Archiv der Kategorie: Konzert in OWL-Ostwestfalen-Lippe

Konzert-Termine für die Passionszeit 2017 – Oratorien von Johann Sebastian Bach!

Konzert-Termine für die Passionszeit 2017 – Oratorien von Johann Sebastian Bach!

Liebe Bachfreunde(innen)

Wer in Deutschland einen Termin in 2017 für ein Oratorium in der Passionszeit von J. S. Bach sucht, kann unter dem nachstehenden Link exzellente Angaben mit Eintrittskarten bekommen.

J.S.Bach – Matthäus- Johannes Passion
TICKETS, KONZERTKARTEN & EINTRITTSKARTEN
J.S.Bach – Johannes- Matthäus Passion – Tickets jetzt im Vorverkauf sichern. 

Eine sofortige Gesamt-Darstellung der Termine ist für Deutschland vorhanden.

Einige Angaben  werden von reservix angeboten..!!

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Mit diesem Link von reservix ist eine spezielle Suche nach der „Johannes Passion“ für Deutschland möglich.

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Erstaunlich ist bereits die Aufführungsgeschichte dieser oratorischen Passion. 1727 in der Thomaskirche zu Leipzig uraufgeführt, geriet die Matthäuspassion nach Bachs Tod in nahezu hundertjährige Vergessenheit und wurde erst mit der durch Felix Mendelssohn-Bartholdy aufkommenden Bach-Renaissance 1829 – in gekürzter Version – wieder aufgeführt. Mit mehr als drei Stunden Aufführungsdauer und einer Besetzung von Solisten, zwei Chören und zwei Orchestern ist die Matthäus-Passion Bachs umfangreichstes und am stärksten besetztes Werk und stellt einen Höhepunkt protestantischer Kirchenmusik dar.

                                                                   S.Nicolai Kirche Leipzig

Das prächtige episch-dramatische Werk entfaltet seine Breitenwirkung durch die doppelte Anlage von Chor und Orchester, bei der die Chöre vielfach miteinander einen Dialog führen. Eingerahmt werden die Teile des Werkes jeweils durch groß angelegte Eingangs- und Schlusschöre, von denen der überwältigende Eingangschor herausragt und ohne Parallele geblieben ist. Ein weiteres Element sind die vielfach kontemplativen Arien von überschaubarer Länge, die den Leidensweg Jesu veranschaulichen. Zwischen Rezitativen, Chören und Arien sind die Choräle eingebettet, die auf die dramatischen Höhepunkte der Handlung Bezug nehmen.


Konzert-Termine für Ostwestfalen-Lippe

Matthäus Passion BWV 244 am 01. April 2017 in der

Kirche St. Marien, Lemgo

Am Samstag, 01. April 2017 wird um 18:00 Uhr in der Kirche St. Marien zu Lemgo die Matthäuspassion BWV 244 von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) erklingen.

Solisten, die Chöre der MarienKantorei Lemgo (mit den Kindern und Jugendlichen der großen Singschule), der Herforder Münsterchor (mit Kinder- und Jugendchor am Herforder Münster) und das Orchester „arcipelago auf historischen Instrumenten bringen diese mit Solisten, zwei Chören und zwei Orchestern am stärksten besetzte und mit über 150 Minuten Aufführungsdauer längste Passion von Johann Sebastian Bach unter der künstlerischen Leitung von Kantor Volker Jänig zur Aufführung.

Dirigent Volker Jaenig

Konzertkarten für die Matthäuspassion sind ab sofort unter

von reservix,

im Büro der MarienKantorei Lemgo, im Gemeindebüro St. Nicolai, in allen Geschäftsstellen der Lippischen Landeszeitung und bei Lemgo-Marketing erhältlich.

1. Aufführung unter der Leitung von Volker Jäning am 01.04.2017 um 18 Uhr in der Marienkirche Lemgo

www.marien-kantorei.de

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Johann Sebastian Bach – Matthäus Passion BWV 244

Münsterkirche Herford

2. April um 15:00 – 18:00 Uhr

Uta Singer, Sopran; Vera Alkemade, Alt;

Florian Feth, Tenor; Jörn Dopfer, Jesus; Gregor Finke, Bassarien

Orchester „arcipelago;

Herforder Münsterchor,

Kinder- und Jugendchor am Herforder Münster, Marien-Kantorei Lemgo;

Singgemeinschaft und große Singschule

Stefan Kagl Chorleiter Münsterkirche Herford

Leitung: Stefan Kagl

Eintrittspreise

Kategorie A (nur an der Abendkasse !):
Euro 12,–, Schüler, Studenten, Schwerbehinderte Euro 6,–

Rentner Euro 10,–
Kategorie B (auch im Vorverkauf, Restkarten an der Abendkasse):
Euro 13,– 20,– 25,– (Ermäßigung für
Schüler/Studenten/Schwerbehinderte um 5 €, Rentner um 3 €)

Vorverkauf im Ev.-Luth. Kirchengemeindebüro Herford-Mitte
Münsterkirchplatz 5, 32052 Herford
Tel: 05221 / 15819, Fax 109031

und bei der Buchhandlung Erich Otto, Höckerstraße 6,
Tel: 05221 / 53179 (hier zzgl. 10% VVK-Gebühr)

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Johann Sebastian Bach (1685-1750):

Matthäus Passion
Gründonnerstag,

13.04.2017, 19:30 Uhr, Rudolf-Oetker-Halle

Oratorienchor der Stadt Bielefeld

Gloria Rehm, Sopran
Katja Starke, Alt
Garrie Davislim, Tenor
Daniel Eggert, Bass
Torben Jürgens, Bass

Knabenchor und Jugendkantorei Gütersloh
Bielefelder Philharmoniker

Leitung: Hagen Enke

Ticket-Online

Eintrittskarten gibt es in vier verschiedenen Kategorien für 10, 18, 23 und 26 Euro (ermäßigt jeweils 3 Euro günstiger). Ermäßigungsberechtigt sind Schüler, Studenten und Erwerbslose (mit Nachweis, z.B. dem Bielefeld-Pass). Rollstuhlfahrer, die keinen Sitzplatz benötigen, sowie Menschen mit Behinderung (mit B im Ausweis) erhalten freien Eintritt. Die Begleitperson zahlt den vollen Preis.

Vorverkaufsstellen

Karten für unsere Konzerte gibt es auch an folgenden Vorverkaufsstellen

Tourist-Information im Neuen Rathaus
Niederwall 23, Telefon (0521) 51 69 99

Neue Westfälische
Niedernstraße 21-27, Telefon (0521) 555 444

Westfalenblatt
Oberntorwall 24, Telefon (0521) 529 9641

konTicket
Bahnhofstraße 15 (bei Karstadt im Erdgeschoss), Telefon (0521) 66100
sowie bei den Chormitgliedern.

Abendkasse

Restkarten können Sie ab 1 Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse erwerben. Karten an der Abendkasse kosten jeweils 1 Euro mehr als im Vorverkauf.

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Die 54. Haller Bach-Tage 2017 finden vom 27. JANUAR bis zum 12. FEBRUAR 2017 statt.

 

Die 54. Haller Bach-Tage 2017 finden vom 27. JANUAR bis zum 12. FEBRUAR 2017 statt.

haller-bachtage-2017

Seit 1963 bietet die Stadt Halle (Westf.) – in Zusammenarbeit mit der Johanniskantorei der evangelischen Kirchengemeinde – im Februar 10 Tage konzentrierten Musik-und Kunstgenuss. 

Unser Repertoire umfasst Musik aus den Bereichen: Barock – Kammermusik – Chorwerke – Modernes und Experimentelles – Kinderkonzert – Orgelmusik – Orchesterkonzert – Geistliches und Atmosphärisches.

Halle in Westfalen gehört nicht eben zu den großen Kulturmetropolen dieser Welt. Aber, einmal im Jahr blickt die Musikwelt dennoch beneidenswert auf das 21.000-Einwohner-Städtchen in der Nähe von Bielefeld so bezaubernd am Teutoburger Wald gelegen. 

Der Grund: die Haller Bachtage.

Link zum Programm:  http://www.haller-bach-tage.de/hbt-aktuell/programm/

 

Hauptveranstaltungsort: St. Johanniskirche Halle (Westf.)

Hauptveranstaltungsort: St. Johanniskirche Halle (Westf.)

ERÖFFNUNGSKONZERT

Fr, 27.01.2017, 20:00 Uhr

Viele Pfeifen – eine Flöte
Musik für Flöte und Orgel

Johann Sebastian Bach (1685—1750)
Sonate E-Dur BWV 1035
für Flöte und Basso continuo
Adagio ma non tanto – Allegro – Siciliano – Allegro assai

Kazuo Fukushima (*1930)
Mei für Flöte solo

Jean-Marie Leclair (1697—1764)
Sonate e-moll op. 9, Nr. 2
für Flöte und Basso continuo
Dolce – Allemanda – Sarabanda – Minuetto

Johann Sebastian Bach
Zwei Choralbearbeitungen aus den Leipziger Chorälen für Orgel
Herr Jesu Christ, dich zu uns wend’ BWV 655
Von Gott will ich nicht lassen BWV 658

Frank Gerhardt (*1967)
Musik für Flöte und Orgel (2014/2015)

Engl. Anonymus um 1700
Greensleeves to a Ground
für Flöte und Basso continuo

Sigfrid Karg-Elert (1877—1935)
Ciacona f-moll aus: 30 Capricen op. 107 für Flöte solo

Max Reger (1873—1916)
Introduktion und Passacaglia d-moll ohne op.

Franz Lachner (1803—1890)
Elegie für Flöte und Orgel

Wolfgang Amadeus Mozart (1756—1791)
Andante C-Dur KV 315, Fassung für Flöte und Orgel

Ausführende : Sebastian Wittiber, Flöte ; Martin Lücker, Orgel

Sebastian Wittiber © Sebastian Wittiber

Flötist: Sebastian Wittiber

geboren in Frankfurt am Main. Mitglied des Hessischen Landesjugendorchesters und des Jugendorchesters der Europäischen Gemeinschaft unter Claudio Abbado, studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main bei Vladislav Brunner und wurde u. a. 1. Preisträger beim Wettbewerb Jugend musiziert.

1989 Mitglied des Sinfonie-Orchesters beim Hessischen Rundfunk, seit 1999 als 1. Solo-Flötist. Solokonzerte, CD-Einspielungen. Mitglied im Antares-Ensemble. Seit 2006/2007 musiziert er regelmäßig mit dem Dirigenten, Harfenisten und Pianisten Erik Nielsen zusammen sowie mit Martin Lücker (Orgel). Zusammenarbeitet mit Jota-Bläser-Quintett, Maalot-Bläser-Quintett und als Solo-Flöte zur Aushilfe in den Sinfonie-Orchestern des WDR, des BR, des NDR Hamburg, der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Oper Berlin, des Mahler Chamber Orchestra und bei den Berliner Philharmonikern. Seit 2007 ist er Mitglied des Orchesters der Bayreuther Festspiele, seit 2014 Leitung der Flötengruppe. Seit 1999 ist Sebastian Wittiber Lehrbeauftragter für Flöte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Dort wurde er 2013 für den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre nominiert und beurkundet.

Lücker, Martin © Lücker, Martin

Organist Martin Lücker

Wenige Organisten werden ein dermaßen großes Orgelrepertoire dauerhaft präsent haben wie er. Denn seit September 1983 spielt der Organist der Frankfurter St. Katharinenkirche 30 Minuten Orgelmusik. Mitten in Frankfurts turbulentem Herzen gibt er den Zuhörern zweimal wöchentlich die Möglichkeit, in geistreich konzipierten Programmen einen Überblick über die gesamte Breite der Orgelmusik zu gewinnen. Geboren 1953, wurde Lücker ausgebildet u. a. in Hannover bei Volker Gwinner und in Wien durch den legendären Anton Heiller. Umfassende Karriere als Konzertorganist, Juror, Lehrer bei Meisterkursen und Herausgeber.

Orgelkonzerte führten ihn in viele europäische Länder und nach Nordamerika.
Seine künstlerischen Erfahrungen, sein großes Wissen und seine Liebe zur Musik gab Martin Lücker von 1983 bis 2016 im Rahmen einer Orgelprofessur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main weiter.

Zwischen Dezember 2016 und Juli 2017 wird Martin Lücker zum dritten Mal – nach Aufführungen 1985 und 1995 – in St. Katharinen an 17 Abenden das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach spielen.

Karten zum Preis von 11 € ermäßigt 6,- Euro  sind erhältlich im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.),
Tel.: 05201/183152

oder E-Mail: unter : kulturbuero@hallewestfalen.de

Rubrik
Musik / Konzerte

Veranstaltungsort

St. Johanniskirche, (Halle (Westf.)

Veranstalter:

Johanniskantorei und Stadt Halle (Westf.)

Kontaktdaten

Telefon: 05201 183164

Homepage: www.haller-bach-tage.de


Auf eine besondere Veranstaltung zu den Haller Bachtagen möchte ich Aufmerksam machen !

Das „Duo Ex Anima“

lädt herzlich ein zum Erzählkonzert: „Aus derSeele muß man spielen“

mit Werken von Johann Sebastian, Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel Bach im Rahmen der 54. Haller Bach-Tage am 31. Januar 2017 um 20:00 Uhr im Martin-Luther-Haus in Halle / Westf.

Link zu der Veranstaltung: 

http://www.haller-bach-tage.de/regional/veranstaltungen/erzaehlkonzert-900001042-22700.html

Herzlich Willkommen und beste Grüße!

Dr. Ulrich Kahmann, Herford


CHORKONZERT II (WIEDERHOLUNG) Abschluss-Konzert

Sonntag, 12.02.2017, 17:00 Uhr Altstädter Nikolai -Kirche, Bielefeld

Ludwig Meinardus (1827–1896)

Luther in Worms op. 36

Ausführende:

Catalina Bertucci, Sopran;  Annette Gutjahr, Alt

Herbert Lippert, Tenor

Markus Flaig, Bass-Bariton /  Matthias Vieweg, Bass

Bach-Chor der Johanniskantorei Halle.

Nordwestdeutsche Philharmonie

Leitung: Martin Rieker

Karten zum Preis von 18,- Euro

(die Plätze sind nicht nummeriert) sind erhältlich in der  Touristeninformation Bielefeld

oder bei konTicket Bielefeld, Bahnhofstr. 15 und im Bürgerbüro der Stadt Halle (Westf.),

Tel.: 05201/183152

oder unter: kulturbuero@hallewestfalen.de

Rubrik

Musik / Konzerte

Veranstaltungsort
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Altstädter Nikolai -Kirche Bielefeld

Veranstalter

Johanniskantorei und Stadt Halle Westfalen

Kontaktdaten

Telefon: 05201 183164

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Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach – BWV 248 in der Münsterkirche, Herford

Weihnachtsoratorium im Herforder Münster

Unter Leitung von Münsterkantor Stefan Kagl erklangen vier Kantaten aus Johann Sebastian Bachs populärem Werk

Unter der Leitung von Stefan Kagl führen Münsterchor, Kinderchöre am Münster, Solisten und das Orchester "La "Réjouissance" Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium auf. - Foto: © Ralf Bittner

Unter der Leitung von Stefan Kagl führen Münsterchor, Kinderchöre am Münster, Solisten und das Orchester „La „Réjouissance“ Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium auf. – Foto: © Ralf Bittner

Herford. „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“ jubelten Münsterchor, Kinder- und Jugendchor, begleitet von Pauken und Trompeten des Orchesters „La Réjouissance“ im Münster.

Mit dem mächtigen, jubilierenden Choral beginnt Johann Sebastian Bachs 1734/35 uraufgeführtes Weihnachtsoratorium. In der 1. Kantate wird die Geburt des Jesuskindes gefeiert, dementsprechend war sie ursprünglich zur Aufführung am 1. Weihnachtstag gedacht. Die fünf weiteren Kantaten sollten an Festtagen in der Zeit bis bis zum Epiphaniasfest, dem Dreikönigsfest am 6. Januar, aufgeführt werden. Obwohl das Oratorium die Zeit von Jesu bis zum Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland behandelt, hat Bachs populäres Werk bis heute seinen festen Platz in der Adventszeit.

Mehr als 500 Zuhörer im Münster stimmten sich mit dem von Münsterkantor Stefan Kagl geleiteten Konzert am Sonntag auf ihr Weihnachtsfest ein. Auf dem Programm standen…..

weiter zum ganzen Artikel der NW

Kantatengottesdienst mit dem Herforder Münsterchor am Sonntag, 27.11.2016 – BWV 186a „Ärgre dich, o Seele, nicht“

Kantatengottesdienst des Herforder Münsterchors

Mit sicherer Hand: Münsterkantor Stefan Kagl leitet das philharmonische Bachorchester und den Münsterchor. Foto: © Tenta

Mit sicherer Hand: Münsterkantor Stefan Kagl leitet das philharmonische Bachorchester und den Münsterchor. Foto: © Tenta

Julia Borchert trat als Solistin auf !

Herford. Vor genau 300 Jahren komponierte Johann Sebastian Bach die Adventskantate BWV 186aÄrgre dich, o Seele, nicht“ über einen Text von Salomon Franck. In seiner Zeit als Thomaskantor hat Bach dieses Werk noch erweitert. Münsterkantor Stefan Kagl hat sich, zusammen mit dem Herforder Münsterchor, der seltener zu hörenden Urfassung dieses Werks angenommen.

Für die vier Soloarien konnten vier exzellente Solisten gewonnen werden. Dieter Goffing überzeugte mit seiner Bass-Arie, schlicht aber eindringlich begleitet von tiefen Instrumenten. Besondere Freude bereitete die Gelegenheit, Julia Borchert in Herford erneut hören zu können. Die heute deutschlandweit gefragte Sopranistin hatte als Schülerin in Herford erste kirchenmusikalische Erfahrungen gewonnen. Ihr Mitwirken bei dieser Aufführung war auch als Dank an ihre damalige Chorleiterin, Annette Lindenkamp zu verstehen, der mit diesem Festgottesdienst für ihr jahrzehntelanges Engagement für das Musikleben in Herford gedankt wurde (die NW berichtete).

 

Stefan Kagl führte den Münsterchor und das philharmonische Bachorchester mit sicherer Hand durch die anspruchsvolle Komposition. Der Chor schien schwerelos zu singen, getragen von einfühlsamen, kompetenten Instrumentalisten.

Pfarrer Hans-Detlef Hoffmann ging in seiner anschließenden Predigt auf die zuvor gehörte Kantate ein. Mit theologischer Gelehrsamkeit und musikalischer Sachkenntnis wurde Bachs selten gehörtes Werk noch einmal lebendig gemacht. Manche Gottesdienstbesucher haben sich sicher im Anschluss gewünscht die Kantate ein zweites Mal, mit neu gewonnener Erkenntnis erleben zu können.

Münsterkantor Stefan Kagl war an diesem Sonntag nicht nur als Dirigent, sondern auch als Organist zu erleben. Als Begleiter der Kirchenlieder begnügt er sich nicht damit die Gemeinde hinter sich her zu ziehen, sondern nützt diese Aufgabe zur kreativen Gestaltung. Mit dem von ihm vorgetragenen Orgelnachspiel von Heathcote Statham, konnte ein in Deutschland selten zu hörender Komponist entdeckt werden. Während Stathams Orgelspiel war 1938 die Orgel der Norwich Kathedrale in Flammen geraten. Kagls Interpretation der Fantasie über „Veni Emmanuel“ war hingegen, gottlob „nur“ herzerwärmend.

Copyright © Neue Westfälische 2016

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Zum Video: J.S. Bach Adventskantate BWV 186a „Ärgre dich, o Seele, nicht“

J.S. Bach – Kantate BWV186a „Ärgere dich, o Seele, nicht“ (Musik verschollen)

Eine Rekonstruktion der Kantate wurde 1963 von Diethard Hellmann veröffentlicht.

Besetzung Soli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe I/II, Taille, Fagotto, Violino I/II:, Viola, Continuo
Entstehungszeit: 1716 Weimar
Text: Salomo Franck 1717
Bemerkungen: Musik verschollen aber in wesentlichen Teilen in BWV 186 erhalten.
Anlass: 3. Adventssonntag

1. Coro Oboe I/II, Taille, Fagotto, Violino I/II, Viola, Continuo

Ärgre dich, o Seele, nicht,
Dass das allerhöchste Licht,
Gottes Glanz und Ebenbild,
Sich in Knechtsgestalt verhüllt.
Ärgre dich, o Seele, nicht!

2. Aria B Continuo

Bist du, der da kommen soll,
Seelenfreund im Kirchengarten?
Mein Gemüt ist zweifelsvoll,
Soll ich eines andern warten?
Doch, o Seele, zweifle nicht.
Lass Vernunft dich nicht verstricken,
Deinen Schild, o Jakobs Licht,
Kannst du in der Schrift erblicken!

3. Aria T Viola, Continuo

Messias lässt sich merken
Aus seinen Gnadenwerken,
Unreine werden rein.
Die geistlich Lahme gehen,
Die geistlich Blinde sehen
Den hellen Gnadenschein.

4. Aria S Violino I/II, Continuo

Die Armen will der Herr umarmen
Mit Gnaden hier und dort!
Er schenket ihnen aus Erbarmen
Den höchsten Schatz, des Lebens Wort!

5. Aria S A Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo

Lass, Seele, kein Leiden
Von Jesu dich scheiden,
Sei, Seele, getreu!
Dir bleibet die Krone
Aus Gnaden zu Lohne,
Wenn du von Banden des Leibes nun frei.

6. Choral Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Fagotto, Continuo

Darum, ob ich schon dulde
Hie Widerwärtigkeit,
Wie ich auch wohl verschulde,
Kommt doch die Ewigkeit,
Ist aller Freuden voll,
Dieselb ohn einigs Ende,
Dieweil ich Christum kennt,
Mir widerfahren soll.
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Die Kantate basiert auf einem Kantatentext von Salomo Franck für den Dritten Adventssonntag, der 1717 in den Evangelischen Sonn- und Fest-Tages-Andachten erschienen ist. Seine Texte enthalten die Sätze 1, 3, 5, 8, 10 des späteren Werkes und einen anderen Schlusschoral von Ludwig Helmbold. J.S. Bach komponierte die Musik, BWV 186a, 1716 in Weimar, wo sie zum ersten Mal am 13. Dezember 1716 aufgeführt wurde.

Ensemble: Ton Koopman

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Herzliche Adventgrüße

Volker

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Internationale Orgelkonzerte 2016 mit Prof. Gerhard Weinberger in Paderborn

Internationale Orgelkonzerte 2016

Termin:
Freitag, 28.10.2016
Beginn:
19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Hoher Dom zu Paderborn
Veranstalter:
Paderborner Dommusik
Buchung:
Derzeit ist noch keine Buchung möglich.

Gerhard Weinberger

aus München gilt nicht nur als einer der führenden Organisten seiner Generation, sondern prägte auch als Professor für Orgel an der Musikhochschule in Detmold eine ganze Organistengeneration. Als bedeutender Regerinterpret widmet er sein Programm, anlässlich des 100. Todestag Max Reger, dem bedeutenden Romantiker und seinem Umfeld. 

Programm: Max Reger (1873-1916) Dankpsalm op. 145/Nr. 2 Consolation op. 65/Nr. 4 Peter Wittrich (*1959) Concerto II “Hymnen” (G. Weinberger gewidmet) Jaromír Weinberger (1896-1967), Schüler M. Regers Dedications – Five Preludes Max Reger Symphonische Phantasie und Fuge d–Moll op. 57 („Inferno“)

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PROF. GERHARD WEINBERGER (München) studierte an der Hochschule für Musik München in den Fächern Orgel (bei Prof. Franz Lehrndorfer), Kirchen – und Schulmusik. 1971 war er zweiter Preisträger im Fach Orgel im internationalen Musikwettbewerb der deutschen Rundfunkanstalten (ARD), der zu den renommiertesten Musikwettbewerben der Welt gehört. Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Chordirektor an der Basilika St. Lorenz in Kempten wurde er 1974 als Dozent für Orgel und Kirchenmusik an die Hochschule für Musik in München berufen. Bereits mit 29 Jahren erhielt er1977 dort eine Professur für Orgel.

Von 1983–2011 hatte er die ordentliche Professur für Orgel an der Hochschule für Musik in Detmold inne und leitete die Abteilung Kirchenmusik, außerdem das Vokalsolisten-Ensemble der Barockakademie. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und des Direktoriums der Neuen Bachgesellschaft Leipzig. Als Organist genießt Weinberger seit vielen Jahren internationales Ansehen. In seinem umfangreichen Repertoire nehmen die Werke Bachs und Max Regers einen besonderen Stellenwert ein.

Zahlreiche Konzerte in fast allen europäischen Ländern, in Korea, Japan, USA und Südamerika. Im Jahr 2000 mehrmals zyklische Gesamtaufführung des Bachschen Orgelwerkes. Ca. 50 CD – Aufnahmen , Schallplattenpreise, Jurytätigkeit, internationale Meisterkurse, zahlreiche Editionen von Orgel – und geistlicher Chormusik (darunter das gesamte Orgelwerk von Johann Ludwig Krebs und Robert Schumann).

Organisten-Ehepaar Beatrice-Maria und Gerhard Weinberger

Organisten-Ehepaar Beatrice-Maria und Gerhard Weinberger

Mit seiner Frau Beatrice-Maria Weinberger konzertiert der Künstler regelmäßig auch mit vierhändiger Orgelmusik. Mehrere Komponisten schrieben für das Orgelduo Weinberger Orgelwerke, die von ihm uraufgeführt wurden.

Für seine Gesamteinspielung der Orgelwerke von J. S. Bach auf historischen Instrumenten (22 CD’s) erhielt Gerhard Weinberger den renommierten Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2009.

CD-Link für die Gesamt-Einspielungen von J.S. Bach, Gerhard Weinberger

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Video:  Gerhard Weinberger plays Bach on the Treutmann organ in Goslar.

J.S. Bach BWV 721 „Erbarm dich mein, o Herre Gott“


Herzliche Grüße

Volker

Der Dresdner Kreuzchor sang in der Marienkirche Herford

Der Dresdner Kreuzchor sang in der Marienkirche Herford

Die etwa 70 zwischen 9 und 18 Jahre alten Sänger zeigten Chormusik auf höchstem Niveau!

Der Dresdner Kreuzchor gab ein Konzert in der Marienkirche Herford

        Der Dresdner Kreuzchor gab ein Konzert in der Marienkirche Herford. Foto: Ralf Bittner

Herford. „Eigentlich hatten wir den Chor so kurz nach dem Tag der deutschen Einheit eingeladen, um Gott für diese zu danken“, sagte Pfarrer Mathias Storck zu Begrüßung der 700 Konzertbesucher in der Marienkirche, jetzt gebe es aber einen zweiten Anlass, nämlich zu zeigen, dass zwei Jahre Pegida in Dresden 800 Jahre Musik zum Ruhme Gottes nicht übertönen könnten.

70 Sängerknaben: seit 1997 leitet Roderich Kreile als 28. Kreuzkantor seit der Reformation den inzwischen 800 Jahre alten Chor. Foto Ralf Bittner

70 Sängerknaben: seit 1997 leitet Roderich Kreile als 28. Kreuzkantor seit der Reformation den inzwischen 800 Jahre alten Chor. Foto Ralf Bittner

Seit inzwischen 800 Jahren, besteht der heute von Roderich Kreile geleitete Dresdner Kreuzchor mit Sängern im Alter zwischen 9 und 18 Jahren. Der Chor erlebte dabei nicht nur historische Umwälzungen verschiedener Art und die Reformation, sondern auch die Entwicklung der Musik von anfangs eher schlichter Einstimmigkeit bis zu den zeitgenössischen, teils achtstimmigen Werken. Auch das eineinhalbstündige Programm, das der Chor präsentierte, deckte fast 500 Jahre geistliche Musikgeschichte ab…..

Zum ganzen Artikel der NW


Video: Am 9. Oktober 2009 gastierte der Dresdener Kreuzchor in der Salvatorbasilika der Eifelstadt Prüm. Zum Abschluss eines sehr anspruchsvollen Programms gab es die Mottete „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“, BWV 226, von Johann Sebastian Bach.

Herzliche Grüße
Volker

J. S. Bach – Die Matthäus Passion – BWV 244 erklang in der Neustädter Marienkirche in Bielefeld

Liebe Bachfreunde/Innen!

Neustädter Marienkirche Bielefeld.

Neustädter Marienkirche Bielefeld.

Ein deutsch-amerikanisches Gemeinschaftsprojekt ließ in den Tagen vor Palmsonntag in unserer Region Ost-Westfalen-Lippe in 2 erstaunlichen Aufführungen Bach’s Matthäus-Passion, BWV 244 erklingen.

Die beiden Musikhochschulen Detmold und die University of Minnesota School of Musik besuchen sich in einer Partnerschaft schon seit Jahren gegenseitig. Jetzt stellten sie ihr diesjährig gemeinsam erarbeitetes Musik-Werk vor. Bachs Matthäus-Passion-, aufgeführt zuerst in Detmold und am Tag danach in der in der Neustädter Marienkirche in Bielefeld.

Schon oft hatte ich die Matthäus-Passion gehört, doch jetzt leitete mit Anne Kohler, Professorin für Chormusik an der Musikhochschule Detmold eine Frau die Aufführung. Am Tag zuvor war ihr amerikanischer Kollege Mark Russell Smith der Dirigent.

Teilnehmer

                                  Teilnehmer

Frau Kohler setzte in ihrem Dirigat beachtliche Akzente und konnte einen beeindruckenden Spannungsbogen aufbauen. Die Solisten hatten mir alle gefallen. An ihrer Sangeskunst und ihrem Einfühlungsvermögen in den dramatischen Aufbau des Werkes kann ich keine Kritik üben. Eher möchte ich meine Empfindungen in EINEM BILD erfassen.

Barockorchester HfM Detmold und Minesota

Barockorchester HfM Detmold und Kammerorchester University of Minnesota

Das Bild von der MÜHSELIGEN BERGWANDERUNG UND DEM BEFREIENDEM TALBLICK.

‚Das geht meiner Seele nah, weil hier die Unschuld schuldig stirbt.‘ singt die Altistin in ihrem Rezitativ Nr.59. Auch meiner Seele geht es nah, was da als Drama alles passiert: Zuerst setzt sich angefangen mit dem beeindruckendem Eingangschor ‚Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen (Nr.1), eine Prozession von Trauernden in Bewegung. Die Trauernden sehen ihn, den Unschuldigen, nur indirekt und verdeckt, (‚Seht ihn, da, den Bräutigam, als wie ein Lamm‘= Chor II). Von den Anschuldigungen des Volkes und der Hohenpriester wird er verfolgt. Mühsam geht es für alle bergauf, den Weg nach Golgatha. Und immer wieder treibt ein erregter Erzähler (Evangelist) in seinen Rezitativen die Handlung weiter.

Chor der University of Minnesota und Chor der Hochschule für Musik Detmold

Chor der University of Minnesota und Chor der Hochschule für Musik Detmold

Teilnehmer der University of Minnesota und der Hochschule für Musik Detmold.

Teilnehmer der University of Minnesota und der Hochschule für Musik Detmold, Mädchenkantorei Paderborn

Zum Glück gibt es Haltepunkte zum Ausruhen-, eben die Choräle. Auch sind Sopran-und Altarien als tröstliche Betrachtungen eingestreut. Aber sie geben den WANDERNDEN nur wenig Kraft zurück und so treibt das Geschehen unerbittlich einem Höhepunkt entgegen. Pilatus versucht, noch einen Ausweg zu finden (Nr.45-50). Aber das Volk will das Opfer des Lammes. All die ‚falschen Lügen‘ und die ‚falschen Zungen‘ (Nr.33-35) können sich durchsetzen und der Gipfel ist endlich nah. Kein Prophet Elias kommt dem Lamm zur Hilfe (Nr.61d). Jesus schreit abermals laut und die Prozession kann nur noch bitten: ‚Reiß’mich aus all den Ängsten!‘ (Nr.61+62). Die WANDERNDEN erkennen noch, daß ‚dieser wahrlich Gottes Sohn gewesen‘ ist (Nr.63b).

Jetzt kommt für mich der WENDEPUNKT der Passion. GIPFELRUHE breitet sich aus! Und diese Ruhe geht auf den Hörer/in über. Mit dem Bass-Rezitativ und der nachfolgenden Bass-Arie (Nr.64+65) wird ein abendlicher, von Leid und Schmerz befreiter Blick in eine weite, grünende EBENE geöffnet. Ein ‚Friedensschluss‘ ist eingekehrt, In langen, sich wiegenden Noten wird er in der wunderbaren Bass-Arie besungen. Und stehend, wie auf einem ‚Himmelsbalkon‘ treten jetzt die VIER HEROLDE auf, die als Sopran, Alt, Tenor und Bass (Nr.67) in den uns zur Verfügung stehenden VIER Stimmlagen DEN LOHN DER MÜHSAMEN BERGWANDERUNG ausrufen. ‚Die Müh’ist aus!

Der Schlußchor (Nr.68) kann dann nur noch bestätigen, daß die WANDERNDEN sich endlich setzten können und die ‚ängstlichen Gewissensbisse‘ Ruhe finden.

Damit schließt sich mein Bild von der BERGWANDERUNG.

Blumen für die Dirigentin Annette Köhler, Bildmitte.

Blumen für die Dirigentin Annette Kohler, Bildmitte.

Liebe Bachfreunde/Innen!

Zugegeben-, meine Deutung der Matthäus-Passion ist etwas elegisch und symbolhaft, doch ich möchte nach vielen gehörten Bach-Passionen auch mal den Standpunkt einer ‚dürren, laienhaften Musikkritik‘ verlassen und eher die den Menschen aufbauenden und stärkenden Motive beschreiben. Bach verbindet als ‚transatlantischer‘ Brückenbauer und richtet den hörenden Menschen auf. Das reicht mir, um Ostern zu feiern.

Mit vielen Ostergrüßen

Ihr und Euer ADAMO

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Das komplette Konzert vom 18.03.2016 aus dem „Konzertsaal der Hochschule für Musik Detmold“ ist zum Nachhören von der HfM Detmold freigeschaltet worden.

Video: Hochschule für Musik Detmold J.S. Bach - BWV 244 "Matthäus Passion."

        Video: Hochschule für Musik Detmold J.S. Bach – BWV 244 „Matthäus Passion.“

Zum Anhören in das Foto klicken, oder in diesen Text..!!

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Live übertragen am 18.03.2016
Solisten:

Florian Cramer, Evangelist
Jeffrey Martin, Jesus
Carine Tinney, Sopran
Julia Maria Spies, Alt
Maximilian Vogler, Tenor
Mathis Koch, Fabian Kuhnen, Bass
Barockakademie und Orchester der Hochschule für Musik Detmold
Chor und Kammerorchester der University of Minnesota School of Music
Aufbauchor der Mädchenkantorei Paderborn
Leitung: Mark Russell Smith
Eine Veranstaltung der Reihe MUSICA SACRA 2016

Tonmeister: Stefan Antonin, Benjamin Reichert

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