Archiv der Kategorie: Romantik

Grygory Sokolov – spielt live Klavierwerke von: J.S. Bach; Ludwig van Beethoven und Franz Schubert


AU Fest De la Roque d’Antheron – Internationales Klavierfestival in Frankreich!

J.S. Bach – Partita in B-dur, BMW.825 – I. Praeludium
Bach – Partita in B-Dur, BMW.825 – II. Allemande
Bach – Partita in B-Dur, BMW.825 – III. Corrente
Bach – Partita in B-Dur, BMW.825 – IV. Sarabande
Bach – Partita in B-Dur, BMW 825 – V. Menuet I & Menuet II
Bach – Partita in B-Dur, BMW.825 – VI. Gigue

Ludwig van Beethoven – Klaviersonate Nr. 7 in D-Dur, Op.10 Nr. 3 – I. Presto
Beethoven – Klaviersonate Nr. 7 in D-Dur, Op.10 Nr. 3 – II. Largo und Mesto
Beethoven – Klaviersonate Nr. 7 in D-Dur, Op.10 Nr. 3 – III. Menuetto. Allegro – Trios
Beethoven – Klaviersonate Nr. 7 in D-Dur, Op.10 Nr. 3 – IV. Rondo. Allegro

Franz Schubert – Klaviersonate a-Moll, Op.143 / D.784 – I. Allegro giusto
Schubert – Klaviersonate a-Moll, Op.143 / D.784 – II. Andante
Schubert – Klaviersonate in a-Moll, Op.143 / D.784 – III. Allegro vivace

Schubert – 6 Augenblicke musicaux, Op.94 / D.780 – I. Moderato, C-Dur
Schubert – 6 Momente musicaux, Op.94 / D.780 – II. Andantino in As-Dur

Schubert – 6 Momente musicaux, Op.94 / D.780 – III. Allegro moderato in f-Moll

      Grigori Sokolov

Grigori Lipmanowitsch Sokolow; Transliteration Grigorij Lipmanovič Sokolov; * 18. April 1950 in Leningrad) ist ein russischer Pianist. Er gilt als einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart.

Obwohl Sokolow in den 1970er und 1980er Jahren in der damaligen Sowjetunion eine beeindruckende Karriere machte, durfte er nur selten zu Konzertauftritten ins Ausland reisen, was ihn im Westen nur langsam bekannt werden ließ. Er gibt zudem ungern Interviews, spielt keine Aufnahmen in Studios ein und tritt nicht mit Orchester auf, da ihm die Probenzeiten für Orchesterkonzerte zu kurz sind. Gefürchtet ist seine penible Art, die Stimmung des Instruments auch kurz vor Konzertbeginn noch korrigieren zu lassen.

Inzwischen hat Sokolow über 1000 Konzerte gegeben, die oftmals begeisterte Kritiken erhielten, darunter in der Carnegie Hall in New York und im Wiener Musikvereinssaal. Der zurückhaltend auftretende Künstler veröffentlichte Platteneinspielungen bei dem kleinen französischen Label Opus 111, das zu dem Independent-Label Naïve Records gehört. Darunter sind Werke von J.S. Bach, Beethoven, Brahms und Chopin.

Die Deutsche Grammophon veröffentlichte im Januar 2015 einen Mitschnitt von Sokolows Salzburger Festspielkonzert im Sommer 2008 unter dem Namen The Salzburg Recital. Die Veröffentlichung wurde in der Presse überaus positiv besprochen und im Oktober 2015 mit dem ECHO Klassik in der Kategorie Solistische Einspielung des Jahres ausgezeichnet. Im September 2015 sorgte Sokolow für Aufsehen, als er den italienischen Musikpreis Cremona Music Award vor dessen Verleihung zurückwies, was er in Form einer handschriftlichen Notiz auf seiner Webseite begründete.

Sokolow ist für seine „makellose, brillant virtuose Technik“ bekannt, die „den Klang voll und satt […], aber nie massiv“ wirken lässt und dadurch eine „Freilegung höchster Musikalität“ ermöglicht.


AU Fest de la Roque d’Antheron – International Piano Festival in France!

Grigori Lipmanovich Sokolov; Transliteration Grigory Lipmanovic Sokolov; Born April 18, 1950 in Leningrad) is a Russian pianist. He is considered one of the most important contemporary pianists.

Although Sokolov made an impressive career in the 1970s and 1980s in the then Soviet Union, he was rarely allowed to travel abroad for concert appearances, which made him slowly known in the West. He also reluctantly gives interviews, does not record in studios, and does not perform with orchestra because he finds rehearsals for orchestral concerts too short. Dreaded is his meticulous way to have the mood of the instrument corrected just before the concert begins.

Meanwhile, Sokolov has given over 1000 concerts, which often received rave reviews, including at Carnegie Hall in New York and in the Vienna Musikvereinssaal. The restrained artist released recordings on the small French label Opus 111, which belongs to the independent label Naïve Records. Among them are works by J.S. Bach, Beethoven, Brahms and Chopin.

In January 2015 Deutsche Grammophon released a recording of Sokolov’s Salzburg Festival Concert in summer 2008 under the name The Salzburg Recital. The publication was very well received by the press and was awarded the ECHO Klassik in the Soloist Recording of the Year category in October 2015. In September 2015, Sokolov caused a stir when he rejected the Italian music award Cremona Music Award before its award, which he founded in the form of a handwritten note on his website.

Sokolov is known for his „flawless, brilliantly virtuoso technique“, which makes „the sound full and full, but never massive,“ thereby enabling „the release of the highest musicality“.


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Radio-Tipp: BR Klassik am 21.5.2015 – J. E. Gardiner – Konzert im Herkulessaal mit Berlioz und Schubert


Donnerstag, 21.5.2015

BR-Klassik

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

20.03 – 22.00 Uhr

Live aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz – SurroundKonzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks Leitung: John Eliot Gardiner

Solist: Antoine Tamestit, Viola

Hector Berlioz: „Harold en Italie“, op. 16;

Franz Schubert: „Große C-Dur-Symphonie“

Dazwischen:
PausenZeichen *
Robert Jungwirth im Gespräch mit Antoine Tamestit und John Eliot Gardiner
* Als Podcast verfügbar

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Der 72-jährige Dirigent John Eliot Gardiner gehört zu den bahnbrechenden Pionieren der britischen Originalklang-Szene – und entwickelte sich, von Monteverdi und Bach ausgehend, zu einer der profiliertesten und vielseitigsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Zum vierten Mal kommt Gardiner jetzt als Gast zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und präsentiert zwei Schlüsselwerke der romantischen Symphonik nach Beethoven.

So weist Franz Schuberts letzte vollendete Symphonie, die „Große C-Dur-Symphonie“, mit ihrem weit ausgreifenden Duktus und ihrer visionären Größe auf die Symphonik Bruckners voraus. In ganz andere, geradezu fantastische Klangwelten führt zu Beginn des Abends „Harold en Italie“ von Hector Berlioz. Zu seiner viersätzigen Programm-Symphonie mit obligater Viola ließ sich Berlioz von Lord Byrons Versepos „Ritter Harolds Pilgerfahrt“ inspirieren – mit dem gebrochenen Titelhelden, seinem Lebensüberdruss und seinen Weltflucht-Gedanken konnte sich der Komponist gut identifizieren.

Sein Alter Ego Harold vertraute Berlioz einer isolierten Bratschen-Stimme an, die bei dem französischen ARD-Preisträger Antoine Tamestit in besten Händen ist. Und schließlich hat Gardiner mit dem von ihm gegründeten Orchestre Révolutionnaire et Romantique auf Originalinstrumenten epochale Berlioz-Aufnahmen produziert.

 http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/sendung-902444.html

 Programmtextheft:

http://www.br.de/radio/br-klassik/sendungen/br-symphonieorchester/pdf-konzert-14-15-abo-b-3-gardiner100.html

Im Herforder Münster erklingt das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy


Herforder Münster

 Felix Mendelssohn Bartholdy: Oratorium „Paulus“

Samstag, 19. November 2011

Herforder Münster

Felix Mendelsohn Bartholdy: Oratorium „Paulus“ op.36

Ausführende:

Nathalie de Montmollin, Sopran

Wolfram Wittekind, Tenor

Hinrich Horn, Bass

Herforder Münsterchor

Kantorei Bad Kissingen

Thüringen Philharmonie Gotha

Leitung: Stefan Kagl

Stefan Kagl Kantor am Herforder Münster

Beginn: 17.00 Uhr

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Eintrittskarten:
Ev.-Luth. Kirchengemeindebüro Herford – Mitte
Münsterkirchplatz 5, 32052 Herford,
Tel: 05221 / 1 58 19
 
Eintritt: 13 € / 20 € / 25 € /
Ermäßigung  für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte um 5 € / für Rentner um 3 €
 
weitere Vorverkaufsstelle:
 
Kartenvorverkauf: Buchhandlung Otto, Herford
Höckerstraße 6, 32052 Herford
Telefon: 05221- 53179Fax: 53393
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e-Mail: mail@buchhandlung-otto.de
 
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Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9°° bis 19°° Uhr
Samstag 9°° bis 16°° Uhr
Anrufbeantworter für Ihre Anfragen und Bestellungen außerhalb unserer Geschäftszeiten
 
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Eine Werkeinführung zum „Paulus“
Donnerstag, 17. November 2011; 19.30 Uhr
Gemeindesaal am Münster
EINFÜHRUNGSVORTRAG zu
Mendelssohns „Paulus“
Dr. Hans-Detlef Hoffmann
Eintritt frei
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 Einführung Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)

 Mendelssohn begann in seinem 25. Lebensjahr mit der Komposition des „Paulus“. Das Werk wurde anläßlich des Niederrheinischen Musikfestes in Düsseldorf unter der Leitung des Komponisten am 22. Mai 1836 uraufgeführt. Es erfreute sich eines außergewöhnlichen Erfolges, der alles in den Schatten zu stellen schien, was an Oratorien seit Haydns Spätwerken in Deutschland geschrieben worden war. Von Düsseldorf aus trat der „Paulus“ seinen Siegeszug durch Europa an. Das Werk wurde noch einmal überarbeitet und schließlich innerhalb der nächsten achtzehn Monate mehr als fünfzig mal an über vierzig Orten zur Aufführung gebracht. Es erreichte damit eine Popularität, die erst durch den „Elias“ übertroffen werden sollte.

Der erst 20- jährige Mendelssohn hat bereits im Jahre 1829, nach nahezu 100- jähriger Vergessenheit, die „Matthäuspassion von J.S.Bach wiederaufgeführt. Es war dies ein Bekenntnis des jungen Mendelssohn zu der geistigen Größe und der tief religiösen Aussage des Oratorienschaffens von J.S.Bach. Sein Geist ist jederzeit in den Choralbearbeitungen und Rezitativen des „Paulus“ zu erspüren.
In England wurde Mendelssohn als würdiger Nachfolger der Händelschen Oratorien gefeiert. Aber trotz dieser großen Vorbilder spricht der Komponist Mendelssohn seine ureigenste musikalische Sprache. Sie zeigt sich in der Verbindung von weicher Ausdrucksmelodik und ausbalancierten, liedhaften, klassisch- romantischen Formen mit Elementen des Spätbarock. Reminiszenzen an Bachs große Passionen sind zweifellos die Turbachöre der „Stimme des Volkes“.
Die Gestalt des Paulus war für Mendelssohn Gegenstand intensiver persönlicher Auseinandersetzungen. Den Text stellte er, vor allem unter Mitwirkung des Theologen Julius Schubring, nach Worten der heiligen Schrift selbst zusammen. Mit Sicherheit hatte er ein sehr differenziertes Bild von jüdisch- christlicher Tradition und protestantischer Theologie.
Zum Inhalt:
Die Einleitung des Oratoriums nimmt im Choralzitat „Wachet auf ruft uns die Stimme“ Bezug auf das bei Matthäus überlieferte Gleichnis von den zehn törichten Jungfrauen. Die darin angedeutete Lichtsymbolik zählt zu den wesentlichen Momenten des Paulusoratoriums und darf in dieser Deutung als programmatisch für die christliche Gemeinde angesprochen werden.
Das Gebet der Gläubigen „Herr, der du bist der Gott“ nimmt zwischen Schöpfungsbericht und der Auflehnung der Heiden die Konfliktsituation auf, die das ganze Oratorium bestimmt. Der fast barock harmonisierte Choralsatz „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr‘“ beschließt mit unerschütterlichem Gotteslob die dreiteilige Eröffnung………..
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Weitergehende Informationen zum Oratorium „Paulus“  – h i e r  –
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Eine Rezension über das Konzert von der NW Herford untenstehend..!!
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Mendelssohn: Paulus-Oratorium Münster-Chor Herford vom 19_11_2011

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     PDF-Link zur Rezension:  NW-Rezension Oratorium Paulus
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Grüße
Volker

BBC Proms – 2011: Proms Plus – John Eliot Gardiner – Oper „Der Freischütz“ von C.M. von Weber


Hallo Sir Gardiner-Fans !

Die BBC stellt zur Zeit ein Radio-Interwiev  und als Konzert die Romantische Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber zur Verfügung. Ein Interview mit dem Interpreten und Leiter  Sir John Eliot Gardiner ist zu hören,,!! Das eigentliche Konzert beginnt ca. nach 25 Minuten und dauert ca. zwei Stunden.

Information von PROMS PLUS INTRO aus England für Opern-Liebhaber:

Conductor Sir John Eliot Gardiner talks to Tom Service about tonight’s performance of „Der Freischütz“ by Weber in the version reimagined for French audiences by Berlioz. This work is rarely performed and is regarded as the corner-stone of German Romantic opera. Recorded earlier this evening at the Royal College of Music, London.

Der Freischütz ist eine romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber, op. 77. Das Libretto stammt von Johann Friedrich Kind.

Wie lange das Radio-Interwiev  und Konzert von der BBC zur Verfügung gestellt wird, ist mir nicht bekannt.

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BBC Proms 2011 Sir Gardiner

Link zum Radio der BBC:

http://www.bbc.co.uk/iplayer/console/b014648q

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Ausführende:

The Monteverdi Choir, Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Leitung: J.E. Gardiner

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Ich wünsche viel Spaß mit der romantischen Oper und dem Interwiev..!!

Grüße

Volker

Besucherschwund beim Orgelklassen-Konzert in der HfM Detmold, das war unverdient!


HfM Detmold Seminargebäude

HfM Detmold Seminargebäude

Liebe Orgel-Freunde!

Wieder habe ich mich mit einer kleinen Anhängerschaft auf den Weg ins Konzerthaus der HfM Detmold gemacht, um einmal die Orgel-Klasse von Prof. Gerhard Weinberger in dem 2. Abschiedskonzert zu erleben. Beim Betreten des Konzerthauses wurde ich sehr enttäuscht, der Besucherzuspruch war sehr spärlich und verwunderte mich zumal der Eintritt frei war. Es traten ehemalige Orgel-Klassenschüler von Gerhard Weinberger auf, die als großartige Konzert- oder Kirchen-Organisten ihren Weg gefunden haben und ein sehr gutes Renommée besitzen. Das Orgel-Konzert wurde zu einem Festschmaus der Superlative  und wurde angereichert mit einer Orgel-Literatur aus der Barock- Klassik- Romantikzeit und Moderne, Herz was begehrst du mehr.

Klais-Orgel Konzerthaus HfM Detmold

Die Klais-Orgel in dem Konzerthaus stellt sich als ein Prunkstück da und begeisterte das spärliche Publikum aufs Feinste.

Erbaut 2006 durch die Firma Klais 1967, (Renoviert und umintoniert 2000), IV/53
Midifizierung 2009 – Traktur: mechanisch, Register+Koppel: elektrisch
256-fache Setzerkombination + Diskettenlaufwerk.

Klais-Orgel Disposition:

Disposition der Klais-Orgel im Konzerthaus der HfM Detmold

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Nach Bachs H-Moll-Messe, mit der sich die Hochschule für Musik Detmold unlängst von ihrem verdienten Leiter der Kirchenmusikabteilung, Prof. Gerhard Weinberger,  verabschiedet hat, traten nun ehemalige Studierende – heute in führenden Positionen – zusammen, um in einem Konzert ihren Lehrer zu ehren. Am Sonntag, 26. Juni 2011, wurde um 18.00 Uhr im Konzerthaus der Hochschule für Musik in Detmold ein eindrucksvolles Programm geboten: Sigmund Bothmann gab mit dem von ihm gegründeten „Knabenchor Gütersloh“ das Konzert mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Laudate pueri Dominum“ op. 39.2 zu Gehör. Eine weitere Schülerin von Weinberger, Bettina Pieck, begleitete am Klavier.

Die erfolgreiche Konzertorganistin Iris Rieg spielte daraufhin Praeludium und Fuge g-Moll von Joahnnes Brahms und die Choral-Improvisation ber ‚Victimae paschali“ von Charles Tournemire. Mit der Reger-Phantasie und Fuge d-Moll op. 135b stellte sich dann Sigmund Bothmann als Organist vor, bevor Hisako Yoshida Bachs Triosonate Nr.5 C-Dur BWV 529 präsentierte. Mit einem zentralen Reger-Werk, der Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46, stellte sich vor der Pause Daniel Beckmann vor, der unlängst zum Domorganisten in Mainz berufen wurde. Nach der Pause schlug der Knabenchor Güterloh volkstümlichere Töne an, bevor Henry Purcells „Voluntary for a double organ“ und die eindrucksvolle Toccata von Francis Pott von dem Memminger Kirchenmusiker Christian Weiherer interpretiert wurde. Den fulminanten Schluss des Programmes bildete Friedhelm Flamme mit der Symphonischen Phantasie und Fuge d-Moll op. 57 von Max Reger.

Mein Herz hängt an der Orgel-Literatur von Reger und J.S. Bach. Eindrucksvoll wie Daniel Beckmann, (Domorganist in Mainz)-  von Reger die Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 so überwältigend und ausgefeilt registriert vortrug das war ein absoluter Höhepunkt. Ebenso prächtig in einer barocken Klangwiedergabe die Trio-Sonate BWV 529 vorgetragen von Hisako Yoshida. Da ging mir das Herz auf und berührte mich ungemein, da diese 2 ersten Sätze: Allegro und Largo bereits am Freitag vor dem Konzert während einer Beerdigung einer lieben Verwandten zu hören waren…!!

Von der Triosonate BWV 529 gibt es von dem wunderbaren Organisten Helmut Walcha eine Einspielung, die für Furore gesorgt hatte. Helmut Walcha, erblindete mit neunzehn Jahren aufgrund einer Pockenimpfung. Walcha war ein herausragender Bach-Kenner und ein ehemaliger Dozent an der HfM in Frankfurt. Helmut Walcha starb am 11. August 1991 in Frankfurt am Main.

Link: Wikipedia  http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Walcha 

YouTube-Video „Helmut Walcha“ Trio-Sonate BWV 529″ Satz: Allegro

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Überraschend für mich der Auftritt des Knabenchores aus Gütersloh der mit einer filigranen Wiedergabe von Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem „Laudate pueri Dominum“ op. 39.2 überzeugen konnte. Der Knabenchor Gütersloh ehrte durch seinen musikalischen Beitrag Prof. Gerhard Weinberger in seiner Funktion als Mitglied des Kuratoriums des Knabenchores Gütersloh.

Knabenchor Gütersloh Konzert HfM Detmold

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YouTube: Felix Mendelssohn Bartholdy „Laudate pueri Dominum“

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Prof. Gerhard Weinberger

Insgesamt hatte sich das Kommen sehr gelohnt und hatte seine berührende Momente. Eine vollbesetzte Kozerthalle wäre mehr als verdient gewesesen. So bleibt ein fader Beigeschmack zurück und Prof. Weinberger wird sicherlich ebenso überraschend das festgestellt haben müssen, dass diese 2. Verabschiedung leider nicht die Resonanz gefunden hat wie das großartige 1. Konzert mit der h-moll-Messe vormals und einer vollbesetzten Konzerthalle.

Ich wünsche dem rührigen und beseelten Bach-Interpreten und Dozenten für die Zukunft alles erdenklich Gute und hoffe, dass wir ihn in Ostwestfalen noch einmal oder besser noch mehrmals in einem Orgel- oder Vokal-Konzert erleben dürfen.

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Herzliche Grüße

Volker

Das vortreffliche Blog-Beisammensein in Bückeburg und OWL mit einem Konzert in Löhne-Mennighüffen Ev. Gemeindehaus „Siemshof“


Ihr lieben Blog-Freunde/innen!

Was haben wir an diesem Tag alles gemeinsam an schönen Stunden erleben dürfen. Die Wiedersehensfreude am Bückeburger Hubschraubermuseum war großartig. Erfreulich, dass fast alle der Einladung gefolgt sind und uns die Bückeburger Jäger musikalisch so topp empfangen haben. Die Wetterbedingungen an diesem Pfingst-Samstag waren für unsere Unternehmungen ideal mit viel Sonnenschein, Herz was begehrst du mehr.

Hubschrauber-Museum Bückeburg mit der Musik-Kapelle "Bückeburger Jäger" (Foto: VH)

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Nach einem einstündigen Rundgang im Hubschraubermuseum ging es dann auf den zitierten Weg: „Auf den Spuren des Bückeburger Bach“Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) – der dort als „Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus“ am Hof  in Bückeburg fast 46 Jahre angestellt war.

Nach einem 10 Minuten dauernden Fußmarsch erreichten wir den „Jetenburger Friedhof“ mit der Grabstätte von Johann Christoph Friedrich Bach, dem zweitjüngsten Sohn von J.S. Bach und konnten die historischen Daten dazu von dem Hinweisschild noch einmal verinnerlichen. Anschließend war als Programmpunkt die Stadtkirche von Bückeburg als Besichtigungsort vorgesehen die leider für uns verschlossen blieb, was ich sehr bedauert habe, das war wohl der einzige Lapsus, der mir an diesen Tag unterlief? Diese schöne barocke Kirche im Stil der Weserrenaissance erbaut ist mit ihrer herrlichen Compenius-Orgel für alle Orgel-Interessenten zum Besuch sehr zu empfehlen.

Compenius-Orgel in der Stadtkirche Bückeburg aus dem 17. Jahrhundert im Altarraum platziert (Foto: VH)

Außen an der Stadtkirche gab es noch geschichtliches zu entdecken: das Herder-Denkmal. Die Berufung Johann Gottfried Herder (1744-1803) als Hofprediger und Konsistorialrat nach Bückeburg im Jahre 1771 führte zu einer fruchtbarer Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen dem Dichter und dem Komponisten Johann Christoph Friedrich Bach.

Fürstlich ging es zu beim gemeinsamen Mittagessen am Bückeburger Schloss. Schon der Gang in dem herrlichen Schlosspark zum Park-Café war erfrischend und konnte mit persönlichen Begegnungs-Gesprächen intensiv genutzt werden.

Park-Café Bückeburg mit Schloss im Hintergrund (Foto: WernerK)

Nach dem ausgedehnten Mittagessen nahmen wir die Spuren des Bückeburger Bach wieder auf und besuchten seine ehemalige Wohnstätte – von 1752-1795 – das  „Renthaus.“

Renthaus Wohnstätte vom Bückeburger Bach (Foto: WernerK)

Das Renthaus – errichtet von Fürst Ernst zu Schaumburg-Lippe von 1610-1620 an der Nordseite des ehemaligen Marktes gelegen, war als Sitz der fürstlichen Rentkammer und vorübergehend als Hofbibliothek genutzt worden.

Danach hieß es von dem gastlichen Bückeburg Abschied zu nehmen und setzten uns nach Herford zum MARTa-Museum in Bewegung. Ich nehme an, dass die auswärtigen Blog-Teilnehmer die herrliche OWL-Landschaft genießen konnten mit dem Porta-Denkmal, Wiehengebirge, Weserbergland, Teutoburger Wald und als besondere Silhouette die Weser im Hintergrund.

MARTa-Muaeum Herford (Foto: VH)

Wir erreichen Herford und steuern das MARTa-Museum an. Die Namensnennung des Museums „MARTa“ ist als wörtliche Übersetzung wie folgt zu verstehen:

Im Dreiklang zwischen Möbel (M), Kunst (ART) und Ambiente (a)

Link: http://www.martaherford.de/

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/MARTa

Die riesige heimische Möbelindustrie in OWL hatte immer schon den Wunsch geäußert, ein Museum zur Darstellung der Entwicklung der Möbel-Kultur bauen zu können.

Das in 2005 fertig gestellte MARTa wurde regionaltypisch verklinkert. Das von einem Edelstahldach wellenförmig bedeckte Komplex des MARTa Herford besteht aus vier verschiedenen Bauteilen: Museum, Zentrum und Cafeteria in der speziellen skulpturalen Formensprache des Architekten. Diese Struktur brachte den damaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Clement, 1996 im Einklang mit Politikern und Unternehmern und Verwaltungschefs der Region auf die Idee, ein „Haus des Möbels“ einzurichten. Der heutige Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit regte Möbelindustrie und Zulieferer an, sich in exponierter Form in Herford zu präsentieren, um Synergieeffekte herzustellen. Das Projekt MARTa Herford setzt neue Impulse in Kunst, Design, Architektur und Wirtschaft – und dies nicht allein regional, sondern über die Grenzen hinaus. Im außergewöhnlichen Gebäudekomplex des Architekten Frank Gehry (Los Angeles) präsentiert sich eine neuartige Verbindung aus Museum, Kompetenzzentrum und Veranstaltungsforum.

Auf der gemütlichen Terrasse des MARTa-Café am Flüsschen Aa gelegen, gab es den ersehnten Cappuccino sonstige Erfrischungen und ungewöhnliche Rohkost – ganz nach der Art des Museums – zu genießen, wie Äpfel oder Möhren, wo wird so etwas schon geboten, MARTa macht es möglich.

Nach dieser ausgedehnten Ruhephase ging anschließend die Fahrt  weiter von Herford nach Löhne in das Ev. Gemeindehaus „Siemshof“ zum eigentlichen Highlight des Tages. Schon beim Betreten des Gemeindehauses war zu bemerken, dass helfende Hände die Tische so festlich hergerichtet hatten mit Blumen-Dekorationen, Getränken und Knabbergebäck. Bitte meinen besonderen Dank an Elsbeth und Co. ausrichten für diese nette Geste der Bewirtung.

Ev. Gemeindehaus Siemshof in Löhne-Mennighüffen-Ostscheid (Foto: VH)

Im Bild links Claudia von Felbert (Mezzosopran) Flügelbegleitung- Dmitri Grigoriev (Foto: VH)

Unser Blog besitzt in den eigenen Reihen eine gut ausgebildete Mezzosopranistin: „Claudia von Felbert“ die uns mit Auszügen von Schubert’s Winterreise und der Eingangs-Arie aus der Bach-Kantate, BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ den Tag musikalisch so wunderschön mit Flügelbegleitung bereicherte. Im Vorfeld der Planung gestaltete sich die Verpflichtung eines guten Flügelspielers als nicht so ganz einfach.

Nach langem Suchen konnte ich den genialen Kantor: „Dmitri Grigoriev“ aus Bielefeld-Sennestadt verpflichten, der spontan seine Zusage zu dem Konzert abgab, dafür meinen herzlichen Dank an Dimitri, der so einfühlsam am Flügel die wunderbare Musik und den bezaubernden Gesangs-Vortrag von Claudia begleitete. Diese Veranstaltung war öffentlich und wurde durch eine kleine Besucherschar im Gemeindehaus vom Siemshof zu einer sehr intimen Konzert-Stunde.

Der großartige Applaus am Schluss war ein Hinweis dafür, dass alle Anwesenden von dieser Darbietung beglückt waren. Eine Dame sagte mir am Konzert-Ende: „Schade, dass jetzt Schluss ist, ich hätte noch soooo gerne weiter zugehört!“ Also liebe @Claudia, nicht nur uns sondern auch die Besucher konntest Du mit deinem Gesang beglücken und das ist das Wesentliche, worauf es ankommt. Ich danke dir für deinen selbstlosen Einsatz, den Du schon am Übungs-Nachmittag im Mai mit Dmitri so überzeugend bewiesen hattest und sich in dieser Veranstaltung ebenso einstellte. Das hat Freude bereitet und sollte eine Überlegung wert sein, beim nächsten Treffen in 2012 so etwas noch einmal zu veranstalten. Ein Konzert, veranstaltet aus den eigenen Reihen, ist doch etwas ganz Besonderes..!!

Ja, was danach folgte, sprengt schon jede Gastfreundlichkeit der Normalität. Überragend der Einsatz von @Carla, uns mit brasilianischen Köstlichkeiten, im großen Garten gegrillt zu beköstigen, mir läuft noch heute das Wasser im Munde zusammen so großartig ist alles zum Abschluss des Treffens zubereitet worden. Das Auge konnte sich an dem großartig gepflegten Garten von Karl-Heinz nicht satt genug sehen und die Einladung zum Kirschenessen war schon ein Traum es schmeckte einfach alles köstlich. @Iris übernahm gekonnt die Regie für die hereinbrechenden Heerscharen und war die Mutter der Kompanie an diesem Abend. Euch allen drei noch einmal ganz herzlichen Dank für die überragende und herzliche Bewirtung. Das war ein krönender und gelungener Abschluss des Blog-Treffens und wird in den Blog-Analen seine festen Platz bekommen der fast nicht zu toppen sein wird.

Dank an Euch allen, da dieser Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde und ich werde noch lange davon zehren können und hoffe, dass es allen genau so ergeht..!! Eine DVD mit Film und Ton und Bildern geht allen Teilnehmern gesondert zu. Du liebe @Barbara, erhältst ebenso dieses Präsent, da Du durch unglückliche Umstände leider am Treffen verhindert wurdest wir im Gedenken aber bei dir waren..!!

Liebe Grüße

Volker

Der Textverfasser des Liederzyklus: „Schubert’s Winterreise“ Johann Ludwig Wilhelm Müller, Dessau


Alle Welt spricht von „Franz Schubert’s Winterreise“ doch keiner weiß Näheres zu den Textquellen, die Franz Schubert dazu veranlasste, diese Texte 1823 zu vertonen.

Textdichter: Johann Ludwig Wilhelm Müller

 

Johann Ludwig Wilhelm Müller geboren am 7.10.1794 in Dessau, gestorben 1.10.1827 in Dessau wurde als Dichter von Volksliedern bekannt. Insbesondere „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und das mit der Zeile „Am Brunnen vor dem Tore“ beginnende Lied „Der Lindenbaum“ haben ihn bekannt gemacht.

Müller besuchte zur Vorbereitung auf die Universität die Dessauer Hauptschule, bevor er mit 18 Jahren 1812 nach Berlin ging um dort sein Studium in klassischer Philologie und Germanistik anzutreten. Bereits im Februar unterbrach er jedoch sein Studium und trat als Freiwilliger in das preußische Heer ein und nahm an den Befreiungskämpfen gegen Napoleon teil. Ein Jahr später wurde er zum Leutnant ernannt und führte seinen Militär-Dienst in Brüssel / Belgien weiter.

In dieser seiner Brüsseler Dienstzeit lernte J.L.W. Müller seine große Liebe kennen. Aus dienstrechtlichen Gründen blieb es ihm aber versagt, eine Verbindung mit ihr einzugehen. Es wird vermutet, dass Müller nach seiner Beendigung der Dienstzeit in Brüssel auf der Zugrückreise im Winter nach Berlin die ersten Strophen der Winterreise aus seinen frischen und traumatischen Erlebnissen der unerfüllten „Großen Liebe“, die nicht zustande kommen konnte, niedergeschrieben hat. 1818 erschuf er den Gedichtzyklus „Die schöne Müllerin“, in dem er die unerfüllte Liebe eines Müllerburschen zur Müllerin behandelt.

Ab 1818 besuchte er den literarischen Salon in Berlin, wo er die Bekanntschaft von Gustav Schwab, Achim von Arnim, Clemens Brentano und Ludwig Tieck machte. In dieser Zeit unternahm Müller auch eine Bildungsreise nach Italien. Im April 1819 wurde er Gymnasiallehrer, später auch Herzoglicher Bibliothekar in seiner Heimatstadt Dessau, 1824 erfolgte die Ernennung zum Hofrat. Von einer Erkrankung am Keuchhusten 1826 konnte er sich nicht mehr richtig erholen, er starb im Alter von 33 Jahren am 1. Oktober 1827 an einem Herzschlag in Dessau.

Müller schrieb viele Gedichte, die zu Volksliedern wurden. Er wurde allerdings oft als mittelmäßiger Autor der Romantik abgewertet. Bekannt, und berühmt bis heute, wurde er hauptsächlich durch die Vertonungen seiner Lieder durch Franz Schubert. Der Zyklus ,,Die Winterreise“ ist nur eines von vielen Werken, die in den letzten acht Jahren seines Lebens erschienen.

Die Form des Zyklus ,,Die Winterreise“ umfasst 24 Gedichte mit meist jambischen oder trochäischem Versmass. Es erschien zunächst nicht als Einheit, sondern wurde erst nach und nach zusammengesetzt, wobei sich die Anordnung der Gedichte veränderte. ,,Die Winterreise“ erschien einheitlich erst im Jahr 1824.

Franz Schubert (1797-1828)

Franz Schubert (1797-1828), österreichischer Komponist, vertonte die Gedichte. Schubert lernte Müllers Gedichte zuerst im Almanach Urania Taschenbuch im Jahr 1823 kennen und vertonte so die ersten Gedichte. 1827, im Todesjahr Müllers, las Schubert dann die Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten, die den kompletten Gedichtszyklus Müllers beinhalteten. Nachträglich vertonte er auch die restlichen Gedichte und fasste sie mit den anderen zur heute bekannten ,,Winterreise“ zusammen. Schubert komponierte die Winterreise 1827, ein Jahr vor seinem Tod, wobei er Müllers Gedichtzyklus erst nur zur Hälfte kennenlernte, so komponierte er im Februar 1827 nur 12 Lieder, mit der anderen Hälfte kam er wohl erst im Spätsommer des gleichen Jahres in Berührung.

1828 wurde der Liederzyklus von Schubert vollendet, ein Jahr vor seinem Tod. Neben den bekanntesten Liedern Schuberts gehört die Winterreise, der Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ sowie seine Vertonungen einiger Gedichte Goethes zu seinen bekanntesten Liedervertonungen. Müller als Textgeber und Schubert als Komponist sind sich in ihrem Leben nie begegnet.

Eine konkrete Handlung im dramatischen Sinn besitzt die Winterreise nur in einem sehr geringen Maße; geschildert wird das Schicksal eines Mannes, der aus enttäuschter Liebe zu einer Wanderung in die Winternacht aufbricht (Nr. 1: Gute Nacht). Auf seinem Weg, der im zunehmenden Maße in Einsamkeit und Verzweiflung führt, wird der Wanderer mit verschiedenen Empfindungen konfrontiert, die vom Ausnutzen der Gefühle (Nr. 2: Die Wetterfahne), über wilden Trotz (Nr. 22: Mut) bis hin zu Selbstmordgedanken (Nr. 5. Der Lindenbaum) reichen. Diese 24 Stationen eines Weges ins nicht bilden sozusagen Schlaglichter auf dem Pfad in die innere Emigration. Auf seiner Reise trifft der Wanderer auf keine weiteren Personen, lediglich Hunde und Krähen sind seine Begleiter, erst am Ende trifft er auf einen Gefährten (Nr. 24: Der Leiermann), der, genau wie er, ein Außenseiter ist, der sogar von den Hunden gemieden wird. Darüber hinaus kann die Gestalt des Leiermannes auch als Todessymbol gedeutet werden (der Tod als Spielmann).

Da die Winterreise sowohl aufgrund ihrer technischen Anforderungen als auch durch ihre inhaltliche Tiefe als der wohl wichtigste Beitrag zur Gattung des Kunstliedes gilt, ist es nicht verwunderlich, dass sie für jeden Musiker, der sich mit Kunstliedern beschäftigt, zum Pflichtprogramm gehört. Kein anderer Liederzyklus ist so oft auf Schallplatte eingespielt oder bearbeitet worden. Alleine der Bariton Dietrich Fischer-Dieskau nahm dieses Werk ein Dutzendmal auf, zu den weiteren bedeutenden Interpreten gehören Hans Hotter, Peter Anders, Hermann Prey und Thomas Quasthoff.

Vielfach bildete die Winterreise auch eine Vorlage für diverse Bearbeitungen: 1993 schuf der deutsche Komponist Hans Zender mit Schuberts Winterreise  – eine kompositorische Interpretation eine Version für Tenor und kleines Orchester, bei denen bestimmte Details durch Effekte hervorgehoben, manchmal aber auch umgedeutet werden. Weitere Fassungen entstanden für Singstimme, Sprecher und Gitarre, für Singstimme und Kammerorchester, für Singstimme und Streichquartett sowie für Singstimme und Drehleier.

Eine inhaltsreiche Seite mit Gedanken zu Schuberts-Winterreise nachstehend:

Link: Gedanken zu Schuberts Winterreise von Achim Goeres

(Textauszüge: www.lukas14.de/category/kulturtip

und http://www.theaterspielen.ch/erlebnisse/2007/Seminare_Koeln_dez07.pdf)

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Ein wunderbarer Interpret des Kunstliedes wurde im Blog vorgestellt:
Link: https://meinhardo.wordpress.com/2010/02/01/cd-vorstellung-die-schone-mullerin-–-james-gilchrist/

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