Archiv der Kategorie: Berühmte Trompeter

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

                                                            BWV 51 Grote Kerk, Naarden (Holland).

Alles ist wundervoll

Diese Musik ist voller Optimismus.

Die Trompete kommt direkt auf den Punkt und schafft die ekstatische Stimmung dieser Kantate, die sich um Jubel und Dankbarkeit dreht. Bach hat wahrscheinlich diese Musik für den fünfzehnten Sonntag nach Trinity komponiert, aber später schrieb er auf die Partitur, dass das Stück auch an anderen Sonntagen benutzt werden könnte. Der Text paraphrasiert Ausschnitte aus verschiedenen Büchern des Neuen und Alten Testaments. In seinem Arrangement betont Bach die jubelnde Stimmung von Anfang an, mit den schnell wiederholten Tönen und der Art, wie er das Wort „jauchzet“ illustriert. Wir hören dann immer eine Art rotierende Musik, die aus der rhetorischen Figur „Circulatio“ stammt. Die Trompete spielt sowohl bei der Eröffnungsarie als auch bei der „Halleluja“ eine herausragende Rolle.

Der Ausdruck der Worte über ‚lallen‘ (Geschwätz) im zweiten Satz ist sehr effektiv, wie die endgültige reich italienische Saitenbegleitung im Choral ‚Sei Lob und Preis mit Ehren‘ ist. Es gibt Zweifel daran, ob es in Leipzig eine Sopranistin gab, die in dieser Kantate die hohen Töne und die anspruchsvolle Solo-Passage verwalten konnte. Das ist zum Teil deshalb, warum der Musikwissenschaftler Klaus Hofmann davon ausgeht, dass Bach diese festliche, virtuose Kantate um 1730 für den Weissenfels-Hof im Südwesten von Leipzig komponierte, wo er eine unbezahlte, aber prestigeträchtige Position als Ehrenkapellmeister hielt. Eine andere Möglichkeit ist, dass er diese Arbeit für einen der italienischen Opernsänger schrieb, die sich in diesem Jahr in Dresden niederließen.

Die Besetzung umfasst Solo-Sopran, Tromba in C, Violine I/II, Viola und Basso continuo.

  1. Aria S (Tr, Vl I/II, Va, Bc): Jauchzet Gott in allen Landen
  2. Recitativo S (Vl I/II, Va, Bc): Wir beten zu dem Tempel an
  3. Aria S (Bc): Höchster, mache deine Güte
  4. Choral S (Vl I/II, Bc): Sei Lob und Preis mit Ehren
  5. [Aria S (Tr, Vl I/II, Va, Bc): Alleluja]

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BWV 51
Titel „Jauchzet Gott in allen Landen“
Genre
Kantate (Solokantate)
Jahr
1730
Stadt
Leipzig
Texter
unbekannt
Gelegenheit
Fünfzehnter Sonntag nach Trinität und allgemeiner Gebrauch
Uraufführung
Wahrscheinlich 17. September 1730

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Veröffentlichungsdatum
5. Mai 2017
Aufnahmedatum
17. Dezember 2015
Ort der Aufnahme
Grote Kerk, Naarden

Dirigent
Jos van Veldhoven
Sopran
Maria Keohane
Trompete
Robert Vanryne

Violine 1
Shunske Sato, Annelies van der Vegt, Anneke van Haaften, Lidewij van der Voort
Violine 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense
Viola
Staas Swierstra, Jan Willem Vis
Cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer
Kontrabass
Robert Franenberg
Organ
Pieter-Jan Belder

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                                                       Kantate BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

Zum Video in diesen Text oder Foto anklicken!


„Ich wünsche viel Freude mit dem BWV 51“

Grüße sommerk

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Trompete und Orgel „Musik für Spaziergänger“ in der Kirche zu Bergkirchen (Ostwestfalen-Lippe)

Konzert: „Trompete und Orgel“

Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bergkirchen in Lippe

                        Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bergkirchen in Lippe

Am Sonntag, 6. September 2015 setzt sich um 16.30 Uhr die Reihe „Musik für Spaziergänger“ nach den Sommerferien in der Kirche zu Bergkirchen (Lippe) fort. Zu Gast ist das Duo „Concerto Maestoso“ mit Martin Schröder (Trompete) und Hans-André Stamm (Orgel). Der Dortmunder Trompeter Martin Schröder studierte an den Musikhochschulen Detmold und Köln. Als Spezialist auf der Piccolo-Trompete spielt er Solokonzerte und wird häufig für Aufführungen von Kantaten- und Oratorien engagiert. Der in Leverkusen lebende Komponist und Konzertorganist Hans-André Stamm begann seine Solokonzerttätigkeit mit 11 Jahren, spielte mit 16 Jahren in Notre Dame von Paris, studierte in Lüttich und Düsseldorf und veröffentlichte zahlreiche CDs.

Die Hauptpfeiler ihres Programmes bilden vier barocke Werke. Aus dem Oratorium „Salomo“ von Georg Friedrich Händel ist der „Einzug der Königin von Saba“ zu hören. Weiterhin stehen die berühmte festliche Sonata in D-Dur von Giuseppe Torelli, das Concerto in D-Dur für Horn von Georg Philipp Telemann, gespielt auf einem Corno da Caccia und die virtuos-heitere Sonata „Il Giardino di Amore“ von Alessandro Scarlatti auf dem Programm. Von Johann Sebastian Bach erklingt die Sinfonia aus der Kantate BWV 29 und die Sarabande aus der Cellosonate D-Dur. Ein besonderes Highlight der Konzerte bilden auch einige Werke aus der eigenen Feder des Organisten Hans-André Stamm, die Elemente der keltischen und lateinamerikanischen Volksmusik in einer rhythmisch und melodisch prägnanten klassischen Tonsprache zu einem spannenden Hörerlebnis verknüpfen. So entsteht in den Konzerten des Duos ein erfrischender Kontrast zwischen alter und publikumswirksamer zeitgenössischer Musik.

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt.

Ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.

Weitere Informationen erhält man unter: www.bergkirchen.net

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 Biographie von Martin SchröderHans-André Stamm

Martin Schröder, geboren 1977 in Gräfelfing bei München, aufgewachsen in Dortmund, spielt seit seinem 9. Lebensjahr Trompete. Als Trompeter des „Überregionalen Jugendorchesters Fitzcarraldo“ trat er bereits in seiner Schulzeit in England, Irland, Skandinavien und Polen auf. Von 2000-2005 studierte er Musikpädagogik im Hauptfach Trompete an der Hochschule für Musik Detmold (Abteilung Dortmund) bei Dominik Stegemann und Fredrick Dweir. Von 2005 bis 2007 folgte ein künstlerisches Studium mit abschließender Reifeprüfung an der Musikhochschule Köln (Standort Wuppertal) bei Prof. Nancy Gildner. Mit der Weltmusikband „Cheb Hicham & le Groove Orchestre“ spielte Martin Schröder Konzerte für den Westdeutschen Rundfunk und im Vorprogramm des algerischen Superstars „Cheb Mami“. Seit 2004 ist er Trompeter und Arrangeur des Blechbläserquintetts „Ruhrblech“.

2009 gründete er gemeinsam mit dem Organisten und Komponisten Hans-André Stamm aus Leverkusen das Duett „Concerto maestoso“. Als Piccolo-Trompeter ist er gefragter Solist bei Kantaten- und Oratorienkonzerten im Ruhrgebiet. Mit den „Seoul Classical Players“ spielte er 2010 Händels „Music of the Royal Fireworks“ in Südkorea, 2012 folgten als Aushilfe im „Mostly Philharmonic Orchestra“ Shows mit den koreanischen Popstars Insooni und Kim Bum Soo. Martin Schröder ist als Instrumentallehrer und Orchesterleiter an den Musikschulen Soest, Iserlohn und Bochum tätig. In den Sommermonaten gibt er regelmäßig Meisterkurse in Südkorea.

Hans-André Stamm (Organist) & Martin Schröder (Trompete)

                       Hans-André Stamm (Organist) & Martin Schröder (Trompete)

Hans-André Stamm, geboren 1958 in Leverkusen, erhielt Orgel- und Klavierunterricht seit dem 7. Lebensjahr. Mit elf Jahren begann er mit einer regen Konzerttätigkeit als Orgelvirtuose im In- und Ausland.

Eine erste Schallplatten-Einspielung mit Orgelmusik folgte im Alter von 13 Jahren, mit 16 Jahren gab er bereits ein Solokonzert in Notre-Dame von Paris. 1973-76 studierte er künstlerisches Orgelspiel am Conservatoire Royal de Musique in Lüttich bei Hubert Schoonbroodt, außerdem von 1976-80 kath. Kirchenmusik und IP/Klavier an der Robert-Schumann-Hochschule, Düsseldorf. Musikwissenschaftliche Studien an der Universität Bonn von 1981-85 führten zum Bau der „Enharmonischen Pfeifenorgel“, eines Instruments in der akustisch reinen Stimmung mit 48 Tönen pro Oktave, die derzeit in der kath. Pfarrkirche St. Petrus-Canisius in Köln-Buchheim aufgestellt ist.

Hans-Andre Stamm war Musikverleger, veröffentlichte zahlreiche eigene Bearbeitungen für Blechblas-Besetzungen, komponierte Orgel-, Kammer- und Ballett-Musiken, und nahm mehrere Tonträger auf. Er veröffentlichte mehrere Notenausgaben bei renommierten Musikverlagen und lebt derzeit als freischaffender Komponist und Konzertorganist. Im Jahre 2000 spielte er für Pioneer (USA/Japan) zwei DVDs (Audio & Video CDs) die weltweit erste DVD-Produktion mit den Orgelwerken Bachs auf der größten Barockorgel Thüringens, der Trost-Orgel in Waltershausen, ein.

Der weltbekannte klassische Trompeter Maurice André ist im Alter von 78 Jahren gestorben.

Maurice André - Trompeter (1933-2012)

Liebe Bach-Freunde/innen,

ganz überraschend ist am 26. Februar 2012 der weltbekannte und beliebte französische Star-Trompeter Maurice André im Alter von 78 Jahren im südwestfranzösischen Bayonne gestorben. Sehr beliebt und beachtet sind seine glänzenden Auftritte in der Karl Richter Ära in den großen Oratorien von Johann Sebastian Bach unter der Leitung von Karl Richter mit seinem Münchener Bachchor und Münchener Bachorchester.

Maurice André wurde in der südfranzösischen Stadt Alès geboren. Als Vierzehnjähriger begann er eine Lehre als Bergmann im Kohlerevier der Cevennen, erlernte aber gleichzeitig das Spiel auf der Trompete. Sein Vater, selbst Bergmann, ermöglichte ihm erst einmal privaten Unterricht bei Prof. Barthélemy am Conservatoire de Paris, das Maurice André aufgrund seiner außerordentlichen Begabung bald als Student aufnahm. Im ersten Jahr bereits erhielt er den 1. Ehrenpreis für Kornett, ein Jahr später für Trompete.

Maurice André  ist ab den 1950er Jahren mit seinem Trompetenspiel zu Weltruhm aufgestiegen. Seine letzten Konzerte gab er vor 8 Jahren, Maurice André war am 21. Mai 1933 in Südfrankreich geboren und hatte in seiner Jugend als Kohlearbeiter im Bergbau gearbeitet. Andrés Vater – ein passionierter Hörer der Klassischen Musik – hatte ihm das Trompetenspiel beigebracht. 1951 folgte eine Ausbildung am Konservatorium in Paris. Danach avancierte er zum bekanntesten klassischen Trompeter.

Für Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium oder Händels Oratorien wurde Maurice André bald einer der gefragtesten Solisten.

In memoriam des großartigen und unvergessenen Künstlers Maurice André  nachstehend zwei Videos.

G. P.Telemann Concerto G major TWV 51:G1 1/2

1.Allegro ma non troppo
2. Adagio

Maurice André Trumpet
Muenchener Bach – Orchester
Karl Richter Conductor

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Johann Sebastian Bach
HOHE MESSE IN H-MOLL

sopran: Gundula Janowitz
alt: Hertha Töpper
tenor: Horst R. Laubenthal
baß: Hermann Prey

Münchener Bach-Chor und -Orchester

Karl Richter

Stifts-Kirche, Diessen am Ammersee, 1969.

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Grüße

Volker