J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “24. Sonntag nach Trinitatis“

Volksmusik mit Tanz vor der Thomaskirche Leipzig zum Bachfest 2016.

                          Volksmusik mit Tanz vor der Thomaskirche Leipzig zum Bachfest 2016.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am Sonntag, 06.11.2016 begehen wir den 24. Sonntag nach Trinitatis

Die Erzählung von der Auferweckung der Tochter des Jairus zeigt uns am 24. Sonntag nach trinitatis die Macht Jesu über den Tod. Er ist der Erstgeborene von den Toten, und so können wir zuversichtlich leben, auch wenn wir wissen, dass alles, was wir tun, vergehen wird. Die Taten Gottes aber haben ewigen bestand; durch Jesus Christus haben wir Teil an diesem großen Werk Gottes.

Wochenspruch: 

Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. (Kol 1, 12)

Wochenlied: 

„Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen“ (EG 518)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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Bach-Kantaten für den 24. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV 26 – „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“

BWV 60 – „O Ewigkeit, du Donnerwort“

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate   ab ca. 08:00 Uhr

BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig

Kantate zum 24. Sonntag nach Trinitatis,

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Lisa Larsson, Sopran; Annette Markert, Alt;

Christoph Prégardien, Tenor;  Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm: .

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 26Ach wie flüchtig, ach wie nichtig,“

Antonia Frey, Sopran / Daniel Johannsen, Tenor

Klaus Häger, Bass / Norbert Zeilberger, Orgel

Chor und Orchester der J.S.Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm

Etwa ab 7.10 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“

Yukari Nonoshita, Sopran / Robin Blaze, Countertenor /

Makoto Sakurada, Tenor / Peter Kooij, Bass

Leitung: Masaaki Suzuki

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig,“

Antonia Frey, Sopran / Daniel Johannsen, Tenor

Klaus Häger, Bass / Norbert Zeilberger, Orgel

Chor und Orchester der J.S.Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html..

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach: 

BWV 60 Es ist genug“ 

Claudius Tanski (Klavier)

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Johann Sebastian Bach:

BWV 26 – Tenorarie aus der Kantate „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“

Daniel Behle (Tenor)

Anne-Cathérine Heinzmann (Flöte)

Klaus Rothaupt (Orgel) Christian Brunnert (Violoncello)

Till Heine (Fagott) Veit Schaal (Kontrabass)

Anne Rothaupt (Violine)

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RBB-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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RBB-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig,“

Antonia Frey, Sopran / Daniel Johannsen, Tenor

Klaus Häger, Bass / Norbert Zeilberger, Orgel

Chor und Orchester der J.S.Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Georg Anton Benda  (1722-1795)

„Herr, lehre uns Bedenken“

Veronika Winter (Sopran), Carmen Schüller (Alt),

Bernhard Scheffel (Tenor), Mitchell Sandler (Bass)

Rheinische Kantorei;  Das Kleine Konzert

Leitung: Hermann Max

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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.Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:

BWV 60O Ewigkeit, du Donnerwort“

Kantate am 24. Sonntag nach Trinitatis,

Miriam Feuersinger, Sopran; Claude Eichenberger, Alt;

Bernhard Berchtold, Tenor;  Markus Volpert, Bass;

Chor und Orchester der J.S.Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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Deutschlandfunk

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Peter Cornelius (1824-1874)

‚Ach wie nichtig, ach, wie flüchtig‘, op. 9 Nr. 1

Andreas Weller, Tenor  Sebastian Kohlhepp, Tenor

Jens Hamann, Bariton / Sebastian Kunz, Bariton / Adolph Seidel, Bass

Camerata Musica Limburg

Leitung: Jan Schumacher

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Matthias Weckmann (1616-1674)
‚Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid.‘

Geistliches Konzert für Baß, 2 Violinen, 3 Violen da gambe und Basso continuo

Peter Kooij, Bass

L’armonia sonora
Leitung: Mieneke van der Velden

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Georg Friedrich Händel (1685-1759)

‚Laudate pueri Dominum‘. Geistliches Konzert für Sopran,

 

2 Violinen und Basso continuo, HWV 236

Emma Kirkby, Sopran

London Baroque

Leitung: Charles Medlam

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

 Johann Sebastian Bach 

Kantate BWV 106  „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“  („Actus tragicus“)

Gerade mal 22 Jahre war er alt, als J. S. Bach dieses Meisterwerk der Vokalmusik komponierte. Textausdeutung und Musiksprache der Kantate zeigen schon zu diesem frühen Zeitpunkt Bachs ganze Meisterschaft.
Der Anlass für die Kantate „Gottes Zeit ist die allerbeste“ BWV 106 war wohl eine Beerdigung – daher auch der Beiname „Actus tragicus“ – eventuell für seinen Onkel oder den verstorbenen Bürgermeister von Mühlhausen. Dort war Bach 1707/08 für kurze Zeit als Organist angestellt. Dem Anlass entsprechend ist die Musik sehr zurückhaltend geschrieben. Die instrumentale Besetzung ist ungewöhnlich: nur zwei Blockflöten, zwei Gamben und Generalbass.

Das Grundthema der Kantate ist der Tod, der auf alle Menschen wartet. Aber es gibt die feste Hoffnung auf das Ewige Leben. So weist die Kantate eine klare Zweiteilung auf. Im ersten Teil dominiert der Gedanke, dass der Mensch nach dem alten Gesetz, dem alten Bund sterben muss: „Es ist der alte Bund, Mensch, du mußt sterben!“ So zitiert Bach aus dem alttestamentlichen Buch Jesus Sirach…..

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 26  „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“

Kantate zum 24. Sonntag nach Trinitatis

Antonia Frey, Sopran / Daniel Johannsen, Tenor

Klaus Häger, Bass / Norbert Zeilberger, Orgel

Chor und Orchester der J.S.Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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Videos mit Bach-Kantaten zum 24. Sonntag nach Trinitatis
 
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/ YouTube: BWV 26 –   „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“  -(Interpret: Harnoncourt )

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/ YouTube: BWV 60 –  „O Ewigkeit, du Donnerwort“ –  (Interpret: Koopman )

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Wilhelm Friedemann Bach (1714 – 1784)

war der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach.

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Wilhelm Friedemann Bach            –  (1710-1784)

Wilhelm Friedemann Bach (* 22. November 1710 in Weimar; † 1. Juli 1784 in Berlin) war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach. Wilhelm Friedemann war der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs. Aus seinem Geburtsort Weimar kam er 1717 mit seiner Familie nach Köthen, wo er die Lateinschule besuchte. Ab Juni 1723 besuchte er die Leipziger Thomasschule, nahm 1727 Violinunterricht bei Johann Gottlieb Graun, wurde 1729 als Jurastudent an der Universität Leipzig immatrikuliert und studierte außer den Rechten auch Philosophie und Mathematik

Wilhelm Friedemann Bach wechselte 1746-1770 nach Halle a.d. Saale zur Marktkirche Unserer Lieben Frauen. Sein Pflichtenkreis war  umfangreicher als in Dresden: zu hohen Festtagen und Sonntagen mußten die drei Hauptkirchen (Liebfrauen-, St. Ulrich-, St. Moritzkirche), an kleineren  Festtagen die Liebfrauenkirche mit Kantaten versehen werden. Ihm standen auch Stadtmusiker und ein Collegium Musicum zur Verfügung. Seine Stellung ähnelte  derjenigen seines Vaters in  Leipzig; auch den Titel „Director Musices“ führte er.

Zu Pfingsten 1746 führte er seine erste Kantata „Wer mich  liebet“ auf. Ca. 20 Kantanten sind aus dieser Zeit erhalten. Wilhelm Friedemann Bach hatte dort ausgezeichnete Schüler  herangebildet. (Johann Samuel Petri,  Friedrich Wilhelm Rust). 1764 gab er sein Amt in Halle auf. Seither lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1770 zog er nach Braunschweig, im Frühjahr 1774 nach Berlin wo er dort am 1. Juli 1784 verstarb.

Charakterlich ist Wilhelm Friedemann Bach seinem Vater, von dem er sich zeitlebens überschattet gefühlt haben muss, in mancher Hinsicht ähnlich gewesen. Als „unbequemer, widerborstiger Zeitgenosse“ geriet auch er in Konflikt mit seinen Vorgesetzten in einem Amt, das dem des Leipziger Thomaskantors durchaus ähnelte. Grundsätzlich wird über seine Rezeption neu nachzudenken sein, erst recht über seine Kirchenmusik in Halle, die im Vergleich ohne jeden Zweifel zum Innovativsten gehört, was in dieser Zeit geschrieben wurde.

Grundsätzlich wird über seine Rezeption neu nachzudenken sein, erst recht über seine Kirchenmusik in Halle, die im Vergleich ohne jeden Zweifel zum Innovativsten gehört, was in dieser Zeit geschrieben wurde.

Zum diesem Umstand haben zwei Dinge beigetragen: Zum einen ist der Werkbestand mit etwas über 20 erhaltenen Werken überschaubar, zum anderen stand Friedemann Bach nicht unter dem Druck, jede Woche eine neue Kantate aufführen zu müssen. Nur alle drei Wochen wurde dies von ihm verlangt, und dabei mussten es nicht einmal eigene Werke sein. Hauptsächlich wurde dabei Telemann gespielt, Bach konnte sich so auf die eigenen Beiträge zu den Festtagen konzentrieren und damit besonders elaborierte Werke präsentieren.


Video:

Wilhelm Friedemann Bach Kantate. F 89 –

„Es ist eine Stimme von Predigers in der Wüste“

Chorus: Es ist eine Stimme von Predigers in der Wuste 00:00
Recitativo: Gott hat uns Gnad und Heil in Christo angetragen 06:42
Aria: Der Trost Gehorte nur vor Kinder 08:04
Recitativo accompagnato: Dein Heiland laßt die Bahn 15:33
Aria: Holdseligster Engel 17:31
Choral: Wir sind zu dem, o Gott 23:03

Barbara Schlick (Sopran)
Wilfried Jochens (Tenor)
Claudia Schubert (Alto)
Stephan Schreckenberger (Bass)

Chorus: Rheinische Kantorei

Orchester: Das Kleine Konzert

Dirigent: Hermann Max

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Link für SDG-CD’s – Bach-Kantaten

 
für den   24. Sonntag nach Trinitatis
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Cover:  SDG 171 –  Vol. 12

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SDG – CD-Bestellung  – CDs „SDG 171 – Vol. 12″

Link:   CD  Bach-Kantaten 

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Aufführungsorte: Kantaten für den „24. und 25. Sonntag nach Trinitatis“ 

Veranstaltungsorte:

CD 1 – All Saints, Tooting am 17. November 2000

und Romsey Abbey, Hampshire am 30.1.2000 (CD 2-SDG 115 Vol. 19 – BWV 26)

CD 2 – Winchester Cathedral,  am 26. November 2000

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CD – Inhalte: Kantaten für den „24. Sonntag nach Trinitatis“

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BWV  26 “Ach wie flüchtig, ach wie nichtig

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 115 – Vol. 19 – CD  2 (Romsey Abbey, Hampshire am 30.1.2000)
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BWV 60 “O Ewigkeit, du Donnerwort II 

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 171 – Vol. 12 – CD  1 (All Saints,Tooting am 17. 11.2000)

 

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CD –  Inhalte: Kantaten für das „25. Sonntag Nach Trinitatis“ 

BWV  90  – „Es reißet euch ein schrecklich Ende“ 

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  1 (Erlöserkirche Potsdam am 29.10.2000)

BWV 116 – „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 159 – Vol. 9 – CD  2 (Thomaskirche Leipzig am 22.10.2000)

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.Kantaten für den 24. Sonntag nach Trinitatis 
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Aufführungsort: Romsey Abbey, Hampshire am 30.1.2000

Kantaten-Beschreibung: 
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Kantate: BWV  26 “Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“  

Bei nur zwei Kantaten für dieses spezielle Fest nach Epiphanias war noch Platz für eine weitere ‚Wasser’-Kantate, BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“, im November 1724 komponiert, die auf unserer Kantatenpilgerreise (da Ostern 2000 so spät lag, gab es keinen vieundzwanzigsten Sonntag nach Trinitatis) sonst keine Chance gehabt hätte. Wie bei vielen Kantaten Bachs der späten Trinitatiszeit ist das zentrale Thema die Kürze des menschlichen Lebens und die Eitelkeit der irdischen Hoffnungen. Bach legt seiner Kantate einen Absatz aus den dreizehn Strophen eines Kirchenliedes von Michael Franck (1652) zugrunde, das in Leipzig und Dresden zum Liedprogramm für diesen Sonntag gehörte. Das instrumentale Ritornell zu der einleitenden Choralfantasie ist ein gewaltiges Stück musikalischer Feinbäckerei. Lange bevor Francks Hymnus einsetzt (Sopranstimmen, vom Cornetto verdoppelt), wartet Bach mit einem Vergleich des Menschenlebens mit einem aufziehenden Nebel auf, der bald wieder weichen wird. Flüchtige, im Pedal angedeutete Skalen, die sich kreuzen und noch einmal verkreuzen, vereinen und wieder teilen, schaffen eine trügerische, schwermütige Stimmung – die brillante Ausgestaltung einer Idee, die er schon einmal in Weimar hatte (1714/16), als er einen Orgelchoral zu einer vereinfachten Fassung von Francks Lied schrieb (BWV 644).

In der zweiten Strophe vergleicht Franck die ‚Lebenstage’ der Menschen mit einem ‚rauschend Wasser’, Tropfen, die ‚in den Abgrund schießen’ und sich zerteilen, ein Bild, wie es die Romantiker liebten. Könnte Goethe Francks Choral gekannt haben, als er seinen wunderbaren ‚Gesang der Geister über der Wassern’ irgendwann in den 1780er Jahren in Weimar schrieb? Urromantisch mutet die Weise an, wie Bach Francks Verse für Tenor, Flöte, Violine und Continuo vertont (No.2), wobei jeder Musiker immer wieder andere Aufgaben erhält – sie antworten, imitieren, wiederholen oder verdoppeln einander – und auf seine Art doch immer beiträgt zu der beharrlichen Zielstrebigkeit des hinabstürzenden Stroms.

Es ist eine Technik, die Schubert bewundert haben mag, als er Goethes Gedicht für Männerchor vertonte – nicht weniger als viermal. Das Leben als Nebelschwaden, dann als reißender Gebirgsbach; jetzt hat Bach mit der Zerstörung des Materials zu tun, ‚bis alles zerschmettert in Trümmern zerfällt’. Er besetzt diesen ‚Totentanz’ mit drei Oboen und Continuo, die seinen Bass-Solisten in einer imitierten Bourrée stützen (Nr. 4). Wo man erwarten würde, dass diese Oboentrinität eine Stimmung irdischen (fast evangelikalen) Pomps entfaltet, wird ihre Rolle mit dem bewegenden Einsatz des Sängers allmählich immer subversiver und bildhafter, zunächst in der pochenden Begleitung, die das Gefüge jener ‚irdischen Schätze’, durch das sich die Menschen verführen lassen, zu unterminieren scheint, dann durch fransige Figuren, die für die züngelnden Flammen stehen, von denen sie bald zu Asche verbrannt werden, und schließlich in rasenden Sechzehntelskalen aus Quartsextakkorden für jene ‚wallenden Fluten’, die alle weltlichen Dinge auseinander reißen werden. Am einfallsreichsten von allem sind vielleicht die zwei kurzen Secco- Rezitative, in denen Bach den vergänglichen menschlichen Ehrgeiz beschreibt (Nr. 3) und wie ‚die höchste Herrlichkeit und Pracht’ ebenfalls eines Tages zu ‚Staub und Asche’ werden wird (Nr. 5). Ebenso wunderbar wie die Deklamation ist die Wortmalerei. Jedes dieser Rezitative könnte allein stehen, als allgemeine Lehre von den letzten Dingen und als Bachs persönliche Art, die Botschaft in eine Musik von phänomenaler Ökonomie und Prägnanz einzuschließen.

Das Innere der Romsey Abbey ist insofern eine Offenbarung, als es gepflegte Anmut mit den schönen Proportionen romanischer Stämmigkeit verbindet. Es schreit nach Musik. 907 von König Alfreds Sohn Edward als Nonnenkloster gegründet, wurde die Kirche von den Dänen und dann noch einmal von den Normannen geplündert. Sie entging zu der Zeit, als die Klöster aufgelöst wurden, dem Schicksal, eine pittoreske Ruine zu werden, als die Bürger von Romsey 1544 die weise Entscheidung trafen, sie für £100 als ihre Pfarrkirche zu kaufen. Das Schiff wird von drei gedeckten Arkaden, Empore und Lichtgaden flankiert. Wenn man den Blick nach Westen richtet, erkennt man, dass die letzten drei Bögen, die zwei letzten Erker der Empore und fast der gesamte Lichtgaden frühgotisch sind, nicht normannisch. Dann, ein Erker vor der Vierung, ändert sich der Rhythmus: Hier befinden sich, als stämmigste von allen, zwei riesige zylindrische Säulen, die über zwei Stockwerke aufragen. Überall sind Spuren von Baumeistern des 12. und 13. Jahrhunderts vorhanden, die mit neuen Stilen und Motiven aus dem Ausland experimentierten – so wie Bach es tat, als er dem italienischen Konzert begegnete. Welchen Reim mögen die aus Stein gemeißelten, von den Kragen auf uns herabspähenden Figuren sich wohl aus all dem gemacht haben?

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier
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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  ist als

PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum 24. Sonntag nach Trinitatis

                 Gardiners  –  Reisetagebuch  >>  h i e r  zum Download als PDF .

  Künstler-Beitrag:  Annette Isserlis, Viola  – zum Download als PDF

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt 14. Oktober 2016.

PDF Programm Bachfest Leipzig 2017

Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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V i d e o – vom Thomanerchor 

J.S.Bach Kantate BWV 79 „Gott der Herr ist Sonn und Schild

Festgottesdienst in der Thomaskirche Leipzig am Reformationsfest –

800 Jahre Thomaner am 31. Oktober 2012

Ausführende:

Die Solisten sind
Jakob Wetzig – Alt
Paul Vogel – Sopran
Thomanerchor
Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller

Aufnahme zum Reformationsfest am Mittwoch 31. Oktober 2012 in der Thomaskirche Leipzig.

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Der Dirigent Hermann Max ist ein international herausragender Fachmann im Bereich historisch informierter Aufführungspraxis. Im historischen Sommersaal des Bach-Museums spricht er über seine Begegnungen mit der Musik Johann Sebastian Bachs und seine persönlichen Anfänge in der Alten Musik.

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

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First movement (chorus) from cantata BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ (Ah, how fleeting, ah, how empty), performed by the J. S. Bach Foundation of St Gallen under Rudolf Lutz. Further information on the Bach Foundation at http://www.bachstiftung.ch. The DVD with the complete cantata, introductory workshop and reflection lecture (in German) is available:

Link zum Shop der Bachstiftung:

http://www.bachstiftung.ch/shop/ach-wie-fluechtig-ach-wie-nichtig-bwv-26-dvd.html

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Video – YouTube BWV 26 – Chor

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Johann Sebastian Bach – Kantate BWV 60O Ewigkeit, du Donnerwort“

Vierter Satz (Rezitativ) aus der Kantate BWV 60

Solisten:

Claude Eichenberger, Alt;
Markus Volpert, Bass;

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

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Link zur Bachstiftung St. Gallen

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s  der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

 Bezugsquelle 

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

Neu: ALL OF BACH vom 04.11.2016 

J. S. Bach – Orgelwerk – BWV 578 „Fuge in g-Moll“

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Info:  J. S. Bach – Orgelwerk – BWV 578 „Fuge in g-Moll“

Das Thema der Fuge (oder Thema), präsentiert in der musikalischen Notation seiner ersten 4 1/2 Bars
Theme Fuge in g-Moll, BWV 578, bekannt als kleine Fuge, ist ein Stück Orgelmusik von Johann Sebastian Bach während seiner Jahre in Arnstadt (1703-1707) geschrieben. Es ist eine von Bachs bekanntesten Fugen und wurde für andere Stimmen arrangiert, darunter eine orchestrale Version von Leopold Stokowski.

Fuge in g-Moll, BWV 578

Das Vier-und-ein-Hälfte-Thema der Fuge ist eine der bekanntesten Melodien von Bach. Die Fuge ist in vier Stimmen. Während der Episoden verwendet Bach eine der bekanntesten Techniken von Arcangelo Corelli: Nachahmung zwischen zwei Stimmen auf einer achten Note, die zuerst einen vierten schlägt und dann einen Schritt zurückfällt.


Video:  J. S. Bach – Orgelwerk – BWV 578 „Fuge in g-Moll“

all-of-bach-bwv-578

Zum Anhören in das Foto oder in  diesen Text klicken

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Video: J. S. Bach Kantate BWV 144Nimm, was dein ist, und gehe hin”

ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den Sonntag Septuagesimae und führte sie erstmals am 6. Februar 1724 auf.

ALL OF BACH BWV 144

Zum Anhören in das Foto oder in  diesen Text klicken

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach, Motette BWV 230Lobet den Herrn, alle Heiden“

Solistenensemble stimmkunst | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag!
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Herzliche Grüße
Volker
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7 Gedanken zu „J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “24. Sonntag nach Trinitatis“

  1. wolfgang2

    Lieber Volker!

    Zuerst mal zu den Bildern oben!

    Da singen die Dresdner Jungs noch immer in unserer St.MarienStiftsbergkirche-, ewig könnten Sie da wegen mir singen-, vielen Dank!

    Und gleich drunter!
    Reminiszenz an das diesjährige Bachfest, als wir im ’schönsten Kaffeehaus der Musikwelt‘-, nämlich am gepflasterten Außen-Chor der Thomaskirche uns mit Salat und Kaffe vom Bach-Kantaten-Marathon erholten.

    Für morgen hast Du uns wieder ZWEI außergewöhnliche Bach-Kantaten bereitgestellt. Die ZWEI werden mich wieder in Atem halten. Zum einen werde ich in die ‚Flüchtigkeit unseres Daseins‘ geführt, aber dann zum Glück von einer ‚Ewigkeit‘ abgelenkt-, sie drückt sich zwar als ‚Donnerwort‘ aus, gibt mir aber auch Trost und macht mich gar nicht bange.

    Gesegnetes Wochenende

    Wolfgang

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    1. Volker Autor

      Danke lieber Wolfgang,
      Für deinen wunderbaren Kommentar. Die Erinnerrungen sind allzeit in mir vorhanden, wir könnten gemeinsam dieses wunderbare Bachfest genießen. Ein großartiges gemeinsames Essen stärkte uns für die weiteren Konzerte.

      Ich wünsche dir und allen Bachfreunden ein wunderschönes Wochenende.
      Liebe Grüße aus dem sehr warmen B. bei 25 Grad
      Volker

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  2. wschuen

    Danke Volker, für die wunderschönen musikalischen Impressionen vom Bachfest 2016..!!

    Musikalische Impressionen vom Bachfest 2016 in Leipzig in Kirchen auf Straßen und Plätzen..

    Ich genieße gerade dein Video. Ich wünsche dir und allen einen schönen Sonntag.

    Grüße
    wschuen

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  3. sommerk

    Ein Nostalgie-Video von Karl Richter..!!

    J.S. Bach Cantata O Ewigkeit du Donnerwort BWV 60

    Cantata for the 24th Sunday after Trinity

    1. Aria (Alt, Horn, Choral — Tenor): O Ewigkeit, du Donnerwort — Herr, ich warte auf dein Heil 0:00
    2. Recitativo (Alt — Tenor): O schwerer Gang zum letzten Kampf und Streite! — Mein Beistand ist schon da 4:04
    3. Recitativo (Alt — Tenor): Mein letztes Lager will mich schrecken — Mich wird des Heilands Hand bedecken 6:16
    4. Recitativo (Alt — Bass): Der Tod bleibt doch der menschlichen Natur verhaßt — Selig sind die Toten 9:30
    5. Chorale: Es ist genug 14:35

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  4. schulzdieter

    Dismas Zelneka war ein geschätzter Zeitgenosse von J.S. Bach.

    Zelenka komponierte das Requiem und möchte es allen einmal zum Anhören zur Verfügung stellen.

    -Jan Dismas Zelenka: „Te Deum“ (ZWV 146) for two choirs (1731, NOT 1733)
    -Johann Sebastian Bach: „Tönet, ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!“ (BWV 214), from 1733.
    (For Bach’s BWV 214, see part 2)

    Orchestration of ZWV 146 (representative of c.1729-33, when Zelenka was de facto Kapellmeister in Dresden):
    SSATB soli (and choir I), SATB (choir II); 4 trumphets; timpani; 2 flutes; 2 oboes; 2 bassoons; 2 violins; viola; basso continuo.

    Occasion: Royal Birth. Celebration of Maria Josepha’s delivery in November 1731.
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    MUSICAL SUBDIVISIONS, PERFORMERS:

    Jan-Dismas Zelenka (1679-1745)
    Te Deum in D major for two choirs (ZWV 146, 1731)

    1. Te Deum laudamus (Choir)
    2. Tu rex gloriae (Soprano I and II)
    3. Tu ad liberandum (Alto)
    4. Tu ad dexteram Dei sedes (Tenor and Bass)
    5. Judex crederis (Choir)
    6. Aeterna fac (Choir)
    7. Intonatio : Salvum fac
    8. Et rege eos (Choir)
    9. Per singulos dies (Soprano I, II and Alto)
    10. In te, Domine (Choir)

    SOLOISTS:
    soprano I – Hana Blazikova
    soprano II – Dora Pavlikova
    alto – Marketa Cukrova, Kamila Mazalova
    tenor – Sebastian Monti
    bariton – Tomas Kral

    Collegium 1704
    Václav Luks, Direction

    Concert held 20 August 2011 in the Abbatiale Saint-Robert, France.
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    THE BACH (BWV 214) & ZELENKA (ZWV 146) -COMPARISON

    Firstly, historical circumstances bring ZWV 146 and BWV 214 close to each other. Maria Josepha, Electress of Saxony and the two composers‘ common Queen, is the person honoured in both works. BWV 214 was performed in Leipzig during her 1733 birthday celebrations. In 1733 Bach also made another attempt to impress the Royal Couple with a Dresden performance of the original version of his b minor Mass. Undoubtedly the intention to impress the Royal Family was also among the reasons why Zelenka invested so much resources in this „Te Deum“- setting. ZWV 146 was performed in the Dresden Court Chapel, either as an act of thanksgiving on the day after Maria Josepha’s successful birth of a girl on 5 Nov. 1731, then in the presence of her Husband the Electoral Prince, or during the subsequent churching of the mother on 15 Dec.
    Whether the patrons were impressed or not, neither of the two composers obtained the desired post as the Saxon Court’s new Kapellmeister. Although these ambitions failed, they must have met during the 1730-33 attempts, when Bach was a frequent guest in Dresden. We find not only circumstancial evidence, but in this case even a direct CONFIRMATION that Johann Sebastian and Jan Dismas knew and admired each other personally, thanks to a letter sent by Bach’s son Carl Phillip Emmanuel to J.N. Forkel in 1775.

    Secondly, and maybe not surprisingly in the light of what is told above, it seems to be in the music from c.1730 that stylistic similarities (despite clear differences) between Bach & Zelenka are easiest to discover. On the formal level, at least, several constant features can be mentioned which are characteristic to them but not to most other contemporary composers: Both cultivated an atypical interest in renaissance polyphony and thus composers from the past, documented by the libraries and catalogues they left behind. Anacronistic interests in fugues and counterpoint are generally provided by these same sources. Most important, however, is the way in which both internalized this knowledge and used it as a cornerstone in their own highly individual musical structures.

    Complex instrumental and vocal interactions, as well as between instruments and voices, contribute to create refined, but not always immediately accessible harmonies in the works of both composers. Precisely between 1729 and 1733 this aspect is particularly evident in Zelenka. As de facto Kapellmeister he could experiment ambitiously with the interplay between various musicians now when he had the world-famous Dresden orchestra at his full disposal. The intricate musical languages of both, criticized as old-fashioned by contemporaries, requires some training both for performers (Collegium 1704 is up to it!) and audience. They are not particularly easy on the ear, as opposed to the simplified style that became fashionable then.
    Finally, in spite of the obvious musical differences encountered when listening to Bach’s & Zelenka’s works, they also share something on a deeper level. In common is a sense of profound spiritual understanding of the message in the various texts the music is composed to, a vision that goes far beyond what mere words can express.

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  5. Volker Autor

    Danke, Dieter Schulz, für dein wunderbares Video von Jan Dismas Zelenka!!

    Es gibt eine weitere großartige Aufnahme im Internet mit dem Titel wie folgt:

    Bach & Zelenka: J.S. Bach: „Tönet, ihr Pauken!“ [BWV 214] – Collegium 1704/ Luks (20.08.11) (2of2)

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    EINFÜHRUNG (TEIL 2 VON 2): JOHANN SEBASTIAN BACH: „TÖNET, IHR PAUKEN! ERSCHALLET TROMPETEN!“ (BWV 214):
    (Für weitere Details siehe Teil 1 über Zelenka)
    Collegium 1704 unter der Leitung von Vaclav Luks. Aufgenommen am 20.08.2011 in der Abbatiale Saint-Robert, Frankreich, während des 45. „Festival de la Chaise-Dieu“.

    Die Hauptkomponenten des Bach & Zelenka-Programms:
    -Jan Dismas Zelenka: „Te Deum“ (ZWV 146) für zwei Chöre (1731, NICHT 1733, wie Mezzo auf dem Bildschirm ankündigt)
    -Johann Sebastian Bach: „Tönet, ihr Pauken, Erschallet, Trompeten!“ (BWV 214), ab 1733.
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    Orchester von BWV 214: 3 Trompeten, Pauken, 2 Querflöten, 2 Oboen, 2 Violinen, Viola, Continuo (mit Orgel und Fagott).
    Solisten: Bellona – Göttin des Krieges (Sopran: Blazikova), Pallas – Göttin der Weisheit (Alt: Kukrova), Irene – Gott des Friedens (Tenor: Monti), Fama – Gott des Ruhmes (Bass: Krejcik).

    Untertitel „Drama per Musica“ und aufgeführt am Geburtstag (8. Dezember) von Maria Josepha, Prinzessin Kurfürst von Sachsen und Königin von Polen.

    1. Chor: „Tönet, ihr Pauken, Erschallet, Trompeten!“
    2. Rezitativ (Tenor): „Heut ist der Tag“
    3. Aria (Sopran): „Blast die wohlgegriffnen Flöten“
    4. Rezitativ (Sopran): „Mein knallendes Metall“
    5. Aria (Alto): „Fromme Musen, meine Glieder!“
    6. Rezitativ (Alt): „Unsre Königin im Lande“
    7. Aria (Bass): „Kron und Preis gekrönter Damen“
    8. Rezitativ (Bass): „So dringe in das weite Erdenrund“
    9. Chor: „Blühet, ihr Linden in Sachsen, wie Zedern!“

    SOLOISTS:
    Sopran – Hana Blazikova
    Alto – Marketa Cukrova
    Tenor – Sebastian Monti
    Baß – Marian Krejcik
    ____________________________________________________________

    Manchmal ist Johann Sebastian Bachs weltliche Kantate „Tönet, ihr Pauken, Erschallet, Trompeten!“ (BWV 214 vom 7. Dezember 1733) wird irrtümlich als Parodievariante seines viel berühmteren „Weihnachtsoratoriums“ von 1734/5 (BWV 248) gedacht. Eigentlich ist das Gegenteil die Wahrheit. BWV 214 gehört zu Bachs relativ wenigen echten Originalkompositionen aus den 1730er Jahren. Wenn man heutzutage „diesen“ jugendlichen, großzügig geschätzten Eröffnungschor erkennt, ist es der herrliche „Jauchzet, frohlocket!“ – Chor, der das Weihnachtsoratorium einführt, auf das sie sich implizit beziehen. Bewegung 3, Bellonas Sopranarie, war tatsächlich die einzige Musik, die nicht von BWV 214 in BWV 248 recycelt wurde.

    Kommentatoren weisen darauf hin, dass Bach diese Sopran- und Flötenarie als zu extravagant und waghalsig für die Zuhörer von BWV 248 betrachtete. Analoge, komplizierte Harmonien mit entsprechenden Komplexitäten finden sich oft im Begleitstück des Konzertes (ZWV 146, 1731) von Zelenka. Dichte Bewegungen, in denen Stimm- und Instrumentalteile in komplizierten Mustern verwoben sind, die fundamentale Bedeutung älterer Polyphonie sowie die häufige Verwendung fehlerhafter Themen sind ihre außergewöhnlichen gemeinsamen Merkmale. Ebenso recycelt Zelenka viel Musik, z.B. In seinem anderen „Te Deum“ (ZWV 145, 1724). Von ihrer Generation waren auch die großen Komponisten (Bach, Zelenka, Händel, Vivaldi) die größten Recyclisten. Kein Widerspruch hier. Weitere musikalische Gemeinsamkeiten, die für das wohldurchdachte Konzertprogramm von Vaclav Luks relevant sind, werden unter dem dazugehörigen Zelenka-Video (ZWV 146) näher erläutert (siehe Teil 1).

    Trotz „Drama“ gibt es auf realer Handlung oder Aktion statt. Vier mythologische Figuren – Bellona, ​​Pallas, Irene & Fame – barock geformt als Allegorien der Qualitäten, die sie traditionell vertreten, feiern und ehren die wahren Protagonisten (Maria Josepha) entsprechend. Alle diese schmeichelhaften Sätze dienten einem konkreten gelegentlichen Zweck (Geburtstag hier), wo individuelle Sorgen mit aktuellen gesellschaftspolitischen Umständen verbunden sind. Leipzigs funktionales Pendant zur italienischen Serenata?

    Weltliche Kantaten wie BWV 214 sind typhisch im Zusammenhang mit der Bachproduktion in dieser Zeit, als sein Verstand in die sächsische Landeshauptstadt Dresden gezogen war, obwohl er in Leipzig blieb. Obwohl nur BWV 214 der Königin Maria Josepha, dem bedeutendsten Schirmherrn von Zelenka, gewidmet war, widmete Bach zu dieser Zeit mehreren ähnlichen Kantaten andere Mitglieder der königlichen Familie. Oft ging er in die Hauptstadt, um an musikalischen Darbietungen teilzunehmen, und es ist vernünftig anzunehmen, daß er beim Komponieren Kenntnisse über die Fähigkeiten des legendären Dresdner Hoforchesters in Kauf nahm. Ursprünglich war die kurze Version der berühmten b-Moll-Messe (BWV 232a) (Kyrie & Gloria) in der Hofkirche im Jahre 1733 aufgeführt worden. Warum also all diese Bemühungen? Wie Zelenka wollte Bach beeindrucken und hoffte, dass die freie Stelle als königlicher Hofkapellmeister für das weltbeste Orchester zu seinem … werden würde. Ob Zelenka Bach dazu inspirierte, mit der Komposition von Massen aus den 1730er Jahren zu beginnen, bleibt eine vernünftige Hypothese auf der Basis von Indizien DO HABE direkte Beweise, durch Sohn CPE Bach, dass sie beide nach den Dresdenreisen seines Vaters bewundert und gekannt haben.

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  6. Volker Autor

    Bach & Zelenka: Jan Dismas Zelenka: „Te Deum“ [ZWV 146] – Collegium 1704/ Luks (20.08.11) (1of2)

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    EINFÜHRUNG (TEIL 1 VON 2): JAN DISMAS ZELENKA. „TE DEUM“ (ZWV 146):
    Collegium 1704, Festival de la Chaise-Dieu und Mezzo setzen ihre überaus erfolgreiche und schon legendäre Zusammenarbeit fort. Mai, dass Tradition für viele, viele Jahre dauern. „Bach & Zelenka“ war in diesem Jahr der richtige Titel. Aufgenommen am 20.08.2011 in der Abbatiale Saint-Robert, Frankreich, während des 45. „Festival de la Chaise-Dieu“.

    -Jan Dismas Zelenka: „Te Deum“ (ZWV 146) für zwei Chöre (1731, NICHT 1733)
    -Johann Sebastian Bach: „Tönet, ihr Pauken, Erschallet, Trompeten!“ (BWV 214), ab 1733.
    (Für Bachs BWV 214, s. Teil 2)

    Besetzung von ZWV 146 (Repräsentant von 1729-33, als Zelenka de facto Kapellmeister in Dresden war):
    SSATB soli (und Chor I), SATB (Chor II); 4 Trompeten; Timpani; 2 Flöten; 2 Oboen; 2 Fagotte; 2 Violinen; Viola; Basso continuo.

    Gelegenheit: Königliche Geburt. Fest der Geburt Maria Josephas im November 1731.
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    MUSIKALISCHE SUBDIVISIONEN, PERFORMERS:

    Jan-Dismas Zelenka (1679-1745)
    Te Deum in D-Dur für zwei Chöre (ZWV 146, 1731)

    1. Te Deum laudamus (Chor)
    2. Tu rex gloriae (Sopran I und II)
    3. Tu ad liberandum (Alt)
    4. Tu ad dexteram Dei sedes (Tenor und Bass)
    5. Judex crederis (Chor)
    6. Aeterna fac (Chor)
    7. Intonatio: Salvum fac
    8. Et rege eos (Chor)
    9. Per singulos stirbt (Sopran I, II und Alto)
    10. In te, Domine (Chor)

    SOLOISTS:
    Sopran I – Hana Blazikova
    Sopran II – Dora Pavlikova
    Alto – Marketa Cukrova, Kamila Mazalova
    Tenor – Sebastian Monti
    Bariton – Tomas Kral

    Collegium 1704
    Václav Luks, Direktion

    Konzert am 20. August 2011 in der Abbatiale Saint-Robert, Frankreich.
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    DAS BACH (BWV 214) & ZELENKA (ZWV 146) – ZUSAMMENFASSUNG
    Erstens, historische Umstände bringen ZWV 146 und BWV 214 nahe beieinander. Maria Josepha, Kurfürst von Sachsen und die gemeinsame Königin der beiden Komponisten, ist die Person, die in beiden Werken geehrt wird. BWV 214 wurde in Leipzig während ihrer 1733 Geburtstagsfeiern aufgeführt. Im Jahr 1733 machte Bach noch einen weiteren Versuch, das Königspaar mit einer Dresdner Aufführung der Originalfassung seiner h-Moll-Messe zu beeindrucken. Zweifellos war die Absicht, die königliche Familie zu beeindrucken, auch der Grund, warum Zelenka so viel Geld in dieses „Te Deum“ investierte „- Einstellung.

    ZWV 146 wurde in der Dresdner Hofkapelle entweder als Danksagungsakt am Tag nach der erfolgreichen Geburt eines Mädchens Maria Josephas am 5. November 1731, dann in Anwesenheit ihres Ehemanns, des Kurfürsten, oder während der späteren Kirchengemeinde durchgeführt Die Mutter am 15 Dez.
    Ob die Gönner beeindruckt waren oder nicht, keiner der beiden Komponisten erhielt den gewünschten Titel als den neuen Kapellmeister des Sächsischen Hofes. Obwohl diese Ambitionen scheiterten, mussten sie sich in den Versuchen von 1730-33 getroffen haben, als Bach in Dresden oft Gast war. Wir finden nicht nur Umstände, sondern in diesem Fall sogar eine direkte Bestätigung, die Johann Sebastian und Jan Dismas persönlich kannten und bewunderten, dank eines Briefes von Bachs Sohn Carl Phillip Emmanuel an J.N. Forkel im Jahre 1775.

    Zweitens, und vielleicht nicht überraschend im Licht des oben Gesagten, scheint es in der Musik von c.1730 zu sein, dass stilistische Ähnlichkeiten (trotz klarer Unterschiede) zwischen Bach & Zelenka am leichtesten zu entdecken sind. Auf der formalen Ebene sind zumindest einige konstante Merkmale zu nennen, die für sie charakteristisch sind, aber nicht für die meisten anderen zeitgenössischen Komponisten: Beide kultivierten ein atypisches Interesse an der Renaissance-Polyphonie und damit Komponisten aus der Vergangenheit, dokumentiert von den Bibliotheken und Katalogen hinter. Anakronistische Interessen an Fugen und Kontrapunkt werden in der Regel durch dieselben Quellen bereitgestellt. Das Wichtigste ist jedoch die Art und Weise, wie dieses Wissen verinnerlicht und als Grundpfeiler in ihren eigenen, hoch individuellen musikalischen Strukturen genutzt wird.

    Komplexe instrumentale und vokale Interaktionen sowie Instrumente und Stimmen tragen dazu bei, verfeinerte, aber nicht immer sofort zugängliche Harmonien in den Werken der beiden Komponisten zu schaffen. Gerade zwischen 1729 und 1733 ist dieser Aspekt bei Zelenka besonders deutlich. Als de facto Kapellmeister konnte er ambitioniert mit dem Zusammenspiel verschiedener Musiker experimentieren, als ihm das weltberühmte Dresdner Orchester zur Verfügung stand. Die komplizierten musikalischen Sprachen von beiden, kritisiert als altmodisch von Zeitgenossen, erfordert eine Ausbildung sowohl für Performer (Collegium 1704 ist bis zu!!) Und Publikum. Sie sind nicht besonders leicht auf dem Ohr, im Gegensatz zu den vereinfachten Stil, der dann Mode geworden.

    Schließlich, trotz der offensichtlichen musikalischen Unterschiede, die beim Hören von Bachs & Zelenkas Werken auftreten, teilen sie auch etwas auf einer tieferen Ebene. Gemeinsam ist ein tieferes spirituelles Verstehen der Botschaft in den verschiedenen Texten, aus denen die Musik besteht, eine Vision, die weit über das hinausgeht, was bloße Worte ausdrücken können.

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