Hallo Orgelfreunde,
für wie lange noch können Orgelklänge ungetrübt nach außen dringen um die Nachbarschaft nicht zu stören. Vor dem Landgericht in Verden an der Aller in Niedersachsen klagt ein Familie gegen die ihrer Meinung nach zu lauten Orgelklänge, die Musik sei destruktiv – penetrant und ziehe einen nach unten. Die Klage richtet sich gegen die Domgemeinde in Verden, seit 4 bis 5 Jahren sei ein ungetrübter Gartenaufenthalt nicht mehr möglich trotz Ohropax in den Ohren..!
In das obige Video klicken
zum Beitrag von Radio Bremen zu der anhängenden Klage der Familie gegen zu laute Orgelmusik aus dem Dom in Verden a.d.Aller..
Eine gleichlautende Klage ist in Köln anhängig……
In Köln lebt seit 1972 ein Ehepaar auf einem Grundstück neben dem Kölner
Dom. Nun klagen sie auf Unterlassung, weil sie Kirchenorgelklänge oder
Chorgesang, der aus dem Dom dringt, als störend empfinden.
- Zitat-Ende -
Mir kräuseln sich die Haare wenn ich so etwas lese. Der Dom in Verden besteht seit dem 14. Jahrhundert, der Kölner Dom seit dem 13. Jahrhundert und die Wohnhäuser wurden später errichtet. Ziehe ich in die Nähe eines Domes, muss ich mit Orgelklängen vorlieb nehmen ebenso mit der Chormusik. Diese Klagen sind für mich eine Farce, wann wird gegen die Gottesdienste-Messen und Glockenklänge geklagt?
Wer dort nicht wohnen möchte, sollte umziehen und mir die Wohnung oder das Haus zur Verfügung stellen ich würde freudig zugreifen und alle Fenster öffnen, um diese herrlichen Klänge verinnerlichen zu können……!!
Wie ist Eure Meinung dazu?
Grüße
Volker





27. Oktober 2009 um 11:13 |
Hallo, Volker,
ich ziehe mit – Fenster und Türen baue ich gleich aus; damit ich auch ja alles mitkriege.
Herzl. Gruss
Iris
27. Oktober 2009 um 16:30 |
Das ist die typische Denke heute. Alles nah dran, bloß kein Schritt zuviel, aber auch im Grünen, bloß kein Lärm.
Die Leute haben einfach zu viel Zeit, dass es solche Klagen gibt. Die Energien die auf so einen Sch… verwendet werden müßten so kanalisiert werden, dass es die Welt mal weiterbringt und besser macht! Ich gönne diesen Klägern mal ein existenzielles Problem, damit die mal wieder auf den Teppich kommen.
Aber ich könnte hier von unserem Geschäft auch Bücher schreiben, mit Geschichten die jenseits des normalen Menschenverstandes sind.
Grüße, Claudia
28. Oktober 2009 um 06:46 |
Lieber Volker!
Sags mit Bach: ‘Ärgere Dich, o Seele nicht! und ‘die heutige Christenheit sind laue Laodizäer.’ Das ist nun mal der Hintergrund-, er war vor 250 Jahren so und blieb auch heute so, vor dem die Strahlkraft Bach’scher Orgel und Kantatenmusik aufleuchtet.
Mir würde es gefallen, wenn wir wieder zu unseren Kantaten zurückkehren und eher nach positiven und heilenden Aspekten suchen. Wie vielen Leuten eröffnen Bach’s Kantaten neue Zugänge zum Gottesdienst. All die Gefühlsräume von Trauer und Freude, Angst und Hoffnung, die in einer stumpfsinnigen Zeit für den Einzelnen angeboten werden.
Da läßt sich so viel finden!
Gruß
Wolfgang
18. November 2009 um 16:38 |
Klage abgewiesen, alles wird gut
http://www.stern.de/panorama/klage-abgewiesen-die-orgel-im-verdener-dom-darf-weiter-spielen-1522826.html
18. November 2009 um 18:28 |
Hallo,
ich finde, es ist eine gute Entscheidung des Gerichts und nachvollziehbar. Seit 1972 lebt die Familie in dem käuflich erworbenen Haus und strengt nun nach Jahren einen Gerichtsentscheid an das ist für mich nicht nachvollziehbar, gerne würde ich das Wohnumfeld mit ihr tauschen, dann hätte „Dom-Kantor Tillmann Benfer“ Ruhe und einen Klassikfreund in der Nähe wohnen, der diese Musik über alles liebt…!!
Grüße
Volker