St. Michaelis Hamburg mit Monteverdis Marienvesper am 30.10.2010 – und seine sanierten Orgeln

St. Michaelis-Kirche Hamburg

Hamburg mit seiner Hauptkirche St. Michaelis rundet den Monat Oktober 2010 mit einem Highlight ab. Am 30. Oktober 2010 führt der Chor von St. Michaelis, Hamburg – von Claudio Monteverdi die „Vespro della beata Vergine (Marienvesper) auf. Namhafte Gesangs-Solisten konnten für dieses Konzert verpflichtet werden:

Wie u.a.

Emma Kirkby, Sopran, Susanne Rydén, Sopran,

Andreas Post, Tenor, – James Gilchrist, Tenor

Zur Ankündigung:

Chor St. Michaelis

Leitung: Christoph Schoener

Sonnabend, 30. Oktober 2010, 18.00 Uhr

Claudio Monteverdi: Vespro della beata Vergine (Marienvesper)

Emma Kirkby, Sopran Susanne Rydén, Sopran Elisabeth Graf, Alt Gabriele Betty Klein, Alt James Gilchrist, Tenor Andreas Post, Tenor Raimund Nolte, Bass Jens Hamann, Bass

Chor St. Michaelis Concerto con Anima Leitung: Christoph Schoener

PDF zum Konzert St. Michaelis Hamburg Monteverdi Marienvesper

PDF Einführung in die Marienvesper:  H i e r – klicken..!!

14 Gardiner-Videos YouTube Marienvesper

Link:  http://www.youtube.com/view_play_list?p=548494ED4517F7D6

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Kontakt: Michel-Musik-Büro Susanne Lindemann Englische Planke 1 D-20459 Hamburg

Telefon: 040/37 678 143 Fax: 040/37 678 243 info@michel-musik.de http://www.michel-musik.de

Ticket-Online-Link: http://www.ticketonline.com/de/de/production/161610-Claudio+Monteverdi%3A+Marienvesper/

Sitzplan: Link: http://www.michel-musik.de/?id=0cb7909a456224ba18ddf1480c1a14d2

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Zu diesem Beitrag passt die Information über die Sanierung in 2009 von St. Michaelis mit ihren Orgeln, aus diesem Anlass fanden im Jahr 2009 zahlreiche Fest-Konzerte statt. Berühmte Organisten und Komponisten waren in St. Michaelis:

Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms, Gustav Mahler.

+) Die Sanierung der Hauptkirche St. Michaelis ist abgeschlossen, die Orgeln und das Fernwerk sind wieder einsatzbereit. Fast ein Jahr lang hatte die Kirchenmusik in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis Generalpause, denn der Innenraum des „Michels“ wurde umfangreich saniert und restauriert. Nun ist es vollbracht und die alte Pracht des Kirchenraums erstrahlt in neuem Glanz. Die Sanierung des Michels, der mit der Dresdner Frauenkirche zu den bedeutendsten Barockkirchen des Protestantismus zählt, hatte 26 Jahre gedauert und rund 33 Millionen Euro gekostet, davon entfielen mehr als 2 Millionen Euro auf die Orgel-Instandsetzung.

Die Festmusik zur Einweihung des Turmes von St. Michaelis im Jahre 1786 schrieb Carl Philipp Emanuel Bach, Telemanns Nachfolger als Musikdirektor an allen fünf Hauptkirchen und der Gelehrtenschule.

Steinmeyer-Orgel St. Michaelis Hamburg

Die große Steinmeyer-Orgel mit 6674 Pfeifen in 85 Registern, die kleinere Marcussen-Konzertorgel auf der Nordempore, beide gründlich restauriert und von einem zentralen Spieltisch ansteuerbar, das „wiederbelebte“ Fernwerk und demnächst auch noch eine neue Orgel mit barockem Klangbild, die 2010 auf der Südempore errichtet werden soll.

Sie wird Carl Philipp Emanuel Bach gewidmet sein, dessen Grab sich in der Michel-Krypta befindet. Dort steht auch eine kleine „Felix-Mendelssohn-Orgel, die mit ihrem Namen daran erinnert, dass dieser berühmte Hamburger Komponist in unmittelbarer Nachbarschaft des Gotteshauses geboren wurde.

Krypta in St. Michaelis Hamburg Grabstätte von "Carl Philipp Emanuel Bach"(1714 – 1788)

Hauptpastor Alexander Röder ist begeistert: „Wenn in Zukunft Orgelklänge aus dem Schallloch in der Decke erklingen, werden die Besucher das Gefühl haben, die Musik käme direkt aus dem Himmel.“

Dazu gibt es aus Hamburg ein Video von 2009 wo über die Sanierung der Orgeln in St.Michaelis und speziell über „Carl Philipp Emanuel Bach“ (1714 – 1788) – berichtet wird, der in der Krypta von St. Michaelis begraben worden ist.

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Zum Start in das Video unten  k l i c k e n !!

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Inhaltsreiche Angaben zu den Orgeln in St. Michaelis-Hamburg, mit Dispositions-Angaben, Fotos und Geschichte als PDF herunterzuladen:

Link:  St. Michaelis Hamburg Orgeln Disposition Geschichte Bilder

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Grüße
Volker
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+) Textauszüge/Video von: www.marketing.hamburg.de
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8 Gedanken zu „St. Michaelis Hamburg mit Monteverdis Marienvesper am 30.10.2010 – und seine sanierten Orgeln

  1. barbara

    Hallo Gromit,

    ich habe einen etwas anderen Eindruck von diesem Konzert. Ich stimme Dir bezüglich James Gilchrist in Höchstform zu. Das war ganz große Klasse. Aber auch sein Kollege im Tenor – Andreas Post – stand ihm in nichts nach. Ihr gemeinsames „Duo Seraphim“ war unglaublich schön und berührend. . Emma Kirkby – ja, sie hat eine wunderbare empfindsame Stimme, die aber in diesem Kirchenraum einfach unterging und extrem zart und ätherisch wirkte. Sie würde ich sehr gern in einem viel kleineren intimeren Rahmen hören. Dasselbe trifft auf Susanne Rydén zu. Dies führte zu einem Ungleichgewicht zwischen den beiden Sopranen und den beiden Tenören, was bei den Ensemble-Stellen doch etwas unangenehm auffiel. Elisabeth Graf war auch ganz exzellent. Solche warmen Alttöne kann nun einmal kein Counter hervorbringen. Sehr interessant, dies auch einmal von einer Frau zu hören. Die 2. Altistin und die beiden Bässe waren ja unterbeschäftigt, sodass ich da eigentlich nicht viel zu sagen kann.

    „Der Chor hat alles gegeben“ – nun, bei mir kam nicht viel mehr wie weichgespülter Klangbrei an. Ich habe den Chor noch nie gehört, kann also nicht vergleichen, vermute aber mal, dass dies an meinem Platz lag oder dass dieses Werk, die Größe des Chores und die Akustik der Kirche nicht zueinander passen. Deshalb unterlasse ich jegliche Wertung der Chorleistung, die aber rein vom Aufwand doch gewaltig war. Es ist ein für ein Laienensemble gewaltiges und sehr anspruchsvolles Werk. Doch, eine Wertung habe ich doch: Vollen Respekt für die Leistung der 6 oder 7 Sängerinnen bei der „Sonata sopra Sancta Maria“, die einzeln erhöht vom Chor in den, ja was war das denn, Fenstern standen und lupenrein und strahlend schön dieses so einfach scheinende, aber schwierig zu singende Stück sangen.

    Barbara

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  2. Volker Autor

    Hallo Barbara, hallo Gromit,

    Danke für die Rezensionen zu diesem gewaltigen Monteverdi-Werk. Nach meiner Ankündigung dieses Konzertes in der St. Michaelis Kirche, Hamburg im Blog war ich auf Rezensionen dazu sehr gespannt und freue mich darüber, dass zwei Stellungnahmen nun vorliegen.

    Was mir auffällt, in diesem Jahr wird der Klassikfreund mit der Marienvesper von Monteverdi geradezu überfallen. Die großartige Aufführung von Rademann in Annaberg-Buchholz – siehe hier
    Link: https://meinhardo.wordpress.com/2010/09/14/eine-region-im-erzgebirge-sorgt-in-der-klassikszene-fur-furore/
    sein Musikfest im Erzgebirge
    und Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir am 12.9.2010 beim BBC- Proms in London – siehe auch hier zum nachhören – Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=548494ED4517F7D6 waren schon sehr eindrücklich wiedergegeben worden. Nun Hamburg mit dem Werk in St. Michaelis und der Monteverdi Chor aus Hamburg ist ebenfalls mit diesem Werk auf Reisen gegangen, da frage ich mich: was gab es dafür einen Anlass, dieses Werk so häufig hören zu können. Im Internet findet man weitere zahlreiche Konzerte innerhalb von Deutschland..!!

    Ich kann mir vorstellen, dass die Akustik in St. Michaelis sehr schwierig sein kann aufgrund ihrer enormen Größe, da muss ein Sitzplatz schon günstig sein um einen ungetrübten Kunstgenuss erleben zu können. Wenn sich Laienchöre an so ein musikalisch schwieriges Chorwerk begeben, müssen sie schon ein enormes Selbstbewusstsein an den Tag legen und wissen, worauf sie sich einlassen. Hier aus der Ferne lässt sich zu der Aufführung in St. Michaelis wenig beisteuern und ist auf Insider-Kommentare angewiesen, dafür herzlichen Dank.

    Herzliche Grüße Volker

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    Antwort
  3. Volker Autor

    Hallo Barbara,

    danke das ist eine einleuchtende Begründung, hatte mich schon gewundert über die Häufigkeit der Aufführungen habe den Grund aber nicht weiter verfolgt.

    Lieben Gruß
    Volker

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    Antwort
  4. Iris Budde

    Lieber Volker,
    jetzt hab` ich wieder alles! Danke für Deine Mühe!
    Allen zusammen ein schönes Wochenende Bei uns in Löhne gab`s eben sogar ein Stückchen blauen Himmel.
    Herzl. Gruss
    Iris

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    Antwort
  5. Volker Autor

    Hallo Iris,

    deine Kommentarbenachrichtigung habe ich erhalten und Du solltest jetzt diesen Kommentar von mir auch als EMail-Antwort bekommen können.
    @Barbara, wie ich recherchiert habe sind es bereits 400 Jahre her, dass die Marienvesper von Claudio Monteverdi seine Uraufführung erlebt hat.

    1610, vor genau 400 Jahren, uraufgeführt Papst Paul V. gewidmet Mit Claudio Monteverdis »Vespro della Beata Vergine« feiert in diesem Jahr eines der herausragendsten Sakralwerke der Musikgeschichte seinen 400. Geburtstag. 1610 gab der Komponist sein Opus selbst in Druck und vermerkte auf dem Titel Papst Paul V. als Widmungsträger.

    Dessen Missachtung gegenüber dieser großartigen Gabe ist aus heutiger Sicht schwer begreiflich: Hier zeigt sich ein Tonschöpfer auf dem Höhepunkt seines Schaffens, der souverän Altes und Neues miteinander zu verbinden weiß. Von der schlichten Schönheit eines Psalms über Anklänge an die prächtige Kunst venezianischer Mehrchörigkeit bis hin zu leidenschaftlicher Sinnlichkeit: »Il divino Claudio« präsentiert in seiner »Marienvesper« einen unübertroffenen musikalischen Reichtum, durch den jede Aufführung des Werks auch nach 400 Jahren immer wieder jugendlich, neu und einfach überwältigend ist.

    Schönes Wochenende allen
    Gruß Volker

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    Antwort
  6. barbara

    Mathematik – sehr gut, Kopfrechnen – mangelhaft! Natürlich 400 Jahre! Ich bin wohl noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.
    Neues ruft immer Ablehnung hervor. Das war zu Monteverdis Zeiten nicht anders wie bei Bach und heute auch. Ich selbst bin erst so restlos begeistert von Monteverdis Musik und der seiner zeitgenossen, seit ich mich von Abarockmusik gelöst habe und mich darum bemühe, auch zeitgenössischer Musik näher zu kommen. Oft ein richtigerKampf, wenn ich merke, das die Werke es wert sind, ich aber die Tonsprache nicht verstehe. Aber es gibt Werke, bei denen sich das wirklich lohnt und dann bekommt plötzlich Musik wie die Marienvesper eine ganz neue Dimension.
    Barbara

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    Antwort

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