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Archiv für die Kategorie ‘Interview von Künstler’

News aus der Klassikszene: Mai 2012

23. Mai 2012 1 Kommentar

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Klassik-News Stand:  26.05.2012

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John Eliot Gardiner

John Eliot Gardiner

Konzert-Termin für Sir John Eliot Gardiner im Juni 2013

Ein freudiges Wiedersehen mit Sir Gardiner wird es im Juni 2013 geben, ich danke @Barbara, für diesen Hinweis. Der Artikel enthält folgende Passage:

…..Lang Lang war eine große Show. Und wir hoffen mit diesem Zugpferd nun auch für das Kernfestival weitere Zuschauer gewonnen zu haben. Aber so einen Star bekommen Sie nur zu Terminen, die er vorschlägt, da muss man dann zugreifen.

Das ist übrigens auch bei John Eliot Gardiner so, der uns ja ständig verbunden ist. Im Juni 2013 wird er wieder bei uns dirigieren, natürlich Bach: Oster-Oratorium und Pfingstkantaten….

Link zum ganzen Artikel nachstehend:

http://www.braunschweiger-zeitung.de/kultur/portraets/im-naechsten-jahr-kommt-wieder-gardiner-id614203.html

Wünsche allen ein sonniges und schönes Pfingstfest.

Liebe Grüße
Volker

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Bariton - "Diertrich Fischer-Dieskau" (1925-2012)

Bariton -”Dietrich Fischer-Dieskau” (1925-2012)

“Jahrhundertsänger” Dietrich Fischer-Dieskau gestorben

Der als “Jahrhundertsänger” bezeichnete Bariton Dietrich Fischer-Dieskau ist tot. Fischer-Dieskau starb kurz vor seinem 87. Geburtstag in Berg am Starnberger See. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) würdigte Fischer-Dieskau als “Jahrhunderterscheinung”, die Bayerische Staatsoper bezeichnete ihn als prägend für die heutige Kunst des Singens.

Fischer-Dieskau kam am 28. Mai 1925 in Berlin zur Welt. Nachdem seine früh entdeckte musikalische Begabung durch den Zweiten Weltkrieg zunächst an ihrer Entfaltung gehindert wurde, begann er 1947 dann umso rasanter seine Sängerkarriere. Diese sollte insgesamt 45 Jahre andauern und ihn nach Einschätzung des Dirigenten Leonard Bernstein zum bedeutendsten Sänger des 20. Jahrhunderts machen. Besonders seine Schubert-Interpretationen gelten bis heute als Maßstab.

Nach ersten Auftritten in Leipzig und Berlin erhielt Fischer-Dieskau bereits 1948 an der Städtischen Oper Berlin, der heutigen Deutschen Oper, ein Engagement als erster lyrischer Bariton. Die Deutsche Oper würdigte in einer Erklärung zum Tod ihres Ehrenmitglieds dessen “unvergleichliche Stimme, seine Präsenz und Ausstrahlung auf der Bühne und auf dem Konzertpodium”. Diese seien “bis heute unerreicht geblieben und eingebrannt im Gedächtnis der Musikfreunde in aller Welt”. Mit seiner Kunst hat Fischer-Dieskau “hohe Maßstäbe gesetzt für die kommende Sänger-Generation.”

(Textauszüge: Copyright © 2012 AFP)

Der am 28. Mai 1925 in Berlin geborene Künstler hatte am 31. Dezember 1992 seine Gesangskarriere beendet. Er verabschiedete sich damals mit einer Gala an der Bayerischen Staatsoper.

Unter Karl Richter sang Dietrich Fischer-Dieskau in einigen Bach-Kantaten-Oratorien und erinnert sich an diese Zeit:

Dietrich Fischer-Dieskau über seine Zusammenarbeit mit Karl Richter

(aus der Buch-Dokumentation „Karl Richter in München – Zeitzeugen erinnern sich”)
  
…Unglaublich aber immer wieder die Gedächtnisleistung: Ihm war das gesamte Tastenwerk wie alles, was Bach der menschlichen Stimme anvertraut hat, im Kopf und sofort verfügbar. Oft war er bis zum Konzertbeginn nicht völlig sicher, was auf dem Programmzettel stand. Und im Grunde konnte erst auf dem Weg über seine Interpretationen auf der Orgel oder dem Cembalo wirklich ermessen werden, wie seine Bach-Auffassung sich von Jahr zu Jahr rundete: von äußerster Strenge und Sachlichkeit ausgehend, wuchs er zum Ausdruck jener glutvollen Frömmigkeit, die ihn beseelte….

Weiteres unter dem nachstehenden Link.

Link: karlrichterblog

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YouTube-Video:

“In Memoriam Dietrich Fischer-Dieskau”

Karl Richter Performers: Münchener Bach-Chor, Münchener Chorknaben, and the Münchener Bach-Orchester.
Soloists: Ernst Haefliger, Keith Engen, Irmgard Seefried, Antonia Fahberg, Hertha Töpper, Dietrich Fischer-Dieskau, and Max Proebstl

Johann Sebastian Bach, Cantata “Ich hab in Gottes Herz und Sinn”, BWV 92

6. Aria (bass): “Das Brausen von den rauhen Winden”

Bass: Dietrich Fischer-Dieskau
Münchener Bach-Orchester: Karl Richter

Recorded in Munich, Herkulessaal, May/June/October 1973, January 1974

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Karl Richter
Performers: Münchener Bach-Chor, Münchener Chorknaben, and the Münchener Bach-Orchester.

Christ Lag in Todesbanden (BWV 4) – 6 Versus V

Performer: Dietrich Fischer-Dieskau, Theo Adam, Fritz Kiskalt, Andreas Schwinn, Edgar Shann

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Faksimile - "Lobe den Herrn, meine Seele" - BWV 143

Faksimile – “Lobe den Herrn, meine Seele” – BWV 143

Leipzig – Die Kantate “Lobe den Herrn, meine Seele” von Johann Sebastian Bach wird zum diesjährigen Bachfest in ihrer mutmaßlichen Originalfassung in Leipzig aufgeführt. Jüngere Forschungen hätten ergeben, dass die Kantate in C-Dur und nicht, wie bisher angenommen, in B-Dur notiert war, wie das Bach Archive Leipzig am Montag mitteilte. In seiner mutmaßlichen Originalfassung ist das Werk mit drei Trompeten und Pauken besetzt.

Ergänzend dazu die Pressemeldung des Bach-Archivs Leipzig:

Rätsel um Bach-Kantate BWV 143 gelöst? −Aufführung der neu edierten Fassung beim Bachfest Leipzig

Die Kantate »Lobe den Herrn, meine Seele« BWV 143 stellte die Bach-Forschung bislang vor Rätsel. Angesichts fehlender Originalhandschriften wurden auch Echtheitszweifel an dem Werk geäußert, das 1964 im Rahmen der Neuen Bach-Ausgabe einzig nach Quellen des 19. Jahrhunderts ediert werden konnte.

Seither hat sich die Quellenlage der Kantate insoweit verbessert, als nun eine Partiturabschrift des 18. Jahrhunderts mit einem verlässlicheren Notentext verfügbar ist, der zugleich die Zweifel an der Authentizität zerstreuen hilft. Der Musikwissenschaftler Dr. Andreas Glöckner erläutert: »Es sind von einigen bachschen Werken neue Editionsquellen aufgetaucht, die einen verlässlicheren Quellentext gegenüber den bislang erreichbaren bieten.«

Bei der Edition des Werkes im Rahmen der vom Bach-Archiv Leipzig besorgten und vom Bärenreiter-Verlag Kassel publizierten revidierten Neuen Bach-Ausgabe konnte herausgefunden werden, dass das Werk ursprünglich nicht nur in einer anderen Tonart notiert war, sondern auch eine andere Instrumentalbesetzung hatte. In seiner mutmaßlichen Originalgestalt ist das wohl zwischen 1709 und 1711 entstandene Werk mit drei Trompeten und Pauken besetzt und steht in der Tonart C-Dur – nicht in B-Dur, wie bisher angenommen.

In dieser Fassung erklingt die Festkantate erstmalig am Sonntag, dem 17. Juni 2012 in einem Gottesdienst anlässlich des Bachfestes Leipzig in der Thomaskirche. Der Thomanerchor und das Gewandhausorchester musizieren unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller. Der Bärenreiter-Verlag Kassel publiziert neben der Partitur auch das vollständige Aufführungsmaterial und den Klavierauszug (Editionsnummer: BA 10143). Der Notenband wird im Juni erscheinen. Er enthält neben der  Festmusik BWV 143 auch die Weimarer Kantaten »Der Himmel lacht! Die Erde jubiliert« BWV 31 und »Bereitet die Wege, bereitet die Bahn«BWV 132.

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Johann Sebastian Bach's Bibeln

Johann Sebastian Bach’s Bibeln

Wiedervereint: Bachs Bibeln kehren für eine Ausstellung im Bach-Museum Leipzig an den Thomaskirchhof zurück – Eine erst kürzlich gefundene Merian-Bibel aus Bachs Besitz wird erstmals ausgestellt.

Eine kostbare von Abraham Calov kommentierte Luther-Bibel aus dem Besitz des Komponisten Johann Sebastian Bach kehrt als Leihgabe des
Concordia Seminary (St. Louis, Missouri) nach über 250 Jahren an den Leipziger Thomaskirchhof zurück.

Ab dem 10. Mai 2012 wird diese Bibel in der Kabinettausstellung »Bach · Bibel · Gesangbuch« erstmals seit 1969 in Deutschland gezeigt. Gemeinsam mit einer im Merian-Verlag erschienenen Luther-Bibel, die erst kürzlich als Bachs Exemplar identifiziert wurde, bildet die Calov-Bibel mir ihren zahlreichen Randnotizen Bachs den Kern der
neuen Ausstellung in der Schatzkammer des Bach-Museums Leipzig.

Die Ausstellung »Bach · Bibel · Gesangbuch« widmet sich der theologischen Bibliothek des Thomaskantors. Johann Sebastian Bach war bibliophil interessiert.
Den Schwerpunkt der Bachschen Bibliothek bildeten lutherische Klassiker, darunter zwei Gesamtausgaben der Werke Martin Luthers sowie verschiedene
Einzelausgaben, etwa die Tischreden.

Bachs Nachlassverzeichnis nennt 52 theologische Werke, die in mindestens 81 Bänden erschienen sind, und führt damit nur einen kleinen Teil des Buchbestandes auf, den Bach tatsächlich besessen hat. Vieles war offenbar bereits vorher unter den Erben verteilt worden, darunter musiktheoretische Werke, Bücher zum Thema Orgelbau oder Werke zeitgenössischer Theologen – sämtlich Bereiche, die in der Auflistung fehlen.

Weitere Angaben Link  >> hier – klicken <<

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BAROCK-MUSIK
Philippe Herreweghe Dirigent

Philippe Herreweghe Dirigent

Reiner, sinnlicher, perfekter Bach

Der Dirigent Philippe Herreweghe ist ein Meister der historischen Aufführungspraxis. Erneut hat er Bachs “h-Moll-Messe” eingespielt, nun in wirkungsvoller Schlichtheit.

Ihre unerbittlichsten Kritiker sind die Künstler selbst. Kaum haben sie ihre neuen Platten aus der Folie gerissen und erstmals als Normalhörer aufgelegt, stellen sie missglückte Übergänge, mangelnde Inspiration, verwackelte Töne fest. Bei den Aufnahmesitzungen hatte niemand gemeckert. Nun aber keimt der Gedanke: So darf das nicht stehen bleiben. Und er denkt schon an die nächste Einspielung. Natürlich handelt es sich bei den angeblichen Fehlern um Petitessen, doch unter der Lupe vergrößern sie sich zu Monstern.

Niemand kann dem Dirigenten Philippe Herreweghe nachsagen, dass er sein Juwel, Bachs h-Moll-Messe, bislang mit schmutzigen Pfoten aus der Vitrine geholt hat. Herreweghe hat sich ihr stets auf Zehenspitzen und mit Handschuhen genähert, andächtig und umsichtig, er hat die besten Kräfte zusammengezogen. Stets wähnte man sich bei den Aufnahmen von 1988 und 1998 im Bereich der Spitzenklasse, die erste war bei Virgin, die zweite bei Harmonia Mundi erschienen. Jetzt hat Herreweghe sein eigenes Label Phi gegründet und Bachs Opus summum abermals aufgenommen. Nun muss der Künstler gegen sich selbst konkurrieren….

Weiter zum Artikel: DIE ZEIT

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News vom Label Monteverdi, Soli Deo Gloria, England:

CD -  SDG 716 Bach Motets

CD – SDG 716 Bach Motets

 

J.S. Bach Motetten

SDG 716 | 1 CD (19 Tracks)
Aufgenommen live in London,
St. Johns Smith Square, 2011
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CD-SDG 716  ist ab April 2012 bei Amazon erhältlich..!!”

Link: Amazon Partner von Volkers Klassikseiten

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The album is packaged in a hard back book similar to our other releases. It contains 44 pages booklet with original notes by John Eliot Gardiner and texts in German, English and French. Dreißig Jahre nach der großartigen ERATO-Einspielung handelt es sich hier um eine Neuaufnahme der Bach-Motetten aus 2011.

CD-Inhalt:

“Singet dem Herrn Ein Neues Lied” BWV 225 - ”Der Geist hilft Unser Schwachheit auf” BWV 226 - “Jesu, meine Freude” BWV 227 - ”Fürchte dich nicht, ich bin bei dir” BWV 228 - ”Komm, Jesu, komm” BWV 229 - ”Lobet den Herrn, Alle Heiden” BWV 230 - ”Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!” BWV 159 Anh.III.

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News aus der Klassikszene: April 2012

16. April 2012 4 Kommentare

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Klassik-News Stand:  16.04.2012

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Organist Prof. Dr. Martin Sander

Organist Prof. Dr. Martin Sander

HfM Detmold meldet:

Organist stellt sich vor

Am kommenden Sonntag, 22.04.2012, findet um 18:00 Uhr im Konzerthaus Detmold das Antrittskonzert von Prof. Dr. Martin Sander statt. Sander tritt an der Hochschule für Musik Detmold die Nachfolge von Prof. Gerhard Weinberger an, der in den Ruhestand gegangen ist.

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Martin Sander wird auf der imposanten Klais-Orgel ein Konzert mit barocken und romantischen Werken geben. Auf dem Programm stehen Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552 sowie die Choralbearbeitung ”Schmücke dich, o liebe Seele” aus den “Leipziger Chorälen” BWV 654, dann die Orgelsonate Nr. 1 b-Moll op. 1 von Philipp Wolfrum (1854-1919) sowie die dritte aus Robert Schumanns “Sechs Fugen über den Namen BACH” und die berühmte Phantasie und Fuge über B-A-C-H op. 46 von Max Reger.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

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Musiker: Masaaki Suzuki  Foto: Marco Borggreve

Musiker: Masaaki Suzuki Foto: Marco Borggreve

Leipzig, 16.04.12 

Die Bach-Medaille der Stadt Leipzig wird am 8. Juni 2012 im Rahmen des Bachfestes Leipzig an Masaaki Suzuki verliehen. Der Spezialist für historisch informierte Aufführungspraxis hat sich laut Juryentscheidung in seiner Heimat Japan als Organist, Cembalist und Dirigent insbesondere um die Verbreitung des Werkes von Johann Sebastian Bach verdient gemacht, wie das Bach-Archiv Leipzig mitteilt.

Die Bach-Medaille wird seit 2003 jährlich an Musiker verliehen, deren künstlerischer Fokus maßgeblich auf die Bachrezeption zielt. Die aus Meißner Porzellan gefertigte Bach-Medaille wurde bisher an Herbert Blomstedt (2011),  Philippe Herreweghe (2010), Frieder Bernius (2009), Hermann Max (2008), Nikolaus Harnoncourt (2007), Ton Koopman (2006), Sir John Eliot Gardiner (2005), Helmuth Rilling (2004) und Gustav Leonhardt (2003) verliehen.

Die Bach-Medaille wird im Rahmen eines öffentlichen Festaktes am Freitag, dem 8. Juni 2012, um 15 Uhr im Alten Rathaus in Leipzig verliehen. Im Anschluss ist der Künstler ab 20 Uhr in der Leipziger Thomaskirche gemeinsam mit dem Bach Collegium Japan zu erleben. Es erklingt unter seiner Leitung die »Matthäus-Passion« BWV 244b in der Fassung von 1729.

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Thomaskantor Gerog Christoph Biller

Thomaskantor Georg Christoph Biller komponiert seine „St.-Thomas-Ostermusik: 

„Christus, das Licht“

Möchte man sich die Auferstehung Jesu tatsächlich von drei Blockflöten verkünden lassen? Daran lässt sich zweifeln. Doch der Komponist, Thomaskantor Georg Christoph Biller, geht hier keinem geschmacklosen Klischee auf den Leim, sondern verleiht der naiven Stimme dieses verschrienen Instruments die Kraft des Staunens und führt damit das Wunder vor Augen. Keine reine Orgie der Freude soll sie sein, seine „St.-Thomas-Ostermusik“, sondern soll den Schritt aus der Finsternis ins Licht nachvollziehbar machen.

Möchte man sich die Auferstehung Jesu tatsächlich von drei Blockflöten verkünden lassen? Daran lässt sich zweifeln. Doch der Komponist, Thomaskantor Georg Christoph Biller, geht hier keinem geschmacklosen Klischee auf den Leim, sondern verleiht der naiven Stimme dieses verschrienen Instruments die Kraft des Staunens und führt damit das Wunder vor Augen. Keine reine Orgie der Freude soll sie sein, seine „St.-Thomas-Ostermusik“, sondern soll den Schritt aus der Finsternis ins Licht nachvollziehbar machen.

Biller wünscht sich für die Uraufführung: “Dass es gut geht. Für das Stück wünsche ich mir, dass es wieder aufgeführt wird.” Eine zweite Aufführung erfährt seine Festmusik im Rahmen der traditionellen Motette am 21. April um 15.00 Uhr in der Thomaskirche Leipzig. Im Bachfest Leipzig 2012 wird die Ostermusik am 14. Juni ebenfalls erklingen. Dann werden nach den Aufführungen erneut Podiumsdiskussionen mit dem Thomaskantor erfolgen, um das Verstehen des Werkes und den Diskurs darüber zu ermöglichen. Natürlich wieder im Altarraum der Thomaskirche, “zu Füßen Bachs”, wie es Pfarrer Christian Wolff formulierte.

Weitere Informationen:  >>>  h i e r  <<<<     und  >>> h i e r  <<<

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Thomas Quasthoff

Thomas Quasthoff

Thomas Quasthoff im Interview!

Hamburg – Der Sänger Thomas Quasthoff  lehnt einen Umbau der öffentlichen Kulturförderung ab. “Das finde ich falsch. Man muss auch die Möglichkeit haben, in Diepholz ins Theater zu gehen”, sagte der 52-jährige Bassbariton dem Magazin “Der Spiegel”. Die kleinen Theater hätten eine Bildungsauftrag. Er widersprach damit der These des umstrittenen Buches “Der Kulturinfarkt”, wonach die Hälfte der deutschen Theater und Museen entbehrlich sei.

Dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen warf Quasthoff vor, diese Aufgabe zu vernachlässigen: “Was machen die denn? Wo sind denn die ganzen Klassiksendungen geblieben? Da gibt es das grauenhaft moderierte Klassik-Echo-Preisträgerkonzert mit Herrn Gottschalk. Der hat dasselbe Interesse an klassischer Musik wie ich am Häkeln…”

Zum Interview der nmz:

 http://www.nmz.de/kiz/nachrichten/thomas-quasthoff-lehnt-umbau-der-kulturfoerderung-ab

Autor

Agentur – dapd

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Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen / Schweiz gibt bekannt:

J.S. Bach

Matthäus-Passion BWV 244

Das Sonderkonzert findet im Rahmen des Internationalen Bachfests in Schaffhausen in der Kirche St. Johann, Schaffhausen, statt. Aufgeführt wird die Matthäus-Passion. Konzertbeginn ist um 17.00 Uhr.

Solisten

Vorverkauf im Stadttheater Schaffhausen oder unter

www.2012.bachfest.ch

Es ist nicht das erste Mal, dass Peter Harvey mit der J.S. Bachstiftung St. Gallen ein Konzert gibt. Bekannt wurde der britische Bariton durch seine Teilnahme an den umfangreichen Konzerten mit John Eliot Gardiner, Monteverdi Choir und English Baroque Soloists im Rahmen der “Bach-Cantata-Pilgrimage 2000.”

Programmheft

Das Programmheft zur Matthäus-Passion können Sie hier kostenlos herunterladen

Eine CD-Veröffentlichung der Matthäus Passion wird voraussichtlich Anfang 2013 bei der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen zu erwerben sein.

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News vom Label Monteverdi, Soli Deo Gloria, England:

CD -  SDG 716 Bach Motets

CD - SDG 716 Bach Motets

 

J.S. Bach Motetten

SDG 716 | 1 CD (19 Tracks)
Aufgenommen live in London,
St. Johns Smith Square, 2011
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The album is packaged in a hard back book similar to our other releases. It contains 44 pages booklet with original notes by John Eliot Gardiner and texts in German, English and French. Dreißig Jahre nach der großartigen ERATO-Einspielung handelt es sich hier um eine Neuaufnahme der Bach-Motetten aus 2011.

CD-Inhalt:

“Singet dem Herrn Ein Neues Lied” BWV 225 - ”Der Geist hilft Unser Schwachheit auf” BWV 226 - “Jesu, meine Freude” BWV 227 - ”Fürchte dich nicht, ich bin bei dir” BWV 228 - ”Komm, Jesu, komm” BWV 229 - ”Lobet den Herrn, Alle Heiden” BWV 230 - ”Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!” BWV 159 Anh.III.

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Gardiner-CDs der DGG

Gardiner-CDs der DGG

Ein ganz interessanter Hinweis, den mir Werner einmal zugesandt hatte und von mir in Vergessenheit geraten war..!!

Wem noch Bach-Kantaten der DGG mit Gardiner fehlen, dem sei der beigefügte Newletter zur Lektüre empfohlen. Dort gibt es die CDs für EUR 5,99. Allerdings sind darunter auch einige, die bereits vor dem Pilgrimage-Jahr 2000 aufgenommen und veröffentlicht wurden.

Hier geht alles den Bach runter. Vor allem die Preise! Johann Sebastian Bachs Kantaten. Wir haben elf prallgefüllte CDs mit Einspielungen Bachscher Kantaten, die aus einem ganz besonderen Projekt des britischen Dirigenten Sir John Eliot Gardiner hervorgegangen sind, „das er ‚Bach Cantata Pilgrimage‘ überschrieb. In unterschiedlichen europäischen Gotteshäusern sollten Bachs Kantaten aufgeführt werden. Sonntag für Sonntag, Feiertag für Feiertag. Jeweils jene Kantaten, die Johann Sebastian Bach für diese Tage geschrieben hatte.198 Kantaten Bachs sind überliefert. Die Konzerte der Gardinerschen Pilgerschaft fanden in zwölf Ländern und 50 Städten statt, 282 Musiker wurden beschäftigt&ld quo; (welt.online).Diese entstammen dem bestechenden Orchester der English Baroque Soloists und dem von Gardiner gegründeten und vom Gramophone Magazin als bestes Vokalensemble der Welt ausgezeichneten Monteverdi Choir. Ohrenschmaus voraus!

Hier klicken

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Werk aus eigenem Hause: Thomaskantor schreibt Ostermusik selbst

“Sankt Thomas” – so heißt die Komposition aus der Feder des amtierenden Thomaskantors Georg Christoph Biller. Am Ostersonntag wird sie in der Leipziger Thomaskirche uraufgeführt.

Biller gestaltet den Einstieg in seine Festmusik aus dem Schlussakkord der Bachschen Matthäuspassion. So thematisiert er vor allem die Art und Weise, wie sich die Dunkelheit der ausklingenden Passionszeit zum Licht des Osterfestes wendet.
Zudem stellt die Sankt Thomas Ostermusik einen inhaltlich aktuellen Bezug zum Unglauben des Jüngers Thomas her.

Mit der Uraufführung der Ostermusik beginnt ein Reigen von fünf Festmusiken zum Jubiläum 800 Jahre Thomana. Zu den Kirchenfesten bis Epiphanias 2013 erklingen Werke von Hans Werner Henze, Heinz Holliger, Brett Dean und Krzysztof Penderecki.

Zum Video-Beitrag :   >>  h i e r  klicken..!!  <<

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800 Jahre Thomaner – Der Thomaner Film ab 16. Februar im Kino – ZDF-Mediathek Bericht über die Thomaner

3. Februar 2012 6 Kommentare

In 2012 feiern die Thomaner ihr 800-jähriges Bestehen mit verschiedenen Festivals. Siebenundzwanzig Jahre hat Johann Sebastian Bach den Thomanerchor geleitet. Eine Tradition, in der Jungen zwischen neun und 19 Jahren in einem Internat zu musikalischen Höchstleistungen finden. Die Filmemacher Paul Smaczny und Günter Atteln durften ein Jahr lang teilhaben am Chor-Leben.

ZDF-Mediathek Die Thomaner

Der Thomaskantor Georg Christoph Biller über seinen Vorgänger Bach, sein pädagogisches Konzept, seine Erwartungen an die Thomaner – und über das “kollektive Abhängen”. Sollte ein Kind heute seine gesamte Kindheit und Jugend einer solch großen Sache widmen? Wir sprechen mit dem Thomaskantor Georg Christoph Biller, mit Thomanern, einem Kinderpsychiater und mit Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel, zwei ehemaligen Thomanern aus der Band “Die Prinzen”.

Link: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1552642/Thomaskantor-Georg-C.-Biller-im-Gespraech

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In Bezug dazu gab es am 27. Januar 2012 im ZDF einen Film über die Thomaner, dieser Filmbeitrag aus der Sendung aspekte kann in der ZDF-Mediathek weiterhin angesehen werden.

Link:  http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1553518/800-Jahre-Thomaner-Chor

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Filmankündigung "Die Thomaner" Fotorechte: NFP

 Am 16. Februar 2012 ist der offizielle Kinostart  ”Die Thomaner” in Deutschland

Offizieller deutscher Kino-Trailer zu dem Film “Die Thomaner” -HERZ UND MUND UND TAT UND LEBEN

.Filmverleih: NFP Filmverleih

.Kinostart (DE): 16.2.2012

.Regisseur: Paul Smaczny, Günter Atteln

Der Film beleuchtet das außergewöhnliche Leben und den Alltag der Thomaner und gewährt exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines traditionsreichen und bewunderten Ensembles. Die Thomaner, darunter ausgewählte Protagonisten und Ihr Thomaskantor Georg Christoph Biller, wurden über einen Zeitraum von über einem Jahr begleitet. Durch Ihre persönlichen Geschichten entstand ein sensibles Portrait der Thomaner, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht. Der Zuschauer darf eintauchen in eine einzigartige Welt zwischen Motette, Internat und Fußballplatz, in ein Leben, das geprägt ist von Erfolg und Leistungsdruck, Zweifeln und Stolz, Heimweh und echter Freundschaft.

DIE THOMANER ist ein unterhaltsamer Film, der durch erstklassige Musik und stimmliche Erlebnisse beeindruckt und die wunderbare Möglichkeit bietet den weltweit erfolgreichen Chor ganz aus der Nähe zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken. Im Rahmen des Bachfestes Leipzig wird der Film am 17. Juni 2012, um 11.30 Uhr in den Passage Kinos Leipzig gezeigt.

Quelle: NFP marketing & distribution GmbH Kantstraße 54, D – 10627 Berlin

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Premiere des Films “Die Thomaner” in Leipzig dabe die LVZ

Link: http://www.lvz-online.de/nachrichten/aktuell_themen/800-jahre-thomana-leipzig/filmpremiere-800-jahre-thomaner-chor/r-800-jahre-thomana-leipzig-a-125585.html

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Ein ausführliches Interview gibt es in  DIE ZEIT

“Will man das für seinen Sohn?”

Die Filmemacher Paul Smaczny und Günter Atteln über ihr Jahr im Thomanerchor, wo wenig Zeit für Kindheit bleibt

Link:  http://www.zeit.de/2012/06/S-Film-Thomaner

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Zeitungsrezension zum Film

“Die Thomaner”

von der FAZ (vom 15.2.2012)

800 Jahre Thomanerchor Johann Sebastian Bachs Kadetten…

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Link:  http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/800-jahre-thomanerchor-johann-sebastian-bachs-kadetten-11650661.html

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Weitere umfangreiche Informationen zu den Thomaner Chor gibt es auf der Internet-Seite von glaube aktuell.

Link:  http://www.glaubeaktuell.net/portal/journal/journal.php?IDD=1326118201&IDT=40&tx=1326119336&Preview=1&IDDParent=1028562155&useSpr=&IDB=1

sowie auf der offiziellen Thomaner Chor Seite:

Link: 

http://www.leipzig-online.de/thomanerchor/

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Grüße

Volker

Zwei Interviews: Die Kirchen sind leer, es sei denn, es gibt Musik von Johann Sebastian Bach

5. Januar 2012 1 Kommentar

Liebe Bachfreunde(innen) !

Lange hat es keine Interviews mehr in der aktuellen Presselandschaft von berühmten Interpreten zum Thema “Johann Sebastian Bach” gegeben und nun sind zwei sehr interessante Interviews mit dem Bach-Interpreten: “Nikolaus Harnoncourt” und dem Cellisten: “Mischa Maisky” veröffentlicht worden.

Nikolaus Harnoncourt - Dirigent ”Nikolaus Harnoncourt

in WELT  ONLINE am 25. Dezember 2011

mit der Überschrift als Leitartikel:

 Harnoncourt – “Über Bach kann man nicht lachen” 

 Die Kirchen sind leer, es sei denn, es gibt Musik von Johann   Sebastian Bach. Warum? Weil seine Werke vollkommen  sind, sagt Stardirigent Nikolaus Harnoncourt.

Am Eingangstor fehlt das Namensschild. Es müsste aber auch ziemlich breit sein für den vollen Namen des Hausherrn. Johann Nicolaus Graf de la Fontaine und d’Harnoncourt-Unverzagt entstammt steinaltem Hochadel, er ist mit den Habsburgerkaisern verwandt.

Als Nikolaus Harnoncourt wurde er zum Bach-Guru und zum einflussreichsten Dirigenten der Gegenwart. Seit Jahrzehnten lebt er hier mit seiner Frau Alice auf dem alten Pfarrhof in St. Georgen, Oberösterreich. Hühner laufen frei herum, auf einer Wiese weiden Schafe. 

Hier geht es zum ganzen Interview:  (auch als Download)

 http://www.welt.de/kultur/musik/article13774559/Harnoncourt-Ueber-Bach-kann-man-nicht-lachen.html

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Mischa Maisky Cellist

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In der Badische Zeitung wurde ein Interview geführt mit dem berühmten Cellisten:

Mischa Maisky am 4. Januar 2012.

Überschrift als Leitartikel:

“Meine Wurzeln reichen tief”    

Sein Leben ist ein Abenteuer. Er spielte schon in den berühmtesten Konzertsälen der Welt, saß aber auch im Gefängnis und mischte Zement in einem russischen Arbeitslager. Mischa Maisky, 1948 in Riga geboren, ist der einzige Cellist, der bei Mstislav Rostropowitsch und bei Gregor Piatigorsky studierte. In dieser Saison ist der Lette Artist in Residence im Festspielhaus Baden-Baden. Vorm ersten Porträtkonzert dort sprach Georg Rudiger mit ihm über die Musik Bachs, Zementmischen im Arbeitslager und über sein zweites Leben. 

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BZ: Haben Sie heute schon Cello geübt?
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Mischa Maisky: Heute Morgen leider noch nicht. Ich hatte anderes zu tun. Aber eigentlich versuche ich immer, jeden Morgen eine Bach-Suite vor dem Frühstück zu spielen. Das ist eine gute Übung zum Wachwerden.

Hier geht es zum ganzen Interview:  (auch als Download)

http://www.badische-zeitung.de/klassik-2/meine-wurzeln-reichen-tief–54388962.html

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Grüße
Volker

BBC Proms – 2011: Proms Plus – John Eliot Gardiner – Oper “Der Freischütz” von C.M. von Weber

12. September 2011 2 Kommentare

Hallo Sir Gardiner-Fans !

Die BBC stellt zur Zeit ein Radio-Interwiev  und als Konzert die Romantische Oper “Der Freischütz” von Carl Maria von Weber zur Verfügung. Ein Interview mit dem Interpreten und Leiter  Sir John Eliot Gardiner ist zu hören,,!! Das eigentliche Konzert beginnt ca. nach 25 Minuten und dauert ca. zwei Stunden.

Information von PROMS PLUS INTRO aus England für Opern-Liebhaber:

Conductor Sir John Eliot Gardiner talks to Tom Service about tonight’s performance of “Der Freischütz” by Weber in the version reimagined for French audiences by Berlioz. This work is rarely performed and is regarded as the corner-stone of German Romantic opera. Recorded earlier this evening at the Royal College of Music, London.

Der Freischütz ist eine romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber, op. 77. Das Libretto stammt von Johann Friedrich Kind.

Wie lange das Radio-Interwiev  und Konzert von der BBC zur Verfügung gestellt wird, ist mir nicht bekannt.

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BBC Proms 2011 Sir Gardiner

Link zum Radio der BBC:

http://www.bbc.co.uk/iplayer/console/b014648q

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Ausführende:

The Monteverdi Choir, Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Leitung: J.E. Gardiner

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Ich wünsche viel Spaß mit der romantischen Oper und dem Interwiev..!!

Grüße

Volker

Fernsehsender “TVO” ein Interview mit dem musikalischen Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen, Rudolf Lutz

16. August 2011 1 Kommentar

Screenshot: TVO-Fernsehen Sommerinterview Bach-Stiftung St. Gallen - mit Rudolf Lutz und Konrad Hummler

Liebe Bachfreunde/innen!

Am Sonntag, 14.08.2011 strahle das Private Schweizer Fernsehen (TVO) aus St. Gallen ein Interview mit dem Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen – “Rudolf Lutz” – und dem Förderer der Stiftung: “Konrad Hummler” – aus.

Die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen wurde im Jahr 1999 gegründete.

Ziel der Stiftung ist, das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bachs (1685–1750) in einer Gesamtaufführung zu bewältigen.

Ziel der Bachstiftung:

Bei einer Aufführung pro Monat dauert das Vorhaben an die 25 Jahre, geht es doch um mehr als 200 Kantaten, sechs Motetten, diverse Messen-Sätze, Oratorien, Passionen und die h-Moll-Messe. Die Stiftung bezweckt gemäss Gründungsurkunde «die Förderung des Kulturlebens in der Region Ostschweiz, indem sie Trägerschaften und Einzelpersonen unterstützt, die sich in edukativer Weise um die öffentliche Aufführung des Gesamtwerkes von Johann Sebastian Bach bemühen, um so insbesondere der Jugend die Bedeutung seines musikalischen Schaffens näherzubringen».

Ein weiteres formuliertes Ziel der Stiftung ist es, in regelmässigen Abständen Konzertmitschnitte des gesamten Vokalwerks von guter Qualität und in genügender Abdeckung zu liefern, da solche bisher fehlten.

Abfolge:

Pro Abend wird nur eine Kantate, diese dafür aber zweimal, aufgeführt. Vor jedem Konzert findet ein Einführungs-Workshop statt, und zwischen den beiden Aufführungen erfolgt eine Reflexion über den Kantatentext.

Gründer:

Gründer der J. S. Bach-Stiftung sind der Musiker Rudolf Lutz (künstlerische Leitung) und der Privatbankier Konrad Hummler. Aus privaten Mitteln wurde der Grundstock gelegt.

Instrumentalensemble:

Schola Seconda Pratica

DVD und Anthologie:

Aus der Sammlung der Reflexionen entsteht mit der Zeit eine «J. S. Bach-Kantatenanthologie des 21. Jahrhunderts» in Buchform. Eine Sammlung von allen DVDs mit Konzertmitschnitten eines Bachjahres erscheint ebenfalls jährlich.

Örtlichkeiten:

Die Kantaten werden in der Grubenmann-Kirche im appenzellischen Trogen aufgeführt.

Weblink:

Webpräsenz der J. S. Bach-Stiftung

(Quelle: Wikipedia)

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YouTube-Video: Auszüge vom Sommerinterview der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

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Über den nachstehende Link kann das gesamte Interview angesehen werden.

Das Schweizerdeutsch im Interview ist ein wenig gewöhnungsbedürftig – da muss genau hingehört werden – dann versteht man schon die getätigten Aussagen. Ich wünsche Allen viel Spaß mit dem Interview von unseren Bach-Freunden St. Gallen in der Schweiz.

Link: http://www.tvo-online.ch/index.php?article_id=100&day=2011-08-14

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Ich verabschiede mich für heute vom Blog……..!!

Herzliche Grüße

Volker

Konzerte und Interview mit dem lettischen Jungstar-Dirigenten Andris Nelsons

13. Januar 2011 2 Kommentare
Lettischer Jungstar-Dirigent Andris Nelsons

Lettischer Jungstar-Dirigent Andris Nelsons

Ein Jungstar-Dirigent der dreißiger: Andris Nelsons wird in der Oetkerhalle Bielefeld und Philharmonie Essen mit dem  ”City of Birmingham Symphony Orchestra” ein Konzert geben.

5. Schoneberg Konzert am 16.01.2011 in der Oetkerhalle Bielefeld – “City Of Birmingham Symphony Orchestra.”

Gautier Capuçon, Cello
Andris Nelsons, DirigentProgramm:
L. v. Beethoven – Egmont-Ouvertüre op. 84
D. Schostakowitsch – Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
G. Mahler – Sinfonie Nr. 1 D-Dur “Der Titan” 

Datum 16.01.2011
Uhrzeit 18:00 Uhr
Ort Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld
Stadtplanausschnitt
Internet Externer Linkhttp://www.live-klassik.de/klassik_in_bielefeld.html
Veranstalter Konzertbüro Schoneberg Münster
Termine 16.01.2011   18:00 Karten bestellen 

Preise: € 89,30/ € 78,30/ € 67,30/ € 56,30/ € 45,30
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Konzert in der Philharmonie Essen am 18.01.2011 um 20 Uhr
City Of Birmingham Symphony Orchestra, Leitung: Andris Nelsons
Tickets für Essen  -  h i e r – klicken..!!
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„Die größte und schönste Hoffnung am internationalen Dirigentenhimmel. Der 30-jährige Lette ist ein Ausbund an Musikalität.” (Der Tagesspiegel)
Seit 2008 leitet mit dem jungen Letten Andris Nelsons ein gleichermaßen intelligent wie feurig zupackender Dirigent das “City of Birmingham Symphony Orchestra”.
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Während man in Bielefeld das 1. Cellokonzert von Schostakowitsch (Solist: Gautier Capuçon) mit Beethovens Egmont-Ouvertüre und Mahlers 1. Sinfonie kombiniert, wird sich in Essen der lettische Pianist Vestard Shimkus mit dem “City of Birmingham Symphony Orchestra” in Rachmaninows 3. Klavierkonzert vorstellen.
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Aus diesem Anlass verfasste die NW in Bielefeld ein Interview mit dem Senkechtstarter als Nachwuchs-Dirigent: Andris Nelsons.
Ein weiteres Interview erschien im Focus über Andris Nelsons, beide Link-Angaben nachstehend.

 

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Link: NW Interview Andris Nelsons_

 

Link: Interview im Focus  h i e r klicken..!!

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Biographie des lettischen Dirigenten Andris Nelsons

Andris Nelsons, geboren 1978 in Riga, stammt aus einer Musiker-Familie und wurde als Trompeter ausgebildet. Schon früh zeigte sich ein Interesse am Dirigentenfach, so dass er ein Dirigierstudium begann. Daneben absolvierte er Meisterkurse bei Neeme Järvi und Jorma Panula. Seit 2002 nahm er überdies Privatunterricht bei Mariss Jansons. Seine erste feste Stelle fand er als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper, wo er in der Saison 2003/04 zum Music Director berufen wurde. In den folgenden Jahren debütierte er beim Tonhalle-Orchester Zürich, beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, beim BBC Philharmonic Orchestra und beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

Im Sommer 2006 übernahm er die Leitung der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford. Es folgten die Debüts an der Berliner und der Wiener Staatsoper, bei Pittsburgh Symphony, beim Cleveland Orchestra und dem Pariser Orchestre National de France. Im Oktober 2007 übernahm er die Leitung des City of Birmingham Symphony Orchestra, das durch Sir Simon Rattle in die „Champions League“ der Orchester geführt worden war.

Den Vertrag hat er jüngst bis in die Saison 2013/14 verlängert. In dieser Saison wird er an der Metropolitan Opera New York, am Royal Opera House in Covent Garden, bei der Staatskapelle Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und anschließend bei den Berliner Philharmonikern, den Wiener Symphoniker und dem Gewandhausorchester Leipzig debütieren. Im kommenden Jahr wird Nelsons in Bayreuth erstmals den „Lohengrin“ dirigieren.

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Rezension der NW zum Konzert in der Oetkerhalle in Bielefeld:

Lokale Kultur vom 18.01.2011
Musikalischer Urknall “City of Birmingham Orchestra” mit Andris Nelsons

VON CHRISTOPH GUDDORF
Bielefeld. Es ist 20.50 Uhr. Eine Dame fragt am CD-Stand im Foyer der Oetkerhalle enthusiastisch gestimmt nach einer Aufnahme der 1. Sinfonie Gustav Mahlers mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Andris Nelsons. „Die gibt es nicht? Wie schade. Dann müssen wir sie wohl so im Kopf behalten.“ Eine signifikantere Aussage hätte diese Dame nicht treffen können, scheint es doch schier unmöglich, ein solches, gerade zu Ende gegangenes, unwiederholbares musikalisches Ereignis auf eine gerade einmal 12 cm große Scheibe zu pressen.

Wer immer noch glaubt, das Hören einer CD würde ein Besuch im Konzertsaal ersetzen können, der sieht sich getäuscht. Der 31jährige lettische Dirigent Andris Nelsons, seit zwei Jahren Music Director in Birmingham, lässt Mahlers Visionen wie einen tönenden Urknall erscheinen, bei dem jedes Teilchen seine eigene Energie entfalten kann und seinen Platz im universalen Ganzen erhält. Alles steht in engstem Zusammenhang, nichts für sich. Motive (wie etwa das „Blaue Augen“- und das „Bruder Jakob“-Motiv) fließen ineinander, explosive Entladungen erwachsen aus der Stille und führen dorthin zurück.

Meister der Visualisierung

Nelsons ist ein Meister der Visualisierung, sein Dirigat führt die Musiker und den Hörer direkt zum Kern der Aussage, ohne jemals zum Selbstzweck zu avancieren. Sein Orchester folgt ihm mit unfassbarer Präzision und glühender Leidenschaft. Jede Phrase bekommt ihre eigene Bedeutung, ihre eigene Klangnuance. Überdreht Verzerrtes und Burleskes wirkt niemals vordergründig, sondern bildet eher eine Folie des Geschehens. Klanggewalt ist hier nicht gleich Tonstärke, gedämpftes Piano nicht gleich romantischer Zierrat. Alles berührt und erschüttert zugleich. Ein stehender (!) Bläserchor am Ende des finalen Satzes fesselt hier gleichermaßen wie ein wehmütig-fragil klagender Streicherklang im liedmotiv-geprägten dritten Satz.
Erste Bravorufe bei Beethoven

Freilich – ein solch exzellenter Klangkörper wie das CBSO macht es einem Dirigenten leichter, seine Vorstellungen umzusetzen, vorausgesetzt, dieser kann die Musiker mit seinen assoziativen Gedanken inspirieren. Nelsons gelingt dies ohne Zweifel. Auch bei Beethovens scharf konturierter Egmont-Ouvertüre zu Beginn des Konzerts, die bereits für die ersten Bravorufe sorgt. Bei Schostakowitschs 1. Cellokonzert hat er einen weiteren kongenialen Partner zur Seite: Gautier Capuçon. Hier singt kein Cello, hier klagt eine menschliche Stimme, die aus einem viertönigen humoristischem Motiv (abgewandelt aus Schostakowitschs Monogramm D-Es-C-H) und der Melodie von Stalins Lieblingslied „Sulinka“ ein autobiographisch geprägtes, musikalisches Zerrbild stalinistischer Schreckensherrschaft formt.

Orchester und Solist schaffen eine klangliche Intensität, die zum Zerreißen angespannt ist. Da bietet die herbeigeklatschte Zugabe Capuçons Kontrast und Entsprechung zugleich: Prokofjews „Der kleine Soldat“. Stehender Beifall am Ende des Konzerts entlockt auch Nelsons einen Nachschlag: ein in Streicherklängen schwelgendes Orchester-Kleinod („Anja“) seines Landsmannes MedinÅ¡. Am Ende bleibt (nicht nur für den Kritiker) die Erkenntnis: Manchmal ist es besser zu schweigen und sich zu verneigen vor einer musikalischen Darbietung, dessen Vollkommenheit und Impulsivität nur noch schwer in Worte zu fassen ist.

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Grüße

Volker


Im Interview Hélène Grimaud: Bei Bach, Chopin, Schubert kann ich meiner Gefühlsgewissheit vertrauen, bei Mozart fange ich an zu rätseln.

2. Januar 2011 1 Kommentar

DIE ZEIT überrascht immer wieder mit tiefgründigen Interviews mit internationalen Größen aus der Klassik-Szene. In dem heutigen Interview kommt die französische Spitzen-Pianistin Hélène Grimaud zu Wort, die nach langer schwerer Krankheit den Weg zurück zur Bühne gefunden hat.

Hélène Grimaud - französische Pianistin

Auszug aus dem Interview von der Zeitung DIE  ZEIT:

“Die Musikbranche ist nicht frei von einer Hedgefonds-Mentalität”

Frage: Ein bisschen Krise gilt im Klassikbusiness als schick. Wie viel ernsthafte Krise aber toleriert der Markt wirklich?

Grimaud: Kennen Sie die Geschichte des kleinen Mädchens, das am Strand entlanggeht und so viele angeschwemmte Seesterne wie möglich zurück ins Wasser wirft? Ein Mann kommt ihr entgegen und sagt, du weißt, dass es total sinnlos ist, was du tust? Und sie antwortet: Aber für diesen Seestern ist es nicht sinnlos – und wirft ein besonders schönes, großes Exemplar hinaus aufs Meer. Was ich sagen will: Der Musikmarkt ist kein anonymes, gesichtsloses Ungeheuer, er besteht aus Menschen.

Frage: Die alle Geld verdienen wollen.

Grimaud: Ja, 80 Prozent wollen wahrscheinlich nichts anderes. Aber mit jedem Einzelnen kann sich alles ändern. Die Leute, mit denen ich eng zusammenarbeite, haben Qualität, Niveau und Herz, für sie lege ich meine Hände ins Feuer (lacht). Und sie wissen: Von ein paar Absagen, von einer CD, die nicht erscheint, geht die Welt nicht unter. Bei allem schlechten Gewissen, das ich habe, wenn ich absagen muss, gibt mir das die Sicherheit, nicht um jeden Preis funktionieren zu müssen….

Link zum gesamten Interview: http://www.zeit.de/kultur/2010-11/helene-grimaud

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Video: Hélène Grimaud, Thomas Quasthoff – Schumann Dichterliebe – Verbier Festival 2007

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Eine Kurz-Biographie von Hélène Grimaud

Die Eltern von Hélène Grimaud waren Lehrer jüdischer und katholischer Konfession. Ihre Mutter entstammt einer Familie nordafrikanischer Juden, ihr Vater hatte deutsche und italienische sowie ebenfalls jüdische Vorfahren. Ihre Familie änderte noch vor ihrer Geburt den Familiennamen Grimaldi in die heutige Schreibweise um. Nach eigener Bekundung hat Hélène sich aufgrund der anderen Herkunft obwohl sie in Frankreich aufwuchs dort nie richtig heimisch gefühlt.

Hélène Grimaud ist am 7. November 1969 in Aix-en-Provence  (Frankreich) geboren. Überbegabtes Kind ist sie nicht und findet Zuflucht in der Musik, wo sie in vollem Umfang aufblüht. Mit acht Jahren bekam sie ersten Klavierunterricht studiert zunächst in ihrer Heimatstadt bei Jacqueline Courtin, daraufhin bei Pierre Barbizet am Konservatorium in Marseille. Er erkannte ihr ungewöhnliches Talent und schlug vor, sie für die Aufnahmeprüfung am Pariser Konservatorium vorzubereiten. Im Jahre 1982 –  mit dreizehn Jahren – besucht sie das Konservatorium von Paris.Sie schloss ihre Ausbildung 1985 mit dem “Premier prix” im Piano-Fach des Conservatoire ab und nahm nur kurz nach dem Diplom ihre erste CD mit Rachmaninovs “Sonata No. 2″ und die “Etudes-Tableaux op. 33″ auf (Grand Prix du disque 1986). Anfang der neunziger Jahre widmet sie sich in den Vereinigten Staaten überwiegend ihrer Leidenschaft  für die Wölfe.

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Interview: Enoch zu Guttenberg – Mein Vater hat als leidenschaftlicher Musikhörer immer wieder Kraft aus den Werken von J.S. Bach geschöpft!

29. Dezember 2010 4 Kommentare

Dirigent Enoch zu Guttenberg

In einem Interview der FAZ äußert sich Enoch zu Guttenberg – (Dirigent und Leiter der “Chorgemeinschaft und Klangverwaltung Neubeuern”) –  zu Fragen des Musik-Konsums in der Weihnachtszeit.

Fragt man einen kritisch reflektierenden Geist wie den Dirigenten Enoch zu Guttenberg, der sich mit Vorliebe quer zum Zeitgeist eines mehr und mehr kommerzialisierten Musikbetriebs stellt, fängt man sich eine freundliche, aber grundsätzliche Abfuhr ein: „Musik-Erleben hilft mir persönlich nicht, um mit einer bestimmten Situation – sei es einer schweren, einer festlichen oder einer besonders glücklichen – fertig zu werden. Vielleicht ist das eine Profi-Krankheit. Ganz anders als beim ausübenden Musiker kann das aber bei den Menschen sein, für die die Musik gemacht wird. Mein Vater beispielsweise hat als leidenschaftlicher Musikhörer immer wieder Kraft aus den Werken von Johann Sebastian Bach geschöpft – noch bis in seine letzten Stunden hinein. Ich dagegen beziehe nicht aus dem Hören, sondern aus dem Aufführen selbst unglaubliche Kraft……

Zum Interview der FAZ - h i e r  klicken..!!

Biographie von Enoch zu Guttenberg: -  h i e r ..!! -

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Grüße

Volker

J.S. Bach-Stiftung: Johann Sebastian Bach auf dem Dorfe

Ein wunderbarer Artikel von der J.S. Bach Stiftung St. Gallen mit der Überschrift:

“Johann Sebastian Bach auf dem Dorfe”

als Feiertags-Lektüre geeignet.

Screenshot: - J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

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PDF-Link zum Artikel nachstehend:

http://www.bachstiftung.ch/media/filer_public/2010/12/22/20101223_-_sonntag_-_johann_sebastian_bach_auf_dem_dorfe.pdf

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Gruß

Volker

Zeitschrift-ALTE MUSIK AKTUELL-TOCCATA veröffentlicht ein Interview mit Sir John Eliot Gardiner in der November-Ausgabe

9. November 2010 2 Kommentare

Zeitschrift: "ALTE MUSIK AKTUELL-TOCCATA" Ausgabe November-Dezember 2010

Vor Tagen bestellte ich bei jpc die Neuausgabe der Zeitschrift:

“ALTE MUSIK AKTUELL-TOCCATA”

Ausgabe November-Dezember 2010 – mit einem Interview mit Sir John Eliot Gardiner, das aus dem englischen ins deutsche übersetzt wurde. Dieses Interview ist Online nicht einsehbar sondern kann nur über den Erwerb beim Verlag:

http://www.promusicaantiqua.de/

oder bei – j p c

als Einzelheft gekauft und eingesehen werden.

Die Zeitschrift bekam ich heute per Post und bin von dem Interview restlos begeistert. Hier wird wirklich alles angesprochen, was den Gardiner-Freund so ungemein interessiert vom Werdegang des großen Dirigenten und seine Auffassungen zur modernen und historischen Aufführungspraxis, Aussagen zu J.S. Bach, Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists, Orchestre Révolutionnaire et Romantique.

Wie muss sich ein Sänger-Chor in den Bachwerken artikulieren können, wie muss die Stimme sein, um seine Werke gesanglich umsetzen zu können, etc.

Das ist wirklich einmal ein inhaltlich fantastisches Interview, das sehr selten in dieser Form zu finden ist. Ich kann es allen Gardiner-Freunden nur sehr ans Herz legen, sich dieses Einzelheft bei - jpc – zu besorgen.

Wünsche inhaltsreichen Lese-Spass

Volker

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P.S.

Blog-Mitglieder bitte beim Administrator melden per EMail.

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Interview: Sir John Eliot Gardiner – Der britische Dirigent auf seiner Bach-Pilgerfahrt

6. November 2010 2 Kommentare

BBC music MAGAZINE

Hallo Gardiner-Getreue,

wer am November-Wochenende Langeweile verspürt, kann sich das neuste Interview mit Sir John Eliot Gardiner durchlesen. Leider steht nur ein Teil des Interviews zur Verfügung, da ein Login für das “BBC Musik-Magazin” verlangt wird. Aber so manch Informatives ist auf der Einleitungs-Seite schon zu entdecken.

Link:

http://www.bbcmusicmagazine.com/feature/meet-artists/sir-john-eliot-gardiner

Wer Kauderwelsch-Deutsch liebt wir hier auf seine Kosten kommen:

Link: – h i e r – klicken..!!

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Grüße Volker

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen findet Würdigung im Bach Magazin Heft 16

Bach Magazin Leipzig Heft 16

Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz findet immer mehr Anhägnger und Freunde in Deutschland und Europa. Das Ziel dieser J.S. Bach-Stiftung ist es, sämtliche Kirchen-Kantaten von J.S. Bach in den Live-Konzerten mitzuschneiden und auf DVD zu veröffentlichen. Ihre Würdigung bekommen sie zu Recht im neuen Heft des BACH MAGAZIN aus Leipzig

……und werden zum “Bachfest 2012″ nach Leipzig eingeladen..!!

Eine fantastische Gelegenheit – meine Schweizer Bachfreunde mit einem Besuch zu beehren..!!

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In der neusten Ausgabe vom BACH MAGAZIN Heft 16 ist ein mehrseitiger Artikel über die “J.S. Bach-Stiftung  St. Gallen” – Schweiz veröffentlicht worden.

Titel: Vom Reiz der verspäteten Aneignung”

Innovatieve Konzepte einer Gesamtaufführung von Bach’s Vokalwerken in der Schweiz.

Text-Auszüge aus dem BACH MAGAZIN – Heft 16 –

erschienen im November 2010:

Bach und die Schweiz - erst vor wenigen Jahren erschien ein erster Sammelband dieses Namens und tatsächlich war diese Verbindung bis in die jüngste Vergangenheit hinein kaum ein Thema.

Anders als Felix Menselssohn Bartholdy hat Bach das Land nie besucht und über die Aktivitäten des Verlegers Hans Georg Nägeli – (bekannt geworden durch seine Aussagen zur h-Moll-Messe *) – in den Jahrzehnten nach 1800 hinaus spielte die Schweiz in der Rezeptionsgeschichte seiner Werke keine herausragende Rolle.

 

Artikel BACH MAGAZIN Leipzig über die J.S. Bach-Stiftung St.Gallen-Schweiz

Für die heutige Aufführungspraxis erweist sich diese “Verspätung” jedoch in mancherlei Hinsicht als Vorteil: Neue Bach-Initativen sind zwischen Alpen und Oberrhein weniger belastet durch Traditionen und verfestigte Hörgewohnheiten; die unterdessen gewonnen Erfahrungen im Umgang mit barocken Spielweisen und historischen Instrumentarium können in umfassender Weise einbezogen werden.

BACH MAGAZIN: J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz in Aktion

 

Nicht zuletzt sorgen eine gewachsene lokale Alte-Musik-Szene sowie hervorragende Ausbildungs-Institutionen wie die “Schola Cantarum Basiliensis” für die nötige Basis, um Aufführungen jener Qualität in Werk zu setzen, wie sie angesichts der Verfügbarkeit von Referenzeinspielungen mittlerweise unerlässlich ist…….

*) Zusatzinformation vom Verfasser!

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Das Bach Magazin ist erhältlich in ausgewählten Buch- und Musikalienhandlungen in ganz Deutschland und kann im Abonnement direkt beim Bach-Archiv bezogen werden

oder als Einzelheft bei -  j p c -

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Angaben zur J.S. Bach-Stiftung St. Gallen:

Rudolf Lutz (*1951) wurde 2006 zum künstlerischen Leiter der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen berufen. Im Hinblick auf die geplante Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk hat Rudolf Lutz in Zusammenarbeit mit erfahrenen Musikern das Orchester «Schola Seconda Pratica» sowie ein ständiges Ensemble von Solisten und Chorsängern aufgebaut.

Rudolf Lutz ist Dozent für Improvisation an der Hochschule für Alte Musik «Schola Cantorum Basiliensis» und für Generalbass an der Hochschule für Musik Basel. Zudem unterrichtete er von 1998 – 2008 das Fach Oratoriumskunde an der Hochschule Zürich……

Weitere Angaben zur “J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” auf  - YouTube –

und ihrer Web-Präsenz, Link: http://www.bachstiftung.ch/de/

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Eingeplant habe ich einen Besuch eines Kantaten-Konzertes in Trogen-Schweiz (St. Gallen) für das Jahr 2011 und nun kommt diese fantastische Ankündigung, dass das sympathische Ensemble auch zum Bachfest 2012 in Leipzig erscheinen wird, das steigert die Vorfreude und begeistert mich, sie in Leipzig an historischer Bach-Stätte Wiedersehen zu können.

Schönes Wochenende

Volker


J.S. Bach-Stiftung in St. Gallen spielt sämtliche Bach-Kantaten-Werke ein

1. Juni 2010 6 Kommentare

Durch einen reinen Zufall bin ich im Internet auf die hervorragende Web-Site der

“J. S. Bach-Stiftung” in St. Gallen-Schweiz

gekommen und möchte einmal dieses tolle J.S. Bach-Projekt vorstellen.

Orchester «Schola Seconda Pratica» und Chor der Bach-Stiftung St.Gallen Schweiz

Es ist ein Kreis von großen Enthusiasten unter der Musikalische Leitung von Rudolf Lutz. In fünfundzwanzig Jahren – seit 2006 – werden sämtliche Bach-Kantaten aufgeführt und in Anderthalb Stunden vor dem Konzert finden für Interessierte Einführungs – Workshops durch den musikalischen Leiter der Gesamtaufführung, Rudolf Lutz, statt. Pro Abend gelangt lediglich eine Kantate, dafür aber zweimal, zur Aufführung. Zwischen den beiden Aufführungen wird eine Reflexion über den jeweiligen Kantaten-Text vermittelt. Danach wird man die Kantate anders hören als zuvor. Das ist ein genialer Weg, J.S. Bach dem Konzert-Besucher näher zu bringen und sollte auch in Deutschland Schule machen.

Aus der Sammlung der Reflexionen entsteht nach und nach eine «J. S. Bach-Kantaten anthologie des 21. Jahrhunderts»* in Buchform.

Buch-Veröffentlichung "Bach-Anthologie 2008" Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz

Die Bach-Kantaten werden außerdem auf DVD veröffentlicht. Meine Bestellung der ersten DVD mit dem Magnificat ging heute online raus und bin ganz gespannt auf der beiliegenden Broschüre zur Werksbeschreibung.

Link zum Online-Bücher-Shop der Bach-Stiftung in St. Gallen:

http://bach.omc.net/shop/index.php?cat=c1_DVD-s.html

Rudolf Lutz Musikalischer Leiter

Rudolf Lutz ist Dozent für Improvisation an der Schola Cantorum Basiliensis. An dieser Hochschule für Historische Aufführungspraxis unterrichtet er zusammen mit zwei Kollegen und zwei Assistenten rund 35 Studentinnen und Studenten der Abteilung Tasteninstrumente. An der Musikhochschule Basel erteilt er das Fach Generalbass und an der Hochschule für Musik und Theater Oratorienkunde. In Konzerten und Workshops ist er ein gefragter Spezialist für historische Improvisations-Praxis. 2006 wurde Rudolf Lutz zum künstlerischen Leiter der J.S. Bach-Stiftung, St.Gallen, berufen. Im Hinblick auf die geplante Gesamtaufführung von Bachs Vokalwerk hat Rudolf Lutz in Zusammenarbeit mit andern Musikern das Orchester «Schola Seconda Pratica» sowie ein ständiges Ensemble von Solisten und Chorsängern aufgebaut.

Auf  YouTube sind Konzertausschnitte von dem Orchester «Schola Seconda Pratica» mit den bereits aufgeführten Bach-Kantaten veröffentlicht worden.

Link: http://www.youtube.com/user/Bachstiftung

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Eine Einführung zum Projekt wurde in 2008 vom DRS gesendet und kann nachstehend aufgerufen werden.

DRS2 aktuell (15.12.08) “Bachs gesamtes Vokalwerk in Trogen”

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Diesbezügliche inhaltliche Angaben von der Web-Site der Bachstiftung St.Gallen:

«Seconda Pratica» bedeutet die «zweite Praxis» und meint die «nachfolgende» Schreibart. Dieser musikologische Fachbegriff bezeichnet jene basszentrierte Musik, welche sich um 1600 in Italien zu profilieren wusste. Bekannteste Beispiele dieser «modernen Art» sind die rezitativischen Teile von Monteverdis Opern. Man spricht deshalb bei der barocken Epoche auch vom Generalbasszeitalter.

Im Gegensatz dazu stand die altbewährte Schreibart, die «Prima Pratica». Diese «erste Praxis» meint die Vokalpolyphonie der verschiedenen niederländischen Schulen von Dufay bis Di Lasso. Es ist eine Musik, deren Stimmen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Obschon das Bach’sche Oeuvre das Resultat seiner grossen musikalischen Neugierde für alte und neue Stile ist – es ist bekannt, dass Johann Sebastian Bach sich Zeit seines Lebens mit zeitgenössischen Strömungen wie auch historischen Stilen beschäftigte sind wir der Ansicht, dass seine Kantaten hauptsächlich aus dem Kern des Generalbasses zu verstehen und aufzuführen sind. Deshalb haben wir das Ensemble, das für die J. S. Bach-Stiftung konzertiert, «Schola Seconda Pratica» getauft.

Die Besetzungen für die verschiedenen Kantaten sind variabel. So können die oberen Streicherstimmen solistisch oder auch in der Grösse von 3 ersten und 3 zweiten Violinstimmen und 2 Violastimmen ausgeführt werden. Bach hat in seinen Aufführungen beide Varianten benützt. Die Generalbassgruppe ist mit einem Violoncello, Kontrabass, Cembalo und/oder Orgel das Zentrum der Musik. Die Bläserbesetzung ergibt sich aus den Anforderungen der einzelnen Kantaten. Für den Chor wählten wir eine schlanke Variante mit je drei bis vier Sängerinnen oder Sängern pro Stimme. Zwischen Vokal- und Instrumentalensemble soll eine Gleichberechtigung bestehen. Das modulare Personalkonzept erlaubt uns allerdings, den Chor bei Bedarf deutlich zu erweitern. Der Begriff «Schola» weist darauf hin, dass im Hinblick auf die langjährige Dauer unseres Vorhabens eine historisch orien tierte Orchesterschulung vorgesehen ist.

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Adresse: J. S. Bach-Stiftung
Jacqueline Neuburger, Sekretariat
Postfach 164
9004 St.Gallen-Schweiz

Telefon: 071 242 58 58
E-Mail: info@bachstiftung.ch

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TV-Tipp: am 18.4.2010 Das Bayerische Fernsehen kommt mit einem neuen Klassik-Magazin

Bayerisches Fernsehen neues Klassik-Magazin, ab Sonntag, 18.4.2010 um 12:00 Uhr:

BR KlaSSIK-MAGAZIN

am Sonntag gibt es im Bayerischen Fernsehen jeweils zur besten Sendezeit um 12 Uhr mittags das Magazin KlickKlack, das sich alle zwei Wochen jeweils eine halbe Stunde lang der bunten Welt niveauvoller Musik widmet.

So wird es viel zu entdecken geben, jeden zweiten Sonntag von 12 Uhr an (nur bei der ersten Ausgabe am 18. April ausnahmsweise von 12:15 Uhr an). Beim Start der Reihe ist übrigens ein cleverer Grenzgänger der Musikwelt mit von der Partie. Denn ein Beitrag widmet sich dem Vokalvirtuosen Bobby McFerrin. Außerdem stehen der Geiger Daniel Hope, der Bass-Bariton Bryn Terfel, der Bach-Spezialist Murray Perahia und die Jazz-Pianistin Hiromi Uehara auf der Gästeliste.

Weitere Inforomationen dazu  auf der Website vom BR.

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P.S. Radio BR-Klassik Aktualisierung für den 19.4.2010 um 13:05 Uhr

19.04.2010
13:05 Uhr: BR-Klassik

Musik im Originalklang
English Baroque Soloists: John Eliot Gardiner
François Couperin: “Le Parnasse”; Georg Friedrich Händel: “Solomon”, Einzug der Königin von Saba und Chor aus dem 3. Akt; “Israel in Egypt”, Introitus und Chor aus dem 2. Teil, HWV 54 (Monteverdi Choir); “Alcina”, Eröffnungsmusik; Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-dur

Wiederholung der Sendung auf BR-Klassik am 21.4.2010 um 12 Uhr
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Schönes Wochenende und Grüsse

Volker

Aber eins ist sicher: Wenn ein Bach-Choral eine Antwort geben kann, ist das ein Geschenk!

25. Januar 2010 11 Kommentare

Hallo Bachfreunde,

heute bekam ich ein Interview mit dem Dirigenten “Enoch zu Guttenberg” zu lesen, das ungemein spannend und inhaltsreiche Aussagen zum Weihnachtsoratorium und J.S. Bach’s sonstige Werke – beinhaltet. Die Überschrift dieses Beitrages ist ein Zitat aus dem Interview. Weiterhin gibt es weitere Hinweise allgemeiner Art zu der Aufführungsform von Sakralen Werken in – Konzerthalle – Kirche – und der Zugang der Vermittlung zu dem gehörten Werk. Er äußert sich über Verdi – Haydn – Strauß – Harnoncourt u.s.w. Es ist ein Spitzen-Interview, das mich voll angesprochen hat, dafür danke an “kultiversum” zur Veröffentlichung…!!

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Dirigent: Enoch zu Guttenberg

Dirigent Enoch zu Guttenberg

Oberster Festspieler auf Herrenchiemsee

Er ist verantwortlich für eine der schönsten Festspielorte in Bayern. Mit enthusiastischer Leidenschaft gestaltet er die Musikfestspiele auf Herrrenchiemsee und macht diese zu einem besonderen Erlebnis. Er ist aber nicht nur Festspielleiter, sondern auch Dirigent vom Orchester der Klangverwaltung-Neubeuern (Bayern), mit dem er zusammen im Oktober diesen Jahres einen ECHO Klassik verliehen bekommen hat. (1+)

Enoch zu Guttenberg ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Dirigenten: Als Mitbegründer des BUND, Umweltschützer und Politiker ist er ebenso bekannt wie als Musiker, sein Sohn bekleidet zur Zeit den Ministerposten im Verteidigungsministerium. Dabei machte er durchaus eine „klassische“ Karriere: Nach seinem Kompositions- und Dirigierstudium in München und Salzburg übernahm er 1967 die Leitung der Chorgemeinschaft Neubeuern, die er zu einem weltweit anerkannten Ensemble formte. Auch seine 1997 gegründete KlangVerwaltung zählt inzwischen, mit regelmäßigen Auftritten im Wiener Musikvereinssaal, der Berliner Philharmonie oder dem Festspielhaus Baden-Baden zu den besten deutschen Orchestern. 1999 gründete Guttenberg die Herrenchiemsee Festspiele, wo er für seine Auffassung von Musik ebenso streitet wie in seinen zahlreichen Vorträgen. (+2)

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Link zum Interview mit – Enoch zu Guttenberg – nachstehend:

http://www.kultiversum.de/Musik-Partituren/Interview-Enoch-zu-Guttenberg.html

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YouTube: Video Matthäuspassion

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(+1) Text: BR / (+2) Text: kultiversum

Gruß
Volker

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Im Interview- Anne Sophie Mutter – An manchen Abenden ist das Publikum für mich eine größere Herausforderung

Hallo,

ein sechsseitiges Interview mit der Violonistin “Anne-Sophie Mutter” ist in “DIE ZEIT” nachzulesen, es ist sehr interessant gehalten und beleuchtet u.a. die Problematik des Künstlers mit seinem Publikum im Konzert und persönliche Unzulänglichkeiten und persönliches aus ihrem Leben.

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Link “DIE ZEIT” http://www.zeit.de/2009/53/Anne-Sophie-Mutter?page=3

Ihre persönliche Homepage (mit Hörproben von JS Bach Violinkonzerte BWV 1041 + 1042)

Link: http://www.anne-sophie-mutter.de/md_index.php

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Folgende Fernsehsendung über Anne-Sophie Mutter gibt es in Kürze:

am 24.01.2010
12:00 Uhr: HR

Anne-Sophie Mutter in Deutschland, deine Künstler

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Grüße

Volker

Interview beim Mittagessen in Dorset mit Sir John Eliot Gardiner

16. Januar 2010 1 Kommentar

Hallo,

ein so ungezwungen geführtes Interview der FT-FINANCIAL TIME  mit “Sir J.E. Gardiner” ist mir nicht bekannt – ich musste oft schmunzeln über die getätigten Aussagen, dafür @Martin, ganz herzlichen Dank.

Sir J.E. Gardiner einmal als Illustration wunderbar gelungen.. (Bildrechte: James Ferguson)

Kurz-Ausschnitt aus dem Interview von Google-Übersetzung in deutsch:

Ein paar Tage, bevor ich den Dirigenten Sir John Eliot Gardiner, eine Kurzmitteilung zu erfüllen gibt mir eine gewisse Vorstellung, was sie erwartet. ”Just zu überprüfen, ob etwas gegen Wild-und / oder der Leber haben?Wird ein ganz hausgemachten Mittagessen und wir haben viele Ersatzteile Gummistiefeln. Sie können Schlamm-freundliche Kleidung zu tragen. “

Der Sender wird seine italienische Frau Isabella, der tätig wird, als Vermittler. Für Gardiner, drückte ein Mittagessen mit dem FT in den nächsten Lauf der Proben in London ist offenbar weniger bequem als er mich besuchen die Farm besitzt er in Südwest-England.

Link nachstehend zur Originalseite als PDF von FT-FINANCIAL TIME:

pdf FT-FINANCIAL TIME-Gardiner Interview

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Link zur Google-Übersetzung in deutsch als PDF nachstehend:

pdf FT FINANCIAL TIME Gardiner-Interview deutsch-Google

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Wünsche viel Spass mit der Lektüre…!!

Schönes Wochenende und Grüße

Volker

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Beeindruckend – Stiller Schluss-Applaus nach einem Oratorium-Vokalwerk?

4. November 2009 7 Kommentare

Hallo,

ich komme noch einmal auf das bereits abgehandelte Thema “Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten” zurück. Ich habe mir das Oratorium von Joseph Haydn “Die Schöpfung” unter der Leitung von Leonard Bernstein in der Basilika Ottobeuren von 1986 angesehen. Was dort zum Schluss ablief, hat mich sehr nachdenklich gemacht. Nach dem Schluss-Satz des “Amen” war absolute Stille in der Basilika, der Dirigent und die Besucher verharrten ganz still, kein Applaus, nur die Glocken der Basilika waren zu hören. Danach verließen die Besucher die Kirche und ich war davon tief beeindruckt.

Was mag im Vorfeld abgesprochen sein, dass eine Beifallsbekundung unterblieb? Ich fand diese Art sehr sehr angemessen, es blieb genügend Zeit, alles während der Glockenschläge verinnerlichen zu können, diese Ruhe und Stille war beeindruckend und finde es nachahmenswert…!! Wahrscheinlich stehe ich mit dieser persönlichen Meinung allein auf weitem Feld und Flur…!! Einen Video-Ausschnitt von dem Konzert in der Basilika Ottobeuren von 1986 füge ich bei, hier geht es nur um den angesprochenen Schlussteil des Oratoriums von Joseph Haydn “Die Schöpfung”.

Lasst die Szenen einmal auf euch wirken und sagt mir dann einmal die persönliche Meinung dazu.

Zum Start in den Player klicken

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Als Konteks dazu Sir John Eliot Gardiner aus seinem Reisetagebuch von SDG 156 Vol. 4 – CD eins -

von der Pilgrimage 2000 -Tour aus der Kirche St Gumbertus, Ansbach wie folgt:

Foto: Frentischer Schluss-Applaus für den Sir in der Nikolaikirche Leipzig beim Bachfest 2007

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Das letzte Mal waren wir 1981 hier in Ansbach, als man uns eingeladen hatte, fünf verschiedene Programme mit Bachs Musik aufzuführen. Der Chor übertraf sich damals selbst, und dies zu einer Zeit, als wir als English Baroque Soloists immer noch damit beschäftigt waren, unseren Weg als ein Ensemble zu finden, das sich der historischen Aufführungspraxis verschrieben hatte.

Neunzehn Jahrespäter wurde das erste Stück in unserem Programm, die Motette ‚Lobet den Herrn’, die mit einem überwältigenden ‚Hallelujah!’ endet, mit völliger Stille quittiert. Plötzlich fiel mir wieder ein, wie bestürzt ich damals war, als der zaghaft einsetzende Beifall mit lauten Pst!-Rufen erstickt wurde, 1981 und auch am Ende unseres ersten Auftritts 1979 hier.

Irgendwie wirkte es so, als würde der ganzen Sache der Reiz genommen – der Ehre, die man vermeintlich uns, den Ausländern, erwiesen hatte, als man uns auserwählte und einlud, an diesem führenden Bach-Fest teilzunehmen, fast einem Mekka (oder Bayreuth) der Bach-Feiern. Einige von uns hatten Mühe, nicht aufgebracht zu reagieren, nicht was die fehlende hörbare Zustimmung betraf, sondern die Einstellung, die hinter diesem kapriziösen Verzicht auf Applaus lag.

Der Grund dafür war nicht so sehr die (mangelnde) Qualität der Aufführung, jedoch vielmehr der pseudo-religiöse Respekt, den ein Publikum, das sich als wahrer Wächter der heiligen Bach-Flamme verstand, dieser Musik entgegenbrachte. Historisch nicht ganz stimmig an dieser exzessiven Bach-Huldigung ist, dass die Musik als ein statischer Gegenstand oder eine heilige Reliquie gesehen wird, während Bach eindeutig sehr großen Wert darauf legte, dass seine Musik aufgeführt wird, wie es uns im Laufe des Jahres immer wieder bestätigt worden war.

In gewisser Weise wird ihre Komposition erst während der Aufführung ‚vollendet’, und das ist der Grund, warum wir als Musiker so achtsam jeder Spur folgen, die uns in der Notation der Kantaten Hinweise auf Bachs eigene Aufführungspraxis gibt.

Wir sind auch bestrebt, ein produktives und dynamisches Dreiecksverhältnis zu schaffen, zwischen dem Komponisten Bach, der sein Werk selbst aufgeführt hat, uns als Musikern, die es neu erschaffen, und schließlich dem Publikum, das an diesem Prozess teilhat. So war es in allen ostdeutschen Städten gewesen, wo wir in diesem Jahr aufgetreten waren.

Doch wenn die Zuhörer als begeisterte Bach-Anhänger zu dem Schluss gelangt sind, das Gelände verteidigen zu müssen, kann diese lebenswichtige chemische Reaktion zwischen ihnen und uns nicht mehr stattfinden, und damit entfällt auch der ‚Auftrieb’, den ein reaktionswilliges Publikum einem auftretenden Ensemble geben könnte.

Diese Überlegungen traten in ein anderes Licht, als eine ältere Dame nach dem Konzert am Morgen nach vorn kam und mir ein Sträußchen mit Blumen aus ihrem Garten überreichte. Die letzte Spur Groll verschwand, als sie am Abend mit einem noch größeren Strauß wiederkam, diesmal aus wilden Wiesenblumen.

- Zitat – Ende -

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In einem Interview mit der NW vom 20.10.2009 nahm der englische Star-Violonist Daniel Hope zu dem Thema Applaus wie folgt Stellung:

Frage:

Herr Hope, ich habe in einem Benimmbuch aus den 50er Jahren gelesen, dass man den Künstler nach einem Konzert nicht mit allzu langem Beifall bedenken sollte, weil er vom Musizieren müde sei. Sagen Sie mir bitte, dass das nicht wahr ist.

DANIEL HOPE:

(lacht) Ich würde sehr traurig sein, wenn das wahr wäre. Natürlich kann man sehr müde sein nach einem Konzert, aber für mich persönlich ist Applaus das schönste Geräusch nach der Musik. Es ist das Signal des Publikums an den Künstler, dass die Botschaft angekommen ist.

Frage:
Sie sind gerade in Aix-en-Provence gemeinsam mit Anne-Sophie von Otter aufgetreten mit Liedern aus dem KZ Theresienstadt.
Wenn man um den Hintergrund dieser Musik weiß, kann da Applaus nicht auch fehl am Platze wirken?

HOPE:

Ja, das kann es. Wir haben gerade mit diesem Programm unterschiedlichste Reaktionen erlebt. Bei den Kabarettliedern, die im KZ zur Ablenkung geschrieben wurden, hat sich manches Publikum richtig in den Applaus hinein gesteigert, ein anderes Publikum hat eher zurückhaltend reagiert, weil es spürte, zu viel Applaus wäre fehl am Platz. In Frankreich haben die Leute sehr schnell und sehr stark nach allem applaudiert. Das war für uns Musiker nicht ganz einfach, weil das zum Teil sehr traurige Lieder sind und sich eine gewisse Spannung aufgebaut hat. Man will als Musiker manchmal ein paar Sekunden der Stille genießen, und das ist dann nicht möglich.

- Zitat – Ende -

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Die gegensächlichen Aussagen von Daniel Hope und J.E. Gardiner zum Thema “Applaus” können nicht unterschiedlicher ausfallen. Ich kann mich noch sehr gut an die Aufführung von Sir John Eliot Gardiner – mit der Matthäus-Passion am 6. März 2005 – im Kaiserdom von Königslutter erinnern. In diesem Beitrag hatte ich folgende Aussage zum Konzert getätigt:

Besonders beeindruckend, wie innerlich bewegend die gesamten Solisten, ob Chor oder Orchester sowie J.E. Gardiner, bei den Gesangspartien des Evangelisten, die Augen geschlossen und die Hände gefaltet, den Worten und der Musik lauschend zuhörten.
Das Publikum wurde dermaßen von diesen Passagen des Werkes eingenommen, dass selbst das Husten unterblieb. Nach dem Schluss-Ton geriet man in einen Trancezustand, absolute Stille umgab die Aufführungsstätte, Gardiner verharrte in sich gekehrt und entschwand kurze Zeit später von der Bühne um nicht wieder zurückzukehren.

Mein Umkehrschluss zur Aussage von Sir Gardiner aus dem Jahre 2000 zu Ansbach und zur Aufführung in Königslutter. Es lagen mittlerweile 5 Jahre dazwischen, hat Sir Gardiner eine neue Sicht auf diese Thematik bekommen – dass in einem sakralen Raum beim Erklingen einer Passions-Musik auf eine Beifallsbekundung zu verzichten ist, anders kann ich sein Verhalten in Königslutter nicht deuten und bin der Meinung, dass dieses Verhalten sich als richtig erweist.

Sicherlich vertritt subjektiv jeder eine andere Meinung, aber mir hat diese Schluss-Art  von Königslutter und aus der Basilika Ottobeuren – auf Applaus zu verzichten sehr gut gefallen und wünschte, das würde weiterhin Bestand haben…!!

Eine weitere Ergänzung zu dem Thema gab es in der Semperoper Dresden durch den Dirigenten Christian Thielemann am 14.2.2010 in 3Sat mit dem Beethovenkonzert mit der Missa-Solemnis:

“Wenn von einem schönen Brauch Abstand genommen wird, nämlich zu Applaudieren, es gibt keinen Applaus weder für den Auftritt noch nach dem Stück und ich finde sowieso eigentlich bei geistlichen Stücken ist das keine schlechte Idee.”

Dieses Aussage ist hier nachzuhören:

Ich fand das am Ende sehr beeindruckend, als die Besucher und das Orchester sich erhoben und schweigend eine Minute regungslos verharrten und an das Bombendrama auf Dresden durch ihre Haltung entsprechend so zum Ausdruck brachten – ein nachahmenswerter Stil..!!

Ein kleines Konzert-Schnipzel mit dem beeindruckenden Konzert-Ende- nachstehend:

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Link zum alten Beitrag: “Sinn oder Unsinn der Beifallskundgebung in Kantaten-Konzerten”

http://meinhardo.wordpress.com/2008/01/24/sinn-oder-unsinn-der-beifallskundgebung-in-kantaten-konzerten/

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Gruß

Volker

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Gardiner-Interview über sein Brahms-Zyklus Projekt

Hallo,

ein Interview erschien im Monat Oktober 2009 im Rondo-Klassikmagazin mit Sir John Eliot Gardiner, im Gespräch mit Jörg Königsdorf über sein Brahms-Zyklus Projekt.

Link: PDF gardiner_rondo_Interview_2009

Gruß

Volker

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