J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen, Videos und Kantaten-Beschreibungen für den 4. Sonntag nach Epiphanias

J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen, Videos und Kantaten-Beschreibungen für den 4. Sonntag nach Epiphanias

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Alt-Ansicht der Thomaskirche in Leipzig

                                                 Alt-Ansicht der Thomaskirche in Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 29.01.2017 begehen wir den 4. Sonntag nach Epiphanias (Sexagesimae)

Am 4. Sonntag nach Epiphanias (Sexagesimae) steht Gottes Macht über die Naturmächte im Vordergrund. Jesu Sturmstillung, die Sintflut, die Worte Gottes durch den Propheten – alles führt uns vor Augen, dass Gott den Weltenlauf mit Leichtigkeit verändern. Doch während die Sintflut dazu diente, den „Versuch“ mit der Menschheit noch einmal neu anzufangen, zielen die anderen Geschichten schon eher darauf ab, dass der Mensch sich ändern soll, um solche Katastrophen abzuwenden. In der Sturmstillung tadelt Jesus den kleinen Glauben der Jünger. Der Prophet rät dem Volk Israel, Gott zu fürchten und nicht die Menschen, deren Macht ja doch sehr begrenzt ist. Die Epistellesungen gehen in die gleiche Richtung.

Am 4. Sonntag nach Epiphanias werden wir daran erinnert, dass Gott die Macht über alle Naturgewalten hat, und hören die Erzählung von der Sturmstillung. Durch Jesus sollen wir teilhaben an dieser Macht, aber oft reicht unser Vertrauen nicht aus, so dass wir hoffnungslos verzagen wollen. Allein der Glaube an die Kraft dessen, der der Sintflut ein Ende setzte, der das Schilfmeer zerteilte, der Petrus zu sich auf das Wasser rief, gibt uns neue Zuversicht.

Wochenspruch: 

Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern. (Ps 66, 5)

Wochenlied: 

“Such, wer da will, ein ander Ziel“ (EG 346)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 4. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV  14  –  „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit
BWV  81  –  „Jesus schläft – was soll ich hoffen

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag: 07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 14 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit

Kantate zum 4. Sonntag nach Epiphanias;

Lydia Teuscher, Sopran; Daniel Johannsen, Tenor;

Danile Ochoa, Bass;

Chorus Musicus Köln / Das Neue Orchester

Leitung: Christoph Spering

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 14Wär‘ Gott nicht mit uns diese Zeit

Kantate für den 4. Sonntag nach Epiphanias

Monika Frimmer, Sopran / Eberhard Büchner, Tenor

Andreas Scheibner, Bass

Thomanerchor LeipzigNeues Bachisches Collegium Musicum Leipzig

Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Etwa ab  07:10 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 81 “Jesus schläft, was soll ich hoffen”

Kantate für den 4. Sonntag nach Trinitatis

Gli Angeli Geneve

Leitung:Stephen MacLeod

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 81Jesus schläft, was soll ich hoffen

Kantate am 4. Sonntag nach Epiphanias

Bogna Bartosz, Alt;  Jörg Dürrmüller, Tenor

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen

Alt-Arie aus der gleichnamigen Kantate

Julia Hamari (Alt) Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

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Christoph Graupner (1683-1760)

Kantate: „Herr, die Wasserströme erheben sich“

Collegium Vocale

Leitung: Philippe Herreweghe

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Johann Sebastian Bach

BWV 81Schweig, aufgetürmtes Meer!„,

Bass-Arie aus der Kantate „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

Siegmund Nimsgern (Bass)

Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 14 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit

Kantate zum 4. Sonntag nach Epiphanias;

Lydia Teuscher, Sopran; Daniel Johannsen, Tenor;

Danile Ochoa, Bass;

Chorus Musicus Köln / Das Neue Orchester

Leitung: Christoph Spering

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Gottfried August Homilius (1714-1785)

Kantate: „Kommt, frohe Völker herzu„“

Marie-Pierre Roy, Sopran / Knut Schoch, Tenor

Markus Köhler, Bass

Handel’s Company Choir / Handel’s Company

Leitung: Rainer Johannes Homburg 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 14 „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“

Kantate am vierten Sonntag nach Epiphanias,

Joanne Lunn, Sopran; Paul Agnew, Tenor;

Peter Harvey, Bass;

Monteverdi Choir / The English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 81  „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

Kantate zum 4. Sonntag nach Epiphanias für Soli, gemischten Chor und Orchester,

Gli Angeli Geneve

Leitung:  Stephen MacLeod

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

https://www.domradio.de/radio

Web-Radio:

https://www.domradio.de/radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Vertonungen des „Nunc dimittis“Freude und Abschied

In dieser Ausgabe von domradio-Cantica erklingen Vertonungen von:

Giovanni Pierluigi da Palestrina, Orlando Gibbons, Heinrich Schütz, Charles Villiers Stanford, Gustav Holst und Pawel Lukaszewski.

weiter zum Text von Dom-Radio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate –
BWV 81 – „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

Kantate für den vierten Sonntag nach Epiphanias !

Aufnahme der J.S. Bachstiftung St. Gallen.

Chor und Orchester der J.S. Bachstiftung St. Gallen musizieren unter der

Leitung von Rudolf Lutz,

Solisten sind:  Roswitha Müller, / Bernhard Berchtold und Wolf Matthias Friedrich.

Der Choral, der am Ende der Kantate erscheint „Jesu, meine Freude“, ist in Orgelbearbeitungen von  Johann Ludwig Krebs (1713-1780) und

J. S. Bach zu hören und vor allem als Motette BWV 227. Interpret ist der Windsbacher Knabenchor unterer Leitung von:  Karl-Friedrich Beringer.

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Videos mit Bach-Kantaten

für den 4. Sonntag nach „Epiphanias“

BWV  14  –  „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit
BWV  81  –  „Jesus schläft – was soll ich hoffen

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/ YouTube: BWV 14 –  

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“  (Interpret: S D G )

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/ YouTube: BWV 14 –  

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“  (Interpret: Rilling ) 

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/ YouTube: BWV 81  –  Gesprächs-Konzert

 Jesus schläft – was soll ich hoffen –  (Interpret: Helmuth Rilling)

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/ YouTube: BWV 81 

 Jesus schläft – was soll ich hoffen –  (Interpret: Sigiswald Kuijken)

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Kantaten zum Fest Mariae Reinigung am 2. Februar

/ YouTube BWV 83 Erfreute Zeit im neuen Bunde (Interpret: Koopman )

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/ YouTube BWV 125  Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ (Interpret: Herreweghe )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Philipp Krieger  – (1649 bis 1725) 

Johann Philipp Krieger 1649 - 1725

Johann Philipp Krieger 1649 – 1725

 Johann Philipp Krieger (* 26. Februar 1649 in Nürnberg; † 6. Februar 1725 in Weißenfels) war ein deutscher Komponist, Organist und Kapellmeister.

Krieger wuchs als Sohn eines Teppichmachers und Garnfärbers auf und erhielt bereits in frühen Jahren eine musikalische Unterrichtung an Tasteninstrumenten. Ab dem achten Lebensjahr erhielt er Unterricht bei dem Nürnberger Musiker und Froberger Schüler Johann Drechsel. Weiteren Unterricht erhielt er auf Blas- und Streichinstrumenten von dem Gambisten Gabriel Schütz         (1633-1710). Vorrangig beeinflusst wurde er während seiner Ausbildung jedoch von dem Organisten Paul Hainlein, vor allem hinsichtlich seiner späteren Zuwendung zum Orgelspiel.

Später ging Krieger nach Dänemark, wo er Schüler des Königlich Dänischen Organisten Johannes Schröder in Kopenhagen wurde. Gleichzeitig vertrat er diesen als Organisten an der Peterskirche. Parallel dazu erhielt er bei Kaspar Förster jun., seines Zeichens Königlich Dänischer Kapellmeister, Unterricht im Fach Tonsatz. Kurze Zeit nach Aufnahme seines Studiums wurde Krieger an der Orgel der Hauptkirche in Kopenhagen eingesetzt. Gegen 1667 erhielt er eine Berufung nach Christiania in Norwegen als Organist, die er auf Wunsch seiner Eltern jedoch nicht wahrnahm…

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Video auf YouTube:

Johann Philipp Krieger

Geistliches-Konzert: „Ich will in Friede fahren“

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Johann Philipp Krieger (1649-1725)

„Einsamkeit, du Qual der Hertzen“

Einsamkeit, du Qual der Hertzen
Was der Himmel will erquicken
Tausend Schmertzen
So sind nun die traurigen Stunden verschwunden

Ausführende: Spägele • Jochens • Friedrich • Lautten Compagney • Katschner

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CD Seelenfrieden CD-Vorstellung: 

Johann Philipp Krieger (1649-1725)

Auch wenn seine Musik heutzutage eher Spezialisten ein Begriff sein dürfte, war Johann Philipp Krieger (1649- 1725) doch einer der führenden Komponisten Deutschlands unmittelbar vor Bach. Sein Verdienst liegt besonders in der Einführung italienischer und französischer Form- und Satztechniken. Die insgesamt zwanzig Geistlichen Konzerte aus der Sammlung ‚Musicalischer Seelen-Frieden‘, dem einzigen Druck geistlicher Musik Kriegers, sind in den Jahren 1690 bis 1696 entstanden. Neben ungefähr 2500 Kantaten gehört auch seine Instrumentalmusik zu den bedeutendsten Gattungsbeiträgen vor Bach. Um auf die bislang wenig beachteten Qualitäten Kriegers als Vokal- und Instrumentalkomponist aufmerksam zu machen, kann man sich wohl keine besseren Interpreten vorstellen als Dorothee Mields sowie die Hamburger Ratsmusik unter Simone Eckert.

Psalm 134: Ecce nunc benedicite Domino (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Quinta G-Dur Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) –

Psalm 68: Es stehe Gott auf (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Sesta à doi a-Moll Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) –

Psalm 65: Gott, man lobet dich in der Stille (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.) – Sonata Quarta à doi F-Dur Op.II (für Violine, Viola da gamba und B.c.) –

Psalm 31: Herr, auf dich trau ich (Geistliches Konzert für Sopran, zwei Violinen und B.c.)

CD-Bestellung:    >>  h i e r  <<

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Romsey Abbey, Hampshire am 30.01.2000

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen?“

Kantaten für den 4. Sonntag nach Epiphanias.

Wenn man mich fragte, welche Art Opern Bach komponiert hätte, würde ich sofort

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen?nennen. Denn mir scheint, nichts in seinen weltlichen Kantaten, trotz ihrer Bezeichnungen als dramma per musica, ist annähernd so lebendiges Theater oder tatsächlich Oper wie dieses erstaunliche Werk, das am 30. Januar 1724 in Leipzig uraufgeführt wurde. Es gehört zu jener Handvoll Kantaten, in denen Bach ein dramatisches Ereignis aus dem Tagesevangelium aufgreift – hier Matthäus’ Bericht, wie Jesus den Sturm beruhigt, der auf dem See Genezareth tobt, und das Boot, in dem er sich mit seinen Jüngern befindet, zu kentern droht – und als Basis für eine Metapher nimmt, die den Christen seiner Zeit gegenwärtig war: das Leben als Seereise.Jesu Schlaf auf dem Schiff gibt den Einstieg in eine gespenstische Meditation über die Schrecknisse des Verlassenseins in einer gottlosen Welt – Stichwort für ein Paar altmodischer Blockflöten, die in Bachs Musik häufig mit Tod und Schlaf assoziiert werden und sich zu den Streichern zu gesellen. Es ist auch keine Überraschung, dass Bach diese einleitende Arie einem Alt gibt, der Stimme, der er das Spektrum von Reue, Furcht und Klagen anzuvertrauen pflegte.

Hier unterwirft er den Sänger dem strengen technischen (und symbolischen) Ausdauertest, ein tiefes B über zehn langsame Taktschläge zu halten (zweimal!), ohne dass die Stimme zittert, und dann den klaffenden Abgrund des nahenden Todes heraufzubeschwören.Es gibt auch ein Problem der Klangbalance zu lösen: bei der Einbindung der beiden, inihrer Lautstärke unflexiblen Blockflöten, die eine Oktave über den dynamisch flexiblen Streichern spielen, eine möglichst große Expressivität beizubehalten. Das Leben ohne Jesus (sein schläfriges Schweigen dauert die ersten drei Nummern hindurch an) verursacht seinen Jüngern und späteren Generationen schlimme Qualen und gibt ihnen ein Gefühl der Verlassenheit, das im Tenorrezitativ (Nr. 2) mit verlagerten, dissonanten Harmonien an die Oberfläche kommt. Wir denken an Psalm 13: ‚Wie lange, Herr, willst du mich so ganz vergessen? Wie lange noch verbirgst du dein Antlitz vor mir?’, und an den Leitstern, der von allen Seeleuten und den Weisen aus dem Morgenland so geschätzt wurde.

Plötzlich bricht der Sturm los. Es ist erstaunlich, welch eine lebendige scena Bach aus einem schlichten 3/8-Allegro nur für Streicher in G-dur zu gestalten vermag. Eine heftig aufschäumende Gischt aus Zweiunddreißigstelnoten in den ersten Violinen, gegen ein dumpfes Pulsieren in den übrigen Instrumenten gesetzt, schwillt zu einem ohrenbetäubenden Lärmen auf den 7/6/4/2-Mollakkorden an, um ‚Belials Bäche’ zu schildern, die gegen das winzige Boot schlagen. In ihrem Gesamteindruck ähnelt diese Arie, die von Tenor und Violinen ein gleichermaßen virtuoses Passagenwerk verlangt, das jedoch von einer sehr viel größeren harmonischen Spannung durchdrungen ist, einer der mächtigeren ‚Zornesarien’ aus Händels Opern. Dreimal gebietet Bach unvermittelt dem Unwetter Einhalt, als wolle er von dem sturmgepeitschten Seemann, über zwei Takte hin, ‚Nahaufnahmen’machen.

Obwohl der Sturm außerordentlich real geschildert wird, steht er auch als Symbol für die gottlosen Kräfte, die den einsamen Christen zu verschlingen drohen, wenn er sich gegen seine Spötter erhebt.Jesus, nun wach (wie hat er überhaupt schlafen können bei all dem Lärm?), rügt seine Jünger wegen ihres mangelnden Glaubens. In einem Arioso mit geradliniger Continuobegleitung (es ist fast eine zweistimmige Invention) übernimmt der Bass-Solist die Rolle der vox Christi. Nach dem farbenreichen Drama der vorangegangenen scena verwundert die Dürre und Eintönigkeit der Musik. Man fragt sich, ob das hier dramatischer Realismus ist – die Störung aus dem Schlaf und die Zurechtweisung (das vielfach wiederholte ‚warum’) – oder gar eine sanfte Satire? Es ist vielleicht eine jener Gelegenheiten für Bach, auf Kosten seiner Leipziger Zuchtmeister ein bisschen Spaß zu haben?

Dann folgt ein zweites Seestück, ebenso ungewöhnlich wie der vorangegangene Sturm, in Form einer Arie für Bass, zwei Oboen d’amore und Streicher. Die im Oktavabstand geführten Streicher lassen an den Sog der Gezeiten und das Auftürmen der Wellen denken, denen Jesus Einhalt gebietet, bevor sie auslenken: ‚Schweig! Schweig!’ und ‚Verstumme!’. Weder Bachs autographe Partitur noch die originalen Parts enthalten in irgendeiner Art hilfreiche Angaben zur Artikulation (was natürlich ihre Aufnahme in seine Aufführungen nicht notwendigerweise ausschließt). Wir haben mit verschiedenen Variantenvon Verschleifungen und örtlich begrenzten Crescendi experimentiert, die einen Schlag früher als ihr natürlicher Wellenkamm beendet werden.

Dies schien idiomatisch und auf das Bild bezogen zu funktionieren, ebenso das abschließende Ritornell, das geschmeidig und weich gespielt wurde, als gehorche es nun Christi Befehlen. Dass der Sturm gestillt ist, kommt in dem Rezitativ des Alt-Solisten (Nr. 6) zum Ausdruck, ebenso in dem abschließenden Choral, der siebten Strophe von Johann Francks Lied ‚Jesu, meine Freude’ – ein hervorragender Abschluss für dieses ungewöhnliche und echte dramma per musica. Als Binnenländer mag Bach nie einen richtigen Sturm auf dem Meer erlebt haben, bei einem seiner Lieblingsautoren, Heinrich Müller, einem Theologe aus dem 17. Jahrhundert, ist es eher wahrscheinlich: Müller lebte an der Ostsee, in Rostock, und kommentierte wortgewandt den Vorfall aus dem Matthäus-Evangelium.

Für einen wirklich gläubigen Menschen bedeutet die Reise in ‚Christi Schifflein’, dass er die Unbilden des Lebens und Wetters erfährt, jedoch unversehrt aus ihnen hervorgeht: ‚ein paradoxum mitten in der Unruhe voller Ruhe’. Eine tropologische Interpretation, möchte man hoffen, war für Bach Rechtfertigung genug, die biblische Geschichte so wunderbar originell und, ja, dramatisch auszugestalten, ein Vorgeschmack auf seine Johannis-Passion, deren Uraufführung gerade einmal gut zwei Monate fern lag. Doch wir können ziemlich sicher sein, dass Leipziger Ratsherren wie Dr. Steger, der neun Monate zuvor unter dem Vorbehalt ‚und hätte der solche Compositiones zu machen, die nicht theatralisch wären’ für Bach als Kantor gestimmt hatte, die Haare zu Berge gestanden haben.

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für die Sonntage nach Epiphanias:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Maya Homburger, Violine

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CDs vom Label SDG  
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sdg-115-vol-19

Cover:  CD – SDG 115 – Vol. 19

CD 2 zum 4. So. nach Epiphanias

Link: CD – Bestellung 

CD  – Inhalt:

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BWV 14  „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“
BWV 81  „Jesus schläft, was soll ich hoffen?“
BWV 26  „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“
BWV 227 „Jesu, meine Freude“ (Motette)

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Thomanerchor !

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

♪ Cantata BWV 67, „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“ (Leipzig, 1724)

i. Chorus: Halt im Gedächtnis Jesum Christ
ii. Aria (tenor): Mein Jesus ist erstanden
iii. Recitative (alto): Mein Jesu, heißest du des Todes Gift
iv. Chorale: Erschienen ist der herrlich Tag
v. Recitative (alto): Doch scheinet fast
vi. Aria (bass): Friede sei mit euch
vii. Chorale: Du Friedefürst, Herr Jesu Christ

Thomaner Jakob Wetzig, alto
Martin Patzold, tenor
Matthias Weichert, bass

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester
Georg Christoph Biller

Rondeau Production 2014

(HD 1080p – Audio video)

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 Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach – Kantate BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“ |
3. Arie (J. S. Bachstiftung)

Kantate für den 4. Sonntag nach Epiphanias!

Dritter Satz (Arie) aus der Kantate BWV 81

Aus der reformierten Kirche Trogen, Schweiz
Chor und Orchester der J. S. Bachstiftung St. Gallen
Rudolf Lutz – Musikalische Leitung
Solist
Bernhard Berchtold – Tenor

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J.S. Bach Cantata BWV  156 Ich steh mit einem Fuß im Grabe

 Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Kantate BWV 156 zum 3. Sonntag nach Epiphanias für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Oboe, Steicher und Continuo.

Solisten:

Muriel Schwarz, Sopran; Terry Wey, Altus; Bernhard Berchtold, Tenor; Markus Volpert, Bass

Leitung:  Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/ich-steh-mit-einem-fuss-im-grabe-bwv-156-dvd.html


Video –  BWV 156 –  Vierter-Satz „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“

Im Video zu sehen:

Kantate BWV 156 – Vierter Satz – Aria, Altus, Solist: Terry Wey – 

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mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei –

Amazon – mit Hörproben

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Link zum Bachstiftung-Shop

mp3-CDs-DVDs bei der J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Bezugsquelle bei jpc –

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

 ALL OF BACH

J.S. Bach Kantate – BWV 32 Liebster Jesu, mein Verlangen“

ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte die Dialogkantate in Leipzig für den ersten Sonntag nach Epiphanias und führte sie am 13. Januar 1726 erstmals auf. Bach schrieb die Kantate „Liebster Jesu, mein Verlangen“ in seinem dritten Amtsjahr in Leipzig für den ersten Sonntag nach Epiphanias (Erscheinung des Herrn). Die vorgeschriebenen Lesungen für diesen Sonntag waren Röm 12,1–6 LUT, die Pflichten des Christen, und Lk 2,41–52 LUT, Suchen und Finden des zwölfjährigen Jesus im Tempel. In seinem ersten Jahr in Leipzig hatte Bach zum selben Anlass in Mein liebster Jesus ist verloren die allgemeine Situation des Menschen bedacht, der Jesus verloren hat. In seinem zweiten Jahr in Leipzig schrieb er die Choralkantate Meinen Jesum laß ich nicht über ein Kirchenlied von Christian Keymann.

Bach vertonte in Liebster Jesu, mein Verlangen einen Text, den der Darmstädter Hofpoet Georg Christian Lehms 1711 veröffentlicht hatte. Als Schlusschoral fügte er die zwölfte und letzte Strophe von Paul Gerhardts Kirchenlied „Weg, mein Herz, mit den Gedanken“ (1647) hinzu. Dieses wird zur Melodie von „Freu dich sehr, o meine Seele“ gesungen. Bach hatte einige Wochen zuvor ein ähnliches Werk von Lehms vertont, die Weihnachtskantate „Selig ist der Mann“, BWV 57 für den 2. Weihnachtstag.

Lehms arbeitete den Evangelientext zu einem allegorischen Dialog zwischen Jesus und der Seele um. Bach ordnete in seinem Concerto in Dialogo (Konzert im Dialog) die Sopranstimme der Seele zu, während der Bass als Vox Christi, die Stimme Jesu, erscheint, obwohl Jesus im Evangelium noch ein Kind ist. Wie Klaus Hofmann ausführt, greift der Dichter „die allgemeinen Motive des Geschehens auf: das Verlieren, die Suche nach Jesus, das Wiederfinden, und überträgt sie auf das Verhältnis des Gläubigen zu Jesus“. Der Dialog bezieht sich auch auf mittelalterliche Mystik sowie auf die Bilder des Hohenliedes.[6]

Bach führte die Kantate am 13. Januar 1726 erstmals auf.

Besetzung

Die Kantate ist kammermusikalisch besetzt mit zwei Vokalsolisten (Sopran und Bass), vierstimmigem Chor (nur im Schlusschoral), Oboe, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

1.Aria (Sopran): Liebster Jesu, mein Verlangen
2.Recitativo (Bass): Was ist’s, daß du mich gesuchet
3.Aria (Bass): Hier, in meines Vaters Stätte
4.Recitativo (Sopran, Bass): Ach! heiliger und großer Gott
5.Aria Duetto (Sopran, Bass): Nun verschwinden alle Plagen
6.Choral: Mein Gott, öffne mir die Pforten

Der Dialog zwischen den Figuren Jesus (Bass) und Seele (Sopran) wird vom Sopran eröffnet, mit einer Arie in e-Moll, begleitet von einer obligaten Oboe. Julian Mincham unterscheidet im Oboenpart zwei Ideen, in den ersten fünf Takten ein Streben nach oben, danach „Girladen“ der Zufriedenheit über die angestrebte Einheit, von der die letzten beiden Textzeilen sprechen: „Ach! mein Hort, erfreue mich, laß dich höchst vergnügt umfangen.“

Der Bass antwortet in einem kurzen Rezitativ und einer da capo-Arie in G-Dur, die von einer lebhaft agierenden Solo-Violine mit Triolen und Trillern bereichert wird.[5] Die Worte „betrübter Geist“ erscheinen jedes Mal harmonisch und melodisch eingetrübt.

Im folgenden Dialog-Rezitativ antwortet die Seele mit einer Paraphrase des Beginns von Psalm 84, „Wie lieblich ist doch deine Wohnung“. Diesen Psalm vertonten sowohl Heinrich Schütz als auch Johannes Brahms, der ihn als zentralen Satz in Ein deutsches Requiem einsetzte. Bach gestaltet den Text als Arioso mit einer pulsierenden Begleitung der Streicher.[5] Die beiden Stimmen singen in diesem Satz nie gleichzeitig,[7] erst ihr folgendes Duett, eine Gavotte, vereint sie und auch ihre Begleitinstrumente Oboe und Violine. Hofmann beschreibt den Satz Nun verschwinden alle Plagen als „ein veritables Liebesduett, wie es jeder Opernszene der Zeit Ehre gemacht hätte“. Zum vierstimmigen Schlusschoral bemerkt er, dass er die Kantate zurückführe „in die Sphäre gottesdienstlicher Andacht.“

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Video: J.S. Bach Kantate – BWV 32 Liebster Jesu, mein Verlangen“

ALL OF BACH Liebster Jesu, mein Verlangen, BWV 32

Zum Anhören in das Foto klicken

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J. S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach, Kantate

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“: Nr. 2 Recitativo „Herr! Warum trittest du so ferne?“ & Nr.3 Aria „Die schäumenden Wellen von Belials Bächen“ | Daniel Schreiber, Tenor | Andreas Weller, Tenor | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Isabelle Farr) | Leitung: Kay Johannsen

Aufführung im Rahmen des Zyklus Bach:vokal, Stiftskirche Stuttgart, 24.1.2013

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“: Nr. 4 Arioso „Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?“ | Matthias Horn, Bass |

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“: Nr. 5 Aria „Schweig, schweig, aufgetürmtes Meer“ | Ekkehard Abele, Bass

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“: Nr. 7 Choral „Unter deinen Schirmen“ | solistenensemble stimmkunst | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Isabelle Farr)

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“Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag”

Herzliche Grüße

Volker

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4 Gedanken zu „J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen, Videos und Kantaten-Beschreibungen für den 4. Sonntag nach Epiphanias

  1. kwest

    Liebe Bachfreunde !

    Ich werde wieder eine Nostalgie-Aufnahme von Karl Richter als Ergänzung für den 4. Sonntag nach Epiphanias hinzufügen und wünsche allseits eine schönes Wochenende.

    Grüße
    kwest

    J.S. Bach Cantata Jesus schläft was soll ich hoffen BWV 81
    Cantata for the 4th Sunday after Epiphany

    1. Aria (alto): Jesus schläft, was soll ich hoffen?
    2. Recitative (tenor): Herr! warum trittest du so ferne?
    3. Aria (tenor): Die schäumenden Wellen von Belials Bächen
    4. Arioso (bass): Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?
    5. Aria (bass): Schweig, aufgetürmtes Meer!
    6. Recitative (alto): Wohl mir, mein Jesus spricht ein Wort
    7. Chorale: Unter deinen Schirmen

    Anna Reynolds Alt
    Peter Schreier Tenor
    Dietrich Fischer-Dieskau Bass
    Munchener Bach Chor
    Munchener Bach Orchester
    Karl Richter Conductor

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    Gefällt 4 Personen

    Antwort
  2. sommerk

    Danke kwest,

    mir gefallen die Aufnahmen von Karl Richter, war er doch der Bach-Interpret in den 60er bis 80er Jahre, der seine Bach-Interpretation beibehalten hat und sich nicht von der „Historischen Aufführungspraxis“ irritieren lies.

    Gruß
    sommerk

    Gefällt 3 Personen

    Antwort
  3. kwest

    Danke sommerk,

    für deinen Kommentar zu Karl Richter. Es ist zur Zeit sehr ungewöhnlich, dass man noch eine Zustimmung zu den Aufnahmen von Karl Richter bekommen kann. Wir sind mit ihm groß geworden und war der Bach-Interpret, der uns am meisten begeistern konnte.

    Wünsche dir und allen ein schönes Wochenende.

    Herzlichen Gruß
    kwest

    Gefällt 3 Personen

    Antwort
  4. Volker Autor

    Ich danke sommerk und kwest für die abgegebenen Kommentare.

    Wenn wir uns Nostalgie-Aufnahmen anhören möchten, gehört Helmuth Rilling ebenfalls dazu.

    Ich stelle hier von ihm einige Kantaten zum Anhören zur Verfügung..!!

    Johann Sebastian Bach – Kantaten – (BWV 83), (BWV 84), (BWV 85), (BWV 86)

    Erfreute Zeit im neuen Bunde (BWV 83)
    No.1 – Aria (A): Erfreute Zeit im neuen Bunde
    No.2 – Aria (Choral e Recitativo, B): Herr, nun lässest du deinen Diener
    No.3 – Aria (T): Eile, Herz, voll Freudigkeit
    No.4 – Recitativo (A): Ja, merkt dein Glaube noch viel Finsternis
    No.5 – Choral: Er ist das Heil und selig Licht

    Helen Watts – alto • Adalbert Kraus – tenore • Walter Heldwein – basso • Johannes Ritzkowsky, Friedhelm Pütz – Corno • Günther Passin, Hedda Rothweiler – Oboe • Kurt Etzold – Fagotto • Albert Boesen – Violino • Klaus-Peter Hahn – Violoncello • Thomas Lom – Contrabbasso • Hans-Joachim Erhard – Organo, Cembalo

    (00:18:52 – 00:33:22) Ich bin vergnügt mit meinem Glücke (BWV 84)
    No.1 – Aria (S): Ich bin vergnügt mit meinem Glücke
    No.2 – Recitativo (S): Gott ist mir ja nichts schuldig
    No.3 – Aria (S): Ich esse mit Freuden mein weniges Brot
    No.4 – Recitativo (S): Im Schweiße meines Angesichts
    No.5 – Choral: Ich leb indes in dir vergnüget

    Arleen Augér – soprano • Günther Passin – Oboe • Hubert Buchberger – Violino • Stefan Trauer – Violoncello • Claus Zimmermann – Contrabbasso • Hans-Joachim Erhard – Organo • Michael Behringer – Cembalo

    (00:33:27 – 00:52:15) Ich bin ein guter Hirt (BWV 85)
    No.1 – Aria (B): Ich bin ein guter Hirt
    No.2 – Aria: Jesus ist ein guter Hirt
    No.3 – Choral: Der Herr ist mein getreuer Hirt
    No.4 – Recitativo: Wann die Mietlinge schlafen
    No.5 – Aria: Seht, was die Liebe tut
    No.6 – Choral: Ist Gott mein Schutz und treuer Hirt

    Arleen Augér – soprano • Gabriele Schreckenbach – alto • Adalbert Kraus – tenore • Walter Heldwein – basso • Günther Passin, Hedda Rothweiler – Oboe • Klaus Thunemann – Fagotto • Martin Ostertag – Violoncello piccolo • Thomas Lom – Contrabbasso • Hans-Joachim Erhard – Organo

    (00:52:19 – 01:08:09) Wahrlich, wahrlich, ich sage euch (BWV 86)
    No.1 – Aria (B): Wahrlich, wahrlich, ich sage euch
    No.2 – Aria (A): Ich will doch wohl Rosen brechen
    No.3 – Choral (S): Und was der ewig gütig Gott
    No.4 – Recitativo (T): Gott macht es nicht gleichwie die Welt
    No.5 – Aria (T): Gott hilft gewiß
    No.6 – Choral: Die Hoffnung wart’ der rechten Zeit

    Arleen Augér – soprano • Helen Watts – alto • Adalbert Kraus – tenore • Walter Heldwein – basso • Günther Passin, Hedda Rothweiler – Oboe d’amore • Klaus Thunemann – Fagotto • Albert Boesen – Violino • Klaus-Peter Hahn – Violoncello • Thomas Lom – Contrabbasso • Hans-Joachim Erhard – Organo, Cembalo

    Gächinger Kantorei Stuttgart Württembergisches Kammerorchester Heilbronn (BWV 84) Bach-Collegium Stuttgart

    HELMUTH RILLING

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    Ich wünsche viel Freude beim Anhören und wünsche allen ein musikalisches Wochenende!!

    Herzliche Grüße
    Volker

    Gefällt 1 Person

    Antwort

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