Biografie Benno Schachtner – Altus

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Benno Schachtner, Fotorechte V. Hege

Benno Schachtner, Fotorechte V. Hege

Benno Schachtner wurde am 1.12.1984 in Illertissen (Bayern) geboren. Als Knabensopran und Solist bei den „Ulmer Spatzen“ unternahm er zahlreiche Reisen ins In- und Ausland (u.a. Luxemburg, Holland, Japan).Er war mehrmaliger Preisträger im Fach Klavier, Duo- und Sologesang bei „Jugend musiziert“ auf Landes- und Bundesebene (Landessieger in Baden-Württemberg). Benno Schachtner erhielt Orgelunterricht bei Chordirektor Christian Weiherer in Memmingen.

Nach dem Stimmbruch nahm er Gesangsunterricht bei Hans de Gilde an der Musikschule Ulm. 2004 begann er sein Studium an der HfM Detmold im Studiengang Kirchenmusik in der Orgelklasse von Prof. G. Weinberger, welches er im Februar 2009 mit der Diplomprüfung beendete. 2007 wurde Benno Schachtner Assistent von Prof. Weinberger und ist seitdem als Chormanager für die Barockakademie der Hochschule für Musik in Detmold tätig. Es folgten zahlreiche regionale und überregionale Auftritte u.a. mit der Barockakademie der HfM Detmold unter der Leitung von Prof. Weinberger und mit dem Orchester „l´arte del mondo“ unter der Leitung von Werner Erhardt. So sang er im Mai 2011 in Bachs h-Moll-Messe beim Abschiedskonzert für Prof. Weinberger in Detmold.

Von 2008 bis 2010 studierte Benno Schachtner Gesang in der Klasse von Prof. Heiner Eckels ebenfalls in Detmold, im September 2010 wechselte er an die Schola Cantorum Basiliensis in die Gesangsklasse von Prof. Ulrich Messthaler. Seit Dezember 2008 ist er zudem Mitglied im Stuttgarter Kammerchor unter Frieder Bernius.

Im Oktober 2009 war er in der Titelrolle von Händels Oper Arminio im Detmolder Konzerthaus zu hören. In der Spielzeit 2009/2010 gestaltete Benno Schachtner am Landestheater Detmold die Titelpartie in Händels Orlando. Aufgrund seiner Leistungen wurde er 2010 von Kritikern zum besten Nachwuchssänger in Nordrhein-Westfalen ernannt.

Als „Prinz Medoro“ in der Oper Triumph der Liebe sowie in Henry Purcells King Arthur ist Benno Schachtner in der Saison 2010/11 erstmals zu Gast am Theater Erfurt. Darüber hinaus übernimmt er im Sommer 2011 bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik die Partie des „Endimione“ in Cavallis La Calisto.

2012 ist Benno Schachtner in der Staatsoper im Schillertheater in Berlin mit René Jacobs in Cavalieris „Rappresentatione di Anima, et di Corpo“ zu hören.

http://www.liebrandt.com/shArtist.php?artist=24

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Pressestimmen

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[…] Benno Schachtner gab diesen witzigen Hermann, aber der hochtalentierte Altus zeichnete und sang vor allem eine facettenreich ausformulierte, tugendhafte Figur des Arminius, in der opferbereite Liebe und patriotische Tapferkeit letztlich Verrat und Machtgelüste besiegen. Spätesten mit der großen Arie des Arminius „Ich werde sterben und gebe euch den Frieden, der in meinem Herzen wohnt“ aus dem zweiten Akt der auch in ihrer zeitlichen Dimension echt barocken Oper, sang sich Schachtner mit seiner sensibel geführten großen Stimme in die Herzen aller Besucher. […]
Lippische Landeszeitung, Oktober 2009

[…] Benno Schachtner setzt Maßstäbe: Er ist der erste Countertenor, der an der Detmolder Musikhochschule ausgebildet wurde und der noch als Student am Landestheater Detmold eine Hauptrolle spielte, nämlich die Titelpartie in Händels Oper „Orlando“. Seine erste Bühnenarbeit offenbarte eine solch freie und ungezwungene, gleichwohl von dramatischer Schlagkraft und individueller Farbe beseelte Stimme, dass man dem 25-Jährigen berechtigt eine große Karriere prophezeien kann.
Auch Gattungsgrenzen scheint Schachtner, der zunächst Kirchenmusik studierte und seine hohe Stimmlage zufällig entdeckte, nicht zu kennen. Sein umjubelter Auftritt im „Forum Lied“, den er mit Peter Kreutz, Pianist und Initiator der Reihe, in Gütersloh mit sorgfältig ausgewähltem Programm bestritt, ließ ihn auch in dieser Kunst bestehen. Nun verlässt er zum weiterführenden Studium an der Schola Cantorum in Basel die Region. Unser „Stern der Woche“ soll Ansporn sein. Und ihn daran erinnern, dass man seine Ausnahmestimme hier gerne bald wieder hören würde. […]
Stern der Woche, Auszeichnung der NW am 26.6.2010

[…] Dennoch: Wie Benno Schachtner am Sonntagmorgen mit langem Atem Henry Purcells herzbewegendes „Music for a while“ anstimmte, nahm gleich zu Beginn gründlich für den Sänger ein. Und als Orpheus Klagegesang in Glucks Fassung folgte und zwei „English Canzonettas“ von Joseph Haydn und Lieder von Mozart, da nahm man verwundert Facette um Facette dieser außergewöhnlichen Stimme wahr. Schachtners Altus klang nicht kapaunhaft begrenzt, sondern offenbarte eine Ausdrucksvielfalt, die neben zart schwebender, ungemein nuancierter Tongebung auch eine überraschende Virilität erkennen ließ. So durfte sich Schachtner auch in einigen Bereichen der Romantik wohlfühlen, zarte Chansons von Gabriel Fauré und Reynaldo Hahn nobilitieren und Hugo Wolfs frühes „Wanderlied“ mit Emphase verbinden. Vollends wurde die dramatische Schlagkraft dieser Stimme in Manuel de Fallas „Spanischen Volksliedern“ hörbar. Da wirkte nichts überspannt, überfordert, sondern schien völlig natürlich dem – auch darstellerischen – Temperament dieses Künstlers zu entspringen. […]
Güterloher Kultur, 22.10.2010

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