisen nach Wien, Salzburg, Paris, Venedig, Amsterdam sowie von Indien über New York bis nach Mexiko lässt es ein begeistertes internationales Publikum zurück. …
In der Hamburger Heimat haben die Musiker als Ensemble in Residence der Laeiszhalle Hamburg mit großem Erfolg die Konzertreihe „Resonanzen“ etabliert, die als Katalysator des Musiklebens nun in der zwölften Saison Furore macht. Innovative Musikvermittlungsprojekte und alternative Konzertformen ebnen als elementarer Bestandteil des Gesamtprogramms den Weg zu neuen Publikumsschichten und weisen den Weg in die Zukunft.

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9.8.13

Deutschlandradio kultur
20.03 – 22.00
Bachwoche Ansbach
Münster Heilsbronn
Aufzeichnung vom 9.8.13
Heinrich Schütz: Psalmen Davids (Ausschnitte)
Dorothee Mields, Sopran
David Erler, Altus
Georg Poplutz, Tenor
Stephen MacLeod, Bass
Dresdner Kammerchor
Dresdner Barockorchester
Leitung: Hans-Christoph Rademann

„Die Psalmen Davids sampt etliche Motetten und Concerten“ bilden das ›Opus 2‹ von Heinrich Schütz. Die Sammlung erschien am 1. Juni 1619 im Druck. Am selben Tag führte Schütz, frischgebackener Chursächsischer Hofkapellmeister, seine Braut Magdalena Wildecks zum Traualtar. Ein neuer Lebensabschnitt begann also, mit Freude und Hoffnung: Schütz ahnte noch nicht, dass und wie der im Jahr zuvor begonnene Krieg die kommenden Jahrzehnte verdunkeln würde. Mit den ›Psalmen Davids‹ demonstriert er zum ersten Male die in Venedig erlernte Kunst, den modernen italienischen Musikstil mit den Besonderheiten der gesungenen deutschen Sprache zu vereinen. Die insgesamt 26 Psalmvertonungen, von denen in diesem Konzert eine Auswahl erklingt, sind „mit 8 und mehr Stimmen, nebenst andern zweien Capellen“ so gesetzt, „daß dero etliche auff drey und vier Chor nach beliebung gebracht werden können“ – mit anderen Worten: raumgreifende, prachtvolle, spektakuläre Musik.

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BBC Proms
10.00pm – c11.15pm (23.00 – ca. 24.15 bei uns) + nächste 7 Tage
Royal Albert Hall
Johann Sebastian Bach
Easter Oratorio (38 mins)
Ascension Oratorio (32 mins)
Hannah Morrison soprano, Proms debut artist
Meg Bragle mezzo-soprano, Proms debut artist
Nicholas Mulroy tenor
Peter Harvey bass
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner conductor

The ensembles that took Bach’s cantatas to 14 countries in their Bach Pilgrimage of 2000 return to the Royal Albert Hall for a Late Night Prom. The Easter Oratorio opens with a Sinfonia that pitches a trio of trumpets against consorts of woodwinds and strings, and a poignant Adagio for solo oboe. Scored for similar forces, the Ascension Oratorio features an alto aria that mirrors the curves of the Agnus Dei from Bach’s Mass in B minor. Sir John Eliot Gardiner, 70 this year, directs the internationally renowned Monteverdi Choir and English Baroque Soloists.

Am 16.8. wird das Konzert außerdem im britischen Fernsehen(BBC Four ), auch dort wahrscheinlich für mehrere Tage noch abrufbar , gesendet.
Infos und Verlinkungen zu Radio- und TV-Sendung auf dieser Seite:
http://www.bbc.co.uk/proms/whats-on/2013/august-09/14700

Radiotipp für den 17. und 21. Juni 2013 – Bachfest Leipzig mit der Rheinischen Kantorei und John Eliot Gardiner mit Berlioz


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17.6.13

HR2
20.05 – ca. 21.30
Festival de Saint Denis:
Das „Requiem“ von Hector Berlioz
Michael Spyres, Tenor
Choeur de Radio France
Monteverdi Choir London
Orchestre National de France
Leitung: John Eliot Gardiner
(Aufnahme vom 28. Juni 2012 aus der Basilika)

Anschließend, etwa ab 21.30 Uhr:
Beethoven: Klaviertrio G-Dur op. 1 Nr. 2 (Trio Jean Paul)

Im März 1837 erhielt Hector Berlioz (1803-1869) vom französischen Innenminister den Auftrag, ein Requiem zu komponieren. „Der Text des Requiems war für mich eine langbegehrte Beute, die mir endlich überlassen wurde, und auf die ich mich mit einer Art Wut warf“, schreibt Berlioz in seinen Memoiren. In nur drei Monaten war das Werk fertig und wurde am 5. Dezember 1837 uraufgeführt. Der Anlass dafür war die Beisetzung des in Nordafrika gefallenen Generals Damrémont. Bei der Orchestrierung des Werks war Berlioz nicht gerade bescheiden: Es verlangt neben einem „romantischen“ Orchesterapparat mit sechzehn Pauken und Schlagwerk noch vier zusätzliche Blechbläsergruppen, die in den vier Himmelsrichtungen im Saal verteilt sind. In seinen Memoiren schreibt Hector Berlioz: „Der Schrecken, den die fünf Orchester und die acht Paar Pauken verbreiteten, lässt sich nicht beschreiben. Eine der Chorsängerinnen erlitt einen Nervenanfall. Wahrlich, es war von schauriger Größe“. Bis heute ist die Wirkung des Berlioz-Requiems kolossal. hr2-kultur sendet heute das Werk in einer Aufnahme aus der Basilika der Kathedrale von Saint-Denis bei Paris. Die musikalische Leitung über die fast 300 Interpreten hat John Eliot Gardiner.

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21.6.13

SRF2
15.03 – 16.30
Wiederholung der Sendung von letzter Woche:
Parlando
Verwunschene Geschichten – Barry Guy und Maya Homburger
Ein bisschen wie im Märchen ist es schon, und eines mit Happy End. Ein Vierteljahrhundert ist es her, seit Maya Homburger und Barry Guy sich auf einer Konzerttournee der Academy of Ancient Music begegnet sind.
Sie, die britische Barockgeigerin, er der britische Jazzkontrabassist, der sich zusätzliche Brötchen in Barockorchestern verdient.
Seither schreibt das Musikerpaar Homburger-Guy seine ganz eigene Geschichte. Die Beiden verweben Improvisation, Jazz alte und zeitgenössische Musik zu einer persönlich gefärbten, filigranen Kammermusik und haben so einen neuen Stil kreiert
Daneben verfolgt er weiter seine Jazzprojekte, etwa im Barry Guy New Orchestra, während sie ein Plattenlabel gegründet hat und weiterhin Barockmusik spielt.
Lislot Frei portraitiert die Beiden und versucht dem Geheimnis und den Tücken dieser engen Zusammenarbeit auf die Spur zu kommen.

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Deutschlandradio kultur
20.03 – 22.00
Bachfest Leipzig
Live aus der Nikolaikirche

Johann Sebastian Bach
›Halt im Gedächtnis Jesum Christ‹ BWV 67
Carl Philipp Emanuel Bach
›Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu‹ Wq 240
Veronika Winter, Sopran
Margot Oitzinger, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Matthias Vieweg, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Leitung: Hermann Max