Archiv der Kategorie: Klassik-News

ALL OF BACH veröffentlicht die Motette von J.S. Bach – BWV 226 „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“

ALL OF BACH veröffentlicht die Motette von J.S. Bach – BWV 226 „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“

Bachs Original Manuskript gibt Antworten … und wirft neue Fragen auf.

Wenn wir die genauen Umstände dieser Motette nicht kennen, könnte man leicht denken, daß Bach es für einen fröhlichen Pfingstdienst komponiert hat. Es ist schwer zu sagen, während der leichtsinnigen passepierten Rhythmus und die jubelnden Ausrufe von ‚Der Geist hilft!‘. Darüber hinaus gibt es die dekorativen Notenstränge, mit denen der Heilige Geist traditionell seinen Auftritt besitzt und einen tröstlichen Vers aus Luthers Pfingstchoral „Komm, heiliger Geist“ besitzt. Aber es war kein festlicher Anlass, der Bach dazu veranlasste, in Aktion zu kommen. Im Gegenteil, „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ wurde für eine feierliche Gedenkfeier komponiert und wurde vermutlich in Zusammenarbeit mit dem Sterbenden selbst, dem Thomasschulleiter Johann Heinrich Ernesti (1652-1729), sorgfältig vorbereitet.

Es ist außergewöhnlich, dass wir noch fast alle Originale haben: sowohl Bachs Arbeitsnote als auch die Gesangs- und Instrumentalteile, die zu Hause mit Hilfe von Anna Magdalena und Carl Philipp Emanuel geschrieben wurden. Diese Quellen geben uns einen Einblick in Bachs Arbeitsprozess, wie den Unterschied zwischen dem Komponieren und dem Schreiben einer „ordentlichen“ Kopie. Aber hat er ältere Musik wiedergeboren – zum Beispiel ein Sopran-Duett für den Eröffnungsbereich? War der Choral vielleicht (in den Teilen anstatt in der Partitur) nicht gleichzeitig mit den anderen Teilen zu hören? Hat Ernesti früher als erwartet gestanden und damit zu einem Rush-Job gemacht? Es wäre ein Wunder, wenn Bach es geschafft hat, eine so komplexe Arbeit auf Papier zu machen und für ein hohes Gesellschaftsereignis wie dieses in nur wenigen Tagen zu proben. Die Geschichte ihrer Schöpfung bleibt rätselhaft.

Die Bedeutung dieser Motette ist jedoch kristallklar. Die Worte legen den Schwerpunkt auf Flehen und Gebet und auf Gottes Behaglichkeit und Fürsprache, so dass sie der Beerdigungsrede, die von der Hilfe des Heiligen Geistes in unseren letzten Stunden sprach, in der Hoffnung auf das ewige Leben kamen. Bach akzentuierte alle möglichen schönen Details: scharfe Dissonanten, da zwei Stimmen auf ‚Schwachheit‘ kreuzen, große Sprünge auf ‚hilft auf‘, seufzende Motive auf ‚unaussprechlichem Seufzen‘ oder die temperamentvolle Doppelfuge mit separaten Themen für ‚Der aber sterben Herze forschet „(streng im alten Stil) und „denn er vertritt die Heiligen „(leichter und barocker). Der Choral, zu einer Melodie vor der Reformation, löst dann die ganze Spannung, mit dem Blick, der zuversichtlich in den Himmel gerichtet ist.

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BWV
226
Titel
Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf
Genre
Motette
Jahr
1729
Stadt
Leipzig
Text
Römer 8: 26-27 und Chor von Martin Luther (1525)
Gelegenheit
Beerdigung des Schulleiters der Thomasschule: Johann Heinrich Ernesti
Uraufführung
20. Oktober 1729

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Aufnahmedatum
14. Mai 2016
Veröffentlichungsdatum
26. Mai 2018
Stadt
Grote Kerk, Naarden
Dirigent
Stephan MacLeod
Sopran
Orlanda Velez Isidro, Klaartje van Veldhoven, Griet de Geyter, Aleksandra Lewandowska, Marjon Strijk, Hilde van Ruymbeke, Stephanie Pfeffer, Marta Paklar

Alt
Barabás Hegyi, Gemma Jansen, Elena Pozhidaeva, Bernadett Nagy, Marine Freiburg, Victoria Cassano McDonald

Tenor
Adriaan de Koster, Wolfgang Frisch, Guy Cutting, Diederik Rooker, Immo Schröder, Ronald Threels

Bass
Matthew Baker, Sebastian Myrus, Pierre-Guy Le Gall Weiß, Martijn de Graaf Bierbrauwer, Michiel Meijer, Jelle Draijer

Geige
Shunske Sato, Sayuri Yamagata
Viola
Staas Swierstra
Cello
Lucia Swarts
Kontrabass
Robert Franenberg
Oboe
Martin Stadler, Peter Frankenberg
Alto Oboe
Yongcheon Shin
Fagott
Benny Aghassi

Organ
Pieter-Jan Belder

Cembalo
Siebe Henstra

Dirigent
Stephan MacLeod


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„Ich wünsche viel Freude mit dem BWV 226“

Grüße Karin
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ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk: BWV 544 „Präludium und Fuge h-moll“

ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk: BWV 544 „Präludium und Fuge h-moll“

Eindrucksvoll und große Melancholie

„Bach trauert um den Tod einer geliebten Königin.“

                  Bovenkerk – Albertus Antonius Hinsz – Orgelbau von 1743

Es ist eine gute Chance, dass Bach zum ersten Mal in der Paulinerkirche in Leipzig dieses beeindruckende Stück gespielt hat. Das war am 17. Oktober 1727, als die Universität einen Gedenkgottesdienst für die kürzlich verstorbene Christiane Eberhardine – Ehegattin von August dem Starken, gehalten hat. Wer ist die Kurfürstin von Sachsen und Königin von Polen. Zu diesem Anlass schrieb Bach die ‚Trauermusik im italienischen Stil‘: die Kantate „Lasst, Fürstin, lass Noch ein Strahl“ –  BWV 198. Während der Zeremonie hat Bach die Orgel selbst gespielt. Er komponierte mit dem Präludium und Fuge ein Werk, das niemand kann beweisen, ob es in dieser Form das erste Mal gewesen war. Es strahlt die gleiche Atmosphäre aus, wie die Trauermusik und wird in der gleichen Tonart h-Moll geschrieben. In jenen Tagen war B-Moll beschrieben worden als, lustlos und melancholisch. Und Bach benutzte es für stattliche und häufiger traurigen Gelegenheiten, wie zum Beispiel die Arie aus der Matthäus-Passion: ‚Erbarme dich‘.

                                  Organistin Elske Sie Lindert an der Hinzs-Orgel Bovenkerk

Die Verzweiflung ist fast greifbar im Vorspiel. Bach kommt direkt auf den Punkt mit einem melancholischen beklagen, die durch große Sprünge im Pedal, sich wiederholende und stur befolgt wird, als wenn man sich daran zu erinnern hat, zu halten, was passiert ist. Das ganze Stück ist mit einer großen Rührung gefüllt. Die Fuge, logisch, ist mehr rational, aber genial. Bachs inspirierte Möglichkeit jeden relativ leicht, das Thema singen zu können. Bach hat ein zweites Element hinzugefügt – noch einmal mit relativ großen Sprüngen – und so endet das Werk mit Aussicht auf ein hoffnungsvolles Ende.

Die Versuchung, die eigentümliche Thematik der Fuge (ziel- und ruheloses Wandern, dann machtvoller Einsatz, Eingriff aus der Höhe) symbolisch-theologisch zu deuten, besonders auch im Zusammenhang mit der vorangegangenen, beredten Klage des Präludiums, übt einen starken Sog aus. Doch wenn etwas an Orgelmusik aus sich selbst heraus sprechen kann, dann ist es dieses hervorragende Werk!

BWV 544
Titel
Präludium und Fuge in h-Moll
Genre
Orgelwerk
Jahr
1725-1736
Stadt
Leipzig

Anlass
Gedenkfeier für Christiane Eberhardine, Kurfürstin August des Starken.

Uraufführung
17. Oktober 1727

Veröffentlichungsdatum
19. Mai 2017
Aufnahmedatum
2. Oktober 2015

Aufführungsort
Bovenkerk, Kampen

ORGANIST
Elske Sie Lindert


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„Ich wünsche viel Freude mit dem BWV 544“

Grüße Karin
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Prof. Gerhard Weinberger spielt die Mittagsmusik am Samstag, 20. Mai 2017 im Dom zu Hildesheim

Prof. Gerhard Weinberger spielt die Mittagsmusik am Samstag, 20. Mai 2017 um 12:15 Uhr im Dom zu Hildesheim

Professor Gerhard Weinberger

Dommusik Hildesheim 

Gerhard Weinberger aus München in der MittagsMusik

Samstag, 20. Mai 2017 – 12:15 Uhr

30 Minuten Orgelmusik im Hohen Dom Hildesheim

Prof. Gerhard Weinberger spielt am Samstag die Orgeln des Domes in der dritten MittagsMusik dieser Saison. Im Programm erklingt u.a. Max Regers Phantasie und Fuge d-moll, op. 135b.

Der Eintritt ist frei. Der Spendenerlös kommt in voller Höhe der Finanzierung und Weiterführung dieser Reihe zugute.

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ALL OF BACH veröffentlicht den Orgelchoral – BWV 695 „Christ lag in Todesbanden“

ALL OF BACH veröffentlicht den Orgelchoral – BWV 695 „Christ lag in Todesbanden“

Gedämpfte Freude

Die Choralmelodie erscheint dort, wo man es am wenigsten erwartet.

                                                                 Organistin Dorien Schouten

Diese Orgel Version des Osterhymnus „Christ lag in Todes Banden“ zeigt gedämpfter Freude. Das Stück beginnt zweiteilig; das Duett zwischen der Nachahmung der Bässe und Höhen. Die beiden Stimmen beginnen mit einer verzierten Form der ursprünglichen Choralmelodie. Also von Anfang an, fragt man sich, was folgen wird. Die dritte und vierte Stimme in Nachahmung der ersten beiden? Die Choralmelodie in langen Noten mit der Dekoration? Und wenn ja, dann wo?  Viele Zuhörer – in Bach Zeiten und heute – würden erwarten, dass der Choral bald im Pedale in langen Noten erscheinen wird. Aber Bach überrascht uns mit noch etwas anderes. Er schlüpft die Choralmelodie fast unbemerkt zwischen den hohen und niedrigen Teilen der dritten Stimme, wie eine Singstimme. Es würde wenig Anordnung benötigen, um dies in eine Orgelfassung Arie zu verwenden (wie in der Schübler-Choral, BWV 645-650, in denen das Verfahren umgekehrt ist, dort werden Arien aus einer Reihe von Kirchenkantaten verwendet).

                                                  Hinsz-Orgel Bovenkerk Kampen (Holland)

Es ist jedoch ganz natürlich die ursprüngliche Melodie im Pedal zu erwarten. Und es gibt sogar eine Version dieses Stück, BWV 695a, in dem die Melodie im Pedal erklingt. Aber es ist nicht sicher, ob diese Version auch von Bach selbst ist. Es ist wichtiger,  zwei Versionen des Stückes zu beachten, schon wurden in Bach Tag zirkulieren, wahrscheinlich, weil es mehr üblich war für die Melodie im oberen Teil zu sein und nicht im unteren Teil den Choral zu hören.

Kirnbergerschen Sammlung, BWV 690-713

Bach schätzte sehr viele seiner Kompositionen, que Gewährleistung sie erhoben oder recycelt, und – wenn möglich – veröffentlicht. Aber es gibt auch Stücke que das Boot verpaßt hat, wie zum Beispiel der vierundzwanzig frühen Orgelkompositionen jetzt bekannt zur Kirnbergerschen Sammlung. Wir verdanken das Überleben dieser Werke Bachs Schüler Johann Kirnberger, der vierundzwanzigOrgelKompositionen gesammelt, unter anderem Stücke, Nach dem Tod seines Herrn. Das Auffälligste an dieser Kollektion ist der Mangel an Zusammenhalt. Die einzige Ähnlichkeit zwischen den Arbeiten wahrscheinlich que Sie alle stammen aus der Zeit vor 1710.

BWV
695

Titel
Fantasy Super: Christ lag in Todes Banden

Genre
Arbeitsorgan (chorale Anordnung)

Serie
Kirnbergerschen Sammlung

Jahr
Vor 1710

City
Mühlhausen oder Weimar

Besondere Hinweise:
Es wird manchmal die Frage gestellt, ob diese Arbeit von Bach geschrieben wurde.

Erscheinungsdatum
1. Januar 2018

Aufnahmedatum
1. Oktober 2015

Aufführungsort:
Bovenkerk, Kampen (Holland)

Hinsz-Orgel Disposition

ORGANIST
Dorien Schouten

Biographie: Dorien Schouten (Organistin) All of Bach

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                                         Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche viel Freude mit dem BWV 695“

Grüße Karin
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Ein international gefragter Counter, der leidenschaftlich gern dirigiert: Benno Schachtner!

Ein international gefragter Counter, der leidenschaftlich gern dirigiert: Benno Schachtner!

                             Benno Schachtner organisiert das Festival Diademus in Roggenburg
         Textquelle:  Südwestpresse Ulm       (Foto: Sabine Trucksäß)

Benno Schachtner organisiert Festival Diademus in Roggenburg

Artikel von Jürgen Kanold | 10.05.2017

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„Gott der Herr ist Sonn und Schild“, (BWV 79) singt Benno Schachtner mit hellem, wunderschönem Alt auf der neuen CD der Gaechinger Cantorey. Hans-Christoph Rademann, der Leiter der Stuttgarter Bachakademie, baut auf den Countertenor, der in Dietenheim aufwuchs, zum Chor der Ulmer Spatzen gehörte, das Abitur am Ulmer Essinger-Gymnasium machte. Auch René Jacobs und Andreas Spering verpflichten regelmäßig den 32-Jährigen; vor Ostern etwa gastierte Schachtner unter diesen beiden Dirigenten als Solist in Passionen Bachs im Amsterdamer Concergebouw oder im Palau de la Música Catalana in Barcelona.

Eine sonnige, verheißungsvolle Laufbahn. Trotzdem sagt Schachtner, 2012 Leipziger Bachpreisträger, bei einem Zwischenstopp in Ulm schmunzelnd: „Als Sänger sitzt du wie ein Tiger im Käfig und wartest, bis sie dich abends in die Arena lassen.“ Ein eigenes Festival zu organisieren, das sei schon immer ein Herzenswunsch von ihm gewesen. Der Mann ist euphorisch bis hyperaktiv, ist auf jeden Fall von seiner musikalischen Mission sympathisch besessen: „Wenn ich etwas mache, dann hundertprozentig.“ Und das tut er in Roggenburg.

Dort, wo seine Mutter Anneliese die Orgel spielt und natürlich auch er schon an der Großen Roggenburgerin saß, verwirklichte er im vergangen Jahr seinen Traum:  „FR:AME“, das „Festival Roggenburg – Alte Musik erleben“. Das war ein Erfolg gewesen, den Schachtner jetzt im Spätsommer wiederholen möchte, aus urheberrechtlichen Gründen aber mit anderem Namen, unter der Marke „Diademus“.

Der Tölzer Knabenchor wird das Festival Roggenburg am 27. August 2017 in der Klosterkirche Roggenburg eröffnen, mit Mozarts „Exsultate, jubilate“. Die Klosteranlage sei „unbeschreiblich schön“, schwärmt Schachtner. Zum Programm gehört dann auch wieder eine musikalische „Nachtaktiv“-Tour: Werner Güra singt in der Bibliothek Schumanns „Dichterliebe“, im Innenhof gibt sich Schachtner selbst der „Liebessehnsucht“ mit Songs von Purcell und Co. hin. „Bei Kerzenschein durch das Kloster zu schlendern: traumhaft!“. Sybilla Rubens und Werner Güra werden  einen Meisterkurs für Gesang geben.

Der Heimat etwas zurückgeben

Große Namen, großer Anspruch. Mit  einem  Budget von rund 100.000 Euro planen und arbeiten Schachtner und sein Team; er ist froh, dass der Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger zu seinen Förderern gehört und Türen öffnet. Schachtner spricht davon, mit dem Festival „der Heimat etwas zurückzugeben“. Er ist als Sänger sehr vernetzt, und so kommt zum Abschlusskonzert das Händelfestspielorchester aus Halle; Schachtner selbst dirigiert zwei Magnificat-Vertonungen von Vater Bach und Sohn Carl Philipp Emanuel. Zudem wirkt der von ihm neu gegründete Kammerchor „Diademus vocalisten“ mit. Kein elitäres Festival für Alte Musik soll das sein, Schachtner möchte ein Publikum „abholen, das damit nicht so vertraut ist“: So hat er Frank Meyer von der „Telebörse“ eingeladen, einen Einführungsvortrag zu halten.

                                                                   Kloster Roggenburg

Das Dirigieren ist seine Leidenschaft, sagt Schachtner. Er weiß freilich, dass er als Countertenor sehr gefragt ist, die Chancen, die ihm seine Stimme jetzt öffnet, nicht verspielen darf. „Aber ich werde nicht singen, bis ich tot umfalle.“ Alles läuft natürlich aufs Dirigieren hinaus – und einen Lehrauftrag für historische Aufführungspraxis an der Mannheimer Musikhochschule hat er auch schon.

„Es war nicht so einfach, die Heimat zu verlassen, aber wichtig, in der Fremde andere Luft zu schnuppern“, sagt Schachtner. Und jetzt ist er zurückgekehrt, hat gewissermaßen sein Basislager in Neu-Ulm, in Pfuhl aufgeschlagen. Dort lebt Benno Schachtner mit seiner Ehefrau Catalina Bertucci, einer chilenisch-italienischen Sopranistin, die in dieser Saison schon mit dem Amsterdam Baroque Orchestra unter Ton Koopman europaweit unterwegs war und die kommenden Sonntag als Susanna in Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ Premiere an der Staatsoperette Dresden feiert.

Entdeckt von Kay Metzger

Da müsste doch auch mal ein barockes Heimspiel des Ehepaars Schachtner-Bertucci am Ulmer Theater drin sein? „Warum nicht? Mal abwarten.“ Das käme gewiss auch auf den künftigen Intendanten Kay Metzger an, der im Leben des Paars eine wichtige Rolle spielte. Verliebt hat sich Schachtner nämlich auf der Bühne des Detmolder Landestheaters in seine spätere Frau, die dort zum Ensemble gehörte. Schachtner studierte zunächst Kirchenmusik in der Orgelklasse der Detmolder Musikhochschule und von 2009 auch Gesang – aber schon 2010 debütierte er in der Titelpartie von Händels „Orlando“, neben Catalina Bertucci als Angelica.

Schachtner  hatte noch keinerlei szenische Erfahrung, sich aber mal zum Vorsingen gemeldet – und dann kam ein Anruf vom Detmolder Intendanten Metzger . . . So beginnen Karrieren.

„Diademus“: Alte Musik erleben

Das Programm Unter der Marke „Diademus“ präsentiert Benno Schachtner das Festival Roggenburg. Im Eröffnungskonzert am 27. August gastiert der Tölzer Knabenchor unter Prof. Gerhard Weinberger in der Klosterkirche. Drei Konzerte in der Bibliothek, der Klosterkirche und im Innenhof stehen am 2. September unter dem Motto „Nachtaktiv“. Im Abschlusskonzert am 9. September dirigiert Benno Schachtner das Händelfestspielorchester Halle. Vom 4. bis 7. September leiten Sybilla Rubens und Werner Güra einen Meisterkurs für Gesang. Alle Informationen im Internet unter

www.diademus.de

Der Vorverkauf hat jetzt begonnen: im Roggenburger Klosterladen sowie über die Website.

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Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

                                                            BWV 51 Grote Kerk, Naarden (Holland).

Alles ist wundervoll

Diese Musik ist voller Optimismus.

Die Trompete kommt direkt auf den Punkt und schafft die ekstatische Stimmung dieser Kantate, die sich um Jubel und Dankbarkeit dreht. Bach hat wahrscheinlich diese Musik für den fünfzehnten Sonntag nach Trinity komponiert, aber später schrieb er auf die Partitur, dass das Stück auch an anderen Sonntagen benutzt werden könnte. Der Text paraphrasiert Ausschnitte aus verschiedenen Büchern des Neuen und Alten Testaments. In seinem Arrangement betont Bach die jubelnde Stimmung von Anfang an, mit den schnell wiederholten Tönen und der Art, wie er das Wort „jauchzet“ illustriert. Wir hören dann immer eine Art rotierende Musik, die aus der rhetorischen Figur „Circulatio“ stammt. Die Trompete spielt sowohl bei der Eröffnungsarie als auch bei der „Halleluja“ eine herausragende Rolle.

Der Ausdruck der Worte über ‚lallen‘ (Geschwätz) im zweiten Satz ist sehr effektiv, wie die endgültige reich italienische Saitenbegleitung im Choral ‚Sei Lob und Preis mit Ehren‘ ist. Es gibt Zweifel daran, ob es in Leipzig eine Sopranistin gab, die in dieser Kantate die hohen Töne und die anspruchsvolle Solo-Passage verwalten konnte. Das ist zum Teil deshalb, warum der Musikwissenschaftler Klaus Hofmann davon ausgeht, dass Bach diese festliche, virtuose Kantate um 1730 für den Weissenfels-Hof im Südwesten von Leipzig komponierte, wo er eine unbezahlte, aber prestigeträchtige Position als Ehrenkapellmeister hielt. Eine andere Möglichkeit ist, dass er diese Arbeit für einen der italienischen Opernsänger schrieb, die sich in diesem Jahr in Dresden niederließen.

Die Besetzung umfasst Solo-Sopran, Tromba in C, Violine I/II, Viola und Basso continuo.

  1. Aria S (Tr, Vl I/II, Va, Bc): Jauchzet Gott in allen Landen
  2. Recitativo S (Vl I/II, Va, Bc): Wir beten zu dem Tempel an
  3. Aria S (Bc): Höchster, mache deine Güte
  4. Choral S (Vl I/II, Bc): Sei Lob und Preis mit Ehren
  5. [Aria S (Tr, Vl I/II, Va, Bc): Alleluja]

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BWV 51
Titel „Jauchzet Gott in allen Landen“
Genre
Kantate (Solokantate)
Jahr
1730
Stadt
Leipzig
Texter
unbekannt
Gelegenheit
Fünfzehnter Sonntag nach Trinität und allgemeiner Gebrauch
Uraufführung
Wahrscheinlich 17. September 1730

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Veröffentlichungsdatum
5. Mai 2017
Aufnahmedatum
17. Dezember 2015
Ort der Aufnahme
Grote Kerk, Naarden

Dirigent
Jos van Veldhoven
Sopran
Maria Keohane
Trompete
Robert Vanryne

Violine 1
Shunske Sato, Annelies van der Vegt, Anneke van Haaften, Lidewij van der Voort
Violine 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense
Viola
Staas Swierstra, Jan Willem Vis
Cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer
Kontrabass
Robert Franenberg
Organ
Pieter-Jan Belder

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                                                       Kantate BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

Zum Video in diesen Text oder Foto anklicken!


„Ich wünsche viel Freude mit dem BWV 51“

Grüße sommerk

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Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen ist am 6. Mai 2017 im Konzert auf der Wartburg in Eisenach und im Deutschland-Radio Kultur zu hören!

Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen ist am 6. Mai 2017 im Konzert auf der Wartburg in Eisenach und im Deutschland-Radio Kultur am Dienstag 23. Mai um 20.03 UHR zu hören!

384. Wartburgkonzert-Deutschlandradio Kultur

                                                  Rudolf Lutz Leiter J.S. Bach-Stftung St. Gallen

Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

Solisten:

Miriam Feuersinger, Sopran

Markus Forster, Altus

Daniel Johannsen, Tenor

Matthias Helm, Bass

Plamena Nikitassova, Violine

Andreas Helm, Oboe d’amore

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JOHANN SEBASTIAN BACH

Konzert für Violine, Streicher und B.c. a-Moll BWV 1041
Kantate “Gott der Herr ist Sonn’ und Schild“ BWV 79

***
Concerto A für Oboe d’ amore, Streicher und Generalbass
rekonstr. aus BWV 1055

Rudolf Lutz

Luther-Kantate (UA, Auftragswerk)

„Erhalt uns, Herr, bei Deinem Wort“

Chor & Orchester der J.S. Bach-Stiftung wurden 2006 von Rudolf Lutz gegründet. Das Ensemble besteht aus Berufsmusikerinnen und -musikern aus der Schweiz, Süddeutschland und Österreich, die sich in der historischen Musizierpraxis gut auskennen und diese undogmatisch in den Dienst einer modernen, vitalen Interpretation stellen.

                                                                           Wartburg-Festsaal

Rudolf Lutz (1951) – der Schweizer Organist, Cembalist war Dozent für Improvisation an der Schola Cantorum Basiliensis und ist heute künstlerischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen und damit die Schlüsselfigur eines gigantischen Musikprojektes. Er ist auch als Komponist tätig und hat 2002 für seine St. Galler Ensemble ein vielbeachtetes Weihnachtsoratorium in englischer Art («An English Christmas») geschrieben.

Auf der Wartburg erklingt an diesem Abend seine Lutherkantate

„Erhalt uns, Herr, bei Deinem Wort“ als Uraufführung und Auftragswerk.

Mit freundlicher Unterstützung durch das BMW Werk Eisenach

Tickets und Saalplan

Festsaal der Wartburg

Rest-Karten Preiskategorie 3 – 19,00 Euro

Link zum Kartenvorverkauf mit Saalplan: 

http://www.wartburg.de/de/veranstaltungen/veranstaltungsplan/veranstaltungsdetails/id-384-wartburgkonzert.html


Konzert in Deutschland-Radio Kultur am Dienstag, 23. Mai 2017 um 20:03 Uhr.

Programm-Link:

http://www.deutschlandfunkkultur.de/programmvorschau.282.de.html?drbm:date=23.05.2017

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Internet-Webradio: Link:  http://www.deutschlandfunkkultur.de

                                   Webseite: Deutschland-Radio Kultur – Pfeil links folgen und: Live Stream anklicken..!!

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Video: BWV 1055 von der J.S. Bachstiftung

Oboenkonzert A-Dur für Oboe d’amore

https://gloria.tv/video/23HhRVWroJ6f2bBhkUVzD4jkz

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