Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „18. Sonntag nach Trinitatis“

—————————————————————————————————————————————————–

Die neue Woehl-Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig geweiht in 2000

Die neue Woehl-Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig geweiht in 200

Die WoehlBach-Orgel in der Thomaskirche in Leipig.

Die Scheibe-Orgel der zerstörten Pauliner- und Universitätskirche Leipzig wurde von J.S.Bach getestet und bekam das Gütesiegel des Thomaskantors. Auf ihr wurde optisch das Orgelprospekt fussend – die neue Woehl-Orgel der Thomaskirche nachgebaut. Eine Vorgabe für den Neubau war die von Bach bekannte Sterzing-Orgel aus der Georgenkirche in Eisenach, dass Bachs Toccaten, Präludien, Fugen, Choralvorspiele und Trios in möglichst authentischer Gestalt erklingen können und nach den Prinzipien des mitteldeutschen Orgelbaus im 18. Jahrhundert erbaut wird.

Historisches zur ehemaligen Sterzing-Orgel in der Georgen Kirche in Eisenach:

Auf Betreiben Johann Christoph Bachs kam es nach 1696 zu einem Neubau durch den aus Ohrdruf stammenden Orgelbauer Georg Christoph Sterzing. Das Ringen um den Bau und die Disposition dieser Orgel hat möglicherweise das Wissen des jungen Johann Sebastian Bach um das Wesen der Orgel sowie sein Klangideal wesentlich beeinflusst. Die 1707 fertiggestellte Sterzing-Orgel hatte 58 Stimmen.

Wie alle Leipziger-Orgeln der Bach-Zeit ist die neue Orgel im Chorton gestimmt. (465 Hz.) Als eine Besonderheit besitzt sie eine Kammerkoppel, die das ganze Werk um zwei Halbtöne nach unten transponiert.Die tiefe Kammertonstimmung (415 Hz) ermöglicht das Zusammenspiel mit barocken Streich- und Blasinstrumenten. Die Bauausführung der neuen Bachorgel lag in den Händen von der Orgelwerkstatt Gerald Woehl aus Marburg.

Zur adäquaten Wiedergabe Bach’scher Orgelwerke bedarf es in besonderer Weise der vielfältigen Einzelklangfarben, einer sensiblen, alles übermittelnden Spieltraktur und eines immer richtig reagierenden Orgelwindes. Erst durch das musikalische Ineinandergreifen dieser drei Bereiche kann Bach’sche Orgelmusik ihren vollendeten Ausdruck finden – die innige Zwiesprache zwischen der Seele und dem Geistigen. Das im Chorton gestimmte Instrument kann Bachs Orgelmusik in ihrer ganzen Monumentalität und Klangpracht erlebbar machen.

Die Bach-Orgel kann aber je nach Anforderung, zum Beispiel bei Aufführungen von Kantaten, vollständig mit ihrem ganzen Registerfundus von der Farbigkeit eines Kantatenorchesters einen ganzen Ton tiefer im Kammerton gespielt werden. Für die zukünftige Musik in der Thomaskirche werden so Möglichkeiten geschaffen, die einzigartig in der Welt sind.

(Textauszüge: Woehl-Orgelbau)

————————————————

Video von der neuen Woehl-Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig

.

.

———————————————————————————————————————————————————

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 07.10.2012 begehen wir den 18. Sonntag nach Trinitatis

Der 18. Sonntag nach Trinitatis ist bestimmt vom Evangelium über das „höchste Gebot“, das sowohl von der Gottesliebe als auch der Nächstenliebe redet. Dies gibt uns erneut Gelegenheit, über das Verhältnis der Christen zum jüdischen Volk nachzudenken, denn dieses höchste Gebot stammt in seiner zweifachen Ausrichtung vollständig aus der jüdischen Tradition. Allerdings haben die anderen Texte nicht immer das „höchste Gebot“ im Sinn, sondern reden auch von der Nachfolge im Allgemeinen. Der alttestamentliche Text ist die Perikope mit den „10 Geboten“ Am 18. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Antwort Jesu auf die Frage, was das höchste Gebot sei, als das Gebot, nach dem wir unser Leben ausrichten sollen. Es ist nicht leicht, diesem Gebot in jeder Situation zu folgen, und wir erfahren oft, dass wir an Gott und unserem Nächsten schuldig werden. Um so wichtiger ist für uns, dass einer dieses Gebot vollständig erfüllt hat: Jesus Christus.

.

Wochenspruch: 

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Joh 5, 4c)

Wochenlied: 

„Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“  (EG 397)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

.

.

—————————————————————————————————————————————————

Bach-Kantaten für den 18. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV    96  –  „Herr Christ, der einge Gottessohn“

BWV  169 –   „Gott soll allein mein Herze haben“

——————————————————————————————————————————————————-

R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

.

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

..

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

.

———————————————————————————

.

WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

.

Johann Sebastian Bach

BWV 169 „Gott soll allein mein Herze haben“

Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis

für Alt, obligate Orgel, 3 Oboen, Streicher und Basso continuo;

Bernarda Fink, Mezzosopran;

Freiburger Barockorchester,

Leitung: Petra Müllejans

.

—————————————————————————————————————————————————–

.

NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html .

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html .

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

..

________________________________________

.

NDRKultur – Auszüge aus dem Programm: .

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 169 „Gott soll allein mein Herze haben“

Marianne Beate Kielland, Alt

Bach Vocalensemble Köln / Kölner Kammerorchester

Leitung.: Helmut Müller-Brühl

.

—————————————————————————————————————————————————

.

SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

..

——————————————————————————

.

SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach: 

BWV 96 –  „Herr Christ, der einge Gottessohn“

Edith Mathis (Sopran)
Trudeliese Schmidt (Alt)
Peter Schreier (Tenor)
Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton)

Münchener Bach-Chor und Orchester

Leitung: Karl Richter

.

—————————————————————————————————————————————————

Neuer Sender..!!

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

.

Programm: 

http://www.sr-online.de/sr2/1356/

.

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

.

Für Klassik- und Jazzfreunde bietet SR 2 KulturRadio

ein Recherche-Werkzeug für Musikstücke an.

Bis zu drei Tage zurück reicht das neue Online-Archiv

der gespielten Titel bei SR 2 KulturRadio.

Außerdem ist die Musikliste bis zur aktuellen Stunde zu sehen.

Link: 

http://musikrecherche.sr-online.de/sr2/

.

————————————————————

.

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag, 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 96 „Herr Christ, der einge Gottessohn“

Kantate am 18. Sonntag nach Trinitatis,

Deborah York, Sopran
Franziska Gottwald, Alt
Paul Agnew, Tenor
Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Leitung: Ton Koopman

.

——————————————————————————————————————————————————-

.

rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr .

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

.

————————————————————————————–

.

rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen

Der Sopranistin Adele Stolte zum 80. Geburtstag am 12. Oktober

.

—————————————————————————————————————————————————

.

mdr – figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

.

———————————————————————————

.

mdr – figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Johann Sebastian Bach:
.
6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
.
800 Jahre Thomana .
.
06:30 Uhr Kantate
.

Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 47 – „Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden“

Adele Stolte, Sopran; Günther Leib, Bariton

Thomanerchor Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Kurt Thomas 

.

—————————————————————————————————————————————————
 
Bayern-Klassik
.
Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
.
.
..
.
Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
..
.
.
oder
.
.
.
——————————————————————————————-
..
Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
.
.
Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
.
Die Bach-Kantate:
 .
Johann Sebastian Bach:

BWV 117 „Sei Lob und Ehr‘ dem höchsten Gut“

Kantate zum Erntedank,

Mechthild Georg, Alt; Adalbert Kraus, Tenor;

Andreas Schmidt, Bass; Gächinger Kantorei Stuttgart;

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Leitung: Helmuth Rilling

.

—————————————————————————————————————————————————————————————–
..
Videos mit Bach-Kantaten zum 18. Sonntag nach Trinitatis
.
.
—————————————————————————————————————————————————
.

/ YouTube: BWV 96 –   „Herr Christ, der einge Gottessohn“  –  (Interpret: Harnoncourt)

.

.

.—————————————————————————————————————————————————

/ YouTube: BWV 169 –  „Gott soll allein mein Herze haben“ –  (Interpret: Harnoncourt)
.

.

—————————————————————————————————————————————————

.

Kantate BWV 117  für verschiedenen Bestimmungen evtl. u.a. zum Erntedankfest:

.

/ YouTube: BWV 117 –  „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ – (Interpret: Leonhardt)

.

.

————————————————————————————————————————————————-

.

In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach und aus der Bach-Familie vor..!!

————————————————————————————–

.

Wilhelm Friedemann Bach (1714 – 1784) – war der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach.

.

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

.

Wilhelm Friedemann Bach wechselte 1746-1770 nach Halle a.d. Saale zur Marktkirche Unserer Lieben Frauen. Sein Pflichtenkreis war  umfangreicher als in Dresden: zu hohen Festtagen und Sonntagen mußten die drei Hauptkirchen (Liebfrauen-, St. Ulrich-, St. Moritzkirche), an kleineren  Festtagen die Liebfrauenkirche mit Kantaten versehen werden. Ihm standen auch Stadtmusiker und ein Collegium Musicum zur Verfügung. Seine Stellung ähnelte  derjenigen seines Vaters in  Leipzig; auch den Titel „Director Musices“ führte er. Zu Pfingsten 1746 führte er seine erste Kantata „Wer mich  liebet“ auf. Ca. 20 Kantanten sind aus dieser Zeit erhalten. Wilhelm Friedemann Bach hatte dort ausgezeichnete Schüler  herangebildet. (Johann Samuel Petri,  Friedrich Wilhelm Rust). 1764 gab er sein Amt in Halle auf. Seither lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1770 zog er nach Braunschweig, im Frühjahr 1774 nach Berlin wo er dort am 1. Juli 1784 verstarb.

.

Video-Trailer W.F. Bach-Cantatas:

.

.

———————————————————–

.

Die DVD mit den Vokal-Werken von Wilhelm Friedemann Bach ist bei Amazon erschienen..!!

.
Link:

hier   – >>> k l i c k e n <<<

.

———————————————————————————-

Viele seiner Werke galten lange als verschollen. Seit den 1990er-Jahren liegen zunehmend mehr Einspielungen vor. Der Harvard-Professor Christoph Wolff trug 1999 mit seiner Entdeckung umfangreicher bis dahin verschollener Bestände des Archivs der Singakademie Berlin in Kiew zu einer Erweiterung der Anzahl der bekannten Noten Bachs bei. Im Jubiläumsjahr 2010 veröffentlichte das Bach-Archiv Leipzig eine elfbändige Gesamtdokumentation mit Unterstützung des Packard Humanities Institute in Los Altos, Kalifornien. Im selben Jahr begann eine CD-Ausgabe der vollständigen Werke des Komponisten unter Verwendung des wiederentdeckten Materials aus dem Archiv.

.

Info Web-Link: http://www.wfbach.de/

.

—————————————————————————————————————————————————

.

CD’s – Bach-Kantaten 
.
für den  17. Sonntag und 18. Sonntag nach Trinitatis
.

Cover:  SDG 159 –  Vol. 9

.

————————————————————————————————-

.

CD-Bestellung 


Link:   CD  Bach-Kantaten – 

SDG 159 – Vol. 9

.

Aufführungsorte: Kantaten für den 17. und 18. Sonntag nach Trinitatis“ 

CD 1 – Allhelgonakyrkan, Lund am 14. Oktober 2000

CD 2 – Thomaskirche, Leipzig am 22. Oktober 2000

.

————————————————————————————————
.

CD –  e i n s  – Inhalte: Kantaten für den „17. Sonntag nach Trinitatis“

 
BWV  47  “Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedrigt werden“ 
Gardiner Pilgrimage CD – SDG 159 – Vol.  9 – CD  1

.

BWV 114 “Ach, lieben Christen, seid getrost

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 159 – Vol.  9 – CD  1

.

BWV 148 “Bringet dem Herrn Ehre seines Namens

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 159–  Vol. 9 – CD 1

.
BWV 226 Motette “Der Geist hilft unser Schwachheit auf
.
Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 159–  Vol. 9 – CD 1
.

————————————————————————————–

.

CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für den „18. Sonntag nach Trinitatis“ 

.

BWV  96  – „Herr Christ, der ein’ge Gottessohn“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9  – CD 2

BWV 116 – „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9 – CD 2

BWV 169 – „Gott soll allein mein Herze haben“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9 – CD 2

BWV 668 – „Vor deinen Thron tret ich hiermit“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9 – CD 2

….

—————————————————————————————————————————————————

.

.Kantaten für den 18. Sonntag nach Trinitatis 
.
Thomaskirche, Leipzig am 22. Oktober 2000
.
Kantaten-Beschreibung: BWV 169  Gott soll allein mein Herze haben
.
Dann folgte BWV 169 „Gott soll allein mein Herze haben“,
die letzte und, meiner Meinung nach, in sich stimmigste und schönste Arie von Bachs Kantaten für Alt solo. Wie BWV 35, sechs Wochen zuvor aufgeführt, enthält sie Sätze aus einem früheren Instrumentalkonzert, das für obligate Orgel eingerichtet wurde. Hier sind es das Präludium und die zweite Arie (Nr. 5), die ihren Ursprung in dem verloren gegangenen Werk hatten, das möglicherweise für Oboe, Flöte oder Oboe d’amore bestimmt war und das Bach später zu dem bekannten Cembalokonzert E-dur, BWV 1053 umarbeitete. (Es kann auch als echtes Orgelkonzert, das Bach für die Einweihung der neuen Silbermannorgel 1725 in der Dresdener Sophienkirche geschrieben hatte und bei dieser Gelegenheit selbst spielte, wieder aufgetaucht sein.) Die umfangreiche Sinfonia, die das Werk einleitet und drei neue, teilweise unabhängige Stimmen für Oboen enthält, gibt der Kantate zusätzliches Gewicht. Der Satz für obligate Orgel ist hier sehr viel sicherer und überzeugender als zum Beispiel in Vergnügte Ruh BWV 170. Bach-Forscher haben sich bisher noch nicht mit der Frage befasst, ob Bach für die sechs Kantaten für Solostimme, die er im Vorfeld des Advents 1726 komponierte, die Libretti selbst unter dem Aspekt ausgesucht hat, ob sie sich für eine vokalsolistische Verarbeitung eignen, in welchem Maß er in ihren Aufbau eingegriffen haben könnte oder ob ihm die Texte von den Geistlichen vorgeschrieben wurden und ihm, da sie die Frömmigkeit des einzelnen Menschen behandeln, keine andere Wahl ließen, als sie als Solowerke zu verarbeiten.
.
In seiner andächtigen Klarheit und äußeren Schlichtheit dürfte das erste vokale Arioso auch den im armseligsten Büßerhemd wandelnden Pietisten in Leipzig zugesagt haben. Es beginnt mit einem Motto im Basso continuo, das dann zur Altstimme weitergereicht wird und sich wie ein Rondomotiv verhält, indem es den unterschwelligen Bezug des anonymen Librettos auf das Sonntagsevangelium umrahmt, das Gottes Liebe zum Thema hat, und in freier Umkehrung am Anfang der ersten Arie (Nr. 3) erscheint, während das verzierte Orgelobligato im Menuettrhythmus fortfährt und vorwiegend diatonisch bleibt. Eine enge Zusammenarbeit Bachs mit seinem Librettisten bei der Formulierung dieses Mottos, so meint Dürr, sei die Voraussetzung gewesen, um eine übergreifende Einheit zu schaffen, die von einem einzelnen rhetorisch abgeleiteten Gedanken (propositio) herrührt, der einen implizierten Dialog zwischen dieser Figur – dem wiederholten Textabschnitt ‚Gott soll allein mein Herze haben’ – und ihrer Ausdeutung (confirmatio) erlaube, die sie im Rezitativ erfährt. Es ist ein hervorragendes Beispiel für Bachs Geschick, den Ermahnungen zeitgenössischer Musiktheoretiker nachzukommen – so Mauritius Vogt, der dafür plädierte, den ‚Text an sich zu reißen’ (1719), damit ein textbezogener musikalischer Ausdruck erreicht werden könne, der laut Johann David Heinichen (1711) das ‚wahre Ziel der Musik’ sei. Die sanfte Stimmung beharrlicher Frömmigkeit, die auf der Beachtung des doppelten Gebotes Christi basiert, steht in äußersten Gegensatz zu der Strenge und unvergesslichen Eindringlichkeit, mit der Bach diese Gebote drei Jahre früher in Du sollt Gott, deinen Herren, lieben BWV 77 verkündet hatte.

Außerordentlich eindrucksvoll ist auch, wie Bach dem bereits vorhandenen Siciliano für Streicher (Nr. 5), dem langsamen Satz seines früheren Konzertes für Oboe oder Orgel oder Cembalo, eine völlig neue Gesangslinie hinzufügt. Mit ihrem Thema des Abschieds vom weltlichen Leben, ihrem unregelmäßigen Satzrhythmus und Reimschema gibt sie David Schulenbergs Behauptung Gewicht, der Text müsse zur Verwendung in dem vorhandenen Contrafactum eigens geschrieben oder zumindest adaptiert worden sein. Sie ist ebenso kunstfertig gestaltet und mit jeder Note ebenso gelungen wie in seinem Cembalokonzert in Wir müssen durch viel Trübsal BWV 146, dessen Grundstock er um vier neue Gesangslinien erweitert hat. Dieser ausgedehnten Zurückweisung weltlicher Versuchungen zugunsten der Liebe Gottes folgt im Rezitativ (Nr. 6) eine kurze Erinnerung an das zweite Gebot (‚Doch meint es auch dabei mit eurem Nächsten treu’), das gewissermaßen als nachträgliche Betrachtung eingeschoben ist und als Präludium dient zu einem Gebet der Gemeinde, der dritten Strophe von Luthers Choral ‚Nun bitten wir den Heiligen Geist’ (1524). 

————————————————

Zu Bachs Zeit bestimmte der lutherische Kirchenkalender mit den beiden großen Festen Ostern (beweglich) und Weihnachten (unbeweglich) über Anlage und Inhalt der Kantatensammlungen. Die Trinitatiszeit musste deutlich vier Wochen vor Weihnachten enden, so dass in einem Jahr wie 1724, als Ostern spät fiel, von den siebenundzwanzig möglichen Sonntagen nach Trinitatis vor Beginn des Tempus clausum, der ‚geschlossenen Zeit’ zwischen dem ersten Adventssonntag und Heiligabend, in der keine Kantaten oder Konzerte aufgeführt werden durften, nur fünfundzwanzig Sonntage übrig blieben.

Das bedeutete im Jahr 2000, dass wir die Kantaten, die von Bach für das Ende der Trinitatiszeit erhalten sind, irgendwo in unseren früheren Programmen unterbringen mussten.

So ergab sich bei unserem Konzert in Leipzig die Möglichkeit, die herrliche Choralkantate:

BWV 116 „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“

einzufügen, die am 26. November 1724 als letzte Kantate der Trinitatiszeit in Bachs zweitem Jahrgang aufgeführt worden war………………

(weitere Angaben dazu in Gardiners – Reisetagebuch)

© John Eliot Gardiner 2009

.
Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch
.
Übersetzung: Gudrun Meier
.
.
——————————————————————————————
.
Video vom BWV 116 „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“
.
.

—————————————————————————————————————————————————

..

Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum „17. und 18. Sonntag nach Trinitatis“

.                  .                    

Gardiner Reisetagebuch SDG 159  – zum Download als PDF 

..

  Künstler-Beitrag:  Katharine Fuge, Sopran  – zum Download

..

——————————————————————————————————————————————————–……………………………………………………………………………………………………………………………………………

.
..
 
..Link:  >> Filme-Klangquartier <<  – Wissenswertes vom Klangquartier Leipzig! –
…………………
…………..                  …….
.
—————————————————————————————————————————————————
.
Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
.
vom 14.06.2013 – 23.06.2013
.
.
Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
.
.
Hermann Max  – („Auferstehung und Himmelfahrt“ mit der Rheinischen Kantorei  u.a. mit James Gilchrist – Tenor,
.
am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr) – 
.
werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
..
Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner und dem Freiburger-Barockorchester
.
im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
..
.
Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
.
Die nachstehenden Termine..!!
.
.
Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
…………..
Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
………
BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und
.
BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
.
Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
Link: 
.
.
.
—————————————————————————————————————————————————
.
Am Sonntag, 02.9.2012 sendete das Schweizer Fernsehen (SF1)  die folgende Sendung:
.
„Sternstunde Religion Mit Bach von Leipzig bis Trogen – Unterwegs mit Rudolf Lutz“
.
Eine Reportage von Judith Hardegger und Christian Walther
.
Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Wenn Rudolf Lutz Bach spielt, Bach dirigiert oder Bach erklärt, ist er in seinem Element. Der Schweizer Organist, Cembalist, Dirigent und Komponist ist der künstlerische Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen und damit die Schlüsselfigur eines gigantischen Musikprojekts. Im appenzellischen Trogen bringt er seit fünf Jahren jeden Monat mit hochkarätigen jungen Musikern eine Bachkantate zur Aufführung.

.
Die geplante Gesamtaufführung des Vokalwerks von Johann Sebastian Bach wird noch weitere 20 Jahre in Anspruch nehmen. Was macht für Rudolf Lutz die Faszination von Bachs Musik aus? Wie vermittelt er sie? Und was verbindet ihn mit Bach als Person? Judith Hardegger und Christian Walther blicken in ihrem Filmbeitrag hinter die Kulissen und begleitet den Barockspezialisten und Ausnahmekünstler an verschiedene Orte seiner Tätigkeit: zu den Proben und Kantatenaufführung in Trogen, an die Hochschule für Alte Musik Basel, wo er Improvisation unterrichtet, und dorthin, wo J.S. Bach lange Zeit gewirkt hat: in die Leipziger Thomaskirche.
.
Diese Sendung ist in der Mediathek von SF1 (Schweiz) im Internet weiterhin unbegrenzt aufrufbar.
.
Link für das Internet – Fernsehen:
.
.
.
.
————————————————————————————————————————————————–
.
800 Jahre Thomanerchor – Singen für Gott und die Welt.
.
Die Thomaner !
.
„Einmal Thomaner, immer Thomaner“, sagen die Mitglieder des Chores, ganz gleich, ob sie es gerade sind oder einmal waren. Bis sie 18 sind, leben sie für die Musik: Proben, Singen in Kirchen und Konzertsälen, Reisen in die ganze Welt.
Dazu kommen Medienauftritte und CD-Aufnahmen. Dabei sind sie aber auch „ganz normale“ Schüler, Kinder, Jugendliche. Sie spielen Fußball, tummeln sich bei Facebook, verlieben sich. Sie leben im Internat, das bei ihnen „Alumnat“ heißt, so wie es schon die Thomaner vor 800 Jahren taten, als die Thomasschule als erste öffentliche Schule Deutschlands gegründet wurde. Leben, lernen und singen, das war und ist das Konzept, bis heute. Mit Johann Sebastian Bach ist der Thomanerchor nachhaltig in die Geschichte eingegangen. Noch immer singen die Thomaner jeden Freitag, Samstag und Sonntag Motetten und Kantaten. Viele davon stammen aus der Feder des einstigen Thomaskantors Bach.
.
„Er ist mein persönlicher Lieblingskomponist, um das gleich klarzustellen“, sagt der zwölfjährige Paul Vogel. Er ist einer der drei Jungen, die im Mittelpunkt des Films zum Jubiläum des Chores stehen. Mit ihnen wird der Alltag der Thomaner erlebbar: ihr Leben im sogenannten „Kasten“, der eine Welt für sich ist und nun umgebaut wird, damit er den Bedürfnissen im Heute entspricht; die Probenarbeit mit Thomaskantor Georg Christoph Biller, dem der große Name seines Vorgängers Bach nicht immer nur Ansporn und Freude war; gemeinsame Mahlzeiten, Unterricht. Der Film blickt hinter die Kulissen des Thomanerchors und zeigt, dass die Jungs nicht nur die braven „Engelsgesichter“ in Matrosenanzug und mit Krawatte, sondern auch laut, frech und fröhlich sind, dass sie gläubig sind oder auch nicht und wie alle Jugendlichen ihren persönlichen Weg suchen.
.
Der Film ist eine Entdeckungsreise in Vergangenheit, Gegenwart und in eine mögliche Zukunft des Chores, der sich den Veränderungen der Zeit anpassen muss, dabei aber seine 800-jährige Tradition und die hohe Qualität des Musizierens bewahren will.
(MDR 2012.03.25)
—————————————————————
.
Video „800 Jahre Thomaner“
.
————————————————————————————————————————————————–.
.
—————————————————————————————————————————————————-
.
Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag!“
.
Herzliche Grüße
Volker
...
—————————————————————————————————————————————————
.
Advertisements

2 Gedanken zu „Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „18. Sonntag nach Trinitatis“

  1. herford2

    Liebe BachfreundINNEN!

    „Gott soll allein mein Herze haben“-, mit dieser Alt-Solo-Kantate BWV 169 hatte WDR 3 um 9.05 Uhr m.Mg. nach seine Sendung gerettet! Die Redaktion setzte damit einen Höhepunkt. Dann gab es noch mit Giacomo Carissimi einen respektablen Italiener und dann folgte noch ein Franzose.
    Ich finde es aber besser, wenn die Redaktion dieser Sendung beim Thema der gespielten Bach-Kantate bleibt. Damit bleibt sie auch am ‚Proprium‘ des gemeinten Sonntags.

    Da ich die Alt-Solo-Kantate BWV 169 seit meinem Kurrende-Singen in Wiesbaden kenne, habe ich mir dann noch die zweite Kantate für diesen Sonntag ‚Herr Christ, der einig Gottessohn‘ BWV 96 in der Aufnahme von Gardiner angehört.

    Der Eingangschor (1) erinnert mich gleich an die Kantate „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (BWV1). Im Januar dieses Jahres hatten einige blog-Mitglieder in einer Bach-Werkstatt an dieser Kantate gezimmert.

    Und bereits damals war unvergesslich für mich. Was? Na ja-, da glitzert und flimmert ER wieder, funkelt und spielt mit den Lüften. Wer? Na eben der MORGENSTERN? Dieser tanzt quasi über der Choralmelodie von Elisabeth Creutzinger (1524) und es scheint mir, als hätte Bach diese ‚tanzende Melodie der Flauto Piccolo‘ zweimal verwendet. Stimmt! Ein Nachsuchen im ‚Dürr‘ (I,468f+546f) klärt mich auf. Salopp gesagt:

    Bach hatte am 25.3.1725 -, als er BWV 1 komponierte, noch seine ca.ein halbes Jahr früher (8.10.1724) komponierte Idee vom ‚Morgenstern‘ im Kopf. . Beide Kantaten (BWV 1 + 96 ) entstammen dem Choraljahrgang 1724/25. Da brauchte Bach keinen Computer-Suchdienst. Vielmehr zog er ein halbes Jahr später mit gekonntem Griff die passenden Noten aus seinem ‚phänomenalen‘ Notenschrank heraus.

    Dann weiter zu BWV 96. Die dem Eingangschor folgenden Arien sind lautmalerisch (Seile der Liebe = 3); (wanken zwischen rechts und links = 4) ‚erste Sahne‘ und prägen sich deshalb gut ein.

    Zum Abschluß hatte ich also neben dem Musikgenuß noch was ganz Persönliches von Bach gelernt: Bach hatte-, wie wir mit dem MORGENSTERN-MOTIV gehört hatten, seine Melodien (selbstverständlich) im Kopf.

    Für uns könnte das Gleiche gelten:

    Bach’s Melodien können uns begleiten, nicht nur im CD-Player, sondern gerade im Alltag: eben im Kopf.

    Ich hoffe, jetzt nickt Ihr alle .

    Gruß

    Adamo

    Gefällt mir

    Antwort
  2. Volker Autor

    Lieber Wolfgang,

    Du spielst hier leider den Alleinunterhalter mit persönlichen und sehr interessanten Kommentaren zu den sonntäglichen Bach-Kantaten und möchte dir für deinen Mut, der leider n i c h t belohnt, wird von ganzem Herzen Dank sagen.

    Diesen Dank erfahre ich persönlich nur noch im Internet auf meiner FB-Bach-Seite – wohin ich meine Beiträge verlinke. Hier bekomme ich den Ansporn, weiter zu machen und meine Sonntags-Beiträge ebenfalls bei FB zu veröffentlichen weil dort die Resonanz für mich erfolgt und nicht im Blog.

    Deinen Kritikpunkt zu den Radiosendern, die Sonntags die Bach-Kantaten ausstrahlen, kann ich teilweise nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach bemühen sie sich, "Geistliche Musik" im Sinne des Sonntags entsprechend zu senden. Es gibt einen Knopf zum Ausschalten, falls man sich durch die weitere Musiksendungen gestört fühlen sollte.

    Meinen Bericht zu den Bach-Kanten aus dem Konzerthaus der HfM Detmold werde ich noch verfassen und veröffentlichen.

    Wünsche dir eine wunderschöne Herbstwoche

    und liebe Grüße
    Volker

    Gefällt mir

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s