Festival Alte Musik Knechtsteden

Alte Musik Knechtsteden

16. September – 24. September 2011 

Seit 20 Jahren gibt es in Knechtsteden bei Dormagen ein Festival für Alte Musik. Herrmann Max ist der künstlerische Leiter dieses Festivals, das zu seiner Anfangszeit die damals noch nicht so populäre Historische Aufführungspraxis in die industriegeprägte Stadt zwischen Köln und Duisburg holen wollte.

Die Basilika in Knechtsteden

Die Basilika in Knechtsteden

In diesem Jahr lautet das Motto „Zeitgenossen“. Hermann Max hat ein Programm aus bekannten Werken und Neuentdeckungen zusammengestellt, das von mittelalterlichen Gesängen der Hildegard von Bingen bis zu Klaviermusik von Arnold Schönberg reicht. Er hat dafür namhafte Künstler aus dem In- und Ausland verpflichten können, wie z.B. die katalanische Sopranistin Nuria Rial, den amerikanischen Sarod- und Dhotar-Virtuosen Ken Zuckerman, die Ensembles Musica Alta Ripa und La Dolcezza, die Frauen-Schola Ars Choralis Coeln und den Pianisten Hardy Rittner.

Hermann Max, Bildrechte Martin Roos

Hermann Max, Bildrechte Martin Roos

Das Eröffnungskonzert am Freitag, 16. September 2011 in der romanischen Klosterbasilika Knechtsteden wird Hermann Max mit Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll mit seinen Ensembles Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert gestalten. In dem mit „Leidenschaften“ betitelten Programm am Donnerstagabend, 20 Uhr sind zu hören Henry Purcells wundervolle Kirchenmusik und die Erstaufführung von Alessandro Melanis „Marienvesper“, die Max rekonstruiert hat.

James Gilchrist, © operaomnia.co.uk

James Gilchrist, © operaomnia.co.uk

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Ein Geheimtipp ist das Konzert unter dem Titel „Belcanto“ am Freitag, 23. September, 20 Uhr mit dem englischen Tenor
James Gilchrist. Hermann Max schwärmt: „Er ist ein höchst expressiver Sänger mit toller Gestik.“ Passend zum erregenden, leidenschaftlichen Stoff in Claudio Monteverdis „Tornate“ und „Combattimento di Tancredi e ClorindaFestival“ und Matthew Lockes „Curtain tune“. Begleitet werden die Sänger James Gilchrist, Bethany Seymour und Jan Kobow von einem Ensemble, dessen Leiterin den Konzertbesuchern als „Star“-Geigerin von L’Arpeggiata bekannt ist: Veronika Skuplik, die in diesem Fall als Leiterin des Bremer Ensembles „La Dolcezza“ auftritt.

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Weitere Konzerte sind hier zu entdecken:

http://www.knechtsteden-altemusik.de/festival.htm

Teile dieses Beitrages habe ich aus diesen Artikeln entnommen:

http://www.ngz-online.de/dormagen/nachrichten/geheimtipps-in-knechtsteden-1.1335543

http://portraits.klassik.com/Festival/portrait.cfm?OrganizerID=494&P=Festivals&S=Festival&C=festival

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Der Deutschlandfunk bringt hierzu eine aktuelle Dokumentation:

18.9.
Deutschlandfunk
15:05-16:00
Das Verborgene in der Musik entdecken
Hermann Max und seine vielfältigen Alte-Musik-Projekte
Von Rainer Baumgärtner

Für Hermann Max ist 2011 ein Jahr der Feierlichkeiten. Nicht nur der 1941 in Goslar geborene Kirchen musiker und Dirigent selbst begeht einen runden Geburtstag, sondern auch die drei von ihm ins Leben gerufenen musikalischen Institutionen feiern Jubiläen. Zentrum im Schaffen des ehemaligen Dormagener Kirchenmusikdirektors sind seine beiden Ensembles, die Rheinische Kantorei, ein Chor, der vor gut 25 Jahren aus der Jugendkantorei Dormagen hervorging, sowie das vor 30 Jahren gestartete Orchester Das Neue Konzert. Mit ihnen ging Max sein Ziel an, das Verborgene in der Musik zu entdecken, ein Weg, auf dem es viele Hindernisse zu überwinden galt. Erschüttern und aufrütteln will er mit seinen Interpretationen, wobei ein zweiter Aspekt des Entdeckens oft darin besteht, dass er bislang verborgene Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts wieder an die Oberfläche bringt. Als Forscher und Herausgeber hat er eine große Zahl derartiger Stücke ausgegraben, angefangen bei vielen Werken aus der weitverzweigten Familie Bach. Jährliches Aushängeschild seiner Aktivitäten ist das Festival Alte Musik Knechtsteden, das im September zum 20. Male stattfindet. Hier präsentiert Hermann Max stets seine eigenen neuesten Projekte und er bietet Gastensembles ein Forum für interessante Programme. Zusammen haben sie die Veranstaltungsreihe in der romanischen Basilika unweit von Dormagen zu einem der führenden deutschen Alte-Musik-Festivals werden lassen, das der Deutschlandfunk von Anfang an mit Aufnahmen begleitet hat.

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3 Gedanken zu „Festival Alte Musik Knechtsteden

  1. Volker

    Liebe Barbara!

    Danke für diesen Hinweis von Dir auf das Festival „Alte Musik Knechtsteden“ und den dazugehörenden Hintergrund-Informationen und Link-Angaben. Diese habe ich für den Aufruf einer neuen Seite überarbeitet. Hermann Max war einer der neuzeitlichen Dirigenten, der sich der „Historischen Aufführungspraxis“ verschrieben hat. Sein Suchen nach alten Werken aus der Renaissance und Barockzeit – die kaum aufgeführt werden haben unlängst für Furore gesorgt und ist ein Garant für eine geniale Wiederaufführung mit seiner Rheinischen Kantorei geworden. Einige Beiträge und CD-Veröffentlichungen von Herrmann Max sind im Blog bereits anerkennend vorgestellt worden. Im vorhandenen Suchfeld am rechten Rand: – Suchen im Blog Volkers Klassikseiten J.S. Bach – kann mit dem Stichwort: Hermann Max – alle Beiträge vom Blog eingesehen werden.
    Link vorab:
    http://de.search.wordpress.com/?q=site%3Ameinhardo.wordpress.com+Hermann+Max

    Es ist eine Freude festzustellen, dass James Gilchrist als Gesangs-Solist bei diesem Festival auftreten wird und wieder einmal Gast in Deutschland sein wird.

    Lieben Gruß
    Volker

    Gefällt mir

    Antwort
  2. barbara57 Autor

    Wie auch in den Radiotipps zu lesen, gibt es im Deutschlandfunk eine aktuelle Sendung zu obigem Thema. Mehr dazu habe ich in den Hauptbeitrag eingefügt:

    18.9.
    Deutschlandfunk
    15:05-16:00
    Das Verborgene in der Musik entdecken
    Hermann Max und seine vielfältigen Alte-Musik-Projekte
    Von Rainer Baumgärtner

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    Antwort

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