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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 895 „Praeludium und Fuge, a-Moll“ ein Werk für Tasteninstrumente mit oder ohne Pedal!

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 895 „Praeludium und Fuge, a-Moll“ ein Werk für Tasteninstrumente mit oder ohne Pedal!

Ich möchte mehr davon..!

Abenteuerlicher, phantasievoll und geschmackvoll.

                                                            Cembalistin: Kris Verhelst

Von Anfang an ist klar, dass dies ein früher Bach ist. Diese Art der schnellen Melodie, die plötzlich auf eine unerwartete Note endet, ist eine typisch wunderliche musikalische Geste, die wir in Bachs anderen frühen Werken sehen. Und was folgt, bestätigt nur diesen ersten Eindruck. Wenn Toccata in d-Moll, BWV 913, ist noch frisch in deinen Ohren, zum Beispiel, dann hörst du sofort alle möglichen Ähnlichkeiten.

Es wurde vorgeschlagen, dass dieses Stück die einzige überlebende Arbeit aus einer Reihe von kurzen Präludien und Fugen für Unterrichtszwecke verwendet werden kann. Auf jeden Fall ist es so, wie es in der frühesten Quelle verwendet wird, die ein Manuskript einer ganzen Reihe von Präludien, Intonationen und Fugen in verschiedenen Schlüsseln ist – alles mehr oder weniger die gleiche Länge. Die anderen Werke sind Komponisten wie Pachelbel, Wecker, Zachow, Krieger und Werckmeister. Das Manuskript wurde am 3. April 1709 von Johann Christoph Bach (1673-1727) begonnen, ein entfernter Verwandter (also nicht Johann Sebastians Onkel oder Bruder des gleichen Namens), der Kantor und Organist in der kleinen Stadt Gehren im Thüringer Wald war . Dieser Johann Christoph verwendete wahrscheinlich das Stück in seinem eigenen Unterricht.

Obwohl dieses Präludium und die Fuge in a-Moll einen relativ bescheidenen Platz in Bachs Oeuvre einnimmt, steht es in einem solchen Sammlungsmanuskript, auch ohne Bachs Namen, auf. Es ist nur so etwas abenteuerlicher, phantasievoll und geschmackvoller als der Rest. Wie viele Schüler müssen Johann Christoph Bach gesagt haben „Ich möchte mehr Stücke von dem Komponisten dieser Fuge“?

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BWV
895
Titel
Prelude und Fuge in a-Moll
Genre
Tastatur Arbeit
Jahr
Frühe Arbeit, jedenfalls vor 1725
Stadt
unbekannt
Uraufführung
unbekannt

Veröffentlichungsdatum
16. Juni 2017
Aufnahmedatum
17. September 2016
Ort
Antwerpen, Belgien
Kris Verhelst
Cembalo
Emile Jobin nach Johannes Daniel Dulcken, 1747


Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 895“

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht – Präludium und Fuge b-Moll BWV 867 (Das Wohltemperierte Klavier, I. Teil)

ALL OF BACH veröffentlicht – Präludium und Fuge b-Moll BWV 867 (Das Wohltemperierte Klavier, I. Teil)

Präludium und Fuge b-Moll, BWV 867, bilden ein Werkpaar im 1. Teil des Wohltemperierten Klaviers, einer Sammlung von Präludien und Fugen für Tasteninstrumente von Johann Sebastian Bach.

Cembalist: „Kris Verhelst“ Cembalo Emile Jobin nach Johannes Daniel Dulcken 1747.

Orgelpunkte, frei einsetzende Dissonanzen, ostinater Rhythmus und vollstimmiger Satz kulminieren im drittletzten Takt auf einer Fermate mit neunstimmig gesetztem vermindertem Septakkord. Dies alles summiert sich zum Affekt gewichtigen Ernstes und pathetischer Würde. Das Präludium wird üblicherweise in sehr langsamem Zeitmaß, piano und in weich konturiertem Rhythmus gespielt. Möglich und vertretbar, vor allem auf dem Klavier, ist aber auch ein Vortrag in ruhigem Viertelpuls und im Forte, verbunden mit rhythmischer Strenge.

Das Stück enthält 24 Takte; die Mitte wird durch die dünnstimmig gesetzten Takte 13 bis 15 deutlich hervorgehoben. Nach dem ersten Achtel in Takt 20 setzt ein intendiertes Crescendo ein, das Bach vor allem durch zunehmende Stimmenzahl realisiert.

Diese Fuge und diejenige in cis-Moll aus dem 1. Teil sind die einzigen fünfstimmigen Beispiele aus dem Wohltemperierten Klavier. Das Notenbild suggeriert hier eine Nähe zum stile antico, die allerdings durch den nach einer Pause eintretenden Nonensprung innerhalb des Themas relativiert wird. Das Thema endet nicht beim Einsatz des Comes, sondern reicht über diesen hinweg, bis zum Beginn von Takt 4.

In der Exposition wird das Thema in fünf Stimmen von oben (Sopran) nach unten (Bass) bis Takt 18 eingeführt. Nachdem in Takt 25 die Paralleltonart Des-Dur erreicht ist, folgt eine Durchführung mit vier dicht aufeinander folgenden Themeneinsätzen; der fünfte Themeneinsatz erfolgt bei der Kadenz nach As-Dur in Takt 37, in der Mitte der Fuge. Die Takte 50 bis 53 suggerieren wiederum eine mehrfache Engführung; doch auch diese ist nur vorgetäuscht, da jeweils nur der Themenbeginn wiederholt wird. Erst ab Takt 67 erklingt als Höhepunkt eine tatsächlich fünffache Engführung – vermutlich einzigartig in Bachs gesamtem Fugenschaffen.

Veröffentlichungsdatum
17. März 2017
Aufnahmedatum
17. September 2016
Ort
Antwerpen, Belgien

Cembalist
Kris Verhelst
Cembalo
Emile Jobin nach Johannes Daniel Dulcken, 1747

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken !

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„Ich wünsche viel Freude“ – mit dem Wohltemperierten Klavier!

Grüße sommerk

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