Fernsehsendungen mit „Klassischer Musik“ und einem Gottesdienst zum Reformationstag

Liebe Klassikfreunde/innen !

Einige interessante Fernseh-Sendungen sind zum Reformationstfest, 31.10.2012 und an den Folgetagen von mir aufgeführt worden.

.

Thomaskirche Leipzig

Thomaskirche Leipzig

Am Mittwoch, 31. Oktober 2012

ARD-Fernsehen 1. Programm um 10:00 Uhr

eine Live-Übertragung des „Festgottesdienstes aus der Thomaskirche Leipzig.“

Das 800jährige Bestehen der Thomaner wird in einem festlichen Gottesdienst gefeiert, der am Reformationstag live aus der Leipziger Thomaskirche im Ersten übertragen wird.

Die Predigt hält der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Galater 5,1-6).

Im Anschluss an den Gottesdienst Verleihung der Martin-Luther-Medaille der Evangelischen Kirche in Deutschland durch den Vorsitzenden des Rates der EKD, Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider.

In dem Festgottesdienst erklingt die Bach-Kantate

BWV 79 “Gott, der Herr, ist Sonn und Schild”

Ausführende Solisten,

THOMANERCHOR Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung:
Thomaskantor Georg Christoph Biller

.

—————————————————————————————————————————————————————————–

.

Martin Luther

MDR – Fernsehen – Mittwoch, 31. Oktober 2012 

08:00 Uhr Martin Luther Der Protest

Fernsehfilm aus dem Filmzyklus über Martin Luther 1983

Martin Luther, Doktor an der Universität Wittenberg, bringt 1517 in seinen Thesen wider die Missbräuche des Ablasshandels den aufkeimenden Unmut des deutschen Volkes gegen die Ausplünderung durch die römische Geistlichkeit zum Ausdruck. Seine Ideen betrachtet Kurfürst Friedrich von Sachsen als Mittel, die eigene Machtstellung in Abgrenzung zur päpstlichen Kirche zu festigen. Er verwehrt dem Dominikaner Tetzel, oberster Händler der Gnadenerweise, den Zutritt ins Land. Mit der Universitätsreform wird Wittenberg Zentrum des geistigen Lebens und der Auseinandersetzung um die ursprüngliche Wahrheit des Evangeliums.

Aber die Luthers Gedanken innewohnende Sprengkraft erschreckt selbst seine Anhänger, wie Professor Karlstadt und den Maler Lucas Cranach. Als Luther seine Thesen trotz der Mahnungen von Staupitz, Generalvikar des Augustinerordens, öffentlich macht, sammeln sich seine Feinde zum Angriff. Tetzel formuliert Gegenthesen, in denen er Luther Ketzerei vorwirft. Schlamann, Dekan der Universität, und Pater Ludwig, Beichtvater der Barbara Cranach, bezichtigen Luther, mit der Waisen Kristina eine Hexe in die Stadt gebracht zu haben.

Musik: Karl-Ernst Sasse

Kamera: Erich Gusko

Buch: Kurt Veth

Regie: Kurt Veth

—————————————————————

.
Heinrich Schütz

Heinrich Schütz

MDR FERNSEHEN – Mittwoch, 31.10.2012

um 23:30 Uhr bis 00:30 Uhr

„Wovon ich sing‘ und sagen will….“

Eine musikalisch-religiöse Reise durch „Mitteldeutschland“

Von Augsburg bis Zwickau schmettern in diesem Jahr die Posaunen, Chöre singen, Orgeln klingen – alle spielen auf zum Themenjahr der EKD: „Reformation und Musik“.

Martin Luther hat nicht nur die Kirche reformiert, er hat auch die Kraft der Musik für den Glauben erkannt. Die Musik sei ein Instrument, das die Seelen der Gläubigen beflügelt. Musik bringt Gebete zum Klingen. Gefühle wie Leid und Hoffnung, Liebe und Trauer werden in Melodien nachfühlbar. Melodien bewegen die Herzen und die Gemüter. Martin Luther hat die emotionale Kraft der Musik nicht nur für den Gottesdienst erkannt, sondern auch jedem Menschen zugänglich gemacht. Sein Anstoß, Gemeindegesang im Gottesdienst als zentrales Element festzuschreiben, war der Anfang für eine neue Epoche europäischer Musikkultur.

So kann man also mit Fug und Recht behaupten: Die Wiege der Kirchenmusik, wie wir sie heute kennen, steht in Mitteldeutschland. Große Namen wie Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt stehen dafür. Chöre wie die Leipziger Thomaner, der Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Kapellknaben und die Saalfelder Sängerknaben bürgen dafür. Musik und Kirche, das gehört zusammen. So wie ein Gottesdienst ohne Lieder nicht denkbar ist, so ist unser Leben ohne Musik nicht vorstellbar. Getreu dem Sprichwort „Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder“ lädt Anja Koebel zu einem musikalischen, informativen und unterhaltsamen Ausflug in die Geschichte der Kirchenmusik ein – von Psalmen und Kantaten bis zum Gospel.

.

——————————————————–

.

J.S. Bach

MDR-Fernsehen – Donnerstag, 01. November 2012

um 00:30 Uhr bis 01:15 Uhr

Johann Sebastian Bach – Der liebe Gott der Musik

Film von Lew Hohmann und Winifred König

„Nicht Bach, Meer sollte er heißen“, sagte Beethoven. „Wir sind alle Stümper gegen ihn“, meinte Robert Schumann und Claude Debussy nannte Bach gar den „lieben Gott der Musik“. Wer war dieser Mann, „von dem alle musikalische Weisheit ausging“ und der heute unbestritten als „das Musikgenie“, als der wohl größte Musiker aller Zeiten gilt?

Sein riesiges Werk – fast 1.200 Kompositionen hat er uns hinterlassen, künstlerisch wie technisch vollkommen – berührt tief. Das 18. Jahrhundert aber versagte dem Genie Bach seine Anerkennung. Sein Leben, so überraschend wenig gesichertes Wissen wir darüber auch haben, war ein Leben in vielleicht selbst gewählter provinzieller Enge, ein Kampf um die ihm gebührende Achtung, um Auskommen und nötige Arbeitsbedingungen mit kleinlichen Obrigkeiten, ein ständiges und all zu oft erfolgloses Ringen um Anerkennung seiner Arbeit; ein Dasein, das von frühester Jugend an von ständiger Konfrontation mit Verlust und Tod geliebter Menschen begleitet war; ein Leben aber auch, das er unbeirrt seiner Idee unterwarf: musikalische Vollkommenheit zu erreichen und die Grundlagen aller Musik zu schaffen.

Es gibt nur wenige Dokumente, die etwas über Bachs Leben aussagen, nicht einmal ein wirklich verifizierbares Porträt. Das wohl authentischste Zeugnis ist der Nekrolog, den sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach für seinen Vater verfasste. Das Übrige, worauf die Nachwelt angewiesen ist, sind amtliche Texte, Eingaben, Gutachten, Konzeptionen, Rechnungen, Ratsprotokolle, Schullisten.

Und es gibt noch weniger Zeugnisse von Bachs eigener Hand, die etwas über den Menschen Bach aussagen, über seine Freuden, seinen Kummer, seine Gedanken, seine Seele. Wenig ist überliefert und dennoch unermesslich viel: seine Musik und das, was sie über sein Empfinden und Fühlen erzählt.

Der Film betrachtet Bachs Biografie, auch manche weniger bekannten Episoden und Charakterzüge in einer Mischung von Dokumentarischem, Authentischem und Fiktionalem, betrachtet den Menschen Bach, um seinem Geheimnis näherzukommen.

(MDR 14.11.2004)

.

—————————————————————————————————————————————————————————

.

Thomas Hengelbrock Dirigent

Thomas Hengelbrock Dirigent

Südwest-Fernsehen – Sonntag, 4. November 2012 

um 08:55 Uhr bis 09:45 Uhr

Thomas Hengelbrock – Musik, ein Fest fürs Leben

Auch sich selbst sieht er als Architekt:

„Ich bin der alten Renaissance-Idee doch sehr verhaftet, dass der Mensch ein Baumeister ist, dass er sein Leben zur Verfügung gestellt bekommt, um dann auch etwas zu schaffen, zu erschaffen im Rahmen seiner Möglichkeiten.“Der Film dokumentiert in vielen Proben und Konzert-Ausschnitten die Vielseitigkeit des „Baumeisters“ Hengelbrock: von Bach, Mozart, Mendelssohn, Rossini über Schumann, Wagner bis hin zum Musical.

.

—————————————————————————————————————————————————————————

.

Thomanerchor Leipzig

BR-Fernsehen (Bayerisches Fernsehen) – Sonntag, 4. November 2012

um 12:45 bis 13:30 Uhr

800 Jahre Thomaner

„Einmal Thomaner, immer Thomaner“, sagen die Mitglieder des Chores, ganz gleich, ob sie es gerade sind oder einmal waren. Bis sie 18 sind, leben sie für die Musik: Proben, Singen in Kirchen und Konzertsälen, Reisen in die ganze Welt, Medienauftritte, CD-Aufnahmen. Dabei sind sie aber auch „ganz normale“ Schüler, Kinder, Jugendliche. Sie spielen Fußball, tummeln sich bei Facebook, verlieben sich. Sie leben im Internat, das bei ihnen „Alumnat“ heißt, so wie es schon die Thomaner vor 800 Jahren taten, als die Thomasschule als erste öffentliche Schule Deutschlands gegründet wurde.

Leben, Lernen und Singen, das war und ist das Konzept bis heute. Mit Johann Sebastian Bach ist der Thomanerchor nachhaltig in die Geschichte eingegangen. Der zwölfjährige Paul Vogel ist einer der drei Jungen, die im Mittelpunkt des Films zum Jubiläum des Chores stehen. Mit ihnen wird der Alltag der Thomaner erlebbar: ihr Leben im sogenannten „Kasten“, der eine Welt für sich ist und nun umgebaut wird, damit er den heutigen Bedürfnissen entspricht; die Probenarbeit mit Thomaskantor Georg Christoph Biller, dem der große Name seines Vorgängers Bach nicht immer nur Ansporn und Freude war; gemeinsame Mahlzeiten, Unterricht.

.

————————————————————————————————————————————————————————

Zum Reformationsfest passt dieser Alt-Beitrag recht gut mit Angaben zu den Reformations-Kantaten:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2009/10/30/j-s-bach-reformations-kantaten/

.

Ich wünsche viel Spaß mit den Fernseh-Sendungen..!!

Grüße

Volker

.

Advertisements

5 Gedanken zu „Fernsehsendungen mit „Klassischer Musik“ und einem Gottesdienst zum Reformationstag

  1. yo21031685

    Vielen Dank, Volker für diesen Beitrag!
    Den Film „Johann Sebastian Bach – Der liebe Gott der Musik“ kenne ich noch nicht, obwohl ich seit Jahrzehnten alles sehe, höre, lese was mir in Sachen JSB unterkommt. Natürlich werde ich den Film mitschneiden und meinem privaten Archiv hinzufügen. Es wird sicherlich ein Genuss werden.

    Liebe Grüße
    Yo

    Gefällt mir

    Antwort
  2. Volker Autor

    Danke lieber Yo für deinen Kommentar.

    Ich bin ebenfalls sehr gespannt auf diesen Film-Beitrag des mdr und freue mich mit dir, wieder einmal etwas Neues über Bach zu bekommen.

    Vor kurzer Zeit hatte ich mir eine DVD besorgt mit dem Titel:

    „Im Irdischen das Himmlische“
    – Luther und Bach in Mitteldeutschland.

    Auszug aus der DVD-Beschreibung:

    Eine Reise mit den Worten Luthers und den Klängen von J.S. Bach.
    Diesem Grundgedanken spürt die Dokumentation nach und führt dabei an verschiedenen Wirkungsstätten von Luther und Bach: nach Eisenach, Erfurt, Arnstadt, Mühlhausen, Wittenberg, Weimar, Köthen, Leipzig und natürlich auf die Wartburg. Auf dieser Reise durch Mitteldeutschland beleuchtet dieser Film eindrucksvoll das Leben der beiden großen Männer unter biographischen, touristischen und immer wieder auch musikalischen Blickwinkel…..

    Das sind kurze Ausführungen von der DVD, die ich mir selber noch nicht angesehen habe wollte dich aber einmal auf diese DVD Aufmerksam machen.

    Erschienen ist sie bei SCM Hänssler, wo ich sie mir auch bestellt hatte.

    Wie ich gerade bemerke, ist sie bei amazon ebenfalls für 13,99 € zu bekommen.

    Link: http://www.amazon.de/Im-Irdischen-das-Himmlische-Mitteldeutschland/dp/B0062Z1Z7Y

    Herzliche Grüße
    Volker

    Gefällt mir

    Antwort
  3. yo21031685

    Lieber Volker!

    Danke für den Hinweis! Und siehe da, bei Amazon gibt es auch die DVD “ JSB – Der liebe Gott der Musik“. Wer also keine Zeit hat, den Film morgen Nacht auf MDR live zu sehen, kann sich auch die DVD besorgen:
    http://www.amazon.de/Johann-Sebastian-Bach-Geschichte-Mitteldeutschlands/dp/B0052I3Y6W/ref=pd_sim_d_4
    Das Cover ziert ein alter Bekannter, Thomaskantor Biller hat ja schon öfter Bachs Rolle übernommen.

    Liebe Grüße
    Yo

    Gefällt mir

    Antwort
  4. Karin Raschke

    Hallo Volker,
    ich habe leider die Sendung „Wovon ich sing und sagen will“ verpasst. Auf der Suche nach einer Wiederholung bin ich auf Ihre Seite gekommen. Als Mutter eines ehem.Thomaners interessiert mich sowas natürlich… Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Karin R.

    Gefällt mir

    Antwort
  5. Volker Autor

    @Karin hatte nach dieser Sendung nachgefragt:

    MDR FERNSEHEN – Mittwoch, 31.10.2012

    um 23:30 Uhr bis 00:30 Uhr

    “Wovon ich sing’ und sagen will….”

    Eine musikalisch-religiöse Reise durch “Mitteldeutschland”
    —————————————————————————

    Auf YT ist eine Wiedergabe zu finden:

    Link: http://www.youtube.com/watch?v=LxdTW3ALUl8&feature=youtu.be

    Viel Vergnügen und allen ein schönes Wochenende.

    Grüße
    Volker

    Gefällt mir

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s