Archiv der Kategorie: Sprüche-Zitate aus Musik und Kultur

L´Italiana in Assindia oder Cecilia Bartoli in der Philharmonie Essen 16.11.10


Es gibt Tage, die sind teuer, richtig teuer. Es fing damit an, dass ich zum Gesangsunterricht mit dem Taxi gefahren bin, kurzentschlossen habe ich mich dann entschieden, trotz der horrenden Preise, doch abends zu Cecilia Bartoli in die Philharmonie zu gehen. Also Ruckzuck noch zur Philharmonie und die Karte abgeholt, dabei bin ich dann, aufgrund meines verkehrswidrigen Verhaltens in Sachen Schnell-Parken, nur knapp einem Knöllchen entgangen.

Philharmonie Essen vom Stadtgarteneingang

Im Moment scheint es en Vogue, alte Komponisten des Barock auszugraben, sie zu entstauben und gründlich zu durchlüften, wie sie Simone Kermes mit „Colori d´amore“ oder auch Magdalena Kozena mit „Lettere amorose“, in Ermangelung ansprechender, zeitgenössischer Möglichkeiten, präsentieren. Zu Tage kommen bei allen, höchst virtuose, anspruchsvolle Stücke, die immer noch faszinierend wirken. Cecilia Bartoli hat sich der Thematik der Kastraten angenommen, die im 17. + 18. Jahrhundert teilweise Rockstar-ähnlichen Kultstatus besessen haben. Der Preis, den sie dafür zahlten, war hoch: Wer die stümperhafte Prozedur überlebte, hatte eine äußerst geringe Chance zu Weltruhm aufzusteigen, vielmehr drohten gesellschaftliche Ausgrenzung, physische Entstellung durch Ausprägung weiblicher Körperformen, unnatürliches Längenwachstum und die üblichen Unsicherheiten im Künstlerberuf. Viele entstammten der neapolitanischen Talentschmiede von Nicola Porpora der mit seinem Zögling Carlo Broschi gen. Farinelli das große Los zog.

Empfangshalle der Philharmonie

Der Zeiger rückt näher auf 20.00 Uhr, die Start-Fanfare „Bilder einer Ausstellung“ ruft zum Konzert. Cecilia Bartoli wird heute von dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Julia Schröder begleitet, dessen Konzertmeisterin sie seit 2004 ist. Das Orchester beginnt mit spritzigen Tempi und steigt mit Nicola Porporas „Come nave“ ein, effektvoll inzeniert stürmt Bartoli  in einer Art Bajazzo-Piratenkostüm mit einem wehenden Mantel, ausstaffiert mit rot-glänzendem Innenfutter, die Bühne; es gibt spontanen Szenenapplaus. Die Künstlerin ist in Top-Form, das satte, dunkle Timbre durchdringt den Raum. Das spielfreudige und akzentuiert agierende Orchester bietet dieser Powersängerin das ergänzende Moment.

Auch wenn wir uns heute nicht vorstellen können, wie die großen Kastraten wirklich geklungen haben, bringt doch „Farinella“ zumindest die Ahnung von dem technischen Können dieser Künstler (Männer kann man ja nicht sagen!) nahe. Speziell bei Francesco Araias Arie aus „Berenice“ durchzieht sie das gesamte Spektrum an Turbo-Trillern und riesigen Tonsprüngen, alles wird aneinandergereiht, Schlag auf Schlag, so dass noch nicht einmal nach einer Passage mit der Schwierigkeitsstufe 10, die Möglichkeit zum Luftholen bleibt, denn es verlangt die nächste Stimmung wieder vollste Aufmerksamkeit! Inflationär werden endlose Melismen-Ketten aneinander gereiht. Die unglaublich sinnlichen Stücke wie „Lascia la spina“ (Händel/ Il Trionfo del Tempo e del Disinganno) oder Leonardo Leo´s „Qual Farfalla“ verlangen neben des technischen Anspruchs nach reifer, lebenserfahrener Interpretation, Cecilia Bartoli gelingt dies und läßt die Zuhörer eingewoben in einem Kokon von Faszination für diese Stimme und diese Musik mit wohligen Schauern in einen anderen Raum entschweben. Die Mimik der Augen und die einladenden Gesten des Körpers ziehen das Publikum in den Gefühlssog hinein. Es läßt sich leicht vorstellen, dass viele Komponisten ihren Stars die Stücke buchstäblich in die Kehle komponiert haben. Es finden sich unter diesen Arien natürlich auch Stücke, die der Kunst wegen ihre Existenzberechtigung haben, aber es gibt auch Melodien, die mitnehmen in alltagsferne und intensive Gefühlswelten mit wunderschönen Melodien (Antonio Caldara „Quel buon pastor son io“).

Il Senesino (Bild Wikipedia)

Das Kammerorchester Basel brilliert gleichmaßen in der Interpretation einiger Ouvertüren, so verschwenderisch die barocken Formen, mit ihren Voluten und ihrem Schmuck sind, so verschwenderisch zieht die Musikalität mit fast impressionistischer Prägung vorbei und hinterläßt Spuren der barocken Ideologie, die das Leid und die Freude eng beieinander wähnt; so die Ouvertüren Porporas zu „Il Gedeone“ und „Perdono, amata Nice“.

Es bleibt ja immer die Spannung, beschönt die Technik, sind die Stars ihr Geld wert? Für Cecilia Bartoli kann die letzte Frage klar mit JA beantwortet werden. Das Konzert hat gezeigt, dass auch in der modernen Klassik der Künstler kein Unberührbarer ist, sondern er/sie mit dem Publikum in ständiger Korrenpondenz steht. Nicht zuletzt hat Cecilia Bartoli durch ihr offenes, dem Publikum und den Mitmusizierenden zugewandtem Wesen die Zuhörer mit ihr verschmelzen lassen, aber die ungeheure Technik, die gigantische Luft, mit der sie schiere Ewigkeiten im An- und Abschwellen der Töne verharrt, weisen ihr zurecht den Vesuv (hier nicht der Olymp) der Mezzosorpranösen zu. Dass sie dabei kommerzielles Gespür beweist ist auch völlig in Ordnung, keiner kann nur von der Kunst leben, er muss sich auch zu vermarkten wissen.

Ist es ausgleichende Gerechtigkeit der Natur, dass gerade die Kastraten ihre fehlende Männlichkeit durch größeres Gefühl für Sinnlichkeit und Technikverlagerung vom Hüftbereich in die Kehle kompensierten?

Diese Zeiten sind vorbei, auch wenn heute niemand mehr aufgrund seiner Stimme kastriert wird, bleibt die menschliche Natur doch diesselbe. In einer Zeit, wo junge Menschen sich genauso nach Erfolg und Anerkennung sehnen wie vor 300 Jahren? Wo Talentshows in Scharen die Programme aller Fernsehsender bevölkern und die Bewerber in Kauf nehmen, vor einem Millionenpublikum öffentlich von mediengeilen Gestalten erniedrigt zu werden?

Schlussapplaus

Wo junge Frauen sich bewußt auf Kinder-Kleider-Größen herunter hungern, um dazuzugehören, ist das nicht auch eine Form der Verstümmelung? Welches Motiv steckt dahinter? Ist Erfolg, Schönheit und Reichtum an der Kleidergröße zu messen? Wer sich heute wünscht, ebenso erfolgreich, wohlhabend und talentiert zu sein wie sein Idol, sollte nicht vergessen, auch die Schattenseiten der Popularität zu beleuchten, die oft geprägt sind von harter, konsequenter Arbeit; Perfektionismuswahn; zerrüttetem, sozialem Leben und fehlender Privatsphäre. Die Übergänge zwischen Anbetung, Mittelmaß und Lachnummer sind fliessend.

Encore!

Halten wir es mit dem Zitat von Claude Debussy: „Ich bete jeden Tag zu Bach, damit er mich vor Mittelmäßigkeit bewahre.“

Bach als Opernkomponist hätte mir übrigens auch gefallen.

Grüße, Claudia

PS: In den Programmheften der Philharmonie steht jetzt an jeder Textseite: Bitte leise umblättern!

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BR-Fernsehen am 12.7.2009 mit einer Sternstunde über J.S. Bach und sein Wirken


Hallo,

durch Zufall bin ich am Sonntag, 12.7.2009 –  auf diese Sendung im BR-Fernsehen gestoßen mit dem Titel::

„Nicht Bach – Meer sollt er heißen!“

Flyer vom BR-Fernsehen - Dokumentation über J.S. Bach

Flyer vom BR-Fernsehen - Dokumentation über J.S. Bach

Der Titel des Films: „Nicht Bach, Meer sollt er heißen!“ liefert ein Ausspruch eines kompetenten Bewunderers von Bach: Beethoven. 250 Jahre nach Bachs Tod stimmt der Vergleich mit dem Ozean noch immer. Wie die Musikwelt das Bach-Jahr 2000 begeht, davon zeigt der Film stattliche Teile – mit einer Stunde viel reiner Musik vom Allerbesten. Er verschweigt auch nicht, dass über Bachs Leben wenig überliefert ist und dass 100 Kantaten und zwei Passionen verschollen sind. Was macht Bach so einzigartig?

Bachdenkmal in Arnstadt / Thüringen

Bachdenkmal in Arnstadt / Thüringen

Foto: J.S. Bach - Edition

Foto: J.S. Bach - Edition

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Mit dieser  Fragestellung: „Was macht Bach so einzigartig?“ wurde der Film mehr als gerecht. Eine inhaltsreiche Dokumentation über das Wirken von J.S. Bach entsprach genau meinen Vorstellungen. Es war eine Lehrstunde und filmische Glanztat – das Leben – seine  wichtigsten Kompositionen – seine wichtigsten Stationen – von J.S.Bach nachzuzeichnen. Die Bild und Tonqualität dieser Sendung ist als fantastisch zu bewerten. Entstanden ist der Film von Friedrich Müller zum Bachjahr 2000 für das Fernsehen.

Seit Jahren habe ich vergeblich im Internet gestöbert, um eine vernünftige Bach-Dokumentation finden zu können. Dieser Wunsch wurde mir am vergangenen Sonntag vom BR-Fernsehen erfüllt. Viele bekannte Orchester und Zeitzeugen der Gegenwart wurden nach Bach befragt und trugen mit ihren großartigen Musikbeiträgen und Wort-Statements dazu bei, dass es eine gelungene Bach-Dokumentation geworden ist. Von allen Befragten in der Dokumentation wurde spontan zum Ausdruck gebracht, dass J.S. Bach aufgrund seiner Kompositionstechnik unsterblich sein wird, seine Werke sind heute noch modern und werden es auch in Zukunft sein…!!

Diese Aussage tätigte ebenfalls Gardiner in einem Interview zum Beginn der Bach Cantata Pilgrimage 2000. –

Hier noch einmal der Link zum Gardiner Interview im Forum:

https://meinhardo.wordpress.com/2009/01/16/special-sir-john-eliot-gardiner-englischer-dirigent/

Wer dieses ausgezeichnete Sendung verpasst hat kann nur darauf hoffen, dass diese Dokumentation noch einmal auf einem ARD-Sender ausgestrahlt wird. (Nachfragen im Internet unter ARD-Digital, evtl. 1-Festival?)

Foto: Weimar um 1708

Foto: Weimar um 1708


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Hörprobe Hörprobe: Orgelwerk aus seiner Weimarer Zeit – J S Bach Präludium G Dur

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Schloss Köthen um 1700

Schloss Köthen um 1700

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Hörprobe Hörprobe: Bach Cello-Suite D-Dur

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Thomaskirche und Thomasschule Leipzig um 1700

Thomaskirche und Thomasschule Leipzig um 1700

Thomaner Chor Leipzig

Thomaner Chor Leipzig

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Hörprobe Hörprobe: Eingangs-Satz aus der Matthäus Passion Münchener Bach Chor

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Gruß
Volker

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Sprüche-Zitate aus Musik und Kultur


Hallo,

diese Seite wird mit Sprüchen-Zitaten aus Musik und Kultur in Zukunft weiter gefüllt….

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Ohne Musik wäre diese Welt ein Irrtum

(Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph und Dichter)

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Klassische Musik ist ein Wert für sich, den kann man durch nichts aufwiegen. Auch wenn man sie nicht versteht, wird man doch durch sie berührt.

(Paavo Järvi, Dirigent aus Estland)

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Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.

(Mauricio Kagel; argentinisch-deutscher Komponist und Dirigent)

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Musik ist kein Beruf. Das ist eine Lebensweise

(Isaak Stern, Geiger)

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Ich habe eine Erfindung gemacht, die die Vorherrschaft der Deutschen Musik auf Jahrhunderte sicherstellt.

(Arnold Schönberg, deutscher Komponist)

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Musik ist wie Rudern gegen den Strom.
Sobald man aufhört, treibt man zurück.

(Benjamin Britten, britischer Komponist)

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Musik ist angenehm zu hören, doch ewig braucht sie nicht zu währen.

(Wilhelm Busch, deutscher Dichter)

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Musik wird oft nicht schön empfunden,
weil sie stets mit Geräusch verbunden.

(Wilhelm Busch; deutscher Dichter)

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Blumen und Gesänge sind ewig

(Mittelamerikanische Indianerweisheit)

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Der Wiener Opernball ist die Rache der Geschichte an den Revolutionären.

(Bruno Kreisky, ehemaliger österreichischer Bundeskanzler)

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Herbert von Karajan ist wie Coca Cola – alle lieben Coca Cola!

(Sergiu Celibidache, Dirigent)

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Es genügt nicht, dass man Musik nur hören kann. Man muss Musik auch sehen können.

(Igor Strawinsky, russischer Komponist)

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Singen ist das Fundament zur Musik in allen Dingen.

(Georg Philipp
Telemann, Komponist)

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Das Schädliche an den Blechinstrumenten liegt in der Tatsache, dass

sie die Lungen stärken und damit das Leben der Musikanten verlängern.

(George Bernhard Shaw, 1856-1950 irischer Dramatiker)

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„…hindere die Spielleute nicht. Und

wenn man lauscht, so schwatz nicht dazwischen und spare dir deine

Weisheit für andere Zeiten.“

(Martin Luther)

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Wer nie jagte und nie liebte, nie den Duft der Blumen suchte und nie
beim Klang der Musik erbebte, ist kein Mensch, sondern ein Esel.

(Sprichwort oder Redensart aus Arabien.)

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Die Musik soll auch in der schaudervollsten Lage niemals das Ohr
beleidigen, sondern doch dabei vergnügen, folglich allzeit Musik
bleiben.

(W.A.M. Brief an seinen Vater Leopold Mozart)

Wolfgang Amadeus Mozart, 1756 bis 1791,
österreichischer Komponist.

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Wo man singet, lass dich ruhig nieder, / Ohne Furcht, was man im Lande

glaubt: / Wo man singet, wird kein Mensch beraubt; / Bösewichter haben

keine Lieder.

(Johann Gottfried Seume, 1763 -1810, deutscher  Schriftsteller.)

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Der einzige Unterschied zwischen einem Heiligen und einem Sünder

besteht  darin, dass der Heilige eine Vergangenheit und jeder Sünder

eine Zukunft hat.

(Oscar Wilde)

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Es gibt Trauer, die tränenlos ist, wie es Heiterkeit gibt ohne Lachen.

(Mozart erinnert uns immer wieder daran. Nikolaus Cybinski, dt. Aphoristiker, geb. 1936)

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Kunst und Wissenschaft sind die wichtigsten Fluchtwege, die die Menschheit sich geschaffen hat.

(Albert Einstein; deutscher Physiker)

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Aber ihr meint… alle Musik müsse aus der Wand hervorspringen und denHörer bis in seine Gedärme hinein schütteln? .. So erst wirke die Musik -Auf wen wird da gewirkt? Auf etwas, worauf ein vornehmer Künstler niemalswirken soll – auf die Masse ! auf die Unreifen ! auf die Blasierten ! auf die Krankhaften ! auf die Idioten ! auf Wagnerianer !

(Friedrich Nietzsche; deutscher Philosoph und Dichter)

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Orgel-Zitate:

Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, muss ein Organist sich bei Beerdigungen anstellen lassen oder als Virtuose im Ausland auftreten.

(Marcel Dupré; französischer Organist und Komponist)

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„Orgel spielen heißt, einem mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren!“

(Charles-Marie Widor; französischer Organist und Komponist)

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Orgel und Klavier unterscheiden sich vor allem dadurch, dass an der
 Orgel die größeren Pfeifen sitzen.

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Eines Tages fragten die Engel Gott, ob er ihnen fürs Singen ein

Instrument bauen könne. Da schuf Gott die Orgel. Da sprach der Satan: „Das

kann ich auch!“ Und er schuf das Akkordeon.

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J.S. Bach-Denkmal am Thomaskirchhof in Leipzig

J.S. Bach-Denkmal am Thomaskirchhof in Leipzig

Bach-Zitate:

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„…und da er in Thüringen genugsame Sicherheit vor die lutherische Religion gefunden, hat er sich in Wechmar, nahe bei Gotha niedergelassen…“.

(J.S. Bach über seinen Vorfahren Veit Bach – der Urvater der Bach – Familien, aus Böhmen eingewandert und anschließend wohnhaft von 1590 bis 1626 als Bäcker / Müller und Musikant in Wechmar-Thüringen.)

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Bey einer andächtig Musiq ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart.

(Johann Sebastian Bach; deutscher Komponist 1685-1750)

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Ich habe fleißig seyn müssen; wer eben so fleißig ist, der wird es eben so weit bringen können.

(Johann Sebastian Bach; deutscher Komponist 1685-1750)

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Die Musik meines Vaters hat höhere Absichten, sie soll nicht das Ohr füllen sondern das Herz in Bewegung setzen.

(Carl Philip Emanuel Bach; deutscher Komponist 1714-1788)

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Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal, ich glaube – Bach ist der Komponist der Zukunft.

(Zitat: Sir John Eliot Gardiner, englischer Dirigent geb. 1943)

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Manchmal sage ich zum Spass: Wenn Bach nicht im Himmel ist, dann möchte ich da gar nicht hin. Bach ist vermutlich der einzige Komponist, dessen Werk so grossartig, so anspruchsvoll für den Musiker und so reich an spiritueller Kraft für Zuhörer wie Interpreten ist, dass man gern ein Jahr allein in seiner Gesellschaft verbringen möchte.

(Sir John Eliot Gardiner; englischer Dirigent geb. 1943)

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„Bach, dieser Ozean, ist unendlich und unausschöpfbar in seinem Reichtum an Einfällen und Harmonien!“

(Ludwig van Beethoven; deutscher Komponist)

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„Nicht BACH – Meer sollt er heißen!“

(Ludwig van Beethoven; deutscher Komponist)

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Studiert Bach, dort findet ihr alles!

(Johannes Brahms; deutscher Komponist)

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Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart

(Isaiah Berlin; brit. Philosoph)

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Er entblösst die menschliche Natur um ihre göttliche Attribute zu zeigen. Den alltäglichen Dingen verleiht er einen spirituellen Reiz, dem was flüchtig ist verleiht er die Flügel der Ewigkeit. Die göttlichen Dinge macht er menschlich und die menschlichen göttlich – so ist eben Bach, der grösste und reinste Moment in der Musik aller Zeiten

(Pablo Casals; spanischer Cellist)

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Johann Sebastian Bach bedeutet die wahre Mitte der Musik. Sein Werk vereinigt in sich den Geist des Nordens, die Sinnenhaftigkeit des Südens, die Kraft des Ostens und die Formensicherheit des Westens.

(Werner Egk; deutscher Komponist)

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Was ich zu Bachs Lebenswerk zu sagen habe: Hören, spielen, lieben, verehren und – das Maul halten!

(Albert Einstein; deutscher Physiker)

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Seine Füsse flogen über die Pedale, als ob sie beflügelt wären, und mächtige Klänge donnerten und füllten die ganze Kirche aus

(Friedrich II; Landgraf von Hessen-Kassel 1720-1785)

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Wenn inmitten einer Sintflut die ganze Musik zugrunde ginge und nur die von Bach gerettet würde, so hätte man noch immer alle Elemente der Tonkunst

(Charles Gounod; französischer Komponist 1818-1893)

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Obwohl die Liebe zur Musik keine Liebe zu allen Komponisten aller Zeiten bedeuten muss, doch ohne Liebe zu Bach kann keine echte Liebe zur Musik existieren

(Dmitri Borissowitsch Kabalewski; russischer Komponist 1904 – 1987)

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Es mag sein, dass nicht alle Musiker an Gott glauben, an Bach jedoch alle.

(Mauricio Kagel; argentinisch-deutscher Komponist und Dirigent)

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Die h-Moll-Messe ist der Mont-Blanc der Kirchenmusik – höher kann man in der abendländis;chen Musik nicht hinaus.

(Franz Liszt; ungarischer Komponist und Pianist)

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In dieser Woche habe ich dreimal die Matthäus-Passion des göttlichen Bach gehört, jedes Mal mit demselben Gefühl der unermesslichen Bewunderung. Wer das Christentum völlig verlernt hat, der hört es hier wirklich wie ein Evangelium, es ist dies die Musik der Verneinung des Willens ohne die Erinnerung an die Askesis.

(Friedrich Wilhelm Nietzsche; deutscher Philosoph 1844-1900)

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Bach ist für mich der grösste Prediger. Seine Kantaten und Passionslieder gehen die menschliche Seele durch und durch, dass der Mensch offenherzig auf das Wahre und Schlichte und verschlossen auf alles was nebensächlich und klein.

(Charles-Marie Widor; französischer Organist und Komponist 1844-1937)

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