Archiv der Kategorie: Meine Favoriten der BCP-Tour in 2000

J.E. Gardiner mit BWV 248 J.S. Bach – Weihnachtsoratorium, Hör- und Sehprobe Teil 1 Eingangssätze

Hallo,

auf You Tube ist das Weihnachtsoratorium, BWV 248, als Dokumentation von Dezember 1999, Herderkirche Weimar – mit Sir John Eliot Gardiner – Monteverdi Choir und English Baroque Soloists – hinterlegt worden.

Link:

http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4&feature=bf-title

Die Aufnahmen sind aus der Herderkirche in Weimar im Dezember 1999 zu Beginn der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000“ entstanden.

Die DVD aus Weimar, mit den Teilen 1 bis 6 – kann nachstehend eingesehen werden:

Gardiner - DVD Weihnachtsoratorium, BWV 248, Teil 1-6 aus der Herderkirche Weimar von Dezember 1999

Bei Amazon: Gardiner - DVD Weihnachtsoratorium, BWV 248, Teil 1-6 aus der Herderkirche Weimar von Dezember 1999

Link zu Amazon: http://astore.amazon.de/httpblogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com-21/detail/B000056BYD

Die im Dezember 1999 in der Herderkirche in Weimar als Startort für die Pilgrimage des englischen Dirigenten John Eliot Gardiner mit dem Monteverdi Chor
und dem Englischen Barockorchester zum Bachjahr 2000 aufgeführte Weihnachtsoratorium von J.S.Bach gelang in beeindruckender Weise.
Der Monteverdi Chor, das Engl.Barockorchester sowie die Solisten
beeindrucken durch ein hohes Können unter dem Dirigat von J.E. Gardiner. Hervorheben möchte ich die anschließende Dokumentation über die J.E.Gardiners Bach Cantata Pilgrimage und Bachs Wirkungsstätten in Sachsen und Thüringen.

———————————————————————–

Gruss

Volker

Webnews

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics

Advertisements

Archiv Beitrag: Diskussion über Solisten der BCP-Tour in 2000

3.8.2007 von Volker /admin.

Hallo,

einige im Blog hatten die Gelegenheit, zum Bachfest 2007 in Leipzig und anschließend in Potsdam in den Jubel-Kantaten – unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner – James Gilchrist persönlich erleben und singen zu hören, daraufhin stellt sich mir die Frage, ist er ein neuer Star als Tenor anzusehen?


Tenor James Gilchrist

Eine strahlende kräftige Stimme, wortverständlich und sein Gesang strahlt eine Innigkeit aus, die verblüffend ist, überzeugender kann das gesungene Wort dem Hörer nicht vermittelt werden. In der Bach Cantata Pilgrimage 2000 mit Gardiner, konnte er mich gesanglich immer überzeugen.

Mir fällt die Stelle wieder ein aus meiner Rezension zum BWV 66 “Erfreut euch ihr Herzen” (zum 2. Ostertag, SDG 128, CD 1, Eisenach), zu Satz 5 “Ich fürchte zwar des Grabes Finsternissen”

Ich zitiere daraus:

Wunderbar anzuhören – und eine Glanzkomposition von Bach in der musikalischen Ausführung ist in Satz 5 “die Schlussfolge”…. für Alt (Daniel Taylor), und Tenor (James Gilchrist): das Duett in Begleitung der Violine und Basso continuo “Ich fürchte zwar des Grabes Finsternissen”



Die beiden Gesangsolisten erreichen hier eine gesangliche Einheit von eindringlicher Schönheit die das Herz weit öffnet!!
Sie stellt einen absoluten Höhepunkt in dieser so fantastischen Kantate dar. Immer wieder habe ich mir dieses herzzerreißende „Gesangs-Duett“ anhören müssen und komme aus dem Schwärmen nicht heraus, einfach genial gelungen.

Zitat-Ende.

Gilchrist berührt und überzeugt mich immer wieder mit seinem innigen Gesang, er spricht mich total an, was ich bei anderen Gesangs-Solisten so oft vermisse.

Wie ergeht es Euch mit seinem Gesangs-Vortrag, ist er als ein neuer Stern im Fach Tenor anzusehen?

Neuerdings hat sogar Suzuki ihn für seine Cantaten-Einspielungen verpflichtet, das nur als eine Anmerkung.

Grüße

Volker

  • Ich denke, das Solistenproblem muss auch zwangsweise bei so einer “Mammuttour” entstehen. Auch T.Koopmann hat nicht nur ein glückliches Händchen bei der Solistenwahl. Z.B. Mertens als Dauerbass wird auch ziemlich eintönig. Gardiner hat nach meinem Empfinden mit W.Towers einen ganz hervorragenden Altus, während N.Stutzmann sehr, sehr unterschiedlich disponiert ist.

    Liebe Grüße

    Muriel

  • Rückantwort von „Martin“ zum Beitrag von „Muriel“

    Hallo Muriel,

    auch von mir herzlich Willkommen!

    Von Malin Hartelius bin ich auch nicht besonders begeistert. Ihre Stimme klingt mir zu opernhaft, was man ihr nicht vorwerfen kann, da sie meines Wissens auch hauptsächlich Opern aufführt…

    Allgemein sollte man zur Solistenbesetzung während der Bach Cantata Pilgrimage bedenken, dass es finanziell wie terminlich nicht möglich gewesen sein kann, für sämtliche Aufführungen Top- Solisten zu verpflichten. So musste auf Solisten ausgewichen (blödes Wort in dem Zusammenhang..) werden, die nicht so ganz in dieses Fach passen oder aber noch nicht so erfahren sind.

    Einige der absoluten Top- Solisten, die auch mehr als 10 Konzerte mitgemacht haben sind Joanne Lunn, Katharine Fuge (beide haben fast die gesamte BCP mitgemacht), Daniel Taylor, James Gilchrist, Peter Harvey.



    Kathariene Fuge (Sopran)



    Peter Harvey, Bass

    Was die Besetzung der Alt- Stimmen angeht, verstehe ich Gardiner nicht wirklich. Richard Wyn Roberts´ Stimme mag ich genauso wenig wie die von Robin Tyson. Ich kann mir das etliche Male anhören und es kommt einfach nicht der Punkt, an dem ich denke “Ja, das passt zusammen!”. Daniel Taylor hat, wie ich finde, eine sehr viel schönere und klangvollere Stimme und passt gut zu Bach´s Musik. Ebenso wie Claire Wilkinson, die leider erst nach der BCP zum Monteverdi Choir gestoßen ist.

    Die Besetzung der Tenöre ist meiner Meinung nach sehr gut geraten. Christoph Genz und Mark Padmore, sowie James Gilchrist wurden oft eingesetzt.

    Manchmal hat Gardiner auch auf “alte Bekannte” zurück gegriffen, die er für frühere Aufführungen bzw Aufnahmen benutzt hat. Zum Beispiel Stephen Varcoe (sein Bass ist mir zu dünn), Michael Chance (in Hamburg am 09.01. und Lüneburg am 09.12. brilliant) und Gerald Finley, der wie Gardiner schreibt sehr kurzfristig eingesprungen ist.

    Wie auch immer, ich denke, dass Gardiner und die Solisten für jedes Konzert alles aus sich herausgeholt haben und es ist absolut achtbar, solche Mühen zu unternehmen, um einen Komponisten zu würdigen. Gardiner hat das Projekt auch unter größter finanzieller Anspannung weitergeführt, als nicht klar war, ob das die Finanzierung überhaupt gesichert ist. Unter der Hand habe ich gehört, dass einige der Solisten auf ihre Gagen ziemlich lange gewartet haben, dies aber gerne, um das Projekt zu unterstützen. Ob das stimmt, weiß ich allerdings nicht mit Sicherheit.

    Schöne Grüße,

    Martin

    Hallo Muriel,

    deine Aussage: “Die Sopranistin Hartelius ist nach meinem Geschmack die Schwächste von allen Solisten. Schade, dass ausgerechnet mit ihr “Jauchzet Gott…” aufgenommen worden ist. Ein bisschen sehnsuchtsvoll denke ich bei den Tenorarien an Türk und Pregardien und hätte es gut gefunden, wenn Genz öfter zum Ton gekommen wäre.”

    —————————-





    Schwedische Sopranistin: Marlin Hartelius

    Ich habe mir gestern die SDG-104-CD eins aus der Kirche “Unser Lieben Frauen” in Bremen mit der schwedischen Sopranistin Marlin Hartelius mit der schwierig zu singende Solokantate “Jauchzet Gott in allen Landen” BWV 51 angehört. Von meiner Rezension der SDG 104 CD 1 fühlte ich mich nur bestätigt und finde ihren Part mehr als angemessen und gelungen. Gardiner schreibt in seinem Reisetagebuch über die Sopran-Besetzung sehr positiv!!

    Abfallend für mich in dieser CD die Trompeten-Besetzung mit Niklas Eklund, der diesem virtuosen und technischen Teil nicht gewachsen ist.

    Im Blog befinden sich ein Mitglied, das einige Konzert “Live” im Bachjahr 2000 besucht hat. Er könnte dazu aus seiner Sicht noch einiges beitragen. (@ Alex?)

    .

    Über die Tenöre lässt sich einiges aussagen. Wie bekannt ist, wurden während der Pilgrimage kurzfristige Umbesetzungen an Solisten und Aufführungsorte vorgenommen, da sich der Hauptsponsor (DG) aus dem Projekt zurückgezogen hatte. Aus dem vorgenannten Grund konnten nicht absolute Spitzensänger kurzfristig verpflichtet werden und Gardiner musste mit dem vorlieb nehmen, was der Markt hergab.



    Tenor: Gerd Türk

    Für mich ist der Tenor Gerd Türk nicht so überzeugend in der genannten Riege. Zu unterschiedlich gehen die Meinungen über seine Gesangskultur auseinander und gehört meiner Meinung nach nicht zu den ganz Großen. Aber hier streiten sich bekanntlich die Geister, von Vortrefflich bis es geht so… sind selbst die Aussagen von absoluten Fach-Spezies.



    Tenor: Christoph Genz

    Christoph Genz halte ich für einen guten Tenor. Seine Artikulation der Wortaussage und Stimmvolumen ist überzeugend. Ich Besitze die DVD mit dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach aus der Herderkirche in Weimar, die zum Beginn der Pilgrimage am 23.12.1999 aufgenommen wurde, hier singt Genz den Part des “Evangelisten” und überzeugt mich mit seinem warmherzigen Gesang und seine Wort-Artikulation ist vortrefflich. Gesangswettbewerbe in der Vergangenheit hat er als Sieger bestritten.







    Tenor: Christoph Prégardien

    Der Tenor Christoph Prégardien ist von den Vorgannten für mich absolut die Nummer eins. Er gilt als einer der herausragenden lyrischen Tenöre unserer Zeit, arbeitet u. a. mit den Dirigenten Barenboim, Chailly, Gardiner, Harnoncourt, Herreweghe, Luisi, Metzmacher, Nagano, Sawallisch und Thielemann zusammen. Zu seinem Repertoire gehören die großen Oratorien und Passionen aus Barock, Klassik und Romantik.

    Besonders hervorheben möchte ich noch die exzellente Leistung Christoph Prégardiens in der Rolle des Evangelisten in der Matthäuspassion mit Gustav Leonhardt. Selten habe ich soviel Tiefe der Empfindung und zugleich Gesanges-Kunst erlebt.

    Hier hätte ich mir gewünscht, dass es Mitschnitte von der Bach Cantata Pilgrimage von ihm gegeben hätte.

    Die vorgenannten Aussagen meinerseits sind subjektiv und sollten im Rahmen einer Diskussion abgehandelt werden, aus diesem Grund habe ich eine eigenständige Themenseite eröffnet und würde mich über weitere Stellungnahmen freuen.

    Grüsse

    Volker



    Ich bin total begeistert von dem, was Gardiner mit seinen Leuten schafft. Die Kantatenaufnahmen begleiten mich, dank eines MP3-Players fast überall hin.

    Diese Art von Bach’scher Musik, die Gardiner macht, ist so eine Art Neuschöpfung. Es gibt auch andere gute Aufnahmen, aber keine ist so neu wie dieses. Wenn ich Fragen habe, dann zu den Solisten.

    Die Sopranistin Hartelius ist nach meinem Geschmack die Schwächste von allen Solisten. Schade, dass ausgerechnet mit ihr “Jauchzet Gott…” aufgenommen worden ist. Ein bisschen sehnsuchtsvoll denke ich bei den Tenorarien an Türk und Pregardien und hätte es gut gefunden, wenn Genz öfter zum Ton gekommen wäre.

    Jetzt warte ich auf die neue CD

    und grüße herzlich

    Muriel

    Geschrieben in Diskussionen über Interpreten Solisten etc. | Drucken | 9 Komme

    Archiv Beitrag: Ich höre zur Entspannung einer meiner Lieblings-Chöre aus Kantate ?


    Ich höre zur Entspannung einer meiner Lieblings-Chöre aus Kantate ?

    6.5.2007 von Volker /admin.

    Hallo zusammen,

    z.Zt. habe ich wieder einmal zur Entspannung den 6. Satz im Player, den ich so gerne mag und fantastisch von Gardiner eingespielt worden ist und wo und wann war das während der Pilgrimage in 2000.

    Wer kennt die die Bach-Kantate, Kenner werden es sofort herausfinden wo der 6. Satz zu finden ist.

    01-gardiner-monteverdi-choir-bwv-?-satz-6-wer erkennt diesen Satz-von-Kantate_140130.mp3

    Euch wünsche ich allen einen schönen Sonntag,

    Grüße

    Volker

    ———————–

    P.S. vom 07.05.2007

    Hallo,

    habe eben in meinem CD-Bestand eine Einspielung von 1994
    gefunden, die ich als Vergleich nicht vorenthalten möchte.

    Satz 6 aus BWV 71 “Du wollest dem Feinde” (Ratswahl-Kantate: “Gott ist mein König”)

    Hallo zusammen,

    immer wieder bewundere ich sehr gelungene und bisher veröffentliche Kantaten- Einspielungen vom Label “Monteverdi” (SDG 101 bis 128) von der BCP-Tour 2000.

    Als eine für mich gelungene Einspielung sehe ich in der SDG-Veröffentlichung Nr.107; das BWV 12 “Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen” aus Altenburg.

    SDG 107

    Die Einleitende Sinfonia mit der klagenden Oboe und dem anschließenden Chor im 2. Satz “Weinen, Klagen…” wirkt so erschütternd und tragisch musiziert, dass mein inneres Empfinden ungemein aufgewühlt wird. Grandios und freudig der Schlusschoral vom Monteverdi Chor erklingt das “Was Gott tut, dass ist wohlgetan.”

    Als eine weitere herrliche Kantaten-Einspielung auf dieser CD ist das BWV 146 “Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen” mit der einleitenden “Orgel-Sinfonia” – von über 8 Minuten Dauer -, gespielt auf der grandiosen “Trost-Orgel” in der Schlosskirche in Altenburg. Die Sinfonia ist ein verschollenes Violinkonzert was dann später das vortreffliche Cembalo-Konzert in d-moll BWV 1052a wurde.

    Die Trost-Orgel in der Schlosskirche Altenburg wurde im September 1739 von Bach abgenommen.

    —————————————-

    Als Orgel-Freund für Bach seine Orgel-Kompositionen kann ich mich daran ergötzen. Der Organist Silas John Standage zelebriert hier ein Feuerwerk der feinsten Orgel-Improvisation….”

    Das waren erst einmal für heute meine genannten Favoriten aus der SDG-Reihe, weitere werden in Zukunft folgen.

    Nun bin ich auf die Nennung eurer Favoriten von der BCP-Tour gespannt !!

    Einen schönen Sonntag und herzliche Grüsse an alle

    Volker

    Archiv-Beitrag: Tenöre bei der BCP-Tour u.a. James Gilchrist; Mark Padmore; Christoph Genz

    Volker: 27.03.2007

    Hallo,

    was haltet ihr von den Tenören während der Bach Cantata Pilgrimage Tour 2000.

    Meine Favoriten sind hier eindeutig James Gilchrist; Mark Padmore und Christoph Genz…….

    Engl. Tenor James Gilchrist

    Engl. Tenor Mark Padmore

    Deutscher Tenor: Christoph Genz

    In der SDG 128 Veröffentlichung aus der Georgenkirche in Eisenach singt James Gilchrist
    im BWV 134 „Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß“ im 2. Satz der Tenor-Arie: „Auf, Gläubige, singet die lieblichen Lieder“ einen ausdrucksstarken Part, er zelebriert in dieser Arie einen Jubel-Gesang von unglaublicher Intensität. Sein Stimmvolumen ist großartig und in der Wort-Artikulation beeindruckend. Seine Koloraturen singt er sauber aus und versteht es, Nuancen in seinem Bachvortrag trefflich zu setzen.

    In einem Atemzug möchte ich mit den gleichen Qualitätsmerkmalen ausgestattet Mark Padmore nennen, als Evangelist in der Matthäus-Passion erlebte ich ihn persönlich in Königslutter. Sein Gesangs-Vortrag war ein weiterer Glanzpunkt in dieser Aufführung, schmetternd kannte er keine akustischen Probleme und seine Wortverständlichkeit war in dieser riesigen Kirche fantastisch hörbar.

    Ich hatte einen deutschen Tenor vergessen und trage es nach.

    Christoph Genz über den wir uns schon lobend in einem Beitrag über ihn geäußert haben, er ist für mich ein weiterer Favorit und möchte ich in diese Riege mit einreihen.

    Kennt ihr weitere Tenöre der BCP die den zwei gewachsen sind!

    Welche Alternativen besitzt Deutschland? Würde mich über Rückäußerungen freuen.

    Grüsse

    Volker

    P.S. In den anschließenden Kommentaren kommen die Tenöre zur Sprache. Fotos stelle ich in den Hauptbeitrag mit rein.

    Foto: Holländischer Tenor: Nico van der Meel

    Foto: Tenor: Gerd Türk

    Archiv Beitrag: Diskussion über Solisten der BCP von @ Alex am 18.3.2007 verfasst!

    Hallo,

    eine sehr gute idee ist es, hier auch einmal die einzelnen Solisten zu besprechen.
    Die für mich herausragende Sopranistin der Tour ist Katherine Fuge. Zu dieser Zeit hatte Gardiner sicher keine Bessere (seitdem ich inzwischen Julia Doyle erleben durfte, sehe ich dies heute anders :)).

    Von Joanne Lunn war ich ehrlich gesagt nur sehr bedingt begeistert, ihre Sternstunde war sicher die Serie Berlin, Potsdam, Wittenberg, wo sie unschlagbar war. Ansonsten hatte man vielfach den Eindruck, sie war mit dem Programm restlos überfordert. Eine so dünne Stimme paßt für mich auch nicht in die Barockmusik, ein bißchen mehr Fundament sollte schon da sein.

    Zu den Alti fällt mir zu allererst auch der meist hervorragend disponierte William Towers ein. Sicher dicht gefolgt von Daniel Taylor. Nathalie Stutzmann erwähnte ich ja bereits in meiner Leipzig Rezension. Ihre etwas hausbackene Optik und das Riesenvibrato überzeugten mich zu keiner Zeit.

    Bei den Tenören war der Star der Tour der hier schon erwähnte James Gilchrist, dieser Meinung schließe ich mich restlos an. An zweiter Stelle für mich ganz klar Christoph Genz, der im Weihnachtsoratorium einen umwerfenden Evangelisten gibt.

    Zu den Bässen fällt mir immer nur ein Name ein: Peter Harvey; Stephen Varcoe habe ich nicht live erlebt, auf den CDs macht er keine schlechte Figur. Live erlebt habe ich auf der Tour Gotthold Schwarz und Dietrich Henschel. Gerade bei letzterem hatte ich oftmals den Eindruck, er wolle unbedingt zeigen, daß er Schüler von Fischer-Dieskau war. Sein Dauerforte war vielfach einfach unpassend und an der Musik vorbei.

    Peter Harvey ist und bleibt für mich die Topbesetzung für Bach. Eine solche Innigkeit und Wärme habe ich bei keinem anderen Bass je gehört. Ganz deutlich wird das in der Liveaufnahme der Kantate “Ich habe genug” BWV 82 von DG. Wer diese CD noch nicht hat, osllte sie sich dringend kaufen. Sie ist ein weiteres Juwel der Serie.

    Viele herzliche Grüße,
    Alex

    P.S. Volker /admin, diesen Kommentar von @ Alex habe ich am 19.3.2007 in eine neue Kategorie als einen eingenständigen Beitrag verschoben, hier hat @ Alex ganz spezifisch die Solisten der BCP angesprochen und das sollte zu einer regen Diskussion führen. Danke für euer Verständnis! Volker /admin