Biografie Franz Welser-Möst – Dirigent

zurück zur Biografien-Übersicht.Franz Welser-Möst, © Don Snyder

Danach war Welser-Möst in Winterthur und Lausanne in der Schweiz und in Norrköping in Schweden engagiert. Eine enge Beziehung verbindet ihn mit dem Brucknerfest in Linz, wo er regelmäßig dirigiert. International machte er 1986 auf sich aufmerksam bei einem Konzert mit dem London Philharmonic Orchestra. In der Folge wurde er von 1990 bis 1996 Musikdirektor dieses Orchesters. Er arbeitet weiterhin mit führenden Orchestern und Opernhäusern in Europa zusammen, u. a. in Berlin und Wien.

Von September 1995 bis 2002 war er Musikdirektor an der Oper Zürich. Anschließend übernahm er dort den Posten des Chefdirigenten bis 2005 sowie von 2005 -2008 den des Generalmusikdirektors. In dieser Zeit hat er in Zürich mehr als 40 verschiedene Opern dirigiert, von denen eine Vielzahl auch auf DVD veröffentlicht wurde. Mit dem Orchester des Opernhauses Zürich tritt Franz Welser-Möst in namhaften Konzertsälen und Opernhäusern in London, Paris, Tokio und weiteren Metropolen auf. Mit dem Orchester und Chor der Oper Zürich nahm Franz Welser-Möst im Mai 2006 an einem Pontifikalamt von Papst Benedikt XVI im Vatikan zur Feier des 500. Geburtstages der Schweizer Garde teil.

Seit 2002 ist er musikalischer Leiter des weltberühmten Cleveland Orchestra/USA, 2008 wurde sein Vertrag bis 2018 zur Jahrhundertfeier des Orchesters verlängert Das Orchester pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Carnegie Hall New York, dem Wiener Musikverein und dem Lucerne Festival in Form von regelmäßigen Residenzen. In 2008 hatten sie eine Residenz bei den Salzburger Festspielen inne, bei denen sie fünf ausverkaufte Aufführungen von Rusalka sowie drei Konzerte spielten. Das Jahr 2007 markierte den Beginn einer 10-Jahres Residenz in Miami. Die Saison 2010/11 beinhaltete Konzerte von Franz Welser-Möst und dem Cleveland Orchester in der Carnegie Hall und der Suntory Hall in Japan, und in 2011 beginnt eine zweijährige Residenz im New Yorker Lincoln Center Festival. Mit dem Cleveland Orchester hat er elf Uraufführungen und 14 amerikanische Erstaufführungen dirigiert. 2009 leitete er eine Produktion von Le nozze di Figaro, welche die Operntraditionen des Cleveland Orchester erneuerte. Die Serie der Mozart/ Da Ponte Opern wurde in 2009/10 mit Cosi fan tutte fortgesetzt und schloss in 2010/11 mit Don Giovanni ab.

Am 1. September 2010 trat Franz Welser-Möst, der bereits 2007 für diese Position designiert worden war, sein Amt als Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper an. Seine lange Partnerschaft mit dem Haus beinhaltet gefeierte Aufführungen von Wagners Tristan und Isolde; während der Spielzeit 2007/8 und 2008/9 erarbeitet er eine Neuproduktion von Wagner’s Ring des Nibelungen mit dem Regisseur Sven-Eric Bechtholf. Seine erste Spielzeit als Generalmusikdirektor begann mit einer von Kritikern hochgelobten neuen Produktion von Hindemiths Cardillac – ebenfalls unter der Regie von Bechtholf – und setzt, neben anderen Aufführungen, mit einer neuen Produktion von Janaceks Katja Kabanowa fort.

In den letzten Jahren hat Franz Welser-Möst eine zunehmend enge Partnerschaft mit den Wiener Philharmonikern entwickelt. 2011 dirigierte er das gefeierte Neujahrskonzert des Orchesters, in 2010 leitete er das jährliche Sommernachtkonzert im Schloss Schönbrunn und dirigierte das Orchester in der Suntory Hall in Tokyo. In 2009 trat er mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen, dem Luzern Festival, bei den BBC Proms in London und bei einem Festkonzert im Wiener Musikvereinssaal zum 150. Jubiläums des Wiener Singvereins auf.

In den Vereinigten Staaten hat er das New York Philharmonic, das Boston und das Chicago Symphony, das Philadelphia und das Cleveland Orchestra und das Los Angeles Philharmonic dirigiert. In Europa ist er mit dem Bayerischen Rundfunk, den Wiener Philharmonikern, dem Orchestra Filarmonica della Scala und dem Concertgebouw Amsterdam dem Gustav Mahler-Jugendorchester aufgetreten. Sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab er im Januar 2002. Bei den Proms 2000 dirigierte er eine Aufführung von Schmidt “Das Buch mit sieben Siegeln.”

Franz Welser-Möst hat mit EMI Classics einen Exklusivvertrag. Seine Aufnahmen, sowohl für CD als auch DVD, wurden mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter sind der Gramophone Award, der Diapason d’Or, der Japanese Record Academy Award und zwei Grammy Nominierungen. Die jüngste DVD Erscheinung ist Bruckners Symphonie Nr. 8 mit dem Cleveland Orchester, mit dem er schon Bruckners Symphonie Nr 5,7 und 9 aufgenommen hat. Weitere DVDs sind Der Rosenkavalier, La Bohème, Fierrabras, Don Giovanni und Peter Grimes vom Opernhaus Zürich. Jüngste CD Veröffentlichungen beinhalten eine Live Aufnahme von Beethovens Sinfonie Nr. 9 mit dem Cleveland Orchester und ein Wagneralbum mit Measha Brueggergosman.

Franz Welser-Möst ist ein Ehrenmitglied des Wiener Singvereins. Er wurde von der Zeitschrift Musical America im Jahre 2003 zum Dirigent des Jahres gewählt, und er ist der Co-Autor von Kadenzen: Notizen und Gespräche, erschienen 2007.

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