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Archiv für August 2010

Meine persönliche und J.S. Bach-Seite auf Facebook

31. August 2010 2 Kommentare

1.) Meine persönliche Seite auf Facebook

Heute stelle ich meine zwei neuen  “Facebook-Seiten“ vor. Der Meinungsaustausch auf dieser Web-Präsenz gefällt mir ausgezeichnet, der Zuspruch ist höher als im

Blog

Volkers Klassikseiten J.S. Bach

und habe den Schritt nicht bereut. Viele neue Freunde und Bekannte konnte ich dort bereits antreffen und einen intensiveren Austausch pflegen.

Meinen Blog werde ich selbstverständlich weiter führen, das ist eine persönliche Herzensangelegenheit meinerseits und meine, auch im Sinne aller Blog-Freunde so zu verfahren.

Ich gebe einmal meine zwei neuen Web-Links an:

2.) Facebook: meine J.S. Bach - Seite überwiegend in englisch gehalten

Links auf Facebook:

1.) Screenshot oben von Facebook ist eine persönlich Seite unter meinem Namen mit Vor- und Zunamen, dort kann über alles geplaudert werden was aktuell aus der Klassik-Sczene  - u.a. – von Interesse ist.

Link: http://www.facebook.com/volkerh

2.) Sreenshot unten von Facebook ist die allen gewohnte Blog-Seite als:

„J.S. Bach-Seite“

überwiegend in englisch gehalten um auch International präsent zu sein. Hier werden alle Klassik-Themen, wie in meinem Blog gewohnt, aktuell veröffentlicht..!!  Die Beiträge und Kommentare können selbstverständlich auch in deutsch verfasst werden.

Link:

http://www.facebook.com/pages/Johann-Sebastian-Bach/136730369693030?ref=t

Es ist ein Zug der Zeit, dass alle Kommunikationen auch auf Facebook stattfinden. Hier wird eine internationale Leserschaft angesprochen, die ich mit meinem Blog nicht erreichen kann.

Ich würde mich freuen, wenn alle Blog-Teilnehmer sich über Facebook anmelden würden und aktiv in meinen Facebook-Seiten  mitwirken würden. Einen jeweiligen Screenshot nach Facebook füge ich am rechten Blog-Rand bei.  Hier der entsprechenden Screenshot angeklickt, erfolgt der Aufruf der entsprechenden Seite auf Facebook.

Ein Alias-Name mit Angabe einer EMail-Adresse würde ausreichen, um aktiv auf Facebook mitwirken zu können, weitere persönliche Angaben sind nicht zwingend vorgeschrieben..!!

Herzliche Grüße

Volker

J.E. Gardiner – Label – SDG 705 veröffentlicht CD von Johannes Brahms Symphonie No: 4

30. August 2010 2 Kommentare

Screenshot: Label - SDG 705 Brahms Symphonie 4 (1 CD)

 

 

Vom Label SDG erscheint die CD „SDG 705″ von Johannes Brahms die Symphonie No: 4.

CD-Inhalte, (eine CD) für £ 12.99

Ludwig van Beethoven 1770-1827
Overture, Coriolan Op.62 (1807)

Giovanni Gabrieli c.1554/7-1612
Sanctus & Benedictus a 12

Heinrich Schütz 1585-1672
Saul, Saul, was verfolgst du mich? SWV 415

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Cover: CD - SDG 705 - vom Label: SDG - J.E. Gardiner Brahms Symphonie Nr.4

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Hörproben Brahms 4

DG 705 – Brahms Symphony 4
2.  Gabrieli – Sanctus & Benedictus a 12 Stream Audio
3.  Schütz – Saul, Saul, was verfolgst du mich?
– SWV 415 (1650)
Stream Audio
10.  Brahms – Symphony No.4 in E minor Op.98 (1885)
– I Allegro non troppo
Stream Audio

Play the bit stream tracks with your media player (Real Player). To get a media player click on the icon below.

 

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Johann Sebastian Bach 1685-1750
from Nach dir, Herr, verlanget mich BWV 150 (c.1708-9)
No.6 Meine Augen sehen stets zu dem Herrn
No.7 Ciacona: Meine Tage in den Leiden

Johannes Brahms 1833-1897

Geistliches Lied Op.30 (1865)
arr. Gardiner for mixed chorus and strings

Fest- und Gedenksprüche Op.109 (1889)
1. Unsere Väter hofften auf dich
2. Wenn ein starker Gewappneter
3. Wo ist ein so herrlich Volk

Johannes Brahms Symphony No.4 in E minor Op 98 (1885)

I Allegro non troppo
II Andante moderato
III Allegro giocoso
IV Allegro energico e passionato

(recorded: the Salle Pleyel, Paris
and the Royal Festival Hall, London)

Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Monteverdi Choir | John Eliot Gardiner

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PDF – Das Booklet enthält ein Gespräch zwischen John Eliot Gardiner und Komponist Hugh Wood,
zu erläutern, wie die Stücke sich aufeinander beziehen und gibt einen bewegenden Bericht über Brahms als
Komponist und als Mensch.

Click here for a German Translation of the sleeve notes.

Link zum Partner-Shop zur CD Brahms 4:

Link: -  h i e r – anklicken..!!

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oder bei SDG nachstehend!

http://www.solideogloria.co.uk/shop/index.cfm?CFID=4164424&CFTOKEN=58079122

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Eine Rezension zu Brahms 4 von „Rondo-Musikmagazin“

Es ist vollbracht. Mit der einspielung der vierten sinfonie bestätigt sich, dass John eliot Gardiners Brahms-Zyklus der wichtigste seit mindestens zwanzig Jahren sein dürfte: Gardiners Prinzip, die verwurzelung Brahms’ in der deutschen Musiktradition nicht nur durch seine Interpretation, sondern auch durch die Kombination mit Chor- und Orchesterwerken von Bach bis Mendelssohn zu zeigen, bewährt sich erneut. Bezugspunkt ist diesmal neben Beethovens »Coriolan«-Ouvertüre und Chorschnipseln von schütz und Gabrieli natürlich der Teil der Bach-Kantate »nach Dir herr«, der Brahms zum Finale der vierten inspirierte – klar, dass Gardiner die Basslinie dieser Chaconne besonders herausstreicht. entscheidend ist jedoch, dass diese schau von Musikbeispielen am ende tatsächlich in einer Interpretation der vierten zusammenfließt und die nervöse spannung der »Coriolan«-Ouvertüre in den überraschend schnell genommenen Kopfsatz der vierten überzuschwappen scheint. Bei Gardiner herrschen eine Klarheit und eine eiserner Zugriff, die oft an Toscanini denken lassen – und statt melancholischer Opulenz hört man, wie in Brahms’ sinfonien klassische Form, barocke Kontrapunktik und romantisches sehnen zusammenfließen. Das ist nicht die Musik eines greisen Rauschebarts, sondern eines Komponisten im unruhestand, der seinen schöpferischen und emotionalen Überschwang etwa im Finale durch die Wahl der strengstmöglichen Grundform fast gewaltsam zügeln muss und der noch Ideen genug für die nächsten fünf sinfonien gehabt hätte.

Autor: Jörg Königsdorf

(www.rondomagazon.de)

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Grüße

Volker

RUHR2010 Teil XXVI: Kulturlinie 107

29. August 2010 1 Kommentar

Kulturlinie 107 Foto: Evag Essen

http://www.kulturlinie107.de/

Am 28.08.10 haben wir eine Tour mit der EVAG (Essener Verkehrsbetriebe) gebucht. 2 ehemalige Busfahrer führen uns zu ausgewählten Stationen in Essen, die entlang der Kulturlinie 107 liegen. Start ist am Rüttenscheider Stern im Chi-Chi-Viertel Rüttenscheid. Dort regnet es dann auch zum letzten Mal.

Grillo Theater

Von dort fahren wir in die Innenstadt, wo wir im Bankenviertel viel neues zu teilweise denkmalgeschützten Häusern aus den 20er Jahren erfahren. Auf der Kettwiger Straße, die Einkaufsmeile von Essen sind dann gleich mehrere Highlights: Das Grillo Theather, die Lichtburg und das Domensemble. http://www.theater-essen.de/asp/gesamt.asp

Lichtburg / Kino

Die legendäre Lichtburg – im Herzen der Stadt Essen gelegen – war und ist mit 1250 Sitzplätzen Deutschlands größter Filmpalast. Bereits zur Eröffnung 1928 galt das Kino als das modernste Filmtheater in Deutschland. 1943 brannte der viel gerühmte Zuschauerraum völlig aus. Der Wiederaufbau im Stil der 50er Jahre machte die Lichtburg zu einem der elegantesten Filmtheater des Landes.

Die Lichtburg ist mehr als ein Filmpalast: Über Jahrzehnte fanden hunderte Premieren, Filmgalas, nationale und weltweite Uraufführungen statt. Nationale und internationale Stars gaben sich die Klinke in die Hand und begeisterten die Massen, unter ihnen u.a. Gary Cooper, Romy Schneider, Pierce Brosnan, Wim Wenders, Götz George oder Tom Tykwer.

Die denkmalgeschützte Lichtburg wurde von März 2002 bis März 2003 bis ins Detail restauriert und renoviert, und mit neuester Kino- und Bühnentechnik ausgestattet. www.lichtburg-essen.de

Ensemble Dom+Bischofsgebäude

Interessant finde ich diese Synthese mit dem Hochhaus und dem mitteralterlichen Bild, rechts über dem Bischofspalast erhebt sich die Kuppel der alten Synagoge, die größte Europas.

Kreuzgang im Dom

Immer wieder schön, die Ruhe und Beschaulichkeit mitten in der hektischen Einkaufswelt. Im Essener Dom findet ein reiches und anspruchsvolles Musikleben statt, daher mal ein Link dazu, es gibt das Programm fürs 2. Halbjahr. http://www.dommusik-essen.de/index.php?id=95

Marktkirche Essen

Die  Marktkirche ist das älteste protestantische Gotteshaus in der Essener Innenstadt. Sie ist heute die Gottesdienststätte des Kirchenkreises. Außerdem hat die zentrale Wiedereintrittsstelle der Evangelischen Kirche in Essen hier ihren Sitz. Regelmäßig finden in der Marktkirche Konzerte, Vorträge und Ausstellungen statt. http://www.ekir.de/essen-marktkirche/

Highlight Konvent der Karmeliterinnen in Stoppenberg

Erste urkundliche Erwähnung fand der Ortsteil Stoppenberg mit dem Bau der Stiftskirche Maria in der Not auf dem Stoppenberg genannten Hügel durch die Essener Fürstäbtissin Schwanhild im Jahre 1073. Sie wurde als Nikolauskapelle 1074 von Erzbischof Anno II. geweiht. Die ältesten Spuren einer Besiedelung von Stoppenberg wurden am Anfang des 21. Jahrhunderts an der Twentmannstraße gefunden und stammen aus dem 11. Jahrhundert, eben aus jener Zeit, in der die Fürstäbtissin Schwanhild die Stiftskirche bauen ließ. www.kultur-im-bistum-essen-2010.de

Seit 1965 ist das Stift wieder von Karmeliterinnen bewohnt, leider ist die Kirche nicht mehr jederzeit zugänglich, da Vandalen vor kurzem die Opferstöcke heraus gerissen haben.

Inneres der Klosterkirche Stoppenberg Maria in der Not

Die St. Nikolauskirche ist dem Karmel vorgelagert und liegt direkt an der 107, sie ist eine Jugendstilkirche, die 1907 geweiht wurde. Man hatte Carl Moritz damit beauftragt, der sonst für seine Theaterarchitektur bekannt war und so kam es dann auch, dass Kardinal Fischer, Erzbischhof von Köln sich zuerst weigerte die Kirche zu weihen, da es eine Oper wäre. Es befinden sich des weiteren ein sehenswerter Kreuzweg, eine neoromanische Apsis und ein schöner Hochaltar in der Kirche. www.st-nikolaus-essen.kirche-vor-ort.de

St. Nikolauskirche

Ganze 2 Stationen weiter erreichen wir Zollverein, das Ziel der Tour. Ein Rundgang über das Gelände schliesst sich an, wir erreichen als letzten Punkt das neue Sanaa Gebäude. Einen Würfel monumentaler Größe, doch völlig unerwarteter Raumatmosphären und Immaterialisierung hat das japanische Architektenpaar SANAA in Essen verwirklicht. Kaum vorstellbar dünn wie Papier erscheinen seine Wände aus Beton, rätselhaft und geheimnisvoll das Innenleben eines Hauses, dessen 134 transparente Perforationen unterschiedlicher Größe keiner erkennbaren Logik folgen.
Wenn man den Würfel betritt, betritt man nüchterne Betonkühle. Zuerst sollte dort eine Zweigstelle der Folkwang-Uni einziehen, wegen der bescheidenen Akustik ist dies nicht erfolgt. Auch Firmenevents stellen eine Schwierigkeit dar. Es mangelt an haustechnischer Infrastruktur, die Steckdosen sind nur mit 16 Amper gesichert. Genial ist allerdings die Beheizung. Das Wasser, dass vom Zollverein-Gelände abgepumpt wird, beheizt das Gebäude. Besichtigt werden kann der Kubus im Rahmen der Ausstellung „Ruhrblicke“. http://www.zollverein.de/agenda.php?f_filter=AUST&f_month=9

SANAA Gebäude auf Zollverein

Wir bedanken uns bei Hr. Adam Gacki und Hr. Martin Floß für den aufschlussreichen und wirklich witzigen Tag.

Zwischen Salzburg und Wien – Musik um Mozart – Herforder Chorfesttage im Herbst 2010

28. August 2010 2 Kommentare

Flyer - Herforder Chorfesttage 2010 Copyright: www.hochschule-herford.de

Die Freunde der Kirchenmusik in Ostwestfalen-Lippe / OWL dürfen sich freuen. Unter dem Motto

„Zwischen Salzburg und Wien – Musik um Mozart“

führt die Herforder Hochschule für Kirchenmusik vom 24. Oktober bis zum 1. November 2010 die 5. Herforder Chorfesttagen durch. Unter der Leitung von Hildebrand Haake wartet das Festival mit international renommierten Ensembles und Musikern auf. Dazu gehören der niederländische Chor Pur Sang aus Twente, der Knabenchor Hannover, die Westfälische Kantorei, die Hannoversche Hofkapelle sowie der Sänger Andreas Post (Tenor) mit seinem Partner am Klavier Ludger Rémy.

Die historische Aufführungspraxis ist ein wichtiges Qualitätskriterium bei den Konzerten im Herforder Münster und in der Kirche St. Marien auf dem Stift Berg. Dafür stehen unter anderem die Mitwirkung der Hannoverschen Hofkapelle unter der Leitung von Anne Röhrig sowie des niederländischen Chors Pur Sang mit seinem Leiter Bram van der Beek. Beide Ensembles garantieren Qualität auf internationalem Niveau. Reizvoll ist das Konzert der Niederländer, da die stilistische Orientierung der historischen Aufführungspraxis in Holland wesentliche Impulse empfangen hat.

Vollständige Informationen nachstehend:

http://www.hochschule-herford.de/seiten/seminare_text.php

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Schönes Wochenende und Grüße

Volker

RUHR2010 Teil XXV: Besuch des Ruhratolls

26. August 2010 2 Kommentare

Nachdem wir ja bei der Eröffnung des Ruhratolls mit gigantischem Feuerwerk dabei waren, haben wir uns nun entschieden auch einmal die Inseln, die ja begehbar sind, zu besuchen. Gestern, 25.08.10 war das Wetter betreffend, der richtige Tag dafür.

Baldeneysee mit Atollen

Ich hatte eine Seeführung gebucht, die uns zuerst geologische und geschichtliche Aspekte des Baldeneysees näher bringen soll. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Typ ziemlichen Müll erzählt. Baldeney= Göttin Bardenia (gab´s die? Nie gehört) und Nibelungenschwert Waldung, ziemlich abstrus. Dann will er MIR auch noch erzählen, dass in Wagners Tetralogie das Siegfried Schwert auch Waldung heisst. Nein, widerspreche ich lautstark, Nothung heisst es. Da ist die Erläuterung von Claus viel einleuchtender: Balde=tief, eye=Aue, Brede=schräg (setze zusammen: Baldeney, Bredeney). Was will der uns erzählen? Wir sind doch fast alles Werdener, da wäre ich vorsichtig!

Da ich die Boote vorgebucht hatte, können wir zügig zum Atoll-Besuch starten. Erster Besuch ist der Eisberg:

„Auf seinem Plateau steht eingegraben in das ewige Eis ein orangefarbenes Zelt.Es dringen Naturgeräusche aus dem Berg − oder aus dem Zelt?. Das Heulen des Windes, das Grollen eines Donners, das Prasseln des Regens oder das Rauschen des Meeres. Naturgeräusche, die zugleich regenerierbare Ressourcen als auch zerstörerische Naturkräfte darstellen.

Eingang zum Eisberg

In den ICEBERG ist ein Container eingebaut, der ähnliche Ausmaße hat wie die PALAOA Messstation (Perennial Acoustic Observatory in the Antarctic Ocean) des Alfred-Wegener-Instituts (AWI). Die Energieversorgung des Containers auf der antarktischen Schelfeiskante ist eine Insellösung: Solarzellen, Windgenerator und Methanol-Brennstoffzelle. Die Forschungsarbeiten des AWI entschlüsseln dort unter einmaligen Bedingungen die globalen Veränderungen, die teils natürlich und teils durch Menschen hervorgerufen sind. Kann ich mich in mein Zelt zurückziehen und darauf warten, dass die Forschung es schon richtet? Können Messergebnisse das Handeln bestimmen oder sind es nicht letztlich medial erzeugte „Ereignisse“, die Veränderungen erreichen? Hat die Zahl der Naturkatastrophen wirklich zugenommen oder spielt uns das eine global vernetzte Medienwelt nur vor? Wahrheit durch Messbarkeit? Wir sind trotzdem vom Eisberg ein wenig enttäuscht, mit Videokunst habe ich noch nie was anfangen können.“

Das U-Boot: Ich kann, weil ich will, was ich muss.

Atoll U-Boot

„Hier werden Zusammenhänge, in die das Themenfeld „Energie“ eingebettet ist, in Gestalt eines scheinbar im Baldeneysee auf Grund gelaufenen U-Boots. Sie holen damit bildhaft die exportierten Kriege und das Konfliktpotential um Energieressourcen nach Europa zurück, und zwar an einen Ort, der historisch eng mit dem hohen Energiebedarf als Grundlage für unseren Lebensstandard zusammenhängt.

Im Inneren des U-Bootes

Sichtbar ist nur der Aussichtsturm eines U-Boots, aus dessen Außenwänden der Schriftzug „Ich kann, weil ich will, was ich muss.“ herausgeschnitten wird. Die so entstehenden ‚Fenster‘ werden anschließend wieder durch politische Bilder in Form verschlossen, wie es uns in seiner Wirkungsweise aus gotischen Kirchen vertraut ist. In den buchstabenförmig platzierten Bildwelten spiegelt sich die Bandbreite des natürlichen und zivilen Lebens wieder mit allen dazugehörigen Höhen und Tiefen der Geschichte und aktuellen Ereignissen, denn jede Bewegung und damit das Leben selbst, verdankt sich energetischen Prozessen. Dieses Atoll hat uns begeistert.“

Die Schrott-Insel: Ein Projekt zum Schutz der natürlichen Ressourcen

Kabakov Insel

„Ilya und Emilia Kabakovs Projekt zum Ruhr-Atoll bildet einen optischen und inhaltlichen Kontrast zum Gesamtprojektes, der als Spannungspol den wissenschaftlich und formal ausgeklügelten anderen Kunst-Inseln gegenübergestellt ist. Kabakov, der als seine eigentliche Heimat auch heute noch die UdSSR mit all ihren Schwächen angibt, hat in fast allen seinen Arbeiten die Diskrepanz von wissenschaftlicher oder ideologischer Perfektion und der häufig improvisierten aber menschlichen Realität in bestechender Manier dargelegt. Das von Kabakov vorgeschlagene Projekt „Zum Schutz der natürlichen Ressourcen“ zeigt ein hintersinniges aber liebenswürdiges Ensemble zur wissenschaftlichen Wasseruntersuchung, wobei sowohl der menschliche Eingriff in die Natur als auch die wissenschaftliche Methode ganz der zeitgemäßen Forderung einer ökologischen Nachhaltigkeit – wenn auch Augen zwinkernd und leicht ironisch – angepasst sind. Dass Kabakov hier auf den Gegenpart eines Wissenschaftlers verzichtet, liegt in dem Inhalt der Installation selbst begründet und gibt dem Werk die Stellung eines künstlerischen Kommentars zu dem Gesamtprojekt.“ Es sieht von weitem jedoch besser aus, als wenn man es betritt. Mein Mann nennt es die Klempner-Insel.

Frosch und Teemeister (Nicht begehbar)

„Das Projekt ist ein west-östlicher Dialog über das Wohnen auf unserem Planeten. Es fasst in einem stillen Bild auf dem Wasser die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen zusammen: Thematisiert wird dies mit einem japanisch anmutenden Teehaus (ein Ort der inneren Einkehr) mit seiner großen Schale (ein Urbild für die Gegenwart des Menschen) und einem Gemüsegarten hinterm Haus, einer schon fast vergessenen Selbstverständlichkeit gerade im Ruhrgebiet.

Frosch und Teemeister

Kazuo Katase aktualisiert hier sein Projekt „Apokalypse Amazonas“ von 1992 für die Ausstellung „Arte Amazonas“ in Rio de Janeiro, anlässlich des UN-Erdgipfels. Hier wird diese Arbeit über Mensch und Natur im Inseldialog „Frosch und Teemeister“ fortgeführt, einem Inselprojekt, welches von menschlicher und von der Fossilenergie dieser Region, aber auch von Zukünftigem erzählt. 2004 lud Kazuo Katase den Architekten und „Baufrosch“ Michael Wilkens ein, mit ihm diesen Dialog zu führen. Denn die „Baufrösche“ beschäftigen sich seit ihrer Gründung 1978 mit einem Wohnungsbau „aus der Froschperspektive“: und dem, was sie „Vollständiges Wohnen“ nennen: „Jede Wohnung, auch die im 5. Stock, ist ohne einen kleinen Garten unvollständig. Und die Karotten müssen nicht um den halben Globus transportiert werden.“ Zwei 10x10m große Pontons sind durch einen Steg verbunden. Der eine trägt das Teehaus und die große Schale, auf dem anderen ist ein Garten mit 10 Gemüsebeeten angelegt. Eine solar angetriebene Wasserpumpe füllt einen Wassertank, der auf einem Förderturm im Zentrum des Teehauses platziert ist. Dieser Schwerkrafttank versorgt die 10 Gemüsebeete mit Wasser. Das Überflusswasser fließt über das Dach in eine Regenrinne, dann in die große Schale und von dort in den See zurück.“

Die Führung hätte man sich schenken können, aber den Bootsparcours fanden wir klasse. Mal eine andere Art Museum. Es gibt ausserdem noch eine neue, anonyme, ökologisch sehr kritische Installation, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Anonymes Atoll zur Ölkatastrophe

… und Ihr die Pest

Das Ruhr-Atoll bleibt noch bis Ende September / Anfang Oktober auf dem Baldeneysee http://www.ruhr-atoll.de/, der Bootsparcours ist bis Einbruch der Dunkelheit in Betrieb.

Tickets, Bootsparcours und Ruhratollhalle sind hier einzusehen: http://www.ruhr-atoll.de/index.php?id=147

Quelle der Atollinformationen: Ruhr-Atoll Homepage / RWE

J.S. Bach-Stiftung veröffentlicht auf YouTube das BWV 191 – Gloria in excelsis Deo

Screenshot von der J.S. Bach-Stiftung St.Gallen BWV 191 "Gloria in excelsis Deo"

Nun kommt endlich meine angekündigte Vorstellung der DVD – BWV 191 „Gloria in exelesios Deo“ – veröffentlicht von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Schweiz. Zeitnah wurde diese von mir erworbene DVD vor einigen Tagen auf YouTube von der Bachstiftung veröffentlicht.

Auf der Facebookseite der Bachstiftung:

Link: http://www.facebook.com/bachstiftung

sind bereits zustimmende Kommentare verfasst worden.

Von YouTube stelle ich das Video der Bachstiftung nachstehen als eine Seh- und Hörprobe zur Verfügung. Angeboten wird der 1.Satz (coro) aus der Kantate BWV 191 („Gloria in excelsis deo“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen. Weitere Informationen zur Bachstiftung unter: www.bachstiftung.ch dort ist der Online-Shop der Bachstiftung zum Bezug weiterer DVD’s zu erreichen.

Ich möchte zu der Bachstiftung nähere Angaben – entnommen aus ihre Web-Seite – hier angeben:

Die J. S. Bach-Stiftung führt in den nächsten 20 Jahren das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf.

Gründung im Jahr 1999

Das Vorhaben, das gesamte Vokalwerk von J. S. Bach aufzuführen, nahm im Jahr 1999 seinen Ursprung. Damals taten sich der Musiker Rudolf Lutz und der Privatbankier Konrad Hummler zusammen. Aus privaten Mitteln wurde der Grundstock der J. S. Bach-Stiftung St.Gallen geäufnet. Das erste Konzert fand 2006 statt.

Jeden Monat wird im appenzellischen Trogen (CH) eine der über 200 Kantaten von Bach gespielt.

Die Konzerte werden durch musikalisch-theologische Einführungs-Workshops sowie Reflexionen von Persönlichkeiten aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen abgerundet. Sämtliche Aufführungen erscheinen auf DVD. Das Ensemble „Schola Seconda Pratica“ und die Gesangssolisten werden von Rudolf Lutz geleitet.

Ein Projekt gigantischen Ausmasses

  • Aufführung des ganzen Vokalwerks von J. S. Bach
  • Ein Konzert pro Monat ergibt eine Projektdauer von etwa 25 Jahren
  • Alle Konzerte werden auf alten Instrumenten gespielt
  • Der musikalische Leiter Rudolf Lutz bürgt für höchste Qualität
  • Ergänzende Workshops und Reflexionen zu Text und Musik
  • Jede Aufführung erscheint auf DVD, die Texte in einer „Bach-Anthologie“
  • Die Gesamtaufführung ist ausschliesslich von privater Hand finanziert

Weiterführende Angaben können auf der o.a. Webseite der Bach-Stiftung entnommen werden.

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DVD Bachstiftung BWV 191 Weinachtskantate "Gloria in Excelsis Deo"

DVD – BWV 191 „Gloria in Excelsis Deo“

Kantate BWV 191 zum 1. Weihnachtstag für Sopran und Tenor, Vokalensemble, Trompeten I–III, Pauken, Flauto traverso I+II, Oboe I+II, Fagott, Streicher und Continuo

Solisten:
Gerlinde Sämann, Sopran; Johannes Kaleschke, Tenor; Vokalensemble der Schola Seconda Pratica; Trompete: Patrick Henrichs, Peter Hasel, Klaus Pfeiffer, Violine: Renate Steinmann (Konzertmeisterin).

Leitung: Rudolf Lutz.

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Die oben erwähnte DVD wird im Online-Shop für 35 SFR angeboten. Ich habe für die DVD inclusive Versand (4,50 €) – insgesamt 29,50 EURO über eine mitgelieferte Rechnung bezahlt.

Was mir bei der DVD sofort aufgefallen ist, ist die liebevoll gestaltete Albumhülle mit versehenen Notenhinweisen – die durch einen musikalisch-theologischen Einführungs-Workshop auf der DVD nachvollzogen werden kann. Das Vokalensemble der Schola Seconda Pratica  in dem BWV 191 besteht aus 18 Sänger/innen. Dieser schlanke Chor besitzt eine hohe Gesangs-Kultur und ist immer  in der Lage, das wörtliche Geschehen auch stimmlich zu artikulieren und umzusetzen, so dass es ein perfekter Kunstgenuss wird. Die drei Trompeter mit Naturhörnern besetzt – sind ein Traum und passen sich der Gesamtaufführung mit einer bewundernswerten klanglichen Einheit mit ein. Das Orchester spielt auf historischen Instrumenten und gibt diesem Bachwerk die richtige Würze, es ist ein barocker Klang von immenser Schönheit, das Spiel wirkt getragen und von Hetze keine Spur. Dies alles liegt in profunden Händen eines großartigen Interpreten und Bach-Kenners „Rudolf Lutz.“  Was er sich da mit seiner Ensemble-Schar vorgenommen ist schon bewundernswert alle ca. 200 Bach-Kantaten in einem Zeitraum von 25 Jahren aufzuführen, dafür wünsche ich allen Beteiligten das entsprechende Stehvermögen und weiteren Enthusiasmus, das alles als ein Bach-Gesamtwerk zu vollenden.

Der Bach-Freund ist darüber beglückt wieder einmal eine neue Gelegenheit zu besitzen, die Bach-Kantaten von einem Bach-Interpreten aus der Schweiz zu hören und zu besitzen. Ich bin ein beseelter Fan von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen geworden und fiebere schon jeder neuen DVD-Veröffentlichung entgegen. Ich würde mich freuen, wenn durch diese Aktion:  Konzerteinführung-Workshops und Reflexionen zu Text und Musik – neue junge Bach-Besucher angesprochen und mit den Werken von J.S. Bach konfrontiert werden können, das wäre ganz im Sinne der Bach-Stiftung und ihrer Aufgabenstellung. Bemerkenswert, das der Konzertbesucher die Kantate zwei Mal zu Gehör gebracht bekommt.

Auf der DVD ist jeweils ein Workshop mit Reflexion zu Text und Musik von Kennern der Bach-Materie – von ca. 60 Min. Gesamtdauer – vorhanden. Schon aus diesem Grund möchte ich jedem Bach-Freund nur wärmstens empfehlen, sich die DVD im Shop der BachStiftung zu erwerben.

Mit herzlichen Bach-Grüßen

Volker

Noch einmal Sir John Eliot Gardiner bei den PROMS

25. August 2010 1 Kommentar

Am 29. 8.10 gastiert Sir John Eliot Gardiner wieder bei den Londoner PROMS, diesmal mit der Tschechischen Philharmonie und Lars Vogt. Das Konzert wird in 3 Teilen von BBC übertragen.

Proms 6:30pm+7:30pm+8:25pm

Live from the Royal Albert Hall, London

Presented by Petroc Trelawny

Sir John Eliot Gardiner and the visiting Czech Philharmonic Orchestra frame their programme with Dvorak’s ebullient, life-affirming Carnival Overture and his radiant 8th Symphony. In between, Martinu’s 6th Symphony dances with Czech and Moravian folk melodies and rhythms; there’s a detour to the Norwegian fjords for Grieg’s Piano Concerto with Lars Vogt; and back to the Moravian Janacek whose gentle Ballad of Blanik was inspired by recent Czech independence and the new nation’s legendary guardians.

Dvorák: Overture, ‘Carnival’
Martinu: Fantaisies symphoniques (Symphony No. 6)
interval
Grieg: Piano Concerto in A minor
interval
Janácek: The Ballad of Blaník
Dvorák: Symphony No. 8 in G major

Lars Vogt, piano
Czech Philhamonic Orchestra
Sir John Eliot Gardiner, conductor

This Prom will be repeated on Tuesday 7th September at 2.20pm.

http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tkm9z
http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tkmby
http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tkysy

Wie immer: 7 Tage lang bei BBC abrufbar.

Barbara

Ein begeisternder Blog-Artikel über Sir Gardiner-EBS und Monteverdi Choir

24. August 2010 1 Kommentar

Screenshot vom Glarean Magazin - Walter Eigenmann

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Durch einen riesigen Zufall bin ich bei WordPress auf den nachstehenden Artikel über Sir Gardiner-EBS und dem Monteverdi Choir gestoßen, der mich ungemein gefesselt hat.

„Bachs Kantaten-Kosmos chormusikalisch ausgelotet von Walter Eigenmann!“

Der Autor beschreibt so hautnah das Geschehen und Wirken von Gardiner und sein Umfeld, dass durch seine präziese Darlegung und seinen musikalischen Kenntnisstand zu überzeugen weiss. Er nimmt u.a. Bezug auf die Veröffentlichung der nachstehenden SDG-CD 177 „Eternal fire“ in 2009 vom Label: „Soli Deo Gloria.“

SDG-CD 177 Eternal fire

SDG-CD 177 Eternal fire / Veröffentlichung in 2009

Link zum Artikel:

http://glareanverlag.wordpress.com/2010/07/16/monteverdi-choir-gardiner-eternal-fire-bach-great-cantata-choruses-glarean-magazin/

Grüße

Volker

DRS2-Radio-Schweiz am 22.8.2010 – Sir Gardiner – Die Bach-Kantate BWV 69a

21. August 2010 4 Kommentare
Ein ganz heisser Tipp für Sonntag, 22.8.2010
DRS2-Radio Schweiz:
Die Bach-Kantate
Sonntag, 22.8.2010, 09.00 Uhr bis 9:30 Uhr

Sir J.E. Gardiner - Monteverdi Choir - English Baroque Soloists

Lobe den Herrn, meine Seele», Kantate zum 12. Sonntag nach Trinitatis, BWV 69a

Die Kantaten, die Johann Sebastian Bach zu den (vielen!) Sonntagen nach Trinitatis geschrieben hat, drehen sich mehrheitlich um eher beklemmende Themen wie Leid und Not, Sünde und Busse. Die Kantate «Lobe den Herrn, meine Seele» BWV 69a – wirkt in diesem Umfeld wie eine Insel aus Freude und Festlichkeit: Jubelndes Gotteslob mit – zumindest im Eingangschor – Pauken und Trompeten.

Ausführende:
Katharine Fuge, Sopran; Robin Tyson, Kontratenor; Christoph Genz, Tenor; Peter Harvey, Bass; Monteverdi Choir, English Baroque Soloists,

Ltg.: John Eliot Gardiner

Link: DRS2-Radio-Schweiz mit Live-Radio anklickbar:

http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/die-bach-kantate/2632.sh10145595.html

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Angaben zum BWV 69a aus dem Cantatafinder:

KOMPONIST Johann Sebastian Bach
BWV 69
Titel: Lobe den Herrn, meine Seele

PDF-Noten – Link:
piano score as PDF

GATTUNG weltliche Kantate
ANLASS Ratswechsel
CHOR vierstimmig
VOKALSOLISTEN soprano, alto, tenore, basso
INSTRUMENTE tromba I, tromba II, tromba III, timpani, oboe I, oboe II, oboe III, oboe d’amore, violino I, violino II, viola, basso continuo
ERSTAUFFüHRUNG Urfassung BWV 69a: Leipzig, 1723; Endfassung: Leipzig, letzte Lebensjahre
Bach verwendet hier die Melodie „Es woll uns Gott genädig sein“
im Choral „Es danke, Gott, und lobe dich …“

Die Kantate ist Teil des BCP-Projekts als CD –  SDG 134 Vol.6 veröffentlicht worden..!!

Einen schönen Sonntag wünscht allen

Volker


RUHR2010 Teil XXIV: Ruhrsplitter

20. August 2010 2 Kommentare

Tja, Volker, unser König der Information weilt ja nun im Freistaat Bayern, damit es Euch nicht langweilig wird, hier mal ein paar Ruhr2010-Schnipsel, die mir keinen kompletten Artikel wert waren.

HALDE RHEINELBE-GELSENKIRCHEN UEKER

Die Zeche Rheinelbe, gegründet 1861, wurde bereits 1928 stillgelegt, aber die Halden auf dem Zechengelände blieben weiter in Betrieb, d.h. sie wurden weiter aufgeschüttet, dann auch wieder abgetragen, wenn sich die Berge als Baustoff verwenden ließen. 1999 erfolgte die letzte Aufschüttung – die mächtige Halde südlich der ehemaligen Kray-Wanner-Bahnlinie, heute ein Teil des Emscher Park Radweges, war fertiggestellt.

Auch die Halde Rheinelbe verbindet heute Industriegeschichte, Natur und Kunst. Der Künstler Herman Prigann hat auf der Spitze der Halde aus mächtigen Betonblöcken eine Himmelsleiter errichtet, die das Gelände weit überragt und schon vom Parkplatz an der Virchowstraße aus sichtbar ist. Rund um die Forststation stehen weitere Skulpturen von ihm, sie wirken auf den ersten Blick oft wie liegengebliebene Reste abgerissener Industrieanlagen und erschließen sich erst bei näherem Hinschauen als Kunstwerke mit industriegeschichtlichem Bezug.

Der Weg ist kreisförmig angelegt und bietet einen abwechslungsreichen Weg durch dichte Wälder, Vulkanähnliche, unwirkliche Landschaften und bietet (bei gutem Wetter, also heute nicht) einen spektakulären Ausblick auf´s Ruhrgebiet.

ZECHE ZOLLERN II in Dortmund

Das Areal vom Fördergerüst aus

Prunkvolle Backsteinfassaden und opulente Giebel mit Zinnenkranz und Ecktürmchen rund um den grünen Ehrenhof erinnern auf den ersten Blick eher an eine Adelsresidenz als an eine Schachtanlage, auf der Kohle gefördert wurde. Genau dies war Teil der Bauidee. Heute ist das „Schloss der Arbeit“ im Westen Dortmunds zweifellos eines der schönsten und außergewöhnlichsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit in Deutschland.

Dieses Motiv zierte einmal eine Briefmarke, der Jugenstileingang wird restauriert

Kaum mehr vorstellbar ist heute, dass das Ensemble nach der Stillegung in den 1960er Jahren zugunsten einer Schnellstraße abgerissen werden sollte. Wichtigstes Objekt im Kampf um den Erhalt war die Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal – heute eine Ikone der Industriekultur. Der Erhalt des Vorzeige-Baus aus Stahl und Glas 1969 rettete nicht nur die gesamte Anlage, sondern markiert gleichzeitig auch den Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland.

Link: http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/portal/S/zollern/ort/

HAUS RUHRNATUR AM WASSERBAHNHOF / MÜLHEIM A.D.RUHR

Am Wasserbahnhof in Mülheim a.d. Ruhr

Es ist das Anliegen des Hauses den Blick für dieses außergewöhnliche Flußtal und seine reiche Fauna und Flora zu schärfen, sowie die Zusammenhänge im Ökosystem zu verdeutlichen. Dies geschieht teilweise sehr anschaulich, daher ist die Ausstellung auch besonders für Kinder geeignet, man kann mikroskopieren, in Modellen durch Wind und Wasser bei Umbauten verschiedene Energiemodelle gewinnen, das beliebteste Konstrukt ist allerdings die künstliche Flutungsanlage. Darüber hinaus werden ebenso Visionen angesprochen, die zeigen, dass die Natur ein unvergleichlicher Lehrer ist, die zukunftsweisende Problemlöser anbietet. Wer möchte kann sich von jeder Ausstellungsstation eine Karte mitnehmen zur Nachlese zuhause.

Haus Ruhrnatur / Mülheim

Das kleine Museum liegt direkt am Wasserbahnhof in ist in einem schönen, denkmalgeschützten Bruchsteinhaus beheimatet.

Link: www.haus-ruhrnatur.de

The English Baroque Soloists bei den PROMS

13. August 2010 7 Kommentare

Hallo zusammen,

ich hatte ganz übersehen, dass morgen in London ein, bzw. 2 Konzerte mit Highlight-Charakter stattfinden. Im Rahmen der PROMs spielen The English Baroque Soloists und Sir John Eliot Gardiner in 2 Konzerten um 12:30 und 14:30 unserer Zeit die 6 Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach. Die meisten hier werden ja die CDs ihr eigen nennen, aber ich persönlich bin ganz gespannt auf die Entwicklung, die die Stücke zusammen mit dem Orchester in den letzten 2 Jahren durchgemacht haben. Der Vergleich dürfte spannend sein.

Hier der Link zu den Übertragungen, wo die Konzerte live gehört werden können, aber auch innerhalb der nächsten 7 Tage wieder angehört werden können:

http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tdrc7

http://www.bbc.co.uk/programmes/b00tdrgv

Ein schönes Wochenende

Barbara

RUHR2010 Teil XXIII: Mit dem Drahtesel von Duisburg nach Bottrop-Ein Bilderbuch

08. August 2010 / 9.20 Uhr: Startpunkt am Duisburger HBF. Diese Stadt hat sicherlich mehr als andere Städte unter dem Strukturwandel gelitten. Die ersten Stationen befinden sich in der Fußgängerzone: Der City Palais, ein Einkaufszentrum mit angegliederter Mehrzweckhalle. Danach zu der Niki St. Phalle Plastik „The Lifesaver“, der Name ist sicherlich Programm, die Plastik stammt aus dem Jahre 1991, zu einer Zeit, wo DU aufgrund der sterbenden Montanindustrie ganz am Boden lag. Es ist eine freundliche, lebensbejahende Plastik.

Niki St. Phalle-The Lifesaver

Am Ende der Fußgängerzone gehts zum neo gotischen Rathaus, vor demselbigen wurde dem berühmtesten Bürger in Form eines Brunnens gehuldigt, Gerhard Mercator (eigentl. Krämer). Sehr interessant ein Neo-Renaissance Bogen, der von Adam und Eva getragen wird („…da dachte die Frau, dass es köstlich wäre klug zu sein…“). Abgerundet wird das Ensemble von der Salvator Kirche. Da ihr ja das Rathaus aus den Medien zugenüge kennt, ein Bild der Salvatorkirche. http://www.ekadu.de/index.php?id=bezirk3

Salvatorkirche

Der umgestaltetete Binnenhafen, der einst für die gesamte Getreideversorgung des Ruhrgebietes verantwortlich war, ist völlig umgestaltet worden. Da gibt es noch die alten Speicher, die eine andere Nutzung erfahren (Museum Küppersmühle), eine Synagoge, die in bestehende Bautrümmer ehemaliger einer Spedition integriert wurden, eine Kneipenmeile und natürlich hypermoderne Bürogebäude.

Garten der Erinnerung / DU

Das Museum Küppersmühle beherbergt eine moderne Kunstsammlung in einem umgenutzten Gebäude. Da wir aus Zeitgründen das Museum nicht besuchen konnten, mußte es bei einigen Schwärmeien bezüglich der Präsentation und des Gebäudes bleiben. Sicherlich ein Ausflugsziel, was wir nochmals in Auge fassen werden.

Museum Küppersmühle

Von den mondänen Vierteln, wo auch teurer Wohnraum entstanden ist, gehts nach dem St. Pauli von DU: Ruhrort, Hier mündet die Ruhr in den Rhein. Die Bramme „Orange“ von R. Serra (ist ja jetzt kein Unbekannter mehr) markiert diesen Punkt.
Da der Wettergott (der ja Ruhri sein soll) Urlaub macht, gehts nun mit Regenzeug über die Rheinwiesen.

Ruhrmündung mit Installation "Orange" von Serra

Die Gegensätze könnten nicht krasser sein, links, lauschige Wiesen mit Wäldern, schön idyllisch, rechts, eine eigene Stadt, die Stahlproduktion, Kokerei und das Walzwerk von Thyssen Krupp. Vom Alsumer Berg (eine begrünte Halde entstanden aus Schutt des 2. Weltkriegs) hat man einen super Blick über diese Enklave der Montanindustrie. Das sieht schon gigantisch aus!

Alsumer Berg mit Blick auf Thyssen Krupp

Ausflug nach Bruckhausen: „Bor, schön iss datt nich…“. Haben wir im Zuge des Strukturwandels über Gentrifizierung gesprochen, kommt hier die Hammerkeule: Der ganze Stadtteil, in dem viele Schimanskifilme gedreht wurden, soll abgerissen werden und einem Freizeitpark (gibt´s da nicht schon genug von?) weichen. Viele Häuser stehen schon leer, solange hier noch zu wohnen ist, wird hier gewohnt und alles verwohnt. 80% Ausländeranteil, davon der größte Anteil Türken. Im Hintergrund die monotonen Geräusche vom Stahlwerk. Irgendwie ist es hier 2° wärmer als in Restdeutschland.
Bruckhausen

Bruckhausen

Nachdem wir diesen morbiden Stadtteil verlassen haben geht es durch landschaftlich neu gestaltete grüne Wege geradewegs zum Landschaftspark DU Nord, einem stillgelegten Hochofen, der nachts eine echte Show ist.

http://www.landschaftspark.de

Hochofen Landschaftspark

Hochofen Landschaftspark

Wir verlassen Duisburg, begeben uns auf den Emscherradweg und peilen das nächste Ziel, Oberhausen, an.
Das klassizistische Schloss beherbergt die Galerie Ludwig, die meist zeitgenössische Kunstausstellungen zeigt.

Schloss Oberhausen

Das Schloss Oberhausen geht wahrscheinlich auf den Rittersitz Overhus (auch Overhuysen, Averhus) aus dem späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert zurück. Im Jahre 1443 fiel die Wasserburg an die in klevischem Lehensverbund stehende Familie von der Hoven. 1615 gelangte das Overhus dann in den Besitz Conrads von Boenen. Wegen ihrer Lage an dem wichtigen Emscherübergang wurde die Burg häufig geplündert.

Siedlung Eisenheim

Die Siedlung Eisenheim ist eine der ältesten Siedlungen für Arbeiter im Ruhrgebiet überhaupt gewesen (1846 erster Ausbau, 1865 zweiter Ausbau), hier für die Arbeiter der Gutehoffnungshütte. Was heute pitoresk wirkt, war damals sehr beengend, um 1900 lebten 1200 Menschen in 51 Wohnhäusern (Wohnung 65 qm). An verschiedenen Häusern kann man noch Zeitzeugenberichte über die Wohnverhältnisse lesen. Nach langem Kampf einer Studentengruppe unter Roland Günter, der als Vorwand soziologische Studien führen wollte, konnte ein Großteil der Häuser vor dem Abriß bewahrt werden und steht seit 1972 unter Denkmalschutz.

Gasometer Oberhausen

Der Gasometer Oberhausen ist so wie Zeche Zollverein einer der großen Leuchttürme der Ruhr2010, man hat ihn und seine tolle Atmosphäre für Ausstellungen, Konzerte uvm. nutzbar gemacht.
Am Centro, dieser artifiziellen Erlebnislandschaft, wird der Strukturwandel deutlich, oder auch nicht. Die Stadt Oberhausen hat sich durch dieses Projekt stark verschuldet um wenigstens einige Arbeitsplätze, der früheren Gutehoffnungshütte aufzufangen. Was ist bei den Nachbarstädten passiert? Die Innenstadt von Mülheim ist verödet, andere Städte haben die Centeridee ebenfalls aufgegriffen. Es hat also nur eine Umverteilung der Kaufkraft stattgefunden. Und was hat sich beim Kunden geändert? Einkaufen soll ganzheitliches Erlebnis werden, weg von der Bedürfnisbeschaffung. Traurig, traurig. Das sind jedenfalls keine Erlebnisse für mich.

Gasometer vom Emscherradweg

Wir verabschieden uns von dieser unwirklichen Stätte und kosten auf Gut Ripshorst mitten im Grünen am Emscherradweg frische Luft und Ruhe bei Kaffee und Kuchen. Dieser Hof hat bereits während der Industialisierung weiterbestanden. Erste Erwähnung findet das Lehngut Haus Ripshorst Anfang des 14. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit lag der Rittersitz auf dem Gebiet der (damals nicht zu Essen gehörenden) Gemeinde Borbeck im Ortsteil Dellwig.

Burg Vondern

Auf dem Weg nach Bottrop passieren wir die Burg Vondern. Sie war ein Lehen der Grafen und Herzöge von Kleve und wurde im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Heute im Besitz der Stadt Oberhausen, kümmert sich seit 1982 der Förderverein Burg Vondern um die Erhaltung der historischen Gebäude.

Tetraeder in Bottrop

Letzte Station ist in Bottrop eine Landmarke, der Tetraeder.Der Aussichtsturm wurde der IBA Emscher Park vom Architekten Wolfgang Christ aus Darmstadt entworfen und ist dem Bauplan eines Kohlenstoffatoms nachempfunden. Die Halde Emscherblick wurde am Tag der deutschen Einheit, 3. Oktober 1994, eröffnet. Wer nicht ganz schwindelfrei ist, sollte von einer Besteigung Abstand nehmen, er schwankt wie auf einem Schiff!
In Bottrop endet gegen 18.15 Uhr die Tour und es geht mit der S9 wieder nach Langenberg. Nach der Zugfahrt merke ich dann doch die ca. 50 km…
Für weitere Infos und Touren: http://www.naturfreunde-wuppertal.de

Eine neue DVD über J.S. Bach – BACH & friends A documentary film by Michael Lawrence

6. August 2010 2 Kommentare

BACH & friends "A documentary film by Michael Lawrence"

Ein beeindruckendes Bach-Projekt – „BACH & friends“
A documentary film by Michael Lawrence - gibt es auf der nachstehenden Webseite zu bestaunen, J.S. Bach’s Musik in allen seinen Facetten von internationalen Könnern vorgetragen, kann ich nur empfehlen, einmal da rein zu schauen..!!

Link:

http://www.sfcv.org/article/embach-friendsem-movie-premiere

Auf You Tube sind einige Trailer zu dem Film-Projekt vorhanden:

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P.S. Dies habe ich soeben auf YouTube entdeckt und bin davon begeistert was man mit Weingläsern nicht alles anstellen kann, Bach klingt eben mit jeder Materie:

„Glass harp-Toccata and fugue in D minor-Bach-BWV 565″

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Wünsche viel Spaß..!! Grüße Volker

J.S. Bach-Krimi: Eine tödliche Verschwörung um eine mysteriöse Handschrift

4. August 2010 4 Kommentare

J.S. Bach-Krimi "Eine tödliche Verschwörung um eine mysteriöse Handschrift"

Für den Urlaub gibt es einen J.S. Bach-Krimi, der es in sich hat:

Kurzbeschreibung:

Eine tödliche Verschwörung um eine mysteriöse Handschrift von „Johann Sebastian Bach“

Der Musikwissenschaftler Adrian Fischer wird ermordet. Seine Tochter Gwendolyn, eine erfolgreiche Opernsängerin, hatte wenig Kontakt zu ihrem Vater. Nun muss sie sich aber mit dessen Nachlass befassen und macht eine erschreckende Entdeckung: Ihr Vater hatte ein verschollenes Bach-Manuskript gefunden, in dem das Datum des jüngsten Tags verschlüsselt ist. Gwendolyn erhält kurz darauf einen mysteriösen Anruf: Ein Unbekannter versucht, die Herausgabe der Noten zu erpressen. Und dann entgeht Gwen nur knapp einem Mordanschlag …

..schwer aus der Hand zu legen:
Der Roman „Die fünfte Passion“ dreht sich um das Werk Johann Sebastian Bachs. Wer befürchtet nur staubtrockene musikwissenschaftliche Traktate zu finden wird schnell eines besseren belehrt. Schon auf den ersten Seiten lässt Buslau seine Hauptfigur genau diese Befürchtung entkräften, ihr ist das trocken-theoretische der Musikwissenschaft ebenso zuwider.

Das Buch ist zu beziehen über meine Partner-Seite:

Link:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2010/08/ein-krimi-uber-eine-verschollene.html

Grüße

Volker

MDR-Fernsehen ab 4.8.2010 Vierteiliger Fernsehfilm über J.S. Bach

3. August 2010 4 Kommentare

Vierteiliger Fernsehfilm über J.S. Bach – DDR 1985

Sende-Termin vom 1. Teil am 4.8.2010 um 00:10 Uhr im  MDR-Fernsehen!

Weitere Sendetermine für Teile 2-4

am 11. – 18. und 25. August 2010 um 00:10 Uhr

„Die Herausforderung“ schildert Bachs künstlerische und  politische Auseinandersetzungen zu Beginn seines  Schaffens. 1717 wird der Hof August des Starken in  Dresden Schauplatz eines ungewöhnlichen Ereignisses.  Der französische Cembalist Louis Marchand hat zu einem  Wettstreit aufgerufen. Statt der erwarteten berühmten  Künstler nimmt jedoch nur ein unbekannter Musiker aus  der Provinz die Herausforderung an: Johann Sebastian  Bach aus Weimar. Obwohl der Sieg Marchands sicher  scheint, endet der Wettstreit mit einem Eklat. Marchand,  der als exzellenter Fachmann die überragende  Meisterschaft Bachs erkennt, verlässt fluchtartig die Stadt.  Bach versetzt die Dresdner Adelsgesellschaft in  Begeisterung.

Doch während Bach in Dresden Triumphe feiert, muss er in Weimar erleben, dass seine künstlerische Entwicklung immer stärker behindert wird. Als Hoforganist und Konzertmeister ist er in den Streit zwischen Herzog Wilhelm Ernst und seinem Neffen Ernst August geraten, denn er hat es an der nötigen Untertänigkeit fehlen lassen. Als ihm der Posten des Hofkapellmeisters verweigert wird, nimmt Bach eine Berufung als Kapellmeister an den Köthener Hof an. Bevor Bach mit seiner Familie nach Köthen umsiedeln kann, bekommt er jedoch die Willkür seines Herzogs zu spüren und wird erst nach vier Wochen Haft in Ungnaden nach Köthen entlassen.

Kamera: Andras Szalai
Buch: Klaus Eidam
Regie: Lothar Bellag

Johann Sebastian Bach – Ulrich Thein
Maria Barbara – Angelika Waller
Marchand – Juroslav Satoransky
Herzog Wilhelm Ernst – Berenec Bacs
Greif – Zoltan Gera
Meckbach – Wolfgang Greese
August der Starke – Wolfgang Dehler
Volumier – Gabor Sarosi
Erdmuthe – Dana Vavrova
Fürst von Köthen – Andras Kozak
u.a.

Zum 260. Todestag von Johann Sebastian Bach

http://www.mdr.de/

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Über diesen vierteiligen Fernseh-Film ist in 2009 eine DVD erschienen, näheres unter dem Link nachstehend:

Link:

Link zu meiner Partnerseite:

http://blogjsbachcantatapilgrimage2000.blogspot.com/2009/11/dvd-wiederveroffentlichung-leben-und.html

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Grüße

Volker

RUHR2010 Teil XXII: Situation Kunst in Bochum

2. August 2010 3 Kommentare

Der Neubau mit der Sonderausstellung im Weitmarer Park

Spontan gings gestern in die „Aussenstelle“ der Kunstsammlung der Ruhr-Uni Bochum, mit dem etwas seltsamen Namen „Situation Kunst (für Max Imdahl)“ im Park Weitmar in Bochum. Beheimatet in einem modernen Gebäudekomplex mit verschiedenen Pavillions, die alle frei zugänglich und kostenlos sind, bietet es Platz für verschieden Installationen europäischer Gegenwartskunst von Künstlern wie G. Graubner, N. Kricke, A. Rainer und Jan J. Schoonhoven. Amerikanische Künstler sind mit Richard Serra und David Rabinowitsch vertreten.

Sonderausstellung Landschaftsmalerei vom 17. Jahrhundert bis heute

Die Gebäude dieses Dauerausstellungskomplexes stammen von 1990 und 2006, hier sind ebenfalls alte Kunstobjekte afrikanischer und asiatischer Kunst zu sehen, die zum Teil auf ein Alter von über 2000 Jahren datiert sind.

Die Kunstparkanlage mit der Dauerausstellung

Seit neuestem steht dem Kunstinteressiertem ein spektakulärer Neubau unweit der Dauerausstellung zur Verfügung. Der Glaspalast (ähnlich dem Folkwang) wurde in die denkmalgeschützte Ruine eines ehemaligen Renaissanceschloßes integriert, eine wie ich finde sehr gelungene Synthese von vergangenem und neuem. In diesem Komplex befinden sich die Sonderausstellungen, z. Zt. Landschaftsmalerei vom 17.-21. Jahrhundert, die nicht nur die visuellen Realitäten zeigen, sondern auch gesellschaftliche Umbrüche und die Reflektion des eigenen Lebensstandpunktes.

Richard Serra / Circuit 1979 /98

Mit dem Wissen verändert sich auch der Blick auf die Landschaften, Krieg, Zerstörung und Naturkatastrophen fungieren als Spiegel der erlebten Realität. Gerade das Ruhrgebiet mit seiner hohen Bevölkerungsdichte, vielen Umbrüchen, Ziel von Kriegsstrategie, scheint optimal. Ebenso spürt man trotz der Naturrückgewinnung in vielen Bereichen natürlich auch die Entfremdung von der Natur.

Lee Ufan, Relatum, 2000 (mein Mann gehört nicht zur Installation)

Öffnungszeiten: Mi-Fr. 14.-18.00 Uhr, Sa-So / an Feiertagen: 12.-18.00 Uhr

Eintritt im Kubus: 5,-Euro, die Dauerausstellung ist kostenlos, einfach unorthodox klingeln, dann wird man eingelassen. Führungen finden am 1. und 3. Sonntag des Monats um 16.00 Uhr gegen einen Obulus von 3,-Euro statt.

Link: www.situation-kunst.de

RUHR2010? Find ich spitze! (Daumen hoch!)

Klar, mit dieser Installationskunst kann nicht jeder was anfangen, trotzdem glaube ich, dass eine gewisse Offenheit für die Dinge manchmal zu spannenden Erkenntnissen führen kann. Bewußt haben einige Werke keine Titel, um dem Betrachter von vornherein keine gedanklich kanalisierte Assoziation zu geben. In Rücksprache mit der Kunsthistorikerin lagen wir, die Intention betreffend, gar nicht so schlecht, aber dass das mein Leben verändern würde, kann ich nicht sagen.

Schöne Grüße, Claudia

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