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Examenskonzert der HfK Herford in der St. Marien Kirche Stift Berg Herford


St. Marien Kirche Stift Berg Herford am Abend

Ein gelungenes Examens-Konzert von zwei Jung-Dirigenten der „Hochschule für Kirchenmusik Herford“ erklang am Sonntag, 29.01.2011 um 20 Uhr in der St. Marien Kirche Stift Berg in Herford.

In der seht gut gefüllten St. Marien Kirche trafen sich einige Blog-Mitglieder aus OWL zum Konzert und erlebten spannende eineinhalb Stunden Barock- und Neuzeitliche Musik. Für die Jung-Dirigentin „Ji Kyung Lee“ (A-Examen Kirchenmusik) – begann das Examen-Konzert mit der Bach Kantate für den 3. Epiphanias-Sonntag BWV 72 „Alles nur nach Gottes Willen“ für Solisten, Chor und Orchester. Umsichtig und sicher, ohne große Pathos-Bewegungen im Dirigieren gelang ihr eine gelungene Wiedergabe dieser schönen Bach-Kantate.

Eindrucksvoll wie sich der ca. 35 Personen starke Studenten-Chor – verstärkt mit Dozenten der HfK – sich mit der halligen Kirche zurecht fand. Das Orchester der HfK Herford spielte auf historischen Instrumenten und war ein kongenialer Partner.

Video: J.S. Bach BWV 72 „Alles nur nach Gottes Willen“


Programm Examenskonzert der HfK Herford in der St. Marienkirche Stift Berg. Zur Vergrößerung in das Foto klicken..!

Gut besuchte St. Marienkirche Stift Berg Herford, rechts im Bild die Collon-Orgel

Steinmann-Orgel St. Marien-Kirche Stift Berg Herford

Als Zwischeneinlage erklang das Orgel-Werk BWV 547 „Toccata und Fuge in C-Dur“ an der großen Steinmann-Orgel. Durch die verhinderte Organistin Claudia Michaely sprang kurzfristig Prof. Helmut Fleinghaus dafür ein.

Eine moderne Chormusik a-capella vom norwegischen Komponisten Knut Nystedt (*1915) war die erste Herausforderung für den südkoreanischen Jung-Dirigenten: „Won Sun Jung“ (Examen Künstlerische Ausbildung Chorleitung).

Knut Nystedt ist einer der einflussreichsten norwegischen Komponisten und Chorleiter seit dem 2. Weltkrieg. Er ist vor allem durch seine Chorkompositionen bekannt. In einer Vertonung der Sprüche Salomos, Kapitel 2 Verse 1-15 und Kap. 3 Verse 1-4 „If You receive my words“ erklang ein a-capella-Gesang mit höchsten Schwierigkeitsgraden behaftet. Dazu aus dem Programmheft:

Zu Beginn des Stückes werden die Gotteskinder ermahnt, Gottes Worte zu bewahren und danach zu leben. Die Komposition hat in diesem Teil sein tonales Zentrum auf den Ton h. Die Männerstimmen bilden einen mysteriös wirkenden Klangteppich, der aus Tönen des Modus (Tonleiter) h-phrygisch besteht. Im folgenden Abschnitt setzen die beiden Frauenstimmen nacheinander zunächst mit dem gleichen Tonmaterial wie die Männerstimmen ein. Durch die Hinzufügung des Tones cis, den es in h-phrygisch nicht gibt, wird eine große Aspannung zwischen den Frauen- und Männerstimmen aufgebaut. Das Grundtempo des Tückes wird nun immer schnell, mit großer Emphase wird den Gotteskindern ein gelingendes, unter Gottes Schutz stehendes Leben zugesagt.

Jung-Dirigent der HfK Herford "Won Sun Jung" aus SüdKorea

Es wurde ein fesselnder a-capella-Gesang von dem Chor der HfK Herford dargeboten, hier wurde die fantastische Stimmbildung zur Offenbarung. Diese moderne Musik-Litaratur wurde zu einem absoluten Höhepunkt des Abends, die Halligkeit der Kirche wirkte sich sehr positiv für diese Komposition aus. Ein Volltreffer für den umsichtigen Jung-Dirigenten „Won Sun Jung“, der diese schwierige Chor-Literatur meisterlich führte und in seinem Dirigat vollends überzeugen konnte. Ihm kann eine zukunftsreiche Karriere prognostiziert werden, sein Dirigat war überzeugend und gekonnt und als Pate stand ihm ein vorzüglicher Chor der Hochschule für Kirchenmusik Herford zur Verfügung. Ich erinnere mich an das Examens-Konzert vor vier Jahren an gleicher Stelle, da wirkten unsere deutschen Dirigenten ein wenig steif und hölzern im Gegensatz zu der fantastischen Leistung des SüdKoreaners. Verwundert reibt sich der Besucher die Augen und sucht vergeblich nach gleichwertigen Jung-Dirigenten aus deutschen Landen an der HfK Herford..!!

Video: Knut Nysted„If You receive my words“

Sein meisterliches Debüt konnte „Won Sun Jung“ anschließend in der G.F. Händel-Psalmvertonung „Dixit Dominus“ (HWV 232) unter Beweis stellen. Dem Programmheft ist zu entnehmen, dass diese Psalmvertonung von G.F. Händel eine herausragende Stellung in den Psalmvertonungen einnimmt. Wie die meisten seiner Kompostionen mit lateinisch-liturgischen Text hat Händel das Werk während seines ersten Aufenthalts in Rom (1707), im Alter von 22 Jahren, geschrieben. Das Spektrum seiner Satztechnik – die Doppelchörigkeit zwischen Vokalchor und Instrumentalensemble, der Wechsel zwischen Ripieno (Tutti) und Concertino (Soli), sowie geschickte harmonische bzw kontrapunktische Wendungen – zeigt sein erstaunliches Können.

Dieses wurde wiederum hervorragend von allen Beteiligten bewundernswert umgesetzt. Ein geniales Orchester, ein stimmiger und profunder Chor und ein Jung-Dirigent, der das alles gekonnt in profihafter Manier zu meistern verstand. Ein überwältigender Schluss-Applaus dankte allen Beteiligten für einen wunderbaren Konzert-Abend.

Examen-Konzert Marienkirche Herford, Dirigentin: Ji Kyung Lee, links im Bild und Won Sun Jung, rechts im Bild alle HfK Herford

Video: Händel, Dixit Dominus

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Ein gelungener Bach-Abend im Königsberger Dom


Hallo Bach und Orgelfreunde,

es war wieder einmal ein gelungenes Bach-Konzert, dass im Königsberger Dom (Kaliningrad) – vom MDR-Symphonieorchester am 23.1.2010 veranstaltet wurde. In der Sendung vom MDR am Sonntag konnte u.a. die in 2008 neu erbaute große Schuke-Orgel“ im Königsberger Dom bewundert werden.

Teilauszüge von dem Bach-Konzert im Königsberger Dom können nachstehend angesehen werden.

Bach-Konzert aus dem Königsberger Dom am 23.1.2010

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Video: J.S. Bach BWV 1068 Orchestersuite Nr 3 D-Dur Satz: Ouvertüre und Satz: Air

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Der Dom erhielt zwei neue vom Potsdamer Orgelbauer Schuke erbaute Orgeln, eine Chor- und eine Hauptorgel. Ein richtiges Prachtstück ist die Domorgel, ein Werk der international renommierten deutschen Orgelbaufirma Schuke. Seit ihrer Weihe im Januar 2008 gehört sie zu den großen Sehenswürdigkeiten Kaliningrads. Ein Instrument, verziert mit der Figur eines Phönix – dem Symbol für das Wiederauferstehen aus der Asche. Äußerlich ist die Orgel dem barocken Original von Josua Mosengel nachempfunden. Innen sind Haupt- und Chororgel ein High-Tech-Paket auf der Höhe moderner Orgelbaukunst, gebaut nach dem Vorbild der hochmodernen Erfurter Domorgel.

Die Kaliningrader Orgel ist mit 122 Registern und 8.500 Orgelpfeifen die größte des Landes. „Wer in Russland bedeutende Orgelwerke hören will, der muss nach Kaliningrad.“ Denn diese Klangfülle, bestätigt Orgelbauer Vincent Schaper, gebe es definitiv sonst nirgends. Von der Planung bis zur Weihe war der 40-Jährige dabei. Und obwohl er schon viele Orgeln gebaut hat, sei dieser Auftrag ein ganz besonderer gewesen. Auch, weil ihn Elan und Improvisationstalent von Domdirektor Odinzow beeindruckt hätten: „Ohne ihn gäbe es wahrscheinlich weder Dom noch Orgel.“ Aber er habe auch gespürt, dass das Hand-in-Hand-Arbeiten an diesem symbolträchtigen Bau und die teils sehr emotionalen Gespräche zwischen Deutschen und Russen nicht selbstverständlich seien. (1)

Die neue Schuke-Haupt-Orgel im Königsberger Dom

Programm:

Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur, daraus: Ouvertüre und Air

Johann Sebastian Bach: Orgel Präludium und Fuge C-Dur BWV 547

Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge d-Moll (bearbeitet für Orchester von Leopold Stokowski)

Camille Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 c-Moll „Orgelsinfonie“ (dieser Programmpunkt wurde nicht vom MDR übertragen)

Mitwirkende:

MDR SINFONIEORCHESTER
Jun Märkl, Dirigent
Artjom Chatschaturow, Orgel

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Der junge Dom-Organist „Artjom Chatschaturow“ spielte an der großen Schuke-Orgel das Orgelwerk von J.S. Bach, BWV 547 Toccata und Fuge in C-Dur.

Video-YouTube: J.S. Bach „Präludium und Fuge C-Dur“ BWV 547

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Grüße

Volker

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(1) Textauszüge des MDR