Rezensionen über den neunstündigen Bach-Marathon von J.E. Gardiner in der Royal Albert Hall am 1.4.2013

Liebe Gardinerfreunde/innen

J.E. Gardiner beim Bach-Marathon in der Royal Albert Hall London

     J.E. Gardiner beim Bach-Marathon in der Royal Albert Hall London

Die ersten Rezensionen zum Bach-Marathon unter der Mitwirkung von John Eliot Gardiner, The Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists sind im Internet zu finden. Eine Blog-Rezension hat es mir besonders angetan. Die Rezensentin schreibt wahrheitsgemäß über das, was sich in der riesigen Halle tatsächlich abgespielt hat, und dem Radio-Hörer total verborgen bleibt. Eine eiskalte Halle, nur zur Hälfte mit Besuchern gefüllt, unter der Kälte litt die Performance der Original-Instrumente und so weiter… Mir ist das sehr stark aufgefallen bei der BBC3-Radioübertragung bei der Messe in h-Moll, BWV 232, piepsende Töne der Flöten und unreine Waldhörner waren unhörbar zu vernehmen und hatte mich darüber sehr gewundert, aber die Aufklärung dafür liefert uns die englische Rezension in allen Einzelheiten.

Die Radio-Übertragung von BBC3-Radio ist weiterhin für 6 Tage via Internet zu bekommen.

Link mit Programwahl: http://www.bbc.co.uk/programmes/p01758q8

John Eliot Gardiner beim Bach-Marathon-(Fotorechte- Chris Christodoulou)

  John Eliot Gardiner beim Bach-Marathon .  (Fotorechte- Chris Christodoulou)

Im englischen ein Original-Auszug der Rezension:

My gosh, but it was cold in the Royal Albert Hall on Monday. The Bach-loving faithful assembled for John Eliot Gardiner’s nine-hour marathon (as trailed on JDCMB here) – some of us, heeding anxious tweets from the orchestra saying we should please dress warmly, realised what was going to happen and restricted our attendance to the evening……

Hier der Link zur englischen Blog-Rezension vom „Bach-Marathon“.

Eine weitere Zeitungs-Rezension von „The Guardian“ aus England füge ich hier an:

Link: http://www.guardian.co.uk/music/2013/apr/02/bach-marathon-review

The Telegraph:

Dieser Bach Marathon an der Albert Hall war ein erhebendes, erstaunlich, anstrengend neun Stunden Spektakel, sagt Ivan Hewett.

Zum ganzen Artikel, 

Link:  http://www.telegraph.co.uk/culture/music/classicalconcertreviews/9966825/Bach-Marathon-Albert-Hall-review.html

Zwei weitere Link-Angaben von @Jean, aus England:

SINFINI MUSIC

Ein ehemalige Bach-Zweifler Miriam Gillinson besuchte John Eliot Gardiner All-Tag Bach Marathon in der Royal Albert Hall am 1. April, und erlebte eine musikalische Offenbarung.

Link: http://sinfinimusic.com/uk/features/2013/04/outside-in-jeg-bach/

The Upcoming

Konzertbericht: Bach Marathon in der Royal Albert Hall

Link:  http://www.theupcoming.co.uk/2013/04/03/concert-review-bach-marathon-at-the-royal-albert-hall/

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Zur Erinnerung das Program:

Sir John Eliot Gardiner feierte am Ostermontag ein außergewöhnliches »Bach-Fest« in London

Mit einem neunstündigen Musikfest unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner wurde am diesjährigen Ostermontag, dem 1. April 2013 der Komponist Johann Sebastian Bach in der Royal Albert Hall in London gefeiert. Ab 13 Uhr führten The Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists unter der Leitung Gardiners im Rahmen eines »Bach Marathons« u. a. die Motette für Doppelchor Singet dem Herrn ein neues Lied, BWV 225, die OsterkantateChrist lag in Todesbanden, BWV 4 sowie beschließend die Messe in h-Moll, BWV 232 auf.

Namhafte Interpreten wie Joanna MacGregor, (Piano) – Viktoria Mullova, (Violine) – Alban Gerhardt (Cello) – und John Butt (Cembalo, Dirigent) – ergänzten das Programm durch ihre Interpretation bekannter Werke Bachs wie der Goldberg-Variationen, BWV 988, der Partita Nr. 2 d-Moll, BWV 1004, der Cellosuite Nr. 6 D-Dur, BWV 1012 sowie zahlreicher Orgelchoräle, Orgelvorspiele und Fugen. Für einen besonderen Höhepunkt sorgte eine öffentliche Probe des Schlusschorals aus der Kantate Christ lag in Todesbanden, BWV 225, die Interessierten aus dem Publikum es ermöglichte, Teil des außergewöhnlichen Festes zu werden und gemeinsam mit dem Monteverdi Choir das musikalische Finale des »Bach Marathons« zu gestalten.

Herzliche Grüße

Volker

10 Gedanken zu „Rezensionen über den neunstündigen Bach-Marathon von J.E. Gardiner in der Royal Albert Hall am 1.4.2013

  1. Volker

    Ein weiterer Zeitungs-Artikel aus England über den Bach-Marathon:

    The Telegraph:

    Dieser Bach Marathon in der Albert Hall war ein erhebendes, erstaunlich, anstrengend neun Stunden Spektakel, sagt Ivan Hewett.

    Zum ganzen Artikel,

    Link: http://www.telegraph.co.uk/culture/music/classicalconcertreviews/9966825/Bach-Marathon-Albert-Hall-review.html

    ——————————————————————

    Im Hauptbeitrag mit eingefügt..!!

    Gruß
    Volker

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  2. Felix

    Ich war am Montag bei dieser Veranstaltung und fand sie ganz gut. Es war mehr ein buntes Potpourri, zumindest konnte ich keine Story erkennen. Klar war es kühl, vielleicht war das auch der Grund für das komische Horn. Dennoch eine tolle Sache, von 13 bis ca. 22 Uhr so ein tolles Programm geliefert zu bekommen. Schade, dass die Johannes-Passion rausgenommen wurde.

    Die Panel-Diskussionen waren ein bisschen komisch, ich hatte aber auch den Fernsehbeitrag am Vorabend nicht gesehen. Ich hatte ein bisschen den Eindruck, dass die Teilnehmer sich irgendwie dafür rechtfertigten, dass es sich um Sakralmusik handelt. War Bach psychisch krank, hatte er eine schwere Kindheit usw. Außerdem brachte die Moderatorin immer wieder das Thema Tanz auf, die Zuhörer in der „Arena“ haben das aber dankenswerterweise geflissentlich ignoriert und sich lieber hingelegt 🙂

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  3. Volker

    Danke Felix für deine persönlichen Eindrücke vom Bach-Marathon aus der Royal Albert Hall als eine Bereicherung der getätigten Aussagen. Dein Kommentar beinhaltet teilweise Eindrücke, die andere Rezensenten ebenso geschildert haben. War die riesen Halle tatsächlich so kalt (Ausfall der Heizungsanlage), dann bewundere ich das Stehvermögen der Besucher, stundenlang das Programm ohne ein Murren auf sich genommen zu haben.

    Herzlichen Gruß
    Volker

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    1. Felix

      Hallo Volker,

      wir saßen recht geschützt in einer kleinen Box, das war mit Strickjacke oder Sakko nicht gemütlich aber OK. In der Arena (großer Bereich unten vor der Bühne, keine Stühle) oder auf der Bühne war es bestimmt noch mal um einiges frischer. Die Akkustik in der Halle fand ich ein bisschen dumpf.

      An dieser Stelle noch mal ein Lob für Dein Blog: Insbesondere die Radiotipps sind super!

      Gruß,
      Felix

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  4. Dirk Janßen

    Schade, dass die schlechte Klangqualität im Radio die geniale Chorleistung bei der H-moll Messe nicht adäquat rüberbrachte. Man kann nur erahnen, wie das „Et expecto resurrectionem“ oder „pleni sunt coeli“ im Saal geklungen haben müssen. Einen solch großartigen Jubelsturm kann nur der Monteverdi Choir entfesseln. Stillsitzen konnte ich neben meiner Anlage jedenfalls nicht! Genial, wie auch die einzelnen Stimmen im Detail herausgearbeitet wurden. Schade nur, dass Frau Scott und Herrn Niesemann Patzer unterliefen. Bei der Kälte ja auch kein Wunder! Live ist das Quoniam sowieso immer kritisch und extrem undankbar.

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  5. Volker

    Hallo Felix, hallo Dirk,

    Danke für Eure Kommentare zum Bach-Marathon in London denen ich wieder einmal mit großem Interesse gefolgt bin. So ganz glücklich werde ich mit der Übertragung der h-Moll Messe ebenfalls nicht, die Aussagen in England, die live das Konzert in der Royal Albert Hall besucht haben sprechen eindeutig eine andere Sprache, sie sind hingerissen von dem Konzert und betrachteten dieses Bach-Werk als das absolute Highlight trotz der Kälte und unwägbaren Gegebenheiten für die Barock-Instrumente.

    Großartige Zustimmung bekam auch der deutsche Cellist Alban Gerhardt mit der Cello-Suite Nr.6 – BWV 1012 von Bach und höre sie mir gerade wieder an, ganz große Klasse, ich liebe die Cello-Suites und bin von der Tonqualität einigermaßen zufrieden.

    Wünsche euch und allen ein schönes Wochenende.

    Herzliche Grüße
    Volker

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    1. Dirk Janßen

      Die Aufnahmequalität ist bei den Solodarbietungen, selbst in der Hmoll-Messe, völlig in Ordnung. Nur beim Tutti geht alles in einem Klangbrei unter. Die Paukenschläge sind z.B. ganz schwach definiert. Das Cembalo klingt auch extrem blechern.

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