Archiv der Kategorie: Klassik-News

News von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen – es kommt eine neue Plattform www.bachipedia.org


News von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen – es kommt eine neue Plattform http://www.bachipedia.org

           J.S. Bach Stiftung St. Gallen. Kirche und Aufführungsort der Kantaten in Trogen.

Im Jahr 2015 haben wir dac JSB Streaming lanciert. Seit längerer Zeit geniessen Sie dieses Angebot und nutzen es rege. Für Ihr Vertrauen bedanken wir uns herzlich.

Wie Sie wissen, sind die Entwicklungen im digitale Bereich rasant und mit diesen Schritt zu halten, ist gar nicht einfach. Nach drei Jahren JSB Streaming haben wir beschlossen, einen nächsten Schritt zu wagen und die JSB Streaming-Plattform in neuer Form aufzulegen.

Die neue Plattform soll mehr sein als „nur“ ein Videoportal. Künftig wird sie den Namen Bachipedia tragen.

Was steckt hinter diesem Namen? Im Laufe der Jahre hat sich bei der J.S. Bach-Stiftung ein grosses Kapital an Wissen, Informationen und Multimediabeiträgen angesammelt. Dieses Kapital zu dokumentieren, zentral festzuhalten und zugänglich zu machen, ist uns ein grosss Anliegen. Damit wollen wir dem Stiftungsziel, das Erbe Bachs für kommende Generationen zerhalten, noch mehr Gewicht verleihen.

Für Bachipedia werden wir keinen eigenen Streamingserver mehr betreiben. Wir nutzen unseren Youtube-Kanal und beziehen die Videos für die Bachipedia-Plattform von dort. Auf Youtube haben wir bereits eine gute Reichweite aufbauen können. Des Weiteren kann damit gerechnet werden, dass der Videoplayer immer auf einem guten, neuen Stand und die Videoqualität hochstehend ist.

Um eine noch höhere Verbreitung unserer Stiftungsarbeit und damit des Bachschen Vokalwerks zu erreichen, verzichten wir künftig auf die bisher erhobene Abo-Gebühr. Dies hat zur Folge, dass Sie etwas Werbung ertragen müssen – an deren Erträge die Stiftung partizipiert und die direkt dem Projekt Bachipedia zu Gute kommen. Wenn Sie die Werbung umgehen möchten, haben Sie die Möglichkeit ein Youtube-Premium-Abo abzuschliessen. Auch die Umsätze, die durch diese Abos generiert werden, werden anteilsweise an die Stiftung ausgezahlt und für den kostenlosen “Bach für alle“ auf Bachipedia eingesetzt.

Um Bachipedia in dieser Form zu betreiben, mit Informationen rund um die Kantaten zu bestücken, das Wissen für alle zugänglich zu machen und die Plattform stetig auszubauen, sind wir auf Unterstützung für das Projekt angewiesen. Für Spenden in jeder Höhe sind wir sehr dankbar! Mit Ihrem finanziellen Beitrag beteiligen Sie sich aktiv an der Verbreitung des Vokalwerks von Bach. Vielen Dank im Voraus.

Die neue Plattform www.bachipedia.org wird voraussichtlich Mitte Januar live gehen. Wir freuen uns, Sie in Zukunft auf Bachipedia begrüssen und weiterhin zu unserer treuen Community zählen zu dürfen.

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Text in English

In 2015, we launched JSB Streaming. For a long time you enjoy this offer and use it briskly. We thank you for your trust.

As you know, digital developments are fast-paced and keeping up with them is not easy at all. After three years of JSB streaming, we decided to take the next step and redesign the JSB streaming platform.

                                         Dirigent Rudolf Lutz J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

The new platform should be more than „just“ a video portal. In the future she will bear the name Bachipedia.

What is behind this name? Over the years, the J.S. Bach Foundation has accumulated a great deal of knowledge, information and multimedia contributions. Documenting this capital, recording it centrally and making it accessible is very important to us. In this way, we want to give even more weight to the foundation’s goal of preserving Bach’s legacy for future generations.

For Bachipedia we will no longer operate our own streaming server. We use our Youtube channel and source the videos for the Bachipedia platform from there. On Youtube we have already been able to build up a good range. Furthermore, it can be expected that the video player is always on a good, new level and the video quality is high.

In order to achieve even greater dissemination of our foundation work and thus of Bach’s vocal works, we will in future waive the subscription fee previously levied. As a result, you have to endure some advertising – on whose income the foundation participates and which directly benefit the project Bachipedia. If you want to avoid advertising, you have the option of a Youtube Premium subscription. Also, the revenues generated by these subscriptions will be paid proportionately to the Foundation and used for the free „Bach for all“ on Bachipedia.

In order to operate Bachipedia in this form, to provide information about the cantatas, to make the knowledge accessible to all and to steadily expand the platform, we are dependent on support for the project. We are very grateful for donations at any height! With your financial contribution, you actively participate in the dissemination of Bach’s vocal works. Thanks in advance.

The new platform www.bachipedia.org is expected to go live in mid-January. We look forward to welcoming you to Bachipedia in the future and continuing to count as one of our loyal communities.

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 904 „Fantasie und Fuge a-Moll,“ für Tasteninstrumente!


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 904 „Fantasie und Fuge a-Moll,“ für Tasteninstrumente!

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Absteigende Linien

Bescheidener Luxus, nicht geschickte Virtuosität.

                                                       Muziekgebouw aan ‚t IJ in Amsterdam

Der Cembalist Francesco Corti beschreibt diese Fantasie und Fuge in a-Moll als „ungewöhnlich“. Wie es bei Johann Sebastian Bach oft der Fall ist, ist wenig über die Ursprünge des Stückes bekannt. Es ist nicht einmal klar, ob er es für Orgel, Clavichord oder Cembalo vorgesehen hat. In seinem Interview erklärt Francesco Corti, warum er das Cembalo für besser geeignet hält als das Organ.

 

                                                                      Francesco Corti (Cembalo)

Die Fantasie beginnt mit einer Reihe von absteigenden Noten im Bass, und absteigende Linien dominieren weiterhin den Rest des Stücks. Die Fuge baut sich stetig zu einem vierteiligen Netz von Harmonien auf. Auf halbem Weg gibt es als zweites Thema eine chromatisch absteigende Linie, die die Idee des absteigenden Basses in der Fantasie noch einen Schritt weiterführt. Und dann verwebt Bach beide Themen zu einem reichen harmonischen Ganzen. Statt geschickter Virtuosität ist das bescheidener Luxus – eher wie Mahagoni-Schnitzereien aus dem 18. Jahrhundert.

BWV 904

Titel
Fantasie und Fuge in a-Moll

Genre
Tastaturarbeit

Jahr
unbekannte

Stadt
Köthen oder Leipzig

Veröffentlichungsdatum
25. Mai 2018

Aufnahmedatum
3. Februar 2017

Ort
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

Cembalist
Francesco Corti

Cembalo
Bruce Kennedy  nach Michael Mietke, 1989


Language English

ALL OF BACH releases the BWV 904 „Fantasia and Fugue in A Minor,“ for keyboard instruments!

Descending lines

Modest luxury, rather than dexterous virtuosity.

Harpsichordist Francesco Corti describes this Fantasy and Fugue in A minor as ‘unusual’. As is often the case with Johann Sebastian Bach, little is known about the origins of the piece. It is not even clear whether he intended it for organ, clavichord or harpsichord. In his interview about the work, Francesco Corti explains why he thinks the harpsichord is more suitable than the organ.

The Fantasy begins with a series of descending notes in the bass, and descending lines continue to dominate the rest of the piece. The Fugue builds up steadily to a four-part web of harmonies. Then halfway through, there is a chromatically descending line as a second theme, which takes the idea of the descending bass in the Fantasy one step further. And then Bach weaves both themes together to form a rich harmonic whole. Rather than dexterous virtuosity, this is modest luxury – rather like eighteenth-century, ungilded, mahogany carving.

BWV 904

title
Fantasia and Fugue in A minor

genre
keyboard work

Year
unknown

City
Köthen or Leipzig

release date
25 May 2018

recording date
3 February 2017

location
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

harpsichordist
Francesco Corti

harpsichord
Bruce Kennedy after Michael Mietke, 1989


Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 904 /

I wish you a lot of fun with the BWV 904

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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J.S. Bach – Kantate zu Pfingsten – BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“ – Tölzer-Knabenchor!


J.S. Bach – Kantate zu Pfingsten – BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“ – Tölzer-Knabenchor!


Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten! (BWV 172) ist eine geistliche Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1714 in Weimar für Pfingsten und führte sie dort in der Schlosskapelle am 20. Mai 1714 zum ersten Mal auf.

Die Kantate ist gesetzt für vier Solisten, Chor und ein festliches Orchester: drei Trompeten, Pauken, Oboe (in späteren Fassungen Oboe d’amore oder Orgel), Streicher, Violoncello, Fagott und Basso continuo.

  1. Coro: Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten
  2. Recitativo (Bass): Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
  3. Aria (Bass, Trompeten und Pauken): Heiligste Dreieinigkeit
  4. Aria (Tenor, Streicher): O Seelenparadies
  5. Aria (Sopran – Seele, Alt – Geist, Oboe, Violoncello): Komm, laß mich nicht länger warten
  6. Choral (Violine): Von Gott kömmt mir ein Freudenschein
    (in der ersten Fassung:) Wiederholung des Eingangschores
  7. (in der ersten Fassung:) Wiederholung des Eingangschores

Der Eingangschor ist ein festlicher Konzertsatz, dessen Worte und Musik möglicherweise auf einer früheren verlorenen Glückwunschkantate basieren. Eine Ausgabe von Francks Werken enthält eine Kantate zu Neujahr Erschallet nun wieder, glückwünschende Lieder, die als Modell gedient haben mag. Der Satz ist in da capo-Form. Der erste Teil wird von Trompetenfanfaren eröffnet, die mit Koloraturen der Streicher abwechseln. Die Singstimmen setzen homophon ein und wiederholen sowohl die Fanfarenmotive als auch die Streicherfiguren.

Der Höhepunkt wird erreicht in langgehaltenen Akkorden auf der ersten Silbe von „seligste Zeiten“, während die Instrumente die Fanfaren fortsetzen. Im Mittelteil pausieren die Trompeten, die Stimmen drücken in polyphoner Imitation den Gedanken aus „Gott will sich die Seelen zum Tempel bereiten“. In einer ersten Folge von der tiefsten zur höchsten Stimme setzt die nächste Stimme nach drei oder vier Takten ein, in einer zweiten Folge von den höchsten zu den tiefsten Stimme erfolgen die Einsätze noch dichter bereits nach einem oder zwei Takten.

Das Rezitativ bezieht sich auf die Lesung des Tages und betont die Idee „Wohnung bei ihm halten“ in melismatischen Linien, begleitet von Motiven im Cello, die denen von Satz fünf ähneln. Bach beschreibt das endgültige Ruhen in Gott durch eine lange Schlussnote C auf dem tiefsten Ton, den er einem Solisten abverlangte.

Die Aria über die Dreieinigkeit wird nur von den drei Trompeten, Pauken und basso continuo begleitet, eine seltene Kombination, die dem Inhalt entspricht. Das Thema ist aus den drei Tönen des Dur-Dreiklangs gebildet.
In großem Kontrast illustrieren fließende Streicherlinien in der Tenoraria O Seelenparadies den Geist, „der bei der Schöpfung blies“.

Der letzte Solosatz, von Bach als Aria bezeichnet, vereint vier Stimmen: zwei Singstimmen, Oboe und Violoncello solo. Sopran und Alt besingen ihre Einheit („Ich vergeh, wenn ich dich misse“ die eine, „Ich bin dein, und du bist mein!“ die andere), die Oboe spielt den reich verzierten Pfingstchoral, und das Cello spielt durchgehend eine figurenreiche Melodie.

Der angesprochene Freudenschein wird durch eine lebhafte Violinstimme zum vierstimmigen Chor veranschaulicht.

In der ersten Aufführung verlangte Bach danach die Wiederholung des Eingangschores durch die Angabe „chorus repetatur ab initio“ im Manuskript.

Besetzung:

Concentus Musicus Wien
Musikalische Leitung: Stefan Gottfried
Mitwirkende: Michael Schade (Tenor)
Günther Groissböck (Bass)
Solisten des Tölzer Knabenchors
Tölzer Knabenchor

Aufführungsort Stift Melk, (Österreich) zu Pfingsten 2017


Language English

J.S. Bach – Kantate zu Pfingsten – BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“

„Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“! (BWV 172) is a sacred cantata by Johann Sebastian Bach. He composed it for Pentecost in Weimar in 1714 and performed it there for the first time in the castle chapel on May 20, 1714.

The cantata is set for four soloists, choir and a festive orchestra: three trumpets, timpani, oboe (in later versions oboe d’amore or organ), strings, violoncello, bassoon and basso continuo.

  1. Coro: Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten
  2. Recitativo (Bass): Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
  3. Aria (Bass, Trompeten und Pauken): Heiligste Dreieinigkeit
  4. Aria (Tenor, Streicher): O Seelenparadies
  5. Aria (Sopran – Seele, Alt – Geist, Oboe, Violoncello): Komm, laß mich nicht länger warten
  6. Choral (Violine): Von Gott kömmt mir ein Freudenschein
    (in the first version 🙂 Repeat of the entrance choir
  7. (in the first version 🙂 repetition of the entrance choir

The introductory choir is a festive concert set whose words and music may be based on a previous lost congratulatory cantata. An edition of Franck’s works contains a cantata to New Year. Now, again, congratulatory songs that may have served as a model. The sentence is in da capo form. The first part is opened by trumpet fanfares that alternate with coloratura of the strings. The vocal parts are homophonic and repeat both the fanfare motifs and the string figures.

The climax is reached in long-held chords on the first syllable of „blessed times“ while the instruments continue the fanfares. In the middle section the trumpets pause, the voices express in polyphonic imitation the thought „God wants to prepare the souls for the temple“. In a first episode from the lowest to the highest voice, the next voice begins after three or four bars, in a second episode from the highest to the lowest voice the missions are even closer after one or two bars.

The recitative refers to the reading of the day and emphasizes the idea of ​​“keeping a flat with him“ in melismatic lines, accompanied by motifs in the cello that are similar to those of the fifth movement. Bach describes the final resting in God by a long final note C on the deepest note he demanded of a soloist.

The Aria on the Trinity is only accompanied by the three trumpets, timpani and basso continuo, a rare combination that corresponds to the content. The theme is made up of the three tones of the major triad.
In stark contrast, flowing string lines in the Tenoraria O soul paradise illustrate the spirit that „blew at creation“.

The last solo movement, which Bach calls Aria, brings together four voices: two voices, oboe and violoncello solo. The soprano and the alto sing about their unity („I miss when I miss you“, one, „I am yours, and you are mine!“ The other), the oboe plays the ornate Pentecostal, and the cello plays a figure-rich melody throughout ,

The mentioned sparkle is illustrated by a lively violin part to the four-part choir.

In the first performance, Bach then demanded the repetition of the entrance choir by stating „chorus repetatur ab initio“ in the manuscript.


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Occupation:

Concentus Musicus Vienna
Musical direction: Stefan Gottfried
Contributors: Michael Schade (Tenor)
Günther Groissböck (Bass)
Soloists of the Tölzer Knabenchor
Tölzer Knabenchor

Performance Location Stift Melk (Austria) at Pentecost 2017

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W.A. Mozart – „Grosse Messe in c Moll“ KV 427 – Regensburger Domspatzen!


W.A. Mozart – „Grosse Messe in c Moll“ KV 427 – Regensburger Domspatzen!


Wolfgang Amadeus Mozarts „Grosse Messe in c-Moll“ (KV 427) ist eines der großen Rätsel der Musikgeschichte. Man weiß einiges über die Uraufführung am 25.8.1783 in der Salzburger Stiftskirche St. Peter, aber über ihre Entstehung und vor allem, warum die Messe unvollendet blieb, darüber wird bis heute gerätselt.

Der Komponist ist jungvermählt und lebt in Wien, freischaffend. Und die Opernaufträge kommen! Wozu komponiert er dann ohne Auftrag eine Messe? Vermutlich hat er es für seine Frau getan, Constanze, die dann auch bei der Uraufführung eine Solopartie sang. Constanze hat er ohne Einwilligung des Vaters geehelicht und um sie diesem nachträglich vorzustellen, unternimmt er 1783 eine Reise nach Salzburg, bei der die Messe zur Aufführung gelangt.

Mit Mozarts großer Messe in c-Moll ehrten die Regensburger Domspatzen ihren ehemaligen Domkapellmeister Georg Ratzinger, der den Chor 30 Jahre lang von 1964 bis 1994 geleitet hatte.

Ausführende:

Dorothee Mields, Sopran I, Siri Thornhill, Sopran II,

Robert Buckland, Tenor, Manfred Bittner, Bass,

Regensburger Domspatzen,

L‘ Orfeo Barockorchester Linz,

Konzertmeisterin: Michi Gaigg,

Leitung: Domkapellmeister Roland Büchner

Eine Aufzeichnung des Eröffnungskonzerts der „Tage Alter Musik Regensburg“ in der Stiftskirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg vom 29. Mai 2009

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Dem Himmel so nahe ! Musik von J.S. Bach aus dem Stift Melk in Österreich!


Dem Himmel so nahe ! Musik von Johann Sebastian Bach aus dem Stift Melk in Österreich!


Von den Internationalen Barocktagen zu Pfingsten Juni 2017 aus dem Stift Melk, Österreich

Seit ihrer Gründung 1992 avancierten die jährlich zu Pfingsten stattfindenden Internationalen Barocktage Stift Melk zu einem der renommiertesten Festivals für Alte Musik. Eingebettet im atemberaubenden Ambiente des Barockstifts lag es nahe, den programmatischen Schwerpunkt auf die Pflege der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts zu fokussieren.
Auch aufstrebende und junge Talente sowie selten gespielte Werke sind Jahr für Jahr Teil des Programms.

Die „matinee“ am Pfingstsonntag bringt mit „Dem Himmel so nah: Johann Sebastian Bach“ eine Konzertaufzeichnung der letztjährigen Barocktage von 2017. Unter dem Motto „Ewiges Feuer, Ursprung der Liebe“ interpretierten Michael Schade, Günther Groissböck, der Tölzer Knabenchor und der Concentus Musicus Wien unter der musikalischen Leitung von Stefan Gottfried in der Stiftskirche Melk Johann Sebastian Bachs Kantaten zum Pfingstfest.

In der Stiftskirche Melk wähnt sich auch das Publikum dem Himmel so nah… Die Musik des Barocks ist gekennzeichnet durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Verlauf des Kirchenjahres. Vertonungen rund um das Pfingstfest stellen dabei einen musikalischen Höhepunkt dar.

So hat etwa der Großmeister jener Zeit, Johann Sebastian Bach, eine Vielzahl an Kantaten für kirchliche Feste komponiert, von denen sich an die 200 heute noch im Repertoire erhalten haben. Einige davon sind dem Fest des Heiligen Geistes gewidmet und wurden als finaler Höhepunkt der Internationalen Barocktage Stift Melk 2017 in Kombination mit einer Auswahl an Instrumentalwerken von Bach zum Erklingen gebracht.

Programm:

Eingangspoem: Das Stundenbuch, Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen

(Rainer Maria Rilke)

„Singet dem Herrn ein neues Lied“, Motette, BWV 225
„Ich hatte viel Bekümmernis“, Sinfonia, BWV 21
„O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“, Kantate, BWV 34
„Am Abend aber desselbigen Sabbats“, Sinfonia, BWV 42
„Also hat Gott die Welt geliebt“, Kantate, BWV 68
„Nach dir, Herr verlangt mich“, Sinfonia, BWV 150
„Erschallet, ihr Lieder“, Kantate, BWV 172

Besetzung:

Concentus Musicus Wien
Musikalische Leitung: Stefan Gottfried
Mitwirkende: Michael Schade (Tenor)
Günther Groissböck (Bass)
Solisten des Tölzer Knabenchors
Tölzer Knabenchor

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Language English

So close to heaven: Johann Sebastian Bach

From the International Baroque Days to Pentecost 2017 from Melk Abbey, Austria

Since its founding in 1992, the International Baroque Days Melk, held annually at Pentecost, have become one of the most prestigious early music festivals. Embedded in the breathtaking ambience of the baroque convent, it was natural to focus on the programmatic focus on the care of the music of the 17th and 18th centuries.
Also emerging and young talents as well as rarely played works are part of the program year after year.

The „matinee“ on Whitsunday brings with „The Sky so near: Johann Sebastian Bach“ a concert recording of last year’s Baroque Days of 2017. Under the motto „Eternal Fire, Origin of Love“ interpreted Michael Schade, Günther Groissböck, the Tölzer Knabenchor and the Concentus Musicus Wien under the musical direction of Stefan Gottfried in the Collegiate Church Melk Johann Sebastian Bach’s Cantatas for Pentecost.

In the collegiate church of Melk, the audience also imagines the sky so close … The music of the Baroque is characterized by an intensive examination of the course of the church year. Settings around Pentecost are a musical highlight.

For example, the great master of that time, Johann Sebastian Bach, composed a large number of cantatas for religious festivals, of which some 200 have survived in the repertoire. Some of them are dedicated to the Feast of the Holy Spirit and were brought to life as the final highlight of the International Baroque Days Stift Melk 2017 in combination with a selection of instrumental works by Bach.

Program:

Eingangspoem: The Book of Hours, I live my life in growing rings

(Rainer Maria Rilke)

„Singet dem Herrn ein neues Lied“, Motet, BWV 225
„Ich hatte viel Bekümmernis“ Sinfonia, BWV 21
„O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“, Cantata, BWV 34
„Am Abend aber desselbigen Sabbats“, Sinfonia, BWV 42
„Also hat Gott die Welt geliebt“, cantata, BWV 68
„Nach dir, Herr verlangt mich“, Sinfonia, BWV 150
„Erschallet, ihr Lieder“, cantata, BWV 172

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Occupation:

Concentus Musicus Vienna
Musical direction: Stefan Gottfried
Contributors: Michael Schade (Tenor)
Günther Groissböck (Bass)
Soloists of the Tölzer Knabenchor
Tölzer Knabenchor

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“


ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“

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BACH UND DER HEILIGE GEIST

Wie Hochzeitsmusik leicht in eine Pfingstkantate verwandelt werden konnte.

Bis vor kurzem galt diese Pfingstkantate als eine der letzten Kantaten in Johann Sebastian Bach´s  Oeuvre. Das Manuskript der Partitur, größtenteils in Bachs eigener Handschrift, stammt aus ein paar Jahren vor seinem Tod. Ein kürzlich in St. Petersburg entdecktes Libretto zeigt jedoch, dass die Kantate viel älter ist und erstmals am 1. Juni 1727 aufgeführt wurde. Das Werk wurde am Pfingstsonntag in Leipzig, in der Nikolaikirche im Morgengottesdienst und an der Thomaskirche in Leipzig vorgestellt Vesper. Schon damals war die Arbeit nicht völlig neu. Die Chorstimmen und die Altarie, die wichtigsten Teile, verwenden wieder Material aus einer gleichnamigen, aber viel umfangreicheren Hochzeitskantate (BWV 34a), die Bach zu einem früheren Zeitpunkt komponiert hatte.

                                                                    DIRIGENT: Jos van Veldhoven

Obwohl das glückliche Paar nie identifiziert wurde, war der Bräutigam wahrscheinlich ein Prediger. Dies zeigt die Altarie in der Hochzeitsfassung, die auf eine Schafherde (die Gemeinde), den Hirten Jakob (den Prediger) und seine Liebe Rachel (die Braut) verweist. Diese Metapher erklärt auch den süßen pastoralen Charakter der Musik, mit zwei „Hirten“ Pfeifen und Streichern, die con sordino (gedämpft) spielen. Die Hochzeitskantate nimmt Anspielungen auf den Heiligen Geist vor und könnte leicht in eine Pfingstkantate umgewandelt werden. Aus feuriger Liebe ist es nur ein kleiner Schritt zu den Flammen des Heiligen Geistes.

                                                              Orchester ALL OF BACH

„O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“ ist eine der wenigen Kantaten in Bachs Œuvre ohne Choral. In der Hochzeitskantate war der Schlusschor „Friede über Israel“ nicht das Ende, sondern die Einführung in die Ehesamnisierung. Die Feierlichkeit erinnert stilistisch an Bachs Zeitgenosse Georg Friedrich Händel.

BWV 34

TITEL
O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe

GENRE
Kantate

JAHR
1727, ursprünglich eine Hochzeitskantate 1726

STADT
Leipzig

Lyrikerin
unbekannte

GELEGENHEIT
Pfingstsonntag

ERSTER AUFTRITT
1. Juni 1727

Besondere Hinweise
Diese Pfingstkantate ist ein Arrangement einer Hochzeitskantate aus dem Jahr 1726.

                                                         All of Bach – Trompetengruppe:
                                                Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen,

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
18. Mai 2018

AUFNAHMEDATUM
13. Mai 2017

Stadt
Wallonische Kirche, Amsterdam

DIRIGENT
Jos van Veldhoven

SOPRAN
Maria Keohane

ALT
Damien Guillon

TENOR
Thomas Hobbs

BASS
Sebastian Myrus

REPIENO SOPRAN
Marjon Strijk, Kristen Witmer

REPIENO ALTO
Marleene Goldstein, Barnabás Hegyi

REPIENO TENOR
Yves Van Handenhove, David Lee

REPIENO BASS
Drew Santini, Matthew Baker

VIOLINE 1
Shunske Sato, Anneke van Haaften und Annelies van der Vegt

VIOLINE 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer

KONTRABASS
Hen Goldsobel

TRAVERSO
Martenwurzel, Doretthe Janssens

OBOE
Martin Stadler,, Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

TROMPETE
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen,

TIMPANI
Robert Kendell

ORGAN
Leo van Doeselaar

CEMBALO
Siebe Henstra


Language English

ALL OF BACH publishes the cantata – BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“ („O Eternal Fire, O Origin of Love“)

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BACH AND THE HOLY SPIRIT

How wedding music was easy to transform into a Whitsun cantata.

Until recently, it was thought that this Whitsun cantata was one of the last cantatas in Johann Sebastian Bach’s oeuvre. The manuscript of the score, largely in Bach’s own handwriting, dates from a few years before his death. However, a libretto discovered recently in St Petersburg shows that the cantata is much older and was performed for the first time on 1 June 1727. The work was presented in Leipzig on Whit Sunday, at the Nikolaikirche during the morning service and at the Thomaskirche during vespers. Even then, the work was not totally new. The chorus sections and the alto aria, the most essential parts, reuse material originating from a wedding cantata of the same name but much more extensive (BWV 34a), which Bach had composed at an earlier stage.

Although the happy couple has never been identified, the bridegroom was probably a preacher. This is indicated by the alto aria in the wedding version, which refers to a flock of sheep (the congregation), the shepherd Jacob (the preacher) and his love Rachel (the bride). This metaphor also explains the sweet pastoral character of the music, with two ‘shepherd’s’ pipes and strings that play con sordino (muted). The wedding cantata makes allusions to the Holy Spirit, so it could easily be transformed into a Whitsun cantata. From fiery love it is just a small step to the flames of the Holy Spirit.

O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe is one of the few cantatas in Bach’s oeuvre without a chorale. In the wedding cantata, the final chorus, ‘Friede über Israel’, was not the ending, but the introduction to the solemnisation of the marriage. The solemnity is stylistically reminiscent of Bach’s contemporary, Georg Friedrich Handel.

BWV 34

TITLE
O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe

GENRE
cantata

YEAR
1727, originally a wedding cantata 1726

CITY
Leipzig

LYRICIST
unknown

OCCASION
Whit Sunday

FIRST PERFORMANCE
1 June 1727

SPECIAL NOTES

                                                       Gesangs-Solisten: von Links im Foto – 
                                                                 Maria Keohane, Sopran
                                                                 Damien Guillon, Altus
                                                                Thomas Hobbs, Tenor
                                                                Sebastian Myrus, Bass

This Whitsun cantata is an arrangement of a wedding cantata written in 1726.

RELEASE DATE
18 May 2018

RECORDING DATE
13 May 2017

LOCATION
Walloon Church, Amsterdam

CONDUCTOR
Jos van Veldhoven

SOPRANO
Maria Keohane

ALTO
Damien Guillon

TENOR
Thomas Hobbs

BASS
Sebastian Myrus

REPIENO SOPRANO
Marjon Strijk, Kristen Witmer

REPIENO ALTO
Marleene Goldstein, Barnabás Hegyi

REPIENO TENOR
Yves Van Handenhove, David Lee

REPIENO BASS
Drew Santini, Matthew Baker

VIOLIN 1
Shunske Sato, Anneke van Haaften, Annelies van der Vegt

VIOLIN 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer

DOUBLE BASS
Hen Goldsobel

TRAVERSO
Marten Root, Doretthe Janssens

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

BASSOON
Benny Aghassi

TRUMPET
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen

TIMPANI
Robert Kendell

ORGAN
Leo van Doeselaar

HARPSICHORD
Siebe Henstra


Ich wünsche allen Besuchern ein gesegnetes Pfingstfest !
I wish all visitors a blessed Pentecost !

Herzliche Grüße – Best regards

Karin

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Gottfried August Homilius (1714-1785) Kantate zu Exaudi „Selig seid ihr wenn ihr geschmähet werdet“


Gottfried August Homilius (1714-1785) Kantate zu Exaudi
„Selig seid ihr wenn ihr geschmähet werdet“ (Weltersteinspielung!)

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Gottfried August Homilius (* 2. Februar 1714 in Rosenthal; † 2. Juni 1785 in Dresden) war ein deutscher Komponist, Kantor und Organist.

Nach dem Besuch der Annenschule in Dresden studierte Homilius Jura in Leipzig. Schon dort war er musikalisch aktiv und vertrat zeitweise den Organisten der Nikolaikirche Johann Schneider. Er zählte vermutlich zum unmittelbaren Schülerkreis von Johann Sebastian Bach.

Ab 1742 war Homilius Organist an der Dresdner Frauenkirche und ab 1755 in der Nachfolge von Theodor Christlieb Reinhold (1682-1755) bis zu seinem Tod Kreuzkantor und Musikdirektor an den drei Hauptkirchen Dresdens; Hauptwirkungsort Homilius’ war die Dresdner Frauenkirche, nachdem die Kreuzkirche Dresden 1760 durch preußische Truppen zerstört und ihr Neubau erst 1792 geweiht wurde. Homilius starb 1785 in Dresden und wurde auf dem Johanniskirchhof beigesetzt. Sein Grab ist nicht erhalten.

Ausführende:

Vasiljka Jezovsek  (Sopran)  Anne Buter  (Alt)

Hubert Nettinger (Tenor)  Christian Hilz  (Bass)

Dresdner Kreuzchor,  Dresdner Barockorchester

Leitung: Kreuzkantor Roderich Kreile


Language English

Gottfried August Homilius (1714-1785) Cantata to Exaudi
„Selig seid ihr wenn ihr geschmähet werdet“ („Blessed are you when you are abused“)
(Dresdner Kreuzchor – Kreuzkantor: Roderich Kreile)
World Premiere!

Gottfried August Homilius (born February 2, 1714 in Rosenthal, † June 2, 1785 in Dresden) was a German composer, cantor and organist.

After attending Annenschule in Dresden, Homilius studied law in Leipzig. Already there he was musically active and at times represented the organist of the Nikolaikirche Johann Schneider. He probably counted to the immediate circle of students of Johann Sebastian Bach.

From 1742 Homilius was organist at the Dresden Frauenkirche and from 1755 succeeding Theodor Christlieb Reinhold until his death Kreuzkantor and music director at the three main churches in Dresden; Homilius‘ main location was the Dresden Frauenkirche, after the Kreuzkirche was destroyed in 1760 by Prussian troops and its new building was consecrated in 1792. Homilius died in Dresden in 1785 and was buried in the Johanniskirchhof. His grave is not preserved.

Performed by:

Vasiljka Jezovsek, soprano – Anne Buter, alt
Hubert Nettinger (tenor) – Christian Hilz, bass
Dresdner Kreuzchor, Dresden Baroque Orchestra

Conductor: Kreuzkantor: Roderich Kreile
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