Archiv der Kategorie: CD Musikbeispiele

Aufschlussreiche Publikationen in der Reihe „Geschichte der Alten Musik in Deutschland“ im 17. Jahrhundert!


Aufschlussreiche Publikationen in der Reihe „Geschichte der Alten Musik in Deutschland“ im 17. Jahrhundert!

Nachdem Jérôme Lejeune die Entwicklung der italienischen und französischen Musik des 17. Jahrhunderts erforscht hat, widmet er sich in seiner neuen Ausgabe der Reihe ‚History of Early Music‘ dem Schauplatz Deutschland.

Im 17. Jahrhundert, in dem sich die lutherische Musiktradition immer weiterentwickelte, befand sich Deutschland in einer besonders spannenden Phase. Während einerseits die deutsche Musik in die Welt hinausgetragen wurde, fand gleichzeitig eine Assimilation von italienischen und französischen Stilen voller neuer Ideen statt. Diese Umstände waren Voraussetzung für die Entwicklung, die schließlich zu Johann Sebastian Bach führte.

MUSIK IN DEUTSCHLAND VON SCHÜTZ BIS BACH

INTERPRET: Ricercar Consort, Cantus Cölln, Vox Luminis u. a.

KOMPONIST: Schütz, Bruhns, Walther, Schein, Scheidt, Bach u. a.

LABEL: RICERCAR (B)TONTRÄGER: 8 CDs + Buch 

PREISCODE: Z359

BESTELLNUMMER: RIC109

EAN 5400439001091 

Mit seinen aufschlussreichen Publikationen in der Reihe ‚Geschichte der Alten Musik‘ hat der Musikwissenschaftler und Labelgründer von RICERCAR, Jérôme Lejeune, in der breitenwirksamen Vermittlung musikwissenschaftlicher Themen neue Maßstäbe gesetzt.

In Verbindung mit fundierter Textinformation werden dem interessierten Musikliebhaber umfangreiche Hörbeispiele herausragender Einspielungen bekannter Interpreten und Ensembles aus den Katalogen verschiedener Speziallabels geboten. In der vorliegenden Edition beschäftigt sich Lejeune mit der Musik in Deutschland aus dem 17. Jahrhundert.

Eine Epoche, die zwar durch den Dreißigjährigen Krieg überschattet wurde, aber dennoch mit Schütz einen der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte hervorbrachte. Die zweite Jahrhunderthälfte ist geprägt von einer neuen kulturellen Renaissance, die durch die einzigartige Assimilierung italienischer und französischer Einflüsse einen eigenen musikalischen Stil kreiert.

Diese Zeit bildet den Hintergrund für das Schaffen Buxtehudes und seiner Zeitgenossen, die wiederum das Fundament für das Wirken von Johann Sebastian Bach legen.
Lejeune zeichnet das musikalische Panorama der spannenden und bewegten Epoche von Schütz bis Bach allgemeinverständlich nach. Da er dabei auch weniger bekannte Zeitgenossen berücksichtigt, bietet er dem interessierten Leser und Hörer eine Horizonterweiterung bzw. Wissensvertiefung, die mit viel hörenswerter Musik bekannt macht.

Die Neuveröffentlichung erscheint in Kürze..!!

Info im Web beim Label RICERCAR: 

https://www.outhere-music.com/de/albums/music-in-germany-from-schutz-to-bach-ric-109

Vertriebs-Partner in Deutschland:

OUTHERE MUSIC Germany GmbH
Vondelstraße 29 – 31
50677 Köln
Deutschland
Email: infodeutschland@outhere-music.com
Tel.: (+49)221-60608415


Herzliche Grüße

Volker

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News aus der Klassikszene: Mai 2012


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Klassik-News Stand:  26.05.2012

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John Eliot Gardiner

John Eliot Gardiner

Konzert-Termin für Sir John Eliot Gardiner im Juni 2013

Ein freudiges Wiedersehen mit Sir Gardiner wird es im Juni 2013 geben, ich danke @Barbara, für diesen Hinweis. Der Artikel enthält folgende Passage:

…..Lang Lang war eine große Show. Und wir hoffen mit diesem Zugpferd nun auch für das Kernfestival weitere Zuschauer gewonnen zu haben. Aber so einen Star bekommen Sie nur zu Terminen, die er vorschlägt, da muss man dann zugreifen.

Das ist übrigens auch bei John Eliot Gardiner so, der uns ja ständig verbunden ist. Im Juni 2013 wird er wieder bei uns dirigieren, natürlich Bach: Oster-Oratorium und Pfingstkantaten….

Link zum ganzen Artikel nachstehend:

http://www.braunschweiger-zeitung.de/kultur/portraets/im-naechsten-jahr-kommt-wieder-gardiner-id614203.html

Wünsche allen ein sonniges und schönes Pfingstfest.

Liebe Grüße
Volker

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Bariton - "Diertrich Fischer-Dieskau" (1925-2012)

Bariton -„Dietrich Fischer-Dieskau“ (1925-2012)

„Jahrhundertsänger“ Dietrich Fischer-Dieskau gestorben

Der als „Jahrhundertsänger“ bezeichnete Bariton Dietrich Fischer-Dieskau ist tot. Fischer-Dieskau starb kurz vor seinem 87. Geburtstag in Berg am Starnberger See. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) würdigte Fischer-Dieskau als „Jahrhunderterscheinung“, die Bayerische Staatsoper bezeichnete ihn als prägend für die heutige Kunst des Singens.

Fischer-Dieskau kam am 28. Mai 1925 in Berlin zur Welt. Nachdem seine früh entdeckte musikalische Begabung durch den Zweiten Weltkrieg zunächst an ihrer Entfaltung gehindert wurde, begann er 1947 dann umso rasanter seine Sängerkarriere. Diese sollte insgesamt 45 Jahre andauern und ihn nach Einschätzung des Dirigenten Leonard Bernstein zum bedeutendsten Sänger des 20. Jahrhunderts machen. Besonders seine Schubert-Interpretationen gelten bis heute als Maßstab.

Nach ersten Auftritten in Leipzig und Berlin erhielt Fischer-Dieskau bereits 1948 an der Städtischen Oper Berlin, der heutigen Deutschen Oper, ein Engagement als erster lyrischer Bariton. Die Deutsche Oper würdigte in einer Erklärung zum Tod ihres Ehrenmitglieds dessen „unvergleichliche Stimme, seine Präsenz und Ausstrahlung auf der Bühne und auf dem Konzertpodium“. Diese seien „bis heute unerreicht geblieben und eingebrannt im Gedächtnis der Musikfreunde in aller Welt“. Mit seiner Kunst hat Fischer-Dieskau „hohe Maßstäbe gesetzt für die kommende Sänger-Generation.“

(Textauszüge: Copyright © 2012 AFP)

Der am 28. Mai 1925 in Berlin geborene Künstler hatte am 31. Dezember 1992 seine Gesangskarriere beendet. Er verabschiedete sich damals mit einer Gala an der Bayerischen Staatsoper.

Unter Karl Richter sang Dietrich Fischer-Dieskau in einigen Bach-Kantaten-Oratorien und erinnert sich an diese Zeit:

Dietrich Fischer-Dieskau über seine Zusammenarbeit mit Karl Richter

(aus der Buch-Dokumentation „Karl Richter in München – Zeitzeugen erinnern sich“)
  
…Unglaublich aber immer wieder die Gedächtnisleistung: Ihm war das gesamte Tastenwerk wie alles, was Bach der menschlichen Stimme anvertraut hat, im Kopf und sofort verfügbar. Oft war er bis zum Konzertbeginn nicht völlig sicher, was auf dem Programmzettel stand. Und im Grunde konnte erst auf dem Weg über seine Interpretationen auf der Orgel oder dem Cembalo wirklich ermessen werden, wie seine Bach-Auffassung sich von Jahr zu Jahr rundete: von äußerster Strenge und Sachlichkeit ausgehend, wuchs er zum Ausdruck jener glutvollen Frömmigkeit, die ihn beseelte….

Weiteres unter dem nachstehenden Link.

Link: karlrichterblog

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YouTube-Video:

„In Memoriam Dietrich Fischer-Dieskau“

Karl Richter Performers: Münchener Bach-Chor, Münchener Chorknaben, and the Münchener Bach-Orchester.
Soloists: Ernst Haefliger, Keith Engen, Irmgard Seefried, Antonia Fahberg, Hertha Töpper, Dietrich Fischer-Dieskau, and Max Proebstl

Johann Sebastian Bach, Cantata „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“, BWV 92

6. Aria (bass): „Das Brausen von den rauhen Winden“

Bass: Dietrich Fischer-Dieskau
Münchener Bach-Orchester: Karl Richter

Recorded in Munich, Herkulessaal, May/June/October 1973, January 1974

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Karl Richter
Performers: Münchener Bach-Chor, Münchener Chorknaben, and the Münchener Bach-Orchester.

Christ Lag in Todesbanden (BWV 4) – 6 Versus V

Performer: Dietrich Fischer-Dieskau, Theo Adam, Fritz Kiskalt, Andreas Schwinn, Edgar Shann

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Faksimile - "Lobe den Herrn, meine Seele" - BWV 143

Faksimile – „Lobe den Herrn, meine Seele“ – BWV 143

Leipzig – Die Kantate “Lobe den Herrn, meine Seele” von Johann Sebastian Bach wird zum diesjährigen Bachfest in ihrer mutmaßlichen Originalfassung in Leipzig aufgeführt. Jüngere Forschungen hätten ergeben, dass die Kantate in C-Dur und nicht, wie bisher angenommen, in B-Dur notiert war, wie das Bach Archive Leipzig am Montag mitteilte. In seiner mutmaßlichen Originalfassung ist das Werk mit drei Trompeten und Pauken besetzt.

Ergänzend dazu die Pressemeldung des Bach-Archivs Leipzig:

Rätsel um Bach-Kantate BWV 143 gelöst? −Aufführung der neu edierten Fassung beim Bachfest Leipzig

Die Kantate »Lobe den Herrn, meine Seele« BWV 143 stellte die Bach-Forschung bislang vor Rätsel. Angesichts fehlender Originalhandschriften wurden auch Echtheitszweifel an dem Werk geäußert, das 1964 im Rahmen der Neuen Bach-Ausgabe einzig nach Quellen des 19. Jahrhunderts ediert werden konnte.

Seither hat sich die Quellenlage der Kantate insoweit verbessert, als nun eine Partiturabschrift des 18. Jahrhunderts mit einem verlässlicheren Notentext verfügbar ist, der zugleich die Zweifel an der Authentizität zerstreuen hilft. Der Musikwissenschaftler Dr. Andreas Glöckner erläutert: »Es sind von einigen bachschen Werken neue Editionsquellen aufgetaucht, die einen verlässlicheren Quellentext gegenüber den bislang erreichbaren bieten.«

Bei der Edition des Werkes im Rahmen der vom Bach-Archiv Leipzig besorgten und vom Bärenreiter-Verlag Kassel publizierten revidierten Neuen Bach-Ausgabe konnte herausgefunden werden, dass das Werk ursprünglich nicht nur in einer anderen Tonart notiert war, sondern auch eine andere Instrumentalbesetzung hatte. In seiner mutmaßlichen Originalgestalt ist das wohl zwischen 1709 und 1711 entstandene Werk mit drei Trompeten und Pauken besetzt und steht in der Tonart C-Dur – nicht in B-Dur, wie bisher angenommen.

In dieser Fassung erklingt die Festkantate erstmalig am Sonntag, dem 17. Juni 2012 in einem Gottesdienst anlässlich des Bachfestes Leipzig in der Thomaskirche. Der Thomanerchor und das Gewandhausorchester musizieren unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller. Der Bärenreiter-Verlag Kassel publiziert neben der Partitur auch das vollständige Aufführungsmaterial und den Klavierauszug (Editionsnummer: BA 10143). Der Notenband wird im Juni erscheinen. Er enthält neben der  Festmusik BWV 143 auch die Weimarer Kantaten »Der Himmel lacht! Die Erde jubiliert« BWV 31 und »Bereitet die Wege, bereitet die Bahn«BWV 132.

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Johann Sebastian Bach's Bibeln

Johann Sebastian Bach’s Bibeln

Wiedervereint: Bachs Bibeln kehren für eine Ausstellung im Bach-Museum Leipzig an den Thomaskirchhof zurück – Eine erst kürzlich gefundene Merian-Bibel aus Bachs Besitz wird erstmals ausgestellt.

Eine kostbare von Abraham Calov kommentierte Luther-Bibel aus dem Besitz des Komponisten Johann Sebastian Bach kehrt als Leihgabe des
Concordia Seminary (St. Louis, Missouri) nach über 250 Jahren an den Leipziger Thomaskirchhof zurück.

Ab dem 10. Mai 2012 wird diese Bibel in der Kabinettausstellung »Bach · Bibel · Gesangbuch« erstmals seit 1969 in Deutschland gezeigt. Gemeinsam mit einer im Merian-Verlag erschienenen Luther-Bibel, die erst kürzlich als Bachs Exemplar identifiziert wurde, bildet die Calov-Bibel mir ihren zahlreichen Randnotizen Bachs den Kern der
neuen Ausstellung in der Schatzkammer des Bach-Museums Leipzig.

Die Ausstellung »Bach · Bibel · Gesangbuch« widmet sich der theologischen Bibliothek des Thomaskantors. Johann Sebastian Bach war bibliophil interessiert.
Den Schwerpunkt der Bachschen Bibliothek bildeten lutherische Klassiker, darunter zwei Gesamtausgaben der Werke Martin Luthers sowie verschiedene
Einzelausgaben, etwa die Tischreden.

Bachs Nachlassverzeichnis nennt 52 theologische Werke, die in mindestens 81 Bänden erschienen sind, und führt damit nur einen kleinen Teil des Buchbestandes auf, den Bach tatsächlich besessen hat. Vieles war offenbar bereits vorher unter den Erben verteilt worden, darunter musiktheoretische Werke, Bücher zum Thema Orgelbau oder Werke zeitgenössischer Theologen – sämtlich Bereiche, die in der Auflistung fehlen.

Weitere Angaben Link  >> hier – klicken <<

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BAROCK-MUSIK
Philippe Herreweghe Dirigent

Philippe Herreweghe Dirigent

Reiner, sinnlicher, perfekter Bach

Der Dirigent Philippe Herreweghe ist ein Meister der historischen Aufführungspraxis. Erneut hat er Bachs „h-Moll-Messe“ eingespielt, nun in wirkungsvoller Schlichtheit.

Ihre unerbittlichsten Kritiker sind die Künstler selbst. Kaum haben sie ihre neuen Platten aus der Folie gerissen und erstmals als Normalhörer aufgelegt, stellen sie missglückte Übergänge, mangelnde Inspiration, verwackelte Töne fest. Bei den Aufnahmesitzungen hatte niemand gemeckert. Nun aber keimt der Gedanke: So darf das nicht stehen bleiben. Und er denkt schon an die nächste Einspielung. Natürlich handelt es sich bei den angeblichen Fehlern um Petitessen, doch unter der Lupe vergrößern sie sich zu Monstern.

Niemand kann dem Dirigenten Philippe Herreweghe nachsagen, dass er sein Juwel, Bachs h-Moll-Messe, bislang mit schmutzigen Pfoten aus der Vitrine geholt hat. Herreweghe hat sich ihr stets auf Zehenspitzen und mit Handschuhen genähert, andächtig und umsichtig, er hat die besten Kräfte zusammengezogen. Stets wähnte man sich bei den Aufnahmen von 1988 und 1998 im Bereich der Spitzenklasse, die erste war bei Virgin, die zweite bei Harmonia Mundi erschienen. Jetzt hat Herreweghe sein eigenes Label Phi gegründet und Bachs Opus summum abermals aufgenommen. Nun muss der Künstler gegen sich selbst konkurrieren….

Weiter zum Artikel: DIE ZEIT

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News vom Label Monteverdi, Soli Deo Gloria, England:

CD -  SDG 716 Bach Motets

CD – SDG 716 Bach Motets

 

J.S. Bach Motetten

SDG 716 | 1 CD (19 Tracks)
Aufgenommen live in London,
St. Johns Smith Square, 2011
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CD-SDG 716  ist ab April 2012 bei Amazon erhältlich..!!“

Link: Amazon Partner von Volkers Klassikseiten

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The album is packaged in a hard back book similar to our other releases. It contains 44 pages booklet with original notes by John Eliot Gardiner and texts in German, English and French. Dreißig Jahre nach der großartigen ERATO-Einspielung handelt es sich hier um eine Neuaufnahme der Bach-Motetten aus 2011.

CD-Inhalt:

„Singet dem Herrn Ein Neues Lied“ BWV 225 – „Der Geist hilft Unser Schwachheit auf“ BWV 226 – „Jesu, meine Freude“ BWV 227 – „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“ BWV 228 – „Komm, Jesu, komm“ BWV 229 – „Lobet den Herrn, Alle Heiden“ BWV 230 – „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!“ BWV 159 Anh.III.

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News aus der Klassikszene: April 2012


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Klassik-News Stand:  16.04.2012

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Organist Prof. Dr. Martin Sander

Organist Prof. Dr. Martin Sander

HfM Detmold meldet:

Organist stellt sich vor

Am kommenden Sonntag, 22.04.2012, findet um 18:00 Uhr im Konzerthaus Detmold das Antrittskonzert von Prof. Dr. Martin Sander statt. Sander tritt an der Hochschule für Musik Detmold die Nachfolge von Prof. Gerhard Weinberger an, der in den Ruhestand gegangen ist.

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Martin Sander wird auf der imposanten Klais-Orgel ein Konzert mit barocken und romantischen Werken geben. Auf dem Programm stehen Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 sowie die Choralbearbeitung „Schmücke dich, o liebe Seele“ aus den „Leipziger Chorälen“ BWV 654, dann die Orgelsonate Nr. 1 b-Moll op. 1 von Philipp Wolfrum (1854-1919) sowie die dritte aus Robert Schumanns „Sechs Fugen über den Namen BACH“ und die berühmte Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 von Max Reger.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

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Musiker: Masaaki Suzuki  Foto: Marco Borggreve

Musiker: Masaaki Suzuki Foto: Marco Borggreve

Leipzig, 16.04.12 

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig wird am 8. Juni 2012 im Rahmen des Bachfestes Leipzig an Masaaki Suzuki verliehen. Der Spezialist für historisch informierte Aufführungspraxis hat sich laut Juryentscheidung in seiner Heimat Japan als Organist, Cembalist und Dirigent insbesondere um die Verbreitung des Werkes von Johann Sebastian Bach verdient gemacht, wie das Bach-Archiv Leipzig mitteilt.

Die Bach-Medaille wird seit 2003 jährlich an Musiker verliehen, deren künstlerischer Fokus maßgeblich auf die Bachrezeption zielt. Die aus Meißner Porzellan gefertigte Bach-Medaille wurde bisher an Herbert Blomstedt (2011),  Philippe Herreweghe (2010), Frieder Bernius (2009), Hermann Max (2008), Nikolaus Harnoncourt (2007), Ton Koopman (2006), Sir John Eliot Gardiner (2005), Helmuth Rilling (2004) und Gustav Leonhardt (2003) verliehen.

Die Bach-Medaille wird im Rahmen eines öffentlichen Festaktes am Freitag, dem 8. Juni 2012, um 15 Uhr im Alten Rathaus in Leipzig verliehen. Im Anschluss ist der Künstler ab 20 Uhr in der Leipziger Thomaskirche gemeinsam mit dem Bach Collegium Japan zu erleben. Es erklingt unter seiner Leitung die »Matthäus-Passion« BWV 244b in der Fassung von 1729.

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Thomaskantor Gerog Christoph Biller

Thomaskantor Georg Christoph Biller komponiert seine „St.-Thomas-Ostermusik: 

„Christus, das Licht“

Möchte man sich die Auferstehung Jesu tatsächlich von drei Blockflöten verkünden lassen? Daran lässt sich zweifeln. Doch der Komponist, Thomaskantor Georg Christoph Biller, geht hier keinem geschmacklosen Klischee auf den Leim, sondern verleiht der naiven Stimme dieses verschrienen Instruments die Kraft des Staunens und führt damit das Wunder vor Augen. Keine reine Orgie der Freude soll sie sein, seine „St.-Thomas-Ostermusik“, sondern soll den Schritt aus der Finsternis ins Licht nachvollziehbar machen.

Möchte man sich die Auferstehung Jesu tatsächlich von drei Blockflöten verkünden lassen? Daran lässt sich zweifeln. Doch der Komponist, Thomaskantor Georg Christoph Biller, geht hier keinem geschmacklosen Klischee auf den Leim, sondern verleiht der naiven Stimme dieses verschrienen Instruments die Kraft des Staunens und führt damit das Wunder vor Augen. Keine reine Orgie der Freude soll sie sein, seine „St.-Thomas-Ostermusik“, sondern soll den Schritt aus der Finsternis ins Licht nachvollziehbar machen.

Biller wünscht sich für die Uraufführung: „Dass es gut geht. Für das Stück wünsche ich mir, dass es wieder aufgeführt wird.“ Eine zweite Aufführung erfährt seine Festmusik im Rahmen der traditionellen Motette am 21. April um 15.00 Uhr in der Thomaskirche Leipzig. Im Bachfest Leipzig 2012 wird die Ostermusik am 14. Juni ebenfalls erklingen. Dann werden nach den Aufführungen erneut Podiumsdiskussionen mit dem Thomaskantor erfolgen, um das Verstehen des Werkes und den Diskurs darüber zu ermöglichen. Natürlich wieder im Altarraum der Thomaskirche, „zu Füßen Bachs“, wie es Pfarrer Christian Wolff formulierte.

Weitere Informationen:  >>>  h i e r  <<<<     und  >>> h i e r  <<<

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Thomas Quasthoff

Thomas Quasthoff

Thomas Quasthoff im Interview!

Hamburg – Der Sänger Thomas Quasthoff  lehnt einen Umbau der öffentlichen Kulturförderung ab. “Das finde ich falsch. Man muss auch die Möglichkeit haben, in Diepholz ins Theater zu gehen”, sagte der 52-jährige Bassbariton dem Magazin “Der Spiegel”. Die kleinen Theater hätten eine Bildungsauftrag. Er widersprach damit der These des umstrittenen Buches „Der Kulturinfarkt“, wonach die Hälfte der deutschen Theater und Museen entbehrlich sei.

Dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen warf Quasthoff vor, diese Aufgabe zu vernachlässigen: „Was machen die denn? Wo sind denn die ganzen Klassiksendungen geblieben? Da gibt es das grauenhaft moderierte Klassik-Echo-Preisträgerkonzert mit Herrn Gottschalk. Der hat dasselbe Interesse an klassischer Musik wie ich am Häkeln…“

Zum Interview der nmz:

 http://www.nmz.de/kiz/nachrichten/thomas-quasthoff-lehnt-umbau-der-kulturfoerderung-ab

Autor

Agentur – dapd

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Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen / Schweiz gibt bekannt:

J.S. Bach

Matthäus-Passion BWV 244

Das Sonderkonzert findet im Rahmen des Internationalen Bachfests in Schaffhausen in der Kirche St. Johann, Schaffhausen, statt. Aufgeführt wird die Matthäus-Passion. Konzertbeginn ist um 17.00 Uhr.

Solisten

Vorverkauf im Stadttheater Schaffhausen oder unter

www.2012.bachfest.ch

Es ist nicht das erste Mal, dass Peter Harvey mit der J.S. Bachstiftung St. Gallen ein Konzert gibt. Bekannt wurde der britische Bariton durch seine Teilnahme an den umfangreichen Konzerten mit John Eliot Gardiner, Monteverdi Choir und English Baroque Soloists im Rahmen der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000.“

Programmheft

Das Programmheft zur Matthäus-Passion können Sie hier kostenlos herunterladen

Eine CD-Veröffentlichung der Matthäus Passion wird voraussichtlich Anfang 2013 bei der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen zu erwerben sein.

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News vom Label Monteverdi, Soli Deo Gloria, England:

CD -  SDG 716 Bach Motets

CD - SDG 716 Bach Motets

 

J.S. Bach Motetten

SDG 716 | 1 CD (19 Tracks)
Aufgenommen live in London,
St. Johns Smith Square, 2011
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CD-SDG 716  ist ab April 2012 bei Amazon erhältlich..!!“

Link: Amazon Partner von Volkers Klassikseiten

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The album is packaged in a hard back book similar to our other releases. It contains 44 pages booklet with original notes by John Eliot Gardiner and texts in German, English and French. Dreißig Jahre nach der großartigen ERATO-Einspielung handelt es sich hier um eine Neuaufnahme der Bach-Motetten aus 2011.

CD-Inhalt:

„Singet dem Herrn Ein Neues Lied“ BWV 225 – „Der Geist hilft Unser Schwachheit auf“ BWV 226 – „Jesu, meine Freude“ BWV 227 – „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“ BWV 228 – „Komm, Jesu, komm“ BWV 229 – „Lobet den Herrn, Alle Heiden“ BWV 230 – „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!“ BWV 159 Anh.III.

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Gardiner-CDs der DGG

Gardiner-CDs der DGG

Ein ganz interessanter Hinweis, den mir Werner einmal zugesandt hatte und von mir in Vergessenheit geraten war..!!

Wem noch Bach-Kantaten der DGG mit Gardiner fehlen, dem sei der beigefügte Newletter zur Lektüre empfohlen. Dort gibt es die CDs für EUR 5,99. Allerdings sind darunter auch einige, die bereits vor dem Pilgrimage-Jahr 2000 aufgenommen und veröffentlicht wurden.

Hier geht alles den Bach runter. Vor allem die Preise! Johann Sebastian Bachs Kantaten. Wir haben elf prallgefüllte CDs mit Einspielungen Bachscher Kantaten, die aus einem ganz besonderen Projekt des britischen Dirigenten Sir John Eliot Gardiner hervorgegangen sind, „das er ‚Bach Cantata Pilgrimage‘ überschrieb. In unterschiedlichen europäischen Gotteshäusern sollten Bachs Kantaten aufgeführt werden. Sonntag für Sonntag, Feiertag für Feiertag. Jeweils jene Kantaten, die Johann Sebastian Bach für diese Tage geschrieben hatte.198 Kantaten Bachs sind überliefert. Die Konzerte der Gardinerschen Pilgerschaft fanden in zwölf Ländern und 50 Städten statt, 282 Musiker wurden beschäftigt&ld quo; (welt.online).Diese entstammen dem bestechenden Orchester der English Baroque Soloists und dem von Gardiner gegründeten und vom Gramophone Magazin als bestes Vokalensemble der Welt ausgezeichneten Monteverdi Choir. Ohrenschmaus voraus!

Hier klicken

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Werk aus eigenem Hause: Thomaskantor schreibt Ostermusik selbst

„Sankt Thomas“ – so heißt die Komposition aus der Feder des amtierenden Thomaskantors Georg Christoph Biller. Am Ostersonntag wird sie in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt.

Biller gestaltet den Einstieg in seine Festmusik aus dem Schlussakkord der Bachschen Matthäuspassion. So thematisiert er vor allem die Art und Weise, wie sich die Dunkelheit der ausklingenden Passionszeit zum Licht des Osterfestes wendet.
Zudem stellt die Sankt Thomas Ostermusik einen inhaltlich aktuellen Bezug zum Unglauben des Jüngers Thomas her.

Mit der Uraufführung der Ostermusik beginnt ein Reigen von fünf Festmusiken zum Jubiläum 800 Jahre Thomana. Zu den Kirchenfesten bis Epiphanias 2013 erklingen Werke von Hans Werner Henze, Heinz Holliger, Brett Dean und Krzysztof Penderecki.

Zum Video-Beitrag :   >>  h i e r  klicken..!!  <<

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Label SDG-monteverdi.uk veröffentlicht in Kürze die CD-SDG 706 „Ein deutsches Requiem“ von Brahms


Cover: SDG 706 - Brahms "Ein Deutsches Requiem"

Hallo SDG-Freunde !

Im Februar 2012 erscheint bei dem Label „monteverdi.uk“ von

Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“

unter dem Titel: SDG 706.

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Zwei wichtigen Menschen in Johannes Brahms‘ Leben gilt das „deutsche Requiem“: der Mutter und dem väterlichen Freund Robert Schumann. Brahms hatte mit dem Gedanken gespielt, das Requiem bereits zur Schumann-Gedenkfeier in Bonn aufzuführen. Jedoch bekam er es nicht fertig; außerdem standen dem Unstimmigkeiten mit dem Freund Joseph Joachim im Wege.

Dann starb Brahms’ Mutter, und das führte zu einer Umstellung seiner Kompositionspläne – der nachkomponierte 5. Satz „Ihr habt nun Traurigkeit“ ist das ganz persönliche Totengedenken des liebenden Sohnes. Übrigens fand die Erstaufführung des vollständigen Opus 45 am 18. Februar 1869 in Leipzig statt.

Johannes Brahms (1833-1897)

*) Bis das Requiem zu der Form fand, wie wir sie heute kennen, ging viel Zeit ins Land. Albert Dietrich, mit dem Brahms sein Leben lang befreundet war, verfolgte die Spur des Trauermarschs, der schließlich den Charakter des zweiten Satzes bestimmte, zurück bis zu einem Werk für zwei Klaviere von 1854 (dem Jahr von Schumanns Selbstmordversuch), das zur unvollständigen Skizze einer geplanten Symphonie wurde. Brahms’ Biograph Max Kalbeck behauptete (ohne hinreichende Beweise), ein viersätziges Chorwerk sei bereits 1861 vorhanden gewesen. Die ersten drei Sätze des Werks, das wir kennen, wurden zwar am 1. Dezember 1867 in Wien aufgeführt, hatten jedoch aus verschiedenen Gründen – Unzulänglichkeiten des Vortrags, der lutherische Charakter des Werks – keinen Erfolg. Die eigentliche Premiere war die Aufführung von sechs der später insgesamt sieben Sätze im Bremer Dom am 10. April 1868. Der fehlende fünfte Satz wurde für die vollständige Erstaufführung in Leipzig am 18. Februar 1869 hinzugefügt. Eine zweite Leipziger Aufführung im Jahr 1873 begründete Brahms’ dauerhaftes Ansehen in dieser Stadt, und 1876 war das Requiem an den verschiedensten Orten mindestens neunundsiebzig Mal aufgeführt worden, am 2. April 1873 auch in London. Brahms’ internationaler Ruhm ist in hohem Maße diesem Werk zu verdanken.

Die CD-Einspielung erfolgte im Kalender-Jahr 2008 mit dem „Monteverdi Choir“ und dem „Orchestre Révolutionnaire et Romantique unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner.

Eine PDF-Einleitung zum „Deutschen Requiem“, erstellt von Hugh Wood, füge ich bei.

       PDF-Werkbeschreibung :  J. Brahms „Ein deutsches Requiem“

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Cover: Brahms Gardiner CD von 1991

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Eine CD-Einspielung von Gardiner aus 1991 kann über mein Partner-Shop bereits bezogen werden..!!

Link:  http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B00000413E

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*) Text-Auszug: Hugh Wood, 2011

Übersetzung: Gudrun Meier

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YouTube: Brahms „Ein deutsches Requiem“ KKL Lucerne, 15 March 2008
Krassimira Stoyanova
Michael Volle, Conductor: Mariss Jansons
Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

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Grüße

Volker

Meine Eindrücke von der Johannes Passion im Herforder Münster vom 10.4.2011 und unser Bach-Projekt


Liebe Bach-Freunde!

Herforder Münster leeres Podest der Münster-Chor im Anmarsch!!

Jetzt kommt kein ausführlicher Bericht von der Johannes Passion aus dem Herforder Münster vom 10.4.2011 sondern ich schildere genau meine Empfindungen als Aktiver im Tenor zum sechs-monatigen Bach-Projekt der Münster-Kantorei Herford.

Herforder Münster der Münster-Chor nimmt die Plätze auf dem Podest zur Probe ein

Meinen letzten Auftritt als Aktiver in einem Chor hatte ich vor 45 Jahren, was eine unendlich lange Zeit für mich bedeutete und leichte Zweifel aufkamen, bewältige ich diese immense Herausforderung. Den Stein des Anstoßes erfuhr ich durch @Wolfgang, der mich dazu animierte, doch das 1/2 jährige Bach-Projekt in der Herforder Münster-Kantorei mitzumachen, es wäre einmal wieder eine Erfahrung als Bach-Freund – Bach von Innen erleben zu können!“ Dieses Zitat war der eigentliche Auslöser, mich der Herausforderung zu stellen und mich wieder einer Chorgemeinschaft als Aktiver anzuschließen.

Bach-Projekt für die Mitwirkenden: Wolfgang und Volker

Habe ich nun Bach wirklich von Innen erleben können, dazu werde ich noch in meinem weiteren Bericht darauf eingehen. Mit der Johannes Passion endete nun unsere sechs-monatige Bach-Tour mit zwei vorangegangenen wunderbaren Kantaten-Aufführungen im Herforder Münster – (BWV 80 „Ein feste Burg“ – zum Reformations-Sonntag und dem BWV 147 „Herz und Mund und Tat und Leben“–  zum 1. Advent). Der Abschied fällt mir sehr schwer, nach diesen Konzerten den wunderbaren Münster-Chor und mit den persönlich geknüpften Kontakten sie so schnell nicht mehr erleben zu können. Tröstlich, der Abschied wird nicht von langer Dauer sein es ist eine neue Herausforderung in Sicht, der Münster-Chor wird im Herbst wieder eine Bach-Kantate aufführen und da werden wir wieder dabei sein wollen und die herzliche Chorgemeinschaft genießen dürfen. Und es gibt noch das Mitsing-Projekt von Bach-Kantaten in Höxter mit unseren Blog-Freunden – (Claudia, Werner, Wolfgang und ich) im Januar 2012, das wird dann wieder ein persönliches Bach-Highlight werden worauf ich mich schon riesig freue. Wann erlebt man so etwas, mit Bach-Freunden von Ausserhalb so etwas gemeinsam mitgestalten zu dürfen.

Jetzt bin ich vom eigentlichen Thema ein wenig abgedriftet, aber ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube und musste das einmal los werden, weil mich das alles um den Namen von „J.S. Bach“ so unendlich berührt und ich an meinen persönlichen Empfindungen sonst zu knacken habe. Wem Bach’s Musik nahe geht, kann das nachempfinden und meine gegebenen Äußerungen und Empfindungen sicherlich nachvollziehen. Diese für mich so gewaltigen Emotionen mit Bach seiner Musik erlebte ich in den Chorälen der Johannes Passion. Dieses Passions-Oratorium ist für einen Sänger-inn neben der h-Moll Messe und den Motetten eines der größten Herausforderungen mit J.S. Bach’s Werken. Sobald die Choräle angestimmt wurden hatte ich schwer mit meiner Stimme zu kämpfen, einen klaren Ton herauszubringen, was liegt hier vor, dass ich von dem  Choral, den ich mitzusingen habe so urplötzlich fast versage und mich gewaltig am Riemen reissen muss, um es gesanglich doch noch erträglich über die Runden bringen zu können.

Als der vorletzte Choral mit dem „Ruhet wohl“ und dem Schluss-Choral „Ach Herr, lass dein lieb Engelein“ erklang war es fast mit meiner Gemütsfassung vorbei und konnte nur mit Mühe ein gesangliches Stehvermögen anbieten..!!

J.S. Bach_ St John Passion – Chorus _Ruht Wohl, Ihr heilgen Gebeine_

J.S. Bach_ St John Passion – 40. Chorale _Ach Herr, Lass Dein Lieb Engelein_

Die Erklärung hierzu fällt mir nicht allzu schwer, wenn das Wort und die Musik mich derart aufwühlen und ich mich fast in einem Trancezustand befinde dann bin ich ganz nahe an der Aussage von J.S. Bach:

„Bey einer andächtig Musiq ist allezeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart.“

Genau genommen hat diese beseelende Musik etwas Überirdisches und ich war in diesen Momenten von der wirklichen Welt weit entrückt und geriet in einen beglückenden Schwebezustand der Einmaligkeit. Diese meine persönlichen Aussagen und meine ausgesprochene Liebe zu J.S. Bach und seiner genialen Musik spiegeln sich eindeutig wieder in der Gründung einer Blog-Gemeinschaft mit dem Zusatz: Klassikseiten J.S. Bach.

Was haben wir für einen zeitlichen Aufwand getrieben, um die zwei Kantaten und die großartige Johannes Passion musikalisch in den Griff zu bekommen und wurden dafür nur teilweise belohnt, Der Besucherzuspruch im Herforder Münster mit der Johannes Passion war bedauernswerter Weise nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das Mittelschiff im Münster war gut belegt aber die Seitenränder und Emporen blieben leer. Unglücklicher Weise wurde in 16 km Entfernung in Bielefeld zum gleichen Zeitpunkt die Johannes Passion in der Oetkerhalle mit der Hannoverschen Hofkapelle auf „Historischen Instrumenten“ und mit überragenden Gesangs-Solisten der Weltklasse aufgeführt. (Bogna Bartosz, Alt;
Markus Brutscher, Tenor; Tobias Berndt, Bass)..!! Tobias Berndt – sollte man im Auge behalten, ein wunderbares Talent).

Unser rühriger Münster-Kantor „Stefan Kagl“, hat die Chor-Interpretation der Johannes Passion im Sinne der Aufführungsform von Sir Gardiner in der Aufzeichnung des NDR von 2003 im Kaiserdom von Königslutter versucht mit einzubeziehen. Die Einstudierungs-Phrasierungen an den Übungsabenden kamen mir deshalb ein wenig bekannt vor. Die Bestätigung erhielt ich am Ende des Konzertes. Das Orchester, bestehend aus freien Musikern aus Ostwestfalen, gaben ihr Bestes und wussten mir zu gefallen. Die Gesangs-Solisten waren annehmbar und rundeten die Aufführung zu einem befriedigen Gesamt-Ergebnis ab.

Und der Chor?

Foto: NW - BWV 245 Johannes Passion im Herforder Münster (Münster-Chor) - Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Meine Frau ist der Meinung, wir hätten die Choräle wirklich gut gesungen und der Nachhall im Schlussakkord wäre dass i-Tüpfelchen gewesen. Unser Münster-Kantor war mit uns ebenfalls zufrieden und drückte es zum Abschluss entsprechend aus. Als Aktiver merkt man sofort, ob alles Rund läuft und kann über uns ebenfalls nur Gutes berichten.

Im Vorfeld hatten wir uns gemeinsam dafür ausgesprochen, dass kein Schluss-Applaus gegeben wird. Berührt war ich dann nach dem Schluss-Akkord über die Stille, die im Münster minutenlang herrschte das war beeindruckend schön und sollte Nachahmer finden. Es sollte zwar zu diesem Zeitpunkt die Totenglocke läuten, aber es kam nichts, der Küster muss wohl eingeschlafen sein..??

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Rezension der NW Herford zur größeren Ansicht in das Foto klicken:

Rezension der NW - NR. 86 von DIENSTAG 12. APRIL 2011 JohPassion Herforder Münsterkirche - Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

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Die Johannes Passion in der Szenischen Fassung von 1991. In Memory of Karl Richter’s Aufnahme von 1964.

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Liebe Bach-Grüsse

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Reminiscere


J.S. Bach-Denkmal in Köthen

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

BWV als PDF-Download im Blog

stelle ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind schier unerschöpflich.
Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung! 

Entfällt für die Fastenzeit..!! –

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Am 20. März 2011 begehen wir den Sonntag „Reminiscere“

Der Name des Sonntags „Reminiszere“ leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: „Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiarum tuarum quae e saeculo sunt.“ (Ps 25, 6; deutsch s. unten, wörtliche Übersetzung von „Reminiszere“ hervorgehoben)
Der Sonntag Reminiszere hat das Gleichnis von den bösen Weingärtnern zum Thema. Es geht dabei um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch. Wohl wissend, was sie tun, bringen die Weingärtner den Sohn des Besitzers um, hoffend, dass sie dann den ganzen Besitz für sich einstreichen können. Ganz offensichtlich soll das Gleichnis darauf hindeuten, dass die Menschen, die eine Verantwortung von Gott übertragen bekommen haben (jeder), das ihnen Anvertraute lieber als ihr Eigentum ansehen wollen und dabei die Rechte Gottes zu mißachten (und damit auch seine Macht).

Die Frage dieses Sonntags und dieser Woche ist daher die nach unserem Verhältnis zu Gott. Sie wird allerdings schwierig zu beantworten sein, denn wie mißt man ein solches Verhältnis? Sobald man zu messen beginnt, ist man ja nicht mehr Betroffener, sondern „Richter“, und stellt sich damit jenseits dessen, was einen zutiefst persönlich angeht. Und das kann nicht gut gehen. Soll man andere den Maßstab anlegen lassen? Auch das ist nicht im Sinne des Evangeliums. Bleibt nur das „Innewerden“, das „Auf-Sich-Besinnen“, als Möglichkeit, über das eigene Verhältnis zu Gott nachzudenken und, falls nötig, Konsequenzen zu ziehen.

In der Fastenzeit gibt es in der Liturgie kein Gloria und kein Halleluja. Oft wird auch nicht mit vollem Geläut zum Gottesdienst gerufen. Die liturgische Farbe ist Violett.

Während der Passionszeit hatte in Leipzig die Figuralmusik in den Kirchen zu schweigen. J.S. Bach hatte somit genügend Zeit, sich den äußerst anspruchsvollen Kompositionen seiner Passionsmusiken für den Karfreitag zu widmen – z.B. Matthäus- Johannes Passion.

Zwischen dem heutigen Fastensonntag „Reminiszere“ und dem „Karsamstag“ wurde in den Gottesdiensten in Leipzig keine Musik aufgeführt. Aus diesem Grund ist von J.S. Bach keine Kantate für diesen Zeitraum speziell komponiert worden.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Für  den Sonntag  “Reminiszere“ sind folgende Bach-Kantaten zum Anhören geeignet:

BWV 5Wo soll ich fliehen hin“

Gardiner Pilgrimage Vol.  10 – CD 1

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/ YouTube: BWV 5

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BWV 100 – Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Gardiner Pilgrimage Vol.  8 – CD 1

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/ YouTube: BWV 100


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BWV 157 –  „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“

Gardiner Pilgrimage Vol. – entfällt

J.S. Bach komponierte dieses Werk zum bes. Anlass als „Trauerkantate“

Am 31. Oktober 1726 war der Kammerherr Johann Christoph von Ponickau im Alter von 75 Jahren gestorben. Er war eine hochangesehene Persönlichkeit gewesen und hatte sich um Sachsen vielerlei Verdienste erworben. Ob er unmittelbare Beziehungen zu Bach gehabt hat, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall hat der Textdichter Christian Friedrich Henrici, besser bekannt unter dem Pseudonym Picander, ein Trauergedicht auf seinen Tod geschrieben und unmittelbar anschließend den Text der Bachkantate „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“ Uraufführung war der 6. Februar 1727.

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/ YouTube: BWV 157


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BWV 100 –  im Radio-Live WDR3 am 20.3.2011

09:05 h – 10:oo Uhr

Live-Stream: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.asx

oder: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.m3u

Johann Sebastian Bach
„Was Gott tut, das ist wohlgetan“
BWV 100, Kantate
für Soli, Chor, Bläser, Streicher, Pauken und Basso continuo
Sandrine Piau, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
James Gilchrist, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir and Orchestra
Leitung: Ton Koopman

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Reisetagebuch Sir Gardiner – für die Sonntage der Fastenzeit  e n t f ä l l t ! –

Künstler Meinung-Beitrag  – für die Sonntage der Fastenzeit  e n t f ä l l t ! –

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Wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag!

Volker

Sir Gardiner CD-Neuveröffentlichung nach einer Überarbeitung: SDG 711 – Mozart Symphonies (1 cd)


Alt-Cover vom Label SDG-Sir Gardiner Mozart Symphonie Nr 39 & 41

Vom Label SDG – Monteverdi.uk ist nach einer Überarbeitung der bereits als Live-Mittschnitt im Kalenderjahr 2006 herausgebrachten SDG-CD mit den Mozart-Symphonien Nr. 39 & 41 eine CD als „SDG 711 im Monteverdi-Shop  n e u veröffentlicht worden.

Links in blau: CD-Cover von der in 2006 bereits verkauften Mozart-CD durch SDG über die Mitgliederliste!!

Die CD wurde in limitierter Auflage produziert und war bisher noch nicht im freien Handel erhältlich. Trotz geringfügiger Nachbesserungen, zum Beispiel wurden störende Hustgeräusche entfernt, ist sie eine Momentaufnahme dessen, was bei dem Konzert in der Cadogan Hall 2006 geschah – am selben Abend. Ein Live-Mittschnitt vom 9. Februar 2006 in der Cadogan Hall in London.

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Neu als SDG 711 im Januar 2011 beim ShopLink: Label-SDG Monteverdi.co.uk veröffentlicht..!!

CD-SDG 711 Sir Gardiner - EBS - Mozart Sinfonie Nr: 39 & 41

 

CD SDG 711W.A. Mozart „Symphony No. 39“ in E flat Major, K543

I   Adagio- Allegro
II  Andante con moto
III Menuetto: Allegretto
IV Finale: Allegro

W.A. Mozart „Symphony No. 41“ in C Major, K551, ‚Jupiter‘

I   Allegro vivace
II  Andante cantabile
III Menuetto: Allegretto
IV Molto allegro

(recorded: Cadogan Hall, London 9th February 2006)

English Baroque Soloists | Sir John Eliot Gardiner

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PDF – Sir Gardiner Beschreibung der Mozart-Werke „Symphonie Nr. 39 & 41“

 

Link zum PDF: Sir Gardiner Beschreibung  W.A. MOZART Symphonien 39 & 41

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Hörprobe: Symphony No. 41 in C Major, K551, ‚Jupiter‘ – IV Molto allegro

Link:  Stream Audio (mit dem Real-Player)

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

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Ein YouTube-Video Mozart: Malcolm Bilson (Piano) Sir Gardiner, English Baroque-Soloists

piano concerto 24 (1/4) KV. 491

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Diese Mozart-Symphonien habe ich bereits über die Mitglieder-Liste von SDG in 2006 als Live-Mittschnitt erworben und bin damit sehr gut zurecht gekommen. Eine Neuanschaffung empfehle ich allen Interessenten, die diese CD als   n e u e  und überarbeitete SDG 711 Version von Januar 2011 – alte CD – Version veröffentlicht seit 2006 – noch nicht in ihrem Besitz haben. Es ist eine Veröffentlichung, die wieder von Sir Gardiner und EBS in einer hohen Qualität erstellt wurde und allen sehr empfehlen kann. Ein Highlight ist wieder die Beschreibung der Mozart-Symphonien Nr: 39 & 41 von Sir J.E. Gardiner..!!

 

Grüße

Volker