All of Bach veröffentlicht das BWV 245 „Johannes-Passion“

All of Bach veröffentlicht das BWV 245 „Johannes-Passion“

„Erstgeborene“
Die kurzen Chorabschnitte enthalten viel Geschrei und Schreien.

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In der Johannes-Passion – BWV 245  setzt  Johann Sebastian Bach die Passion Christi in Einklang, wie es im Johannesevangelium erzählt wird. Er hat das Stück erstmals am Karfreitag (Freitag vor Ostern) in Leipzig auf der Vesper aufgeführt. Es war die erste Passionsmusik, die er als Kantor in Leipzig geschrieben hatte.

                                                              Dirigent Jos van Veldhoven

Libretto
Der Faden, der durch die Johannes-Passion verläuft, ist die Bibelstelle, die traditionell am Karfreitag, Johannes 18 und 19, gelesen wurde. Jesus wurde gefangen genommen, vor Kaiphas und Pontius Pilatus geführt, gerichtet, gekreuzigt und getötet. Die Bibelstelle wird vom Solo-Tenor (dem Evangelisten) vorgetragen und die verschiedenen Rollen (Jesus, Pilatus, die Jünger und das Volk) werden von den anderen Sängern übernommen. In wichtigen Momenten fügte Bach bekannte Hymnen hinzu, die vom gesamten Ensemble gesungen und gespielt werden. Für die Solo-Arien verwendete er Gedichte aus populären Passion-Anthologien von Barthold Heinrich Brockes, Christian Weise und Christian Heinrich Postel.

                                                                      Gesangs-Solisten All of Bach!

weniger menschlich
Die Passionsgeschichte, wie sie im Johannesevangelium erzählt wird, ist anders als die der anderen drei Evangelisten – Matthäus, Lukas und Markus. Johns Version betont den göttlichen Ursprung Christi. Während seines Leidens spielt dieser göttliche Ursprung immer noch eine Rolle und nirgends ist Jesus so menschlich wie in den anderen Evangelien. Er hat keine Angst und weiß alles, was passieren wird – auch, dass die Kreuzigung nicht sein Ende sein wird. Das wird sofort im Eröffnungschor deutlich, wo Christus als „Herrscher dessen Ruhm in allen Ländern herrlich ist“ beschworen wird. Dies steht im Gegensatz zum Anfangschor der Matthäus-Passion, bei dem es darum geht, dass das Lamm zur Schlachtbank geführt wird.

Symbolismus
Bach fügt den Worten durch seine Musik oft eine zusätzliche Dimension hinzu. Ein ziemlich direkter Ausdruck der Worte findet sich in vielen der Rezitative, zum Beispiel wenn der Evangelist erzählt, wie Jesus ausgepeitscht wird. Die Auspeitschung ist deutlich zu hören, sowohl im Gesang als auch im begleitenden Continuo. In der Arie „Ach mein Sinn“ wird Peters Unruhe und Reue durch die Streicher unterstützt. Die Begleitung ist turbulent und unruhig, und die Arie endet abrupt. Die kurzen Chorabschnitte enthalten viel Geschrei, Schreien und Fluchen. Bach unterstreicht das Geschrei und Spott mit seiner Musik. In dem Chor „Bist du nicht“ beispielsweise treten die Stimmen in immer kürzeren Abständen und in kürzeren Abständen ein, so dass es fast so aussieht, als ob sich immer mehr Menschen dem Geschrei anschließen.

                                                                     THEORBE: Mike Fentross

Symmetrie
Der Choral „Durch dein Gefängnis Gottes Sohn“ gilt als das Herz der Passion. Viele der schnellen Tutti-Chöre, die vor diesem Choral gesungen wurden, kehren danach zurück, aber dann mit anderen Worten und in umgekehrter Reihenfolge (wie zum Beispiel „Wir haben ein Gesetz“ – „Lässest du dies los“ von „Sei gegrüßet“ – ‚Schreibe nicht ‚). Darüber hinaus fasst der Choral das Wesen der Passion noch einmal zusammen: „Durch dein Gefängnis Gottes Sohn, muss uns sterben Freiheit kommen“.

Versionen
Bach spielte oft die Johannes-Passion. Es wurde 1725, im Jahr nach seiner Uraufführung, wieder aufgeführt. Um zu viele Wiederholungen zu vermeiden, überarbeitete Bach die Partitur radikal. Er ersetzte beispielsweise den Eröffnungschor „Herr unser Herrscher“ durch das Choralarrangement „O Mensch sein dein süde groß“ (später als Ende des ersten Satzes der Matthäuspassion verwendet). Und verschiedene Arien wurden entweder fallen gelassen oder ersetzt. In späteren Aufführungen (1728 ?, 1732? Und 1749) kehrte er für den Hauptteil zu seiner ersten Version zurück. Unsere Leistung basiert auf diesen späteren Leistungen.

über diese Leistung
Für diese Aufführung haben wir eine Besetzung von Sängerinnen und Sängern unter 35 Jahren ausgewählt. Neben den Leitern sind auch alle Orchestermitglieder jünger als 35 Jahre alt. Der Konzertreihe ging eine Reihe von Vorsingen und Meisterkursen voraus.

                Aufführung: BWV 245 Johannes-Passion von All of Bach in der Grote Kerk in Naarden

BWV 245

TITEL
Passio secundum Johannem, Johannes-Passion

GENRE
Leidenschaft

JAHR
1724/1725/1728? / 1732? / 1749

STADT
Leipzig

Lyrikerin
unbekannte; Text zusammengestellt aus Johannes 18 und 19, Matthäus 26:75 und 27: 51-52, und verschiedene Choraltexte an

GELEGENHEIT
Vesper am Karfreitag in der Nikolaikirche in Leipzig

ERSTE PERFORNANCE
7. April 1724 in der St.-Nikolaus-Kirche

Besondere Hinweise
Bach spielte oft die Johannes-Passion, von der es verschiedene Versionen gibt.

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
23. März 2018

AUFNAHMEDATUM
11. März 2017

LAGE
Grote Kerk, Naarden

DIRIGENT
Jos van Veldhoven

EVANGELIST (TENOR)
Raphael Höhn

SOPRAN
Myriam Arbouz, Maria Valdmaa (Dienstmädchen)

ALT
Daniël Elgersma, Marine Fribourg

TENOR
Gwilym Bowen, Guy Cutting (Diener)

BASS
Felix Schwandtke (Jesus), Drew Santini (Petrus), Angus Mc Phee (Pilatus)

RIPIËNO SOPRAN
Marta Paklar, Stephanie Pfeffer

RIPIËNO ALTO
Victoria Cassano McDonald, Carla Nahadi Babelegoto

RIPIËNO TENOR
David Lee, Adriaan de Koster

RIPIËNO BASS
Felix Rumpf

VIOLINE 1
Shunske Sato, Elise von der Wel, Lucia Giraudo, Justyna Skatulnik

VIOLINE 2
Sayuri Yamagata, Matthea de Muijnck, Emily Deans, Noyuri Hazama

VIOLA
Staas Swierstra, Femke Huizinga, Annie Garlid

CELLO
Lucia Swarts, Anne-Linde Visser, Carlos Leal

KONTRABASS
Robert Franenberg, Jesse Feves

VIOLA D’AMORE
Matthea de Muijnck, Emily Deans

VIOLA DA GAMBA
Mieneke van der Velden

TRAVERSO
Marten Wurzel, Aysha Willen

OBOE
Martin Stadler, Rodrigo Lopez Paz

FAGOTT
Vicente Beltran

CEMBALO
Teet Bracken

ORGAN
Siebe Henstra

THEORBO
Mike Fentross


Language English:

FIRST-BORN
The short choir sections contain a lot of shouting and screaming.

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In the St John Passion, BWV 245 Johann Sebastian Bach sets the Passion of Christ to music as the story is told in the Gospel of John. He first performed the piece at Vespers on Good Friday (the Friday before Easter), in Leipzig. It was the first Passion music he had written as cantor in Leipzig.

                                                               Dirigent Jos van Veldhoven

libretto
The thread running through the St John Passion is the biblical passage traditionally read on Good Friday, John 18 and 19. Jesus was captured, led before Kaiphas and Pontius Pilate, judged, crucified and put to death. The biblical passage is presented by the solo tenor (the Evangelist), and the various roles (Jesus, Pilate, the disciples and the people) are taken by the other singers. At key moments, Bach added well-known hymns, which are sung and played by the whole ensemble. For the solo arias, he used poetry from popular Passion anthologies by Barthold Heinrich Brockes, Christian Weise and Christian Heinrich Postel.

less human
The Passion story as told in the Gospel of John is different from that told by the other three evangelists – Matthew, Luke and Mark. John’s version places the emphasis on Christ’s divine origin. Throughout his suffering, this divine origin still plays a role and nowhere is Jesus as human as in the other gospels. He is not afraid and knows everything that will happen – so also that the crucifixion will not be the end of him. This is immediately apparent in the opening chorus, where Christ is invoked as ‘Herrscher dessen Ruhm in allen Landen herrlich ist’. This contrasts with the opening chorus in the St Matthew Passion, which is about the lamb being led to the slaughter.

symbolism
Bach often adds an extra dimension to the words through his music. A fairly direct expression of the words is to be found in many of the recitatives, for instance when the Evangelist tells how Jesus is flogged. The flogging is clearly heard, both in the singing and in the accompanying continuo. In the aria ‘Ach mein Sinn’, Peter’s disquiet and remorse is supported by the strings. The accompaniment is turbulent and restless, and the aria ends abruptly. The short choir sections contain a lot of shouting, screaming and cursing. Bach underlines the shouting and jeering with his music. In the chorus ‘Bist du nicht’, for example, the voices enter in increasingly rapid succession and at shorter intervals, so that it seems almost as if more and more people join in the shouting.

symmetry
The chorale ‘Durch dein Gefängnis Gottes Sohn’ is seen as the heart of the Passion. Many of the fast tutti choruses sung before this chorale return after it, but then with different words and in reverse order (like, for example, ‘Wir haben ein Gesetz’ – ‘Lässest du diesen los’ of ‘Sei gegrüßet’ – ‘Schreibe nicht’). Furthermore, the chorale summarises the essence of the Passion once again: ‘Durch dein Gefängnis Gottes Sohn, muss uns die Freiheit kommen’.

                                                                THEORBE: Mike Fentross

versions
Bach performed the St John Passion often. It was performed again straight away, the year after its premiere, in 1725. In order to avoid too much repetition, Bach radically revised the score. For instance, he replaced the opening chorus ‘Herr unser Herrscher’ by the chorale arrangement ‘O Mensch bewein dein Sünde groß’ (later used as the ending of the first movement of the St Matthew Passion). And various arias were either dropped or replaced. In later performances (1728?, 1732? and 1749), he reverted for the main part to his first version. Our performance is based on these later performances.

about this performance
For this performance, we selected a cast of singers under the age of 35. Apart from the leaders, all the orchestra members are also younger than 35. The concert series was preceded by a course of auditions and masterclasses.

                  Aufführung: BWV 245 Johannes-Passion von All of Bach in der Grote Kerk in Naarden

BWV 245

TITLE
Passio secundum Johannem, St John Passion

GENRE
passion

YEAR
1724/1725/1728?/1732?/1749

CITY
Leipzig

LYRICIST
unknown; text compiled from John 18 and 19, Matthew 26:75 and 27:51-52, and various chorale texts an

OCCASION
Vespers on Good Friday at the St Nicholas Church in Leipzig

FIRST PERFORNANCE
7 April 1724 at the St Nicholas Church

SPECIAL NOTES
Bach often performed the St John Passion, of which there are various versions.

RELEASE DATE
23 March 2018

RECORDING DATE
11 March 2017

LOCATION
Grote Kerk, Naarden

CONDUCTOR
Jos van Veldhoven

EVANGELIST (TENOR)
Raphael Höhn

SOPRANO
Myriam Arbouz, Maria Valdmaa (Maid)

ALTO
Daniël Elgersma, Marine Fribourg

TENOR
Gwilym Bowen, Guy Cutting (Servant)

BASS
Felix Schwandtke (Jesus), Drew Santini (Peter), Angus Mc Phee (Pilate)

RIPIËNO SOPRANO
Marta Paklar, Stephanie Pfeffer

RIPIËNO ALTO
Victoria Cassano McDonald, Carla Nahadi Babelegoto

RIPIËNO TENOR
David Lee, Adriaan de Koster

RIPIËNO BASS
Felix Rumpf

VIOLIN 1
Shunske Sato, Elise van der Wel, Lucia Giraudo, Justyna Skatulnik

VIOLIN 2
Sayuri Yamagata, Matthea de Muijnck, Emily Deans, Noyuri Hazama

VIOLA
Staas Swierstra, Femke Huizinga, Annie Garlid

CELLO
Lucia Swarts, Anne-Linde Visser, Carlos Leal

DOUBLE BASS
Robert Franenberg, Jesse Feves

VIOLA D’AMORE
Matthea de Muijnck, Emily Deans

VIOLA DA GAMBA
Mieneke van der Velden

TRAVERSO
Marten Root, Aysha Wills

OBOE
Martin Stadler, Rodrigo Lopez Paz

BASSOON
Vicente Beltran

HARPSICHORD
Teun Braken

ORGAN
Siebe Henstra

THEORBO
Mike Fentross


Ich wünsche allen Besuchern ein großartiges Erlebnis mit der herrlichen Johannes-Passion!

I wish all visitors a great experience with the wonderful St. John Passion!

Herzliche Grüße – Best regards

Volker

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