Archiv der Kategorie: Georg Friedrich Händel

In Memoriam – Karl Richter, gestorben am 15. Februar 1981 in München!

In Memoriam Karl Richter, gestorben am 15. Februar 1981 in München!


Karl Richter * 15. Oktober 1926 in Plauen; † 15. Februar 1981 in München – war ein deutscher Dirigent, Chorleiter, Organist und Cembalist.

Von 1953 bis zu seinem Tod war Karl Richter einer der weltweit bekanntesten Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels.

Karl-Richter (1926-1981) Bach-Interpret!

                    Karl-Richter (1926-1981) Bach-Interpret in München!

Weniger bekannt ist, dass Richter auch Werke anderer Komponisten aufgeführt und eingespielt hat, beispielsweise von Joseph Haydn, Johannes Brahms, Anton Bruckner oder Antonín Dvořák. Sein Stil war geprägt von Expressivität und impulsiver Musizierfreude. Die Musikkritiker bemängelten gelegentlich Richters „romantisierende“ Bach-Interpretationen oder den Einsatz stark besetzter Chöre. Die gleichzeitig aufkommende historische Aufführungspraxis mit Originalinstrumenten interessierte Richter nicht besonders, auch wenn er sich gelegentlich daran versuchte. Letztlich blieb er seinem Stil bis zu seinem Tod treu.

Schon im Alter von 30 Jahren wurde Karl Richter das Amt als Thomaskantor in Leipzig angeboten. Doch Richter lehnte ab. Er sagte dazu später: „Es wäre die Krönung meiner Karriere gewesen.“ Aber ich habe in München etwas aufgebaut, was ich nicht mehr aufgeben kann.

Karl Richter ist es zu verdanken, dass in den 1950er-Jahren Schallplattenaufnahmen mit klassischer Musik einem breiten Publikum bekannt gemacht wurden. Die erstmalige Einspielung der Matthäus-Passion bei der „Archiv“-Produktion 1958 erlangte unter Verwendung eines mächtigen Chores viel Aufmerksamkeit. Diese Aufnahme auf einer LP-Kassette wurde in den folgenden sieben Jahren 50.000 Mal verkauft. 1964 folgte die Einspielung von Bachs Johannes-Passion. 1980 kam eine weitere Einspielung der Matthäus-Passion mit dem Münchener Bach-Chor und dem Schallplatten-Label „Deutsche Grammophon“ heraus.

Richter hatte zu seinen Lebzeiten bei seinen Hörern zahlreiche Fans. John F. Kennedy war einer von ihnen. Am 22. November 1965 gab Richter in der Philharmonic Hall in New York das offizielle Kennedy-Gedächtnis-Konzert, exakt zwei Jahre nach der Ermordung des US-Präsidenten. Richter leitete 1968 in Moskau und Leningrad Aufführungen der Johannes-Passion und der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Seine Interpretation des 2. Brandenburgischen Konzertes führt den musikalischen Teil der Schallplatte Voyager Golden Record an, die als Botschaft der Menschheit an Bord der Sonden Voyager 1 und Voyager 2 unser Sonnensystem verlassen hat.

Richter starb 1981 im Alter von 54 Jahren an Herzversagen in einem Hotel in München. Er wurde auf dem Friedhof Enzenbühl (FG 81163) in Zürich beerdigt. Im Gedächtniskonzert für Karl Richter am 3. Mai 1981 dirigierte sein Freund Leonard Bernstein den Münchener Bach-Chor und das Bach-Orchester im Herkules-Saal der Münchener Residenz.

The Legacy of Karl Richter 1

The Legacy of Karl Richter 8


Karl Richter in München – Zeitzeugen erinnern sich!

http://karlrichter.blogspot.com.es/p/kritiken.html

http://www.zeit.de/1981/09/bach-aus-muenchen

——————————————-

Advertisements

Bach Festtage 2016 in Köthen. Mein „Abend-Tagebuch“ in 4 Viertelkapiteln. Mein „Abend-Tagebuch“: Kapitel II

Bach Festtage 2016 in Köthen. Mein ‚Abend-Tagebuch‘ in 4 Viertelkapiteln. 

Mein „Abend-Tagebuch“: Kapitel II

DES HOFKAPELLMEISTERS SONNENBRILLE.

Nachdem ich am Vormittag kreuz und quer durch die Residenzstadt geradelt bin, steige ich den Rest des Tages mal aus.

Ein Highlight war da noch die Sonnenbrille mit der Aufschrift am Bügel: ‚HOFKAPELLMEISTER‘. Kostete nur €1,95 und gab’s in Leopold’s Schloss. Beim Schreiben des abendlichen Rückblicks stelle ich mir vor, dass Bach sie getragen und lässig dazu APERITIVO CRODINO genossen hat.

In Halle gibt es eine BIBLIOTHEK mit Inkunabeln und Folianten aus mindestens fünf Jahrhunderten. Nicht die Bib der Frankischen Stiftungen. Nein-, die MARIENBIBLIOTHEK gegenüber der Marktkirche, in der Händel bei Friedrich Wilhelm Zachow das Orgelspielen erlernte.

Auch nicht nur Theologie oder Hallensia-Sammlungen, auch Numismatika, Teufelsbuchliteratur, Medizin, Botanik, Musik und Sonne, Mond und Sterne. Mich interessiert besonders die Reiseliteratur aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und die sog. Grand Tour von Fürsten und ihren Sprösslingen nach Italien. Diese ‚Kavalierstouren‘ sollten Horizonte junger Adliger erweitern, aber da junge Adlige oft anderes in Italien zu tun hatten, waren letztlich ihre Hofmeister die Ghostwriter. Fühlbar und außergewöhnlich darf man die Bücher vorsichtig streicheln, fotografieren (Fotoerlaubnis € 5,-) und exzerpieren.

Der Springbrunnen im Gartenhof des Händel-Hauses inspirierte mich nochmals zum Grübeln über die misslungenen Beziehungen von Bach und Händel. Wie bereichernd wäre die Musikgescichte weitergegangen, wenn beide sich nicht dauernd verfehlt hätten.

Gute Nacht und ‚ruht wohl, ihr heiligen Gebeine‘.

Adamo

——————————————————–

MDR-Video-Bericht aus Köthen

Link:  http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video-43852.html

—————————————————–

Trompete und Orgel „Musik für Spaziergänger“ in der Kirche zu Bergkirchen (Ostwestfalen-Lippe)

Konzert: „Trompete und Orgel“

Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bergkirchen in Lippe

                        Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bergkirchen in Lippe

Am Sonntag, 6. September 2015 setzt sich um 16.30 Uhr die Reihe „Musik für Spaziergänger“ nach den Sommerferien in der Kirche zu Bergkirchen (Lippe) fort. Zu Gast ist das Duo „Concerto Maestoso“ mit Martin Schröder (Trompete) und Hans-André Stamm (Orgel). Der Dortmunder Trompeter Martin Schröder studierte an den Musikhochschulen Detmold und Köln. Als Spezialist auf der Piccolo-Trompete spielt er Solokonzerte und wird häufig für Aufführungen von Kantaten- und Oratorien engagiert. Der in Leverkusen lebende Komponist und Konzertorganist Hans-André Stamm begann seine Solokonzerttätigkeit mit 11 Jahren, spielte mit 16 Jahren in Notre Dame von Paris, studierte in Lüttich und Düsseldorf und veröffentlichte zahlreiche CDs.

Die Hauptpfeiler ihres Programmes bilden vier barocke Werke. Aus dem Oratorium „Salomo“ von Georg Friedrich Händel ist der „Einzug der Königin von Saba“ zu hören. Weiterhin stehen die berühmte festliche Sonata in D-Dur von Giuseppe Torelli, das Concerto in D-Dur für Horn von Georg Philipp Telemann, gespielt auf einem Corno da Caccia und die virtuos-heitere Sonata „Il Giardino di Amore“ von Alessandro Scarlatti auf dem Programm. Von Johann Sebastian Bach erklingt die Sinfonia aus der Kantate BWV 29 und die Sarabande aus der Cellosonate D-Dur. Ein besonderes Highlight der Konzerte bilden auch einige Werke aus der eigenen Feder des Organisten Hans-André Stamm, die Elemente der keltischen und lateinamerikanischen Volksmusik in einer rhythmisch und melodisch prägnanten klassischen Tonsprache zu einem spannenden Hörerlebnis verknüpfen. So entsteht in den Konzerten des Duos ein erfrischender Kontrast zwischen alter und publikumswirksamer zeitgenössischer Musik.

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt.

Ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.

Weitere Informationen erhält man unter: www.bergkirchen.net

———————————————————————-

 Biographie von Martin SchröderHans-André Stamm

Martin Schröder, geboren 1977 in Gräfelfing bei München, aufgewachsen in Dortmund, spielt seit seinem 9. Lebensjahr Trompete. Als Trompeter des „Überregionalen Jugendorchesters Fitzcarraldo“ trat er bereits in seiner Schulzeit in England, Irland, Skandinavien und Polen auf. Von 2000-2005 studierte er Musikpädagogik im Hauptfach Trompete an der Hochschule für Musik Detmold (Abteilung Dortmund) bei Dominik Stegemann und Fredrick Dweir. Von 2005 bis 2007 folgte ein künstlerisches Studium mit abschließender Reifeprüfung an der Musikhochschule Köln (Standort Wuppertal) bei Prof. Nancy Gildner. Mit der Weltmusikband „Cheb Hicham & le Groove Orchestre“ spielte Martin Schröder Konzerte für den Westdeutschen Rundfunk und im Vorprogramm des algerischen Superstars „Cheb Mami“. Seit 2004 ist er Trompeter und Arrangeur des Blechbläserquintetts „Ruhrblech“.

2009 gründete er gemeinsam mit dem Organisten und Komponisten Hans-André Stamm aus Leverkusen das Duett „Concerto maestoso“. Als Piccolo-Trompeter ist er gefragter Solist bei Kantaten- und Oratorienkonzerten im Ruhrgebiet. Mit den „Seoul Classical Players“ spielte er 2010 Händels „Music of the Royal Fireworks“ in Südkorea, 2012 folgten als Aushilfe im „Mostly Philharmonic Orchestra“ Shows mit den koreanischen Popstars Insooni und Kim Bum Soo. Martin Schröder ist als Instrumentallehrer und Orchesterleiter an den Musikschulen Soest, Iserlohn und Bochum tätig. In den Sommermonaten gibt er regelmäßig Meisterkurse in Südkorea.

Hans-André Stamm (Organist) & Martin Schröder (Trompete)

                       Hans-André Stamm (Organist) & Martin Schröder (Trompete)

Hans-André Stamm, geboren 1958 in Leverkusen, erhielt Orgel- und Klavierunterricht seit dem 7. Lebensjahr. Mit elf Jahren begann er mit einer regen Konzerttätigkeit als Orgelvirtuose im In- und Ausland.

Eine erste Schallplatten-Einspielung mit Orgelmusik folgte im Alter von 13 Jahren, mit 16 Jahren gab er bereits ein Solokonzert in Notre-Dame von Paris. 1973-76 studierte er künstlerisches Orgelspiel am Conservatoire Royal de Musique in Lüttich bei Hubert Schoonbroodt, außerdem von 1976-80 kath. Kirchenmusik und IP/Klavier an der Robert-Schumann-Hochschule, Düsseldorf. Musikwissenschaftliche Studien an der Universität Bonn von 1981-85 führten zum Bau der „Enharmonischen Pfeifenorgel“, eines Instruments in der akustisch reinen Stimmung mit 48 Tönen pro Oktave, die derzeit in der kath. Pfarrkirche St. Petrus-Canisius in Köln-Buchheim aufgestellt ist.

Hans-Andre Stamm war Musikverleger, veröffentlichte zahlreiche eigene Bearbeitungen für Blechblas-Besetzungen, komponierte Orgel-, Kammer- und Ballett-Musiken, und nahm mehrere Tonträger auf. Er veröffentlichte mehrere Notenausgaben bei renommierten Musikverlagen und lebt derzeit als freischaffender Komponist und Konzertorganist. Im Jahre 2000 spielte er für Pioneer (USA/Japan) zwei DVDs (Audio & Video CDs) die weltweit erste DVD-Produktion mit den Orgelwerken Bachs auf der größten Barockorgel Thüringens, der Trost-Orgel in Waltershausen, ein.

BACH BY BIKE – eine Fahrradreise entlang der PERLENKETTE der J. S. BACH-ORTE

Im Web: BACH BY BIKE Copyright © All Rights Reserved: Bach by Bike

Im Web: BACH BY BIKE – 
Copyright © All Rights Reserved: Bach by Bike

I. Ja-, die Bach-Orte sind aufgereiht wie in einer glitzernden PERLENKETTE, die wir strampelnd bei hitzigen Temperaturen abfuhren. Von Eisenach in Thüringen, über Leipzig (Sachsen) bis nach Köthen in Sachsen-Anhalt. Und wenn die Beine ermüdeten, erfrischten uns genau die richtigen Musikbeispiele.

Immerhin hatten sich 27 BachfreundInnen für diese außergewöhnliche Bach-Erkundung angemeldet. So trafen wir uns in Eisenach ab dem 31.7., um dann 11 Tage später an der Gedenkstätte für Maria-Barbara Bach auf dem alten Köthener Friedhof Abschied voneinander zunehmen. Dabei begleitete uns noch einmal ein biographisch passendes Musikstück.

Video: Violin – Itzhak Perlman BWV 1004 „CHACONNE“

Gespielt von unserer Reiseleiterin Mareike Neumann konnte man sich gut vorstellen, dass  J. S. Bach diese CHACONNE für Violine solo (BWV 1OO4) quasi als musikalisches Epitaph auf den Tod seiner 1. Frau uns hinterlassen hat.

Die Musikerinnen Mareike Neumann (li.) und Anna-Luise Oppelt

        Die Musikerinnen und Reiseleiterinnen: von links: Anna-Luise Oppelt und Mareike Neumann 

  1. Zuerst aber waren die Bach-Erinnerungen in Eisenach zu würdigen. Sein Taufstein, der Ort seiner Schule, das Bach-Museum beschäftigten uns am 1. Tag. Vormittags hatte ich mich kurzentschlossen mit Renate zusammengetan und wir unternahmen einen Abstecher nach Mühlhausen (war im Programm nicht vorgesehen), das mit seiner Kirche Divii Blasi doch für das RADFAHREN bergig umständlich ca.4O km zu weit ab lag.
J.S. Bach-Denkmal vor der Divi Blasii Kirche in Mühlhausen (Thüringen)

J.S. Bach-Denkmal vor der Divii Blasi Kirche in Mühlhausen (Thüringen)

Auf dem Denkmal vor der hochgotischen Kirche St.Marien erklimmt Bach die ersten Stufen seiner Musiker-Laufbahn. In Arnstadt war er noch im Denkmal als ‚Schnösel‘ dargestellt, der unbekümmert einer Rauferei nicht aus dem Weg gegangen war und dazu noch eine ‚fremde Jungfer‘ mit auf die Orgelbank der Stadtkirche mitgenommen hatte. Aber nehmen wir an, diese fremde Jungfer war seine erste Frau Maria-Barbara, die ja als Cousine 2.Grades aus dem nahegelegenen Gehren zum Bach-Clan gehörte.

So kamen wir am 2. Tag (6Okm) nach Besichtigung der Schlosskirche von Schloß Friedenstein (Gotha) in Wechmar an, wo wir das Bach-Stammhaus und die Veit-Bach-Mühle besichtigten. Unsere extra eingeübte Erkennungsmelodie, der ‚Bach-by-bike-Kanon‘ erklang dann in der St.Vitus-Kirche von allen gesungen und erfreute besonders Herrn Colson, der als direkter Bach-Nachfahre wieder in Wechmar lebt.

Gesammte Gruppe singt in St.Vitus, Wechmar

                            Gesammte Gruppe singt in St.Vitus, Wechmar

Bach-Nachfahre Herr Colson in Wechmar

                                         Bach-Nachfahre Herr Colson in Wechmar

Beschwingt vom Singen war dann die anschließende Fahrt nach Ohrdruf problemlos und wir nächtigten in der Schlossgarten-Passage rechts neben dem in der Brandkatastrophe 2O14 abgebrannten Schlossflügel.

Adamo auf Turm St.Michael in Ohrdruf (Thüringen)

            Adamo auf Turm St.Michael in Ohrdruf (Thüringen)

Der 3. und 4. Tag (29km) und 54 km war dann mit Ohrdruf, Arnstadt, Dornheim, Erfurt und Weimar dem jungen Bach gewidmet.

J.S. Bach-Denkmal als Schnösel in Arnstadt (Thüringen)

            J.S. Bach-Denkmal (als Schnösel) in Arnstadt (Thüringen)

Hier erlebten wir einen glücklichen Bach, der uns von Herrn Neumann in der Hochzeitskirche Dornheim humorvoll nahegebracht wurde. Unsere Reiseleiterin Anna-Luise Oppelt rundete mit einer Alt-Arie aus dem WO den Eindruck eines erfüllten ehelichen Glücks der beiden Bache ab.

 Hören der Alt-Arie von Anne gesungen in Bachs-Trauungs-Kirche in Dornheim

                Hören der Alt-Arie von Anne gesungen in Bachs-Trauungs-Kirche in Dornheim

Natürlich machten wir dann in Erfurt vor den Bach-Häusern am Junkersand halt, delektierten uns aber lieber an den belagerten Eisständen um die Krämerbrücke und brachen dann zeitig nach Weimar auf. Hier drohten uns zum ersten und einzigen Mal auf unserer Reise einige Regentropfen und schnell kam Gewitterstimmung auf.

Die Rad-Gruppe beim Überqueren einer Ampel

                Die Rad-Gruppe beim Überqueren einer Ampel

Doch am Ilm-Park in Weimar erwartete uns eine großartiges Hotel, was aber nicht verbergen konnte, dass das – (LINK:) Stadtregiment von Weimar Bach eher stiefmütterlich behandelt. Für uns waren die Klassiker Goethe, Schiller und Wieland nur Randfiguren. Es war ermutigend zu hören, dass eine – (LINK:) Bach-Initiative in Weimar sich immer wieder erfolgreich zu Wort meldet. Denn Bach lebte zweimal in Weimar (17O3+17O8-1717) und glänzt für mich als wertvollste Perle in der Stadt an der Ilm. Seine wunderbar besinnliche Kantate BWV 21 ‚Ich hatte viel Bekümmernis’, die wir in Auszügen hörten, stammt aus diesen Weimarer Jahren.

Cantata BWV 21: Ich hatte viel Bekümmernis (17 June 1714)

Noch abends kamen wir in Bad Sulza an, konnten uns in der Therme entspannen und auf dem Rücken in der Sole schwebend der‚Unterwassermusik’lauschen.

Pause vor dem Gradierwerk Bad Kösen

                        Pause vor dem Gradierwerk Bad Kösen

Am 6. Tag (37 km) ging es von Bad Sulza weiter über Naumburg nach Weißenfels zum Hotel ‚Jägerhof‘, wo Herzog Christian im Februar 1713 Bach seine glänzende Jagdkantate (BWV 208) aufführen ließ. Auf der Höhe wartete die Schlosskirche von Schloss Augustusburg auf uns, weil diese Kirche der abgerissenen ‚Himmelsburg‘ in Weimar architektonisch ähnlich sei. Natürlich mussten wir auch das Heinrich-Schütz-Haus-in Weissenfels besuchen, wo uns Heinrich Schütz selbst (!) von seinem reichen Leben erzählte.

Zuvor war unser Radeln auf dem Saale-Radweg schon sehr erwartungsreich, da wir Badehose und Bikini im Tagesgepäck dabei hatten. Und wirklich konnten wir an einer beruhigten Wasserstelle in die Saale steigen: Puh, war das kalt und erfrischend!

Später, auf der Orgelempore der Naumburger St.Wenzelkirche ging mir nur eine literarische Fiktion durch den Kopf. Wo war in dieser berühmten Orgel das Balghäuschen? Wo fand der trottelige Musikforscher Jakob Kemper Bach’s Perücke und seine verrutschte Aktentasche mit Bach’s bisher verlorenem ‚Jüngsten Gericht‘? In der beindruckenden Vorstellung der Hildebrandt-Orgel konnte ich mich in Gedanken nicht lösen von dieser literarischen Fiktion, die der Schriftsteller Robert Schneider 2OO7 in seinem Buch ‚Die Offenbarung‘ entworfen hatte. War hier das ‚missing link‘ zwischen H-Moll-Messe und ‚Musikalischem Opfer‘ in’s Balghäuschen der Orgel gerutscht? (vgl.meine Besprechung der ‚Offenbarung‘ im Blog). Immerhin hatten die Orgelbauer Silbermann und Hildebrandt 1746 mit Bach die Orgel geprüft und dabei Bach’s Schwiegersohn Altnikol eine nicht schmeichelhafte Rolle zugewiesen. Ein solch gewaltiges Opus von Bach, dass dem andächtigem Hörer Sünden vergibt? Musste das nicht verschwinden?

Hildebrand-Orgel in der St. Wenzelkirche in Naumburg

                     Hildebrand-Orgel in der St. Wenzelkirche in Naumburg

hildebrand-orgel-in-st-wenzel-naumburg

Anstrengend für mich ging es am 7. Tag weiter nach Leipzig (6O km). Zu Leipzig braucht der Bach-Freund nicht viel zu sagen. Doch das renovierte Schloss Wiederau lag auf der Strecke !! Das war genau mein Thema: ‚Angenehmes Wiederau, freue Dich in deinen Auen‘ (BWV 3Oa) ist eine belebende weltliche Kantate von Bach. 1737 zur Huldigung des Gutsherrn entstanden bringt sie m.Mg. im Rezitativ Nr.12 den höchsten Sopran-Ton der Bach-Literatur: ‚… soll dich kein BLITZ, kein Feuerstrahl …’ Wer von den Bach-Experten beweist mir das Gegenteil?

Cantata – BWV 30a – Angenehmes Wiederau, freue dich in deinen Auen!

Leipzig: vor der Stadt das Rittergut in Klein-Zschocher. Eine Tafel davor rühmt sich der Bauernkantate (BWV 212), doch keiner will die Ruine des Gutes wieder aufbauen.

Rittergut Klein-Zschocher bei Leipzig

                                                 Rittergut Klein-Zschocher bei Leipzig

Jetzt gab es nach den obligatorischen Besichtigungen für uns noch das aus Amerika zurückgekommenen Bach-Bild zur Aufnahme in die Mizlersche Sozietät zu begutachten. Dann gaben uns Anna und Mareike frei. Leider waren die Thomaner in den Schulferien.

Am 9. Tag ging die Fahrt nach Halle (4O km) beschaulich den Elster-Fluß entlang und ich fragte mich dabei andauernd, warum ein Treffen der beiden Musik-Giganten Bach und Händel nicht stattfinden konnten. Beide im Frühjahr 1685 geboren, doch so verschieden im gesellschaftlichem Umfeld, so zusammenklingend in ihrer Musik. Händel weilte mehrmals in seiner Geburtsstadt, Bach versuchte mehrmals in Halle ihn zu besuchen. Das wär eine STERNSTUNDE der Musikgeschichte geworden.

Das Händel-Haus in Halle zeigte sich ‚frisch in weiss‘ renoviert, einige Gassen weiter fanden wir dann das ‚Friedemann-Bach-Museum.

Die Fahrt am 1O. Tag von Halle nach Köthen (5O km) war dann nochmal eine Hitzeschlacht. Belohnt wurden wir aber zwischendurch vom Baden im Seebad Edderitz. Na-, welche Kantate passte für uns zum Entspannen nach dem Baden? Natürlich die Kaffekantate (BWV 211)

Und zuletzt Köthen 11. Tag. Hier war Bach als Hofkapellmeister in seiner wohl kreativsten Schaffenszeit angelangt. In seinem Freund, dem Fürsten Leopold, fand er seinen innigsten Förderer. Doch wie von mir bereits anfangs beschrieben. Traurig konnte er mit seinen Kindern nur noch zum Grab von Maria Barbara pilgern.

Gedenkstein für Maria-Barbara auf Altem Friedhof in Köthen (Sachsen-Anhalt)

             Gedenkstein für Maria-Barbara auf Altem Friedhof in Köthen (Sachsen-Anhalt)

Zur Trauerbewältigung schrieb er sich und uns die ergreifende CHACONNE.

III. Jetzt waren wir so froh und dankbar: alle unsere MitfahrerInnen hatten die hunderte kilometerlange PERLENKETTE des Bach-Gedenkens gut geschafft. Unsere Räder (darunter 6 e-bikes) hatten keinen ‚Platten’ und keiner ist gestürzt. Einmal, auf dem holprigen Kopfsteinpflaster vor Naumburg fiel meine Fahrradklingel klirrend zu Boden und war weg. Das war wohl mein materieller Tribut, dass ich alles gut bewältigt hatte.

IV. Zum Schluß meines Reisebericht möchte ich noch hinzufügen.

Auch ein älterer Radfahrer, der einigermaßen rüstig ist, kann eine solche Tour bewältigen. Auch werden von Anna und Mareike kürzere Touren angeboten. Mich und gewiss auch und alle anderen älteren Pedalisten hat die Tour nicht überanstrengt. Wir hielten jede Stunde zu einer kleine Pause an, Mareike und Anna kümmerten sich um kleine Problemchen. Auch 3 Assistentinnen und die Eltern von Mareike waren immer zur Stelle und halfen z.B.mit dem Gepäcktransport und den Anmeldungen aus. Wir logierten in guten Hotels.

Einmal, mitten im Wald stoppten wir auf einer Wegekreuzung, um zu singen. So tankten wir Kraft, leerten die stärkenden Lunch-Paketen und sangen Choräle aus der Johannes-Passion und dem Weihnachts-Oratorium, der Bach-Mottete ‚Jesu meine Freude‘ (BWV 227). Denn wie heißt es da treffend:

‚Trotz, trotz dem alten Drachen, trotz, trotz!

Video: Calmus-Ensemble – Motette BWV 227 – „Trotz dem alten Drachen“

Für mich heisst dies: Trotz Pauschalreisen, trotz Billigflügen, trotz Kurztripps in Metropolen, trotz unserer Reiseindustrie, trotz mancher Trägheit bleibt so eine körperlich dosierte und musikalisch anspruchsvolle Reise der Renner und eine tief anhaltende körperliche und geistige Erholung vom Stress des Alltags.

Ihr und Euer ADAMO

————————————————————————————————

Link zum Zeitungsartikel über unseren Besuch in Weißenfels:
http://www.mz-web.de/weissenfels/auf-den-spuren-von-johann-sebastian-bach-bach-by-bike-teilnehmer-machen-halt-in-weissenfels,20641108,31412570.html

—————————————————————————–

Eine Vorabinformation zu „BACH BY BIKE“ in

Volkers Klassikseiten veröffentlicht am 30.01.2015

—————————————————————————

Konzerte „FreitagsMusik 2015“ in St. Michaelis / Hildesheim

image003Mit dem beigefügten Programm

möchte ich Sie herzlich zu unseren Konzerten „FreitagsMusik 2015“ nach St. Michaelis / Hildesheim einladen.

Aus besonderem Anlass – der 1200-Jahr-Feier der Stadt Hildesheim – bieten wir 10 Konzerte verteilt über das Jahr, freitags um 20 Uhr an. Sie ersetzen in diesem Jahr die Sommerliche Kirchenmusik, die es ab 2016 dann wieder in gewohnter Weise geben wird. Ein weiterer Teil der ökumenischen Konzertreihe „FreitagsMusik 2015“ wird in den anderen Kirchen der Hildesheimer Innenstadt erklingen. Termine und Programme finden Sie auf www.hildesheim2015.de. Dort können Sie dann auch erfahren, was sonst noch so in diesem Jahr in Hildesheim los ist.

Wir haben zum Jubiläumsjahr hochkarätige Künstler aus dem In- und Ausland verpflichtet, die mit ihren bunten und farbenfrohen Musikprogrammen im unvergleichlich harmonischen und akustisch herausragenden Kirchenraum der UNESCO-Welterbe-Basilika St. Michaelis das Jubiläumsjahr um einen eindrucksvollen Kontrapunkt der musikalischen Hochkultur zu bereichern versprechen. Wir hoffen, dass die Konzerte Ihr reges Interesse finden und freuen uns auf Ihr Kommen!

KMD Helmut Langenbruch

Michaelisplatz 2

31134 Hildesheim

Tel.:  05121 9990184 / Fax:   05121 9990225 / Mobil: 0179 3952637

e-mail:     Helmut.Langenbruch@evlka.de

Internet:   www.posaunenchor-michaelis.de und www.michaelis-gemeinde.de

——————————————————————————————————————-

Programm:

FreitagsMusik zum Stadt- und Bistumsjubiläum

in der St. Michaeliskirche Hildesheim 2015

Freitag, 24. April 2015, 20 Uhr

„Variationen“

Duo Fabula

  • Jana Langenbruch, Blockflöten, Barockoboe, traditionelle schwedische Flöten
  • Nina Grigorjeva, Barockfagott, Harfe,
    traditionelle schwedische Flöten

Preiskategorie C

Freitag, 29. Mai 2015, 20 Uhr

Orgel und Orchester

  • Helmut Langenbruch, Orgel
    • Pro Artibus Hannover
    • Leitung: Hans-Christian Euler

u.a. Poulenc: Konzert für Orgel,
Streicher und Pauken

Preiskategorie B

Vorverkauf bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.reservix.de

 Freitag, 19. Juni 2015, 20 Uhr

Orgelkonzert

Paolo Oreni

(Treviglio, Italien)

Preiskategorie C

Freitag, 03. Juli 2015, 20 Uhr

Chorkonzert

Dresdner Kreuzchor
Leitung: Roderich Kreile

  • Helmut Langenbruch, Orgel

Preiskategorie A

Vorverkauf bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.reservix.de

Freitag, 17. Juli 2015, 20 Uhr

Bläserkonzert
„breezy-art-ensemble“

Susan Williams: Trompete / Barocktrompete • Dirk Piezunka: Saxophon / Bassklarinette • Detlef Reimers: Posaune / Renaissanceposaune • Thomas Lück: Tuba / Ophikleide

Preiskategorie B

Vorverkauf bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.reservix.de

Freitag, 21. August 2015, 20 Uhr

Orgelkonzert Felix Hell (Baltimore, USA)

Preiskategorie C

Freitag, 04. September 2015, 20 Uhr

Orgelkonzert

Helmut Freitag (Saarbrücken)

Preiskategorie C

Freitag, 18. September 2015, 20 Uhr

Händel: Israel in Ägypten

Vokalsolistenensemble
Gli Scarlattisti
• Leitung: Jochen M. Arnold

Preiskategorie A

Vorverkauf bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.reservix.de

Freitag, 02. Oktober 2015, 20 Uhr

Telemann in neuem Licht

u.a. Kantate „Ino“

  • Johanna Winkel – Sopran
    • Musica Alta Ripa
    • Yvonne Goulbier – Lichtkunst

Preiskategorie A

Vorverkauf bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.reservix.de

Freitag, 06. November 2015, 20 Uhr

Gabriel Fauré: Requiem

  • Solisten
    • Kantorei St. Michael
    • Leitung: Hans-Joachim Rolf

Preiskategorie A

Vorverkauf bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.reservix.de

Preiskategorie A: 25 € (ermäßigt 15 €)

20 € (ermäßigt 13 €)

15 € (ermäßigt 10 €)

Preiskategorie B: 20 € (ermäßigt 10 €)

15 € (ermäßigt 8 €)

10 € (ermäßigt 5 €)

Preiskategorie C: 10 € auf allen Plätzen (erm. 5 €)

—————————————————————————–

Impression vom Bachfest 2013 aus Leipzig – mit einem Video vom Eröffnungskonzert 14.06.2013 aus der Thomaskirche

Blick aus der Thomaner-Stube (Neues Alumnat) auf Leipzig

            Blick aus der Thomaner-Stube (Neues Alumnat) auf Leipzig. Im Hintergrund die Thomaskirche

Liebe Bachfreunde(innen)

Eine großartige Überraschung gab es heute in Internet vom Bach Archiv in Leipzig. Von ihnen wurde ein Video von dem Eröffnungskonzert aus der Thomaskirche Leipzig allen öffentlich zur Verfügung gestellt.

Aufgang bei BACHmosphäre 2013 Leipzig Foto Gert Mothes BachArchiv

                                       Aufgang bei BACHmosphäre 2013 Leipzig (Foto Gert Mothes BachArchiv)

Das ist großartig und mein herzliches Dankeschön geht an das Bach Archiv nach Leipzig. Eine wunderschöne Idee und wird viele Bach-Kenner beglücken die das Eröffnungskonzert am 14. Juni 2013 nicht besuchen konnten.

Chorakademie B@ch für uns! auf dem Leipziger Markt Foto: Gert Mothes BachArchiv

              Chorakademie B@ch für uns! auf dem Leipziger Markt. Leitung Hermann Max ( Foto: Gert Mothes BachArchiv)

Inhalt des Videos:

Bachfest Leipzig: Opening concert · St. Thomas‘ Church · June 14, 2013

Mitschnitt der Eröffnungskonzertes des Bachfestes Leipzig 2013.
J. S. Bach: Fantasie G-Dur, BWV 572 · J. S. Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme, BWV 140 · G. F. Händel: Messias (Teil 1), HWV 56, in der Bearbeitung von W. A. Mozart, KV 572

Thomasorganist Ullrich Böhme, Solist des Thomanerchores (Sopran), Gesine Adler (Sopran), Matthias Rexroth (Altus), Martin Petzold (Tenor), Matthias Vieweg (Bass), Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig, Michaela Hasselt (Continuo-Cembalo), Benjamin Huth (Continuo-Orgel) · Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller.
Eine Produktion von accentus.

——————————————————————————————–

Am 23. Juni 2013 ab 20:00 Uhr können Sie hier das Abschlusskonzert des Bachfestes live mitverfolgen.

Link: http://www.bach-leipzig.de/

——————————————————————————————

Allen Leipzig-Besuchern wünsche ich viel Freude beim BachFest 2013.

Die Blog-Mitglieder in Leipzig sollten sich nach dem Gardiner-Konzert am Donnerstag, 20.6.2013 am Bach-Denkmal treffen.

Herzliche Bachgrüße

Volker

International und National – Artikel über den britischen Dirigenten John Eliot Gardiner, er feiert am 20. April 2013 seinen 70. Geburtstag

Liebe Gardiner-Freunde(innen) !

Englischer Dirigent Sir John Eliot Gardiner - Fotorechte:. Chris Christodoulou

                        Englischer Dirigent Sir John Eliot Gardiner – (Fotorechte:. Chris Christodoulou)

In allen Gazetten – ob National oder International – wird der großartige englische Dirigent

Sir John Eliot Gardiner

vorab gewürdigt. Radio-Sendungen und Video-Clips zeugen davon.

Am 20. April 2013 begeht er seinen 70. Geburtstag.

——————————————————————————————————————-

Presseartikel aus Deutschland

Die WAZ schreibt:

Es war typisch für John Eliot Gardiner, seinen 70. Geburtstag offiziell mit einem „Bach-Marathon“ zu feiern. Das Publikum konnte während des neunstündigen Konzerts in der Royal Albert Hall in London die Osterkantate „Christ lag in Todesbanden“ mitsingen. „Bach war immer Teil meines Lebens“, sagte Gardiner bei der Vorstellung am Ostermontag. Seinen Geburtstag am 20. April feiert er privat mit einem großen Fest. „Ich freue mich riesig auf diese Party, sie fällt auf einen freien Tag, ich habe in den letzten Wochen, Monaten, Jahren pausenlos gearbeitet“, sagte der Dirigent…..

Zum ganzen Artikel der WAZ  >> h i e r  <<

—————————————————————————

ZEIT ONLINE

Im Weinberg des Meisters

Sir John, einer der Dombauherren der historischen Aufführungspraxis, ist jetzt 69 Jahre alt und hat als Dirigent fast alles erreicht. Aufhören will das Brennen trotzdem nicht. Das Jahr 2012 zum Beispiel wird als sein Beethoven-Jahr in Erinnerung bleiben. Während die besagte CD aus New York erschien, startete der Musiker zu einer Tournee mit der Missa solemnis durch Europa und die USA. Zu ihr hat er seit je eine fast innige Beziehung. Während der Sitzungen zu seiner Aufnahme von 1989, die bis heute als Hochfest moderner Beethoven-Exegese mit historischen Instrumenten gilt, hatte sich die Welt über Nacht verändert. Als damals, am 9. November 1989, die Musiker im Londoner Aufnahmesaal erschöpft zu ihrem allerletzten Durchgang schlichen, fiel im fernen Berlin die Mauer.

Zum ganzen Artikel von ZEIT ONLINE   >> h i e r  <<

—————————————————————————-

Internationale Zeitungen

Als Kind sah John Eliot Gardiner Johann Sebastian Bach jeden Tag. Er würde ihn auf seinem Weg passieren in den Speisesaal, wo er Bach Motetten sang mit seinen Eltern und Geschwistern nach den Mahlzeiten. Er würde aufblicken bei Bach, der Rückkehr von seiner Mutter begleitet in einer Arie aus einer Kantate, in der er die obligate Violine spielte. Das Porträt des rötlichen Gesicht und Bach im Jahre 1748 gemalt von Elias Gottlob Haussmann hing über der Treppe des Hauses der Familie in Dorset, England, ausgeliehen von seinem Besitzer, ein deutscher Musiker, der mit Gardiners Vater befreundet war und in der Zwischenkriegszeit hatte er sich dann in einem nahe gelegenen Dorf niedergelassen.

Zum ganzen Artikel The New York Times   >> h i e r  <<

——————————————————————————-

The Guardian

über den Bach-Marathon:

John Eliot Gardiner’s devotion to the music of Johann Sebastian Bach has been extraordinary; Easter Monday’s lengthy Bach Marathon was partly devised to mark the conductor’s 70th birthday later this month. The whole event lasted close to nine hours, with three concerts, live discussions, appearances by leading instrumentalists in major solo works, and a couple of half-hour breaks.

Zum ganzen Artikel The Guardian  >> h i e r  <<

———————————————————————–

TimeOut London

Dirigent Sir John Eliot Gardiner Interview

If there is a single composer who, by consensus among musicians, sits above all the others, it is Johann Sebastian Bach. The German Baroque master whose life spanned the second half of that era (1685-1750) had a brilliant musical min. Working quietly and underappreciated in his role as Kapellmeister (church choirmaster) in Leipzig, he produced over a thousand works in almost every genre except opera – music that is exquisite and profound in its simplicity, complexity and clarity of import.

Zum ganzen Artikel TimeOut   >> h i e r  <<

——————————————————————

Classic FM

Ein Video-Interview in Englisch:

——————————————-

In his 70th birthday year, John Eliot Gardiner shows absolutely no signs of slowing down his activity. Classic FM’s David Mellor manages to contain his boundless enthusiasm for the recordings of the great conductor for long enough to enjoy a fantastic interview with him. The two discuss the various exciting projects Gardiner has in store for his 70th year, as well as what the future may hold.

Zur Webseite von Classic FM    >> h i e r  <<

————————————————————————-

bachtrack 

Sir John Eliot Gardiner blows Paris audience away at Salle Pleyel

Writing a positive review is not an easy task. When confronted with something lacking error, a review can go one of two ways: a brief and simple praise of all involved and a summary of the evening, or an over-the-top full-blown confession of awe and admiration. Spoiler alert: this review is the latter. To be lost for words is traditionally taken as a positive sign; yet when one’s duty is to summarise the event that knocked you for six, this lack of words proves rather problematic. Nonetheless, here goes…

Zum ganzen Artikel von bachtrack   >> h i e r  <<

———————————————————————————————————–

Radio-Sendungen National und International

Hier verweise ich auf den Beitrag von Barbara der nachstehend aufgerufen werden kann.

Link: 

https://meinhardo.wordpress.com/2013/04/14/radiotipp-15-21-april-2013-happy-birthday-john-eliot-gardiner-und-thuringer-bachwochen/

——————————————————————-

BBC – Radio 3

Hier sind die Sendungen vom „Bach-Marathon aus der Royal Albert Hall“ weiterhin zu hören.

Link: 

http://www.bbc.co.uk/programmes/b01rtfw4/clips

———————————————————————————————-

Video: YouTube

BBC Bach: A Passionate Life.

John Eliot Gardiner goes in search of Bach the man and the musician.

The famous portrait of Bach portrays a grumpy 62-year-old man in a wig and formal coat, yet his greatest works were composed 20 years earlier in an almost unrivalled blaze of creativity.
We reveal a complex and passionate artist; a warm and convivial family man at the same time a rebellious spirit struggling with the hierarchies of state and church who wrote timeless music that is today known world-wide. Gardiner undertakes a ‚Bach Tour‘ of Germany, and sifts the relatively few clues we have – some newly-found.
Most of all, he uses the music to reveal the real Bach.
First broadcast: 30 Mar 2013.

———————————————————-

Link für die Play-List:

http://www.youtube.com/watch?v=3K5QtR40uls&feature=share&list=PLkAbsJTXicUsf97fpnQeXYJhDcxS8i6cs

———————————————————————————————————————

Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen, Hören und Video ansehen.

Herzliche Grüße

Volker