Archiv der Kategorie: Orgel-Links

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “14. Sonntag nach Trinitatis”

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “14. Sonntag nach Trinitatis”

                                        Die Trost-Orgel in der Stadtkirche von Waltershausen

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 28.08.2016 begehen wir den 14. Sonntag nach „Trinitatis

Der 14. Sonntag nach Trinitatis redet von der heilenden Kraft Gottes. Das Thema dieses Sonntags ist diesmal von der Epistel her abgeleitet. Die anderen Texte haben wenig mit dem Thema zu tun. Es wird schwierig sein, die Thematik durchzuziehen, man sollte es aber versuchen. Von daher ist eine Vertiefung in die Epistel bei der Studie des aktuellen Predigttextes ratsam.

Wir hören am 14. Sonntag nach Trinitatis die Erzählung von der Heilung der zehn Aussätzigen. Wir erfahren die Kraft Gottes, durch die Menschen, die Außenseiter waren, wieder zu Gliedern der Gemeinde werden. Die lebendige Kraft des Geistes Gottes hat auch uns zur Gemeinde hinzugetan; in ihr bringen wir unseren Dank gegen Gott zum Ausdruck dafür, dass wir seine Kinder sein dürfen, indem wir einander achten und lieben.

Wochenspruch:  

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. (Ps 103, 2)

Wochenlied:

„Von Gott will ich nicht lassen“ (EG 365)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den “ 14. Sonntag nach Trinitatis 

BWV  17 – „Wer Dank opfert, der preiset mich

BWV  25 – „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“

BWV  78 – „Jesu, der du meine Seele“

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ca. ab 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 25 “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“

Kantate für den 14. Sonntag nach Trinitatis

Hana Blazíková, Sopran / Thomas Hobbs, Tenor

Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Auszug aus dem Programm

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele“

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Julia Neumann, Sopran / Margot Oitzinger, Alt

Bernhard Berchtold, Tenor / Markus Volpert, Bass

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen /

Leitung: Rolf Lutz

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Sendung: Sonntag 06:05 – 07:30 Uhr

Kantate: ca. ab  07:05 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele“

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Julia Neumann, Sopran / Margot Oitzinger, Alt

Bernhard Berchtold, Tenor / Markus Volpert, Bass

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen /

Leitung: Rolf Lutz

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm

Sonntag 06:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 07:04 Uhr

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Kantate am 14. Sonntag nach Trinitatis

Ingrid Schmithüsen, Sopran; Charles Brett, Countertenor;

Howard Crook, Tenor;  Peter Kooij, Bass

Chor und Orchester der Chapelle Royale

Leitung:  Philippe Herreweghe

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszug aus dem Programm

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

BWV 25 “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“

Kantate für den 14. Sonntag nach Trinitatis

Hana Blazíková, Sopran / Thomas Hobbs, Tenor

Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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rbb Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 25 Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe

Kantate am 14. Sonntag nach Trinitatis

Malin Hartelius, Sopran; James Gilchrist, Tenor;

Peter Harvey, Bass

Monteverdi Choir;  / English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Johann Friedrich Fasch (1688-1758)

Kantate: „Lobe den Herrn, meine Seele“

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Sandra Schilling (Mezzosopran)  Andreas Post (Tenor)

Olaf Plassa (Baß)

Kammerchor Michaelstein 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis,

Malin Hartelius, Sopran;  Robin Tyson, Countertenor;

James Gilchrist, Tenor;   Peter Harvey, Bass

Monteverdi Choir;  / English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?cal:month=5&drbm:date=06.07.2016

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 25 “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Lisa Larsson, Sopran / Gerd Türk, Tenor

Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Francis Poulenc (1899-1963)

Poulencs Stabat mater-Vertonung in der Vorstellung
Subtiler Schmerz

Das Stabat mater ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Gottesmutter Maria in ihrem Schmerz um den gekreuzigten Jesus besingt.

Dieser Text wird vor allem am Passionssonntag – also dem Sonntag vor dem Palmsonntag – und am 15. September – dem Fest „Gedächtnis der Schmerzen Mariens“- gebetet.

Der Beter des Stabat Mater fühlt mit Maria, teilt ihren Schmerz um Jesus Christus. Francis Poulenc, der in anderen Werken durchaus auch harte, atonale Klänge komponierte, fühlt dem Schmerz hier sehr behutsam nach. Zehn Strophen umfasst das Gedicht über die Gottesmutter Maria. Poulenc vertonte es für Solo-Sopran. Chor und Orchester.

Vor allem am 15. September wird der Text gebetet, das ist das Fest Gedächtnis der Schmerzen Mariens. Dieser Tag steht im Zusammenhang mit dem Fest Kreuzerhöhung am 14. September. Das bezieht sich auf die Grabeskirche in Jerusalem. Über dem leeren Grab von Jesus Christus wurde im 4. Jahrhundert die besagte Grabeskirche errichtet und am 13. September 335 geweiht. Und am 14. September, dem Tag nach der Kirchweihe, wurde in der neuen Kirche dem Volk zum ersten Mal zur Verehrung das Kreuz gezeigt. Dabei wurde es in die Höhe gehalten, also erhöht, und somit verehrt……

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV  17 „Wer Dank opfert, der preiset mich“ 

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Es sind keine weiteren Angaben zur Sendung enthalten!

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Videos: 

mit Bach-Kantaten für den 14. Sonntag nach Trinitatis

BWV  17 – „Wer Dank opfert, der preiset mich

BWV  25 – „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe

BWV  78 – Jesu, der du meine Seele“

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/ YouTube: BW 17 –  Wer Dank opfert, der preiset mich“ (Interpret: Koopman )

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/YouTube: BWV 25 –  Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe   –  (Interpret:  S D G  )

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/YouTube: BWV 78  –  Jesu, der du meine Seele    (Interpret:  Herreweghe ) 

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Kantaten-Beschreibungen von„Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir GardinersKantaten-Beschreibungenzum “14. Sonntag nach Trinitatis”

                   Gardiner  Reisetagebuch SDG 124  zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag: James Gilchrist, Tenor – zum Download  als PDF 

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CDs – Bach-Kantaten: für den 11. Sonntag nach Trinitatis

veröffentlicht von der DGG (Deutsche Grammophon Gesellschaft)

Cover: DGG Kantaten - BWV 113 BWV 179 und BWV 199

Link: Inhalt eine CD

BWV 113  – “Herr Jesu Christ, du höchstes Gut”

BWV 179 –  ”Sieh zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei”

BWV 199 – “Mein Herze schwimmt in Blut”

Link zur CD-Bestellung der DGG

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CD’s vom Label SDG  

für den  14. Sonntag nach Trinitatis und das Michaelisfest 

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Cover:  SDG 124 –  Vol. 7

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CD-Bestellung    

Link:   CD  Bach-Kantaten – 

SDG 124 – Vol. 7

Aufführungsorte:Kantaten für den

“14. Sonntag nach Trinitatis und Michaelisfest” 

CD 1 – Abbaye d’ Ambronay, am 24. September 2000

CD 2 – Unser Lieben Frauen, Bremen am 29. September 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:Kantaten für den “14. Sonntag nach Trinitatis”

 
BWV 25  “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“ 
.

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 124 – Vol.  7 – CD  1

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 124 – Vol.  7 – CD  1

BWV 17 Wer Dank opfert, der preiset mich

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 124–  Vol. 7 – CD 1

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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für das “Michaelisfest” 

BWV  50 – “Nun ist das Heil und die Kraft”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7  – CD 2

BWV 130 – “Herr Gott, dich loben alle wir”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

BWV 19 – “Es erhub sich ein Streit”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

BWV 149 – “Man singet mit Freuden vom Sieg”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2018 – vom 08.06. bis 17.06.2018

Bachs Vorliebe für Zyklen ist für uns Grund genug, das Bachfest 2018 unter das

Motto »Zyklen«

zu stellen. in – selbst- verständlich – sechs Reihen erklingen Bachs zyklische Werke bzw.werden seine

Werke zyklisch aufgeführt.

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Link:  Informationen zu den Kantaten-Zyklen:

Für weitere Informationen und Reservierungen wenden sie sich bitte an:

Bachfest Leipzig, Ticketbüro / Groß-Kundenbetreuung: Frau Peggy Reinboth,

Herr Wolfhard Henze, 04013 Leipzig, Postfach 10 13 49

Telefon: +49 341 9137 333

E-Mail: ticket@bach-leipzig.de

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Der allgemeine Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2018 

beginnt am: 20. November 2017

Bachfest-Programm als PDF  zum Download 

Flyer „Der Leipziger-Kantaten-Ring als PDF zum Download 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen und Gewandhaus als PDF:

Sitzplan der ThomaskircheLeipzig als  PDF zum Download 

Sitzplan der NikolaikircheLeipzig als  PDF zum Download  

Sitzplan Großer Saal im Gewandhaus Leipzig  PDF zum Download

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35


Video: Thomanerchor

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

J. S. Bach Cantata BWV 59 „Wer mich liebet“  (Thomanerchor)

„Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“ (BWV 59) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie für den 1. Pfingsttag in Leipzig und führte sie wahrscheinlich am 28. Mai 1724 erstmals auf, doch ist auch eine erste Aufführung bereits am 16. Mai 1723 in der Paulinerkirche möglich.

Dirigent: Thomas-Kantor Prof. Kurt Thomas

Recording: Thomaskirche Leipzig, 6.12/1959

℗1956-1984 VEB Deutche Schallplatten Berlin ©2005 edel Classics


Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” – stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und Musikdirektor der JS Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und Musikdirektor der JS Bach-Stiftung St. Gallen

J.S. Bach Cantata – BWV 78 „Jesu, der du meine Seele“

Kantate BWV 78 zum 14. Sonntag nach Trinitatis für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Flauto Traverso, Oboe I+II, Corno, Fagott, Streicher und Continuo

Musikalischer Leiter:  Rudolf Lutz

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YouTube – Video 

BWV 78 – J. S. Bach Cantata  –  „Jesu, der du meine Seele

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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Link:  mp3 – herunterladen  –

J.S. Bach-Stiftung – 

bei Amazon – Hörproben

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Bezugsquelle: j p c

Link :    bei jpc


Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1114 – Orgelchoral: „Herr Jesu Christus, du höchstes Gut“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1114 – Orgelchoral: „Herr Jesu Christus, du höchstes Gut“

                 Der große Markt in Harleem (1698) im Hintergrund die St.-Bavo-Kirche

„Von Schmerzen, Pfeilen und Barmherzigkeit!“

Hilflose Melancholie verwandelt sich kaum in Hoffnung.

Der Sünder taumelt langsam in Richtung Jesu, der „Brunnquell aller Gnaden“, mit Schmerzen in seinem Kopf und „ziellosen Pfeilen“ in seiner Seele. Für diesen Flehen wählte Bach den Schlüssel von f-moll – melancholisch, deprimierend und schwarz. Der letzte Akkord klingt fast so, als ob sein Schöpfer kaum Hoffnung auf Erlösung gibt. Es ist ein Chorale Arrangement für die dunkleren Tage.

Die Neumeister-Sammlung, in der diese Arbeit eingeschlossen ist, zeigt Bach in seinen jugendlichen Jahren, experimentiert mit Formen und Techniken, von denen er sich entwickelt hat und andere, die er allein gelassen hat. „Herr Jesu Christus, du höchstes Gut“, zum Beispiel, hat zwei Stimmungen, die eine Seltenheit für den meist konsequenten Komponisten ist. Die dur Melodie geht mit Mühe, schwebt wie eine Arie auf ihrer eigenen Tastatur über den unteren Teilen. Tenor und Bass geben eine Begleitung von „Vorimitation“: eine alte Technik, bei der das Choral-Material ein eigenes Leben einnimmt. Nach vier Zeilen verbindet die Melodie die Tutti, jetzt ohne Verzierung, und Läufe von sechzehnteln übernehmen die Bewegung. Die Spannung steigt also in die letzte Linie des Chorals, noch einmal in der dissonanten Stimmung der Eröffnung und zum überraschenden Ende.

                                                  St. Bavo-Kirche von Haarlem

Es ist genau diese Spannung, die dieses von Bart Jacobs Lieblingsstücken in der Neumeister-Sammlung macht. Obwohl es experimentell ist, zeigt es immer noch mehr von dem ernsten Komponisten als der junge, wilde Bach.

Neumeister Sammlung, BWV 1090-1120

Ende 1984 wurde die Bach-Welt auf den Kopf gestellt. In diesem Jahr erschienen in der Bibliothek der Yale University nicht weniger als 31 unentdeckte Orgelwerke von Bach. Sie sind in einem Manuskript des Organisten Johann Gottfried Neumeister (1756-1840) enthalten, der in den Vereinigten Staaten über Christian Heinrich Rinck und Lowell Mason landete. Daher werden diese Kompositonen als „Neumeister-Sammlung“ bezeichnet.

                            Organist Bart Jacobs an der Müller-Orgel, St-Bavokerk, Haarlem

Neumeister kopierte den größeren Teil seiner Sammlung im Jahre 1790 von einem viel älteren Manuskript, das verloren gegangen war. Ich habe eine Vielzahl von populären Orgelchoräen ausgewählt, die er für gewöhnliche Gottesdienste spielen könnte. Die Mehrheit sind Werke von zwei Bachs Cousinen, Johann Michael Bach (1648-1694) und Johann Christoph Bach (1645-1693), sowie von J.S. Bach selbst. Es gibt auch Arrangements von Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) und Johann Pachelbell (1653-1706) u.a. So in seiner Sammlung gibt Neumeister eine Vorstellung von dem Repertoire, das Bach in seinen jüngeren Jahren vertraut gemacht hätte. J.S. Bachs eigene Kompositionen in der Neumeister-Sammlung sind sehr alt, meist vor 1708 und vermutlich sogar ab 1700, als Bach etwa fünfzehn Jahre alt war. Später fügte Neumeister weitere fünf Choräle hinzu, die neuer waren, geschrieben von seinem eigenen Lehrer Georg Andreas Sorge (1703-1778).

BWV
1114

Titel
„Herr Jesu Christus, du höchstes Gut“

Genre
Orgelarbeit (Chorale Arrangement)

Serie
Neumeister Kollektion

Jahr
um 1700

Stadt
Ohrdruf Arnstadt

Freigabedatum
8. September 2017

Aufnahmedatum
22. September 2016

Ort
St-Bavokerk, Haarlem

Organist
Bart Jacobs

Orgel mit Disposition
Müller Orgel

Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 1114“

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht von J. S. Bach das Orgelwerk BWV 550 – „Präludium und Fuge in G-Dur“

ALL OF BACH veröffentlicht von J. S. Bach das Orgelwerk BWV 550 – „Präludium und Fuge in G-Dur“

Dieses Werk benötigt Pedal – und in keinem kleinen Maß!

                  Der große Markt in Harleem (1698) im Hintergrund die St.-Bavo-Kirche.

In einigen der frühesten Quellen für dieses üppige Präludium und Fuge wird der erste Teil als „praeludio in G-dur con pedal“ oder als „praeludio pedaliter“ bezeichnet. In sich selbst gibt es nichts Ungewöhnliches über die Verwendung von Pedalen in einem Orgelstück in Bachs Zeit. Also auf den ersten Blick scheint die Beschreibung nur eine nützliche Indikation des achtzehnten Jahrhunderts zu sein (NB: kann nur auf einer Orgel mit Pedalen gespielt werden). Aber zwölf Pedale enthält das Werk, da ist ein aha-erlebnis; Sie hören ein langes, lebhaftes Pedal solo, das nicht ein zweitklassiger Dorforganist spielen kann, sondern es benötigt eine spezielle Orgel und einen geschulten Organisten. Die Reichweite des Solos deckt mehr als zwei Oktaven ab (von niedrigem C zu hohem D), das war definitiv nicht die Norm zu der Zeit! Die Orgel der Kathedrale von Saint Bavo, in Haarlem, hat ein Pedal mit diesem Sortiment. Es hat zwei „Pedaltürme“, mit Rohren, die fast 11 Meter lang sind. So war es logisch, dass der Organist Matthias Havinga dieses Instrument wählen wollte, um das Stück zu spielen.

                                 St. Bavo-Kirche von Haarlem mit der Müller-Orgel.

In dem Rest des Stückes, sowohl im Vorspiel als auch in der Fuge, spielen die Füße eine Rolle, die den Händen gleich ist. Das Pedal wird in vollem Umfang im ganzen Stück verwendet. Es gibt sogar eine Note, die höher ist als die höchste Note des Solos. Das Thema der Fuge ist so üppig wie das des Vorspiels und basiert auf ähnlichen Motiven. Ohne überkomplizierte Ausflüge zu weit entfernten Schlüsseln geht die Fuge wie ein lebendiges barockes Perpetuum-Handy zum Ende. Und kurz vor dem Ende gehen die Füße (mit den Händen in ihrem Gefolge) ein letztes Mal von niedrig nach hoch und wieder über die Pedale.

BWV
550

Titel
„Präludium und Fuge in G-Dur“

Genre
Orgelarbeit

Jahr
1708-1717

Stadt
Weimar?

Veröffentlichungsdatum
25. August 2017

Aufnahmedatum
21. September 2016

Ort
St. Bavos Kirche, Haarlem

Organist
Matthias Havinga

Organ mit Disposition!
Müller Orgel


Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 550“

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 714 – Orgel-Choral: „Ach, Gott und Herr“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 714 – Orgel-Choral: „Ach, Gott und Herr“

Mystisch italienisch

                                           St-Bavokerk, Haarlem – Müller-Orgel

Von wem konnte Bach das kopiert haben?

Bach hat regelmäßig Stile und Formen aus der italienischen Musik in seinem Oeuvre verwendet. Doch der erste Satz von BWV 714 ist etwas Besonderes, wie praktisch nirgendwo sonst Bach diese rein italienische Orgelmusik schreibt. Als Organist Bart Jacobs bemerkt: Das ist definitiv der italienische Stil der Durezze e Legature, was buchstäblich „Härte und Suspensionen“ bedeutet. Hier schreibt Bach lange, anhaltende Notizen, löst Dissonanten auf und macht Platz für neue Dissonanten in einer Kette, die erst am Ende wirklich gelöst ist. In Italien begleitete diese Art von mystischer Musik oft die Erhebung: die Anzeige des Gastgebers während der Messe.

                        Organist Bart Jacobs an der Müller-Orgel, St-Bavokerk, Haarlem

Es ist eher ähnlich wie Girolamo Frescobaldi, aber trägt eine noch stärkere Ähnlichkeit mit den Improvisationen der italienischen Kirchenorganisten. Man hört noch Organisten, die in diesem Stil heute in Italien improvisieren. Also, wem konnte Bach das abholen? Vielleicht indirekt vom italienischen Organisten und Komponisten Vincenzo Albrici. Albrici arbeitete in Dresden und sogar an der St. Thomas-Kirche in Leipzig für ein Jahr im Jahre 1681, danach ging er nach Prag. Albricis Schüler Johann Kuhnau könnte auch in diesem italienischen Stil improvisiert haben. Ein italienischer Organist, den Bach vielleicht gehört hat, war Giovanni Alberto Ristori, der 1715 in Dresden ankam. Neben Zelenka und Heinichen war er für die Kirchenmusik am sächsischen Hof verantwortlich. Er war sicher ein ausgezeichneter Organist, als er 1733 einen vorübergehenden Termin als Kammerorganist erhielt.

Für den zweiten Satz dieser Chorale-Arrangement wählt Bach einen strengen Kanon. Es ist, als ob er sich durch seinen Ausflug in die italienische Mystik beunruhigte und ihn mit einer streng protestantischen Variation kontrastieren wollte.

BWV
714

Titel
Ach, Gott und Herr / Ach, Gott und Herr je Kanonismus

Genre
Orgelarbeit (Chorale Arrangement)

Jahr
unbekannt

Stadt
Weimar

Veröffentlichungsdatum
18. August 2017

Aufnahmedatum
22. September 2016

Ort
St-Bavokerk, Haarlem

Organist
Bart Jacobs

Organ
Müllerorgel


Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 714“

Grüße Karin

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Die neue, futuristisch anmutende Rieger-Orgel in der Kasseler Martinskirche lädt zum Experimentieren und Staunen ein!

Die neue, futuristisch anmutende Rieger-Orgel in der Kasseler St. Martinskirche lädt zum Experimentieren und Staunen ein!

                                                          Eine neue Ära im Orgelbau hat begonnen.

Mit der Orgel verhalte es sich wie im wirklichen Leben: „Die größten Pfeifen stehen immer vorne“, scherzt Wendelin Eberle, seit 2003 Geschäftsführer der österreichischen Firma Rieger-Orgelbau. Besagte Pfeifen erstrecken sich über die ganze Westwand der Kirche. Zwar findet man derart in die Breite gestreckte Prospekte auch andernorts, etwa in der 2015 eröffneten Pariser Philharmonie, deren Orgel ebenfalls aus dem Hause Rieger stammt. In einem überschaubar großen Raum wie dem der Kirche St. Martin ist ein solch mächtiges Instrument mit über 5.700 Pfeifen jedoch eine absolute Ausnahmeerscheinung. Zum Vergleich: Die Konzertorgel der im Januar eröffneten Elbphilharmonie bringt es gerade mal auf 4.765 Pfeifen.

          Die neue Rieger-Orgel in der St. Martinskirche zu Kassel, Weihe der Orgel Pfingsten 2017

Dass diese große Anzahl an Klangkörpern nicht vorrangig der Lautstärke dient, sondern vor allem eine immense Klangfarbenvielfalt hervorbringt, demonstriert Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum am Spieltisch auf der Empore in der fast bis zum letzten Platz gefüllten Kirche. Neben dem immensen Arsenal an Streicher- und Bläserstimmen bietet das Instrument auch drei Harmonikastimmen, ein Glockenspiel, perkussive Effekte und eine weltenrückt singende „Voix celeste“. Besonders wichtig für die flexible Gestaltung des Orgelklangs sind die Obertöne, die durch sogenannte Aliquotregister hinzugeschaltet werden können, von denen die Martinsorgel besonders viele besitzt. Die kleinste der Pfeifen könnte man locker in einem Fingerhut verstauen: Sie misst gerade einmal acht Millimeter, die größte bringt es auf über neun Meter und versetzt mit ihrer tiefen 34-Hertz-Stimmung die Luft in mehr fühl- als hörbare Schwingungen.

„Diese Orgel wird man niemals ganz begreifen”

                       Spieltisch der Orgel in St. Martin, Kassel © Stefan Korte/Galerie Neu, Berlin

„Wer meint, man könne diese Orgel jemals ganz begreifen – keine Chance. Hier hat man als Organist viele Jahre Entdeckerfreude“, schwärmt Maibaum und spielt damit auf die schier unerschöpflichen Möglichkeiten des Instruments an.

Ein Novum im Orgelbau sind nicht nur die in jeder Position elektronisch speicherbaren Registerzüge und die veränderbare Windstärke der einzelnen Systeme, sondern auch die vier in Vierteltönen spielbaren Register, die über das oberste der vier Manuale angesteuert werden können.

Hier hat der Organist – eine echte spieltechnische Herausforderung – 122 statt der üblichen 61 Tasten zur Verfügung. Vierteltöne werden in der zeitgenössischen Musik häufig verwendet – allerdings kaum in Orgelkompositionen – das könnte sich mit dem neuen musikalischen Flaggschiff in St. Martin nun ändern.

Schon lange ist St. Martin ein Podium für Neue Musik

Schon lange ist das Gotteshaus am Martinsplatz ein überregional bedeutsames Zentrum für „Neue Musik in der Kirche“, der hier seit über 40 Jahren ein gleichnamiges Festival gewidmet ist. Daher gab es schon vor 25 Jahren Überlegungen, die 1964 erbaute alte Orgel gegen ein neues Instrument auszutauschen, das neben der Pflege der musikalischen Tradition insbesondere den Ansprüchen zeitgenössischer Partituren entgegenkäme. 2012 war es endlich soweit: Die Firma Rieger-Orgelbau erhielt den Zuschlag. Nach einer fünfjährigen Planungsphase wurden die Einzelteile des Instruments von rund 40 Mitarbeitern in neun Monaten hergestellt. Weitere drei Monate benötigte das zehnköpfige Team für den technischen Aufbau in der Kirche, während die Intonation der Pfeifen fast ein halbes Jahr in Anspruch nahm.

                                       Die neue Rieger-Orgel in der St. Martins-Kirche Kassel

Der große Zeit- und Arbeitsaufwand spiegelt sich im Preis wider: Stolze 2,5 Millionen Euro hat das Projekt verschlungen, erfahren die Besucher des „Orgelforums“ am Nachmittag, an dem Pfarrer Willi Temme, Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz, Rieger-Orgelbau-Chef Wendelin Eberle und Kuratorin Susanne Pfeffer den „Weg zur neuen Orgel“ mit Fakten, Hintergrundinformationen und Kommentaren untermauern. Zur Hälfte wurden die Kosten des Instruments von der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck beglichen, 800.000 Euro stammen aus privaten Spenden, den Rest trägt die Kasseler Kirchengemeinde. Abgeschlossen ist das Großprojekt mithin noch nicht, denn die Hauptorgel mit ihren 86 Registern, vier schwellbaren Werken und zehn unabhängig voneinander steuerbaren Windsystemen soll im nächsten Jahr noch durch ein fahrbares Modul auf dem Boden des Kirchenschiffs ergänzt werden. Hierzu hofft man auf weitere 120.000 Euro, die über Pfeifenpatenschaften eingesammelt werden sollen.

Wehende Haare machen den „Atem” der Orgel sichtbar

Außerdem gibt es Überlegungen, die Südwand der Kirche zu durchbrechen und im Außenbereich eine Freiluftorgel nach dem Vorbild der berühmten „Heldenorgel“ der Festung Kufstein zu errichten, verrät Eberle nach dem Podiumsgespräch bei Kaffee und Kuchen auf dem sonnigen Kirchplatz.

Orgel in St. Martin, Kassel

Orgel in St. Martin, Kassel © Stefan Korte/Galerie Neu, Berlin

Gar kein sonniges Gesicht macht Yngve Holen, der 1982 in Braunschweig geborene norwegisch-deutsche Künstler, der gemeinsam mit dem Architekten Ivar Heggheim für die Gestaltung des Instruments verantwortlich zeichnet. Seine Idee war es, vor den Pfeifenlabien über die gesamte Orgelbreite einen Vorhang aus langem Kunsthaar anzubringen. 71 programmgesteuerte Ventilatoren sollen daür sorgen, dass die dunkle ähne sich bewegt, um – abgestimmt auf das Spiel des Organisten – die Luftstöme, den Atem des Instruments sichtbar zu machen. Nur leider vergaß man bei der ersten Vorührung am fühen Nachmittag, die Ventilatoren einzuschalten.

Für das abendliche Eröffnungskonzert des achtwöchigen Orgelfestivals hat KMD Eckhard Manz ein klug austariertes Programm zusammengestellt. Es reicht von Bach, Liszt und Franck über Ligetis „Volumina” und Messiaens „Apparition de l’église éternelle” bis hin zu Uraufführungen von Christian Wolff und Sergeji Newski. Der Klangeindruck ist überwältigend. Neben der beeindruckenden Bandbreite an Registern, dem Spiel mit Obertönen, die zuweilen wie Schwärme silberner Glöckchen durch den Raum schwirren und den Vierteltonläufen, die den Eindruck eines nahtlosen Glissandos erwecken, überzeugt das Instrument vor allem durch sein ausgewogenes, unaufdringliches und sehr transparentes Klangbild. Besonders in J.S. Bachs „Passacaglia“ staunt man über die transparente Auffächerung der einzelnen Stimmen, die in dem auf Wandbreite gestreckten Prospekt quasi wie in einem Orchester räumlich angeordnet sind

„Die Orgel hat viel Poesie und unendlich viele Farben. Wir wollen mit ihr nicht auftrumpfen, sondern verzaubern“, sagt Manz. Das gelingt schon an diesem ersten Abend. Und auch die Haare spielten diesmal mit.

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Disposition der Orgel als PDF-Datei

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Ein erster Klangeindruck der neuen Orgel:

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Die Festival-Daten im Überblick:

Orgelfestival St. Martin

Zeitraum: 4.6. – 27.8.2017

Mitwirkende: Felix Ponizy, Hans Christian Martin, Franz Gerhardt, Eckard Manz, Daniel Glaus u. a. Ort: Kassel


In eigener Sache:

Im Blog: Volkers Klassikseiten J.S. Bach habe ich vor Jahren eine Artikelserie verfasst mit dem

Titel: 

Auf den Orgelspuren von J.S. Bach, seine Wirkungsstätten und Orgelabnahmen!

Einen inhaltsreichen Artikel habe ich über die St. Martinskirche in Kassel verfasst.

Ein Textauszug:

Am 21. September 1732 reiste J.S. Bach mit Anna Magdalena nach Kassel. Nach der Orgelprüfung erfolgte am 28. September 1732 durch J.S. Bach das Einweihungskonzert in der St. Martins-Kirche.

Es erklang höchst-wahrscheinlich J.S. Bachs „Dorische Toccata und Fuge in d-moll“, BWV 538, ein ungemein virtuoses Stück aus seiner Weimarer Zeit.

                                    Foto: Bach-Inschrift an der St. Martinskirche Kassel

Der zwölfjährige Erbprinz Friedrich von Hessen-Cassel schenkte Bach aus Begeisterung einen edelsteingeschmückten Ring, da er die Kunst der Füße Bachs bewunderte, die so beflügelt über die Pedale eilten, dass die wuchtigsten Klänge wie Blitz und Donner in den Ohren der Hörer widerhallten…….


Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 957 „Orgelfuge Fuge in G-Dur“ – „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 957 „Orgelfuge Fuge in G-Dur“ – „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“

Ein Geheimnis wird gelöst!

Nach 250 Jahren zeigt eine kurze Fuge für Cembalo ihre wahren Farben.

            Orgel-Partitur: BWV 957 Fuge in G-Dur / „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“

Das ist nicht die einzige Arbeit von Bach ohne einen klaren Kontext. Es gibt Dutzende von ihnen, sicherlich im Orgelrepertoire. Jedoch, wenige Stücke unterzog sich einer so dramatischen Torsion wie diese. Ohne handschriftliche Quelle von Bach, „Machs mit mir Gott, nach deiner Güte“ wurde für viele Jahre als Fuge betrachtet. Es war sogar unentschieden, ob es eine Fuge für Cembalo oder Orgel war. Das ist bis zur Entdeckung in New York, 1985, der Neumeister-Sammlung, die eine extra lange Version von BWV 957 unter allen möglichen anderen bisher unbekannten Werken von Bach (und anderen Komponisten) enthielt.

Noch spannender ist, dass in dieser Quelle die Fuge nahtlos durch eine Einstellung des Chorals „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“ verfolgt wird. Die Experten versprachen es bald, sie zu verwirren und was wissen Sie – die Choralmelodie ist während der ganzen Arbeit präsent, obwohl sie im dekorativen Fugenthema gut verborgen ist. Obwohl die Augen in diesem Fall nützlicher sind als die Ohren, hören Sie genau auf jeden „schweren“ Beat der Bar. Das ist wirklich ein Choral. Es ist ein einzigartiges Stück – oder hat Bach mit dieser Technik mehr Fugen geschrieben?

In den Worten der von Bach arrangierten Hymne dachte Johann Schein (einer von Bachs Vorgängern in Leipzig) an das Ende des Lebens. Für uns scheint dies ein melancholisches Thema zu sein, aber für die barocken Gemeinden war der Tod eine Tür zum Himmel, die Sie mit Gott an Ihrer Seite zuversichtlich öffnen konnten. Fröhliche Musik war also sehr geeignet, sicherlich für eine Schlußlinie wie ‚Herr, in deine Händ‘, ist alles gut, wenn gut das Ende ‚.

                                                                   Organist Bart Jacobs

BWV
957

Titel
Fuge in G-Dur / „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“

Genre
Orgelarbeit (Chorale Arrangement)

Jahr
Vor 1720

Veröffentlichungsdatum
4. August 2017


Aufnahmedatum
22. September 2016


Ort
St-Bavokerk, Haarlem


Organist
Bart Jacobs


Organ
Müllerorgel


Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 957“

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 159 „Sehet, wir gehn hinauf gen Jerusalem“

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 159 „Sehet, wir gehn hinauf gen Jerusalem“

Mini Leidenschaft

Eine Kantate für eine tolle Orgel und nur vier Sänger.

                                                          Wallonische Kirche Amsterdam

Dieses Stück erinnert an Bachs Matthäus- und Johannes Passion. In einem wunderbaren Dialog sagt Jesus, dass er nach Jerusalem geht. Die Seele (ein Alt) versucht ihn zu warnen: Sei vorsichtig, dein Kreuz wartet dort auf dich! Die Hauptthemen der Unterwerfung und des Leidens sind emotionale. Alto Alex Potter meint, dass ein solches Duett in Leipzig als ein Schock der Gemeinde ankommen muss. Die Idee von Bach als frommer Vater der Kirchenmusik entstand im neunzehnten Jahrhundert. Aber in Bachs Tagen waren gesungene Dialoge hauptsächlich mit der Oper verbunden, und sie hätten den frommen Verehrern unangenehm erschienen.

Die Kantate wurde für den letzten Sonntag vor der Fastenzeit geschrieben. In der letzten Arie singt der Bass „Es ist vollbracht“. Alex Potter: „Natürlich ist das kein tragisches Ende, da die Kreuzigung die Vollendung des Planes Gottes markiert. Hören Sie auf die Saiten, die eine Art Hallo-Effekt bilden wie der, den Christus in der Matthäus-Passion hatte, aber verloren, als er am Kreuz war. Jetzt ist der Heiligenschein zurückgekehrt, da Jesus über den Tod triumphiert und die Rettung gebracht hat.

Vier Solisten

Wir führen diese Kantate mit nur vier Sängern. Sie alle haben Solos, und das Stück schließt mit einem endgültigen Choral gesungen. In einigen Aufführungen kommen zusätzliche Sänger mit einem vierteiligen Finale zusammen und schaffen einen kleinen Chor. Wir wissen nicht, was Bach selbst tat, da es keinen Hinweis darauf gibt, wie viele Sänger er benutzen wollte.

                                                                                 Dirigent
                                                                         Jos van Veldhoven.

In dieser Aufführung haben wir uns für vier Solisten entschieden. Das macht die Linien ausdrucksvoller und man hört mehr Details. Für einen zwei- oder dreiteiligen Teil in Bachs Musik würde niemand daran denken, mehr Stimmen für jeden Teil zu verwenden. Aber wenn es vier Teile gibt, dann muss es plötzlich ein Chor werden. Ich denke, dass die Entscheidung, nur vier Sänger zu benutzen, für eine Kantate so gut gerechtfertigt ist, die nicht viele Instrumente beinhaltet „, sagt der künstlerischerische Leiter und Dirigent Jos van Veldhoven.

Lage und Orgel

Diese Aufnahme wurde in der Wallonischen Kirche im Herzen von Amsterdam gemacht. Nicht nur die Kirche hat eine gute Akustik, es ist auch ein Wallfahrtsort für Organisten wegen ihrer Müller-Orgel von 1739.

Organist Leo van Doeselaar: „Dies ist eines der schönsten kleinen Barock-Orgeln in den Niederlanden. Gustav Leonhardt war der Organist an der Wallonischen Kirche von 1959 bis 1982. Er hatte die Orgel in den ursprünglichen Zustand schon in den 60er Jahren wiederhergestellt. Es ist eine echte Pionier-Orgel „. Für diese Aufführung verwenden wir diese „große“ Orgel. Eine Kastenorgel ist ein Anachronismus, der in Bachs Tag nie benutzt wurde.

„In Bachs Kirchenmusik spielte die große Kirchenorgel immer die Continuo-Parts. Grundsätzlich hatte es die gleiche weiche Anmeldung wie eine Kastenorgel, aber die viel breiteren skalierten Pfeifen der Kirchenorgel bilden einen bedeutungsvolleren Bestandteil des Timbre eines barocken Ensembles. Für Choräle und Chöre der Barockzeit wurden stärkere Register benutzt und die Bassline auf dem Pedal gespielt, mit einem 16-Fuß-Kontrabassregister. Die Tatsache, dass es noch nie so getan wurde, ist eigentlich eine der unbeabsichtigten Verfälschungen des historischen Klangansatzes „, sagt Organist Leo van Doeselaar.

BWV
159

Titel
„Sehet, wir gehn hinauf gen Jerusalem“

Genre
Kantate

Jahr
1729

Stadt
Leipzig

Texter
Christian Friedrich Henrici (alias Picander)

Gelegenheit
Sonntag Quinquagesima (der letzte Sonntag vor der Fastenzeit)

Uraufführung
27. Februar 1729

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Veröffentlichungs-Datum der Aufnahme: 14. Juli 2017

Aufnahmedatum am 22. Oktober 2016

Ort

Wallonische Kirche, Amsterdam

Sopran
Miriam Feuersinger
Alt
Alex Potter
Tenor
Thomas Hobbs
Bass
Stephan MacLeod

Dirigent
Jos van Veldhoven

Violine 1

Shunske Sato, Pieter Affourtit, Anneke van Haaften, Hanneke Wierenga

Geige 2

Sayuri Yamagata, Paulien Kostense, Annelies van der Vegt

Viola

Staas Swierstra, Jan Willem Vis

Cello

Lucia Swarts, Richte van der Meer

Kontrabass

Robert Franenberg

Oboe

Martin Stadler

Fagott

Benny Aghassi

Organ

Leo van Doeselaar

Cembalo

Siebe Henstra


Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit der Kantate BWV 159“

Herzliche Grüße

Karin

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