Im Herforder Münster erklingt das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy

Herforder Münster

 Felix Mendelssohn Bartholdy: Oratorium „Paulus“

Samstag, 19. November 2011

Herforder Münster

Felix Mendelsohn Bartholdy: Oratorium „Paulus“ op.36

Ausführende:

Nathalie de Montmollin, Sopran

Wolfram Wittekind, Tenor

Hinrich Horn, Bass

Herforder Münsterchor

Kantorei Bad Kissingen

Thüringen Philharmonie Gotha

Leitung: Stefan Kagl

Stefan Kagl Kantor am Herforder Münster

Beginn: 17.00 Uhr

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Eintrittskarten:
Ev.-Luth. Kirchengemeindebüro Herford – Mitte
Münsterkirchplatz 5, 32052 Herford,
Tel: 05221 / 1 58 19
 
Eintritt: 13 € / 20 € / 25 € /
Ermäßigung  für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte um 5 € / für Rentner um 3 €
 
weitere Vorverkaufsstelle:
 
Kartenvorverkauf: Buchhandlung Otto, Herford
Höckerstraße 6, 32052 Herford
Telefon: 05221- 53179Fax: 53393
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e-Mail: mail@buchhandlung-otto.de
 
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Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9°° bis 19°° Uhr
Samstag 9°° bis 16°° Uhr
Anrufbeantworter für Ihre Anfragen und Bestellungen außerhalb unserer Geschäftszeiten
 
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Eine Werkeinführung zum „Paulus“
Donnerstag, 17. November 2011; 19.30 Uhr
Gemeindesaal am Münster
EINFÜHRUNGSVORTRAG zu
Mendelssohns „Paulus“
Dr. Hans-Detlef Hoffmann
Eintritt frei
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 Einführung Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)

 Mendelssohn begann in seinem 25. Lebensjahr mit der Komposition des „Paulus“. Das Werk wurde anläßlich des Niederrheinischen Musikfestes in Düsseldorf unter der Leitung des Komponisten am 22. Mai 1836 uraufgeführt. Es erfreute sich eines außergewöhnlichen Erfolges, der alles in den Schatten zu stellen schien, was an Oratorien seit Haydns Spätwerken in Deutschland geschrieben worden war. Von Düsseldorf aus trat der „Paulus“ seinen Siegeszug durch Europa an. Das Werk wurde noch einmal überarbeitet und schließlich innerhalb der nächsten achtzehn Monate mehr als fünfzig mal an über vierzig Orten zur Aufführung gebracht. Es erreichte damit eine Popularität, die erst durch den „Elias“ übertroffen werden sollte.

Der erst 20- jährige Mendelssohn hat bereits im Jahre 1829, nach nahezu 100- jähriger Vergessenheit, die „Matthäuspassion von J.S.Bach wiederaufgeführt. Es war dies ein Bekenntnis des jungen Mendelssohn zu der geistigen Größe und der tief religiösen Aussage des Oratorienschaffens von J.S.Bach. Sein Geist ist jederzeit in den Choralbearbeitungen und Rezitativen des „Paulus“ zu erspüren.
In England wurde Mendelssohn als würdiger Nachfolger der Händelschen Oratorien gefeiert. Aber trotz dieser großen Vorbilder spricht der Komponist Mendelssohn seine ureigenste musikalische Sprache. Sie zeigt sich in der Verbindung von weicher Ausdrucksmelodik und ausbalancierten, liedhaften, klassisch- romantischen Formen mit Elementen des Spätbarock. Reminiszenzen an Bachs große Passionen sind zweifellos die Turbachöre der „Stimme des Volkes“.
Die Gestalt des Paulus war für Mendelssohn Gegenstand intensiver persönlicher Auseinandersetzungen. Den Text stellte er, vor allem unter Mitwirkung des Theologen Julius Schubring, nach Worten der heiligen Schrift selbst zusammen. Mit Sicherheit hatte er ein sehr differenziertes Bild von jüdisch- christlicher Tradition und protestantischer Theologie.
Zum Inhalt:
Die Einleitung des Oratoriums nimmt im Choralzitat „Wachet auf ruft uns die Stimme“ Bezug auf das bei Matthäus überlieferte Gleichnis von den zehn törichten Jungfrauen. Die darin angedeutete Lichtsymbolik zählt zu den wesentlichen Momenten des Paulusoratoriums und darf in dieser Deutung als programmatisch für die christliche Gemeinde angesprochen werden.
Das Gebet der Gläubigen „Herr, der du bist der Gott“ nimmt zwischen Schöpfungsbericht und der Auflehnung der Heiden die Konfliktsituation auf, die das ganze Oratorium bestimmt. Der fast barock harmonisierte Choralsatz „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr‘“ beschließt mit unerschütterlichem Gotteslob die dreiteilige Eröffnung………..
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Weitergehende Informationen zum Oratorium „Paulus“  – h i e r  –
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Eine Rezension über das Konzert von der NW Herford untenstehend..!!
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Mendelssohn: Paulus-Oratorium Münster-Chor Herford vom 19_11_2011

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     PDF-Link zur Rezension:  NW-Rezension Oratorium Paulus
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Grüße
Volker
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2 Gedanken zu „Im Herforder Münster erklingt das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy

  1. Volker Autor

    Hier die Rezension der NW Herford vom 21.11.2011

    Herford
    NR. 270, MONTAG, 21. NOVEMBER 2011
    HE4
    Paulus in neuem Licht
    Stefan Kagl leitete Mendelssohn-Oratorium

    ¥ Herford. Erleuchtung bringt einen Menschen dazu, seinen Karriere aufzugeben und einen neuen Weg zu gehen: Ein ewiges Thema, in Musik gesetzt von Fe- lix Mendelsohn Bartholdy, über- zeugend realisiert unter Leitung von Stefan Kagl, den Kantoreien Bad Kissingen und HerfordChö- ren und der Thüringer Philhar- monie am Samstag im Herfor- der Münster.

    Ein großer romantischer Or- chesterapparat, die Thüringen Philharmonie Gotha gibt der Entwicklung des „Paulus“ Klang- raum. Differenzierte Register, in der orgelähnliche Instrumentie- rung, filigrane Mittelstimmen, agile Gestaltung und dynami- schen Differenziertheit zeich- nen immer wieder den Prozess vom Dunkel zum Licht. Die zu- grunde liegende Choralmelodie „Wachet auf ruft uns die Stimme“, im Verlauf des Orato- riums immer wieder zitiert, tut dies auf melodischer Ebene. Der etwa 170 Sänger starke Chor war dem Orchester in allen Berei- chen ein angemessener Partner. Eindrucksvoll gestalten sie dyna- misch und melodisch das „Wa- che auf, werde Licht“ . Funda- mente für die neue Überzeu- gung der Bekehrung legen die Sänger im Schlusschor des ers- ten Teils, schon hier eine kondi- tionelle Leistung.

    Der Chor versteht, was ihr Lei- ter Stefan Kagl hören will. Das Dirigat ist durchaus knapp auf der Ausdrucksebene, exakt in der Zeitebene, eindeutig im Ge- stus. Kagls Gestaltung des inhalt- lichen Prozesses ist nicht immer nachvollziehbar, für den Zuhö-
    rer bisweilen sehr gedrängt. Der Chor als „Insider“ hat die Gestal- tung verstanden und folgt pro- blemlos in den großen Chören.
    Die Choräle dagegen erleiden Spannungsverlust. Sie haben in der Interpretation dramatur- gisch keine Funktion, und das merkt man. Nach einem ein- druckvollen Chor wirken sie ein wenig verblasst und brav im Schatten der voran gegangenen Abschnitte ohne durchschei- nende Gestaltungsidee.

    Ideen zur Gestaltung ihrer durchaus umfangreichen Partie hatte Nathalie de Montmollin durchaus. Sie zeigte Mut für Ex- treme: Beinahe resignativ zu- rückhaltend in extrem langsa- men Tempo und zurückgenom- mener Stimme gestaltete sie die Arie „Jerusalem“, die Rezitative und Ariosi zeugen von musikali- schem Verständnis und Agilität. Die Umsetzung ihrer Ideen ge- lingt ihr nicht immer. Im piano sucht man die Stimmsubstanz, im forte die Kontur.

    Martin Koch (Tenor) sprang ein für den erkrankten Wolfram Wittekind und legte seinen Schwerpunkt auf die Stimment- faltung und freie Gestaltung. Der Textartikulation diente dies nicht immer, für das Orchester nebst Dirigent war die Begleit- aufgabe nicht einfach.
    Überzeugen konnte der Bas- sist Hinrich Horn. In der Rolle des Paulus zeigte er Wandlungs- fähigkeit in der Stimme von kämpferisch bis lyrisch, vom Christenverfolger zum Beter und wieder Kämpfer für die neue Idee. Eine mit wenigen Ein- schränkungen intensive, über- zeugende, vom Publikum dank- bar honorierte Aufführung.

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