Radiotipps 14.5. – 17.5.2012



14.5.

NDR kultur
20:05 Uhr – 22:00 Uhr

NDR Sinfonieorchester
Oratorien

Solisten:
Barbara Bonney und Dorothea Röschmann, Sopran
Eirian James, Mezzosopran / Petra Lang, Alt
Christoph Prégardien und Michael Schade, Tenor
Olaf Bär, Bariton / Cornelius Hauptmann, Bass
Wolfgang Knauer, Erzähler
NDR Chor
Dirigent: John Eliot Gardiner

Robert Schumann: Das Paradies und die Peri, weltliches Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 50
Aufzeichnung vom 26.2.1993 in der Laeiszhalle Hamburg

Was Robert Schumann an Thomas Moores Dichtung „Das Paradies und die Peri“ fesselte, ist der Reichtum an Stimmungen und an Gefühlsüberschwang, der die Handlung um die sündige, um Erlösung ringende Peri einhüllt. Sündig geworden und aus dem Paradies gewiesen, steht Peri vor Edens Tor, voll Sehnsucht um Rückkehr bittend. Liebe, Reue, Erlösung – drei zentrale Themenkreise der Romantik sind hier angesprochen. Dreimal schweift Peri durch die Welt – nach Indien, Ägypten und Syrien, und bietet dar, was sie findet, zweimal vergebens: den letzten Blutstropfen eines sterbenden Freiheitshelden und den letzten Seufzer eines Mädchens, das freiwillig dem von der Pest dahingerafften Geliebten folgt. Erst die Reuetränen eines lasterhaften Menschen, der in einem betenden Knaben sein einstiges Ebenbild entdeckt, verschaffen der Peri erneut Zugang zum Paradies.

Robert Schumann war sich der Originalität und des Wertes seiner an Einfällen schier überquellenden Komposition sicher. Der jahrzehntelang andauernde Erfolg seiner Peri-Vertonung hat ihm recht gegeben.

John Eliot Gardiner hat das weltliche Oratorium im Februar 1993 mit exzellenten Solisten in Hamburgs Laeiszhalle zur Aufführung gebracht.


17.5.

HR2
20:05 Uhr – 21:30 Uhr

Das Ensemble „Europa Galante“ spielt Bach
Leitung: Fabio Biondi

1. Orchestersuite C-Dur BWV 1066
3. Orchestersuite D-Dur BWV 1068
2. Orchestersuite h-Moll BWV 1067
4. Orchestersuite D-Dur BWV 1069
(Aufnahme vom 4. April 2011 im Palau de la Música Catalana in Barcelona)

Die vier Orchestersuiten von Johann Sebastian Bach sind, anders als die sechs Brandenburgischen Konzerte, kein zusammenhängender Zyklus. Auch über die Entstehungszeit und die Entstehungsbedingungen, die Auftraggeber und die Anlässe für die einzelnen Werke besteht bis heute keine Klarheit. Als musikalisches Vorbild gelten die Ouvertüren Jean-Baptiste Lullys. Der französische Hofkomponist von Ludwig XIV. hatte sie seinen Balletten vorangestellt. So sind es auch Tanzformen wie Courante, Sarabande oder Gigue, auch Bourée, Gavotte und Menuett, aus denen Bachs Orchestersuiten bestehen. Ob er drei von ihnen für den Hof von Weimar oder von Köthen schrieb, wo er von 1708 bis 1717 bzw. 1717 bis 1723 Hofkomponist war, wissen wir nicht. Bekannt hingegen ist, dass er alle vier Suiten gern mit dem Leipziger Collegium Musicum im Zimmermannschen Kaffeehaus aufführte. Auch heute noch gehören die vier Orchestersuiten, auch Ouvertüren genannt, mit ihrer Virtuosität, konzertanten Eleganz und ihrem zum Teil festlichen Glanz zu den beliebtesten weltlichen Orchesterwerken Bachs.

„Europa Galante“, das von Fabio Biondi gegründete und nach wie vor geleitete Ensemble, gilt als eines der führenden italienischen Barockorchester.

hr2-kultur sendet die Aufnahme des Konzerts vom 4. April 2011 im Palau de la Música Catalana in Barcelona.



 

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