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ALL OF Bach veröffentlicht das Orgelwerk BWV 527 „Trio-Sonate 3 d-Moll“


ALL OF Bach veröffentlichte das Orgelwerk BWV 527 „Trio-Sonate 3 d-Moll“

„Einfache Konversation“

Bachs einfachste Trio-Sonate ist ein großartiges Duett.

Sätze
  • Andante 2/4 d-Moll
  • Adagio e dolce 6/8 F-Dur
  • Vivace 3/8 d-Moll

Bach verwendete den langsamen Satz später als Mittelsatz für sein Tripelkonzert (BWV 1044) und fügte dazu eine vierte Stimme hinzu. Unabhängig davon bearbeitete Wolfgang Amadeus Mozart später den gleichen Satz für Streichtrio.

                                     Große oder St.-Bavo-Kirche, Haarlem (Holland)

Zu den Ohren des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts – Komponisten wie Mattheson, Rousseau und Schubart, der Schlüssel von d-Moll vertreten Melancholie, Hingabe, Feierlichkeit und Ernst. Und Bach mußte ähnliche Ideen haben, da die Eröffnung dieser Sonate in d-Moll einen unsicheren und nachdrücklich andanten Klang hat. Nach diesem vorläufigen Start startet Bach ins Experimentieren, indem er fast immer die Motive jongliert und nach neuen Schlüsseln sucht.

Das ganze Stück ist wie ein einfaches Gespräch zwischen den beiden Oberteilen aufgebaut, begleitet von einem Kontinuums Bass. Die Adagio (die Komposition wurde später Adagio e dolce) scheint ein elegantes, unkompliziertes Flötenduett zu sein. Bach verwendete es selbst in seinem Konzert in a-Moll, BWV 1044, und Mozart benutzte es in seinem String-Trio, KV 405a.

Der letzte Satz, ein üppiger Vivace, macht auf jeden Fall mehr technische Anforderungen an den Organisten. In ihrer Form ähnelt diese zweiteilige Fuge einem Rondo, mit einem Katalog von Nachahmung von Triplet-Figuren, die von Teil zu Teil springen, zwischen den Wiederholungen des Themas.

Orgel
Diese Aufnahme wurde auf der berühmten Müller-Orgel im Dom von Saint Bavo in Haarlem gemacht. Es ist ein ganz besonderes Instrument von 1738. Sowohl Georg Friedrich Händel als auch Wolfgang Amadeus Mozart reisten nach Haarlem, um diese Orgel zu spielen! Händel freute sich besonders über das ungewöhnliche Vox Humana Register. Die Orgel hat über 5000 Pfeifen, geteilt über 64 Register, mit drei Handbüchern und einem Pedal.

                             St. Bavo-Church in Haarlem. Große Müller-Orgel

Sechs Trio-Sonaten, BWV 525-530

Um 1727-1730 führte Bach ein neues Orgel-Genre ein: die Trio-Sonate. Diese Art von Sonate – mit zwei melodischen Instrumenten und Bass, oder Solist und Keyboard – war schon lange in der barocken Kammermusik, aber die drei Teile waren noch nie zuvor auf einem Instrument zu hören. Durch eine schlaue Registrierung ist es möglich, eine Fülle von Klängen auf der Orgel zu erreichen, aber das ist nur der Anfang, da die sechs Sonaten als äußerst schwierig angesehen werden. Schweitzer sagt zum Beispiel, dass „diejenigen, die diese Sonaten gründlich praktiziert haben, in der alten oder der modernen Orgelliteratur keine Probleme mehr haben werden. […] Er hat absolute Präzision in seinem Spiel erreicht – der ultimative Zustand der wahren Orgelkunst. In diesem komplizierten Trio-Stück ist auch die kleinste Unregelmäßigkeit mit schrecklicher Klarheit zu hören. „

Biograph Forkel bemerkte, dass Bach die Sammlung (oder aus dem früheren Material transkribiert) für die Studien von Wilhelm Friedemann, die er „so trainiert, und er wurde später der große Organist“. Vielleicht ist dieser Kontext auch der Grund dafür, dass er hier und da den italienischen Konzertstil galantisch berührt, inspiriert von den Opern in Dresden, von denen Friedemann anscheinend ein großer Fan war. Die Sonaten blieben für eine lange Zeit einflussreich, auch auf dem jungen Mendelssohn zum Beispiel. Ungeachtet seiner Kammermusik Ursprünge, ist dies Out-and-out-Keyboard-Musik, mit einer einzigartigen Interaktion zwischen beiden Händen. Die fast endlose Variation der Form macht die Kollektion zu einer eigenen Welt.

BWV 527
Titel Sonate Nr. 3 in d-Moll
Genre-Orgel-Arbeit (Trio-Sonate)
Serie sechs Sonaten
Jahr 1727-1732
Stadt Weimar / Leipzig

Besonderer Hinweis:
Bach arrangierte den zweiten Satz für das Konzert in a-Moll für Flöte, Violine und Cembalo, BWV 1044.

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !

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Weitere Angaben von All of Bach:

release date 10. März 2017
recording date 21. September 2016
Location St-Bavokerk, Haarlem
Organist Matthias Havinga
Organ Müllerorgel

„Ich wünsche viel Freude“ – mit der wunderbaren Trio-Sonate!

Grüße sommerk

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Radiotipps mit „Klassischer Musik“ für den Zeitraum vom 16.2.2015 bis 22.2.2015


Eine schöne Woche wünscht allen

Barbara

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images

16.2.2015

Ö1http://oe1.orf.at/

10.05 Uhr  – 11.35 Uhr

Das Vokalensemble Calmus präsentiert Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Aufgenommen beim Psalm-Festival am 17. April 2014 in der Helmut-List-Halle, Graz. Präsentation: Franz Josef Kerstinger

Dass man im 16. und 17. Jahrhundert zu feiern wusste, das hat das fünfkehlige Vokalensemble Calmus beim Psalm-Festival 2014 unter Beweis gestellt und das Publikum in der Grazer Helmut-List-Halle mit ausgewählten vokalen Kostbarkeiten zu begeistern gewusst.
Etwa, wenn einen die Frühlingsgefühle zum Tanzen und Springen verleiten, wie Morley, Schütz oder Hassler zu vertonen wussten. Banchieri, Lasso oder Schein wieder widmen sich dem Genuss des Weines und den Auswirkungen, wenn man diesen Genuss etwas übertreibt.
„A b’soffene G’schicht“ scheint der „Galgenlieder“-Zyklus von Harald Banter zu sein, den der deutsche Komponist, Arrangeur und Musikproduzent dem Leipziger Vokalensemble auf den Leib geschrieben hat.

Programm

Calmus, Leipzig. Der Wein, der schmeckt mir also wohl
T. Morley: Now is the month of maying
H. Schütz: O primavera / O dolcezze Feritevi
H. L. Hassler: Tanzen und Springen
C. Janequin: Les chants des oyseaux
O. di Lasso: Das Fastnachtsspiel von den Nasen
A.Banchieri: Il Festino nella sera del giovedi grasso
O. di Lasso: Ein guter Wein ist lobenswert; Der Wein der schmeckt mir also wohl
Joh. H. Schein: Frischauf, ihr Klosterbruder mein; So da, mein liebes Bruderlein
Harald Banter: Die Galgenlieder von Christian Morgenstern u.a.

18.2.2015

SRF2 /  http://www.srf.ch/radio-srf-2-kultur

13:45 – 15.00 Uhr

Concerto

Oboenklänge mit Xenia Löffler und der Batzberger Hofkapelle

Georg Friedrich Händel: Oboenkonzert g-Moll HWV 287
Johann Pfeiffer: Orchestersuite G-dur
Georg Friedrich Händel: Konzert für Oboe, Fagott und Orchester g-Moll
Johann Georg Pisendel: Sinfonie B-Dur
Christoph Förster: Oboenkonzert c-Moll

Xenia Löffler, Oboe
Katrin Lazar, Fagott
Batzberger Hofkapelle

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Ö1 / http://oe1.orf.at/

15.05 – 16.00 Uhr

Apropos Musi

mit Renate Burtscher
Farbenspiele mit Halbtonschritten. Chromatisierung in der Musik.

Um harte, schwere Gänge kreist die Sendung in Aufwärts- und Abwärtsbewegung.
Die Affektenlehre in der Renaissance und im Barock kannte dafür die Figur des „passus duriusculus“, er wurde angewendet, um Schmerz, Leid und Trauer auszudrücken. Beispiele von Claude le Jeune, Gesualdo, Schütz bis Mozart und Reger.

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22.2.2015

SWR2 / http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html

15.05 – 17.00 Uhr

Rudolf Lutz

Dagmar Munck im Gespräch mit dem spiritus rector der St. Galler Bachstiftung

Die St. Galler Bachstiftung hat sich mit monatlich einer neuen Bachkantate einen Namen musiziert. In hervorragender Interpretation sind die entsprechenden Resultate auch auf CD bzw. DVD zu hören. Dafür hat Rudolf Lutz 2006 Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung gegründet. Außerdem hat er sich ein ständiges Ensemble von Solisten aufgebaut – in Zusammenarbeit mit anderen Musikern. Der Schweizer Unruhegeist ist nicht nur langjähriger Organist an der evangelischen Stadtkirche St. Laurenzen in St. Gallen, sondern auch ein international gefragter Cembalist, Dirigent und ein begnadeter Improvisator bzw. Spezialist für historische Improvisationspraxis: Letzteres unterrichtet er auch an der „Schola Cantorum Basiliensis“.

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Außerhalb der Radio-Sendungen ein

Video der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Diese Dokumentation stellt die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen vor. Zu Wort kommt unter anderen der Dirigent Rudolf Lutz. Unter http://www.youtube.com/bachstiftung finden Sie auch die Version mit den Interview-Einspielungen in Schriftsprache.

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  • Kategorie

Rundfunk Sendungen mit klassischer Musik für den Zeitraum vom 6. Juni bis 13. Juni 2014 mit Bach und Händel


Hallo zusammen,

J.S. Bach, Georg Friedrich Händel – die großen Festivals beginnen jetzt. Das schlägt sich auch im Radioprogramm nieder. Die Radiotipps sind diesmal für 2 Wochen mit richtigen Highlights.

Dom in Halle a.d.Saale. Ort der Händel-Festspiele 2014

       Dom in Halle a.d.Saale. Ort der Händel-Festspiele 2014                                                                

6. Juni 2014

BR klassik

20.03 – 22.00 Uhr

Tage Alter Musik Johann Sebastian Bach: „h-Moll-Messe“, BWV 232

Collegium Vocale 1704 & Collegium 1704

Leitung: Václav Luks

Solisten: Hana Blažíková, Sopran; Kamila Mazalová, Alt; Václav Čížek, Tenor; Tobias Berndt, Bass

Eröffnungskonzert mit Bachs „h-Moll-Messe“

„Das größte Kunstwerk, das die Welt je gesehen hat“ so beschrieb Carl Friedrich Zelter 1811 die Messe in h-Moll. Sie ist das letzte große Chorwerk Johann Sebastian Bachs und fraglos auch ein Höhepunkt in seinem Gesamtwerk.

Über ein Vierteljahrhundert, von 1724 bis 1749 erstreckte sich der Schaffensprozess, und umfasste somit beinahe Bachs gesamte Zeit als Leipziger Thomaskantor. Entstanden zunächst einzelne Sätze, so begann Bach in den späten 1740er Jahren damit, diese Einzelsätze mit weiterem Material zu einer vollständigen Messe auszubauen. Die Komplexität der einzelnen Sätze, ihre Vielgestaltigkeit – bei gleichzeitiger Wahrung des Gesamtwerk-Charakters -, dazu die äußerst sorgfältige Ausarbeitung: dies alles zeugt vom scheinbar unerschöpflichen Ideenreichtum des Komponisten.

Die Tage Alter Musik Regensburg eröffnen mit dieser »großen catholischen Messe« die 30. Ausgabe des Festivals am Pfingstwochenende vom 6. bis 9. Juni 2014. Ausführende sind das Prager Vokalensemble Collegium Vocale 1704 und das Prager Barockorchester Collegium 1704 unter ihrem Gründer und Leiter Václav Luks. Beide Ensembles zählen sicherlich zu den gegenwärtig aufregendsten Ensembles im Bereich historischer Aufführungspraxis.

Live aus Regensburg

7. Juni 2014

BR klassik

15.05 – 16.00 Uhr

Link: Internet-Radio BR Klassik:

http://mediathek-audio.br.de/index.html?playeronly=true&channelId=brk

Das Musik-Feature

Warum wir hören was wir hören

Oder: Wie musikalischer Geschmack entsteht

Von Monika Kursawe

Für die einen ist es der Gipfel des Genusses, für die anderen nur quälendes Getöse. Musik kann Glücksgefühle auslösen oder wahre Folter sein. Doch so unterschiedlich das Urteil ausfallen mag – über musikalischen Geschmack lässt sich angeblich nicht streiten. Aber woran liegt es, dass wir alle irgendwann eine spezielle musikalische Präferenz haben? Woran liegt es, dass wir Jazz, Oper, Pop oder Techno bevorzugen? Liegt unser Musikgeschmack in uns, wie unser Charakter? Wird er uns anerzogen oder benutzen wir ihn gar um uns von anderen abzugrenzen? Verändert sich unser Geschmack mit der Zeit oder hört die Generation Loveparade auch im Altersheim noch Techno statt Schlager? Eine Spurensuche.

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10. Juni 2014

MDR figaro

19:35 – 22.00 Uhr

mdr-Figaro Radio live im Internet: 

http://www.mdr.de/mdr-figaro

HÄNDELFESTSPIELE HALLE

Live aus dem Dom, Halle

George Frideric Handel: Overture, Solomon

George Frideric Handel: Arrival of the Queen of Sheba from Solomon

George Frideric Handel: Let God arise (Chandos Anthem No.11)

William Boyce: Solomon, a serenata for soprano, tenor, chorus & orchestra

Lucy Crowe, Sopran; James Gilchrist, Tenor

Choir of the Enlightenment, Orchestra of the Age of Enlightenment

Leitung: Steven Devine

Das berühmte Londoner Orchestra of the Age of Enlightenment (OAE), das auf historischen Instrumenten musiziert, arbeitet seit seiner Gründung Mitte der 1980er- Jahre ohne festen Dirigenten. In der Presse wird das Ensemble hoch gelobt. So schrieb ein britischer Kritiker: „Das OAE ist ganz einfach eines der feinsten Ensembles, das auf historischen Instrumenten spielt (.) Das Spiel war herrlich raffiniert und übersprudelnd“. Das viel gelobte Orchester tritt gemeinsam mit der jungen Sopranistin Lucy Crowe und dem Tenor James Gilchrist unter der Leitung von Steven Devine, der sich auch als Cembalist einen Namen gemacht hat, auf. Es erklingt u.a. die in Deutschland selten aufgeführte Serenata „Solomon“ von William Boyce, der 1737 von König Georg II zum „Master of the King’sMusick“ berufen wurde

Das Konzert wird am 12.6.2014 um 7pm in London ein zweites Mal aufgeführt und auch

von BBC Radio3 live übertragen.

Link: BBC Radio3

http://www.bbc.co.uk/radio3

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13. Juni 2014

MDR figaro

20.05 – 22.30 Uhr

mdr-Figaro Radio live im Internet: 

http://www.mdr.de/mdr-figaro

Bachfest Leipzig – Eröffnungskonzert

Zeitversetzt aus der Thomaskirche, Leipzig

Werke:

•           Johann Sebastian Bach: „Meine Seele erhebt den Herren“, Fuga sopra il Magnificat (für Orgel), BWV 733, Magnificat D-Dur, BWV 243

•           Carl Philipp Emanuel Bach: Magnificat D-Dur, Wq 215, „Heilig“, Wq 217

•           Johann Sebastian Bach: Sanctus D-Dur, BWV 232 III

Interpreten:

•           Ullrich Böhme, Orgel

•           Julia Sophie Wagner, Sopran

•           Susanne Krumbiegel, Mezzosopran

•           Benno Schachtner, Altus

•           Martin Petzold, Tenor

•           Andreas Scheibner, Bass

•           Thomanerchor Leipzig

•           Tafelmusik Baroque Orchestra

•           Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

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Grüße

Barbara

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Radiotipps Karwoche 2013 – Musik jenseits der Passionen


Die Karwoche beschert uns wieder eine Überfülle an wahrscheinlich fantastischen Sendungen. Damit die Übersichtlichkeit nicht leidet, teile ich die Radiotipps auf 3 Seiten auf. Hier stelle ich erst einmal die Radiosendungen jenseits von Passion vor. Die Sendungen mit Passionsmusik, vor allem natürlich die großen Passionen von Johann Sebbastian Bach,aber auch unbekanntere Werke, kommen auf einem zweiten Seite. Zuletzt greife ich noch einmal explizit die Sendungen der BBC rund um Gardiners Bach Marathon auf. Sie verdienen eine eigene Vorstellung.

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25.3.

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NL Radio4 (Niederlande)
20.00 – 23.00
Johann Sebastian Bach – Missa in F BWV 233
Johann Sebastian Bach – Oster-Oratorium BWV 249

Amaryllis Dieltiens / Ilse Eerens Sopraan
Michael Chance, Altus
Thomas Walker, Tenor
David Wilson-Johnson, Bas
Orkest van de Achttiende Eeuw, Cappella Amsterdam o.l.v. Daniel Reuss
Live vanuit het Muziekgebouw aan ‚t IJ
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SRF2
20.00 – 22.00
Johann Sebastian Bach: Das wohltemperierte Klavier, Band II
Das Wohltemperierte Klavier von J.S. Bach ist eine Sammlung in zwei Teilen von je 24 Praeludien und Fugen in allen Dur- und Molltonarten.
Es ist das erste Werk, das systematisch alle auf dem Tasteninstrument spielbare Tonarten abhandelt. 1722 ist der erste, rund 20 Jahre später der zweite Band entstanden.
J.S. Bachs Wohltemperiertes Klavier nimmt in der Klavierliteratur eine Sonderstellung ein: Beethoven nannte Bachs Wohltemperiertes Klavier seine musikalische Bibel, Robert Schumann schrieb in einem seiner Briefe, das Wohltemperierte Klavier sei seine Grammatik, und Anton Rubinstein kam zu dem Schluss, dass das Wohltemperierte Klavier die Evangelien für jeden ernsthaften Künstler darstelle, der nach Höherem strebt.
Bach schrieb sein wohltemperiertes Klavier, wie es der Titel sagt, für Clavier, also für Tasteninstrument, was damals Cembalo, Clavichord oder Orgel sein konnte. Das Werk wird auch heute sowohl auf Cembalo als auch auf dem modernem Klavier gespielt. Von Bachs zweitem Band des Wohltemperierten Klaviers stehen sich in der Diskothek je drei Aufnahmen auf modernem Konzertflügel und drei auf historischen Instrumenten gegenüber.
Eva Oertle diskutiert mit dem Cembalisten Jörg-Andreas Bötticher und der Pianistin und Kulturmanagerin Franziska Weber.

Die Sendung kann bereits heruntergeladen werden:

http://www.srf.ch/sendungen/diskothek/johann-sebastian-bach-das-wohltemperierte-klavier-band-ii

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27.3.

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Ö1
15.05 – 16.00
Apropos Musik
In paradisum
„Ins Paradies mögen die Engel dich geleiten, bei deiner Ankunft die Märtyrer dich empfangen und dich führen in die heilige Stadt Jerusalem“. So die Anfangsworte eines lateinischen Hymnus, der im Mittelalter noch Teil der Sterbeliturgie war, d. h. er wurde am Übergang vom Leben zum Tod gesungen. Im Laufe der Liturgiegeschichte wurde er Teil der Exequien, in der Musik hat er in Requiem-Vertonungen Eingang gefunden. Besonders schöne Musikbeispiele aus der Liturgie der katholischen Totenfeier stammen von Gabriel Fauré, Maurice Duruflé , Luigi Cherubini oder Tomas Luis de Victoria.

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29.3.

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Dkultur
20.03 – 22.00
Trauermusiken in Dresden
Johann Friedrich Fasch: Lamento für 2 Oboen, 2 Flöten, Klarinette, Streicher und Basso continuo
Jan Dismas Zelenka: Requiem D-Dur ZWV 46
ca. 21:00 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Johann Sebastian Bach: Trauerode „Lass, Fürstin, lass noch einen Strahl“ BWV 198
Claudia Barainsky, Sopran
Anke Vondung, Alt
Virigil Hartinger, Tenor
Christoph Pohl, Bass
Tomislav Lucic, Bariton
Dresdner Kammerchor
Sächsische Staatskapelle Dresden
Leitung: Reinhard Goebel
Semperoper Dresden
Aufzeichnung vom 24.03.2013

Zum Tod Augusts des Starken schrieb der Dresdner Kirchen-Compositeur Jan Dismas Zelenka mit dem Requiem D-Dur 1733 eines seiner bedeutendsten Werke. Johann Sebastian Bach hatte schon 1727 für den Tod von Augusts evangelisch gebliebener Ehefrau Christiane Eberhardine seine Trauerode komponiert – Barockspezialist Reinhard Goebel vereint nun beide Werke mit einer vermutlich für Dresden geschriebenen Instrumentalkomposition Johann Friedrich Faschs.
Wie kaum ein anderer setzt Reinhard Goebel mit seinen Interpretationen immer wieder Maßstäbe auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis. Goebel stand mehr als 30 Jahre lang an der Spitze des von ihm gegründeten Ensembles Musica Antiqua Köln; für sein Wirken wurde er national und international mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht. Inzwischen musiziert er auch zunehmend mit großen Symphonieorchestern, darunter das DSO Berlin, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Gewandhausorchester Leipzig.
Sein besonderes Interesse gilt seit jeher dem barocken Repertoire der Dresdner Hofkapelle – und so kam es 2009 zu einer ersten Begegnung zwischen Goebel und der heutigen Staatskapelle. Diese Zusammenarbeit soll ab 2013 jeweils zu Palmsonntag kontinuierlich fortgesetzt werden.

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30.3.

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NL Radio4
19.00 – 23.00
Opera live
Georg Friedrich Handel: Poro, Re dell’Indie
Franco Fagioli (Poro),
Sonia Prina (Erissena),
Kristina Hammarström (Gandarte),
James Gilchrist (Alessandro)
David Wilson-Johnson (Timagene).
Kammerorchester Basel
Leitung: Enrico Onofri.
Aufnahme von 6. Juni 2012 in Basel.
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Die Nordwestdeutsche-Philharmonie glänzte mit zwei Nachwuchs-Künstler beim 10. Stifter-Konzert in der St. Marienkirche Stift Berg, Herford


Marienkirche Stift Berg Herford

                                                                         St. Marien Kirche Stift Berg in Herford

Ein hochkarätiges Konzert gab es in der St. Marien Kirche Stift Berg in Herford zu bewundern. Eingeladen hatte die Nordwestdeutsche Philharmonie (NWD), Herford am Sonntag, 3.3.2013 alle Stifter zum 10. Konzert mit Werken von der Barock- bis zur Klassikzeit.

Programm 1. Seite

Selten so launig begann der Intendant der Nordwestdeutschen Philharmonie „Andreas Kuntze“ seine Begrüßungsansprache. Die Erleichterung war ihm spürbar anzumerken, dass das Orchester der Nordwestdeutschen Philharmonie in Zukunft finanziell durch die Kommunen in OWL eine breite Unterstützung erfährt das vor ein paar Wochen so noch nicht abzusehen war.

Intendant der NWD Herford Andreas Kuntze bei seiner Eröffnungsrede

           Intendant der NWD Herford – Andreas Kuntze bei seiner Eröffnungsrede in der St. Marienkirche Stift Berg

Das sei ein bundesweit einmaliges Modell. Ideen, Wünsche und Hoffnungen würden jetzt in eine „Perspektiv-Konferenz OWL“ einfließen, Ein Schwerpunkt sei dabei die kulturelle Bildung und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und das Orchester wird neue Programme und Konzertformen ausprobieren. Erfolgreiche  Auslandsauftritte des NWD-Orchesters aus OWL in ganz Europa sprechen eine eindeutige Sprache über das zu bewahrende Kulturgut.

Programm:

Programm des 10. Stifter-Konzertes

                                                                                   

Ausführende:

Ausführende NWD-.Konzert

Zum Konzertanfang erklang die

Sinfonie G-Dur KV 129 von W.A. Mozart (1756-1791).

Er komponierte sie im Jahr 1772 in Salzburg und war 16 Jahre alt. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 17. Das große NWD-Orchester bestach durch eine schwungvolle und heitere Interpretation und wurde durch den zuvor verpflichteten Jung-Dirigenten Johannes Klumpp dementsprechend mit seiner prägnanten Körpersprache zielgerichtet unterstützt.

Ein weiteres sinfonisches Werk des 18-jährigen Franz Schubert (1797-1828) –

Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200

erklang als ein weiterer Programmpunkt.

Die Sinfonie entstand für ein Liebhaberorchester unter der Leitung des Geigers Josef Prohaska; Schubert spielte in diesem Orchester die Bratsche. Es wird vermutet, dass die erste Aufführung der Sinfonie im privaten Rahmen durch Prohaskas Orchester stattfand. Die erste öffentliche Aufführung fand jedoch erst am 19. Februar 1881 in London durch den Musikforscher George Grove statt, der in dieser Zeit alle Schubert-Sinfonien zur Aufführung brachte.

Wie zuvor in der Mozart-Symphonie gab der Jung-Dirigent Klumpp ein herrlich zupackendes Tempo vor, und die Akteure wie auch das Publikum werden davon getrieben und begeistert. In Johannes Klumpps Interpretation tendierte Schuberts jugendliche Sinfonie nicht in die klassische, sondern eindeutig in die seelenbewegt romantische Richtung. Klumpp ließ die Musik atmen und leben.

Als ein absolutes Highlight des Konzert-Abends entwickelten sich die vier Sopran-Arien, vorgetragen von der vortrefflich singenden Mezzosopranistin „Nicole Pieper“ – als die Entdeckung des Abends – in den drei barocken Werken von:

Johann Adolph Hasse (1699-1783) Cleofide: „Generoso risuegliati“

Georg Friedrich Händel (1685-1759) Floridante: Notte cara“

Antonio Vivaldi (1678-1741) „Se lento ancora il fumine“

sowie in dem Werk von

W.A. Mozart (1756-1791) Große Messe in c-Moll „Laudamus te“

Mezzosopran: Nicole Pieper beim 10. NWD-Stifterkonzert in der Marienkirche Herford am  3. März 2013

   Mezzosopran: Nicole Pieper beim 10. NWD-Stifterkonzert in der Marienkirche Herford am 3. März 2013

Ihre vier Gesangs-Beiträge waren das Nonplusultra des Abends und ging einem unter die Haut. Ein solch raumfüllendes Stimmvolumen erlebt der Besucher nicht alle Tage, sie ist ein Juwel in der deutschen Riege der Jung-Mezzosopranistinnen und wird eine große Zukunft vor sich haben. Diese Leichtigkeit des Singens, ihre Koloraturen sind wie ein Nachtigall-Gesang und bezaubert durch ihren natürlichen Gesangs-Vortrag, das war absolute Spitzen-Klasse. Die Arien von Hasse, Händel, Vivaldi und Mozart erklangen zusammenhängend wie eine Perlenschnur in der wunderbarsten Form und Ausführung, Herz was begehrst du mehr….

Ein weiterer großartiger Könner als Dirigent ist Johannes Klumpp lobend zu erwähnen. Klumpp ist mit einer suggestiven Körpersprache begnadet. In der kraftvollen Weichheit seiner Bewegungen vermag er auf ebenso natürliche Weise zu befeiern, wie zu innigsten Momenten zu führen. Der Besucher hat verstanden, warum Johannes Klumpp nicht nur mit Preisen geradezu überschüttet wurde, sondern auch als einer der vielleicht größten Nachwuchstalente gilt……

Dirigent:  Johannes Klumpp beim 10. NWD-Stifterkonzert in der Marienkirche Herford  am 3. März 2013

   Dirigent: Johannes Klumpp beim 10. NWD-Stifterkonzert in der Marienkirche Herford am 3. März 2013

Ein großes Finale erhalten die Protagonisten durch die Besucher mit einem nicht endend wollenden und frenetischen Applaus. Das war wieder eine Sternstunde für die Stifter der „Nordwestdeutschen Philharmonie“ und wird in den Analen der Historie eine besonderen Platz einnehmen.

Herzlichen Dank für diese ausgezeichnete Programmauswahl, die uns vollends begeistert und überzeugt hat und wünsche dem großartig aufspielenden NWD-Orchester weiterhin alles Gute, möge ihre Reise nun in eine finanziell abgesicherte Zukunft gehen. Bei diesen großartigen Instrumentalisten müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn das in OWL nicht möglich wäre.

Alle Förderer und kommunale Institutionen in Ostwestfalen-Lippe sind aufgerufen, dieses hervorragende Orchester am Leben zu erhalten. Sie haben es absolut verdient, für die Zukunft eine gesicherte Existenzgrundlage vorzufinden..!!

Grüße

Volker

 

 

TV-Sender mit Klassischer Musik u.a. Weihnachtsoratorium BWV 248 zu Weihnachten 2012 – Neujahr 2013


Advent und Weihnachtskonzerte

         Im Fernsehen Advent und Weihnachtskonzerte

Wie bereits in den Vorjahren von mir praktiziert sind wieder Angaben zu TV-Sender mit „Klassischen Musik“ zur Weihnachtszeit und zu Neujahr von mir hier angeführt worden

Ob alle Fernsehsendungen von mir dazu feststellbar waren, ist nicht gesichert, es ist eine Auswahl überwiegend mit dem BWV 248 von

J.S. Bach Weihnachts-Oratorium.“

Zu den einzelnen Sendungen:

Freitag, 21. Dezember 2012

WDR-Fernsehen 08:30 Uhr bis 10:00 Uhr, (90 Min.)

Mit Werken von

Arcangelo Corelli, / Georg Friedrich Händel,  / Johann Sebastian Bach, / Frederick Delius, Max Reger, / Irving Berlin, / Leroy Anderson, / Arvo Pärt, / John Rutter und anderen Mitwirkende:

  • Volker Lechtenbrink, Erzähler
  • Jeanette Köhn, Sopran
  • Mädchenchor am Kölner Dom, Leitung: Oliver Sperling
  • WDR Rundfunkchor Köln, Leitung: David Marlow
  • WDR Rundfunkorchester Köln,
  • Leitung: Niklas Willén
  • aus der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Köln.

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Sonntag, 23. Dezember 2012

MDR – Fernsehen um 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr (60 Min.)

„Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche“

Als besonderen Auftakt der Weihnachtsfeiertage feiern seit 1993 Jahr für Jahr zehntausende Menschen aus Dresden und Gäste aus dem In- und Ausland an der Dresdner Frauenkirche einen Open-Air-Gottesdienst. Im 20. Jubiläumsjahr der Weihnachtlichen  Vesper wird das Ereignis erstmals live im MDR FERNSEHEN übertragen; es moderiert Anja Koebel.

Neben dem Landesbischof wirken in der Vesper, bei den Lesungen, Ansprachen und in der Liturgie der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, der Superintendent, die Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden und die Pfarrer der Frauenkirche mit. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Ludwig Güttler sorgen sein Blechbläserensemble sowie exzellente Solisten und Chöre für einen festlichen Rahmen.

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Montag, 24. Dezember 2012

MDR-Fernsehen 23:00 Uhr, (100 Min.)

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 Weihnachtsoratorium Teile I – III und VI

Zum 800. Jubiläumsjahr von Thomanerchor, Thomasschule und Thomaskirche zeigt der MDR seinen Zuschauern eine Neuaufzeichnung des Weihnachtsoratoriums. Bach komponierte es in einer glücklichen Phase seines Lebens, in der einer seiner früheren Weggefährten Rektor der Thomasschule geworden war.

Der wiederum verbesserte Bachs Lebens- und Arbeitsbedingungen, die in Leipzig nicht immer zu seiner Zufriedenheit waren. Er schlichtete den Streit mit den Ratsherren, die Bachs Kirchenmusik oft als „zu lang und zu opernhaft“ missbilligten und sorgte für ein höheres Einkommen des Kantors. Pläne, die Stadt zu verlassen, gab Bach deshalb wieder auf.

Und so führte er zum Jahreswechsel 1734/35 abwechselnd in der Thomaskirche und in der Nikolaikirche die sechs Kantaten auf. Ob die Leipziger über das neueste Werk ihres Thomaskantors jauchzten und frohlockten, ist nicht überliefert. Nachdem Bachs Werke im 19. Jahrhundert von Felix Mendelssohn Bartholdy aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wurden, ist auch das Weihnachtsoratorium aus den Kirchen und Konzertsälen der Welt nicht mehr wegzudenken.

In sechs Kantaten, die zu Bachs Zeiten niemals hintereinander gegeben wurden, wird die biblische Weihnachtsgeschichte erzählt. Die ersten drei und die sechste Kantate sind in der Aufführung von Gewandhausorchester und Thomanerchor unter der Leitung des 43. Kantors nach Bach, Georg Christoph Biller, am Weihnachtsabend aus der Leipziger Thomaskirche zu sehen.

Solisten:
Johannette Zomer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Werner Güra, Tenor (Evangelist)
Martin Petzold, Tenor (Arien)
Klaus Häger, Bass

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Dienstag, 25. Dezember 2012

Bayerisches Fernsehen 11:45 Uhr bis 13:10 Uhr (85 Min.)

Johann Sebastian Bach

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten I – III

Der Chor des Bayerischen Rundfunks, einer der besten Chöre der Welt, singt Bachs Weihnachtsoratorium. Im Dezember 2010 führte der Chor mit Solisten und dem Orchester „Akademie für Alte Musik„, Berlin, einem der besten Ensembles mit historischen Instrumenten, Bachs beliebte Weihnachtsmusik in zwei Konzerten im Herkulessaal der Münchner Residenz auf. Johann Sebastian Bach legte es in sechs Kantaten an, von denen jede für einen bestimmten Feiertag zwischen dem ersten Weihnachtstag und Epiphanias (Dreikönigstag) bestimmt ist.

Diese Sendung präsentiert die Kantaten 1 bis 3, die von der Geburt Christi, der Verkündigung an die Hirten und der Bestätigung des eingetroffenen Heils berichten. Die Kantaten 4 bis 6 folgen am 26. Dezember 2012. Eigens für die Fernsehaufnahmen wurde der Herkulessaal mit einem besonderen Lichtkonzept festlich ausgeleuchtet. Die Sendung wird ergänzt durch Aufnahmen von Kunstwerken von Albrecht Dürer und Rembrandt sowie einer neapolitanischen Krippe, die die Ereignisse der Weihnachtszeit darstellen.

Solisten:

Rachel Harnisch; Sopran,  / Anke Vondung; Alt,

Maximilan Schmitt; Tenor, / Christian Immler; Bass

Leitung: Peter Dijkstra

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ARTE – Fernsehen, 25.12.2012 um 18:05 Uhr – 19:10 Uhr (65 Min.)

W.A. Mozart

Große Messe in c-Moll

Mit der Sopranistin Julie Fuchs, der Mezzosopranistin Ann Hallenberg, dem Tenor Benjamin Hulett und dem Bariton Markus Werba hat die gefeierte französische Dirigentin Laurence Equilbey Mozarts Monumentalwerk herausragend besetzt. ARTE zeigt das glanzvolle Konzert aus der Großen Kapelle des Priesterseminars Saint-Sulpice, die der Königskapelle des Versailler Schlosses nachempfunden ist und eigens aus diesem Anlass für das Publikum geöffnet wurde.

Wiederholung auf ARTE am 25.12.2012 um 18:05 Uhr – 19:10 Uhr (65 Min.)

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ARTE – Fernsehen, 25.12.2012 um 20:15 Uhr – 22:10 Uhr (115 Min.)

Die Thomaner

Herz und Mund und Tat und Leben

Im Jahr 2012 feiert der Thomanerchor Leipzig seinen 800. Geburtstag. Heute haben die Thomaner Bewunderer in aller Welt und werden auf Tourneen in Amerika, Japan und Australien wie Rockstars gefeiert. Pünktlich zum Jahrhundert-Jubiläum ist der Chor nun erstmals in einem abendfüllenden Dokumentarfilm zu erleben.

800 Jahre – eine beeindruckende Zeitspanne, wenn man bedenkt, dass der Chor über die Jahrhunderte alle politischen Systeme in ungebrochener Tradition überdauert hat. Heute haben die Thomaner Bewunderer in aller Welt. Diesen Erfolg mussten sich die zehn- bis 18-jährigen Jungen des Thomanerchores schwer erarbeiten, denn ihr Leben wird von einem anstrengenden Proben- und Schulalltag bestimmt und ist geprägt von den Regeln des Internats und dem Gedanken, dass vor allem die Gemeinschaft zählt. Pünktlich zum Jahrhundert-Jubiläum ist der Chor nun erstmals in dem abendfüllenden Dokumentarfilm „Die Thomaner – Herz und Mund und Tat und Leben“ zu erleben.

Die Filmemacher begleiten den Chor und seinen Kantor Georg Christoph Biller – den 43. Thomaskantor nach Bach – über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr. Durch ihre persönlichen Geschichten entsteht ein sensibles Porträt dieses einzigartigen Chores, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht. Der packende und anrührende Film gewährt einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen dieses Ausnahmechores und zeigt die Möglichkeiten, die eine intensive Beschäftigung mit Musik für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen leisten kann. Ungewöhnlich offen können die Filmemacher eine einzigartige Welt zwischen Motette, Internat und Fußballplatz zeigen; ein Leben, das geprägt ist von Erfolg und Leistungsdruck, Zweifeln und Stolz, Heimweh und Freundschaft. Und in und über allem: die unsterbliche Musik Johann Sebastian Bachs.

Wiederholungen auf ARTE:

DIE THOMANER

26.12.2012 um 10:25 Uhr

06.01.2013 um 14:25 Uhr

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Mittwoch, 26. DEZEMBER 2012

Bayerisches Fernsehen 11:15 Uhr – 13:00 Uhr, (75 Min.)

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten IV – VI

Der Chor des Bayerischen Rundfunks, einer der besten Chöre der Welt, singt Bachs Weihnachtsoratorium. Im Dezember 2010 führte der Chor mit Solisten und dem Orchester „Akademie für Alte Musik„, Berlin, einem der besten Ensembles mit historischen Instrumenten, Bachs beliebte Weihnachtsmusik in zwei Konzerten im Herkulessaal der Münchner Residenz auf. Johann Sebastian Bach legte es in sechs Kantaten an, von denen jede für einen bestimmten Feiertag zwischen dem ersten Weihnachtstag und Epiphanias (Dreikönigstag) bestimmt ist.

Diese Sendung präsentiert die Kantaten 1 bis 3, die von der Geburt Christi, der Verkündigung an die Hirten und der Bestätigung des eingetroffenen Heils berichten. Die Kantaten 4 bis 6 folgen am 26. Dezember 2012. Eigens für die Fernsehaufnahmen wurde der Herkulessaal mit einem besonderen Lichtkonzept festlich ausgeleuchtet. Die Sendung wird ergänzt durch Aufnahmen von Kunstwerken von Albrecht Dürer und Rembrandt sowie einer neapolitanischen Krippe, die die Ereignisse der Weihnachtszeit darstellen.

Solisten:

Rachel Harnisch; Sopran,  / Anke Vondung; Alt,

Maximilan Schmitt; Tenor, / Christian Immler; Bass

Leitung: Peter Dijkstra

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ARTE – Fernsehen 26.12.2012 um 18:05 Uhr bis 19:10 Uhr (65 Min.)

Cecilia Bartoli, Mission

Agostino Steffani in Versailles

Cecilia Bartoli, die unermüdlich auf der Suche nach originellen Konzepten und musikalischem Neuland ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den vergessenen italienischen Komponisten Agostino Steffani (1654-1728) ins Bewusstsein der Musikwelt zu rufen. In den Alleen und Gemächern von Versailles bringt ihre wunderbare Stimme Werke dieses faszinierenden Musikers zu Gehör. Begleitet wird sie von dem französischen Countertenor Philippe Jaroussky, der sich ebenfalls mit großer Begeisterung dem in Vergessenheit geratenen Repertoire widmet.

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3sat – Fernsehen 26.12.2012 um 20:15 Uhr – 22:15 Uhr (120 Min.)

Aufzeichnung aus der Stadtkirche St. Martin in Rheinfelden

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten I – II, V und VI

Die barocke Stadtkirche in Rheinfelden bietet die passende Szenerie für ein besinnliches Konzerterlebnis: In der barocken Stadtkirche St. Martin kommt das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zur Aufführung. Wie keinem anderen ist es dem Komponisten gelungen, die biblische Weihnachtsgeschichte in Musik zu fassen. Mit Pauken und Trompeten wird die Geburt des Christuskindes angekündigt. „Jauchzet, frohlocket“ singt der Chor. Stimmungsvolle Choräle und lyrische Arien prägen das Werk.

Unter der Leitung von Winfried Toll treffen mit der Camerata Vocale Freiburg und dem Kammerorchester Basel zwei renommierte Klassikformationen aufeinander.

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SWR – Fernsehen BW am 26.12.2012 um 20:15 Uhr  – 21:45 Uhr

Musikalische Reise nach Wien

Wien ist eine Weltstadt der Kunst und der Musik. Die Stadt an der Donau verkörpert wie keine andere europäische Metropole Gemütlichkeit, Charme und den berühmten „Wiener Schmäh“. Auf seiner musikalischen Reise trifft Reporter Markus Brock berühmte Repräsentanten dieser einmaligen Stadt – vom Fußballer bis zur kaiserlichen und königlichen Hoheit, vom berühmtesten Schmähkellner bis zur singenden Gräfin Esterhazy. Die Musik ist vom feinsten, dafür sorgen Opernsängerin Eva Lind, Sängerin Dagmar Koller, die Wiener Sängerknaben und Sänger Peter Kraus.

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Sonntag, 30. Dezember 2012 

BR-Fernsehen  um 11:00 Uhr – 12:00 Uhr (60 Min.)

Frank Peter Zimmermann – „Mein Weg zu Bach“

Ein Portrait des 1965 geborenen deutschen Geigers, der indessen zur Weltelite zählt und mit den bedeutenden Orchestern und Dirigenten musiziert. Im Mittelpunkt des Films steht eine Interpretation von Bachs Sonaten für Violine und Klavier. Zimmermanns Instrument ist eine Stradivari aus dem Jahr 1711, auf der bereits Fritz Kreisler spielte. „Es ist für mich das Größte, die Musik von Bach zu spielen, an ihr zu arbeiten! Diese Musik zu durchschreiten, egal ob am Instrument oder am Radio, gibt mir jedes Mal Kraft und Ruhe“, so der Geiger Frank Peter Zimmermann. Fern von Kommerz und Medienrummel gehört er zu den Größten seiner Generation.

In diesem Film gewährt er, das „Kraftwerk aus der Stille“ – wie Heinrich Schiff ihn einmal charakterisierte – einen sehr persönlichen Einblick in sein Leben als Künstler und auch als Mensch. Leitfaden ist dabei sowohl das Thema Bach, dem sich der Film von verschiedenen Seiten nähert.

Im Zentrum steht ein Konzertmitschnitt mit dem Pianisten Enrico Pace aus dem Kloster Polling mit den Sonaten für Violine und Piano(BWV 1014-1019). In einem intensiven und berührenden Interview beschreibt Frank Peter Zimmermann seine Auseinandersetzung mit Bach und seiner Musik.

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Montag, 31. Dezember 2012 

MDR – Fernsehen um 17:00 Uhr Beethoven 9. Sinfonie

Die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven gehört zu den musikalischen Meisterwerken, die die Menschheit faszinieren. Mit der Uraufführung vor nunmehr 188 Jahren im Wiener Kärntnertor-Theater begann der Siegeslauf dieses gewaltigen Werkes mit seiner humanistischen Botschaft von der Brüderlichkeit aller Menschen. Der völlig ertaubte Komponist konnte den Jubel nach der Aufführung wenigstens noch sehen. Und so erfüllte sich auch sein Wunsch, den Menschen einen „feierlichen Tag“ zu bereiten.

Der Gedanke, Beethovens 9. Sinfonie zum Jahreswechsel aufzuführen, wurde unmittelbar nach dem Inferno des Ersten Weltkrieges in Leipzig geboren. Das Arbeiter-Bildungs-Institut engagierte für seine Jahresabschlussfeier keinen Geringeren als den Gewandhauskapellmeister Arthur Nickisch mit seinem Gewandhausorchester. Das Konzert begann am Silvestertag 1918 gegen 23 Uhr, damit man pünktlich mit dem Schlusschor das neue Jahr begrüßen konnte. Schillers Ode „An die Freude“ mit dem Aufruf „Alle Menschen werden Brüder“ war zu diesem Jahreswechsel aktueller denn je. Nickischs Nachfolger, die Gewandhauskapellmeister Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter, übernahmen diese Tradition. Auch im damals noch jungen Rundfunk konnte man bereits Ende der zwanziger Jahre das Werk zu Silvester hören.

Heute ist die festliche Aufführung zum Jahresende im Neuen Gewandhaus Leipzig zu einer guten Tradition geworden, ebenso wie die Live-Übertragung in Fernsehen und Hörfunk des MDR. Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly leitet das „Große Concert zum Jahreswechsel“ mit dem Gewandhausorchester, dem MDR RUNDFUNKCHOR, dem GewandhausChor und dem GewandhausKinderchor.

Solisten: Malin Hartelius (Sopran)- Christa Mayer (Alt) –

Johannes Chum (Tenor) und Matthias Goerne (Bass)

Leitung: Riccardo Chailly

Die Ausstrahlung bei MDR FIGARO ist in stereo und Dolby surround zu erleben.

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ARD – Fernsehen (DAS ERSTE)  am 31.12.2012 um 17:25 Uhr – 18:55 Uhr (90 Min.)

Silvester Konzert der Berliner Philharmoniker 2012

Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle laden wieder zum traditionellen Silvesterkonzert und begehen den Jahreswechsel tänzerisch-beschwingt mit Musik von Brahms, Dvorak, Ravel, Rameau und Saint-Saens. Star des Abends ist die italienische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli, die sich einem ihrer Lieblingskomponisten widmen wird: Georg Friedrich Händel. Durch die Fernsehübertragung führt Rolf Seelmann-Eggebert.

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ARTE – Fernsehen 31.12.2012 um 18:10 Uhr bis 20:00 Uhr (110 Min.)

Silvestergala 2012 

Live aus dem Festspielhaus Baden-Baden – Mit Verdi ins Neue Jahr

Live aus dem Festspielhaus Baden-Baden: Drei großartige Stimmen führen bei der Silvestergala 2012 mit Verdi ins neue Jahr: die Sopranistin Olga Peretyatko, Startenor Rolando Villazón sowie der Bariton Thomas Hampson. Begleitet werden sie vom Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada. Auf dem Programm stehen Arien und Orchesterwerke von Giuseppe Verdi.

Olga Peretyatko ist ein neuer Stern am Sopranhimmel und rettete bei den Pfingstfestspielen 2012 die zweite „Liebestrank“-Aufführung an der Seite von Rolando Villazón. Danach erhofften sich viele Festspielhaus-Besucher ein schnelles Wiedersehen und Wiederhören.

Seit vielen Jahren schon zählt Thomas Hampson zu den edelsten Baritonstimmen – ein Ruf, dem er zuletzt unter anderem mit Mahler-Liedern und davor als Amfortas im „Parsifal“ in Baden-Baden alle Ehre machte. Rolando Villazón schloss das Publikum in Baden-Baden spätestens nach seiner „Liebestrank“-Inszenierung zu Pfingsten vollends in sein Herz.

Das prächtige Festspielhaus im eleganten Baden-Baden bietet die perfekte Kulisse für ein festliches Musikprogramm zum Jahresausklang.

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Dienstag, 1. Januar 2013 

ARTE Fernsehen um 19:15 Uhr – 20:15 Uhr

„Neujahrskonzert aus Venedig“

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner Foto: Copyrigh  BBC

Sir John Eliot Gardiner Foto: Copyrigh BBC

Am Neujahrstag zeigt ARTE traditionsgemäß auch 2013 wieder den zweiten Teil des Neujahrskonzertes aus dem Teatro La Fenice in Venedig. 2013 feiert die Welt den 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi. Desiree Rancatore und Samiri Pirgu singen Arien aus seinen berühmtesten Opern. Und wie in der Vergangenheit schließt das Programm auch in diesem Jahr wieder mit „Va‘ pensiero“ aus „Nabucco“ und „Libiam ne‘ lieti calici“, dem Brindisi aus der „Traviata“.

Sir John Eliot Gardiner ist einer der wichtigsten Dirigenten unserer Zeit und einer der maßgebenden Verfechter der historisch kritischen Aufführungspraxis. Sein Operndebüt feierte er 1969 in London mit der Zauberflöte. Zu dieser Zeit hatte er bereits zwei Ensembles gegründet, die seine Ideen umsetzen konnten, 1964 den Monteverdi Choir und vier Jahre später das Monteverdi Orchestra.

1978 begann die Erfolgsgeschichte der English Baroque Solists. Mitglieder des Monteverdi Orchestras hatten sich zusammengetan, um beim Festival für Alte Musik in Innsbruck Händels Acis und Galatea mit historischen Instrumenten aufzuführen. Von 1980 bis 1983 war Gardiner Chefdirigent des CBC Vancouver Orchestra. 1983 bis 1988 bildete er als Musikalischer Direktor der Opéra National de Lyon wiederum ein neues Orchester, das heute zu den besten in Frankreich zählt. Von 1981 bis 1990 war er künstlerischer Direktor der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und von 1991 bis 1994 Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters in Hamburg. Als Gast dirigierte Gardiner unter anderem das Philharmonia Orchestra, das Cleveland Orchestra, das Koninklijk Concertgebouworkest in Amsterdam und die Wiener Philharmoniker.

Im Jahr 1990 gründete Gardiner ein weiteres Orchester für historische Instrumente, um klassische und romantische Musik authentisch aufzuführen, das Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Im Jahr 1998 wurde John Eliot Gardiner von Königin Elisabeth II anlässlich der June Birthday Honours zum Knight Bachelor geschlagen.

Beim Concerto di capodanno, dem venezianischen Neujahrskonzert ist er bereits zum zweiten Mal. 2010 war er bereits musikalischer Leiter. Auch die in Palermo geborene Desirée Rancatore, die mittlerweile in allen großen Häusern der Welt aufgetreten ist, war schon mehrfach im Teatro La Fenice zu bewundern, so als Gilda in Verdis Rigoletto 2010, eine Oper, die ARTE live ausgestrahlt hat.

Saimir Pirgus internationaler Durchbruch kam 2004, als er von Claudio Abbado eingeladen wurde, die Rolle des Ferrando in „Così fan tutte“ in Ferrara und Modena zu singen. Mittlerweile hat er Engagements in aller Welt. ARTE-Zuschauer hatten Gelegenheit ihn als Rodolfo, Mimis Geliebten in der „Bohème im Hochhaus“, live aus der Berner Hochhaussiedlung Bern-Betlehem zu erleben.

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Diese Angaben sind zur Zeit unvollständig und werden nach neuen Erkenntnissen täglich aktualisiert..!!

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Das BWV 248 Weihnachtsoratorium von Dezember 1999 aus der Herderkirche Weimar von Sir Gardiner, EBS und dem Monteverdi-Choir ist nachstehend als YouTube – Video mit den Kantaten I bis VI zu sehen.

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Ein weiteres Video BWV 248 Weihnachtsoratorium Teile 1 bis 6

Herkulessaal, Residenz München, 2010

Rachel Harnisch, soprano
Sonja Philippin, soprano (echo)
Anke Vondung, mezzo-soprano
Maximilian Schmitt, tenor (Evangelist)
Christian Immler, bass
Chor des Bayerischen Rundfunks
Akademie für Alte Musik Berlin
Peter Dijkstra, conductor

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Radiotipps 26.4. – 29.4.2012




26.4.


BBC
19:30-22:00 (20:30-23:00)
Musical Revolutuions – Down of the Cantata
Live from Wigmore Hall, London

Anna Prohaska, soprano
James Gilchrist, tenor
Benjamin Hulett, tenor
Academy of Ancient Music
Jonathan Cohen, director, keyboards.

Falconieri: Ciaccona in G major
Monteverdi: ‚Zefiro Torna‘ from Madrigali e canzonette a due e tre voci
Monteverdi: ‚Se vittore si belle‘ from Madrigali guerrieri et amorosi
Strozzi: ‚Udite, amanti‘
Monteverdi: ‚Ardo e scoprir‘ from Madrigali guerrieri et amorosi
Interval
B Marini: Passacaglia in G minor from Sonate da Chiesa e da Camera
Castello: Sonata No.15 à 4 from Sonate Concertate in Stile Moderno Libro Secondo
Monteverdi: Act 1 Scene 2 of Il ritorno di Ulisse in patria
Zanetti: Saltarello della Battaglia
Monteverdi: Il combattimento di Tancredi e Clorinda
 

The Academy of Ancient Music at the Wigmore Hall in a programme of cantatas  and instrumental music by Monteverdi and his contemporaries.
At the heart of the first Italian cantatas was a new and astonishing  emphasis on the voice. Deeply-felt emotions are laid bare in such works as  Monteverdi’s joyous celebration of spring in ‚Zefiro Torna‘ and Strozzi’s  lovelorn lament ‚Udite, amanti‘
Instrumental music of thrilling inventiveness intersperses the programme,  which culminates in Monteverdi’s Il combattimento di Tancredi e Clorinda. Here,  love and war collide to startling dramatic and musical effect, and an age-old  tale is brought vividly to life through this freshly-minted form.

http://www.aam.co.uk/media/Files/Resources/Programme-notes/Dawn-of-the-cantata.pdf
http://www.bbc.co.uk/programmes/b01ghgm0

 

28.04.

NDR kultur
20:05 – 22:00 – 24:00
Prisma Musik
Thema: Bach in Weimar

Eine Sendung von Peter Wollny


Als Bach 1808 die Anstellung als Organist in Mühlhausen hinter sich ließ, ging  er mit der Aussicht nach Weimar, Musiker in der herzöglichen „Capelle und  Kammermusik“ zu werden, wie es in seinem Mühlhäuser Kündigungsschreiben heißt.  Der musikliebende Herzog muss jedoch schon früher auf das überragende Talent des  jungen Bach aufmerksam geworden sein, dessen Orgelwerke, die in damaligen Ohren  erschreckend ungezügelt geklungen haben müssen, ihr musikalisches Umfeld  haushoch überragten. Es folgte ein ertragreiches musikalisches Jahrzehnt, das  Weimar noch immer zu einer der wichtigsten Wirkungsstätten des späteren  Thomaskantors macht, auch wenn die Weimarer Zeit in einer schrillen Dissonanz  endete, einer Art Beugehaft, mit der man den jungen Musiker zum Bleiben zwingen
wollte, den es nach Köthen zog. Heute ist Weimar nicht nur die Stadt der  klassischen deutschen Literatur, sondern noch immer ein bedeutendes Zentrum der  Bachforschung, haben sich in den 2004 leider durch einen Brand stark dezimierten  Beständen der herzöglichen Bibliothek doch wichtige Handschriften und Quellen  erhalten. So machte zum Beispiel vor wenigen Jahren ein spektakulärer Fund von sich Reden, den Leipziger Bachforscher machten: eine Orgeltabulatur von der Hand  des jungen Johann Sebastian Bach. Zu diesen Forschern gehörte Peter Wollny, der  uns die Bach-Stadt Weimar vorstellt.

22:05 Variationen zum Thema

Johann Ernst von Sachsen Weimar: Sonata D-dur für Trompete, 2 Violinen und Basso
continuo
Virtuosi Saxoniae

Johann Adam Reincken: Choralfantasie „An Wasserflüssen Babylon“
Jean-Claude Zehnder, Orgel

Alessandro Marcello: Concerto d-moll für Oboe, Streichorchester und Basso
continuo
Albrecht Mayer / Cappella Istropolitana

Johann Sebastian Bach: Concerto C-dur nach Johann Ernst von Sachsen-Weimar
BWV 594
Ton Koopman, Orgel

Toccata d-moll BWV 913
Gustav Leonhardt, Cembalo

Concerto in d-moll nach Alessandro Marcello BWV 974
Glenn Gould, Klavier

Ich hatte viel Bekümmernis, Kantate BWV 21
Paul Esswood, Alt / Kurt Equiluz, Tenor
Walker Wyatt, Bass / Wiener Sängerknaben
Chorus Viennensis / Concentus musicus Wien
Ltg.: Nikolaus Harnoncourt

 

29.4.

 

rbb kulturradio
15:04-17:00 


FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

Eine Sendereihe von Christine Lemke-Matwey
17. Folge

Bach und Händel: Mendelssohn als  Bearbeiter

Heute ein Sakrileg, einst ganz selbstverständlich: Auch Felix Mendelssohn  pflegt einen denkbar freien Umgang mit den von ihm ausgegrabenen und  aufgeführten Partituren aus vergangener Zeit. Als würde er die Werke  schöpferisch weiterdenken, unterwirft er sie einer Revision nach seinen eigenen  ästhetischen Maßstäben.