Radiotipps 19.3. – 25.3.2012

Links zu den Radiosendern sind auf der Seite WebRadios zu finden:

Ausnahmsweise werden die Radiotipps diesmal nicht nach Datum sortiert. Ich ziehe eine ganzen Block von Sendungen zum Thema „800 Jahre Thomanerchor“ vor.
Jenseits der Thomaner gibt es natürlich auch interessante Sendungen. Zuerst der letzte Teil einer interessanten Serie über die historische Aufführungspraxis, dann eine kurze Sendereihe über das Abenteuer Gambenspiel und zuletzt für alle Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder und alle Junggebliebenen einen anderen Einstieg in Bachs Matthäuspassion.

19.3..

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NDR
13-14
Klassik à la Carte
800 Jahre Thomanerchor

Eva Maria Lemke im Gespräch mit Christoph Biller und Tobias Künzel

Georg Christoph Biller ist der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach.So ein Jubiläum ist selten: Ein Knabenchor wird 800 Jahre alt.

Der Thomanerchor Leipzig steht in Gänze für das große Wort „Tradition“. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Trinität von „Singen, Lernen, Glauben“ aufrechterhalten. Auch der heutige Thomaskantor Georg Christoph Biller sieht sich und sein Wirken als Chorleiter in dieser Tradition.

Doch der Chor hat auch ganz ungewöhnliche Laufbahnen, abseits der rein klassischen Wege, hervorgebracht. Die Mitglieder der „Prinzen“ – einer der beliebtesten deutschen Popgruppen – haben sich einst im Thomanerchor kennengelernt. Tobias Künzel sang hier ab 1973.

„Wir sind nichts Besonderes, aber wir tun etwas Bedeutendes“
Auch der Musiker Tobias Künzel, einer der „Prinzen“, war bei den Thomanern.Als der 1964 geborene Tobias Künzel zu den Thomanern kam, war Georg Christoph Biller bereits in der 12. Klasse. Als Neuling von Heimweh geplagt, erinnert sich Tobias Künzel noch gut an das Verständnis und die Fürsorge der älteren Schüler: „Die Älteren habe immer Verantwortung für die Jüngeren übernommen“, sagt Künzel. Die Musik erwies sich wieder einmal als prägend fürs ganze Leben: Tobias Künzel studierte nach seinem Abitur Musik (Schlagzeug und Gesang an der Musikhochschule Leipzig), heute ist er neben seinen musikalischen Aktivitäten noch Gastdozent für Popmusik an mehreren Hochschulen.

Georg Christoph Biller, geboren 1955, ist nunmehr der 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach. Er studierte im Hauptfach Dirigieren an der Leipziger Hochschule für Musik und leitete von 1980 bis 1991 den Chor des Leipziger Gewandhauses.

Über seinen Job als Thomaskontor hat Georg Christoph Biller einmal gesagt: „Wir sind nichts Besonderes, aber wir tun etwas Bedeutendes“. Das Arbeitspensum ist „riesengroß“. Neben den schier endlosen Proben singt der Chor dreimal wöchentlich in blau-weißen „Kieler Blusen“ in der Thomaskirche, macht Fernsehproduktionen und geht auf weltweite Konzerttourneen.

Über ihre Kindheit im Internat, die Identität eines Thomaners und darüber, wie man die Institution „Thomanerchor“ zukunftssicher und modern gestalten kann, spricht Eva-Maria Lemke mit Georg Christoph Biller und Tobias Künzel ausführlich in „Klassik à la carte“.

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20.3.

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mdr figaro
20:05-22:00
800 Jahre THOMANA – glauben, singen, lernen

Im Jahr 2012 werden Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule auf ihr 800jähriges Bestehen zurückblicken – drei Institutionen Leipzigs, drei Säulen kulturellen Lebens, die sich auch heute ihrem Auftrag stellen: Glauben zu leben, Musik und Kultur zu gestalten, Menschen zu bilden.
In der Sendung blicken wir auf die lange Tradition des Thomanerchores zurück, berichten vom Festakt „800 Jahre THOMANA“ vom Vormittag in der Leipziger Thomaskirche, sind im Gespräch mit jetzigen und ehemaligen Mitgliedern des Thomanerchores und werden die Thomaner auch hören – nicht nur mit Musik des großen Thomaskantors Johann Sebastian Bach.
Moderation: Grit Schulze

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Deutschlandradio Kultur
22:00-22:30

Soli Deo Gloria –
Die Leipziger Thomasschule (1/4)
Frühgeschichte: Von der Klosterschule zum musikalischen Eliteinternat
Von Michael Maul
(Teil 2 am 22.5.12012)

Die Thomaskantoren des 17. und 18. Jahrhunderts gehörten zu den bedeutendsten Komponisten ihrer Zeit. Aber was zog diese herausragenden Künstler – allen voran den Köthener Kapellmeister Johann Sebastian Bach – in eine städtische Knabenschule und spornte sie an, hier auf höchstem Niveau kontinuierlich neue Werke zu schaffen?

Ein Repertoire, das insgesamt für die protestantische Kirchenmusik stehen sollte? Was machte die Strahlkraft der Schule aus, deren berühmter Chor schon 1648 von Heinrich Schütz als einzigartig gerühmt wurde? Und: Wie prägten die Thomaskantoren von Sethus Calvisius bis Johann Adam Hiller Schule und Chor?

In der ersten von insgesamt vier Sendungen ergründet Michael Maul auf Basis umfangreicher Quellenstudien und zahlreicher neuer Dokumentenfunde, wie es zur Etablierung des für lange Zeit einzigartigen musikalischen Profils der Schule kam. Ein Profil, dessen Ursprünge bislang im Dunkeln lagen, an dessen Etablierung aber, wie sich nun herausstellt, die Leipziger Bürgerschaft den entscheidenden Anteil hatte. Sie legte bald nach der Reformation, zu Zeiten von Kantor Calvisius, den Grundstein für die beispiellose Erfolgsgeschichte des Thomanerchors.

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22.3.

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SWR 2

20:03-21:00
Alte Musik
„Aus der Seele muss man spielen, und nicht wie ein abgerichteter Vogel“
Die wichtigsten Quellen der historischen Aufführungspraxis (7/7)
Ursprünge, Wege und Entwicklungen (7/7)
Doris Blaich im Gespräch mit Peter Reidemeister, dem langjährigen Leiter der Schola Cantorum Basiliensis

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19.3. – 22.3.

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Ö1
9:45-10:00
Radiokolleg
Die Gambe im Gepäck

Vier Musikerinnen reisen durch die Zeit . Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek

Detektivarbeit nennt die Gambistin Johanna Valencia ihr Musizieren. Denn die Musik, die sie zum Erklingen bringt, hat in den vergangenen 300 Jahren nur ein kleiner Kreis von Musikliebhabern gehört. Sie erarbeitet eine Sarabande aus Handschriftensammlung Goes, die erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde. Jede der 143 Kompositionen will enträtselt werden. Die Notationen sind die Fragmente einer musikalischen Tradition. Sie sind Bruchstücke der Erinnerung, die wieder zum Leben erweckt werden. Doch: Lässt sich die Musik der Renaissance rekonstruieren? Gibt es einen authentischen Klang? Beim Interpretieren alter Musik wird jeder Musiker zum Komponisten.
Die Gambistin Hille Perl erkennt in den Noten und Traktaten ein musikalisches Grundgerüst. Über dieses improvisieren die Musiker.
Die Komponistin Eva Reiter wiederum kombiniert den Klang dieses höfischen Instrumentes mit elektronischen Soundfiles und schlägt damit eine musikalische Brücke zwischen den Zeiten.

25.3.

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BR-klassik
17:05-18:00 (anschließend als Podcast downloadbar)

Starke Stücke für Kinder
Johann Sebastian Bach – „Matthäuspassion“
Von Sylvia Schreiber
Hörspiel in zwei Teilen (I)
Teil II: Sonntag, 1. April 2012

Leipzig, ungefähr im Jahr 1727. Heimlich schleicht Carl Philipp Emanuel Bach seinem Vater in die Thomaskirche nach, als dieser für sein neues Stück an der Orgel herumprobiert. Eine Gänsehaut bekommt er in seinem dunklen Versteck, weil die Musik zur „Matthäuspassion“, so soll das neue Stück heißen, so schaurig, so schön und so traurig ist. Aber er darf sich bloß nicht erwischen lassen, sonst gibt es ein Donnerwetter. Vater Johann Sebastian Bach, der Thomaskantor von Leipzig, kann nämlich ganz schön zornig werden – vor allem, wenn er bei der Arbeit an der Matthäuspassion gestört wird, die ihm doch so gar nicht von der Hand gehen will …

Hörspiel mit Stefan Wilkening, Stefan Hunstein, Michael Schwarzmaier, Anna Silvia Lilienfeld u.v.a.
Regie: Sylvia Schreiber
Redaktion: Leonhard Huber

Koproduktion BR-KLASSIK und IGEL-Records

Ein Gedanke zu „Radiotipps 19.3. – 25.3.2012

  1. Volker

    Danke liebe @Barbara für deine Bemühung für die Allgemeinheit die Thomaner-Sendungen gezielt hier angegeben zu haben. Sehr hörenswerte Sendungen die das Herz höher schlagen lassen.

    Liebe Grüße
    Volker

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