Archiv der Kategorie: Martin Luther

ALL OF BACH veröffentlichte am 23.12.2016 von J.S. Bach das BWV 700 – Orgelchoral „Vom Himmel hoch“

ALL OF BACH veröffentlichte am 23.12.2016 von J.S. Bach das BWV 700 –

Orgelchoral „Vom Himmel hoch, da komm ich her“

Info: BWV 700 „Vom Himmel hoch, da komm ich her

„Vom Himmel hoch, da komm ich her“ ist ein hymnischer Text über die Geburt Christi, geschrieben von Martin Luther im Jahre 1534. Die Hymne wird am häufigsten zu einer Melodie gesungen, die zuerst erschien 1539 und wurde wahrscheinlich auch von Luther komponiert. Diese Version wurde ein klassisches Weihnachtslied, und viele Komponisten benutzten es in ihren Kompositionen.

In einem nicht von zeitgenössischen Quellen bestätigten Konto hätte Martin Luther 1534 „Vom Himmel hoch“ für die Weihnachtsfeier im Familienkreis geschrieben. Es ist nicht sicher, aber wahrscheinlich, dass Luther an eine szenische Darstellung gedacht hat. Der Text der Hymne wurde zuerst im Jahre 1535 veröffentlicht, die Melodie am häufigsten mit ihm im Jahre 1539 verbunden.

„Vom Himmel hoch“ erschien als Hymne mit 15 Strophen aus vier Zeilen im „Wittenberger Hymnal“ von 1535 unter dem Titel „Ein Kinderlied auf der Geburt Christi“. In dieser Veröffentlichung wurde der Text an die Melodie des damals wohlbekannten weltlichen Liedes „Ich komm aus frembden Landen her“ gekoppelt. Es war Luthers einziges contrafactum, das eine Melodie einer weltlichen Komposition für einen religiösen Text wiederverwendete.

Eine weitere frühe Veröffentlichung, die die 1539-Version der Luther-Hymne enthält, ist das Magdeburger Gesangbuch von Lotther aus dem Jahre 1540. Die 1539-Melodie wurde in verschiedenen Kompositionen verwendet, in Gesangskompositionen, die oft an Luthers Hymnentext gekoppelt sind. „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ wurde zu einem der beliebtesten Weihnachtslieder in Deutschland.

In den 1560er Jahren verbreitete sich die Hymne auf die Niederlande und die Britischen Inseln. „Vom Himmel auf Erden I Come“ wurde 1855 von Catherine Winkworth herausgegeben. Die schwedischsprachige Version („Av himlens höjd oss kommet är“) wurde zu einer der am häufigsten gesungenen lutherischen Hymnen Schweden und Finnland.

Nicht alle Einstellungen von Luthers Hymnentext nach seiner Veröffentlichung der 1539-Melodie beziehen sich auf diese Melodie: zum Beispiel Sethos Calvisius ‚frühe siebzehnten Jahrhundert-Motette vom Himmel hoch, da komm ich sie für den SSATTB-Chor leiht einige Motive aus dem „Ich kumm aus frembden Landen Ihre „Melodie, enthält aber nicht die 1539 Melodie. Die schottische Übersetzung, die im sechzehnten Jahrhundert Gude und Godlie Ballatis enthielt, wurde auf der Melodie eines Wiegenliedes (Balulalow) gesungen.

Aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erschien die Melodie in Orgelkompositionen, zB von Johannes Eccard, Adam Gumpelzhaimer, Hans Leo Hassler, Michael Praetorius, Samuel Scheidt (Görlitzer Tabulaturbuch, 1650) und Heinrich Scheidemann. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gehören vierstimmige Choralvereinbarungen von Jacob Praetorius, Hassler und Calvisius. Zu den späteren Orgelkompositionen gehören die von Johann Pachelbel (Choralvorspiele, eins davon gedruckt in seinen Erster Theil etlichen Chorälen um 1693) und Georg Böhm (Choralvorspiel zum Thema „Vom Himmel hoch, da komm ich her“).

Johann Hermann Schein machte für drei Stimmen und Kontinuum eine Einstellung von „Vom Himmel hoch da komm ich her“, die unveränderte 1539 Melodie an die Tenorstimme. Sebastian Knüpfer schrieb eine Kantate für sechs Vokalsolisten, Chor und Orchester. Johann Christoph Bach setzt in seiner Motette „Vom Himmel hoch“ sechs Strophen auf, mein Herz und sieh dorthin, BWV Anh. 163. Auch Johann Mattheson schloß „Vom Himmel hoch“ in seinem Weihnachtsoratorium Die heilsame Geburt und Menschwerdung untern Herrn und Heilandes Jesu Christi (1715).

Johann Sebastian Bach stellte die erste Strophe von „Vom Himmel hoch“ als eines von vier Lobeshymnen der Weihnachts-1723-Version seines Magnificat. Er benutzte auch die Melodie dreimal in seinem Weihnachtsoratorium (1734). Der Choral „Ach, mein herzliebes Jesulein“ der die Strophe 13 der Luther-Hymne nutzt, schließt Teil I des Oratoriums.

J.S. Bach schrieb Orgel-Choralvorspiele basierend auf „Vom Himmel hoch“, vor allem BWV 606 in seinem Orgelbüchlein, BWV 700, 701, 738 und 738a. 1747 nutzte er das Choralthema für seine kanonischen Variationen über „Vom Himmel hoch da komm ‚ich her“ (BWV 769).


all-of-bach-bwv-700

Zum Anhören in das Foto oder in diesen Text klicken!


RELEASE DATE 9 December 2016
RECORDING DATE 2 October 2015
LOCATION Bovenkerk, Kampen
ORGANIST Elske te Lindert
ORGAN Hinsz organ

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest !

Herzliche Weihnachtsgrüße

sommerk

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Fernsehsendungen mit „Klassischer Musik“ und einem Gottesdienst zum Reformationstag

Liebe Klassikfreunde/innen !

Einige interessante Fernseh-Sendungen sind zum Reformationstfest, 31.10.2012 und an den Folgetagen von mir aufgeführt worden.

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Thomaskirche Leipzig

Thomaskirche Leipzig

Am Mittwoch, 31. Oktober 2012

ARD-Fernsehen 1. Programm um 10:00 Uhr

eine Live-Übertragung des „Festgottesdienstes aus der Thomaskirche Leipzig.“

Das 800jährige Bestehen der Thomaner wird in einem festlichen Gottesdienst gefeiert, der am Reformationstag live aus der Leipziger Thomaskirche im Ersten übertragen wird.

Die Predigt hält der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Galater 5,1-6).

Im Anschluss an den Gottesdienst Verleihung der Martin-Luther-Medaille der Evangelischen Kirche in Deutschland durch den Vorsitzenden des Rates der EKD, Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider.

In dem Festgottesdienst erklingt die Bach-Kantate

BWV 79 “Gott, der Herr, ist Sonn und Schild”

Ausführende Solisten,

THOMANERCHOR Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung:
Thomaskantor Georg Christoph Biller

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Martin Luther

MDR – Fernsehen – Mittwoch, 31. Oktober 2012 

08:00 Uhr Martin Luther Der Protest

Fernsehfilm aus dem Filmzyklus über Martin Luther 1983

Martin Luther, Doktor an der Universität Wittenberg, bringt 1517 in seinen Thesen wider die Missbräuche des Ablasshandels den aufkeimenden Unmut des deutschen Volkes gegen die Ausplünderung durch die römische Geistlichkeit zum Ausdruck. Seine Ideen betrachtet Kurfürst Friedrich von Sachsen als Mittel, die eigene Machtstellung in Abgrenzung zur päpstlichen Kirche zu festigen. Er verwehrt dem Dominikaner Tetzel, oberster Händler der Gnadenerweise, den Zutritt ins Land. Mit der Universitätsreform wird Wittenberg Zentrum des geistigen Lebens und der Auseinandersetzung um die ursprüngliche Wahrheit des Evangeliums.

Aber die Luthers Gedanken innewohnende Sprengkraft erschreckt selbst seine Anhänger, wie Professor Karlstadt und den Maler Lucas Cranach. Als Luther seine Thesen trotz der Mahnungen von Staupitz, Generalvikar des Augustinerordens, öffentlich macht, sammeln sich seine Feinde zum Angriff. Tetzel formuliert Gegenthesen, in denen er Luther Ketzerei vorwirft. Schlamann, Dekan der Universität, und Pater Ludwig, Beichtvater der Barbara Cranach, bezichtigen Luther, mit der Waisen Kristina eine Hexe in die Stadt gebracht zu haben.

Musik: Karl-Ernst Sasse

Kamera: Erich Gusko

Buch: Kurt Veth

Regie: Kurt Veth

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Heinrich Schütz

Heinrich Schütz

MDR FERNSEHEN – Mittwoch, 31.10.2012

um 23:30 Uhr bis 00:30 Uhr

„Wovon ich sing‘ und sagen will….“

Eine musikalisch-religiöse Reise durch „Mitteldeutschland“

Von Augsburg bis Zwickau schmettern in diesem Jahr die Posaunen, Chöre singen, Orgeln klingen – alle spielen auf zum Themenjahr der EKD: „Reformation und Musik“.

Martin Luther hat nicht nur die Kirche reformiert, er hat auch die Kraft der Musik für den Glauben erkannt. Die Musik sei ein Instrument, das die Seelen der Gläubigen beflügelt. Musik bringt Gebete zum Klingen. Gefühle wie Leid und Hoffnung, Liebe und Trauer werden in Melodien nachfühlbar. Melodien bewegen die Herzen und die Gemüter. Martin Luther hat die emotionale Kraft der Musik nicht nur für den Gottesdienst erkannt, sondern auch jedem Menschen zugänglich gemacht. Sein Anstoß, Gemeindegesang im Gottesdienst als zentrales Element festzuschreiben, war der Anfang für eine neue Epoche europäischer Musikkultur.

So kann man also mit Fug und Recht behaupten: Die Wiege der Kirchenmusik, wie wir sie heute kennen, steht in Mitteldeutschland. Große Namen wie Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt stehen dafür. Chöre wie die Leipziger Thomaner, der Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Kapellknaben und die Saalfelder Sängerknaben bürgen dafür. Musik und Kirche, das gehört zusammen. So wie ein Gottesdienst ohne Lieder nicht denkbar ist, so ist unser Leben ohne Musik nicht vorstellbar. Getreu dem Sprichwort „Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder“ lädt Anja Koebel zu einem musikalischen, informativen und unterhaltsamen Ausflug in die Geschichte der Kirchenmusik ein – von Psalmen und Kantaten bis zum Gospel.

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J.S. Bach

MDR-Fernsehen – Donnerstag, 01. November 2012

um 00:30 Uhr bis 01:15 Uhr

Johann Sebastian Bach – Der liebe Gott der Musik

Film von Lew Hohmann und Winifred König

„Nicht Bach, Meer sollte er heißen“, sagte Beethoven. „Wir sind alle Stümper gegen ihn“, meinte Robert Schumann und Claude Debussy nannte Bach gar den „lieben Gott der Musik“. Wer war dieser Mann, „von dem alle musikalische Weisheit ausging“ und der heute unbestritten als „das Musikgenie“, als der wohl größte Musiker aller Zeiten gilt?

Sein riesiges Werk – fast 1.200 Kompositionen hat er uns hinterlassen, künstlerisch wie technisch vollkommen – berührt tief. Das 18. Jahrhundert aber versagte dem Genie Bach seine Anerkennung. Sein Leben, so überraschend wenig gesichertes Wissen wir darüber auch haben, war ein Leben in vielleicht selbst gewählter provinzieller Enge, ein Kampf um die ihm gebührende Achtung, um Auskommen und nötige Arbeitsbedingungen mit kleinlichen Obrigkeiten, ein ständiges und all zu oft erfolgloses Ringen um Anerkennung seiner Arbeit; ein Dasein, das von frühester Jugend an von ständiger Konfrontation mit Verlust und Tod geliebter Menschen begleitet war; ein Leben aber auch, das er unbeirrt seiner Idee unterwarf: musikalische Vollkommenheit zu erreichen und die Grundlagen aller Musik zu schaffen.

Es gibt nur wenige Dokumente, die etwas über Bachs Leben aussagen, nicht einmal ein wirklich verifizierbares Porträt. Das wohl authentischste Zeugnis ist der Nekrolog, den sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach für seinen Vater verfasste. Das Übrige, worauf die Nachwelt angewiesen ist, sind amtliche Texte, Eingaben, Gutachten, Konzeptionen, Rechnungen, Ratsprotokolle, Schullisten.

Und es gibt noch weniger Zeugnisse von Bachs eigener Hand, die etwas über den Menschen Bach aussagen, über seine Freuden, seinen Kummer, seine Gedanken, seine Seele. Wenig ist überliefert und dennoch unermesslich viel: seine Musik und das, was sie über sein Empfinden und Fühlen erzählt.

Der Film betrachtet Bachs Biografie, auch manche weniger bekannten Episoden und Charakterzüge in einer Mischung von Dokumentarischem, Authentischem und Fiktionalem, betrachtet den Menschen Bach, um seinem Geheimnis näherzukommen.

(MDR 14.11.2004)

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Thomas Hengelbrock Dirigent

Thomas Hengelbrock Dirigent

Südwest-Fernsehen – Sonntag, 4. November 2012 

um 08:55 Uhr bis 09:45 Uhr

Thomas Hengelbrock – Musik, ein Fest fürs Leben

Auch sich selbst sieht er als Architekt:

„Ich bin der alten Renaissance-Idee doch sehr verhaftet, dass der Mensch ein Baumeister ist, dass er sein Leben zur Verfügung gestellt bekommt, um dann auch etwas zu schaffen, zu erschaffen im Rahmen seiner Möglichkeiten.“Der Film dokumentiert in vielen Proben und Konzert-Ausschnitten die Vielseitigkeit des „Baumeisters“ Hengelbrock: von Bach, Mozart, Mendelssohn, Rossini über Schumann, Wagner bis hin zum Musical.

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Thomanerchor Leipzig

BR-Fernsehen (Bayerisches Fernsehen) – Sonntag, 4. November 2012

um 12:45 bis 13:30 Uhr

800 Jahre Thomaner

„Einmal Thomaner, immer Thomaner“, sagen die Mitglieder des Chores, ganz gleich, ob sie es gerade sind oder einmal waren. Bis sie 18 sind, leben sie für die Musik: Proben, Singen in Kirchen und Konzertsälen, Reisen in die ganze Welt, Medienauftritte, CD-Aufnahmen. Dabei sind sie aber auch „ganz normale“ Schüler, Kinder, Jugendliche. Sie spielen Fußball, tummeln sich bei Facebook, verlieben sich. Sie leben im Internat, das bei ihnen „Alumnat“ heißt, so wie es schon die Thomaner vor 800 Jahren taten, als die Thomasschule als erste öffentliche Schule Deutschlands gegründet wurde.

Leben, Lernen und Singen, das war und ist das Konzept bis heute. Mit Johann Sebastian Bach ist der Thomanerchor nachhaltig in die Geschichte eingegangen. Der zwölfjährige Paul Vogel ist einer der drei Jungen, die im Mittelpunkt des Films zum Jubiläum des Chores stehen. Mit ihnen wird der Alltag der Thomaner erlebbar: ihr Leben im sogenannten „Kasten“, der eine Welt für sich ist und nun umgebaut wird, damit er den heutigen Bedürfnissen entspricht; die Probenarbeit mit Thomaskantor Georg Christoph Biller, dem der große Name seines Vorgängers Bach nicht immer nur Ansporn und Freude war; gemeinsame Mahlzeiten, Unterricht.

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Zum Reformationsfest passt dieser Alt-Beitrag recht gut mit Angaben zu den Reformations-Kantaten:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2009/10/30/j-s-bach-reformations-kantaten/

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Ich wünsche viel Spaß mit den Fernseh-Sendungen..!!

Grüße

Volker

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Reformation und Musik im Kalenderjahr 2012 im Rahmen der Lutherdekade – 800 Jahre THOMANA

Logo Luther 2017

Im Kalenderjahr 2012 begeht die Evangelische Kirche in Deutschland die “ Lutherdekade „ unter dem Motto:

„Reformation und Musik“

„Die Musik ist eine Gabe und ein Geschenk Gottes; sie vertreibt den Teufel und macht die Menschen fröhlich.“ So beschreibt Martin Luther die Bedeutung der Musik für Glaube und Gemüt. Der Gemeindegesang wurde von der „Wittenberger Nachtigall“, wie Luther ob seiner vielen Lieddichtungen genannt wurde, als „singende Verkündigung“ des Evangeliums und der neuen Lehre hoch geachtet.

Grundstein für europäische Musikkultur.
Doch soll das Themenjahr „Reformation und Musik“ eine klingende Hommage nicht nur an den wortgewaltigen Dichter und Reformator Luther selber sein, sondern zugleich auch an den großen Reichtum protestantischer Kirchenmusik erinnern.

So gilt es, die weltberühmte Tradition eines Paul Gerhardt, Johann Sebastian Bach, aber auch von Walter, Schütz und Telemann, Fasch und Mendelssohn Bartholdy – um nur einige zu nennen – zu pflegen und in Erinnerung zu rufen.

Zudem feiert der Leipziger Thomanerchor 2012 sein 800-jähriges Bestehen. Nicht zu überhören: Die Reformation legte einen Grundstein für die europäische Musikkultur.

Ein Themenjahr „Reformation und Musik“ auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 hätte Luther also gewiss gefallen. Er selbst war ein geübter Sänger und Lautenspieler. In seinem Werk als Komponist und Lieddichter hat er die reformatorischen Glaubenssätze zu Musik verdichtet. Seine Lieder sowie die seiner Anhänger entfalteten große Wirkung bei der Ausbreitung der Reformation.

Ausschnitt aus dem Nürnberger "Achtliederbuch“, der ersten reformatorischen Liedsammlung (1523).Die "Vorrede auf alle gute Gesangbücher" unter dem Titel "Frau Musika" verfasste Martin Luther für Johann Walthers Büchlein "Lob und Preis der löblichen Kunst Musica", das 1538 in Wittenberg erschienen ist. Das Gedicht zeugt von Luthers Leidenschaft und Hochachtung für die Musik.

Am Reformationstag in 2011 beginnt das Luther-Gedenkjahr „Reformation und Musik“. Mit einer Reihe von Konzerten will die evangelische Kirche 2012 sinnliche Erfahrungen bieten. Dies könnte ein kultureller „Kraftimpuls“ werden, meint der Organisator.

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Konzert-Projekt „366plus1: Kirche klingt 2012“

Durch alle 366 Tage des Schaltjahres 2012 zieht sich im Themenjahr „Reformation und Musik“ im Domino-Prinzip ein Band von Konzerten, Gottesdiensten und Soireen in offenen Kirchen durch ganz Deutschland.
Das klingende Band zieht sich von der Ostsee bis zum Bodensee durch das Land.Kirche und Gesellschaft bringen im Miteinander der Musizierenden gemeinsam das kulturhistorische Gut der Reformation, ihre einzigartige Lied- und Motettensammlung zum Klingen. So zieht sich das klingende Band Tag für Tag von Ort zu Ort durch die Bundesrepublik – im Frühjahr durch die südlichen Gefilde, im Sommer entlang der Nord- und Ostseeküste, um den Reformationstag in Mitteldeutschland, zur Weihnacht im Erzgebirge und in Sachsen. Dass an 366 Tagen 367 Konzerte geplant sind, ist das Geheimnis Osterns: In der Osternacht erklingt das besondere Konzert +1, das die Osterbotschaft in die Welt trägt.Dabei werden alle Musikstile und Richtungen berücksichtigt: Neben professionellen Ensembles finden sich Bläserchöre kleiner Dorfkirchen, neben dem Jugendchor einer Großstadt spielt der Organist einer Landgemeinde. Qualität und Authentizität bilden den Schmelzpunkt einer musizierenden Gemeinschaft. Sie bringen die Gesellschaft bundesweit zum Klingen.


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Mit der Reformationsmotette des Thomanerchores am Reformationstag, dem 31. Oktober 2011, hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens gemeinsam mit der Stadt Leipzig und der Thomana (Thomaskirche, Thomanerchor, Thomasschule) das Themenjahr „Reformation und Musik“ im Rahmen der Lutherdekade eröffnet. In diesem Themenjahr soll die Bedeutung der Musik für die Ausbreitung der Reformation im Mittelpunkt stehen. 

Höhepunkt des Themenjahres „Reformation und Musik“ 2012 wird das 800jährige Jubiläum der Thomaskirche, des Thomanerchores und der Thomasschule sein. Darüber hinaus werden eine Fülle von Musik-Festivals, Konzerten und Ausstellungen dem Themenjahr Rechnung tragen.

Es gibt gute Gründe, den Auftakt des Festjahres in Leipzig bereits am Reformationstag 2011 – und nicht erst am 1. Januar 2012 – zu vollziehen: „Wir fangen eher an und hören später auf – wie sich das für große Feste gehört“, sagte Thomaskantor Prof. Georg Christoph Biller. Christian Wolff, Pfarrer der Thomaskirche, erläutert den frühen Startschuss: „Bei der Reformation gehen genau die drei Dinge zusammen, die auch unsere Säulen sind – glauben, singen, lernen. Der Reformationstag ist also der richtige Auftakt.“

Oberbürgermeister Burkhard Jung hat als einen Höhepunkt „alle Leipziger“ zu einem großen „Bürgerfest“ im Neuen Rathaus am 21. März 2012 eingeladen. Im Rahmen der Thomana 2012 sind zudem drei Festwochen von Chor, Schule und Kirche geplant. Der Thomanerchor organisiert Festtage vom 19. bis 25. März 2012, die Thomasschule vom 17. bis 23. September 2012 und die Thomaskirche vom 31. Oktober bis 4. November 2012.

Im gesamten Jubiläumsjahr gehen rund 250 Veranstaltungen über die Bühne. 6 Ausstellungen werden gezeigt.

Den Auftakt zum Jubiläum macht am 6. Januar 2012 die «Erste Festmusik», die Uraufführung einer Komposition von Thomaskantor Biller. Im März 2012 findet die Festwoche des Thomanerchors statt, außerdem sind zu einem internationalen Knabenchortreffen unter anderem der Dresdner Kreuzchor, die Regensburger Domspatzen sowie der Kings College Choir aus der britischen Universitätsstadt Cambridge eingeladen.

Die am Reformationstag 2012 beginnende Festwoche der Thomaskirche ist nach Wolffs Worten einer der Höhepunkte der Lutherdekade, die im Jahr 2012 den Schwerpunkt «Reformation und Musik» hat. Die Predigt zum Reformationsfest in der Thomaskirche soll nach derzeitiger Planung der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, halten.

Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber sagte, die Stadt werde rund 500 000 Euro für das Dreierjubiläum zur Verfügung stellen, die unter anderem in die Finanzierung einer Festschrift sowie die Gestaltung von Festmotetten einfließen sollen. Das Gesamtbudget wird bei etwa 1,7 Millionen Euro liegen.

Ein großes Vorhaben des Thomanerchors zum 800. Geburtstag ist die Edition einer 12-CD-Box mit Aufnahmen des Chores. Während der Großteil der Silberscheiben Kantaten des früheren Thomaskantors Johann Sebastian Bach vorbehalten sein wird, soll eine CD mit historischen Aufnahmen einen Überblick über das musikalische Schaffen des Chores in den vergangenen Jahrzehnten geben.

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Ein Kinofilm („Die Thomaner“)  – (Start ab 16. Februar 2012 im Kino) –

mit Blick hinter die Kulissen des Chores ist fertig gedreht und fünf Kompositionsaufträge an international bedeutende Künstler wurden vergeben. Zum großen Festakt am 20. März 2012 in der Thomaskirche sind zahlreiche Vertreter aus Politik, Kultur und Kirche eingeladen.

Trailer „Die Thomaner“

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Eintrittskarten-Tickets:

Im Kalenderjahr 2012 sind alle Motetten (23. März / 24. März / 21. April / 26. Mai / 21. September / 22. September / 2. November / 3. November / 22. Dezember), in denen eine der eigens für 2012 komponierten Festmusiken aufgeführt wird und alle Motetten, die im Rahmen der drei Festwochen stattfinden, ticketpflichtig.

Tickets kosten 3,-€ (2,-€ zzgl. Gebühr) und sind im Thomasshop, im Bach-Archiv, in der Musikalienhandlung Oelsner und in der Ticket-Galerie erhältlich oder können online für 4,-€ direkt über den Veranstaltungskalender bestellt werden. Wer Tickets für die Motette am 24. März 2012 (Fest der Knabenchöre) haben möchte, sollte sich beeilen, da die Nachfrage dafür besonders groß ist.

PDF -Veranstaltungs-Kalender Thomaskirche: Leipzig  

Auch Tickets für die Thomaskonzerte 2012, wie das BachOrgelFestival, das Konzert mit amarcord am 31. Oktober oder die Jazzmesse am 1. November, können direkt über den Veranstaltungskalender bestellt oder im Thomasshop gekauft werden.
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Weihnachtsgeschenke aus dem Thomasshop

Im Thomasshop sind seit ein paar Tagen die neuen CDs des Thomanerchores erhältlich. Mit den „Kantaten zur Reformation“ und den „Kantaten zu Weihnachten“ sind die ersten beiden CDs aus der Reihe „Das Kirchenjahr mit Johann Sebastian Bach“ erschienen. Thomanerchor und Gewandhausorchester bringen unter Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller die Kantaten BWV 19, 50, 79 und 80 (Reformation) sowie die Kantaten BWV 63, 110 und 190 (Weihnachten) zu Gehör. Aufgenommen wurden die Kantaten in der Thomaskirche Leipzig. Bestellen können die CDs  online  oder Sie kaufen sie direkt im Thomasshop neben der Thomaskirche.

Wie der Jünger Thomas in die Handelsstadt kam, warum die Schola Thomana immer unterwegs ist und wo auf einen Minnesänger die Thomasser folgten: Davon erzählt die Publikation „800 Jahre Thomana – Kirche, Schule, Chor“. Drei unterhaltsame Kapitel werfen Schlaglichter auf die wechselvolle Geschichte von Thomaskirche, Thomasschule und Thomanerchor. Und auf die Menschen, die sie prägten und bis heute prägen. Die 52-seitige Broschüre zum großen Jubiläum der Thomana-Trias im Jahr 2012 ist zweisprachig (deutsch/ englisch) und enthält ein Grußwort von Leipzigs Ehrenbürger Prof. Dr. h. c. Kurt Masur. Die Publikation kann für 9,95 Euro  – bestellt – werden.

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Grüße

Volker

 

 

(Textquellen: EKD, Thomaskirchengemeinde)

J.S. Bach – Film Dokumentationen über seine Lebensstationen

Liebe Bachfreunde!

Eine beeindruckende Film-Dokumentation von der BBC über die Lebensstationen von J.S. Bach gibt es auf YouTube zu entdecken, leider ist der Kommentar nur in englisch zu hören aber, es ist ein beeindruckender Film, den ich heute durch Zufall entdecken konnte und empfehlen möchte.

Auf der YouTube-Webseite ist folgende Inhaltsangabe vorhanden – (eine deutsche Goolge-Übersetzung) – dort heisst es wie folgt:

Erstaunlich an Standorten in ganz Deutschland zentral gefilmt „, JS Bach: Leben und Werk“ setzt einen neuen Standard für kunstvolle Verfilmung von Musik Performance.

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Taufbecken J.S.Bach in der Georgenkirche Eisenach

Eine DVD möchte ich vorstellen

mit hervorragenden Leistungen aus einer Vielzahl von Bach-Werken im Rahmen der Standorte für die Musik gedacht war: Kirchen und Burgen. Enthält die erste gefilmte Performance auf dem kürzlich rekonstruierten Wender-Orgel in Arnstadt, wo Bach arbeitete zu Beginn seiner Karriere.

Zusätzliche Funktionen beinhalten einen 21-minütiger Dokumentarfilm über das Leben und Werk von JS Bach, in fünf Sprachen (Englisch,Deutsch, Spanisch, Französisch und Japanisch) berichtete.

Enthaltene Musik-Stücke auf der DVD:

– Toccata & Fuge in d-Moll BWV 565 (Gottfried Preller, Orgel; BachKirche, Arnstadt, Wender Orgel rekonstruiert von Otto HoffmannOrgelbau von Ostheim)

– Kantate „Gott ist mein König“ BWV 71 (Telemann-Kammerorchesterund Chor, St. Mary’s Church, Mühlhausen)

– Konzert in C BWV 984 nach Johann Ernst von Sachsen-Weimar(Christine Schornsheim, Cembalo; Weimar Castle)

– Brandenburgisches Konzert Nr. 3 in G-Dur BWV 1048(Telemann-Kammerorchester; Köthen Schloss)

– Motette „Der Geist hilft Unser Schwachheit Auf“ BWV 226 (Thomanerchor Leipzig, Thomaskantor von Georg Christoph Biller durchgeführt; Thomaskirche, Leipzig)

– Auszüge aus „Die Kunst der Fuge“ BWV 1080 (Dresden Streichtrio; Alte Börse, Leipzig)

Die Link-Angabe zur DVD erfolgt am Beitrags-Ende.

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Zwei Videos von der BBC (Originalton Englisch)

Video 1

Video 2

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Zwei Videos über Bach’s Lebensstationen in Mitteldeutschland

Eine  J.S. Bach – Film-Dokumentation – Teil 1
Seine Wirkungsstätten in Nord- und Mitteldeutschland.
Film aus dem Jahr 2000.

Zum Video 1  >>>  h i e r – klicken  <<<

Video 2

Eine J.S. Bach Film-Dokumentation Teil II
Seine Wirkungsstätten in Nord- und Mitteldeutschland
Film von 2000

Zum Video 2  >>>  h i e r – klicken  <<<

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Ein weiteres Video mit dem Titel::

J.S. Bach „Der liebe Gott der Musik“

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P.S. 

Danke @Uwe für den Tipp:

Die von mir erwähnte DVD gibt es für 19,90 € beim Verlag Kamprad.

Verlag-Kamprad-DVD-Lebensstationen-Bach 19,90 €

Link:

http://shop.vkjk.de/1000_or1_de_60440078_j-s-bach-leben-und-werk_detail.html

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Grüße

Volker

MDR-Fernsehfilm am Sonntag, 31. Oktober 2010 – Luther und Bach in Mitteldeutschland

mdr-Fernsehfilm Luther und Bach in Mitteldeutschland

Das mdr-Fernsehen sendet am Reformationstag Sonntag, 31.10.2010 um 14:30 Uhr einen Fernsehfilm über Martin Luther und Johann Sebastian Bach – mit dem Titel:

„Im Irdischen das Himmlische – Luther und Bach in Mitteldeutschland“

mdr-Fernsehen 31.10,2010 14:30 bis 15:30 Uhr

+) …..Der Kirchenreformator Martin Luther machte das ähnlich, nahm bekannte Melodien und kombinierte sie mit Psalmen und Texten aus der Bibel. Eine himmlische Kunst nannte er die Musik und bis heute ist ein Gottesdienst ohne Musik unvorstellbar. Musik ist Gemeinschaft und Gefühl. Für Luther verband sie dazu noch auf wunderbare Weise das Irdische mit dem Himmlischen. Luther war so voller Überschwang, dass er meinte, wenn er kein „Theologus wäre, so möchte er am liebsten ein Musicus sein“.

J.S. Bach (1685-1750)

 

J.S. Bach führt diese Freude am Singen und der Musik weiter. Mit dem Unterschied, dass er die Melodien für die Texte neu komponierte. So, wie zum Beispiel die Johannespassion, die h-Moll-Messe, das Weihnachtsoratorium, die vielen Kantaten für die sonntäglichen Gottesdienste. In ihnen bringt er die verborgenen Bedeutungen der Bibeltexte, deren Herz, zum Klingen. Bach verfügte über eine noch heute beeindruckende Bibliothek religiöser Literatur, mit mehreren wertvollen Lutherbibeln.

mdr-Filmbiografie Martin Luther BRD-USA 2003

 

Eine Filmbiographie gibt es am Abend beim mdr über Martin Luther am Sonntag, 31.10.2010 um 21:00 Uhr.

Der junge Theologe Luther (Joseph Fiennes) brachte mit seinen Theorien die katholische Kirche ins Wanken. Seine kritische Haltung gegenüber der Auslegung der Bibel und dem Ablasshandel führten zu seiner Exkommunikation. Doch mit der Taktik, Luther als Ketzer zu ächten, hat sich die Katholische Kirche keinen Gefallen getan. Aus dem Kirchenaufstand wird ein landesweiter Aufstand der Bauern, der in einem blutigen Klassenkampf mündet.

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Wünsche allen ein schönes Wochenende

Gruß Volker

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+) Textpassagen vom mdr