Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibungen Sonntag: Septuagesimä

J. S. Bach - Kapellmeister in Köthen von 1717 - 1723

 

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der

BWV im Blog

– werde ich für jedem Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- und oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung stellen.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind schier unerschöpflich.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung!

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Heute  am 20. Februar 2011 begehen wir den Sonntag „Septuagesimä.“

J.S. Bach hat für  den Sonntag „Septuagesimä“

folgende Kantaten-Werke komponiert:

BWV 84  „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol.  20 – CD 1

BWV 92  „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 20 – CD 1

BWV 144   „Nimm, was dein ist, und gehe hin″Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 20 – CD 1

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Reisetagebuch Sir Gardiner Sonntage „Septuagesimä und Sexagesima“

/ Link: Kantaten für Septuagesimä_ger

Künstler Meinung-Beitrag / Link: Meinungen-Wilke to Brummelstroete

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2 Gedanken zu „Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibungen Sonntag: Septuagesimä

  1. adamo

    Lieber Volker, liebe Bachfreunde!

    Natürlich habe ich heute in WDR 3 die Bach-Kantate gehört!

    Es fehlte mir sonst was zum Sonntagmorgen!!

    WDR 3 brachte BWV 92-, eine Choral-Kantate, die ja nicht nur im Eingangschor mit Choralmelodie beginnt, sondern auch in Nr.2 (Choral+Rezitativ(B)), Nr.4 (Choral), dann Nr.7 (wieder Choral und Rezitativ aller 4 Solo-Stimmen) und Schlußchoral Nr.9 den etwas melancholisch klingenden Paul-Gerhardt-Choral verwendet. Der Hörer hört also reiche Choral-Früchte eines wie ich ihn hörte etwas melancholischen ‚Abgesangs‘:’Was mein Gott will, das g’scheh allzeit.!! Böswillig könnte ich sagen: So kann man sich auch aus der Verantwortung stehlen!

    Aber es sind ja auch stürmische Töne zu hören, vor allem in der Tenor-Arie Nr.3, wo Bach sein beliebtes ‚Schiffahrts+Welllenmotiv‘ verwendet. Dann auch das ‚Windmotiv'(Nr.6).

    Bach macht aber aus dem Paul-Gerhardt-Choral viel-, 2 Gesprächssituationen stellt er uns vor:

    Im ersten Choralgespräch (Nr.2) scheint die ‚fromme Seele‘ mit sich selbst zu sprechen und dadurch Mut zu finden. Im zweiten Choralgespräch (Nr.7) kommt dieser ‚frommen Seele‘ ein ‚in Gott gelassener Geist‘ zu Hilfe und es entsteht ein richtiges aufbauendes, mutmachendes Gespräch.

    Na-, so müßte es uns bei Problemen auch ergehen: 1. ich denke über mich selbst nach. 2. dann kommt ein guter Ratgeber.

    Eine ausergewöhnlich langatmige Kantate ist es dann doch. Wollte Bach mal wieder seinen Kirchenoberen beweisen, daß er auch milde und einschläfernde Kirchenmusik schreiben kann?

    Die beiden anderen Kantaten für Septuagesimä sind ja von ganz anderem Kaliber.

    BWV 144 sagt ja wie das Evangelium von den Arbeitern im Weinberg es vorgibt, einiges sozial gesinntes zur Arbeitsethik.(vgl.Matth 20,1-16). Während BWV 84, wo eine weibliche Stimme mit ‚ihrem Glück vergnügt‘ zufrieden ist ja genau das Gegenteil besingt und egoistisch bleibt.

    Fazit: Heute waren es wieder mal 3 ganz verschiedene Ansätze zum morgendlichem Musikhören und darüber Nachdenken.Für jeden etwas.

    Da kann man dann gut eingestimmt in den Sonntag gehen.

    Gruß

    @Wolfgang

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  2. Volker Autor

    Lieber Wolfgang, liebe Bachfreunde,

    ja, das BWV 92 „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“ besitzt für eine Choral-Kantate eine ungewöhnliche Dauer von ca. 27 Minuten und der Eingangschor (5 Min.) ist ebenfalls ungewöhnlich lang geraten aber beeindruckt durch eine großartige Eingangs-Sinfonia und der gewaltig einsetzende Chor ist schon ein vorweggenommenes Finale. Die ausgedehnte Dichtung mag die Ursache gewesen sein, dass auch die Kantate ungewöhnlich lang geworden ist.

    Dagegen ist die Kantate BWV 144 „Nimm, was dein ist, und gehe hin“ von einer sehr kurzen Dauer und in der dramatischen Aussage nicht mit dem BWV 92 zu vergleichen, dieses Werk besticht durch innige 3 wunderbare Choräle und besitzt eine herrliche Alt-Arie: „Murre nicht lieber Christ“ die in der textlichen Aussage so wunderbar in die heutige Zeit passt.

    Mit einer langen Sopran-Arie: „Ich bin vergnügt mit meinem Glücke“ beginnt das BWV 84 mit einer wunderbaren Aussage gegen alle Nörgler und unzufriedenen Mitmenschen. Wer diese Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mithört, kann erkennen, wie Bach so großartig die Worte mit einer beeindruckenden Musik untermauert.

    Entspannt lausche ich am Sonntag diese herrlichen Werke mit ihren textlichen und musikalischen Aussagen und habe als ergänzende Unterlage dazu die Erläuterungen vom Sir Gardiner aus seinem „Reisetagebuch von der Bach-Cantat-Pilgrimage2000“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr vor mir liegen, das sind meine Glücksmomente die mich den Sonntag so beglückend erleben lässt. Ich kann nur ausrufen: „Zur Nachahmung empfohlen“.

    Das Reisetagebuch ist als PDF von mir im Hauptbeitrag als PDF zum Download verfügbar und einige Ausschnitte der Kantaten anhörbar…!!!

    Grüße an alle
    Volker

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