Radiotipps für die KW 15

Ostern naht und die Programme der Rundfunkanstalten werden wieder sehr ergiebig. Besonders deutlich wird dies bei Konzerten mit Passionsvertonungen, die wieder in einen eigenen Beitrag in Kürze hier veröffentlicht werden.

11.4.
rbb kulturradio
18-19
Eine Wanderung durchs Kirchenjahr
Für jeden Sonntag eine Bach-Kantate
Dieses besondere Konzert- und CD-Projekt von Sigiswald Kuijken und La Petite Bande, das 2006 begann und in diesem Jahr abgeschlossen wird, erweist sich als sinnvolle Alternative zu einer Gesamteinspielung der Bach-Kantaten.

13.4.
Ö1
15-16
Abenteuer Interpretationen
Nunc dimittis. Der Lobgesang des Simeon im Interpretationsvergleich
„Nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren“ stammt aus den drei Lobgesängen des Lukasevangeliums. Der Text stammt aus der Erzählung, in der der greise Simeon im Tempel Jesus Christus als den erwarteten Messias erkennt, Gott preist und sich nunmehr zu sterben bereit fühlt. Martin Luther hat daraus den Choral „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ gemacht, einen Text, dem wir auch bei Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms u. a. begegnen

16.4.
MDR Figaro
9-9:45
Feature
O Haupt voll Blut und Wunden
An den Quellen von Paul Gerhardts Passionslied
Von Ulrich Grober
Regie: Sabine Ranzinger
Wer die Moritzkirche im brandenburgischen Mittenwalde betritt, den zieht unwillkürlich ein kleines Bild am Altar in seinen Bann. Es zeigt das Schweißtuch der Veronika und – darauf abgebildet – das Antlitz des gemarterten Jesus: das Haupt voll Blut und Wunden. Von fast jedem Blickwinkel im Kirchenraum hat der Betrachter den Eindruck, dass Jesu Augen auf ihm ruhen.
An diesem Ort hat Paul Gerhardt von 1651 bis 1657 gepredigt. Vor dem Altar feierte der lutherische Pfarrer und Liederdichter mit seiner Gemeinde das Abendmahl; zu einer Zeit, als das „stedtlein“ noch von den Verheerungen im 30-jährigen „teutschen Krieg“ gezeichnet war. Das Bild hat ihn zu seinem berühmten, überall auf der Welt gesungenen Passionslied inspiriert. Zum ersten Mal im Druck erschien der Text 1656.
Als Vorlage diente ihm ein lateinischer Hymnus, entstanden im hohen Mittelalter im Kloster von Villers in Brabant. Die Melodie wurde einem höchst weltlichen Lied entlehnt: „Mein G’müt ist mir verwirret./ Das macht ein Jungfrau zart …“
Paul Gerhardts Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“ gehört zum Weltkulturerbe. In rund 40 Sprachen übersetzt, ist es in den Gesangbüchern fast aller christlichen Glaubensgemeinschaften präsent. Johann Sebastian Bach hat es für seine Matthäus-Passion adaptiert. Die Stelle, wo nach dem Bericht vom Tod Jesu der Chor mit der Strophe „Wenn ich einmal soll scheiden …“ einsetzt, gilt als ein Höhepunkt abendländischer Musikgeschichte.

 WDR3
13-15
Musikpassagen
Droben an dem Himmelstor wird’s ein wunderbarer Chor“
Komponieren für Chöre
Von Ulrich Mutz
Zu den sensibelsten „Musikinstrumenten“ gehört zweifellos die menschliche Stimme. Richtig kompliziert wird die Angelegenheit, wenn mehrere Singstimmen zusammenkommen – wie bei einem Chor. Wie komponiert man eigentlich chorgerecht? Mit welchen Mitteln bringt man ein Chorwerk so zum Klingen, dass es nicht erst am Himmelstor ein „wunderbarer Chor“ wird? Fragen, die profilierten Komponisten und Dirigenten wie Clytus Gottwald, Frieder Bernius, Rupert Huber, Markus Stenz und vielen anderen gestellt wurden.

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2 Gedanken zu „Radiotipps für die KW 15

  1. Volker

    Liebe Barbara,

    komme gerade von der Generalprobe und sehe deine Radio-Tipps öffentlich gestellt dafür meinen ganz herzlichen Dank und deine Bemühung. Sind ja wieder interessante Sendungen dabei die man sich unbedingt anhören sollte.

    Wünsche dir und allen ein schönes sonniges und musikalisches Wochenende.

    Grüße Volker

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    Antwort
  2. barbara57 Autor

    Gern geschehen, Volker. Aber das Beste kommt noch – die Passionen in Rundfunk und TV. Da sind richtige Schmankerl dabei. Morgen oder übermorgen….
    Gruß und morgen ein schönes Konzert
    Barbara

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    Antwort

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