News aus der Klassikszene – J.S. Bach der größte Musikaufklärer – Neue CD BacHasse, Gegensätze ziehen sich an

Die wahre Revolution der Musikgeschichte !

Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750)

 Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) (Foto:picturealliance/dpa)

Musik war einst „eine Sprache ohne Vokale“. Dann kamen Johann Sebastian Bach und weitere Aufklärer und veränderten die Geschichte. Sie verhalfen der Dienerin Musik, ihre Autonomie zu erlangen.

Johann Sebastian Bach, der frommste aller Komponisten, war zugleich einer der größten Aufklärer der Musikgeschichte. Sein „Wohltemperiertes Klavier“ ist ein Denkmal fürs pythagoreische Komma, das ihm zu bürgerlicher Emanzipation verhalf.

Diese kleine Abweichung von der reinen Stimmung ermöglichte es erst, zwölf Quinten zu einer Oktave zu schließen. Seitdem kann man ohne Misston von Es-Dur nach G-Dur modulieren. Und es gibt Präludien und Fugen in cis-moll…….

Zum ganzen ArtikelDIE WELT

http://www.welt.de/debatte/kolumnen/ueber-den-clouds/article154809835/Die-wahre-Revolution-der-Musikgeschichte.html


Alte Musik
BacHasse: Gegensätze ziehen sich an

Neue CD BacHasse

         Neue CD BacHasse – Benno Schachtner (Altus) & Stefan Temmingh (Blockflöte)

Johann Sebastian Bach und Johann Adolf Hasse  (1699 -1783) – diese beiden Zeitgenossen waren wirklich zwei völlig unterschiedliche Musikerpersönlichkeiten. Das Projekt „Bach-Hasse – Gegensätze ziehen sich an“ von Stefan Temmingh und Benno Schachtner (Altus) hat nun eine CD mit den Werken beider Komponisten herausgebracht.

J.S. Bach und Hasse – diese beiden Zeitgenossen waren wirklich zwei völlig unterschiedliche Musikerpersönlichkeiten:

Johann Sebastian Bach stammt aus der mitteldeutschen Kantoreitradition und arbeitete sich über verschiedene Organisten- und Kapellmeisterpositionen hoch zum Thomaskantor in Leipzig. Das war zwar eine der angesehendsten Kantorenstellen im protestantischen Deutschland, Bachs Wirken war aber auch ganz auf die Stadt Leipzig konzentriert. Von größeren Reisen, etwa nach Italien oder England, konnte Bach angesichts seiner vielen Aufgaben nur träumen. Seine großartigen Kirchenkantaten erklangen ausschließlich in den Leipziger Hauptkirchen, überregionale Ausstrahlung besaßen allenfalls seine Clavierwerke.

Johann Adolf Hasse dagegen war zu Lebzeiten ein in ganz Europa bekannter Musiker. Er feierte Opernerfolge in Neapel und Venedig, bekleidete von 1733 bis 1763 das Amt des Dresdner Hofkapellmeisters und trat in Wien, Warschau, Berlin, Paris sowie weiteren Metropolen auf. Gekoppelt an diese Popularität waren gewaltige finanzielle Einkünfte und große künstlerische Freiheiten, die einem städtisch Angestellten wie Bach nie zugekommen wären.

Trotz dieser Gegensätze haben sich Bach und Hasse persönlich offenbar sehr geschätzt, mehrfache Treffen sowohl in Dresden als auch in Leipzig sind zu vermuten. Sicher haben die Musiker dabei ihre Erfahrungen und aktuellen Musikalien ausgetauscht.

In diesem Sinne ist auch das Projekt „Bach-Hasse – Gegensätze ziehen sich an“ von Stefan Temmingh und Benno Schachtner angelegt. Auf dieser CD sind bunt gemischt weltliche und geistliche Werke von Bach und Hasse vereint. So erklingen zwei Solokantaten und eine Flötensonate von Hasse, während Bach mit drei Arien aus Kirchenkantaten vertreten ist, die jeweils durch kurze Solowerke intoniert werden. Das Konzept geht sehr gut auf, denn in ihrem Einfallsreichtum und ihrer Ausdruckspalette kommen sich die beiden Komponisten trotz unterschiedlicher Stile sehr nahe.

Stefan Temmingh beeindruckt einmal mehr mit seinem differenzierten Blockflötenspiel. Wie er schon in seinen letzten Einspielungen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, verfügt er auch hier über einen facettenreichen Ton, der von klagenden, melancholischen Klängen (etwa in Bachs Arie „Leget euch dem Heiland unter“) bis zu unbändig-artistischer Virtuosität reicht (besonders in der Hasse-Sonate). Zu diesem warmen Flötenklang passt hervorragend die Alt-Stimme von Benno Schachtner, der 2012 als erster Countertenor Bachpreisträger in Leipzig wurde. Er singt rein und intonationssicher und bewältigt auch die rasantesten Koloraturen Hasses spielend. Hinzu kommen Wiebke Weidanz an den Tasteninstrumenten (darunter auch ein selten zu hörendes Lautenklavier) und Domen Marinčič als Cellist und Gambist. Bach und Hasse hätten da wohl beide gern zugehört.

(Bernhard Schrammek, kulturradio)

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Herzliche Grüße

Volker

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