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Archiv für Mai 2011

Ein berührendes Abschieds-Konzert im Konzerthaus der HfM-Detmold am 28.5.2011 mit der h-Moll-Messe von Prof. Gerhard Weinberger

31. Mai 2011 7 Kommentare

Liebe Bachfreunde!

Programmheft Abschiedskonzert 28. Mai 2011 Prof. Weinberger HfM Detmold

Ein großer Bach-Interpret als Organist und Dirigent: „Professor Gerhard Weinberger“ verabschiedete sich am Samstag, 28. Mai 2011, mit einem berührenden Vokal-Konzertabend im Konzerthaus der HfM Detmold mit der h-Moll-Messe, BWV 232, von Johann Sebastian Bach.

Als Vorab-Information war in der Zeitung: LT in Detmold folgendes veröffentlicht worden:

Ein 28 Jahre langer Spagat über 600 Kilometer geht zu  Ende. Mit Applaus? Bestimmt. Vor allem aber mit großer Musik. Gerhard  Weinberger dirigiert in seinem Abschiedskonzert Bachs h-Moll-Messe.

Seit 1983 ist Gerhard Weinberger Professor für Orgel und Leiter der Abteilung Kirchenmusik an der Detmolder Hochschule für Musik – jetzt geht er in den Ruhestand. Seit 28 Jahren pendelt er zwischen Detmold und München, wo er seinen Wohnsitz behalten hat. Eine anstrengende Übung, klar – andererseits hält so ein Spagat ja auch beweglich. „Ich habe das immer als künstlerisch und menschlich bereichernd empfunden“, sagt Weinberger. 

Johann Sebastian Bach ist eine zentrale Größe im Leben des Organisten. „Für mich sind Bachs Kompositionen das Non plus ultra“, da stimmt jede Note. Seine Musik hat Größe, Drive, Innigkeit, Virtuosität“, schwärmt Gerhard Weinberger. „Gerade die h-Moll-Messe ist so ein wahnsinniges Stück.“

Konzerthaus HfM Detmold

Bereits eine halbe Stunde vor Konzert-Beginn waren die Parkplätze vor dem Konzerthaus der HfM Detmold fast vollständig belegt und galt als ein Hinweis, dass sich an diesem Abend etwas Grossartiges ereignen wird. Überragend der Zuspruch an jungen Besucher-Gruppen sowie viele Honoratioren waren in den Gängen auszumachen, die bei diesem 1. Weinberger Verabschiedungs-Konzert unbedingt ihre Referenz erweisen wollten.

Barock-Orchester und Vokal-Chor HfM Detmold

Der Besucher-Zuspuch war überragend und das Konzerthaus war fast vollständig ausverkauft. Bemerkenswert was @Wolfgang und mir sofort auffiel, das jugendliche Studenten-Barock-Orchester und der junge studentische Vokal-Chor, wann gibt es das einmal zu bestaunen. Die Einstudierung für das Studenten-Barock-Orchester lag in den Händen von der Dozentin an der HfM Detmold: Ulrike-Anima Mathé und für den Studenten-Vokal-Chor bei „Benno Schachtner“ einem ehemaligen Schüler von Prof. Gerhard Weinberger und seit 2007 sein Assistent. Benno Schachtner fungierte in dem Konzert als Gesangs-Solist in den Alt-Partien als „Altus.“

Von links die Gesangs-Solisten: Klaus Mertens (Bass) Sebastian Kohlhepp (Tenor) Benno Schachtner (Altus) Catalina Bertucci (Sopran)

Das Barock-Orchester spielte teilweise mit historischen Instrumenten und fungierte sehr selbstsicher und in einer gekonnten Interpretation des Bach’schen Werkes und wusste in ihrer barocken Klangpracht sehr zu gefallen. Der junge 39-köpfige Vokal-Chor (Studenten/innen für Sologesang) bestach durch ein stimmlich profundes Singen und war ein erhebender Genuss, diese frische Gesangs-Kunst war eine Offenbarung und entpuppte sich für die h-Moll-Messe als eine ideale Besetzung. Hierzu prägnant  die akustischen Möglichkeiten im Konzerthaus der HfM Detmold – (*Wellenfeld-Synthese, Bildung von virtueller Klangräume) – war optimal und ein beeindruckendes Erlebnis, ein kleiner Nachhall am Ende eines Satzes war unverkennbar zu bemerken. Die Gesangs-Solisten reihten sich prächtig in den großartigen Konzertabend mit ein und machten dieses 1. Abschieds-Konzert von Prof. Weinberger zu einem bezaubernden Konzert-Erlebnis für OWL (Ostwestfalen-Lippe).  Nicht endend wollender Applaus bezeugt davon, dass es eine überragende Aufführung gewesen war, die von dieser jungen Studenten-Riege so überzeugend dargeboten wurde, es war ein pures Hörvergnügen und hoffe, dass das Konzert mitgeschnitten wurde und als ein Meilenstein in der Aufführungsgeschichte der HfM Detmold auf einer CD als ein Nachklang erhalten und angeboten wird.

Mit Bedauern nimmt der Protagonist Abschied von einem großartigen Bach-Interpreten, der so schnell nicht zu ersetzten sein wird. Prof. Weinberger ist bekannt als ein bekennender Bach-Interpret und wusste durch seine Konzerte in Höxter (Closter Corveyer-Musikwochen) und in Detmold immer zu überzeugen. Weinberger setzte in seinem Bereich mit der Alten Musik Akzente und gründete 2003 an der HfM Detmold mit der Professorin: Ulrike-Anima Mathé die Barockakademie  um den Studenten eine Möglichkeit zu schaffen, die Erarbeitung der Alten Werke  in einer historisch orientierten und fundierten Aufführungspraxis kennen zu lernen die für die berufsbezogenen Zukunft des Studierenden von unschätzbaren Wert ist. Geprobt wird immer projektbezogen für zwei oder drei Konzerte im Jahr.  Prof. Mathé zuständig für das Instrumentalsolisten-Ensemble und Prof. Weinberger mit der Leitung des Vokalsolisten-Ensembles betraut ergänzten sich in harmonischer und überzeugender Weise.

Verabschiedungs-Konzert HfM Detmold Prof. Gerhard Weinberger

Wehmut komm auf, dass dieser großartige Bach-Kenner als Organist und Dirigent uns für immer verlässt, was wird uns in Zukunft für ein Nachfolger präsentiert, ich kann nur inständig hoffen, dass es ebenfalls ein Barock-Bach-Bekennender sein wird und die begonnene Arbeit im Sinne von Prof. Weinberger an der hiesigen HfM fortsetzen wird…!!

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*) Anmerkung zur Wellenfeldsynthese im Konzerthaus der HfM Detmold:

Das System umfasst 360 unabhängige Lautsprecherkanäle verteilt auf ein durchgehendes Lautsprecherarray rund um das Publikum (500 Plätze) sowie Deckenlautsprecher. Da der Saal für ein breites Repertoire genutzt wird (Kammermusik, Orchesterbesetzungen, zeitgenössische Musik, Big Band etc.) kann das System auch eine variable Raumakustik zur Verfügung stellen.

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Zur Biographie von Prof. Gerhard Weinberger

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Radiotipps KW 22

 In dieser Woche habe ich nicht so viele Vorschläge. Neben den beiden unten aufgeführten Übertragungen gibt es da natürlich Himmelfahrt. Jeder der Klassiksender hat entweder das Himmelfahrtsoratorium BWV11 oder eine der Kantaten im Programm. Und das Ganze in sehr unterschiedlichen Besetzungen.

4.6. 

 

BBC
13-14 (14-15 MESZ)
The Early Music Show
Ausschnitte eines Konzertes „Intimate Bach“ vom Lufthansa Festival London 2011 mit Hille Perl, Gambe, Lee Santana, Theorbe und Patrick Ayrton, Cembalo.

 

It is widely believed that JS Bach composed six sonatas for the viola da gamba, although only three of them still exist. Bach often recycled his work so that the same music can transcribed, to to serve a different function, and Hille Perl and her team suggest that the three „missing“ gamba sonatas can be found elsewhere in Bach’s output. As well as the official music for gamba, and other items by JS Bach, this concert from St John’s Smith Square offers an opportunity to hear what could be a restoration of one of the lost gamba sonatas.

 

 

rbb kulturradio
18-19
Die Brandenburgische Bach-Gesellschaft Potsdam

 

Johann Sebastian Bach besuchte 1747 Sanssouci, und sein Sohn Carl Philipp Emanuel war hier 30 Jahre lang als Cembalist und Kammerkomponist angestellt. Die Familie Bach und Potsdam sind eng miteinander verbunden. Genauso wie viele Potsdamer Künstler nimmt sich die Brandenburgische Bach-Gesellschaft Potsdam dieser Tradition an und führt sie fort.

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Biografie Orchestre Révolutionnaire et Romantique

30. Mai 2011 Kommentare aus

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Das Orchestre Révolutionnaire et Romantique wurde 1989 von Sir John Eliot Gardiner gegründet. Zu den großen Erfolgen des Orchesters zählen u. a. seine gefeierten Berlioz-Interpretationen. 1993 wirkte das Orchestre Révolutionnaire et Romantique an den ersten modernen Aufführungen von Berlioz’ wiederentdeckter Messe Solennelle mit. In jüngerer Zeit machte das Orchester mit L’enfance du Christ bei den Londoner Proms sowie den ersten französischen Gesamtaufführungen von Les Troyens am Théâtre du Châtelet auf sich aufmerksam. Große Resonanz erhielt auch der Zyklus mit sämtlichen Beethoven-Sinfonien, der auf CD erschien und zu den bedeutendsten Einspielungen dieser Sinfonien gerechnet wird.

Orchestre Revolutionaire et Romantique in der Laeiszhalle Hamburg, Dezember 2009

Ähnlich positiv aufgenommen wurden auch die Aufnahmen der Sinfonien Robert Schumanns sowie von Werken Giuseppe Verdis, Carl Maria von Webers und Mendelssohn Bartholdys. 2005 führte das Orchestre Révolutionnaire et Romantique Felix Mendelssohn Bartholdys Ein Sommernachtstraum in den Niederlanden und in Spanien auf. Zusammen mit der Violinistin Viktoria Mullova ging das Orchester auf eine Europatournee, auf dem Programm standen Johannes Brahms’ Sinfonien Nr. 1 und 2 sowie das Violinkonzert. Dies war der Beginn eines Projektes, an dessen Ende die Aufführung und Einspielung aller Sinfonien von Brahms im Kontext seiner eigenen Chorwerke und der Chormusik von ihm besonders geschätzten Komponisten wie Schütz und Bach standen. Diese Aufnahmen wurden bei dem von John Eliot Gardiner gegründeten Label „Soli Deo Gloria“ veröffentlicht.

Im Rahmen einer mehrjährigen Zusammenarbeit des Orchestre Révolutionnaire et Romantique zusammen mit dem Monteverdi Choir unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner und der Pariser Opéra Comique wurden u.a. Emmanuel Chabriers Oper L’Étoile, George Bizets Carmen sowie zuletzt Carl Maria von Webers Freischütz in der französischen Version von Hector Berlioz aufgeführt.

http://www.monteverdi.co.uk/about_us/orr.cfm

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: „Rogate“

Die Titelseite der "Calov-Bibel" mit J.S. Bach's Signatur rechts unten!

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 29.05.2011 begehen wir den Sonntag: „Rogate“

Der Name dieses Sonntags rührt von den Bittumgängen her, die in vergangener Zeit (und manchenorts noch heute) auf den Feldern für eine gute Ernte vollzogen wurden. Diese Bittumgänge begannen am Sonntag Rogate (= Betet!) und wurden in der damit beginnenden Woche fortgeführt.

Der Sonntag „Rogate“ wird in der evangelischen Kirche als Missionssonntagbegangen. Mit ihm beginnt die „Missionsopferwoche“.
Der Sonntag Rogate ist der Betsonntag. Dieses Thema wird in den Perikopen vielfach beleuchtet. Auch dieses Thema ist eine Antwort auf das Ostergeschehen: Die Gemeinde ist nun frei durch Jesus Christus, Gott direkt zu bitten, ohne jeglichen Mittler, wie es zuvor notwendig gewesen war. Die Perikopen beleuchten das Thema Gebet nur von dem Aspekt des „Bittens“ her, was wohl angemessen ist. Wir sollten aber nicht vergessen, dass zum Gebet auch Dank gehört!

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag: „Rogate“

BWV 86 – Wahrlich, wahrlich, ich sage euch
BWV 87 –
Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen

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Im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 29.05.2011

von 09:05  – 10:00 Uhr

Livestream-Link: http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

Carl Philipp Emanuel Bach

Das Gebet für Singstimme und Klavier; Dorothee Mields, Sopran; Ludger

Rémy, Klavier

Johann Sebastian Bach

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, BWV 86, Kantate zum Sonntag Rogate

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo; Siri Thornhill,

Sopran; Petra Noskaiová, Alt; Christoph Genz, Tenor; Jan van der

Crabben, Bass; La Petite Bande, Leitung: Sigiswald Kuijken

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/ YouTube: BWV 86 - „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“

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Kantaten-Beschreibung zum BWV 86 und BWV 87 von „Sir John Eliot Gardiner“ ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt!

Kantaten für den fünften Sonntag nach Ostern (Rogate) Annenkirche Dresden

Bachs erste Kantate für Rogate, BWV 86 “Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ (1724), beginnt mit einem Zitat aus Jesu Abschiedsrede an seine Jünger (Johannes 16), das der Bass in seiner Eigenschaft als Vox Domini vorträgt, von Streichern und Oboen begleitet: ‚Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, so ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er’s euch geben’. Im Kontext dessen, wer wir waren, wo wir waren und für wen wir sangen und spielten, hatte diese erste Kantate eine besondere Brisanz. Bei fast jedem anderen Komponisten hätte die Behandlung dieses Themas leicht als schroff, gar anmaßend aufgefasst werden können, denn sie fordert die Hörer dazu auf, sich die Frage zu stellen, wie sich diese Worte Jesu mit ihrer persönlichen Erfahrung vereinbaren lassen. Indem Bach ehrerbietig und klar erkennbar drei fugierte Motive in der Einleitung präsentiert, die der Bass bald übernehmen wird, bietet er die Gewähr, dass sie als vokale Elemente verstanden werden (wie Dürr bemerkt, ließe sich der ganze Satz leicht als vierstimmige Motette singen, nur vom Continuo begleitet).

Bachs anonymer Librettist erweitert nun sein Thema: Wir würden alle liebend gern Rosen brechen, auch auf die Gefahr hin, von den Dornen gestochen zu werden, denn wir sind zuversichtlich, dass unsere flehentlichen Bitten bei Gott Gehör finden werden (Nr. 2); er hält sein Wort (Nr. 3 und 4), auch wenn seine Hilfe auf sich warten lassen sollte (Nr. 5); Gott setzt kein Datum dafür fest, er weiß, wann der beste Zeitpunkt gekommen ist (Nr. 6). Bach betont den Optimismus, der im Text der Kantate angelegt ist, indem er einen abwärts gerichteten modulatorischen Bogen beschreibt, der in E-dur beginnt und endet, einer Tonart, die an der obersten Grenze seines tonalen Spektrums angesiedelt ist und daher positive Assoziationen und Empfindungen aufblitzen lässt. Die auf der obligaten Violine virtuos vorgetragenen gebrochenen Akkorde in der Alt-Arie (Nr. 2) symbolisieren natürlich die Rosenzweige, die gebrochen werden sollen.

Die Arie schildert das gewagte Unterfangen, die Dornen zu überwinden, um zur Blüte vorzudringen (eine Metapher für spirituelle Freude und Schönheit). Das Brechen der Rose ist hier nicht einfach nur ein Schnitt mit der Gartenschere, sondern eine sich drehende, zerrende Figur bei dem Wort ‚brechen’, und die Dissonanz kennzeichnet die ‚stechenden’ Dornen. Die behutsam in die Erinnerung verweisende Stimmung des B- Teils nimmt bei den Worten ‚dass mein Bitten und Flehen Gott gewiss zu Herzen gehen’ mit wilden rhapsodischen Aufschreien der Solovioline in fünf scharf dissonanten Takten über einem Orgelpunkt auf E unvermittelt einen heftigen Ton an. Doch plötzlich heben sich die Wolken, die Violine schweigt, und die Altstimme (jetzt nur mit Continuo) singt: ‚weil es mir sein Wort verspricht’. Auf diese unnachahmliche Weise lässt Bach deutlich werden, dass unsere Bitten ihr Ziel erreicht haben und wirklich zu gegebener Zeit in Erfüllung gehen werden.

Darauf folgt eine Choralvertonung für Sopran mit zwei Oboen d’amore und Continuo (wir entschieden uns für Fagott), die Gottes Versprechen bestätigt. Dieser Satz, der das Bedürfnis der beiden Oboisten, frische Luft zu schöpfen (an einer Stelle werden der ersten Oboe zweiundsiebzig Sechzehntel hintereinander zugemutet!), so offensichtlich missachtet, legt die Vermutung nahe, dass er als Orgelchoral geplant war. Doch den Oboisten kommt die Aufgabe zu, die Illusion eines anmutigen Tanzes zu wecken (der die Verwendung von notes inégales nahelegt), vielleicht gar des himmlischen Reigens ‚der Engel Schar’, auf die sich Georg Grünwald in seinem Text bezieht.

Ein kurzes Seccorezitativ (Nr. 4), das die Gepflogenheiten der Welt, ‚die viel verspricht und wenig hält’, Gottes Gewohnheit gegenüberstellt, uns zu unserer Lust und Freude das zu gewähren, was er zugesagt hat, zeigt im Kleinformat Bachs Kunstfertigkeit, steife, dissonante Intervalle dort zu setzen, wo sie dem Text und seiner Bedeutung besonderes Gewicht verleihen. Die Rückkehr zu E-dur erfolgt schließlich mit vollem Streichersatz in der Tenor-Arie, einem robusten Stück in der Art einer Bourrée, der dem Sänger nur ein Fragment (gerade einmal anderthalb Takte) des einleitenden Motivs zuweist. Trotz ihres instrumentalen Ursprungs ist diese Phrase prägnant genug und – auf fast skurrile Weise – lapidar, um den Sänger in den Stand zu versetzen, die Botschaft in das Bewusstsein der Hörer einzumeißeln: ‚Gott hilft gewiss!’, ein Glaubensbekenntnis, das zusätzlich vom abschließenden Choral bekräftigt wird.

© John Eliot Gardiner 2007. Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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/ YouTube: BWV 87 - „Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“

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  Sir Gardiners weitere Kantaten-Beschreibungen:   h i e r  zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag: David Watkin – Violincello - als PDF 

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Link: Bach-Kantaten:

 
 Cover: SDG 144 Vol. 25

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CDs – SDG 144– Vol. 25

BWV 86 “Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“
Gardiner Pilgrimage CD – SDG 144 - Vol.  25 – CD  1

BWV 87 “Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen“
Gardiner Pilgrimage CD  - SDG 144 –  Vol. 25 – CD 1

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag Rogate.

Grüße

Volker

Biografie Gerhard Weinberger – Organist und Dirigent

27. Mai 2011 Kommentare aus

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Dirigent und Organist: Prof. Gerhard Weinberger

Gerhard Weinberger, geb. 1948 in Pfaffenhofen / Ilm, Bayern, studierte von 1967 – 1972 an der Hochschule für Musik München in den Fächern Orgel (bei Franz Lehrndorfer), Kirchen- und Schulmusik. 1971 war er 2. Preisträger im Fach Orgel im internationalen Musikwettbewerb der deutschen Rundfunkanstalten (ARD). Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Chordirektor an der Basilika St. Lorenz in Kempten wurde er 1974 als Dozent für Orgel- und Kirchenmusik an die Hochschule für Musik München berufen, wo er mit 29 Jahren ab 1977 auf einer Professur für Orgel bis 1983 unterrichtete. Von 1983 bis zu seiner Emeritierung im Sommer 2011 wirkte er als ordentlicher Professor für Orgel und Leiter des Studienganges Kirchenmusik an der Hochschule für Musik in Detmold / Ostwestfalen. Von 1984 bis 2003 nahm er zusätzlich einen Lehrauftrag für Orgel an der Hochschule für Musik in Würzburg wahr.
In Anerkennung seiner künstlerischen und pädagogischen Verdienste wurde er als ordentliches Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und des Direktoriums der Neuen Bachgesellschaft Leipzig berufen.

Zahlreiche Konzerte als Organist führten ihn in fast alle Länder Europas, nach Südamerika, Israel und Korea. Sowohl als Organist als auch als Dirigent standen für ihn die Werke Bachs im Mittelpunkt der künstlerischen Tätigkeit. Mit seinem 1986 gegründeten Profi-Vokalensemble “Die Deutschen Bach-Vocalisten”, das er bis 2000 leitete, konnte er bei Fachpresse und Publikum große Erfolge feiern.

Neben seiner Tätigkeit als Juror in internationalen und nationalen Wettbewerben ist Prof. Weinberger auch Herausgeber von Orgel- und geistlicher Chormusik des 18. Jahrhunderts, u.a. der ersten wissenschaftlichen Gesamtausgabe der Orgelwerke des bedeutenden Bachschülers J.L. Krebs und der Orgelwerke von Robert Schumann. Neben zahlreichen Fachartikeln schrieb er (zusammen mit E. Kooiman und H.J. Busch) das Buch “Zur Interpretation der Orgelmusik J.S. Bachs” – eine umfassende Darstellung der in den letzten Jahrzehnten gewonnen Erkenntnisse über eine den Quellen des 18. Jahrhunderts entsprechende Aufführungspraxis der Orgelwerke J.S. Bachs.

Gerhard Weinberger hat das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach auf historischen Instrumenten der Bachzeit für das Label CPO u. a. auf folgenden Orgeln eingespielt:

Waltershausen (Trost 1724)
Grauhof (Treutmann 1737)
Altenburg (Trost 1735 – 39)
Groningen / Martinikerk (u. a. F. C. Schnitger 1728 – 30)
Großengottern (Trost 1712 – 16)
Zella – Mehlis (Rommel 1778 – 79)
Trondheim (Wagner 1739 – 41)
Tröchtelborn (Volckland 1757 – 67)
Angermünde (Wagner 1742 – 44)
Bettenhausen (Döring 1747)
Freiberg / Dom (Silbermann 1711 -14)
Haina (Seeber 1718 – 20)
Freiberg / St. Petri (Silbermann 1734 – 35)
Gräfenhain (Thielemann 1728 – 31)
Ponitz (Silbermann 1737).

Diese Aufnahmen sind bei jpc erhältlich.

http://www.hfm-detmold.de/portrait/personen/lehrende/8860/gerhard-weinberger

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Weinberger-Gerhard.htm

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Biografie Peter Harvey – Bariton

26. Mai 2011 Kommentare aus

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Peter Harvey, Bariton

Peter Harvey, Bariton

Peter Harvey begann sein Studium am Magdalen College in Oxford mit den Fächern Französisch und Deutsch. Auch nach dem Wechsel zum Musikstudium blieb seine Liebe zur Sprache immer fester Bestandteil seiner Arbeit als Sänger. Er setzte sein Studium an der Guildhall School of Music and Drama in London fort. In dieser Zeit gewann er einige internationale Gesangswettbewerbe, u.a. die Walther Gruner Lieder Competition, den English Song Award und den Peter Pears Award. Seine über 100 CD-Einspielungen umfassen eine Zeitspanne von acht Jahrhunderten mit einem Schwerpunkt der Musik aus der Zeit des Spätbarocks.

Zusammen mit den English Baroque Soloists und dem Monteverdi Choir unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner war Peter Harvey einer der herausragenden Teilnehmer der „Bach Cantata Pilgrimage“, deren Konzerte auch auf CD erschienen sind. Hier sang er u.a. die berühmte Solokantate Ich hab genug. Ebenfalls von Bach sang er kürzlich Kantaten in Paris und Leipzig sowie den Christus in der Johannes-Passion bei den BBC Proms. Er ist ein langjähriger Solist des von Paul McCreesh geleiteten Gabrieli Consorts, mit denen er im Théâtre du Châtelet (Paris), Lincoln Center (New York) und dem Barbican (London) auftrat. In deren kürzlich erschienen und mit dem Grammy Award ausgezeichneten CD-Aufnahme von Haydn’s Schöpfung sang er den Adam. Außerdem erschienen gemeinsame Aufnahmen der Matthäus-Passion (Bach), Solomon (Händel) und der Marienvesper von Monteverdi (alle bei Deutsche Grammophon). Er nahm mehrere Werke des frühen Bachs mit dem Purcell-Quartett und Emma Kirkby für Chandos auf. Kürzlich erschienen bei BIS Rameaus Weltliche Kantaten. Er trat mit The Sixteen (BBC Proms, Spanien, Brasilien) auf und arbeitet regelmäßig mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Ivan Fischer und Gustav Leonhardt, mit denen er kürzlich die Johannes-Passion in London, Seoul und Tokio aufführte. Peter Harvey singt häufig mit dem BBC National Orchestra of Wales in der St. David’s Hall, Cardiff (Haydn Schöpfung, Bach Weihnachtsoratorium). Mit dem BBC Symphony Orchestra unter Colin Davies sang er Schuberts Messe in Es-Dur.

Da er fließend Französisch spricht, arbeitet Peter Harvey regelmäßig mit vielen verschiedenen Gruppen in Europa, im Besonderen mit La Chapelle Royale und Collegium Vocale Ghent (Philippe Herreweghe) zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstanden viele Aufnahmen einschließlich CPE Bach’s Auferstehung und Himmelfahrt Jesu. Er sang mit Christoph Rousset und Les Talens Lyriques in der Oper von Versailles. Mit dem Concert Spirituel unter der Leitung von Hervé Niquet machte er zahlreiche Aufnahmen des geistlichen Repertoires aus der Zeit des französischen Barocks, Purcells Dido und Aeneas und King Arthur (Concertgebouw Amsterdam und Opéra Comique Paris) sowie La Cambiale der Matrimonio (Rolle des Slook) von Rossini. Aufnahmen mit Il Seminario Musicale und dem französischen Countertenor Gérad Lesne enthalten Raritäten wie Scarlattis Oratorium Sedecia und Galuppis zupackendes Confitebor tibi Domine. Er trat des Öfteren mit Jean-Claude Malgoire auf. Seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Schweizer Dirigenten Michel Corboz führte ihn nach Frankreich, die Schweiz und nach Japan (Mendelssohns Elijah, Bachs Passionen) und brachte verschiedene Aufnahmen hervor, darunter zwei Versionen von Faurés Requiem. Die zweite Einspielung gewann den „Choc de l’Anée“ der französischen Fachzeitschrift „Le Monde de la Musique“.

Die Netherlands Bach Society nahm gemeinsam mit Peter Harveys Mozarts Requiem, Bachs Weihnachtsoratorium und h-moll-Messe (kürzlich beim Tanglewood Festival in den USA) auf. In einem vom Fernsehen übertragenen Konzert zu Ostern vorigen Jahres führten sie die wenig bekannte Johannes-Passion von Georg Gebel auf. Mit Ton Koopman gastierte er im Musikverein Wien (Bach), im Théâtre des Champs Elysée in Paris, in Verona und Rom. In Deutschland sang er mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, mit La Stagione in Frankfurt und beim den HÄNDEL-Festspielen in Halle (Athalia von Händel)sowie mit dem Stuttgarter Kammerchor und Frieder Bernius, mit dem er vor kurzem Händels Messiah aufgeführt und eingespielt hat.

Peter Harvey wendet sich zunehmend dem Liedrepertoire zu. Schuberts Winterreise führte er mit Roger Vignoles auf Festivals in Cambridge und Lugo in Spanien auf. Gemeinsam mit dem auf historische Hammerflügel spezialisiertem Pianisten Gary Cooper nahm er dieses Werk für LINN Records – Label of the Year bei den Grammophone Awards 2010 – auf. Er gab Liederabende auf Festivals in Großbritannien, Kanada und Frankreich und nahm die Schottischen Lieder von Beethoven mit Jérôme Hantaïs Klaviertrio auf (Naïve). Auf anderen Liederabenden führte er frühe Lieder mit Laurence Cummings, Mozart in Barcelona sowie in Londons Purcell Room Lautenlieder und Lieder mit Matthew Wadsworth (Laute und Gitarre aus dem 19. Jahrhundert) und Gary Cooper auf.

Die großen Jubiläen des Jahres 2009 führten Peter Harvey an so entfernte Orte wie Calgary, Berlin, Cremona und Moskau, wo er Händels Messiah sang. Bei dem BBC-Promenaden-Konzert des Gabrieli Consorts im Juli des Jahres sang er den Adam in Haydns Schöpfung in einer großbesetzten Aufführung, deren CD-Einspielung 2008 mit dem Gramophone Award ausgezeichnet wurde. Ostern letzten Jahres hatte er die große Ehre, gemeinsam mit dem Boston Symphony Orchestra in der ersten Aufführung der Matthäus-Passion Bachs von Bernard Haitink zu singen. Peter Harvey gründete und leitet das Magdalena Consort, welches sich hauptsächlich auf die Vokalwerke Bachs konzentriert. Sie traten u.a. in Santiago de Compostela in Spanien und in der Bach-Kirche in Arnstadt für den Mitteldeutschen Rundfunk auf.

http://www.peterharvey.com/index.html

http://www.magdalenaconsort.com/home.html

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Harvey-Peter.htm

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Pressestimmen

 Einen weiteren interpretatorischen Höhepunkt der Platte bietet Peter Harvey mit seiner famosen Deutung der Jesus-Partie: Harvey kann mit einiger Begründung als der momentan vielleicht prägnanteste Bach-Bassist betrachtet werden. Seine technisch perfekt basierte Stimme ist durch die Lagen sehr ausgeglichen, klanglich nobel, warm und extrem intonationsstark, zudem gebietet Harvey über eine auch idiomatisch perfekte Aussprache des Deutschen. Diese üppigen Qualitäten bringt er in eine eigenständige Deutung der Jesus-Worte ein: Es ist ein im Klang schlanker, hochemotionaler, in etlichen Farben plastisch gestalteter Jesus zu hören. Harvey setzt diese feinsinnige Deutung jenen Interpretationen entgegen, die Jesus nur als stimmlich füllige, in ihrem Ausdruck eher invariante und wenig bewegte Figur von entrückter Würde deuten.
Klassik.com, April 2011

Makellos frei sind Tongebung und Intonation, bruchlos wird die Stimme durch die Register geführt. Besonders auffällig ist die schon erwähnte Deutlichkeit der Aussprache, gepaart mit großer Sensibilität für formale und inhaltliche Aspekte : Bei dieser ‘Winterreise’ braucht niemand ein Textbuch. In diesem Punkt hat Harvey ganz sicher auch etlichen Sängern deutscher Muttersprache etwas voraus, kein Anflug von Akzent oder Verfärbung beschwert seinen Vortrag.
Klassik.com, Januar 2011

Zunächst fällt die schiere Schönheit dieser Baritonstimme auf. Dann überrascht die nahezu perfekte Diktion: So selbstverständlich und mühelos hörten wir das Deutsche aus dem Mund eines britischen Sängers vielleicht zuletzt von Janet Baker. …
Wer beim Lesen von Peter Harveys eigenem Beihefttext zur Kenntnis nimmt, wie minutiös er sich mit den Textquellen auseinandergesetzt hat, der wundert sich auch nicht mehr, dass es ihm gelungen ist, seinen Akzent mit linguistischer Akribie zu minimieren.
Rondo Magazin, Dezember 2010

Schließlich der einmal mehr überzeugende Peter Harvey: Er bringt genau jene virile Noblesse ein, die ein Bass für Händel-Partien braucht. Einerseits nur leichter Wohlklang oder andererseits eine zu schwere Stimme würden an Händels ästhetischen Vorstellungen scheitern. Harvey verfügt aber über eine soliden Kern, den er geschmeidig-elegant auch durch die technischen Herausforderungen der repräsentativen Arien führt.
Klassik.com, März 2010

Und schließlich ist da noch der Bariton Peter Harvey, der, stimmlich souverän, einen besonders schönen Moment beisteuert.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, Februar 2010

Zwar entspricht Peter Harvey nicht der reizvollen Tradition des leicht angerauten, überwältigend stimmgewaltigen Bassisten, bietet aber mit seiner bezaubernd schönen Baritonstimme und seinem stets traumwandlerisch sicheren Zugriff auf die Details des Textes musikalische Rhetorik der feinsten Sorte.
Rondo Magazin, Mai 2009

Peter Harvey, der sich mit seinem edlen, sonoren und berückend wohlklingenden Material mehr und mehr zum Mercedes der „historisierenden“ Baritone entwickelt, steuert ein ebenso profundes wie flexibles Fundament bei.
Rondo Magazin, Juli 2003

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Biografie Christoph Genz – Tenor

24. Mai 2011 Kommentare aus

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Christoph Genz, Tenor - © Nancy Horowitz
Christoph Genz, © Nancy Horowitz

 Der in Erfurt geborene Tenor Christoph Genz erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied des Leipziger Thomanerchores. Es folgte ein Studium der Musikwissenschaft am King‘s College, Cambridge. Er war außerdem Mitglied des King‘s College Choir. Seine Gesangsausbildung erhielt er bei Hans-Joachim Beyer an der Hochschule für Musik Leipzig und bei Elisabeth Schwarzkopf. Christoph Genz konnte verschiedene Preise bei internationalen Gesangswettbewerben gewinnen, darunter den 1 .Preis beim Intern. Gesangwettbewerb 1995 in Grimsby (England), sowie den 1. Preis beim intern. Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 1996 in Leipzig.

Der Tenor erhielt Einladungen für Konzerte, Liederabende und Opernproduktionen in Europa, Asien und den USA unter Dirigenten wie Ton Koopman, Herbert Blomstedt, Ivor Bolton, Frans Bruggen, Marcus Creed, Ludwig Güttler, Nikolaus Harnoncourt, Marek Janowski, Daniel Harding, Sir Simon Rattle, Markus Stenz, Philippe Herreweghe, Sigiswald Kuijken, Kurt Masur, Ingo Metzmacher, Peter Schreier, Helmuth Rilling, Sir John Eliot Gardiner, Thomas Hengelbrock, Marek Janowski, Jesus Lopez-Coboz, Michail Jurowski, Giuseppe Sinopoli.

Es folgten zahlreiche Konzerte und CD-Einspielungen, wie z.B. Kantaten von J.S.Bach mit Musica Antiqua Köln unter Reinhard Goebel, mit English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner, mit La Petite Bande unter Sigiswald Kuijken, mit Bach-Collegium Stuttgart unter Helmuth Rilling, Bach’s Johannes-Passion unter der Leitung von Ludwig Güttler, Mendelssohn‘s Lobgesang Symphonie unter Helmuth Rilling. Zuletzt sind zwei Solo-CDs mit Arien von J.S.Bach und G.F. Händel erschienen.

Der Sänger konzertiert regelmäßig bei renommierten Festspielen, wie Schubertiade Hohenems/Feldkirch, Verbier, Davos, Klangbogen Wien, Maifestspiele Wiesbaden, Luzerner Musikfestwochen, Aix-en-Provence, Schleswig-Holstein-Musikfestival, Svatoslav-Richter-Festival Moskau. Liederabende gab er bei renommierten Veranstaltern (u.a. Alte Oper Frankfurt, Louvre Paris, Concertgebouw Amsterdam, Wigmore Hall London). In der Spielzeit 1997/98 war Christoph Genz Ensemblemitglied des Theaters Basel. Gastverpflichtungen erfolgten u.a. an die Opera de Nancy (Ferrando – Cosi fan tutte), Theatre de Champs-Elysees Paris (Tamino – Die Zauberflöte), Opera de Lausanne, Teatro alla Scala Milano (unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli), Semperoper Dresden (Ferrando, Belmonte), Oper Leipzig (Ferrando, Don Ottavio), Wiesbaden (Tamino, Don Ottavio), Festspiele in Aix-en-Provence (Tamino).

In der Spielzeit 2000/01 gab Christoph Genz als ,Ferrando‘ (Cosi fan tutte) sein Debut an der Hamburgischen Staatsoper. Von 2001/02 bis 2004/05 war er Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper, wo er zahlreiche Partien seines Faches gesungen hat. 2006 sang er die Rolle des ‘Christ’ in einer Produktion von Mozart’s ‘Die Schuldigkeit des ersten Gebotes’ unter Nikolaus Harnoncourt am Theater an der Wien. 2007 sang er Mendelssohn’s ‘Elias’ mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter Herbert Blomstedt, Bach’s ‘Matthäus Passion’ mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Riccardo Chailly und Haydn’s ‘Schöpfung’ unter Sir Roger Norrington in Boston. Ausserdem führte er alle drei Schubertschen Liederzyklen im Gewandhaus zu Leipzig auf. Höhepunkte 2010 waren Haydn’s ‘Schöpfung’ in Montreal unter Kent Nagano sowie Aufführungen der Matthäus-Passion in Tokio und eine Tournee mit Bach-Kantaten gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester und Collegium Vocale Gent unter Masaaki Suzuki.

Pläne für 2011 beinhalten eine Tournee der Johannes-Passion unter Sigiswald Kuijken, Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan unter Masaaki Suzuki, Johannes-Passion in Montreal unter Kent Nagano, Mozarts ‘Zaide’ in Los Angeles, eine szenische Produktion von Händels ‘Acis and Galatea’, szenische Aufführungen von Schubert Liedern in Stuttgart, Liederabende in Barcelona und Paris sowie die Rückkehr an die Hamburger Staatsoper mit Bachs Weihnachtsoratorium in einer Ballettproduktion von John Neumeier.

http://www.christophgenz.com/
Umfangreiche deutschsprachige Website des Künstlers mit Terminen, Pressestimmen und Fotos.

Biografie Anne Schumann – Violine

23. Mai 2011 Kommentare aus

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Anne Schumann, in Dohna bei Dresden geboren, studierte moderne Violine an den Musikhochschulen in Weimar (Peter Krebs) und Dresden (Professor Heinz Rudolf). 1989 wurde sie Mitglied des Gewandhausorchesters Leipzig. Bereits in dieser Zeit beschäftigte sie sich intensiv mit der historischen Spielweise.

Anne Schumann, Violine

Anne Schumann, Violine

Sie besuchte Meisterkurse u. a. bei Monica Huggett und Stanley Ritchie. Seit 1993 ist sie als freischaffende Barockgeigerin tätig und arbeitet in führenden europäischen Barockorchestern, z. B. mit John Eliot Gardiner, Christophe Rousset, Marc Minkowski, Trevor Pinnock.

Mit John Eliot Gardiner und den English Baroque Soloists ging sie im Jahr 2000 auf die Bach Cantata Pilgrimage 2000. Die Livemitschnitte dieser Kantatenkonzerte erscheinen jetzt nach und nach bei dem neuen Label “Soli Deo Gloria”.

Mehrere Jahre war Anne Schumann Konzertmeisterin des Barockorchesters der Europäischen Union (EUBO). In Leipzig gründete sie ihr eigenes Ensemble, die Chursächsische Capelle Leipzig, welches sich besonders der Aufführung vergessener Kammermusikwerke widmet. Dabei spielt neben der Beschäftigung mit historischer Geigenliteratur das Repertoire für Viola und besonders für Viola d’amore eine große Rolle.

Anne Schumann ist in verschiedenen Ensembles als Konzertmeisterin gefragt (z. B. Händelfestspielorchester Halle, Les Amis de Philippe, Telemannisches Collegium Michaelstein).

Seit einiger Zeit unterrichtet sie auch bei Sommerkursen, so z. B. bei der Akademie für Alte Musik in Bruneck, beim Internationalen Sommerkurs im Kloster Michaelstein und bei Musica viva Musikferien in der Toskana.

http://www.anneschumann.info/home.html

Radiotipps KW 21

 

Das rbb kulturradio hat in der nächsten Woche in seiner Sendereihe „Alte Musik“ den  Wochenschwerpunkt „Hamburg“ mit folgenden Sendungen:

23.5.
18-19 Uhr
Georg Philipp Telemann: Kapitänsmusik 1738
Seit dem 17. Jahrhundert versammelte sich das Offizierskorps der Bürgerwehr alljährlich zu einem Festmahl, das mit der Aufführung eines Oratoriums und einer Serenata verbunden war.

25.5.
20-21 Uhr
Carl Philipp Emanuel Bach: Quartalsmusiken
Der städtische Musikdirektor war unter anderem für die Organisation der Musik an den fünf Hauptkirchen der Hansestadt verantwortlich, die zu Weihnachten, Ostern und am Michaelistag besonders festlich sein mussten.

27.5.
18-18:50 Uhr
Hieronymus & Jacob Praetorius: Frühbarocke Kirchenmusik an St. Jacobi
In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts bemühte man sich in den Kirchen der Hansestadt um musikalische Prachtentfaltung nach venezianischem Vorbild.

Auf BBC können wir einen aus der Bach Cantata Pilgrimage wohlbekannten Countertenor hören:

29.5.
BBC
13-14 (14-15)
The Early Music Show
In the second of this weekend’s highlights of concert recordings from the 2011 Lufthansa Festival of Baroque Music, Lucie Skeaping presents music performed by countertenor Robin Blaze with lutenist Elizabeth Kenny’s group, the Theatre of the Ayre. Music includes works by composers who were exploring the expressive and virtuosic capabilites of the male alto voice, such as Buxtehude and Krieger.

Und für die, die sich gern Bekanntem auf ungewöhnliche Art und Weise nähern mögen, bietet Bayern klassik eine möglicherweise spannende Sendung:

29.5.
BR klassik
20-22:30
60. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Abschlusskonzert
„Die Arabische Passion nach Johann Sebastian Bach“
Ensemble Sarband
Modern String Quartet
Arrangement und Leitung: Vladimir Ivanoff
http://www.br-online.de/br-klassik/programmtipps/highlight-internationale-orgelwoche-nuernberg-ID1305640311466.xml

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: „Cantate“

Drei Bach-Protagonisten-Bachfest 2007- J.S.Bach, Sir J.E. Gardiner und Georg Christoph Biller

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 22.05.2011 begehen wir den Sonntag: „Cantate“

Der Name des Sonntags Cantate leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: Cantate Domino canticum novum, quia mirabilia fecit!. (Ps 98, 1a;).
Der Sonntag „Cantate“ ist der Singesonntag, was allerdings nicht durch das Evangelium deutlich wird. Andere Perikopen gehen schon eher auf die singende Antwort der Gemeinde auf Gottes Taten ein, d.h. sie berichten vom Lobpreis der Gemeinde. Der Sonntag Cantate befasst sich, so wie schon der Sonntag Jubilate, mit einer Form der Antwort der Gemeinde. 

Am Sonntag Cantate erfahren wir, dass das Lied wesentlicher Bestandteil des gemeindlichen Lebens ist. Das lobpreisende Lied kann nicht nur die Herzen fröhlich machen, sondern auch Türen aufschließen; das Klagelied hilft nicht nur, Not und Sorgen abzulegen, sondern vermag auch neue Hoffnung zu geben. Der Liederschatz der Kirche ist unermüdlich groß, und es ist gut, dass das „Gesangbuch“ des jüdischen Volkes, der Psalter, darin eine wichtige Rolle spielt, denn die Psalmen sprechen wie nur wenige andere Lieder tief aus dem Herzen des Beters.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag: „Cantate“

BWV 108 „Es ist euch gut, dass ich hingehe“

BWV 166 „Wo gehest du hin

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Im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 22.05.2011

von 09:05  – 10:00 Uhr

Livestream-Link: http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

Claudio Monteverdi - Cantate Domino für 2 Singstimmen und Basso continuo; Charles Daniels und James Gilchrist, Tenor; King´s Consort, Leitung: Robert King

Johann Sebastian Bach 

BWV 108, „Es ist euch gut, daß ich hingehe“
Kantate am Sonntag Cantate für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo; Bogna Bartosz, Alt; Jörg Dürmüller, Tenor; Klaus Mertens, Bass; Amsterdam Baroque Choir and Orchestra, Leitung: Ton Koopman

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/ YouTube: BWV 108 - „Es ist euch gut, dass ich hingehe“


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Kantaten-Beschreibung zum BWV 108 und BWV 166 von „Sir John Eliot Gardiner“ ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt!

Kantaten für den vierten Sonntag nach Ostern (Cantate) St Mary’s, Warwick

Jene drei überwältigenden Werke, die wir am Sonntag Jubilate in Altenburg aufgeführt hatten, klangen uns noch in den Ohren, und nun wollten wir eigentlich unsere Reise in östlicher Richtung fortsetzen; da es jedoch in letzter Minute Probleme mit der Organisation in Polen gab, fanden wir uns statt in Warschau in Warwick wieder! Letzten Endes bot die Stiftskirche St Mary’s – sicher eine der eindrucksvollsten Pfarrkirchen Englands – einen schönen und ansprechenden Rahmen für unser Programm. Sie war im 12. Jahrhundert von der Familie Beauchamp (den Earls of Warwick) errichtet und nach zwei gewaltigen Bränden, dem ersten 1394 und dem zweiten genau dreihundert Jahre später, wieder aufgebaut worden.

Nach dem Pathos und der emotionalen Tiefe der Werke der vergangenen Woche kamen uns die beiden Kantaten für Cantate, BWV 166 und 108, zunächst sanfter und intimer vor, wie mit zarten Pastelltönen gezeichnet. Aber dieser Eindruck war, wie sich bald erweisen würde, nur oberflächlich. Je weiter man in diese Werke eindringt, desto mehr erlebt man noch einmal die ungewöhnlich tiefe Wirkung der Kantaten, die Bach für die Sonntage nach Ostern geschrieben hat und die eine so breite Skala von Stilen und Stimmungen umfassen. Bach fordert seine Hörer ständig dazu heraus, darüber nachzudenken, was es heißt, zu leben, und benutzt seine Musik dazu, den Texten des Evangeliums neue Bedeutungen zu entlocken.

Wenn wir uns aus Bachs erstem Kantatenzyklus in seinen zweiten Leipziger Jahrgang begeben, die sich beide dem gleichen theologischen Grundgedanken widmen, sind wir inzwischen nur zu sehr daran gewöhnt, in der Art und Weise, wie er sich seinem Thema nähert und die Metaphorik einsetzt, erstaunlichen Gegensätzen zu begegnen.Darum trifft es uns wie ein Schock, wenn wir nun feststellen müssen, dass er zweimal hintereinander das gleiche formale Gerüst verwendet.

BWV 108

Ich möchte wetten, dass aufgeschlagen auf seinem Notenpult, als er sich im April 1725 hinsetzte, um BWV 108 Es ist euch gut, dass ich hingehe zu komponieren, Wo gehest du hin? aus dem Vorjahr lag: Die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Kantaten sind einfach zu groß, um zufällig sein zu können. Beide beginnen nicht mit dem üblichen Chor, sondern mit einem Bass-Solo (vox Christi) und sparen den Chor für das Ende (BWV 166) oder die Mitte und das Ende (BWV 108) auf. Keines der beiden Werke enthält ein Sopran-Solo (kann es sein, dass die Knaben in zwei aufeinander folgenden Jahren an Windpocken erkrankt waren, oder hatte es irgendeinen unerfindlichen theologischen Grund?).

Beide Kantaten haben als zweiten Satz eine gewichtige Tenorarie, jede mit einer ausgehaltenen Note, die besonders betont wird: ‚stehe’ in BWV 166, ‚glaube’ in BWV 108. Beide Werke sind auf einer Art arpeggierten Tonleitertreppe errichtet, deren Stufen darauf hindeuten, dass der Heilige Geist zu Pfingsten herabsteigen wird (in BWV 166 abwärts führend von B nach g, c, D, B und g, in BWV 108 von A nach fis, D nach h). Es ist bezeichnend, dass sich BWV 108 der zentralen Frage, die in BWV 166 knapp abgehandelt wurde, ausführlicher widmet. ‚Wo gehest du hin?’ bringt im folgenden Jahr eine Erklärung: ‚Es ist euch gut, dass ich hingehe…’.

Zu den Sätzen, die auf mich den tiefsten Eindruck gemacht haben, gehört zunächst einmal die Tenor-Arie mit obligater Violine, ‚Mich kann kein Zweifel stören’ (Nr. 2) – eine mächtige Nummer, die recht verschachtelt angelegt, aber wunderbar ausgearbeitet ist und ein bisschen an Brahms’ ungarische Zigeunerweisen erinnert; dann die strenge Chorpolyphonie von Nr. 4, ‚Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird’ – drei dicht gedrängte Fugen im Motettenstil. Sie wirken widerspenstig auf dem Papier, bringen jedoch in der Aufführung ihren Geist überzeugend zur Geltung. Und schließlich die herrliche Arie für Alt und Streicher, ‚Was mein Herz von dir begehrt’ (Nr. 5), die mit ihrer gebrochenen Melodielinie und ihrem durchscheinenden Satz für die erste Violine eine tiefe Sehnsucht erkennen lässt, wie sie der Psalmist in Psalm 42 besingt: ‚Wie der Hirsch dürstet nach frischem Wasser…’.

© John Eliot Gardiner 2007. Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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/ YouTube: BWV 166 „Wo gehest du hin“


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  Sir Gardiners weitere Kantaten-Beschreibungen:   h i e r  zum Download als PDF 

  Künstler-Beitrag: Silas John Standage Orgel als PDF

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Link: Bach-Kantaten:

  Cover: SDG 107 Vol. 24

CDs – SDG 107 – Vol. 24

BWV 108 “Es ist euch gut, dass ich hingehe“
Gardiner Pilgrimage CD 107 - Vol.  24 – CD  2

BWV 166 “Wo gehest du hin“
Gardiner Pilgrimage CD 107 –  Vol. 24 – CD 2

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Ich wünschen allen Besuchern einen schönen besinnlichen „Cantate-Sonntag.“

Grüße Volker


Biografie Bernarda Fink – Mezzosopran

20. Mai 2011 Kommentare aus

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Bernarda Fink, Mezzosopran, Foto © Klemen Breitfuss

Foto © Klemen Breitfuss

Als Kind slowenischer Eltern in Buenos Aires geboren, erhielt Bernarda Fink ihre Gesangs- und Musikausbildung am Instituto Superior de Arte del Teatro Colón, an dem sie auch regelmäßig auftrat.

Bernarda Finks Repertoire reicht vom Barock bis ins 20. Jahrhundert, und sie konzertierte mit so berühmten Orchestern wie dem London Philharmonic, der Tschechischen Philharmonie, den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Cleveland Orchestra, dem Philadelphia Orchestra sowie mit führenden Barockorchestern unter so namhaften Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Sir Colin Davis, Sir John Eliot Gardiner, Valery Gergiev, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Mariss Jansons, Riccardo Muti, Sir Roger Norrington, Trevor Pinnock, Sir Simon Rattle, Franz Welser-Möst u.a.

Die Künstlerin feierte seit dem Beginn ihrer Karriere schöne Erfolge in ihrer argentinischen Heimat sowie an wichtigen Opernhäusern Europas, zuletzt als Cecilio/LUCIO SILLA unter Nikolaus Harnoncourt am Theater an der Wien, Idamante/IDOMENEO in einer Produktion von Luc Bondy und Jesus Lopez Cobos im Teatro Real in Madrid und als Irene/THEODORA unter Ivor Bolton bei den Salzburger Festspielen. In konzertanten Aufführungen unter René Jacobs war sie als Sesto/LA CLEMENZA DI TITO und Idamante zu erleben, die daraus entstandenen CD-Aufnahmen wurden vielfach ausgezeichnet.

Als Liedsängerin ist Bernarda Fink wiederholt in den großen Musikzentren Europas wie im Musikverein und Konzerthaus Wien, bei der Schubertiade Schwarzenberg, im Amsterdamer Concertgebouw und der Londoner Wigmore Hall zu Gast. Sie war außerdem im Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, im Théâtre des Champs-Elysées in Paris, in der New Yorker Carnegie Hall und in Buenos Aires zu hören, um nur einige zu nennen. Die Saison 2010/11 führt sie neben ihren „Stammhäusern“ auch nach London, Kempen, Maribor, Imola und Stuttgart. Des Weiteren singt sie Hugo Wolf Lieder mit dem Hugo Wolf Quartett in Bilbao, Nijmegen und Antwerpen. Außerdem sind Quartett-Abende gemeinsam mit Sylvia Schwartz, Michael Schade und Thomas Quasthoff mit Brahms’ LIEBESLIEDERWALZERN auf Tournee in Europa und den USA geplant.

Projekte der Saison 2010/2011 beinhalten des Weiteren Pergolesis STABAT MATER mit den Berliner Barock Solisten in Luzern, Mendelssohns ELIAS unter Daniel Harding in Luzern, Bremen und Stockholm (mit Aufnahme für DG), Mahlers 2. SYMPHONIE mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bachs H-MOLL MESSE unter Nikolaus Harnoncourt im Wiener Musikverein und in Tokyo, Brahms’ ALTRHAPSODIE mit den Bamberger Symphonikern, Bachs JOHANNESPASSION mit dem Concertgebouw Orchestra sowie ROMEO ET JULIETTE mit dem Boston Symphony Orchestra.

Das umfangreiche Bühnen- und Konzertrepertoire der Künstlerin ist durch eine Diskografie dokumentiert, die schon fast die 50er Marke erreicht und sich von Monteverdi, Händel, Bach über Rameau, Hasse, Haydn bis hin zu Schubert, Rossini, Bruckner und Schumann erstreckt. Viele ihrer Platten wurden mit namhaften Preisen wie dem Diapason d’Or oder einem Grammy ausgezeichnet, darunter befinden sich u.a. Händels GIULIO CESARE, Caldaras MADDALENA AI PIEDI DI CRISTO, Bachs MATTHÄUSPASSION unter Nikolaus Harnoncourt (TELDEC), Glucks ORFEO und Scarlattis GRISELDA mit René Jacobs (HARMONIA MUNDI), Mozarts REQUIEM und Verdis REQUIEM unter der künstlerischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt (SONY BMG), Berlioz’ LES NUITS D’ÉTÉ und Ravels SHÉHÉRAZADE sowie eine Reihe an Soloaufnahmen. Bernarda Fink verbindet eine enge Zusammenarbeit mit Harmonia Mundi. Die daraus jüngst hervorgegangenen Aufnahmen beinhalten eine Schubert-Platte mit Gerold Huber am Klavier, Bach-Kantaten mit dem Freiburger Barockorchester sowie ein Solo-Album mit Liedern von Robert Schumann. Für Oktober 2010 ist die Veröffentlichung des Pergolesi STABAT MATER mit der Akademie für Alte Musik Berlin geplant. Das nächste Solo-Album mit Liedern von slowenischen Komponisten erscheint im Frühjahr 2011.

Im Februar 2006 wurde die Künstlerin durch den österreichischen Bundeskanzler mit dem Österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

http://www.machreich-artists.com/kuenstlerinnen_biografie.php?id=5

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Fink-Bernarda.htm

Pressestimmen

[...] ein Übriges tut die Stimme von Bernarda Fink, die in den höheren Lagen den ihr eigenen Schmelz entfaltet, während sie in der Tiefe trägt und in der häufig geforderten Mittellage durch ihre Schlichtheit entwaffnet. Die Fink trifft einen unprätentiösen Klang, der direkt zu Herzen geht. [...]
Klassik.com, Februar, 2009

Zum Weinen schön
Ein Gespräch mit der Mezzo-Sopranistin Bernarda Fink
http://portraits.klassik.com/people/interview.cfm?KID=3408

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Ein Video aus Frankreich mit Sir Gardiner

19. Mai 2011 2 Kommentare

Ein Video aus Frankreich von euronews: Interview mit Sir John Eliot Gardiner und Dan Jemmett (Regisseur).

Zum Starten in das Video klicken..!!

Ici, vous trouverez quelques extraits (en anglais) de l’interview accordée à Euronews par Sir John Eliot Gardiner (chef d’orchestre) et Dan Jemmett (metteur en scène).

Grüße

Volker

Klavierfestival Ruhr 2011: Maria Uspenskaya 24.05.11 – Niederländische + flämische Cembalomusik – Karten abzugeben!

19. Mai 2011 6 Kommentare

Liebe Blogger! In meiner Musikeuphorie habe ich 2 Karten für das og. Konzert mit Maria Uspenskaya (Schülerin von Bob van Asperen) im Schloss Hohenlimburg in Hagen bestellt, kann den Termin aber nicht wahrnehmen.

Das Konzert findet am Dienstag, 24.05.2011 um 20.00 Uhr statt.

Für das Programm habe ich nachstehenden Link eingefügt: http://www.klavierfestival.de/index.php?id=uebersicht&no_cache=1&tx_kfrmanagement_veranstaltungen[showUid]=248, Bach ist mit einer Bearbeitung von J.A. Reincken vertreten.

Die Karten haben 24,-€ pro Person gekostete, ich würde sie für 20,-Euro zusammen abgeben.

Das Konzert ist ausverkauft und wird von WDR 3 unter dem Motto „Alte Musik in NRW“ aufgezeichnet. Wer sich für die Karten interessiert, kann mir einfach einen Kommentar hinterlassen, entscheidet euch möglichst schnell, da wir ja noch den Postweg dazwischen haben.

Gruß, Claudia

Biografie English Baroque Soloists

19. Mai 2011 Kommentare aus

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The English Baroque Soloists wurden 1978 von Sir John Eliot Gardiner gegründet und haben sich seither als eines der bedeutendsten auf historischen Instrumenten musizierenden Kammerorchester etabliert.
English Baroque Soloists

English Baroque Soloists

Das Ensemble hat in zahlreichen großen Konzertsälen in aller Welt gespielt, darunter das Teatro della Scala in Mailand, das Amphitheater in Pompeji, die Philharmonie in Berlin, das Théâtre du Châtelet in Paris, das Lincoln Center in New York, das Sydney Opera House, das Amsterdamer Concertgebouw, San Marco in Venedig sowie beim Festival in Salzburg. Anlässlich des 200. Todestages von W. A. Mozart 1991 leitete Sir John Eliot Gardiner eine Aufführung des Requiems mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists im Palau de la Música Catalana, die von der BBC live übertragen wurde.

1990 begann das Ensemble eines seiner größeren Vorhaben: die auf sechs Jahre angelegte Aufführung der sieben großen Mozart-Opern. Die Aufnahmen der sieben Opern sind nach ihrem Erscheinen bei der Kritik auf außergewöhnlichen Beifall gestoßen.

Das umfangreichste Projekt des Orchesters war die Teilnahme an der Bach Cantata Pilgrimage Sir John Eliot Gardiners im Jahr 2000. Am Weihnachtsfest, 23. Dezember 1999 in Weimar, begann die musikalische Wallfahrt, in deren Rahmen alle überlieferten kirchlichen Kantaten Bachs aufgeführt wurden. Sie erklangen an den der Liturgie entsprechenden Tagen, für die Bach sie komponierte. Die Konzertreise führt quer durch Europa und in die USA. Zusammen mit dem Monteverdi Choir fand die Aufführung der 198 geistlichen Bach-Kantaten in über sechzig Kirchen, in 15 Ländern von Europa und Übersee anlässlich des 250. Todestages von J. S. Bach im Jahr 2000 statt.

http://www.monteverdi.co.uk/index.cfm

http://www.bach-cantatas.com/Bio/English-Baroque-Soloists.htm

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Ludwigsburger Festspiele 2011 mit einem Schwerpunkt „Bach“

Ludwigsburger Schloss

Hallo Bachfreunde,

wer im Süden (Schwaben) wohnt wird sicherlich die Gelegenheit wahrnehmen und die diesjährigen Schlossfestspiele in Ludwigsburg vom 20. Mai bis zum 28. Juli 2011 besuchen. Die Ludwigsburger Festspiele besitzen ihren eigenen Scharm und konnte es persönlich erleben mit einem Gardiner-Konzert im Jahr 2004.

Der Artikel von 2004 kann - h i e r - nachgelesen werden.

Schlosstheater Residenzschloss Ludwigsburg Fotorechte: Ludwigsburger-Festspiele

Ein Programmschwerpunkt wird mit J.S. Bach gesetzt. Neben der Aufführung der Brandenburgischen Konzert II, III und V in der Schlosskirche Haigerloch (28.05.2011) und dem Rittersaal in Wolfegg (10.09.2011), widmet sich der Pianist David Fray in einem Konzert (03.07.2011) im Forum am Schlosspark neben Bach auch noch den Komponisten Mozart und Beethoven. Der Thorbe-Spieler Hopkinson Smith bringt in »Quinta essentia« (19.06.2011) Bach’s Cello-Suiten, bearbeitet für deutsche Theorbe, zur Aufführung. Einen weiteren Höhepunkt bildet das Konzert »Süßer Friede, stille Ruh« mit dem gefeierten Bariton Christian Gerhaher und dem Oboisten Heinz Holliger, die Kantaten von J.S. Bach den Lamentationen von Dismas Zelenka (1679-1745) gegenüberstellen.

Ein umfangreiches PDF-Bach-Programm ist für die Ludwigsburger-Festspiele zum Download bereitgestellt mit allen wissenswerten Angaben versehen.

    PDF-Link:    Schlossfestspiele_Bach_Schwerpunkt

Weitere Informationen – Eintrittskarten-Veranstaltungen-Pogramm können auf der Seite des Veranstalters im Internet aufgerufen werden:

Link: http://www.schlossfestspiele.de/

Webradios im Internet mit klassischer Musik

17. Mai 2011 1 Kommentar

Auch diese Übersicht ist jetzt direkt über einen der oberen Reiter aufrufbar.
Barbara

Biografien

 

Hallo zusammen,

ich habe begonnen, die alte Biografie-Seite zu überarbeiten.  Ihr findet die Übersicht jetzt auf der Seite, die sich durch Anklicken des linken oberen Reiters öffnet (Biografien-Übersicht). Jede Biografie bekommt jetzt ihre eigene Seite, sodass alles übersichtlicher wird.  Ich habe sie außerdem sprachlich und zum Teil auch inhaltlich überarbeitet und aktualisiert.

Bis jetzt sind die Biografien von Sir John Eliot Gardiner, Joanne Lunn, Daniel Taylor. folgen werden die anderen, auf der alten Seite enthaltenen Biografien. Danach habe ich vor, die anderen an der Bach Cantata  Pilgrimage beteiligten Solisten sowie Sänger, die seitdem häufiger mit Sir John Eliot Gardiner musiziert haben, in diese Übersicht aufzunehmen. Dann gibt es noch viele andere Sänger, Instrumentalisten, Ensembles, die im Zusammenhang mit Bach’scher Musik im engeren oder weiteren Sinne erwähnenswert sind…

Ihr seht schon, es wird ein längeres Projekt, das hoffentlich nie abgeschlossen sein wird. Sachdienliche Hinweise nehme ich gerne entgegen.
Barbara

Biografie Daniel Taylor – Countertenor

17. Mai 2011 Kommentare aus

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Daniel Taylor - Countertenor

Daniel Taylor - Countertenor

Daniel Taylor, Exklusivkünstler von Sony Classical/BMG Masterworks ist einer der gefragtesten Countertenöre der Welt. Er ist auf mehr als 80 Aufnahmen zu hören, wie z.B. Bach Cantatas/Monteverdi Choir/Gardiner (Deutsche Grammophone Archiv und SDG); Renaissance duets mit Bowman/Schauspieler Ralph Fiennes (BIS); Händels Rinaldo mit Bartoli /AAM/Hogwood (Decca); Cantatas „Before Bach“ mit Collegium Vocale/Herrewege (Harmonia Mundi); Sakamotos pop-opera „Life“ mit dem Dalai Lama und Salman Rushdie (Sony); Bach Kantaten mit Bach Collegium Japan (BIS); Bach Solo-Aufnahme mit Theatre of Early Music (Sony); Vivaldi Gloria mit dem Bethlehem Bach Choir/Fumfgeld (Analekta); Vivaldis Stabat Mater (BIS); 4 Aufnahmen von Händels Messiah: mit dem Kammerchor Stuttgart/Bernius (Carus), den American Bach Soloists (Koch), gerade erschienen als CD/DVD mit Tafelmusik (Bravo Television) und live mit New York Philharmonic. Außerdem erschien Bachs h-moll Messe auf CD/DVD mit dem Ensemble Orchestral Paris/Nelson (EMI Virgin) sowie mit dem Kammerchor Stuttgart/Bernius (Carus).

Unmittelbar auf sein Operndebut in Händels Rodelinda in einer Produktion von Jonathan Miller (Aufzeichnung durch EMI) folgte sein für Erato eingespieltes gefeiertes Debut in Glyndebourne (Händel Theodora). Sein nordamerikanisches Operndebüt gab er in Händels Giulio Cesare an der Metropolitan Opera New York. Außerdem war er an der Bayerischen Staatsoper (Goffredo in Händels Rinaldo), in Edinburgh (Titelrolle in Glucks Orfeo), an der Welsh National Opera (Hamor in Händels Jephta) und an der Canadian Opera (Tolomeo in Händels Tolomeo) zu erleben.  

Er konzertiert mit dem Academy of Ancient Music, Gabrieli Consort, Internationalen Bachakademie Stuttgart, Les Arts Florissants, Akademie für Alte Musik, Orchestra of the Age of Enlightenment, King’s Consort und mit den Symponieorchestern von Cleveland, St. Louis, Lissabon, Philadelphia, Tonhalle Zürich, München (Rundfunkorchester), San Francisco, Madrid, Toronto, Göteborg, Rotterdam, Montreal, Israel, Philadelphia und Rotterdam.  

Als Liedsänger war er im Konzerthaus Wien, bei der Frick Collection New York, in der Forbidden Concert Hall Beijing, beim Lufthansa Barock Festival und in der Wigmore Hall London zu hören. Er wirkte in Podeswas preisgekröntem Film Five Senses for Fineline mit.

Daniel Taylor ist Professor of Voice am Conservatoire de musique in Montreal, Professor of Voice an der University of Ottawa, Adjunct Professor an der McGill University und Visiting Scholar an der University of Victoria.  

Er ist Artistic Director und Leiter des Choir and Orchestra of the Theatre of Early Music. Das Ensemble gibt mehr als 30 Konzerte pro Jahr in der ganzen Welt.  

http://www.theatreofearlymusic.com/dthome.html

http://www.orfeo-artist-management.de/daniel-taylor-biographie0.html

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Taylor-Daniel.htm

 

Pressestimmen

Auch Daniel Taylor wird den vielgestaltigen Anforderungen deutlich gerecht, zeichnet in den lyrischen Teilen feine Linien, entfaltet in dramatischen Abschnitten auch das nötige Feuer – so vor allem in den Arien ‘But who may abide‘ und ‘He was despised‘.
Klassik.com, März 2010

Sehr expressiv ist die Stimme Daniel Taylors, die in ihrer Weichheit ein fast weibliches Timbre hat. Das Altsolo im ‘Et incarnatus est’ ist ein Höhepunkt an Ausdrucksintensität in dieser Messe. Zum einen, weil Zelenka hier mit der Tradition des pastoral-versöhnlichen Gestus‘ zur Darstellung der Menschwerdung Christi bricht und in einem düsteren Lamento die unmittelbare Verbindung des Ereignisses zum späteren Kreuztod herstellt, das ‘Crucifixus’ antizipierend. Zum anderen, weil Taylor das Solo in seinem erschütternden Klageton regelrecht zu leben scheint. Die kurzen Phrasen erfüllt er mit einer bedeutungsvollen Schwere, ohne dabei über die Stränge zu schlagen und den Satz zu einem emotionalen Ausbruch, einem Drama zu verdrehen. Taylors Gesang bettet sich ganz selbstverständlich in den sonoren Klang des Orchesters und formt die Szene zu einer ganz intimen, tief empfundenen Lamento, das einem Schauer über den Rücken jagt.
Klassik.com, Oktober 2010

Durch seine zahlreichen internationalen Engagements hatte der gebürtige Kanadier bisher schon häufig die Möglichkeit mit den besten Barockorchestern zusammenzuarbeiten. Besonders klangschön wird seine Stimme durch die sehr gut überblendeten und daher kaum auffallenden Registerwechsel. Seine warme, in der Höhe wie in der Tiefe äußerst kultiviert geführte und nie zur Schärfe neigende Altstimme ergänzt sich mit Kirkbys Sopran perfekt.
Klassik.com, April,2006

Besondere Erwähnung verdient der schöne Countertenor von Daniel Taylor. Ist es eine Gabe, wenn Countertenöre feminin klingen, dann ist Taylor diese auf betörende Weise eigen. Er besitzt einen geraden Ton, der noch über ausreichend Vibrato verfügt, um nicht stumpf zu klingen, das Timbre leuchtet, nur die Tiefe ist etwas schwach. Hörenswert.
Klassik.com, September 2004

 

Biografie Joanne Lunn – Sopran

17. Mai 2011 Kommentare aus

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 Joanne Lunne - Foto: Andrew Redpath

Foto: Andrew Redpath

Joanne Lunn (Sopran) studierte am Royal College of Music in London und gewann dort die renommierte Tagore Goldmedaille. Als Solistin konzertiert sie regelmäßig mit Ensembles wie den English Baroque Soloists, der Akademie of Ancient Music, dem Hilliard Ensemble, Philipp Herreweghes Collegium Vocale Gent, dem King’s Consort oder dem Gabrieli Consort. Auch war sie u.a. oft gehörter Gast in der „Bach Cantata Pilgrimage“ von John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir. Ihr Operndebut gab Joanne Lunn an der English National Opera in Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ unter Harry Christophers. Sie sang in Venedig die Helena in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ unter John Eliot Gardiner und wirkte in Paris und Peking in Jonathan Millers Inszenierung von Monteverdis „Orfeo“ unter der Leitung von Philip Pickett mit. Im Rahmen von oratorischen Partien von Bach, Händel und Haydn arbeitet sie mit Dirigenten wie Roger Norrington, Frieder Bernius, Mark Minkowski und Masaaki Suzuki und gastierte z.B. bei den Händelfestspielen in Göttingen und Halle, bei den Proms der BBC in London und den Salzburger Festspielen.

Ihre Discographie umfasst Vivaldi Laudate Pueri mit The King’s Consort (Hyperion), Haydn Messen mit Sir John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir (Philips), John Rutter Mass of the Children mit der City of London Sinfonia unter der Leitung des Komponisten (Collegium), Sir John Eliot Gardiners Bach-Kantaten-Zyklus, der während der Bach-Cantata Pilgrimage im Jahr 2000 aufgenommen wurde (Deutsche Grammophon / Soli Deo Gloria), Bachs Oster-Oratorium mit Frieder Bernius und dem Kammerchor Stuttgart (Carus), Bach-Motetten mit dem Hilliard Ensemble (ECM) und mit dem Messias RPO mit John Rutter.

http://www.hazardchase.co.uk/artists/joanne_lunn

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Lunn-Joanne.htm

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Pressestimmen

 [...]Joanne Lunns geschmeidiger Sopran, der besonders in der Höhe glockenrein klingt und mit einer an die Stimme eines Knaben erinnernden, anrührenden Naivität (‘Qui tollis’) besticht, evoziert geradezu das Bild der betenden Jungfrau. [...]
Klassik.com, Oktober 2010

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Biografie Monteverdi Choir

17. Mai 2011 Kommentare aus

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Die Gründung des Monteverdi Choir durch John Eliot Gardiner erfolgte 1964 in Cambridge anlässlich einer Aufführung der »Marienvesper« von Claudio Monteverdi. Ziel war es damals, sich ausgehend von der Musik des Barock ein breit gefächertes Repertoire zu erarbeiten. Das Ensemble wurde bald bekannt für sein leidenschaftliches Musikantentum, gepaart mit rhythmischer Vitalität und der Fähigkeit, Werke ganz unterschiedlicher Komponisten in verschiedenen Sprachen und Ausdrucksformen stilistisch überzeugend zu präsentieren.

Monteverdi Choir

Monteverdi Choir

Im Jahr des 400. Geburtstages von Claudio Monteverdi gelang John Eliot Gardiner der internationale Durchbruch. Zusammen mit dem von ihm gegründeten Monteverdi Choir führte er 1967 in der “Kathedrale Ely” Monteverdis “Versperae Mariae Virginis” in einer von ihm selbst revidierten Fassung auf und wurde durch den großen Erfolg der Veranstaltung ermutigt, die Arbeit in dieser Richtung fortzusetzen und zu erweitern.

Seit seiner Gründung hat der Monteverdi Choir besonders jungen Nachwuchs-Solisten die Möglichkeit geboten, hochwertige musikalische Erfahrungen zu sammeln sowie Auftrittspraxis zu erwerben, die am Beginn einer Laufbahn besonders wertvoll ist.

Der Chor unternahm zahlreiche vielbeachtete Tourneen, unter denen die »Bach-Kantaten-Pilgerfahrt« im Jahr 2000 eine absolute Sonderstellung einnimmt: Anlässlich des 250. Todestages von J. S. Bach führte der Chor gemeinsam mit den English Baroque Soloists 186 geistliche Kantaten in 63 Kirchen in Europa und den USA auf.

Im Sommer 2004 führte der Chor eine weitere »Pilgerfahrt« mit vierzehn Konzerten in Kirchen entlang des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela/ Spanien durch. Die Pilgerfahrt und die Konzerte wurden von der spanischen Zeitung El Pais zu den »Besten Konzerten des Jahres 2004« gewählt.

Eine höchst erfolgreiche Partnerschaft verbindet den Chor mit dem Théâtre du Châtelet in Paris, an dem er in Produktionen von Verdis Falstaff (2001) sowie Webers Oberon (2002) auftrat. 2003 wirkte er an der ersten kompletten Aufführung in Frankreich von Berlioz’ Oper Les Troyens mit, die den Grand Prix des Französischen Journalistenverbandes gewann. Im November und Dezember 2005 unternahm der Chor mit Stücken von Purcell eine höchst erfolgreiche Tournee in Europa und Asien.

Der Chor hat mittlerweile mehr als 100 Einspielungen aufzuweisen, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden, darunter mehrere Gramophone-Awards.

http://www.monteverdi.co.uk/index.cfm

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Monteverdi-Choir.htm

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