Bach-Motetten zelebrierte Sir Gardiner im Nikolaisaal Potsdam am 30.9.2011

Aussenansicht Nikolaisaal in Potsdam

Liebe Bach-FreundINNEN!

‚Na-, warum lässt der Sir Gardiner denn gerade die Motette ‚Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf'“ –  aus? Kann man denn wirklich eine von den sechsen klassischen Vokalwerken Bach’scher Kunst so zurückstellen?‘ Das raunten einige der zahlreich erschienenen Potsdamer Bach-Freunde in der Reihe hinter mir. Und ich machte mir natürlich auch Gedanken, was uns Gardiner mit dieser wohl bewussten Auslassung sagen wollte. Am Schluß des Konzerts war mir klar: Da als Zugabe von Gardiner die Bach unsicher zugeschriebene Motette ‚Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn‘ gegeben wurde, waren dann im Ganzen vordergründig alle 6 doch wieder vorhanden. Aber Spaß beiseite.

Ein inhaltlicher Grund drängte sich mir auf. Da in der  glänzend dargebotenen Motette ‚Jesu meine Freude‘ sehr viel und pointiert vom ‚Geist‘ die Rede ist, konnte man auf eine neuerliche Wiederholung des ‚Geistes‘ verzichten. Denn das was diese Motette ‚Jesu meine Freude‘ uns vom Geist sagt, ist wirklich ganz wichtig. Die wohl längste Bach-Motette hat vielfältige Sätze. Choral – Terzett – Frauenchor – Männerchor – chorisches Tenorsolo – Fuge – Ekstase (Weg, weg mit allen Schätzen) – mystische Zusagen.

Als Mittelpunkt empfand ist aber die Zusage:

‚Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich‘.

Für den Konserven verwöhnten Musikhörer bedeutet das m.Mg.: Lasst Euch auf die Länge und den Argumentationsverlauf des Musikstücks ein. Seid nicht zufrieden mit einem Highlight z.B. dem Eingangschor, sondern bei Bach setzt der Schlusschoral den Punkt.  Geistlich hören, heißt,  Raum lassen den innermusikalischen Entwicklungen von Chor – Rezitativ – Arie – Schlusschoral.  Da findet ein Gespräch zwischen den Sätzen statt, manchmal sogar ein Drama. Und die bei Bach so gerühmte Kraft der ‚Beruhigung und Heilung‘  des ‚aufgeregten‘ Menschen kann sich nur entfalten, wenn auch vorher die ‚Aufgeregtheit der Welt‘ in Turbae und Virtuosität dargestellt und durchlitten wurde.

Natürlich, bei so eng gestrickten Bach-Werken wie den Motetten leuchtet das leicht jedem ein, aber das gilt erst recht auch für die Kantaten, die Messe und die Passionen. Geistlich aufführen und hören braucht daher keine ‚Höhepunkte‘ Bach’scher Musik. Innermusikalisch gibt es für eine solche Ansicht auch gute  Argumente. Nämlich-,  die Abfolge von  Tonarten, die bei Bach ja bei jedem Satz  bewusst eingesetzt werden, wird zerstört und so sorgsam abgestufte  verbundene Glieder zerrissen.

Monteverdi Choir und English Baroque Soloists

Wie fing das Konzert an? Der Gardiner-Chor setzte ein mit einem labial wunderbar gerollten und gerundeten ‚L – obet den Herrn, alle Heiden‘. Auf diesen Einsatz war ich besonders gespannt. Da macht es ein ausländischer Chor uns Deutschen vor, was Sprache beinhaltet: niemals gleichförmig und unbeteiligt, immer betont und Entwicklungen verdeutlichend.

Gerade bei der Motette “Fürchte Dich nicht“ wurde mir die argumentative Gestaltung sehr deutlich. Man hätte ja auch mit der These und Behauptung ‚Fürchte Dich nicht‘ zufrieden sein können. Nein-,  musikalisch und textlich wird das ‚warum‘ bei Gardiner ernst genommen.  ‚Ich stärke Dich – ich halte Dich bei meiner rechten Hand‘. Da wird ausgestaltet, musikalische Linien werden wenn es nötig ist herausgehoben oder abgeschwächt.

Noch ein Licht leuchtete mir als ‚typisch britische Interpretation‘ auf: da gab es eine mysterienartige Interpretation der geheimnisvollen Zusagen wie z.B. ‚weiche nicht‘, ‚ich helfe Dir auch‘, ‚ich halte Dich mit meiner rechten Hand‘-, diese Zusagen kamen eher wispernd und  versteckt auf den Hörer zu. Plötzlich konnte ich mir Elfen und Baumgeister vorstellen – oder war ich abgedriftet und hatte  über die Maßen ‚Elfen-Literatur‘ mit meiner Tochter gelesen? Jedenfalls hatte ich empfunden, das eine solche eher romantische Auffassung sich abhebt von dem typisch deutsch-protestantischen Kantoren-Stil, der immer Klarheit und Eindrücklichkeit von den Sängern will.

So ging es mit Engagement und Einsatz im Motetten-Verlauf weiter. Der Sir gab sich bescheiden, die Sänger des Chores waren  bewegt im Einsatz und ließen auch manche Gesten zu.  Eine Mahnung zum Widerstand wie ‚Trotz dem alten Drachen!!‘ kann man nicht mit verschränkten Armen singen! ‚Tobe Welt und springe‘-, da bogen sich fast die Bretter und Balken des renovierten Nikolai-Saals. Erhellend war es auch, das ich in der Pause mit einem Continuo-Spieler ins Gespräch kam. Das Wichtigste:

Sir J.E. Gardiner

Sir Gardiner hat sein Bach-Buch fertig und einem englischen Verlag zur Veröffentlichung freigegeben. Zur Buch-Messe ist es zwar noch nicht übersetzt, doch wir können uns freuen auf eine Bach-Interpretation, die Staunen lässt.

So hatte ich in Berlin und Potsdam auch einen kulturell bereichernden Herbst-Aufenthalt. An jedem Tag wartete auf mich ein Höhepunkt: Zuerst die viel gerühmte ‚Gesichter der Renaissance-Austellung‘ im Bode-Museum, am nächsten Tag 6 Bach-Motetten interpretiert vom Sir Gardiner, am nächsten Abend, tags darauf im Olympia-Stadion mit meiner Tochter der  3 zu 0 Sieg der Hertha gegen die Kölner.

Immer wieder fragte ich mich: Was ist Kultur? Überall kannst Du hingehen und Dir eine Karte irgendwie besorgen, wenn Du es nur willst. Kultureller und materieller Überfluss strömen auf Dich ein. Bei der Portrait-Ausstellung im Bode-Museum hatten mir Landschaften gefehlt. Im Olympiastadium konnte ich mitfeiern, wie der Hauptstadt-Club kurzen Prozess mit den Rheinländern machte. Im Potsdamer Nikolai-Saal wurde ich ‚geistlich‘ so erfüllt, dass ich zum Verstehen der Musik kein Hochglanz-Programm-Heft und kein abgestandenes, müde sprudelndes Glas Sekt in der Pause brauchte.

Bist DU mit all‘ diesen ‚Fleisch-Brocken‘ glücklich.  Dann war am Sonntag den 2.10. noch Erntedank-Fest. Ich ging zum Gottesdienst in meine Nachbarkirche. Was sagte der Pfarrer:

‚Sammelt Euch Schätze im Leben, die nicht von Motten und Rost gefressen werden!‘

Ja-, das könnte es sein!

Gruß

Wolfgang

———————————————————————————-

 Rezension aus Potsdam   Singen voller Lebendigkeit und Leidenschaft

Märkische Zeitung:  http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12186808/60709/Publikum-feiert-Monteverdi-Choir-und-The-English-Baroque.html

———————————————————————————

Advertisements

9 Gedanken zu „Bach-Motetten zelebrierte Sir Gardiner im Nikolaisaal Potsdam am 30.9.2011

  1. Alexander

    Das Orchester in der Kehle – an diesen Titel eines Zeitschriftenartikels über Al Jarreau musste ich am Sonntag wieder denken. Was wir da an analytischer Kraft und Poesie erlebt haben, fällt mir schwer zu beschreiben. Gardiner und sein Chor haben es vermocht, die Motetten als das zu singen, was sie (rein kompositorisch) eigentlich sind: als Instrumentalwerke. Die Risikobereitschaft des Meisters hat sich ausgezahlt – er hat interpretatorisch und damit auch technisch alles auf eine Karte gesetzt und alles gewonnen. Insofern hat der das Können der Vokalisten bis aufs Messer herausgefordert, aber auch bekommen. Und last but not least: die Rosenkranzsonaten von Biber, meisterhaft vorgetragen von Kati Debretzeni, die nicht nur mit einem Saal zurechtkam, in dem man alles hörte, sondern auch noch einen Nokia-Ruf – genau beim Ansetzen des Bogens vor einem wirklich fiesen Satz – einsteckte. Insofern ein Konzert, das mich hoffen lässt, diese Motetten noch einmal als CD in der Hand zu halten. seid gegrüßt von Alexander aus Leipzig

    Gefällt mir

    Antwort
  2. Iris Budde

    Lieber Wolfgang, lieber Alex,
    ich habe die Motetten am 26.09. in Groningen gehört. Auch da hatte der Sir alles auf eine Karte gesetzt und mußte dazu noch mit einer sehr bedenklichen Akustik zurechtkommen. Es war einfach grossartig. Euren beiden Berichten kann ich nichts hinzufügen – Ihr habt alles gesagt; aber so wie die Holländer es sagen (Vorankündigung), habe ich es noch nie gehört: „De motetten van de meester uit Leipzig in handen van de meester uit London betekent een feest van flitsende koren“. Ist das nicht schön?
    Lieben Gruss
    Iris

    Gefällt mir

    Antwort
  3. Volker

    Lieber Alex,

    schön dass Du das Motetten-Konzert live miterleben durftest und uns deine Meinung dazu so brillant im Kommentar geschildert hast. Wie zu erfahren ist, sind alle Eintrittskarten verkauft worden und alle schwärmen von der Aufführung das wird dem Sir sicherlich sehr gefallen da schon in Holland (Groningen) das gleiche Programm vor ein paar Tagen sehr wohlwollende Kritiken bekommen hat. Schön Alex, wieder von Dir ein Lebenszeichen gehört zu haben und weiterhin alles Gute wünscht Dir
    Volker

    P.S. Sehe gerade @Iris, ihren Kommentar zu dem Konzert aus Groningen dafür herzlichen Dank. Ebenso Dank an @Wolfgang, der so spontan diesen Artikel zur Verfügung gestellt hat..!!

    Gefällt mir

    Antwort
  4. adamo

    Lieber Alex!

    Schön, daß Du auch im Saal warst? Du hast wie ich

    (Zitat) “ .. Kraft und Poesie erlebt … Gardiner und sein Chor haben es vermocht, die Motetten als das zu singen, was sie (rein kompositorisch) eigentlich sind: als Instrumentalwerke.“

    Wieso aber die Motetten (wohl aus dem Französischen ‚ le mot‘) deiner Mg.nach rein kompositorisch Instrumentalwerke sind, müßtest Du mir und wohl auch den Anderen nochmal erklären. Stand dazu was im Programmheft?

    Ich kann gut verstehen, wenn Du im Zusammenhang der Motetten von ‚Poesie‘ sprichst. Aber instrumental habe ich nichts gehört, eher lautmalerisch, dramatisch und eben poetisch.

    Vielleicht kannst Du die Satzbezeichnungen wie Allegro – Andante – Furioso – Fuge – etc. irgendwo unterbringen, aber deswegen sind sie wie Du schreibst ‚rein kompositorisch‘ keine Instrumentalwerke.

    Wer weiß?

    Gruß

    @Wolfgang

    Gefällt mir

    Antwort
  5. Lutz

    Wir sind extra aus Thüringen nach Potsdam gereist, um dieses Konzert zu erleben.
    Und es war einfach nur grandios. Diesen Chor mit diesem Dirigenten hören zu dürfen, ist ein einmaliges Erlebnis.
    Besonders beeindruckt hat uns die perfekte Aussprache, man brauchte kein Textheft, sondern hat jedes Wort verstanden.
    Auch der Kontrast zwischem der spannungsgeladenen Atmosphäre beim Vortrag der Motetten und der meditativen Stimmung der Biber-Sonaten war einfach nur Wahnsinn.
    Auch jetzt noch bin ich ergriffen, wenn ich an diesen Abend zurückdenke, es war ein Geschenk für uns, dabei sein zu dürfen

    Gefällt mir

    Antwort
  6. adamo

    Lieber Lutz!

    Das freut mich, das die Bach-Motteten-Interpretation von Sir Gardiner Dir so zugesagt hat. Du hebst besonders die perfekte Aussprache und Lautbildung des Chores hervor.

    Richtig!-, den m.Mg.nach hast Du damit das entscheidende Merkmal der Motetten angesprochen. Von ihrer Entstehung her sind diese Bach-Motetten ja weitgehend Begräbnisgesänge und es kam ja auch daruf an, Trost und Botschaft rüberzubringen.

    Natürlich-, die Biber-Sonaten habe ich auch gern gehört und es war auch – wie Du bemerkst – eine Spannung zwischen diesen Werkblöcken ‚Solovioline – Vokalmusik‘.

    Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob die Biber-Sonaten an diesem Abend dazugehört haben. Es scheint mir eher, daß Gardiner eine junge Künstlerin fördern wollte und ihr einen Rahmen zur Verfügung gestellt hat, der Aufmerksamkeit sichert. Zu dieser meiner Annahme passt auch, daß Kati Debrezeni sich ‚rührend‘ bei Gardiner beim Applaus bedankt hat.

    Aber Kompliment: die Künstlerin ist mit dem unmöglich störenden Nokia-Klingelton souverän umgegangen.

    Das natürlich auch die fast bekannteste Motette ‚Singet dem Herrn‘ überragend gebracht wurde, ist nicht zu vergessen. Neben ihrer wogenden Doppelchörigkeit freue ich mich immer auf den Spitzenton im Sopran, in dem die Fuge des Schluß-Satzes zu ihrem ZIel kommt.

    Gruß

    @Wolfgang

    Gefällt mir

    Antwort
  7. Alexander

    Hallo Wolfgang und ihr alle, freut mich, dass ihr meine Begeisterung geteilt habt – hätten wir uns doch gesehen beim Konzert, ich wusste nicht, wohin mit meiner Euphorie.

    Zu Wolfangs, äh, ach ich zitiere: „Wieso aber die Motetten (wohl aus dem Französischen ‘ le mot’) deiner Mg.nach rein kompositorisch Instrumentalwerke sind, müßtest Du mir und wohl auch den Anderen nochmal erklären. Stand dazu was im Programmheft?“

    Ich meinte diese konkreten Motetten, nicht die Motette an sich. Von der phraseologischen Anlage her, in Umfang und Dynamik sind sie extrem ungesanglich. Das ist mir zuerst in neun Jahren regelmäßiger Praxis selbst aufgefallen. Ich habe mir immer überlegt, wie dieses und jenes gelöst werden sollte, und kam immer auf ein Ergebnis, das eigentich nur die Orgel liefern kann. Abgesetzte und dynamisch gestaffelte Koloraturen, die gleichzeitig noch decken müssen (Alles, was Odem hat – die Symbolisierung des Lebendigen), tragendes Dauerpiano in hohen Lagen (Denn ich habe dich erlöset – Tenor), zu kurze Werte, um wirklich einen deckenden Ton zu produzieren (Es ist nun NICHTS, hier auch noch Piano) – das alles lässt den Instrumentalisten durchkommen, der Bach war. Wirklich kantabel gesungene Aufnahmen finde ich teilweise dünnbrettbohrerisch (Bernius, Junghänel), teilweise analytisch etwas schwach, eben auf die gesanglichen Bedürfnisse heruntergerechnet (Mackay, auch wenn ich diese Herangehensweise auch interessant finde), teilweise von Überforderung geprägt (Gardiners erster Versuch bei Erato), und meist alles zusammen. Diese Motetten, das wurde mir spätestens nach der ebenfalls etwas platten Aufnahme in Romsey (SDG 115) klar, brauchen beides: einen genialen Interpreten und exklusive Widmung. Romsey bot Ersteres, für Letzteres war keine Zeit. Wer kann beides leisten? Dieser eine Chor heute.

    Nur ein Rätsel wird wohl immer ungelöst bleiben. Bach hat zur Symbolisierung des Nichts in „Es ist nun nichts“ die Werte nicht nur kurz gehalten sondern an der dritten Stelle auf die 1 eine Pause gelegt, man hört also nichts, wo man das Wort „Nichs“ erwartet; das Wort wird erst auf der 2 geliefert: „Es ist nun nichts – nichts – x – nichts verdammliches“. Was mich verwundert, warum auch so ein Analytiker wie Gardiner nicht im Metrum bleibt, das Loch nicht wirklich aushält. Manche Leiter zählen so schnell durch, dass das dritte „Nichts“ praktisch doch wieder auf der 1 kommt – so schlimm ist es bei Gardiner nicht, aber dennoch …

    Genug! Seid gegrüßt von Alex, und das nächste Mal, wenn Ihr nach Potsdam kommt, bitte mich unterrichten 🙂

    Gefällt mir

    Antwort
  8. Volker

    Ein Kommentar aus England vom 5. Oktober 2011 im Original:

    Reviews

    The Times

    Bach Motets & Biber Sonatas at St John’s Smith Square: Five star review (5 Oct 2011)

    By Richard Morrison

    If all the world’s depressed people had somehow been squeezed into St John’s to hear this concert, the pharmaceutical companies would be out of business. Who needs pills to lift the spirits when we have the six Bach motets, and John Eliot Gardiner’s Monteverdi Choir to sing them? I felt as if I was floating above the clouds as I trudged through the back streets of Victoria after their exhilarating performance.

    Whatever its line-up (and its sopranos look younger every year), the Monteverdi Choir has always sung Bach with exemplary precision, style and energy. But in recent years Gardiner has added a new dimension: an expressive range that now illuminates not only phrases, but also individual words to brilliant pictorial effect. Such a description makes the performance sound a bit like a Disney cartoon, but nothing could be farther from the subtlety and sensibility with which these singers bring Bach’s texts and his glorious antiphonal polyphony to life.

    Singet dem Herrn, of course, was the supreme example of all that. But I was riveted by how Gardiner turned lesser-known motets such as Fürchte dich nicht and Der Geist hilft unser Schwachheit auf into full-blown music-dramas in which competing psychological states — fear, joy, rage and serenity — seemed to flicker across each other like flames on a fire.

    It wasn’t just a question of dynamic shading. The way this choir uses consonants, or changes its tone from whitened purity to honeyed beauty to strident declamation, or responds to every tiny tempo fluctuation, offers nothing less than a masterclass in Bach singing. As a bonus we were given a seventh Bach motet as an encore: the poignant little Ich lasse dich nicht — though whether this Bach is JS or another member of the family is uncertain.

    In an inspired move, the motets were interspersed with three of Heinrich Biber’s Mystery Sonatas for solo violin — works that made astonishing demands on Baroque violinists, but are now as prized for their mystical qualities. Kati Debretzini managed to convey both the virtuosity and that intense spirituality. And her feat of playing the huge Passacaglia from memory while walking round the church must qualify for some sort of Guinness record.

    http://www.thetimes.co.uk/tto/arts/music/classical/article3183769.ece

    Wer die englische Sprache nur unvollkommen beherrscht, hier ein Link einer Google-Version:

    http://translate.google.de/#en

    Grüße
    Volker

    Gefällt mir

    Antwort
  9. adamo

    Hallo Alexander!

    Danke-, dass Du auf meine Fragen so Musik-wissenschaftlich detailiert eingehst. ich bin VPN Deiner Sachkenntnis beeindruckt, aber nicht überzeugt.

    Bestimmt laufen wir uns bei Gardiner-Konzerten mal über den Weg.

    Viele Grüße von der Buchmesse

    Wolfgang

    Gefällt mir

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s