Archiv der Kategorie: Herford

In der Münsterkirche Herford – erklang eine bewegende Matthäus-Passion von J.S. Bach


In der Münsterkirche Herford – erklang eine bewegende Matthäus-Passion von J. S. Bach

Neue Westfälische – Anna Mönks

Gelungene Aufführung der Matthäus-Passion in der Münsterkirche!

Der Münsterchor und der Kinder- und Jugendchor laden unterStefan Kagl zum Höhepunkt der Passionszeit und hinterlassen ein sichtlich berührtes Publikum.

Münsterkantor Stefan Kagl lud zu Bachs Matthäuspassion in die Münsterkirche. Der große Chor – eigentlich drei Chöre – entwickelte einen beeindruckenden Klang. Links oben im Bild verbirgt sich der Kinderchor, der seine anspruchsvolle Partie souverän und klangschön darbot. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach gehört zu den bewegendsten Werken der Musikgeschichte. Münsterkantor Stefan Kagl hat sie am Sonntagnachmittag in der Münsterkirche zur Aufführung gebracht. Möglich war dies durch die Zusammenarbeit des Herforder Münsterchores und des Kinder- und Jugendchores mit der Lemgoer Kirche St. Marien und den dortigen Chören unter der Leitung des Kantors Volker Jänig. Ergänzt durch das Ensemble für alte Musik „arcipelago“ und fünf hervorragende Solisten war es ein beeindruckendes Aufgebot, das im Altarraum und auf der Seitenempore der Münsterkirche Platz genommen hatte.

Mit fluffigem Tempo ging Kagl das Werk um das Leiden Christi an. Das brachte das kunstvolle Ineinandergreifen der drei Chöre (Doppelchor plus Kinderchor) besonders zur Geltung, zumal Kagl bei allem Tempo stets dem Nachhall Raum gab. Dem üppigen und vollen Chorklang gegenüber stand der fragile, silbrige Klang der historischen Instrumente. Eine reizvolle, wenngleich nicht ganz unproblematische Kombination.

Es war großartig, mit wie viel Verve der Chor diese Musik anging. Die Herausforderung der schnellen, kurzen Einwürfe („Herr, bin ich?s?“ „Lass ihn kreuzigen!“) darf nicht unterschätzt werden. Es bedarf einer gehörigen Portion Chuzpe, mit voller Stimme einzusetzen und nicht den Nachbarn singen zu lassen um sich dann unauffällig dranzuhängen. Stefan Kagl bereitete diese Einwürfe sorgfältig vor und nahm seine Sänger auf diese Weise mit. Sie dankten es ihm mit großem Klang. Wenn eine solche Menge „Barrabam!“ in das Kirchenschiff gellt, dann ist das beeindruckend.

Ergreifend: Evangelist Florian Feth (links) und Bassist (Jesus) Jörn Dopfner nahmen die Zuhörer mit. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Abgerundet wurde die Aufführung durch die Gesangssolisten: Sopranistin Uta Singer, (mit klarer Stimme), Altistin Vera Alkemade (wundervoll zentriert und warm im Klang) und Bassist Dieter Goffing (starke und volle Stimme). Tenor Florian Feth, überzeugte als Evangelist mit klaren und volltönenden Höhen und gab einen wunderbaren Erzähler,Jörn Dopfer, sang mit wohlig rundem Bass den Jesus und vermochte es, seine Partie derart lebendig zu gestalten, dass die Zuhörer das Leid beklemmend unmittelbar mitempfanden. Angst, Zweifel und Enttäuschung wie im Garten Gethsemane wurden auf diese Weise greifbar.

Der Klang der historischen Instrumente des Orchesters war eine faszinierende Ergänzung.

Am Taktstock: Stefan Kagl führte die Akteure mit Umsicht durch das Werk. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Am Ende schenkte Stefan Kagl dem Publikum die Stille. Nach dem Tod Jesu schien die Zeit anzuhalten, und auch der letzte Chor rührte mit seiner ruhigen Klarheit und dem schmerzlichen Vorhalt im Innersten. Der Schlusston verklang, die Münsterglocken läuteten, das Publikum erhob sich schweigend und ließ die Passion nachhallen. Ein bewegender Moment.

Zum ganzen Artikel der Neuen Westfälischen Zeitung!


Eine weitere Rezension von der Matthäus-Passion in St. Marien, Lemgo!

St. Marien Lemgo Matthäus Passion.jpg

Großaufgebot mit mehr als 200 Mitwirkenden: Zwei Chöre, zwei Orchester und fünf Solisten brillieren unter Leitung von Volker Jänig. Uta Singer und Vera Alkemade harmonieren in schwebender Transzendenz (vorn von links). (© Thomas Krügler)

Lemgo. Zu lang, zu opulent, zu theatralisch!“ – diesen Eindruck hatte in Lemgo niemand. So lautete jedoch die Kritik am Karfreitag 1727 in der Thomaskirche zu Leipzig, als Bachs Matthäus-Passion erstmals aufgeführt wurde.

Nach 100 Jahren Dornröschenschlaf wurde sie von Mendelssohn erneut wachgeküsst. Fast 300 Jahre nach ihrer Entstehung zählt Bachs Klangdichtung heute zum Wunder abendländischer Musik und berührt die Seelen weltweit.

In 68 Sätzen wird der Leidensweg Christi vom Abendmahl bis zur Kreuzigung vertont. Tod und Schmerz verschmelzen in getragener Melancholie und paaren sich mit tänzerischer Freude. Geradezu swingend kamen die rund 200 Musiker bei der Aufführung in St. Marien Lemgo daher: „Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen.“ Das vitale Dirigat von Kantor Volker Jänig motivierte den tänzerischen Gestus und erzielte große Transparenz…..

Link zum Artikel:

http://www.lz.de/lippe/kultur/21738556_Getragene-Melancholie-und-taenzerische-Freude-vereinen-sich.html

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Herzliche Bach-Grüße

Volker

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Das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach – BWV 248 in der Münsterkirche, Herford


Weihnachtsoratorium im Herforder Münster

Unter Leitung von Münsterkantor Stefan Kagl erklangen vier Kantaten aus Johann Sebastian Bachs populärem Werk

Unter der Leitung von Stefan Kagl führen Münsterchor, Kinderchöre am Münster, Solisten und das Orchester "La "Réjouissance" Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium auf. - Foto: © Ralf Bittner

Unter der Leitung von Stefan Kagl führen Münsterchor, Kinderchöre am Münster, Solisten und das Orchester „La „Réjouissance“ Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium auf. – Foto: © Ralf Bittner

Herford. „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“ jubelten Münsterchor, Kinder- und Jugendchor, begleitet von Pauken und Trompeten des Orchesters „La Réjouissance“ im Münster.

Mit dem mächtigen, jubilierenden Choral beginnt Johann Sebastian Bachs 1734/35 uraufgeführtes Weihnachtsoratorium. In der 1. Kantate wird die Geburt des Jesuskindes gefeiert, dementsprechend war sie ursprünglich zur Aufführung am 1. Weihnachtstag gedacht. Die fünf weiteren Kantaten sollten an Festtagen in der Zeit bis bis zum Epiphaniasfest, dem Dreikönigsfest am 6. Januar, aufgeführt werden. Obwohl das Oratorium die Zeit von Jesu bis zum Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland behandelt, hat Bachs populäres Werk bis heute seinen festen Platz in der Adventszeit.

Mehr als 500 Zuhörer im Münster stimmten sich mit dem von Münsterkantor Stefan Kagl geleiteten Konzert am Sonntag auf ihr Weihnachtsfest ein. Auf dem Programm standen…..

weiter zum ganzen Artikel der NW

Kantatengottesdienst mit dem Herforder Münsterchor am Sonntag, 27.11.2016 – BWV 186a „Ärgre dich, o Seele, nicht“


Kantatengottesdienst des Herforder Münsterchors

Mit sicherer Hand: Münsterkantor Stefan Kagl leitet das philharmonische Bachorchester und den Münsterchor. Foto: © Tenta

Mit sicherer Hand: Münsterkantor Stefan Kagl leitet das philharmonische Bachorchester und den Münsterchor. Foto: © Tenta

Julia Borchert trat als Solistin auf !

Herford. Vor genau 300 Jahren komponierte Johann Sebastian Bach die Adventskantate BWV 186aÄrgre dich, o Seele, nicht“ über einen Text von Salomon Franck. In seiner Zeit als Thomaskantor hat Bach dieses Werk noch erweitert. Münsterkantor Stefan Kagl hat sich, zusammen mit dem Herforder Münsterchor, der seltener zu hörenden Urfassung dieses Werks angenommen.

Für die vier Soloarien konnten vier exzellente Solisten gewonnen werden. Dieter Goffing überzeugte mit seiner Bass-Arie, schlicht aber eindringlich begleitet von tiefen Instrumenten. Besondere Freude bereitete die Gelegenheit, Julia Borchert in Herford erneut hören zu können. Die heute deutschlandweit gefragte Sopranistin hatte als Schülerin in Herford erste kirchenmusikalische Erfahrungen gewonnen. Ihr Mitwirken bei dieser Aufführung war auch als Dank an ihre damalige Chorleiterin, Annette Lindenkamp zu verstehen, der mit diesem Festgottesdienst für ihr jahrzehntelanges Engagement für das Musikleben in Herford gedankt wurde (die NW berichtete).

 

Stefan Kagl führte den Münsterchor und das philharmonische Bachorchester mit sicherer Hand durch die anspruchsvolle Komposition. Der Chor schien schwerelos zu singen, getragen von einfühlsamen, kompetenten Instrumentalisten.

Pfarrer Hans-Detlef Hoffmann ging in seiner anschließenden Predigt auf die zuvor gehörte Kantate ein. Mit theologischer Gelehrsamkeit und musikalischer Sachkenntnis wurde Bachs selten gehörtes Werk noch einmal lebendig gemacht. Manche Gottesdienstbesucher haben sich sicher im Anschluss gewünscht die Kantate ein zweites Mal, mit neu gewonnener Erkenntnis erleben zu können.

Münsterkantor Stefan Kagl war an diesem Sonntag nicht nur als Dirigent, sondern auch als Organist zu erleben. Als Begleiter der Kirchenlieder begnügt er sich nicht damit die Gemeinde hinter sich her zu ziehen, sondern nützt diese Aufgabe zur kreativen Gestaltung. Mit dem von ihm vorgetragenen Orgelnachspiel von Heathcote Statham, konnte ein in Deutschland selten zu hörender Komponist entdeckt werden. Während Stathams Orgelspiel war 1938 die Orgel der Norwich Kathedrale in Flammen geraten. Kagls Interpretation der Fantasie über „Veni Emmanuel“ war hingegen, gottlob „nur“ herzerwärmend.

Copyright © Neue Westfälische 2016

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Zum Video: J.S. Bach Adventskantate BWV 186a „Ärgre dich, o Seele, nicht“

J.S. Bach – Kantate BWV186a „Ärgere dich, o Seele, nicht“ (Musik verschollen)

Eine Rekonstruktion der Kantate wurde 1963 von Diethard Hellmann veröffentlicht.

Besetzung Soli: S A T B, Coro: S A T B, Oboe I/II, Taille, Fagotto, Violino I/II:, Viola, Continuo
Entstehungszeit: 1716 Weimar
Text: Salomo Franck 1717
Bemerkungen: Musik verschollen aber in wesentlichen Teilen in BWV 186 erhalten.
Anlass: 3. Adventssonntag

1. Coro Oboe I/II, Taille, Fagotto, Violino I/II, Viola, Continuo

Ärgre dich, o Seele, nicht,
Dass das allerhöchste Licht,
Gottes Glanz und Ebenbild,
Sich in Knechtsgestalt verhüllt.
Ärgre dich, o Seele, nicht!

2. Aria B Continuo

Bist du, der da kommen soll,
Seelenfreund im Kirchengarten?
Mein Gemüt ist zweifelsvoll,
Soll ich eines andern warten?
Doch, o Seele, zweifle nicht.
Lass Vernunft dich nicht verstricken,
Deinen Schild, o Jakobs Licht,
Kannst du in der Schrift erblicken!

3. Aria T Viola, Continuo

Messias lässt sich merken
Aus seinen Gnadenwerken,
Unreine werden rein.
Die geistlich Lahme gehen,
Die geistlich Blinde sehen
Den hellen Gnadenschein.

4. Aria S Violino I/II, Continuo

Die Armen will der Herr umarmen
Mit Gnaden hier und dort!
Er schenket ihnen aus Erbarmen
Den höchsten Schatz, des Lebens Wort!

5. Aria S A Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Continuo

Lass, Seele, kein Leiden
Von Jesu dich scheiden,
Sei, Seele, getreu!
Dir bleibet die Krone
Aus Gnaden zu Lohne,
Wenn du von Banden des Leibes nun frei.

6. Choral Oboe I/II, Violino I/II, Viola, Fagotto, Continuo

Darum, ob ich schon dulde
Hie Widerwärtigkeit,
Wie ich auch wohl verschulde,
Kommt doch die Ewigkeit,
Ist aller Freuden voll,
Dieselb ohn einigs Ende,
Dieweil ich Christum kennt,
Mir widerfahren soll.
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Die Kantate basiert auf einem Kantatentext von Salomo Franck für den Dritten Adventssonntag, der 1717 in den Evangelischen Sonn- und Fest-Tages-Andachten erschienen ist. Seine Texte enthalten die Sätze 1, 3, 5, 8, 10 des späteren Werkes und einen anderen Schlusschoral von Ludwig Helmbold. J.S. Bach komponierte die Musik, BWV 186a, 1716 in Weimar, wo sie zum ersten Mal am 13. Dezember 1716 aufgeführt wurde.

Ensemble: Ton Koopman

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Herzliche Adventgrüße

Volker

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Der Dresdner Kreuzchor sang in der Marienkirche Herford


Der Dresdner Kreuzchor sang in der Marienkirche Herford

Die etwa 70 zwischen 9 und 18 Jahre alten Sänger zeigten Chormusik auf höchstem Niveau!

Der Dresdner Kreuzchor gab ein Konzert in der Marienkirche Herford

        Der Dresdner Kreuzchor gab ein Konzert in der Marienkirche Herford. Foto: Ralf Bittner

Herford. „Eigentlich hatten wir den Chor so kurz nach dem Tag der deutschen Einheit eingeladen, um Gott für diese zu danken“, sagte Pfarrer Mathias Storck zu Begrüßung der 700 Konzertbesucher in der Marienkirche, jetzt gebe es aber einen zweiten Anlass, nämlich zu zeigen, dass zwei Jahre Pegida in Dresden 800 Jahre Musik zum Ruhme Gottes nicht übertönen könnten.

70 Sängerknaben: seit 1997 leitet Roderich Kreile als 28. Kreuzkantor seit der Reformation den inzwischen 800 Jahre alten Chor. Foto Ralf Bittner

70 Sängerknaben: seit 1997 leitet Roderich Kreile als 28. Kreuzkantor seit der Reformation den inzwischen 800 Jahre alten Chor. Foto Ralf Bittner

Seit inzwischen 800 Jahren, besteht der heute von Roderich Kreile geleitete Dresdner Kreuzchor mit Sängern im Alter zwischen 9 und 18 Jahren. Der Chor erlebte dabei nicht nur historische Umwälzungen verschiedener Art und die Reformation, sondern auch die Entwicklung der Musik von anfangs eher schlichter Einstimmigkeit bis zu den zeitgenössischen, teils achtstimmigen Werken. Auch das eineinhalbstündige Programm, das der Chor präsentierte, deckte fast 500 Jahre geistliche Musikgeschichte ab…..

Zum ganzen Artikel der NW


Video: Am 9. Oktober 2009 gastierte der Dresdener Kreuzchor in der Salvatorbasilika der Eifelstadt Prüm. Zum Abschluss eines sehr anspruchsvollen Programms gab es die Mottete „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“, BWV 226, von Johann Sebastian Bach.

Herzliche Grüße
Volker

Die Nordwestdeutsche-Philharmonie glänzte mit zwei Nachwuchs-Künstler beim 10. Stifter-Konzert in der St. Marienkirche Stift Berg, Herford


Marienkirche Stift Berg Herford

                                                                         St. Marien Kirche Stift Berg in Herford

Ein hochkarätiges Konzert gab es in der St. Marien Kirche Stift Berg in Herford zu bewundern. Eingeladen hatte die Nordwestdeutsche Philharmonie (NWD), Herford am Sonntag, 3.3.2013 alle Stifter zum 10. Konzert mit Werken von der Barock- bis zur Klassikzeit.

Programm 1. Seite

Selten so launig begann der Intendant der Nordwestdeutschen Philharmonie „Andreas Kuntze“ seine Begrüßungsansprache. Die Erleichterung war ihm spürbar anzumerken, dass das Orchester der Nordwestdeutschen Philharmonie in Zukunft finanziell durch die Kommunen in OWL eine breite Unterstützung erfährt das vor ein paar Wochen so noch nicht abzusehen war.

Intendant der NWD Herford Andreas Kuntze bei seiner Eröffnungsrede

           Intendant der NWD Herford – Andreas Kuntze bei seiner Eröffnungsrede in der St. Marienkirche Stift Berg

Das sei ein bundesweit einmaliges Modell. Ideen, Wünsche und Hoffnungen würden jetzt in eine „Perspektiv-Konferenz OWL“ einfließen, Ein Schwerpunkt sei dabei die kulturelle Bildung und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und das Orchester wird neue Programme und Konzertformen ausprobieren. Erfolgreiche  Auslandsauftritte des NWD-Orchesters aus OWL in ganz Europa sprechen eine eindeutige Sprache über das zu bewahrende Kulturgut.

Programm:

Programm des 10. Stifter-Konzertes

                                                                                   

Ausführende:

Ausführende NWD-.Konzert

Zum Konzertanfang erklang die

Sinfonie G-Dur KV 129 von W.A. Mozart (1756-1791).

Er komponierte sie im Jahr 1772 in Salzburg und war 16 Jahre alt. Nach der Alten Mozart-Ausgabe trägt die Sinfonie die Nummer 17. Das große NWD-Orchester bestach durch eine schwungvolle und heitere Interpretation und wurde durch den zuvor verpflichteten Jung-Dirigenten Johannes Klumpp dementsprechend mit seiner prägnanten Körpersprache zielgerichtet unterstützt.

Ein weiteres sinfonisches Werk des 18-jährigen Franz Schubert (1797-1828) –

Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200

erklang als ein weiterer Programmpunkt.

Die Sinfonie entstand für ein Liebhaberorchester unter der Leitung des Geigers Josef Prohaska; Schubert spielte in diesem Orchester die Bratsche. Es wird vermutet, dass die erste Aufführung der Sinfonie im privaten Rahmen durch Prohaskas Orchester stattfand. Die erste öffentliche Aufführung fand jedoch erst am 19. Februar 1881 in London durch den Musikforscher George Grove statt, der in dieser Zeit alle Schubert-Sinfonien zur Aufführung brachte.

Wie zuvor in der Mozart-Symphonie gab der Jung-Dirigent Klumpp ein herrlich zupackendes Tempo vor, und die Akteure wie auch das Publikum werden davon getrieben und begeistert. In Johannes Klumpps Interpretation tendierte Schuberts jugendliche Sinfonie nicht in die klassische, sondern eindeutig in die seelenbewegt romantische Richtung. Klumpp ließ die Musik atmen und leben.

Als ein absolutes Highlight des Konzert-Abends entwickelten sich die vier Sopran-Arien, vorgetragen von der vortrefflich singenden Mezzosopranistin „Nicole Pieper“ – als die Entdeckung des Abends – in den drei barocken Werken von:

Johann Adolph Hasse (1699-1783) Cleofide: „Generoso risuegliati“

Georg Friedrich Händel (1685-1759) Floridante: Notte cara“

Antonio Vivaldi (1678-1741) „Se lento ancora il fumine“

sowie in dem Werk von

W.A. Mozart (1756-1791) Große Messe in c-Moll „Laudamus te“

Mezzosopran: Nicole Pieper beim 10. NWD-Stifterkonzert in der Marienkirche Herford am  3. März 2013

   Mezzosopran: Nicole Pieper beim 10. NWD-Stifterkonzert in der Marienkirche Herford am 3. März 2013

Ihre vier Gesangs-Beiträge waren das Nonplusultra des Abends und ging einem unter die Haut. Ein solch raumfüllendes Stimmvolumen erlebt der Besucher nicht alle Tage, sie ist ein Juwel in der deutschen Riege der Jung-Mezzosopranistinnen und wird eine große Zukunft vor sich haben. Diese Leichtigkeit des Singens, ihre Koloraturen sind wie ein Nachtigall-Gesang und bezaubert durch ihren natürlichen Gesangs-Vortrag, das war absolute Spitzen-Klasse. Die Arien von Hasse, Händel, Vivaldi und Mozart erklangen zusammenhängend wie eine Perlenschnur in der wunderbarsten Form und Ausführung, Herz was begehrst du mehr….

Ein weiterer großartiger Könner als Dirigent ist Johannes Klumpp lobend zu erwähnen. Klumpp ist mit einer suggestiven Körpersprache begnadet. In der kraftvollen Weichheit seiner Bewegungen vermag er auf ebenso natürliche Weise zu befeiern, wie zu innigsten Momenten zu führen. Der Besucher hat verstanden, warum Johannes Klumpp nicht nur mit Preisen geradezu überschüttet wurde, sondern auch als einer der vielleicht größten Nachwuchstalente gilt……

Dirigent:  Johannes Klumpp beim 10. NWD-Stifterkonzert in der Marienkirche Herford  am 3. März 2013

   Dirigent: Johannes Klumpp beim 10. NWD-Stifterkonzert in der Marienkirche Herford am 3. März 2013

Ein großes Finale erhalten die Protagonisten durch die Besucher mit einem nicht endend wollenden und frenetischen Applaus. Das war wieder eine Sternstunde für die Stifter der „Nordwestdeutschen Philharmonie“ und wird in den Analen der Historie eine besonderen Platz einnehmen.

Herzlichen Dank für diese ausgezeichnete Programmauswahl, die uns vollends begeistert und überzeugt hat und wünsche dem großartig aufspielenden NWD-Orchester weiterhin alles Gute, möge ihre Reise nun in eine finanziell abgesicherte Zukunft gehen. Bei diesen großartigen Instrumentalisten müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn das in OWL nicht möglich wäre.

Alle Förderer und kommunale Institutionen in Ostwestfalen-Lippe sind aufgerufen, dieses hervorragende Orchester am Leben zu erhalten. Sie haben es absolut verdient, für die Zukunft eine gesicherte Existenzgrundlage vorzufinden..!!

Grüße

Volker

 

 

Konzerte und Theater-Termine für OWL und das Umland im Sommer und Herbst 2012


Ihr Lieben !

Schon lange sind mir herausragende Termine per Mail oder durch Veröffentlichungen zugetragen worden und komme endlich dazu, sie für OWL – Ostwestfalen-Lippe und für das weitere Umland bekannt zu geben.

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Herford

Seit einigen Tagen findet in Herford der Orgelsommer 2012 statt, Termin vom 8. Juli bis 2. September 2012. Es wurden namhafte Organisten aus dem In- und Ausland verpflichtet.

Ein PDF zum Download steht bereit.

Link: Herforder Orgelsommer_2012

Ein besonderes Orgel-Konzert stelle ich einmal vor:

Jean-Christophe Geiser - Domorganist zu Lausanne / CH

Jean-Christophe Geiser – Domorganist zu Lausanne / CH

Sonntag, 29. Juli 2012, 18.00 Uhr
Herforder Münster

ORGELKONZERT

Jean-Christophe Geiser, Domorganist zu Lausanne / CH
Norden und Süden in Barock und Romantik

Samuel Scheidt : Echo ad manuale duplex forte et lene
(1587-1654)

Nicolaus Bruhns : Praeludium in e-Moll (das Grosse)
(1660-1697)

Georg Muffat : Passacaglia (1653-1704)
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Johann Sebastian Bach : Concerto a-Moll BWV 593 (nach dem Concerto a-Moll
(1685-1750) für 2 Violinen und Streicher op. 3 no 8 „Estro armonico“
von Antonio Vivaldi) (Allegro) – Adagio- Allegro

Richard Wagner: Vorspiel zu «Tristan und Isolde»
(1813-1883) (Transkription: Alexander Wilhelm Gottschalg)

Johannes Brahms: Praeludium und Fuga in g Moll WoO 10
(1833-1897)

Eintritt frei / Kollekte

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St. Michaelis Hildesheim Sommerliche Kirchnmusik 2012

St. Michaelis Hildesheim Sommerliche Kirchnmusik 2012

Hildesheim

Sommerliche Kirchenmusik, die 46. seit Bestehen dieser Konzertreihe in St. Michaelis Hildesheim.

Wir haben wieder ein vielfältiges Programm für Sie zusammengestellt, das von mittelalterlicher Musik bis zu einem experimentellen Wort-Ton-Projekt reicht.

Bitte beachten Sie, dass das Abschlusskonzert ausnahmsweise nicht an einem Donnerstag, sondern erst am Sonntag, dem 9. September 2012 stattfindet.

Zwei Konzerte aus dem Programm stelle ich einmal vor::

St. Michaelis, Donnerstag, 9. August 2012, 20 Uhr – Kammerkonzert

Ensemble „Bremer Ratsmusik“

Annika Schmidt, Barockvioline – Jenny Westman, Viola da Gamba – Harry Hoffmann, Barocklaute

Werke von Johann Sebastian Bach

Eintrittspreise: 12 EUR (erm. 8 EUR)

Online-Kartenbestellung:

Link: über ReserviX.de

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St. Michaelis Hildesheim

St. Michaelis Hildesheim

St. Michaelis, Donnerstag, 30. August 2012, 20 Uhr

„Mit der Seel‘ und Mundesstimm'“

Barocktrio Schwarz / Pank/Becker-Foss – Gotthold Schwarz (Leipzig), Barition – Siegfried Pank (Leipzig), Viola da Gamba

Hans Christoph Becker-Foss (Hameln), Orgel und Cembalo

Werke von:

Georg Böhm, Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann,

Georg Christoph Strattner, Johann Adolph Hasse, Carl Philipp Emanuel BachWilhelm Friedemann Bach und  Johann Christoph Friedrich Bach

Eintrittspreise: 12 EUR (erm. 8 EUR)

Online-Kartenbestellung:

Link: ReserviX.de

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Weitere Informationen:

KMD Helmut Langenbruch

Michaelisplatz 2, 31134 Hildesheim

Tel.:  05121 9990184 – Fax:  05121 9990225 – Mobil:  0179 3952637

e-mail:  Helmut.Langenbruch@evlka.de

Internet: http://www.posaunenchor-michaelis.de

………..  http://www.michaelis-gemeinde.de

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Programm-PDF zum Download

Link: PDF – St. Michaelis Hildesheim Programm

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Samstag,  28.07.2012, 20:00 UHR 

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Bach-Nacht 2012

In der Abteikirche Marienmünster

Die diesjährige Bach-Nacht am Samstag, 28. Juli 2012, markiert gleichzeitig die Eröffnung des Festivals der Klosterregion. Sie beginnt um 20 Uhr im Konzertsaal der Kulturstiftung zunächst mit dem Chorkonzert „Von Bach zu Brahms” mit „TASK”, dem Thüringischen Akademischen Singkreis. Um 22 Uhr folgt in der Abteikirche „Licht und Klang”, eine Performance zur Geschichte des Ortes. „Befiehl du deine Wege” – Bach-Choräle zur Nacht – beschließen das Programm des ersten Festivaltages.

Weitere Termine der Klosterregion über den nachstehenden Link

Link:  http://www.philharmonische-gesellschaft-owl.de/klosterregion.html

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Eintrittskarten-Online für Marienmünster:

Link:  https://secure.philharmonische-gesellschaft-owl.de/index.php?id=67&Event=844&BookingType=2

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Als PDF das Gesamt-Programm zum Download (Klosterlandschaften OWL 2012)

Link:  Programm-Klosterlandschaft-OWL-2012

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Konzerthaus der HfM Detmold

Konzerthaus der HfM Detmold

Detmold

6. Oktober 2012 : HfM Detmold, Konzerthaus, 19:30 Uhr

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-Moll KV 626

Johann Sebastian Bach: Kantate „Ich habe genug“, BWV 82

Barockakademie der HfM Detmold: Instrumentalsolisten-Ensemble,

Leitung: Ulrike-Anima Mathé | Vokalsolisten-Ensemble, Einstudierung: Benno Schachtner | ohne Mitwirkung von Klaus Mertens..!!

Leitung: Gerhard Weinberger |

Eine Veranstaltung der Reihe MUSICA SACRA

Eintritt 30,00 EUR | 25,00 EUR | 20,00 EUR – Studierende / Schüler Eintritt frei (Eintrittskarte erforderlich)

Vorverkauf der Eintrittskarten für Detmold

findet im Detmolder „Haus der Musik“,Krumme Straße 26, statt

(Tel. 05231-302078). Sie können dort persönlich Ihre Eintrittskarten kaufen oder über die Ticket-Hotline 0800-00-68745 jederzeit anrufen (auch an Sonn- und Feiertagen). Der Anruf kostet Sie keinen Cent. Die Gebühren zahlt das Haus der Musik. Kernzeit Kunden-Service: Montag bis Freitag 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr, Samstag 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr

Programmänderung für Detmold:

Samstag, 06.10.2012

Konzerthaus, 19:30 Uhr

Konzert der Barockakademie

Barockakademie der HfM Detmold:
Instrumentalsolisten-Ensemble, Leitung: Ulrike-Anima Mathé | Vokalsolisten-Ensemble, Chorassistenz: Benno Schachtner | Leitung: Gerhard Weinberger | Eine Veranstaltung der Reihe MUSICA SACRA 2012

Johann Sebastian Bach (1685–1750): Kantate „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“, BWV 27 (Dominica 16 post Trinitatis) für Soli, Chor und Orchester – Corinna Kuhnen (Sopran), Julia Maria Spies (Alt), Volker Hanisch (Tenor), Fabian Kuhnen (Bass) / Johann Sebastian Bach: Kantate „Ich habe genung“, BWV 82 (Festo Purificationes Mariae) für Bass, Oboe, Streicher und Continuo – Solist: Konstantin Ingenpass (Bass)
– Pause –
Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791): Requiem d-Moll KV 626 (Fassung: F. X. Süssmayr) für Soli, Chor, Orchester und Orgel – Carine Tinney (Sopran), Janina Hollich (Alt), Volker Hanisch (Tenor), Gregor Loebel (Bass)

Eintritt 30,00 EUR | 25,00 EUR | 20,00 EUR – Studierende / Schüler Eintritt frei (Eintrittskarte erforderlich)

Ticket online

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Stiftskirche Kloster Corvey - Höxter

Stiftskirche Kloster Corvey – Höxter

Höxter – Kloster Corvey, Stiftskirche

Sonntag, 07.10.2012

Stiftskirche Corvey, 17:00 Uhr

Wiederholung des Konzertes vom Vortag unter Mitwirkung von Klaus Mertens (Bass).

Solist: Klaus Mertens, Bass

Wolfgang Amadeus Mozart:

Requiem d-Moll KV 626

Johann Sebastian Bach: Kantate “Ich habe genug”, BWV 82

Barockakademie der HfM Detmold:

Instrumentalsolisten-Ensemble, Leitung: Ulrike-Anima Mathé | Vokalsolisten-Ensemble, Einstudierung: Benno Schachtner |

Leitung: Gerhard Weinberger |

Eine Veranstaltung der Reihe MUSICA SACRA 2012

Online-Ticket: über Saalplan buchen..!!

Link: http://hellwegticket.schlachthof-soest.de/vorverkauf-vorverkauf-men4.html

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Christuskirche Detmold

Christuskirche Detmold

Detmold

Freitag, 16.11.2012

Detmold, Christuskirche, 19:30 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Das musikalische Opfer, BWV 1079

Ausführende:

Ulrike-Anima Mathé, Barockvioline | Hans-Jörg Wegner, Flöte |

Tomasz A. Nowak, Orgel und Cembalo |

Eine Veranstaltung der Reihe MUSICA SACRA 2012

Eintritt frei

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Herford

Händel und Bach - eine irrwitzige Begegnung

Händel und Bach – eine irrwitzige Begegnung

Stadttheater Herford

Samstag, 27.10.2012 um 19:00 Uhr

Händel und Bach – eine irrwitzige Begegnung

Komödie von Paul Barz
mit Sigmar Solbach und Walter Renneisen

Geistreiche Komödie über ein hitziges Treffen der beiden größten Komponisten ihrer Zeit: Händel und Bach!

Die Komödie geht von einer Fiktion aus, der persönlichen Begegnung zwischen dem geschätzten Komponisten und verdienten Thomas-Kantor Johann Sebastian Bach und dem berühmtesten und bestbezahlten Musiker seiner Zeit, Georg Friedrich Händel. In Wahrheit sind sich die beiden Musiker trotz vieler Parallelen in ihrem Lebenslauf nie begegnet. Alle übrigen Fakten sind aber, bei aller Freiheit der Interpretation, authentisch.

Was sich jedoch zunächst als kollegialer Gedankenaustausch bei festgelegtem Rollenspiel – hier der Superstar und Genussmensch, dort der bescheidene kleine Kantor – anlässt, wird bald schon zum unverhofften Zweikampf. Zwei Titanen ihrer Kunst treten gegeneinander an, sich ebenso ähnlich wie fremd. Im Verlauf ihrer immer heftiger werdenden Auseinandersetzung schimmern Wünsche und Sehnsüchte, auch geheime Ängste und Komplexe durch, die alle Klischeevorstellungen von diesen beiden Musikern durcheinander wirbeln.

Kartenvorverkauf:
Im Theaterbüro Linnenbauer Platz 6, 32052 Herford
Telefon: 05221 / 50007
Dienstag – Freitag 11:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 14:00 Uhr
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Herford
CANTart Herford 2012

CANTart Herford 2012

CANTart – Musikfestival im Kreis Herford
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vom 2.9.2012 bis 11.12.2012
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Der Evangelische Kirchenkreis Herford veranstaltet zusammen mit Kulturanker Herford e.V. und

Kulturpartnern das Musikfestival CANTart.

Im Festival CANTart treffen musikalische Impulse und Strukturen vielfältigster Herkunft und Relationen aufeinander und bilden doch ein
faszinierendes Ganzes. Die Region Herford gewinnt dabei ein ganz eigenes kulturelles Profil mit Tiefenwirkung.

Der Projektname CANTart erinnert an die ursprünglichste Form des Musizierens im Singen (lat. cantare) und verweist zugleich mit dem eigenständigen Partikel art auf Querverbindungen zu anderen Bereichen der Kunst. In CANTart wirken Tradition und innovative Offenheit in zukunftsgerichteter Intonation zusammen.

Die menschliche Stimme erweist sich gemäß dem Festivalthema als Ausdrucksorgan und fordert ebenso zu zeitgerechter Positionierung heraus. Überzeitlichkeit und Aktualität bestimmen ihr Klang- und Wirkungsspektrum.

PDF-Programm zum Download

Link: Flyer_CANTart_2012

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Hannover

Herrenhäuser Kirche Hannover

Herrenhäuser Kirche Hannover

Hannover, Herrenhäuser Kirche Konzerte im Dezember 2012

Bachs Weihnachtsoratorium in einer szenischen Vorstellung. Eine Oper für Jung und Alt.

In Hannovers Herrenhäuser Kirche werden seit etlichen Jahren neben den Kirchenkonzerten bedeutende Oratorienwerke auch als geistliche Opern aufgeführt.

Die für heutige Zuhörer oft schwer verständlichen Texte und verwickelten Handlungsstränge barocker Meisterwerke können durch eine theatralische Verlebendigung besser nachvollzogen werden. Die bisherigen Umsetzungen wurden von Publikum und Presse mit großem Zuspruch aufgenommen. Unter anderem war im Rahmen der Expo 2000 die „Matthäuspassion“ von J.S. Bach in fünf gut besuchten Aufführungen zu erleben. Zuletzt fand 2009 eine viel beachtete musik-theatralische Gestaltung des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms statt.

Bachs musikalischer Weihnachtshistorie – seinem populärstem Werk – kann eine szenische Gestaltung in besonderem Maße gerecht werden. Zwar ist es sein wohl am häufigsten aufgeführtes Oratorium, trotzdem ist es, kurz gesagt am wenigsten bekannt: Zum Jauchzen und Frohlocken der Hirten und Engel über die Geburt Jesu in den ersten drei Kantaten, gehören nämlich auch die Bedrohungen durch König Herodes, dem „Prototyp des allgegenwärtig Bösen“( Günter Jena ) in den letzten drei Kantaten. Aber genau das ist der Inhalt des Weihnachtsoratoriums: durch Jesus Beistand kann der Mensch den im Schlussritornell beschworenen Anfechtungen durch Tod, Teufel, Sünde und Hölle widerstehen. Gut und Böse gehören zum geistlichen Gesamtkonzept des „Weihnachtsoratoriums“.

So sollen sich also die vertrauten Ereignisse um Christi Geburt herum mitten zwischen den zuschauenden Menschen unter dem eindrucksvollen Herrenhäuser Kronleuchter ( der das himmlische Jerusalem symbolisiert ) im Kirchenraum abspielen. Zu diesem Zweck wird eigens eine Bühne errichtet, die von den Kirchenbänken eingerahmt ist. Gleichzeitig wird aber durch eine Blick- und Raumverbindung zum Erlöserkreuz im Altarraum hin das Geheimnis des göttlichen Heilsplans spürbar sein. Die Klänge des Bachschen Passionschorals „O Haupt voll Blut und Wunden“ rahmen das Oratorium mit seinen eben nur teilweise freudigen und idyllischen Geschehnissen ein.

Eine scheinbar altbekannte Geschichte kann so neu angeschaut werden. Die tiefen Zusammenhänge in Bachs geistlicher Weihnachts-Historie werden zu einem eindrücklichen, Herz, Ohr und Auge bewegenden Ereignis für Besucher aller Altersschichten. Ein besonderes Weihnachtsfest, an das sich interessierte Kirchgänger, Konzert-, Theater- und Opernfreunde noch lange erinnern werden.

Webseite der Herrenhäuser Kirche: 

Link: http://www.kirchenmusik-in-herrenhausen.de/konzerte/index.htm

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Weitere Informationen werden in Kürze auf einer eigenen Website veröffentlicht.

www.weihnachtsoratorium-oper.de

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Examenskonzert der Hochschule für Kirchenmusik Herford am 29.01.2012 – St. Marienkirche Stift Berg in Herford


St. Marienkirche Stift Berg Herford

Hallo OWL,

in der St. Marienkirche Stift Berg in Herford findet am Sonntag, 29.01.2012 um 20:00 Uhr ein Examens-Konzert der „Hochschule für Kirchenmusik Herford“ statt. Geboten wird ein ungewöhnlicher Programmpunkt von Johann Christian Bach (1735-1782) – „Mailänder-Londoner-Bach“ – es wird  von ihm das Werk:

„Confitebor tibi, Domine“

für Solisten, Chor und Orchester aufgeführt.

Johann Christian Bach (1735-1782)

Es handelt sich um ein bisher unveröffentlichtes Werk von hoher Qualität. Noten sind nicht im Handel erhältlich, eine CD-Aufnahme ist aber erschienen. Tobias Krügel, Dirigent am kommenden Sonntag, hat das Notenmaterial, das der Aufnahme zugrunde lag, ausleihen können, und so eine Aufführung ermöglicht.

Von Johann Christians berühmten Vater Johann Sebastian Bach stammt die Messe A-Dur, die Olga Minkina aus St. Petersburg als Teil ihrer Prüfung zur A-Kirchenmusikerin dirigieren wird. Sie ist apart mit zwei Flöten zum Streichorchester instrumentiert und bietet ein weites Ausdrucksspektrum: Die freundlich hellen Farben der Grundtonart wechseln mit durchdrungenen Arien und virtuosen Chorpartien ab.

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Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

Jan Rohloff wird, ebenfalls als Teil seiner A-Kirchenmusikerprüfung, Felix Mendelssohn Bartholdy’s (1809-1847) – Kantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ für Streicher, Sopransolo und Chor leiten. Mendelssohn kombiniert verblüffend selbstverständlich Typen von Choralsatz und Choralbearbeitung, wie sie in einer 200 Jahre früher entstandenen Komposition stehen könnten, mit seinem untrüglichen Gespür für gesangliche, ausdrucksvolle Linien in allen Ebenen des Tonsatzes, ohne dabei die Melodie des Chorals aus dem Blick zu verlieren.

Es musizieren der Chor der Hochschule für Kirchenmusik Herford, das Orchester der Hochschulkonzerte, bestehend aus Musikern der Bielefelder Philharmoniker, der NWD- Philharmonie und Detmolder Orchester mit ihrem Konzertmeister Burghard Schmilgun.

Es singen Jutta Potthoff, Sopran, Dorothea Ohly-Visarius, Alt, Wolfgang Tiemann, Tenor sowie Hartmut Ernst, Bass.

Der Eintritt beträgt 15 Euro,

ermäßigt 10 Euro (für Rentner)

Eine wunderbare Konzertankündigung der HfK Herford und wünsche allen Besuchern ein schönes Examens-Konzert.

Grüße

Volker