Ob wir Richard Wagner lieben oder hassen: Sein Genie kann niemand leugnen.

Ein Artikel für Wagner-Getreue und Klassik-Interessierte !

Englischer Dirigent - Simon Rattle

Englischer Dirigent – Simon Rattle

Aufgerüttelt wurde ich heute durch einen Zeitungsartikel von ZEIT-ONLINE die ein Interview mit den Star-Dirigenten

Simon Rattle“ und „Andris Nelsons

über Richard Wagner geführt haben.

Dieses Interview lege ich allen Klassikfreunden sehr ans Herz, sich 3 Seiten mit prallen Aussagen von den zwei großartigen Dirigenten durch zu lesen….

Ein Auszug aus dem Z-O Interview:

RATTLE UND NELSONS „Man braucht einen Psychiater!“

Lettischer Dirigent - Andris Nelsons

Lettischer Dirigent – Andris Nelsons

Das Chefdirigentenzimmer in der

Berliner Philharmonie,

Simon Rattle, 57, und Andris Nelsons, 34,

sitzen nebeneinander auf dem Sofa und plaudern angeregt. Die beiden Stardirigenten kennen sich zwar gut, treffen sich aber fast nie (was in der Natur des Berufs liegt). Ihre internationalen Erfahrungen mit Wagner könnten unterschiedlicher nicht sein:

Nelsons debütierte 2010 mit »Lohengrin« bei den Bayreuther Festspielen, Rattle dirigierte am Pult der Berliner Philharmoniker in Aix-en-Provence und in Salzburg zwischen 2006 und 2010 seinen ersten »Ring«. Über Richard Strauss und Giacomo Puccini, über Sänger-Flops und Kindererziehung ist das Gespräch im Nu bei Richard Wagner.

 Zum Interview:

http://www.zeit.de/2013/02/Richard-Wagner-Simon-Rattle-Andris-Nelsons/seite-1

Grüße

Volker

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4 Gedanken zu „Ob wir Richard Wagner lieben oder hassen: Sein Genie kann niemand leugnen.

  1. hugolinka

    Bester Volker,
    danke vielmals für das Aufspüren dieses wirklich gehaltvollen und offenen Interviews. Da sind jede Menge schwergewichtige Aussagen drin, die ich so unterschreibe. Bei mir hat Wagners Musik eher den Effekt, dass sie ähnlich Parsifals Speer, alles wieder ins Gleichgewicht bringt und ich mir dadurch den Psychiater spare.
    Der Interviewer stellt zwar floskelhafte Fragen, aber die Beiden geben den Antworten den Raum, den es braucht um intellektuell darüber zu stehen und reduzieren Wagner nicht auf die „Dunklen Seiten“.
    So wie Wagner sich Jahrzehnte von der Idee bis zur Realisation mit seinen Werken beschäftigt hat, braucht man als Zuhörer einfach auch Zeit und Durchhaltevermögen sich davon durchdringen zu lassen, aber dann schenkt er Welten und auch existenzielle Zusammenhänge, die man vorher noch nie betreten hat. Man kann sich regelrecht emotional davontragen lassen.

    Im übrigen habe ich gerade mit der Beschäftigung mit Wagner erfahren, welche Sonderstellung Bach musikgeschichtlich einnimmt und warum er zurecht „Anfang und Ende aller Musik“ ist.
    Am Sa bin ich in Essen bei Hengelbrocks Parsifal in historischer Aufführungspraxis, ich bin sehr gespannt und hoffe, dass die Tempi nicht allzu entweiht sind, ein bisschen Pathos ist wichtig.

    LG aus Essen,
    Claudia

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  2. Volker Autor

    Hi Claudia,
    das große Jubiläumsjahr 2013 für Richard Wagner zum 200. Geburtstag ist angebrochen und aus diesem Anlass geistern in allen Gazetten Artikel und Kommentare mal erfolgreich und weniger spannend verfasst.

    Das Interview mit den Star-Dirigenten finde ich sehr spannend und aussagekräftig. Hierbei gelangt man an Informationen von höchster Stelle, die einem ansonsten vorenthalten werden.

    Wenn Du die Vorstellung von Hengelbrock besuchst, möchte ich dich vorab auf einen Artikel von der Parsifal-Vorstellung in Dortmund verweisen. Diese Vorstellung muss wohl teilweise für Furore gesorgt haben.

    Wagner auf Darmsaiten….
    Thomas Hengelbrock dirigiert den „Parsifal“ auf historischen Instrumenten..

    Von Dieter David Scholz

    In seiner konzertanten „Parsifal“-Aufführung am Konzerthaus Dortmund hat Thomas Hengelbrock mit allen Konventionen gebrochen. Ein kühnes Unterfangen, das zwar nicht rundum glückte, aber ein neues Kapitel in der Wagner-Interpretation aufschlug…..

    Zum ganzen Artikel:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1985560/

    Viel Spaß bei der Wagner-Aufführung in Essen.

    Lieben Gruß
    Volker

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  3. Claudia

    Hallo Volker,
    danke für den Link im Dradio.
    Hier ein http://www.abendblatt.de/kultur-live/article113033766/Dortmund-feiert-Thomas-Hengelbrock.html
    den ich schon echt frech finde betreffend der Aussage übers Ruhrgebiet.
    Tja, aber während die Hamburger sich noch mit Baukosten und Bauzeiten rumschlagen, gibt´s im Ruhrgebiet Menschen mit Ideen und Kontakten, die ´s einfach anpacken.
    Frei nach dem Motto: Baust Du noch oder klingt´s schon?
    Schönes WoE.
    Claudia

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    Antwort
  4. Volker Autor

    Hallo Claudia,

    der Rezensent stammt aus Hamburg, Thomas Hengelbrock hat die Chefrolle des NDR-Symphonieorchesters eingenommmen, das wirkt sich in der Aufführungs-Kritik entsprechend aus. Reiner Lokalpatriotismus des Kritikers seine Aussage grenzt an Überheblichkeit sein Zitat:

    „In Hamburg, ungleich größer und solventer als die klammen NRW-Städte und kulturpolitisch viel ehrgeiziger, fehlte dieser Mut…..“

    Da muss ich lächeln, die Finanzierungskrise der Elbphilharmonie wird den Hamburgern noch ein erhebliches Kopfzerbrechen bereiten und wüsste gerne, wie sie das in den Griff bekommen wollen. Die Hansestadt Hamburg hängt neuerdings ebenfalls am Tropf des Länderfinanzausgleichs, also den Mund nicht so voll nehmen und sachlich bleiben…

    Wünsche dir ein schönes Wochenende.

    Lieben Gruß
    Volker

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