RUHR2010 Teil XXXI: Collection Tours-RuhrKunstMuseen

Link: http://ruhrkunstmuseen.ruhr2010

FERNSEHTIPP: Diese Tour wurde vom WDR begleitet und die Sendung „WESTART“ mit einer Zusammenfassung zum Kulturhauptstadtjahr wird am 14. Dezember 2010 um 22.30 Uhr im WDR mit einem 5 minütigen Bericht ausgestrahlt!

Gestern haben wir im Rahmen der Collection Tours „Nachtfahrt zur Lichtkunst“ drei RuhrKunstMuseen besucht: „Situation Kunst“ in BO Weitmar, „Zentrum für internationale Lichtkunst“ in Unna und der „Glaskasten“ in Marl. Das Vermittlungsprojekt Collection Tours bietet den Bewohnern und Gästen des Ruhrgebiets die Möglichkeit einer intensiven Auseinandersetzung mit den Sammlungen und Sonderausstellungen der 20 RuhrKunstMuseen. Wir haben uns speziell für diese Tour entschieden, weil 2 Museen auf dem Programm stehen, die wir selbst noch nie besucht hatten und etwas am Rande des Ruhrgebiets liegen.

www.situation-kunst.de

„Situation Kunst“, Hier beginnt die Tour, die Begleiterin regt zu einem Dialog mit der Kunst an und es entsteht ein reger Diskurs und Gedankenaustausch zwischen den Teilnehmern, auf den ersten Blick scheint die moderne Kunst schwer zugänglich, ist aber in ihrer Intention bodenständig und läßt Raum für Gedanken. Speziell bei der Rauminstallation von Rabinowitsch erzeugt das Zusammenspiel von Licht und Raum spirituelle Emotionen.

Tyndale-Sculpture (for Bud Powell and Coleman Hawkins), 1986/87/88

Weiter gehts zum Knaller des heutigen Tages: Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna. In den Kühlkellern der ehemaligen Lindenbrauerei hat dieses außergewöhnliche Museum unter der Erde eine würdige Heimat gefunden. Faszinierend die Installationen zu denen sich auch mit Hilfe unserer Kunstbegleiterin einfach der Zugang findet. Höhepunkte sind Keith Sonnier mit „Tunnel of Tears“ und Mischa Kuball mit „Speed/Space/Speech“. Das Museum ist nur mit einer Führung zugänglich, die auch wichtig und interessant ist. Wirklich sehenswert!!!  Übrigens: Kein Foto kann die tollen Impressionen in Unna wiedergeben!!!

Mischa Kuball, Speed / Space / Speech, 1998/99  Foto: D. Leve

http://ruhrkunstmuseen.ruhr2010.de/sammlung/skulpturenmuseum-glaskasten-marl.html

Mittlerweile ist es stockfinster und es geht weiter zum Glaskasten nach Marl. Interessant, dass wir auch viel über die Besonderheiten einiger Städte erfahren. Marl ist ähnlich wie Wolfsburg eine Retortenstadt und im Nationalsozialismus entstanden. Es erinnert an die Plattenbautensiedlungen, die wir aus der DDR Zeit kennen. Mit dem Niedergang der Chemieindustrie wurde dann auch der Ausbau zur Großstadt gestoppt. An der Route der Industriekultur findet sich heute der „Chemiepark“. Im Glaskasten sind zwar nicht die bahnbrechenden Objekte zur Lichtkunst ausgestellt, aber beherbergt es doch interessante moderne Kunst, die ziemlich freakig ist.

Collection Tours Bus / Foto: Frank Vinken

Die Touren, die den Besuch mit Führung durch 3 RuhrKunstMuseen beinhalten, kostet incl. Lunchpaket 25,- Euro p.Person und dauert ca. 6 Stunden. Einige Termine sind noch realisierbar. Eine lohnende Fahrt mit super Besichtigungen, neuen Einblicken und netten Begegnungen.

Grüße, ClaudiavF

http://ruhrkunstmuseen.ruhr2010.de/collection-tours.html

Ein Gedanke zu „RUHR2010 Teil XXXI: Collection Tours-RuhrKunstMuseen

  1. Volker

    Hallo Claudia,

    was Du uns heute wieder aus der Kulturhauptstadt Ruhrgebiet 2010 zelebrierst ruft nach einer Verlängerung für das großartige Gebiet rund um Rhein und Ruhr hier ist ein Jahr viel zu kurz angesetzt worden um alles in Augenschein nehmen zu können. Umso mehr bin ich dir dankbar für deine umfangreichen Berichte aus der Region und lässt uns an deinen Besichtigungen teilhaben. Die Vielfalt der Möglichkeiten überrascht mich immer wieder. Wie wird nach einem Jahr Ruhr2010 das Résumée ausfallen, ich nehme an, dass die gesamte Ruhrmetropole von diesem Jahr profitieren wird und die einmal geknüpften Kontakte nicht im Nirwana verschwinden werden. Hier sollten die Verantwortlichen das Ruhrgebiet als eine Kultur-Region mit seiner Vielfalt weiter bestehen lassen und ausbauen das wäre ein Optimum für die Zukunft. Ich hoffe, das es so eintreten wird.

    Herzliche Grüße
    Volker

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