Radiotipps 19.12. – 24.12.11

 

19.12.

NDR
20-22
Johann Sebastian Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme, Kantate BWV 140 Gloria in excelsis Deo, Kantate BWV 191
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
NDR Sinfonieorchester Chefdirigent: Thomas Hengelbrock Solisten: Johannette Zomer, Sopran / Maximilian Schmitt, Tenor / Thomas E. Bauer, Bariton NDR Chor
Aufzeichnung vom 13.10.2011 in der Laeiszhalle Hamburg

Mit einem Weckruf und einem Gloria eröffnete Thomas Hengelbrock in seiner ersten Saison als Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters am 13. und 14. Oktober in der Hamburger Laeiszhalle gemeinsam mit dem NDR Chor die Abonnementsreihe.

Johann Sebastian Bachs Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (BWV 140) feiert die Liebe zwischen Christus und der menschlichen Seele in Worten, die auch dem Hohelied Salomons abgelauscht sind. Sein „Gloria“ (BWV 191) führte Bach an Weihnachten 1745 in Leipzig auf; in einer überarbeiteten Form ist dieses Gloria später in die h-Moll-Messe eingegangen. Solisten des Abends sind die Sopranistin Johannette Zomer, der Tenor Maximilian Schmitt und der Bariton Thomas E. Bauer.

Johannes Brahms und Bach, das war eine alte Liebe. Schon in den späten 1870ger-Jahren hatte Brahms zwei Klavierbearbeitungen von Werken Bachs angefertigt – darunter die berühmte Chaconne d-Moll. Auf der Suche nach einem Ausgangspunkt für seine neue Sinfonie spielte er dem Dirigenten Hans von Bülow 1880 die Chaconne aus Bachs Kantate „Nach dir, Herr verlanget mich“ BWV 150 vor. „Was meinst Du, wenn man über dasselbe Thema einen Sinfoniensatz schriebe“, fragte er den Freund. Bülow war dagegen. Doch Brahms blieb seiner Idee treu. Zu recht: Das Finale seiner 1885 uraufgeführten 4. Sinfonie mit den Variationen über Bachs Thema wurde die Krönung von Brahms‘ sinfonischem Schaffen.

20.12.

rbb kulturradio
20:04-21:00
Klassik-Werkstatt mit Clemens Goldberg
Weihnachten 1726 in Dresden
Die Missa Nativitatis Domini von Jan Dismas Zelenka
Zu den Hochämtern an Weihnachten wurden die führenden Musiker der Dresdner Hofkapelle verpflichtet, die dann auch solistisch in der Messe glänzen konnten.

21.12.

HR2
20:05-21:30
Notenschlüssel
Bach: 5. Brandenburgisches Konzert D-Dur BWV 1050
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
Meist ist es zu leise, das Cembalo im 5. Brandenburgischen Konzert, sowohl im Konzert als auch auf den vielen CD-Einspielungen. Die Soloinstrumente Flöte und Violine hört man gut, aber was der Cembalist hinten im Continuoblock zaubert, ist zumeist nur undeutlich wahrzunehmen. Dabei spielt er gerade das erste Klavierkonzert der Musikgeschichte. Johann Sebastian Bach hat das virtuose Stück geradezu für sich selbst komponiert, denn er saß am neuen Cembalo aus Berlin, als die Konzerte wohl 1721 uraufgeführt wurden. Bach war zu jener Zeit Kappellmeister am Hof des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen, und ihm oblag die Leitung der gesamten Hofmusik. Die sechs Stücke, die heute als „Brandenburgische Konzerte“ zum Bekanntesten des späteren Thomaskantors zählen, waren durchaus nicht als Zyklus konzipiert, es waren Konzerte unterschiedlicher Art, die genau auf das Instrumentarium zugeschnitten waren, das Bach am Hof von Köthen zur Verfügung stand. Die Konzerte wollte Bach dem Markengrafen Christian Ludwig von Brandenburg widmen, wohl mit dem Hintergedanken, bei ihm eine besser bezahlte Anstellung zu finden. Der zeigte sich aber wenig interessiert. So verschwanden die Noten – bis sie 1850 in der Bibliothek des Markgrafen wiederentdeckt wurden. Bachs Brandenburgische Konzerte und speziell sein „Fünftes“ nimmt Paul Bartholomäi im „Notenschlüssel“ unter die Lupe.

24.12.

NRK    –   Norwegen
19-22
Hector Berlioz (1803-1869): L’Enfance du Christ. Jesu
barndom – sakral trilogi fritt etter Bibelen.
Maria: Anna Stephany, mezzosopran.
Fortelleren: Barry Banks, tenor.
Josef: Matthew Brook, baryton.
Herodes: Henry Waddington, bass.
BBC National Chorus of Wales.
RWCMD Chorus (Royal Welsh College of Music and Drama Chorus).
BBC National Orchestra of Wales.
Dirigent: Thierry Fischer.
Fra St. David’s Hall i Cardiff 9. desember.

 

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